DER THEOLOGE aktuell - 2007-2
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Klarstellung:
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23.12. -
Verhöhnung von Christus - 10.000
sterbende Kinder pochen jeden Tag an die Tore des Vatikan
18.12. -
Ratsvorsitzender des Diakonischen Werkes wegen sexueller Vergehen an
Diakonen-Schülern angezeigt
10.12. -
Wann lässt der
deutsche Innenminister die katholische und die evangelische Kirche
verbieten?
29.10. -
Katholik als "einer der kaltblütigsten Täter der
deutschen Justizgeschichte"
27.10. -
Riekhofen:
Kindsmissbrauch
- Bischof Müller lehnt Entschuldigung weiter ab und
beruft sich auf Papst
27.10. -
Vom Dienst entbunden - verspielte
stellvertretender Dekan Spendengelder in Spielcasinos?
22.10. -
Ex-Priesteramtskandidat vergewaltigte wahrscheinlich über 200 Kinder
21.10. -
Islamische Schulbücher: Mehr Toleranz
als vermutet
18.10. -
Vergewaltigung von
Kindern im evangelischen Dorf Eschenau - Aktualisierung
22.9. -
Pädophile
Priester: Eltern können ihre Kinder nur selbst schützen
22.9. -
Fotos
von SS-Personal in Auschwitz veröffentlicht - Kirche verhalf
Kriegsverbrechern zur Flucht
21.9. -
Riekhofen: Verhöhnung
- Bischof Müller vergleicht
verfehlte Personalpolitik
mit
Jesus von Nazareth
21.9. -
Kampf der
Kulturen in Deutschland: Katholische Politiker wollen Islam klein halten
19.9. -
Streng gläubige Katholikin warf ihr
Neugeborenes aus dem 10. Stock
17.9. -
Riekhofen:
"Schweigegelder"
der Kirche als Deckung für einen
pädophilen Priester.
Und
dieser macht weiter
15.9. -
Unser Planet geht zugrunde - und die
Kirche warnt vor den Warnenden
13.9. -
Was steckt
hinter der "Maske" von "Mutter Theresa"?
13.9. -
"Euthanasie" im Dritten Reich - Die
Unterstützung der Ermordung Behinderter durch die Kirche
8.9. -
Papst in
Österreich: Der symbolische und der reale Niedergang des Papsttums
6.9. -
Papstbesuch in Österreich -
Informationen für die Bevölkerung
4.9. -
Riekhofen: Katholischer
Priester wegen Sexualverbrechen verhaftet /
Ein Ministrant sollte mindestens
18 sein
24.8. -
"Haftpflichtschaden" - Versicherungen
zahlen für Sexualverbrechen von Priestern
24.8. -
EKD-Repräsentant: Antisemitismus Anfang
des 20. Jahrhunderts mit islamkritischer Stimmung
von
Juden heute
verglichen
17.8. - Ministrant
von Dekan zu sexuellen Handlungen gezwungen?
15.8. -
Afghanistan, Irak: Kriege geraten immer
mehr außer Kontrolle
30.7. -
Israelitische
Kultusgemeinde möchte Umbenennung der Hans-Meiser-Straße in Bayreuth
26.7./14.8. -
Kater ahnt Tod von
Heimpatienten voraus
/ Tierversuche und seelische
Krankheitsursachen
21.7. -
Römisch-katholische
Exorzisten: Harry Potter "öffnet dem Teufel einen Weg"
19.7. -
Ehemalige Meiserstraße: Aufklärung statt
kirchliche Verlogenheit
18.7. -
Gegen den
erbitterten Widerstand der evangelischen Kirche:
Meiserstraße in München wird umbenannt
15.7. -
Sexualverbrechen von Priestern: 660 Millionen Dollar für 500 Opfer in der
Diözese Los Angeles
14.7. -
Bei Anschluss der
Evangelischen an den Vatikan - Staat könnte viel Geld sparen
8.7. -
Gegen Klimakatastrophe
und Intoleranz: Wird in Deutschland der Bock zum Gärtner gemacht?
7.7. -
Heinrichsfest:
Katholisches Bamberg feiert Kriegsverbrecher
7.7. -
Katholischer Priester wegen Beteiligung an sieben Morden und 31 Folterungen
angeklagt
6.7. - Meiserstraße in
München - Einzelne Kirchenvertreter immer unverfrorener
23.12.2007 / 5.1.2008 -
Verhöhnung von
Christus - 10.000 sterbende Kinder pochen jeden Tag an die schweren Tore des
Vatikan - Maria und Josef (der leibliche Vater von Jesus) reisten
einst unter schwierigsten Umständen nach Bethlehem zur angeordneten
Eintragung in die Steuerlisten. Maria war in großer Sorge um ihr Kind, denn
sie stand kurz vor der Entbindung. In Bethlehem angekommen, fand die Familie
in klirrender Kälte schließlich keine Unterkunft, wo Maria
ihr Kind hätte zur Welt bringen können. Auch hatten sie kaum etwas zu essen.
Liebe Mütter, die Sie das jetzt lesen: Erinnern Sie sich, als Sie ihr erstes
Kind zur Welt brachten, um vielleicht zu ahnen, wie es wohl Maria ergangen
ist!
Doch
eine Frau erbarmte sich und gab ihnen wenigstens ein Dach über den Kopf, den
Stall, wo die Körper der Tiere den Menschen wenigstens ein klein wenig Wärme in der
eisigen Nacht spendeten. Die Kirche hat aus diesem dramatischen Ereignis ein
Götzen-Kitsch-Fest gemacht: mit Wachsfigürlein in der Krippe (anstatt auf
den späteren erwachsenen Jesus zu hören), mit Leben zerstörenden Kulten (z. B.
abgeschlagenen Bäumen*) und mit Abermillionen brutal hingemetzelter Tiere für
den Gaumengenuss (dem alljährlichen Massaker an "Ochs und Eselein" zum Wohle der
menschlichen Leiber).
Auch heute sind Maria und Josef wieder auf
Herbergssuche. Und jeden Tag mit ihnen Tausende verhungernde und erfrierende
Menschen. Und so pochen jeden Tag auch 10.000 verhungernde Kinder an die
schweren Tore des Vatikan. Doch die Goldschätze der Priester sind für sie
unerreichbar. Die Priester rufen immer nur ihre Gläubigen zum Spenden auf.
Sie selbst tasten das Milliardenvermögen ihrer Institution mit ihren
goldverbrämten Kirchenschätzen nicht an. Sie schwenken ihr Weihrauchfass
über ihre kulinarischen Feste und verkünden dabei haarsträubende Dogmen und
Lehren, die sie aus dem antiken Heidentum übernommen hat
- wie z. B. eine angebliche Jungfrauengeburt Marias. Was soll denn so
schlimm daran gewesen sein, wenn sich Maria und Josef ein Kind wünschten und
dies in gegenseitiger Liebe zeugten? Schlimm ist das nur für die
Geheimniskrämer im Vatikan, die den natürlichen Zeugungsakt verteufeln (er
soll angeblich eine Erbsünde übertragen, die ohne kirchliche "Vergebung" in
die ewige Verdammnis führen soll), während Tausende von Pädophilen in ihren
Reihen sich an Kindern sexuell vergehen.
Vielleicht könnte man zum Thema "Liebe" noch sagen: Gott liebt natürlich
auch die Priester. Aber Er liebt sie nicht als Priester. Er hat nie Priester
gewollt. Und wenn diese nicht umkehren, werden sie spätestens als Seelen im
Jenseits erleiden, was sie anderen angetan haben, weil die angebliche kirchliche
Absolution von Sünden bzw. die angebliche Minderung von Sündenstrafen ein weiterer Unsinn ist,
den die Kirche ebenfalls aus Götzenkulten hergeleitet hat. Denn kein
Priester kann so etwas. Weder ein römisch-katholischer noch ein anderer. Die Menschen können sich immer nur gegenseitig
vergeben, und überall, wo dies geschieht, kommt ein
Segen über die Menschen. Dazu braucht es jedoch keine Priester und
Pfarrer. Denn Priester können natürlich auch nicht segnen. (Sie tun nur so.)
Hier eine kleine Geschichte für ein Weihnachtsfest ohne Kirche:
http://www.theologe.de/weihnachtsgeschichte.htm
Und hier eine Erzählung über die Geburt von Jesus ohne die kirchlichen
Verfälschungen:
http://www.theologe.de/jesus_geburt.htm
* Der Brauch,
einen Baum zu schmücken, stammt aus der Wintersonnenwende des antiken
Mithras-Kults. Dort wurden die Bäume jedoch nicht abgehackt. Und die Römer
oder Menschen in nordischen Ländern begnügten sich mit einigen Zweigen, mit
denen sie ihre Wohnungen schmückten. Erst im kirchenchristlichen Abendland
im Mittelalter begann man dann mit der Barbarei, im Saft stehende Bäume zu
Hunderten und heute gar zu Millionen (alleine 16 Millionen in Deutschland)
abzuhacken und dann geschmückt langsam sterben zu lassen. Zwar sprach die
offizielle Kirche zunächst noch von einem "heidnischen" Brauch und
befürwortete als "Waldbesitzerin" verständlicherweise die Plünderung "ihres"
Waldes nicht. Doch ist es kein Zufall, dass die Barbarei an der Natur sich
in ihrem Umfeld entwickelte. Denn die Kirche lehrt, dass Tiere und Pflanzen
unbeseelte sterbliche Wesen bzw. Objekte sind, die keinen oder kaum Schmerz
empfinden und mit ihrem Tod zugrunde gehen (siehe dazu
Der Theologe Nr. 7). Nur der Mensch sei
voll schmerzempfindlich und habe angeblich eine unsterbliche Seele. (PS: Doch wie ärmlich müsste
es in einem "Himmel" zugehen, wo man zwar auf über 200 ehemalige Päpste
treffen würde, jedoch auf kein einziges Tier?) So hatten zuerst die evangelische und dann
auch die römisch-katholische Kirche bald den größten abgeschlagenen Baum in
einem Dorf oder einer Stadt.
18.12. / 23.12.2007 -
Ratsvorsitzender des Diakonischen Werkes angezeigt - Er soll
sich an Diakonen und Diakonie-Schülern sexuell vergangen haben -
Das Diakonische Werk der Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern kommt
nicht zur Ruhe. Erst im Oktober wurde ein ranghoher Pfarrer vom Dienst
suspendiert, da er Spendengelder veruntreut hat (siehe
hier). Es wird vermutet, dass diese in
tschechischen Casinos verspielt wurden. Nun ist einer der Obersten, der
Ratsvorsitzende des Diakonischen Werkes in Bayern, Karl Heinz Bierlein von
allen Ämtern zurückgetreten. Ihm werden sexuelle "Grenzüberschreitungen" an
Untergebenen zur Last gelegt. Die Betroffenen werden psychologisch betreut.
Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 15.12.2007: "Bierlein
gehört zu den wichtigsten Sozialmanagern in Bayern, ist Träger des
Bundesverdienstkreuzes. Die Rummelsberger Anstalten der Diakonie
beschäftigen 6100 Mitarbeiter in 170 Sozialeinrichtungen - darunter
Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Behinderteneinrichtungen. Auch
ein geschlossenes Heim für verhaltensauffällige Jugendliche gehört dazu. Für
2006 meldete das Unternehmen eine Bilanzsumme von 522 Millionen Euro.
Bierlein stand seit 1997 an der Spitze der Rummelsberger Anstalten"
(http://www.sueddeutsche.de/,ra13l1/bayern/artikel/815/148463/).
Unser Vorschlag: Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ist
seit Ende der 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland führend
in der Bekämpfung religiöser Minderheiten. In dieser Kirche gab es z. B. den
ersten deutschen Sektenbeauftragten, Pfarrer Friedrich Wilhelm Haack
(siehe hier), und er und sein
Nachfolger Wolfgang Behnk (seit 1992; siehe auch
hier) gingen mit besonderer Schärfe und
Gemeinheiten gegen Andersdenkende vor. Die skandalgeschüttelte evangelische
Kirche in Bayern könnte hier ab sofort etwas ändern: Anstatt
Lügen, Verleumdungen und haarsträubende Spekulationen über Andersgläubige zu
verbreiten, soll sich ein Beauftragter in Zukunft um die Verbesserung von
Ethik und Moral in der eigenen Kirche kümmern. Sollte die Kirche jedoch
einen solchen Beauftragten für unnötig halten, sollten die Gläubigen auch
nichts mehr spenden.
Die weitere Entwicklung: Psycho-Experimente: Diakonie-Chef soll
Studenten auch mit Metallklammern und Stockschlägen traktiert haben.
Siehe dazu:
http://mobil.sueddeutsche.de/inm/sz/dqgxei307nd9;jsessionid=67A2515B36F1CBAACCAF91C18B290CA3.app102A2
10.12.2007 -
Wann lässt der
deutsche Innenminister die katholische und die evangelische Kirche
verbieten? - Pünktlich zur Vorweihnachtszeit geben sich die
Politiker meist besonders scheinheilig und kirchenhörig. So will der
deutsche Innenminister Wolfgang Schäuble (evangelisch-lutherisch, CDU) die
umstrittene Scientology-Organisation verbieten lassen und alle Innenminister
der Bundesländer seien sich darin einig "dass wir Scientology für
eine nicht mit der Verfassung vereinbare Organisation halten". "Die
Scientology-Organisation weist die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück"
(Die Welt, 8.12.2007). Hierzu ist anzumerken: Die
Innenminister sind entweder alle oder nahezu alle Mitglieder der
römisch-katholischen bzw. der evangelisch-lutherischen Kirche.
Ob die Vorwürfe gegenüber Scientology zutreffen, haben wir nicht geprüft.
Wir können jedoch nachweisen, dass diese zumindest auf die beiden
Großkirchen zutreffen. So heißt es z. B. in der Welt: "In
einem Urteil stellte das Verwaltungsgericht Köln ´tatsächliche
Anhaltspunkte` dafür fest, dass Scientology Bestrebungen gegen die
freiheitlich demokratische Grundordnung verfolge. Wichtige Grund- und
Menschenrechte wie die Menschenwürde oder das Recht auf freie Entfaltung der
Persönlichkeit werden bei Scientology außer Kraft gesetzt oder
eingeschränkt. Außerdem strebe die Organisation eine Gesellschaft ohne freie
Wahlen an." Tatsächlich gibt es in der katholischen Kirche
eine Hierarchie ohne demokratische freie Wahlen, und die Machtverhältnisse
werden dort von der Spitze her bestimmt. Außerdem müssen nach kirchlichen
Lehren die meisten Menschen nach deren Tod in eine grausame nie mehr endende
Verdammnis (siehe Der Theologe Nr. 19),
was nichts mehr mit Menschenwürde zu tun hat - und vieles andere mehr
(vgl. z. B. Der Theologe Nr. 18). Die
evangelisch-lutherische Lehre leugnet zudem einen freien Willen in
Glaubensdingen (vgl. z. B. Der Theologe Nr. 1
und Der Theologe Nr. 35).
Der Mensch sei entweder vom kirchlichen Gott zum "Heil" vorherbestimmt oder
die "andere Macht" würde dies verhindern. Hinzu kommen unzählige Verstöße
beider Großkirchen gegen freiheitlich-demokratische Prinzipien (vgl. z.
B. Der Theologe Nr. 12 und
Der Theologe Nr. 23). Und wenn
Scientology vorgehalten wird, dass man dort "die obersten Ebenen der
deutschen Regierung erreichen" wolle, dann haben das die beiden Kirchen
längst geschafft. Und auch, was den Vorwurf der "Expansionsbestrebungen für
die ganze EU" betrifft, so ist das ein zentrales Interesse des Vatikan. Und
die Kirchen haben diese "obersten Ebenen der deutschen Regierung" nicht nur
erreicht, sondern der Staat wird mehr oder weniger von der Kirche und ihren
Interessen kontrolliert (siehe Der Theologe
Nr. 23). Kein Wunder also, dass man hier keine Konkurrenz möchte.
Würden es also die Politiker ehrlich meinen und nicht nur als scheinheilige
Büttel ihrer Kirche handeln, dann müssten sie dieselben Maßstäbe wie an
Scientology auch an ihre eigene Kirche anlegen. Und dann könnte man auch
fragen: Wann möchte der deutschen Innenminister die katholische und die
evangelische Kirche verbieten lassen?
29.10.2007 -
Katholik als "einer
der kaltblütigsten Täter der deutschen Justizgeschichte" - Ronny
Rieken brachte in den 90er-Jahren zwei Mädchen um, vergewaltigte mindestens
14 weitere. Er war Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Die ARD
bringt um 21 Uhr eine Dokumentation. Welche Bedeutung hat die
Konfessionszugehörigkeit? Um die konfessionellen Weltanschauungsbeauftragten
zu fragen: Wie hätten sie reagiert,
wenn Rieken keiner der "Söhne und Töchter der Kirche" gewesen wäre, sondern einer religiösen
Minderheit angehört hätte?
Siehe
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,513506,00.html.
27.10.2007 / 18.3.2008 -
Kindsmissbrauch:
Bischof Müller lehnt Entschuldigung weiter ab und beruft sich auf den Papst
- Obwohl er einen wegen Kindsmissbrauchs vorbestraften Priester wieder im
Gemeindedienst einsetzte, wo dieser erneut Kinder missbrauchte, lehnt
Bischof Gerhard Ludwig Müller aus Regensburg weiter eine Entschuldigung
kategorisch ab und weist alle Kritik von sich. Der Bischof wörtlich:
Der einzige Vorgesetzte eines Bischofs sei der Papst, "und von
dieser Seite habe ich noch keine Kritik gehört" (Süddeutsche Zeitung,
27.10.2007).
Bischof Müller hat in der Tat Recht. Was in der Kirche zählt, ist, was
der Papst sagt, und ansonsten, was der Bischof sagt. Die Kirchenschafe
müssen den Kirchenherrschern in Regensburg, Rom und anderswo nur ihr üppiges
Leben aus Predigen, Repräsentieren und Anderen-sagen-wo-es-lang-geht bezahlen,
und sie haben ansonsten im Konfliktfall zu gehorchen. Und solange sie weiter
gehorchen und zahlen, werden sie von ihren Oberhirten auch weiter so
gedemütigt. Sie haben es vermutlich nicht anders verdient.
Siehe dazu auch unsere Meldungen vom 21.9.
17.9.
4.9.
Lesen Sie dazu auch die Informationsschrift der Freien Christen Nr. 1:
Gott wohnt nicht in Kirchen aus Stein -
Darum treten Sie aus, Sie sind nicht allein.
Aktualisierung: Priester zu drei Jahren Haft verurteilt / Justiz und
Bischof kritisieren sich gegenseitig; siehe z. B.
http://www.br-online.de/bayern1/mittags-in-niederbayern-und-der-oberpfalz/riekofen-regionalnews-prozess-ID1205232408718.xml?_requestid=135428.
http://www.haz.de/newsroom/weltimspiegel/zentral/weltimspiegel/art699,547814,2
http://www.stern.de/panorama/:Sexueller-Missbrauch-Drei-Jahre-Haft-Psychiatrie-Pfarrer/614099.html
27.10.2007 -
Mindestens 25.000 Euro fehlen - Stellvertretender Dekan wegen Verdachts der
Veruntreuung vom Dienst entbunden - verspielte der Spendengelder in
Spielcasinos? - Lesen Sie die Meldung
hier.
22.10.2007 -
Ex-Priesteramtskandidat vergewaltigte wahrscheinlich über 200 Kinder
- Der gläubige Katholik Christopher Paul Neil (32) aus Maple Rich/Kanada
soll "Hunderte Kinder" vergewaltigt haben - offenbar allesamt Jungen, die
jüngsten sechs Jahre alt (Bild, 20.10./22.10.2007). Neil wollte
ursprünglich Priester werden und ließ sich von 1995-1999 im Priesterseminar
zum katholischen Würdenträger ausbilden. Kurz vor Ende der Ausbildung brach
er diese jedoch ab und arbeitete als Englischlehrer und Jugendbetreuer in
Südkorea, Vietnam und Thailand. Dort wurde er jetzt verhaftet.
Lesen Sie dazu auch "Der Theologe Nr. 24
a": Sex-Verbrechen - und Vergehen in der Kirche
21.10.2007 -
Islamische Schulbücher: Mehr Toleranz als vermutet - Während in
deutschen Schulbüchern auch friedfertige kleinere Religionsgemeinschaften
als "gefährliche Sekten" verhetzt und verleumdet werden, rechtfertigen
Vertreter der großen Kirchen die Verleumdungen manchmal mit dem Hinweis: Diese
seien harmlos im Verhältnis zur religiösen Intoleranz in islamischen
Ländern. In diesem Zusammenhang überraschte eine Studie des Erlanger
Religionspädagogen Johannes Lähnemann, wonach islamische Schulbücher
toleranter seien als von kirchlichen "Fachleuten" vermutet. Siehe dazu
http://www.tagesspiegel.de/kultur/Islam-Christentum;art772,2404114
Neu: Eine Zusammenstellung der Meldungen über Kirche,
Christentum, Islam und Islamismus finden Sie in
Der Theologe Nr. 36
18.10.2007
-
Vergewaltigung von Kindern im
evangelischen Dorf Eschenau
-
Eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse und
eine Aktualisierung siehe hier.
23.9.2007 -
Eltern können ihre Kinder nur selbst vor der Gefahr pädophiler
Priester schützen - Der Regensburger Bischof Ludwig Müller hat seine
Entscheidung, einen wegen pädophiler Vergehen in Viechtach verurteilten Priester
in Riekhofen wieder in
der Gemeinde- und Kinderseelsorge einzusetzen und niemanden vor Ort darüber zu
informieren, noch einmal als "wohlbegründet" gerechtfertigt (Fränkische
Nachrichten, 22.9.2007; siehe dazu unsere weiteren Meldungen, z. B.
hier). Der betroffene Pfarrgemeinderat klagte
zuvor,
das Bistum habe sich auf ein "grausames Experiment mit der Seele von Kindern
eingelassen" (Main-Post, 7.9.2007), doch der Bischof gibt alleine dem
Täter die Schuld.
"Es geht ihnen nicht um die Opfer, sondern vor allem darum, dass nichts an die Öffentlichkeit kommt. Das tut weh." (Einer der missbrauchten Jugendlichen im Bistum Regensburg über das Verhalten der Kirchenmänner; Der Spiegel Nr. 38/07)
Diese Selbstrechtfertigung der Kirchenoberen darf niemanden verwundern. In den USA
schaffte es ein krimineller Kinderschänder im Priestertalar sogar, dass er vom
zuständigen Kardinal und der Kirchenobrigkeit der Reihe nach auf insgesamt 17 Pfarrstellen versetzt wurde,
wo er jedes Mal
wieder Kinder missbrauchte (siehe hier). Erst
die weltlichen Gerichte machten dann dem kriminellen Treiben an Kindern und
Jugendlichen in der Kirche ein Ende.
Erst vor einigen Monaten kam heraus, dass ein fränkischer Dekan, der auch in der
Leitung des Bistums Würzburg tätig war, mit einem 16jährigen Ministranten ein
sexuelles Abhängigkeitsverhältnis aufgebaut hatte und dies über Jahre pflegte
(siehe hier). Da sich der Dekan darauf
hin offenbar freiwillig vor einen Güterzug warf, wurden alle weiteren
Untersuchungen gestoppt und gegenüber dem Toten wurde offiziell die "Unschuldsvermutung"
ausgesprochen.
Und auf einer Pressekonferenz in Riekhofen beklagte
jetzt die Mutter eines von einem Priester in Georgenberg im Bistum
Regensburg 2002 missbrauchten Kindes: "Es wurde uns vorgeworfen, dass
unsere Kinder lügen" (Spiegel online, 23.9.2007).
Und auch der Priester von Falkenberg im Bistum Regensburg hat 2005 ein
Kind sexuell missbraucht (PS: Das Bistum hatte es nicht an die
Staatsanwaltschaft gemeldet).
Da in Deutschland vermutlich erst die Spitze eines Eisbergs
freigelegt ist und von der Kirche kaum ein wirkungsvolles Interesse an
Aufklärung und ausreichendem Opferschutz besteht, können sich Eltern nur selber
helfen.
Hierzu können sie sich folgendes bewusst machen: Zwar sind viele Priester nicht
pädophil, doch handelt es sich bei Priestern um eine Haupt-Risikogruppe für
pädophile Straftaten, in deren Reihen diese Verbrechen massenhaft
vorgekommen sind und vorkommen. In der Diözese Los Angeles waren in nachweislich
75 % aller römisch-katholischen Pfarrgemeinden Kinderschänder aktiv, meist die Priester selbst
(siehe hier). Aus Deutschland gibt
es zwar noch keine Hochrechnungen über die Wahrscheinlichkeit einer konkreten
Gefahr. Doch Eltern, denen das seelische Wohl ihrer Kinder
ein Anliegen ist, müssten zumindest Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Diese
könnten z. B. sein:
Das Kind niemals
unbeaufsichtigt in die Kirche oder zu einem Priester gehen lassen. Ein
Erwachsener sollte immer in unmittelbarer Nähe sein. Auch eine kirchliche
Kinderbetreuung sollte ein Priester niemals alleine durchführen dürfen. Es
sollte auf jeden Fall eine seriöse Frau dabei sein. Und wenn nicht, sollten die
Eltern lieber ein solches Angebot nicht wahrnehmen.
Dem Kind erklären, dass
es bei "Verstecken" oder ähnlichen Spielen, z. B. in der
Dunkelheit, nicht mitspielen soll, wenn ein Priester mitspielt. Und bringt
der Kirchenmann das Gespräch auf den menschlichen Körper oder auf Sex, könne
das Kind antworten: "Ich möchte jetzt nicht darüber reden. Ich bespreche das alles mit
meinen Eltern bzw. mit Geschwistern und Freunden." Auch könnte das Kind oder der
Jugendliche darauf achten, dass er möglichst auf einem eigenen Stuhl und dem
Priester gegenüber sitzt, nicht auf einer Couch oder Bank, wo sich die Körper
berühren können. Auch wäre es gut, wenn immer ein Tisch dazwischen steht.
Segnungen mit Handauflegung oder dergleichen sollte das Kind oder der
Jugendliche auf jeden Fall dankend
ablehnen.
Vorsicht auch bei
so genannten Gebetsgemeinschaften, bei denen ebenfalls gefährliche
körperliche Annäherungsversuche oder
seelische Grenzüberschreitungen vorkommen können. Bringen Sie dem Kind bei, in
der Stille zum Gott der Liebe zu beten, der im eigenen Herzen wohnt, so dass es
dazu keinen betenden Priester oder eine äußere Kirche braucht.
Das Kind nicht alleine auf
Fahrten oder Reisen schicken, bei denen ein Priester die Verantwortung trägt.
Das Risiko ist dort noch größer als im Alltag.
Solange der
Ministrantendienst vom Gesetzgeber noch nicht auf mindestens 18-Jährige beschränkt ist, Kindern
und Jugendlichen diese Aufgabe nicht erlauben. Als kleine "Entschädigung"
dem Kind lieber etwas Gutes tun oder anderweitige Engagements fördern, am besten
außerhalb der Kirche.
Den Säugling nicht durch
Taufe bereits zum Kirchenmitglied machen und ihn dadurch bereits in eine
seelische Erst-Abhängigkeit zur Kirche und zu Priestern bringen. Auch Jesus hat
niemals eine Säuglingstaufe gewollt (siehe
hier). Das Kind soll später
selbst entscheiden, ob es dort Mitglied werden möchte.*
Zudem kann jeder aus der Kirche austreten. Ehrliche Gottsucher
finden Gott ohnehin nicht in einer Kirche aus Stein, über die es schon in der
Bibel heißt: "Der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht
sind" (Apostelgeschichte 7, 48). Sondern sie können
Gott durch ein aufrichtiges Leben nach den Zehn Geboten (vgl.
hier) und durch
die Achtung vor allem Leben finden. Ein Leitmotiv könnte dabei die "Goldene Regel" von
Jesus von Nazareth aus der Bergpredigt sein: "Alles, was ihr wollt, das euch die
Leute tun, das tut ihr ihnen zuerst" (Matthäus 7, 12). Die
kirchlichen Einschüchterungsversuche, ein Aussteiger würde sein Seelenheil
verlieren (siehe z. B. Der Theologe Nr. 18),
sind zudem erfunden und erlogen.
* Wenn die Eltern darauf hin eingeschüchtert
werden, sie würden einem ungetauften Säugling die "unschätzbare Gnade Gottes vorenthalten"
(Katechismus Nr. 1250)
oder
dergleichen, dann könnten sie sich auch fragen, ob sie selbst weiter
Kirchensteuer bezahlen und auch dadurch einen solchen Unsinn unterstützen wollen.
PS: Eine Teilnahme am konfessionellen Religionsunterricht ist für Kinder
auch ohne Mitgliedschaft möglich, wenn die Eltern bzw. das Kind oder der
Jugendliche das möchten.
Lesen Sie auch: Neue Pfarrer, alte Schmerzen in
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,507340-2,00.html
Sowie unsere Meldung: Die kirchliche Vertuschung geht
weiter. Bischof Müller vergleicht seine verfehlte Personalpolitik mit Jesus von
Nazareth.
22.9.2007 -
Freizeit-Fotos von SS-Personal in Auschwitz aufgetaucht - Die
Kirche verhalf zahllosen NS-Kriegsverbrechern zur Flucht
- Aus dem
privaten Nachlass des ehemaligen SS-Offiziers Karl Höcker sind jetzt Fotos in
die Öffentlichkeit gelangt, die überwiegend das "unbeschwerte" Freizeit-Leben
des SS-Personals zeigte, das die Zwangsarbeit und die
Vergasung von Hunderttausenden von Menschen organisierte. Bekannt wurden z. B.
die grausamen Menschenversuche der Arztes Josef Mengele, der auch auf einigen
der Fotos zu sehen ist.
"Mengele führte perverse, pseudowissenschaftliche
Versuche an Häftlingen durch. Sie reichten von sinnlosen, ohne Betäubung
durchgeführten ´Übungsoperationen` über Erfrierungen bis zur bewussten
Ansteckung mit tödlichen Krankheiten" (Bild, 22.9.2007).
Anlässlich der Veröffentlichung der Fotos wird derzeit an Dr. Mengele und viele
andere Kriegsverbrecher erinnert, der größte Teil von ihnen katholisch oder
evangelisch. Dr. Mengele wanderte nach dem Krieg mit "gefälschten italienischen
Papieren" nach Lateinamerika aus und kam in Brasilien als freier Mann 1979 bei
einem Badeunfall ums Leben.
Verschwiegen wird von vielen Medien jedoch, was sich meist hinter den
"gefälschten italienischen Papieren" verbarg - nämlich der Vatikan bzw.
Vertreter der römisch-katholischen Kirche, die zahllosen deutschen
Kriegsverbrechern zur Flucht verhalfen, nachdem es auch der Vatikan war, der als
erster Staat Nazi-Deutschland 1933 diplomatisch anerkannt hatte (vgl.
hier).
Mehr dazu siehe z. B.
http://www.ila-web.de/artikel/ila301/rattenlinie.htm.
PS: Dr. Josef Mengele
stammte aus dem bayerischen Günzburg, wurde als
Kind "sehr streng katholisch erzogen"
(http://psypost.psych.nat.tu-bs.de/download/%DCbung%20Zwillingsforschung/Die%20Zwillinge%20des%20Dr%20Mengele.pdf)
und gab sich auch unter seiner falschen Identität "Helmut Gregor",
unter der er nach dem Krieg in Argentinien einreiste, als "Katholik" aus.
Seine grausamen Taten in Auschwitz hat er bis zuletzt gerechtfertigt.
21.9.2007 - Riekofen: Priester
missbrauchte Ministranten - Die
kirchliche Vertuschung geht weiter - Verhöhnung: Bischof Gerhard Ludwig
Müller vergleicht seine verfehlte Personalpolitik mit Jesus von Nazareth
Lesen Sie dazu Hilflose Vertuschungsmanöver im Bistum Regensburg z. B. unter
http://www.fnweb.de/nachrichten/politik/20070921_srv0000001490516.html
Bischof Gerhard Ludwig
Müller, der gegen die "Leitlinie" der Deutschen Bischofskonferenz verstoßen
hatte und entgegen dieser "Linie" einen verurteilten Sexualstraftäter an Kindern
wieder im Gemeindedienst mit Kindern eingesetzt hatte, wäscht seine Hände in
Unschuld und ist sich [wie nahezu alle Bischöfe zu allen Zeiten] "keiner Schuld
bewusst" (z. B. Main-Echo, 22.9.2007; vgl. auch
www.kirchenopfer.de). Mehr noch: Er vergleicht sich mit Jesus von Nazareth. Der Bischof
wörtlich: "Wenn Jesus auch den schlimmsten Sündern verziehen hat, wie
konnte man dem Pfarrer da eine zweite Chance versagen?" (Spiegel online,
21.9.2007)
Hier wird Jesus, der Christus, einmal mehr verhöhnt. Denn:
Die Jünger und Nachfolger von Jesus sind keine praktizierenden Pädophilen - im Unterschied zu Tausenden von katholischen Priestern.
Jesus von Nazareth hat keine Verbrechen vertuscht wie die römisch-katholische Kirche, sondern er hat die Menschen zur aufrichtigen Reue geführt. Und wer ehrlich bereut und die Geschädigten um Vergebung gebeten hatte, dem sagte er: "Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr". Nach echter Reue und ehrlicher Vergebungsbitte muss man jedoch im katholischen Pädophilen-Sumpf lange suchen. Meist ging es darum, die Vergehen mit Biegen und Brechen unter der Decke zu halten bzw. massiv zu verharmlosen, falls etwas bekannt wurde. Zudem wurden Opfer immer wieder eingeschüchtert (siehe auch hier) bzw. es wurde "Schmerzensgeld" gezahlt, wenn die Betroffenen schweigen.
Eine "zweite Chance" hätte aus katholischer Sicht sein können, den vorbestraften Priester nicht mehr im Gemeindedienst einzusetzen, sondern anderweitig. Doch der Bischof setzte den Straftäter ausgerechnet in dem Bereich wieder ein, in dem er straffällig geworden war, und er ließ es sogar zu, dass der Priester wieder bei Kindern seinen Tätigkeitsschwerpunkt setzte. Und bei alledem stellte der Bischof ihm weder eine in das Vergehen eingeweihte Aufsichtsperson zur Seite, noch schaute man dem Täter selbst hin und wieder auf die Finger, was wenigstens ein Minimum an Vorsichtsmaßnahmen gewesen wäre. Für dieses grob fahrlässige eigene Fehlverhalten (ob es bereits als kriminell gelten könnte, müssten die weltlichen Richter entscheiden) auch noch Jesus von Nazareth zu missbrauchen, ist schäbig.
Bischof Müller wähnt sich in dieser
Personalsache also im Bund mit Jesus. Doch der Mann aus Nazareth hätte niemals
einen vorbestraften pädophilen Sexualtäter (die in Fachkreisen
als nicht heilbar gilt) in seinem Namen
unbeaufsichtigt auf Kinder losgelassen. Sondern Jesus war hier sehr
drastisch: "Und wer einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall
verführt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt
und er ins Meer geworfen würde" (Markus 9, 38).
PS: Aus sehr vielen Prozessen gegenüber pädophilen Sexualverbrechern
im Priestergewand ist bekannt, dass die Opfer durch die Taten auch ihren
Glauben an Gott verloren hatten. Nach römisch-katholischer Lehre müssen sie
dafür später auch noch in die "ewige Hölle" (siehe
Der Theologe Nr. 18), während der
verbrecherische Priester zu guter Letzt angeblich die "ewige Herrlichkeit"
genießen darf.
Mehr zu den Vorgängen in Riekhofen siehe
hier.
Grundsätzlich: Die Kirche kann sich gerne römisch-katholisch nennen. Doch
sie sollte bei all´ ihrem Treiben und Tun wenigstens Jesus von Nazareth aus dem
Spiel lassen. Denn nicht nur das Fehlverhalten ihrer Würdenträger widerspricht
Jesus, dem Christus. Auch die offizielle römisch-katholische Lehre (siehe z.
B. Der Theologe Nr. 18) hat nichts mit Jesus zu
tun. Außerdem hatte Jesus niemals Priester gewollt, die sich mit speziellen
Gewändern vom Volk abheben, auf Kanzeln stehen oder hinter einem
Altar ihr Ego zelebrieren. Jesus war ein Mann des Volkes und nicht der Kirche.
Das kirchliche Brimborium und Schaugepränge stammt demgegenüber aus den antiken
Götzenkulten.
21.9.2007 -
Kampf der Kulturen in Deutschland:
Katholische Politiker wollen Islam klein halten
-
Der künftige CSU-Vorsitzende Erwin Huber ist
als bekennender Katholik ein Gegner von großen Moscheen in Deutschland.
Wörtlich erklärt er:
"Wir lassen uns den christlichen Charakter unseres
Landes nicht durch monströse Moscheebauten verschandeln" (Netzeitung,
3.9.2007). Mit Christus und "christlich" hat eine solche
Einstellung jedoch nicht das Geringste zu tun.
Nun hat der scheidende CSU-Vorsitzende
und ebenfalls bekennende Katholik Edmund Stoiber noch einmal nachgelegt und
präzisiert:
"Es gibt eine in Jahrhunderten gewachsene Leitkultur in Deutschland.
Also: Bei aller Toleranz - Kathedralen müssen größer sein als Moscheen"
(Bild, 21.9.2007).
Worte sind schnell ausgesprochen. Doch in diesem Fall lohnt es sich, einmal
in die Worte hinein zu empfinden. Welcher Inhalt wurde in die Worte
hineingelegt?
Jesus von Nazareth wollte keine Kirchen und Kathedralen, da jeder Mensch
selbst ein "Tempel" Gottes sein soll. Lesen Sie dazu
"Freie Christen Nr. 1" - Es braucht keine
Kirchen aus Stein: Darum treten Sie aus. Sie sind nicht allein.
Mehr zu der "in Jahrhunderten gewachsenen Leitkultur" lesen Sie z. B. unter
www.kirchenopfer.de
Lesen Sie auch den Artikel: Sie galten als "Fremdkörper" im kirchliche
geprägten "Volksleben": "Die Juden passten nicht in die deutsche Leitkultur
der 30er-Jahre",
http://www.das-weisse-pferd.com/00_23/leitkultur.html
Siehe auch:
Evangelischer CDU-Generalsekretär
macht Islam für Gewalt verantwortlich und verschweigt Verantwortung des
kirchlichen Christentums
Sowie mehr zu
Papst Benedikt XVI. und der Islam
Und:
Kardinal Lehmann möchte in
Riad/Saudi-Arabien eine Messen lesen - Hintergründe
18.9. / 20.9.2007 -
Streng gläubige Katholikin warf ihr
Neugeborenes aus dem 10. Stock - Die Mutter
(Monika K. aus Hamburg, 27 Jahre alt, "streng gläubige Katholikin"), die ihr Neugeborenes 30 Minuten nach der Geburt in
eine Plastiktüte steckte und von einem Hochhausbalkon warf, kommt mit einer
milden Strafe davon: drei Jahre und neun Monate Haft für Totschlag wegen
verminderter Zurechnungsfähigkeit (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/09/18/urteil-mutter-hamburg/baby-10-stock,geo=2514186.html).
Bevor sie das Verbrechen gestand, hatte sie noch ihren islamischen Freund der Tat bezichtigt:
Er habe "das Baby in eine Tüte gestopft und vom Balkon geworfen"
(Bild, 5.9.2007). Die Polizei glaubte ihr und verfolgte zunächst den
Freund. Die Frau machte ihm zudem Vorwürfe, sie nicht heiraten zu wollen. Außerdem hätte er sie mit
anderen Frauen betrogen und viele Nächte in Spielsalons verbracht.
Der Mann erklärte hingegen: "Sie hatte Angst vor ihren katholischen Eltern.
Sie wollten keinen Moslem als Schwiegersohn. Aber das ist keine Entschuldigung.
Ich wäre für das Kind da gewesen." Und: "Sie ist so eiskalt."
Der erste
Polizist am Tatort sagte vor Gericht aus: "´Es war schrecklich, das Kind in der
Folie. Ich fasste einen Knöchel an, sah das Blut.` Kurz nach seiner Aussage
brach der erfahrene Polizist zusammen, schlug sich die Hände vors Gericht – und
weinte" (Bild, 5.9.2007).
Zum Hintergrund: Ein Katholik muss nach der Lehre seiner
Kirche bei einer Eheschließung auch katholisch heiraten. Von dieser "Formpflicht"
einer katholischen Trauung kann
der einzelne Katholik jedoch unter bestimmten Bedingungen befreit werden, z.
B. wenn ein islamischer oder evangelischer Partner keine katholische Trauung
möchte. In
diesem Fall ist diese "Befreiung von der Formpflicht" (= Dispens) nur möglich, wenn die Frau der Kirche
versprochen hätte, das von ihrem islamischen Freund gezeugte Kind katholisch
zu taufen und zu erziehen. Dies ist die Bedingung der Kirche.
Andernfalls macht sich die Frau nach katholischem Kirchenrecht strafbar (siehe
hier).
Die Folge: Ihr droht der Ausschluss von den katholischen Sakramenten, und sie gefährdet
damit nach katholischer Lehre ihr Seelenheil und das Seelenheil des Kindes - ein furchtbares
Droh- und Druckmittel gegenüber gläubigen Katholiken. Deshalb die Frage: Hat
der Glaube der sogar "streng" katholischen Frau sie deshalb
möglicherweise zu
dieser Verzweiflungstat getrieben? Hat sie das Kind vielleicht unbewusst lieber
getötet als zuzulassen, dass es vielleicht zu einem kleinen Moslem wird?
Denn die römisch-katholische Lehre sieht vor:
Bei einem ungetauft
gestorbenen oder ermordeten Säugling: Die "Internationale Theologische
Kommission" des Vatikan kam im April 2007 nach dreijähriger Beratung zu der
Schlussfolgerung, "dass es theologische Grundlagen und ernst zu nehmende
Liturgien gibt, die hoffen lassen, dass ungetaufte Säuglinge erlöst werden,
wenn sie sterben" (zit.
nach Spiegel online, 20.4.2007). Die bisherige Vorstellung einer Art
leidensfreien ewigen "Vorhölle" als endgültiger Bestimmungsort dieser Kinder
sei "zu
streng" gewesen.
Bei einem Moslem:
Hier gilt weiterhin folgender "unfehlbare" Lehrsatz:
[Die heilige römische Kirche, durch das
Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] "glaubt fest, bekennt und
verkündet, dass ´niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide`
noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter des ewigen
Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel
und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der
Kirche) anschließt" (Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Lehrsatz
Nr. 381, siehe hier).
Konkret: Hätte der moslemische Vater also einer
katholischen Taufe des Säuglings nicht zugestimmt und seinen Sohn
stattdessen islamisch erzogen, wäre das Kind nach römisch-katholischem
Dogma von der ewigen Verdammnis bedroht gewesen. Denn es
hätte durch seine Mutter diesen Glauben zunächst kennen gelernt. Und es hätte sich
nach "unfehlbarer" katholischer Lehre später von seiner islamischen
Erziehung distanzieren und in die Kirche eintreten müssen, um dem
angeblichen Schicksal grässlicher ewiger Höllenqualen zu entgehen (PS: Auch wenn diese
Lehrentscheidung heute
in der katholischen Kirche nicht besonders hervorgehoben wird, so wurde es eben doch als
"unfehlbare" "irrtumslose" Entscheidung des päpstlichen Lehramtes
so festgelegt, und die
Gläubigen werden bewusst oder unbewusst damit geängstigt und innerlich
gebunden).
Von daher sollte geprüft werden, ob im Zusammenhang des Säuglingsmords
bzw. -totschlags auch ein Verfahren gegen den Papst bzw. gegen seinen
Stellvertreter vor Ort, dem Bischof von Hamburg, eröffnet werden muss, dass
diese die Garanten und
Verantwortlichen für die
fortgesetzte Gültigkeit der römisch-katholischen Verdammnis-Lehre sind.
17.9. / 18.9.2007 -
Schweigegelder
der Kirche, um pädophilen Priester zu decken. Dieser nutzt die Deckung für
neue Verbrechen - Die Sexualverbrechen an Kindern in Riekofen in
Bayern hätten leicht verhindert werden können. Doch das Bistum Regensburg
startete stattdessen ein "grausames Experiment mit den Seelen von Kindern"
(Pfarrgemeinderat Riekofen) (siehe hier)
und drehte seither an der Wahrheit, dass sich die Balken biegen.
Die Fakten:
Mittlerweile scheint klar, dass der Priester die Ministranten "einzeln
eingeladen und aus einem Sexualkundebuch vorgelesen" habe (Der Spiegel
Nr. 38/2007). "Dann habe der Priester die Jungs oft gefragt, ob sie
schon einmal Sex hatten. Anschließend soll er zudringlich geworden sein.
´Die Übergriffe`, mutmaßt der Vater [eines Jungen], ´waren wohl wesentlicher
schlimmer als das Geschehen in Viechtach` [wo der Priester einem Neunjährigen
an das Geschlechtsteil fasste und einen Zwölfjährigen dazu brachte, sich vor
ihm nackt auszuziehen]. 100 Kinder sind jetzt Zeugen und sollen das Ausmaß
der
"Übergriffe" in Riekofen bzw. mögliche Versuche dazu jetzt genauer
schildern.
"Es könnte einer der schlimmsten Sex-Skandale in der deutschen Katholischen Kirche werden" (Spiegel online, 17.9.2007). Und so mancher sagt jetzt: "Es ist genug".
Vertuschungen, Schweigegelder, Verdrehungen der Wahrheit (=
Lügen) der Kirchenoberen:
Die Opfer des
Priesters in Viechtach [dem vorausgehenden Dienstort des Priesters] bekamen
insgesamt 6.500 DM Schweigegeld vom Bistum.
Dafür gehen die Eltern
nicht zur Polizei, sondern lassen das Bistum die Vergehen "intern regeln".
Eine schriftliche
Zusicherung, dass der Priester nicht wieder mit Jugendlichen arbeiten wird,
bekamen die Eltern der Opfer ausdrücklich nicht: Eine solche Zusicherung könne "nicht
gutgeheißen werden", doch der künftige Einsatz werde "erst aufgrund einer
sorgfältigen Entscheidung erfolgen," so die Erklärung des Bistums an
die Eltern (Der
Spiegel Nr. 38/2007).
Auch einen Vorbehalt
einer evtl. späteren Anzeige bügelte das Bistum ab: "Da der künftige
seelsorgerliche Einsatz von Herrn K. allein im Kompetenzbereich des
Bischöflichen Ordinariats verbleiben soll, wobei bei Art und Zeitpunkt des
Einsatzes die Vorfälle berücksichtigt werden, können wir es nicht
akzeptieren, dass ... eine Anzeige vorbehalten bleibt." Das heißt: Die 6.500
DM gab es nur nach Unterschrift der Eltern unter diese Bedingung.
Da der Priester dann aber von einem Mitwisser angezeigt wurde, kam es zu
einer Bewährungsstrafe (siehe hier),
welche die Kirche im Lebenslauf des Würdenträgers dann allerdings wieder vertuschte,
indem man einfach den Dienstort, an dem es passierte, aus dem Lebenslauf
strich.
"Die Kirche habe erst
eine vierjährige Therapie abgewartet, bevor K. wieder in die Nähe von
Kindern eingesetzt wurde, sagte Bistumssprecher Jakob Schötz noch vergangene
Woche" (Der Spiegel Nr. 38/2007). Doch Tatsache ist: Zwar setzte man
ihn sogleich schwerpunktmäßig im Altenheim ein, doch nur wenige Monate (!) nach
Beginn der dreijährigen "Bewährungszeit" firmte der Priester im Frühjahr
2001 bereits aushilfsweise die Kinder in Riekofen und segnete "dabei mindestens einen
Jungen, der laut Zeugenaussagen zu seinen späteren Opfern zählen sollte. Und
bereits von hier an, also ab 2001, hatte der pädophile Priester in Riekofen
wieder die Kinder im Visier und begann mit der "Ministrantenarbeit".
Schließlich wurde der Priester von Bischof Gerhard Ludwig Müller nach der
"Bewährungszeit" als ordentlicher Priester von
Riekofen eingesetzt, obwohl die Deutsche Bischofskonferenz den Gläubigen
und der Gesellschaft versprochen hatte, verurteilte Sexualstraftäter nicht
mehr als Seelsorger für Kinder einzusetzen. Der Bischof von Regensburg hielt
sich jedoch nicht daran. Und so wurde es dem pädophilen Priester leicht
gemacht, wieder seinen sexuellen Vorlieben nachzugehen: "Überhaupt bemühte sich der junge Kirchenmann rührend um die
Jugend ... schaffte es, rund 100 Schüler aus der Gemeinde als Ministranten
zu werben" (Der Spiegel Nr. 38/2007). Und auch bei dem Gutachten, das nach kirchlicher Rechtfertigung angeblich die "Heilung"
des Priesters behauptete, handelte es sich nur um eine Stellungnahme des
persönlichen Therapeuten des Priesters.
Die Mutter der in
Viechtach missbrauchten Jungen hat "die Kirche in Regensburg" "mehrfach"
"vor so etwas gewarnt", nachdem sie die Schweigevereinbarung unterzeichnet
hatte. Doch die Kirche vertuschte und verharmloste, was das Zeug hielt und
setzte sich nach Zahlung der 6.500 DM selbstherrlich über alle Warnungen
hinweg.
Man wird sehen, wie sich der Bischof und seine Leute diesmal
wieder aus der Situation herauszuwinden versuchen. Zu bedenken ist hierbei
auch, dass die Kirchenmitglieder ja Kirchensteuer zahlen und
obendrein Spenden an die Kirche geben. "Für wo am Nötigsten"
heißt es oft bei der Zweckbestimmung von Spenden an die Kirche. Damit
hätte man wohl im Ernstfall genügend Spielraum für weitere Schweigegelder
oder Schmerzensgelder.
PS: Erst im Sommer 2004 wurde bekannt, "dass ein Pfarrer in
Falkenberg [im Bistum Regensburg] über einen Jungen hergefallen war. Die
Eltern des Opfers wandten sich an das Bistum, wurden aber nach eigenen
Aussagen hingehalten. Erst als sie dann doch zur Polizei gingen, wurde der
Priester aus dem Verkehr gezogen" (Der Spiegel Nr. 38/2007).
Deshalb der Aufruf: Sofort zur Polizei gehen und sich nicht
mitschuldig an den Vertuschungspraktiken der Kirche machen (auch
nicht gegen Schweigegeld). In der Diözese Los Angeles/USA waren zuletzt
in 75 % aller Kirchengemeinden Sexualstraftäter tätig, meist die Priester
selbst.
Deshalb die weiteren Aufrufe: Ministrieren soll vom Gesetzgeber im
Jugendschutzgesetz erst ab 18 Jahren
erlaubt werden. Und: Kinder sollten gar keinen unmittelbaren Kontakt zu
Priestern haben oder nur in Begleitung Erwachsener.
Aktualisierung hier
15.9.2007 -
Unser Planet
geht zugrunde - und die Kirchen warnen vor den Warnern -
Man kann davon ausgehen, dass den Bürgern das
wahre Ausmaß des dramatischen Sterbens auf unserem ursprünglich herrlichen
Wohnplaneten weitgehend verschwiegen wird. Nur manchmal sickert es durch -
wie in dem Artikel Friedhof Regenwald - So kämpfen die letzten Gorillas
um ihr Überleben (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/09/14/gorilla-ueberleben/tiere-ueberlebenskampf,geo=2490284.html).
Und es zählt zu den allgemeinen Wahrheiten, wenn man sagt: Erst sterben
die Tiere, dann der Mensch. Denn der Mensch hat einen Naturkörper und kann
letztlich ohne die Einheit der Natur nicht leben.
Wer in der Vergangenheit rechtzeitig gewarnt und Alternativen
aufgezeigt oder gar vorgelebt hat, wurde immer wieder verleumdet und
lächerlich gemacht. Handelte jemand dabei aus christlicher Überzeugung, traf
ihn der kirchliche Bannstrahl, er sei ein
"Sektierer" oder
"Endzeit-Apostel", der in der Bevölkerung "Ängste schüre".
In dem Buch Der Schattenwelt neue Kleider - Die Inquisition der Jetztzeit
- Klimawandel: Gott hat rechtzeitig gewarnt (http://www.das-wort.com/deutsch/zeitkritisches/der-schattenwelt-neue-kleider.php)
beschreibt der Journalist und Soziologe Matthias Holzbauer z. B., wie die
Kirche gegen prophetische Warnungen über die Entwicklungen auf dem Planeten
Erde (z. B. aus den Reihen der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben)
vorging.
Einige Beispiele:
"[Kirchliche] Sektenspezialisten warnen, dass die einseitige Konzentration
auf apokalyptische Entwicklungen und die Endzeitverzögerung zu
Todessehnsüchten führen können" (Tagesanzeiger Zürich, 13.10.1998).
"Das Geschrei um die Apokalypse", das die "apokalyptischen Brandstifter"
machten, sei "ein von Menschen gemachtes Phänomen ..., aus der Erfahrung der
Unvollkommenheit, aus Sehnsucht nach Reinigung und Erlösung" (Der
evangelische "Sektenbeauftragte" Hugo Stamm; Aargauer Zeitung, 12.12.1998).
"Begierig greifen ... obskure Sekten ... solche Vorhersagen auf und wollen
damit Endzeitstimmung und Ängste schüren - im Namen Jesu" (Der
evangelische "Sektenbeauftragte" Bernhard Wolf, zit. nach Holzbauer, S. 143);
vgl. die Schlagzeile: "Will die Angst vor der Apokalypse nehmen: Pfarrer
Bernhard Wolf" (Abendzeitung Nürnberg, 20.4.1999).
und viele Beispiele mehr
Der Soziologe Holzbauer fasst zusammen: "Das Problem ist [für die
kirchlichen angeblichen "Experten"] nicht die Lage der Welt - das Problem
erzeugen diejenigen, die darüber reden. Und Hinweise und Warnungen, die für
alle hätten gelten sollen, werden schlicht zu einem egoistischen
"Überlebenstraining" einer "Sekte" umgedeutet. Die Rechnung der kirchlichen
Verleumder geht auf" (S. 144).
Doch allmählich werden andere Rechnungen präsentiert ...
Siehe auch unsere Meldung vom 8.7.2007.
13.9.2007 - "Missbrauchs-Pfarrer:
Jetzt sprechen die Eltern" - Donnerstag, 13.9.,
20.15 Uhr, Bayerisches Fernsehen: "Die Wellen im Missbrauchsfall durch
einen vorbestraften Gemeindepfarrer in Riekhofen schlagen immer höher ... Jetzt erzählen zum ersten Mal Eltern, wie sich der Pfarrer systematisch
und über lange Zeit das Vertrauen der Ministranten erschlich. Hätte man
in der Gemeinde gewusst, dass der Pfarrer einschlägig vorbestraft war, hätte
man viel früher einschreiten können ..." (http://www.br-online.de/kultur-szene/quer/aktuell/).
Mehr dazu siehe hier sowie neu
hier und hier.
13.9.2007 -
Was steckt hinter
der Maske von "Mutter Theresa"? Anlässlich ihres 10.
Todestages (5.9.1997 - 5.9.2007) mehr dazu in der Zeitschrift
Das Weisse Pferd.
Mutter Theresa ist nach katholischer Lehre "selig" und steht kurz vor der
"Heiligsprechung". Aus urchristlicher Sicht ist jedoch allein Gott "heilig".
Doch welche Menschen versucht uns die Kirche als "heilig" hinzustellen?
Lesen Sie dazu auch z. B. Der
Theologe Nr. 30 über die deutsche "Nationalheilige" Elisabeth von
Thüringen.
13.9.2007 -
Drittes Reich: Die Ermordung der Behinderten und diese
Unterstützung und Vorbereitung dieser "Euthanasie" durch die Kirche
- Siehe unter
www.theologe.de/euthanasie.htm
8.9. / 13.9.2007 -
Benedikt XVI. in
Österreich: Der symbolische und der reale Niedergang des Papsttums -
Während im Jahr 2005 verheerende Überflutungen in den Alpen erst begannen,
nachdem der Papst - im Flugzeug vom Weltjugendtag aus Köln kommend - im
Sinkflug seinen Geburtsort Marktl und die Region gesegnet hatte (siehe
hier), sind die Überschwemmungen
dieses Mal schon vorher eingetreten. Zwei vorbereitete Pilgerwege
nach Mariazell wurden zum Papstbesuch überflutet und der eigens für den
Papst umgebaute Hubschrauber konnte wegen des Wetters nicht starten. Auf dem dritten
vorbereiteten Pilgerweg starben zudem zwei ältere Pilger an Kreislaufversagen. Der
Papst flüchtete sich angesichts dieser tragischen Ereignisse in Spekulationen über das
Jenseits und
behauptete, die "Muttergottes" habe die Pilger "direkt zum Herrn hingeführt"
(Spiegel online, 8.9.2007).
Zum Glück für das Kirchenoberhaupt kann dies niemand nachprüfen. Doch
im Diesseits hat jedenfalls nachweisbar die Klimakatastrophe nun auch den Papst
unmittelbar erreicht. Das ist insofern von Bedeutung, da das Oberhaupt der
Kirche sich in den letzten Jahrhunderten auch als "Lenker des Erdkreises"
krönen ließ - offensichtlich nur eine "leere Worthülse", denn der Papst ist den Naturgewalten des Erdkreises genauso hilflos ausgeliefert wie
die meisten anderen Menschen auch. Hinzu kommt die kirchliche Verantwortung
für den verheerenden Klimawandel (vgl. hier).
In Wien konnte Benedikt XVI. dann auch seine Rede über die Bedeutung
"Marias" für Österreich nicht beenden (Netzeitung 7.9.2007). Im Dauerregen
setzte er mehrfach an: "Schon vor der Erschaffung der Welt ..."
Stromausfall. Auch auf der Großleinwand wurde alles schwarz. Benedikt
trat schließlich stumm segnend ab (Spiegel
online, 7.9.2007) - ein starkes Symbol dafür, dass der Papst besser
schweigen sollte als weiterhin Unwahrheiten über die Mutter von Jesus zu verbreiten.
Von den erwarteten 30.000 Besuchern kamen zudem nur
ca. 7.000, die Hälfte davon Schüler, die vor die Wahl gestellt wurden: Entweder
zum Schulunterricht oder zum Papst! Die meisten blieben in der Schule.
Und von denen, die zum Papst gingen, erregten viele den Unwillen der wenigen Gläubigen: "Die rauchen,
trinken Bier, keiner hört zu und die Lieder singen sie auch nicht mit"
(Die Gläubige Ingrid Wallner, Main-Post, 8.9.2007).
Wer zu einem Menschen "Heiliger Vater" sagt, verhöhnt damit den Vater im Himmel, der einzig heilig ist und der auch in unseren Herzen wohnen möchte. Jesus von Nazareth nannte einzig Gott "Heiliger Vater" (Johannes 17, 11). Die Kirche jedoch übertrug den Namen Gottes auf ihren Papst.
Kritiker deuten die Überflutungen während des Papstbesuchs in
Österreich auch als mögliche symbolische Vorboten neuer Überflutungen mit
Skandalen. Und ausgerechnet zum Auftakt des katholischen Pilgerzugs nach Mariazell
verbreiten die Nachrichtenagenturen weltweit, dass die Diözese San Diego
in den USA
akzeptiert hat, 200 Millionen Dollar an Entschädigung für insgesamt 144
Opfer von Sexualverbrechen von römisch-katholischen Priestern zu zahlen.
Damit erhöhen sich die Entschädigungssummen alleine in den USA auf drei
Milliarden Dollar, wohinter sich unermessliches Leid verbirgt. Fünf Diözesen gingen in den USA
auf diese Weise bereits an den eigenen Sünden bankrott, und
zahlreiche Priester sind in Haft bzw. vorbestraft (z. B. Bild.T-Online,
Newsticker, 8.9.2007). Und nachdem die österreichische Kirche bereits
in den 90-er Jahren von Sexualverbrechens-Skandalen geschüttelt wurde, fürchten viele
demnächst auch dort eine neue Aufklärungswelle. Erst im Mai 2007 wurde
enthüllt, dass der Bischofsvikar von Kloster Heiligenkreuz und
Stellvertreter von Christoph Kardinal Schönborn sich an einem Frater sexuell
vergangen hatte, den es daraufhin aus der Bahn warf (siehe unsere
Meldung hier). Jetzt
kam
Benedikt XVI. nach Heiligenkreuz, und wer weiß, was alles hinter den
Kulissen lief.
Und nicht nur in Österreich steht dem Papst das Wasser bis zum Hals. Vgl.
zuletzt den Bericht über die Papstreise
nach Brasilien.
Derweil versucht er zwar, die bestimmende Rolle des Vatikan
wenigstens auf die Entwicklung Europas zu halten - einen Kontinent, den die
Kirche seit Jahrhunderten faktisch beherrscht wie ein Reiter, der das Ross
(= den Staat und die Staaten) lenkt (vgl. dazu
Der Theologe Nr. 23) und der es wie in früheren Jahrhunderten
Richtung
Abgrund lenkt. Doch seinen Niedergang kann das Papsttum damit
nicht aufhalten, und es ist die Entscheidung der Staaten, einem blinden
"Lenker" zu
folgen oder echte demokratische Werte zu fördern, die auch den Prinzipien
des großen Menschheitslehrers Jesus von Nazareth entsprechen (vgl. dazu
Der
Theologe Nr. 34).
Siehe dazu auch u. a. unsere Meldungen:
Die Vertreter der Demokratien lagen
einträchtig zu Füßen der Diktatur des Heiligen Stuhls
Wie führt Benedikt XVI. das Werk
Benedikts XV. fort?
Soll das vereinigte Europa katholisch
werden?
PS: Die Hauptaussage des Papstbesuchs in Österreich (7.-9.9.2007)
soll nach
ersten Resümees von Journalisten gewesen sein,
den Sonntag mehr zu
heiligen. Durch Kirchgang ist dies jedoch nicht möglich.
Siehe dazu
unsere Artikel: Zum 3. Gebot:
Sich
besinnen auf die große Einheit und zu den
"Kirchen aus Stein".
6.9.2007 -
Papstbesuch in Österreich - Informationen für die Bevölkerung
- Lesen Sie hier unter
www.papst-besuch.net.
31.8. / 7.9.2007 -
Wegen Ministrantenmissbrauchs vorbestrafter Priester von
Kirche wieder in Gemeinde eingesetzt / "Grausames Experiment mit der Seele
unserer Kinder" / Priester nach erneutem Sexualverbrechen
verhaftet / Vertuschungspolitik der Kirche von Staatsanwaltschaft gedeckt? /
"Der Bischof muss hart bestraft werden" / Ministranten sollten mindestens 18 Jahre alt sein -
Die erste Agenturmeldung zum Thema lautete wie folgt: "Ein
wegen Kindesmissbrauchs vorbestrafter katholischer Pfarrer aus dem Landkreis
Regensburg soll sich erneut an einem Kind vergangen haben. Gegen
den 39-Jährigen sei wegen Fluchtgefahr ein Haftbefehl erlassen worden,
teilte die Nürnberger Justizpressestelle mit. Die Staatsanwaltschaft wirft
dem Mann vor, sich mehrere Jahre lang an einem Ministranten vergangen
zu haben. Erst im Juli war bekannt geworden, dass das Bistum Regensburg den
Mann trotz seiner einschlägigen Vorstrafe wieder in der Gemeindeseelsorge
einsetzt hat. Bereits vor acht Jahren hatte er sich als Kaplan im
niederbayerischen Viechtach an mindestens einem Jungen vergangen" (Bild
online, 31.8.2007;
Aktualisierung am 1.9.2007:
http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/09/01/pfarrer-missbrauch/haft-ministranten-regensburg,geo=2422192.html).
Nach kurzer Zeit stellte sich dann heraus, dass der im Jahr 2000 verurteilte
Priester sich seither "mehrere Jahre" erneut an einem Ministranten
an seinem neuen Dienstort vergangen habe. In einer dpa-Meldung
heißt es dazu: "Der Bürgermeister von Riekhofen, Armin Gerl, warf der
Kirchenleitung Versagen vor. Sie hätte die Gläubigen schon vor Jahren über
die kriminelle Vergangenheit des Priesters aufklären müssen ... Der
Rathauschef kritisierte weiter, das Bistum hätte dem vorbestraften
Geistlichen ´auf die Finger schauen` müssen. ´Die Schuld muss man dem
Ordinariat geben`", das sich seinerseits damit verteidigte, der Priester sei
"laut einem Gutachten geheilt" gewesen (3.9.2007). Dem
widerspricht der Leiter der "Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch
an Kindern", der Sozialpädagoge Johannes Heibel: "Unter Fachleuten ist es
unumstritten, dass Pädophilie eine Neigung ist, die sich nicht therapieren
lässt" (Süddeutsche Zeitung, 4.9.2007). Doch noch vor fünf Wochen,
als die Passauer Neue Presse erstmals von den neuen Vorwürfen gegen
Pfarrer Peter K. berichtete (Quelle siehe auch
http://www.gegensexuellegewalt.at/2007/07/kath-kirche-und-der-umgang-mit/), wiegelte der Generalvikar des Bistums
Regensburg, Michael Fuchs, ab. "Von dem Pfarrer gehe keine Gefahr für Kinder
mehr aus, hieß es" (PNP, 3.9.2007). Mittlerweile stellte sich
zudem heraus, dass das angebliche "Gutachten" nur eine Stellungnahme des
persönlichen Therapeuten des Priesters ist (Der Spiegel Nr. 38/2007).
Deutliche Kritik übt Johannes Heibel sowohl an der Kirchenleitung als auch
an der Staatsanwaltschaft: "Der Priester kam im Jahr 2000 mit einem
Strafbefehl ohne öffentliche Verhandlung davon. Für mich sieht
das so aus, dass die Vertuschungspolitik der Kirche von der
Staatsanwaltschaft gedeckt wurde. Wäre der Täter zum Beispiel ein einfacher
Arbeiter gewesen und kein Pfarrer, dann wäre die Justiz sicher anders
vorgegangen." Und: "Die Macht der Kirche in Bezug auf unser Rechtssystem
ist nicht von der Hand zu weisen. Dafür gibt es auch Beispiele aus anderen
Bundesländern. Aber so ein Fall ist doch kein Kavaliersdelikt, den man unter
der Hand regeln kann" (Süddeutsche Zeitung, 4.9.2007). Und
weiter: "Sexueller Missbrauch, begangen von einem Pfarrer, richtet oft noch
einen größeren seelischen Schaden an als sexuelle Gewalt vom eigenen Vater."
Aktualisierungen am 6.9. und 7.9.2007: Nach Recherchen des Magazins quer
(Bayerischer Rundfunk, 6.9.2007) gingen die Verbrechen des Pfarrers
in Riekhofen über seinen einstigen Missbrauch in Viechtach hinaus. Und Opfer
seien diesmal nicht nur ein Ministrant, sondern mehrere, denen der
Amtsträger in Einzelgesprächen offenbar zunächst aus einem sexuellen
Aufklärungsbuch vorlas, bevor er zum Praktischen überging bzw. übergehen
wollte. In einer Erklärung des Pfarrgemeinderats Riekhofen vom 6.9.2007
heißt es, es hätten zudem "zahlreiche versuchte sexuelle Übergriffe
stattgefunden" (z. B. Main-Post, 7.9.2007). Und mittlerweile
ist auch bekannt, dass der Regensburger Bischof Ludwig Müller bei der
Verleihung der Pfarrstelle an den pädophilen Priester gegen einen
Beschluss der deutschen Bischöfe verstieß, verurteilte Sexualstraftäter im
Talar nicht
mehr im Gemeindedienst einzusetzen. Aus diesem Grund ist es auch
verständlich, wenn Johannes Heibel von der "Initiative gegen Gewalt und
sexuellen Missbrauch an Kindern" fordert: "Der Bischof muss hart bestraft
werden" (Süddeutsche Zeitung, 4.9.2007).
Und mehr noch:
Der Pfarrgemeinderat Riekofen beklagt, dass der Priester auch während seiner
juristischen Bewährungszeit keineswegs nur im "Altenheim" eingesetzt wurde,
sondern auch bereits in dieser Zeit im Gemeindedienst.
Das Bistum habe sich auf ein "grausames Experiment mit den
Seelen unserer Kinder" eingelassen (z. B. Main-Post, 7.9.2007).
Dafür sollte der Bischof zumindest zurück treten.
Mehr dazu z. B. in der Passauer Neuen Presse:
http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-17207669&Ressort=bay&Ausgabe=&RessLang=bay&BNR=0
Doch leider ist es immer dasselbe, hundertfach, tausend- und zehntausendfach,
Ausnahmen nicht bekannt: Die Kirche fordert von ihren Priestern sexuelle
Enthaltsamkeit. Und während diese dann vordergründig immer wieder mit Worten wohlgeformte
und hohle Predigten
halten, werden hinter den Kulissen sexuelle Ausschreitungen und Verbrechen in
unübersehbarem Ausmaß praktiziert. Dabei verstecken sich die kirchlichen Würdenträger
in der Öffentlichkeit hinter ihren festlichen Gewändern. Und was wird
darunter und dahinter nicht alles verborgen? Und hierzu schweigt die Kirche, vertuscht
und spielt herunter, so weit das irgendwie möglich ist.
"Die Kirche arbeitet mit allen Tricks", so der Leiter der Initiative
gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch, Johannes Heibel
(Süddeutsche Zeitung, 4.9.2007).
Deshalb kann sich der Bürger nur noch selbst helfen, was z. B. auch
bedeutet: Die Kinder schützen und nicht mehr in die Kirche schicken und
auf jeden Fall von Priestern fernhalten. In der Diözese Los Angeles
waren die Kinder z. B. in 75 % aller Pfarreien in mittelbarem oder
unmittelbarem Kontakt mit Sexualverbrechern, meist den Priestern selbst
(siehe unten).
In Deutschland gibt es noch keine so detaillierten Zahlen.
Doch auch hier müsste einiges geschehen, z. B. ein Handeln des
Gesetzgebers. So könnte z.
B. das Jugendschutzgesetz dahin gehend erweitert werden, dass der
römisch-katholischen Kirche grundsätzlich untersagt wird, Ministranten unter
18 Jahren zu beschäftigen, weil die Gefahr für die Jugendlichen und
Kinder, sexuell missbraucht zu werden, einfach zu groß ist.
Doch auch wenn von einer bestimmten Anzahl von Priestern keine sexuelle
Bedrohung für Kinder ausgeht, so droht ihnen durch den Priester
auf jeden Fall eine Gottesvergiftung durch die kirchlichen Lehren (siehe
dazu auch Der Theologe Nr. 18).
Siehe dazu auch die nachfolgende Meldung sowie die Meldungen vom
17.8. und 15.7.2007
Weitere Aktualisierungen:
Schweigegelder der Kirche, um pädophilen Priester zu decken. Dieser nutzt
die Deckung für neue Verbrechen sowie
Die Vertuschung geht weiter.
24.8.2007 -
"Haftpflichtschaden" - Versicherungen zahlen für Sexualverbrechen von
Priestern / Auch Münchner Rück muss 10 Millionen zahlen - Der Bürger muss nicht nur
jährliche staatliche Milliarden-Subventionen an die Kirchen finanzieren
(siehe
www.stop-kirchensubventionen.de). Auch für die Sex-Verbrechen von
Priestern an Kindern wird der Bürger jetzt indirekt zur Kasse gebeten. So
werden z. B. von den 660 Millionen Dollar, welche die Diözese Los Angeles
Missbrauchs-Opfern bezahlt (siehe unten),
227 Millionen Dollar durch die Haftpflichtversicherungen der Kirche
übernommen. Von den Zahlungen sind auch zwei deutsche Gesellschaften
betroffen. Während die Allianz-Versicherung den Schaden durch die klerikalen
Sex-Verbrechen noch nicht bezifferte, geht die Münchner Rück von "mehr als
10 Millionen Euro" aus (Financial Times Deutschland, 17.7.2007).
24.8.2007 -
Evangelische
Kirchenführer immer schamloser: Antisemitismus Anfang des 20. Jahrhunderts
mit islamkritischer Stimmung von Juden heute verglichen - Um
ihren antisemitischen Landesbischof Hans Meiser (siehe dazu
Der Theologe Nr. 11) und die nach ihm
benannten Straßen zu rechtfertigen, dachte sich jetzt der Leiter des
Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),
Prof. Dr. Axel Freiherr von Campenhausen, ein neues Argument aus. Im
Europa der 20er-Jahre habe "generell" eine "Stimmung gegen die Juden
geherrscht. Doch habe dabei niemand Vertreibung und Massenmord im Blick
gehabt" (Warum schützt die Kirche Meiser nicht? in: idea-spektrum Nr.
33/2007).
Axel Freiherr von Campenhausen wörtlich: "Vielleicht wird man den Menschen
von damals eher gerecht, wenn man ihre Stimmung mit den Äußerungen des
heutigen Schriftstellers Ralph Giordano über Muslime vergleicht. Ihm ist der
Gedanke an eine große Moschee in Köln eklig. An Vertreibung oder Ermordung
denkt er deshalb nicht" (zit. nach idea-spektrum Nr. 33/2007).
Der EKD-Jurist unterschlägt dabei jedoch, dass die
"generelle" "Stimmung gegen die Juden" von der Kirche über Jahrhunderte
immer wieder angefacht und vor allem in der Weimarer Republik in Deutschland
massiv geschürt wurde.
Falsch ist auch von Campenhausens Behauptung, niemand habe dabei an
Vertreibung und Massenmord gedacht. Der spätere Landesbischof Hans Meiser in
seinem Gutachten Die evangelische Gemeinde und die Judenfrage von
1926 wörtlich:
"Radikal gesinnte Antisemiten empfehlen … Bekämpfung des Judentums mit
allen Mitteln, Zurückverweisung der Juden ins Ghetto, Ausmerzung der Juden
aus dem Volkskörper - das ist der einzig mögliche Weg zur Lösung der
Judenfrage. Vor allem sind es rassehygienische Gesichtspunkte, die stark in
den Vordergrund gestellt werden. Von der antisemitischen Bewegung stark
beeinflusst, sieht auch die völkische Bewegung [mit der sich Meiser im
selben Gutachten "weithin einverstanden" erklärt] in der Rassenfrage den
Kernpunkt der Judenfrage und steht hier mit der antisemitischen Bewegung in
einer Front" (siehe hier).
Zudem hatte vor allem Martin Luther als eine Art Vermächtnis für die
Zukunft das Niederbrennen der Synagogen und der jüdischen Wohnhäuser und die
Vertreibung der Juden gefordert (siehe dazu
Der Theologe Nr. 28).
Und Kirchenmänner haben wiederum betont, "dass man in der
evangelischen Kirche Jahrhunderte lang immer wieder auf Luthers antijüdische
Schriften hingewiesen hat" (z. B. Kirchenrat
D. Hermann
Steinlein im Januar 1933, noch vor der Machtergreifung durch die
Nationalsozialisten; siehe hier).
17.8.2007 -
Ministrant von Dekan zu sexuellen Handlungen gezwungen?
- Die Familie des ehemaligen
Ministranten, der in einem homosexuellen Verhältnis mit dem Dekan von
Lohr/Main-Spessart lebte, hat laut Panorama (ARD, 16.8.2007) schwere
Vorwürfe gegen den Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann erhoben. Dieser
"habe den Missbrauch unter der Decke halten wollen. Der damals 17-Jährige
... sei ein Jahr lang von K. [dem Dekan] zu sexuellen Handlungen gezwungen
worden" (Main-Echo, 17.8.2007). Die katholische Kirche wies durch
ihren Generalvikar Karl Hillebrand die Vorwürfe jedoch zurück. Dekan K.
hatte sich im November 2006 durch Selbstmord der Verantwortung entzogen. Dem
ehemaligen Ministranten habe er anscheinend zuvor mit Selbstmord gedroht,
wenn dieser die sexuellen Wünsche des Dekans nicht mehr erfülle
(mehr dazu hier). Deswegen wurden
die Ermittlungen und Nachforschungen seinerzeit eingestellt - es gelte weiter die
"Unschuldsvermutung" für den katholischen Amtsträger, so der
Abschlussbericht. Der Dekan hatte auch Bischof Friedhelm Hofmann bei der
Leitung des Bistums Würzburg unterstützt.
Erst kürzlich schockte ein Untersuchungsbericht aus der römisch-katholischen
Diözese Los Angeles die Katholiken. Demnach waren in 75 % der 288 Pfarreien
der Diözese einer der Priester oder kirchlichen Mitarbeiter aktiv, die an
Sexualverbrechen bzw. Missbrauch an Kindern beteiligt waren (siehe
unten). Und selbst wenn in deutschen
Diözesen der Anteil der betroffenen Pfarreien deutlich unter 50 % liegen
sollte, so ist das Risiko für Kinder, die sich in ihrer Freizeit dort
aufhalten, doch überdurchschnittlich hoch, vergleicht man es etwa mit dem
Engagement in einem Sportverein, mit anderen Freizeitbeschäftigungen oder
mit anderen ehrenamtlichen Diensten
Der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Hubertus Mynarek rät Eltern in
diesem Zusammenhang deshalb auch: "Kinder
sollten am besten gar keinen Kontakt zu Priestern haben" (Das Weisse
Pferd Nr. 6/2002).
15.8. /
16.8.2007
-
Afghanistan, Irak -
Kriege geraten immer mehr außer Kontrolle - Trotz immer neuer
"Erfolgsmeldungen" über im Krieg getötete Taliban (25.7.2007:
"Mehr als 70"
http://www.focus.de/politik/ausland/koalitionstruppen_aid_67837.html; 10.8.2007: "Dutzende"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,498739,00.html)
geraten die beiden von der US-Regierung entfesselten
Kriege in Afghanistan und Irak immer mehr außer Kontrolle. Es scheint, dass
trotz der andauernden Tötungen von Taliban, die bis zum NATO-Angriff im
Oktober
2001 die afghanische Regierung stellten, immer mehr Taliban
"nachwachsen". Diese oder andere gewaltbereite Gruppen töten nun ihrerseits z. B. Deutsche, wie z. B. am
15.8.2007 die drei
Sicherheitsbeamten.
Im Irak kamen am selben Tag gar
mindestens 500 Menschen bei Anschlägen um (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,499961,00.html).
Dennoch gibt es weiter Bestrebungen, zusätzlich zu den beiden Fronten am
Hindukusch und im Zweistromland noch einen dritten Krieg gegen den Iran zu
beginnen.
Doch man kann Islamisten nicht einfach von der Erdoberfläche
wegbomben, und dies hat auch nicht das Geringste mit Jesus von Nazareth zu
tun, der
die Goldene Regel lehrte ("Alles, was ihr wollt, das Euch die Leute
tun, das tut ihr ihnen zuerst"; Matthäus 7, 12). Und
einen Frieden wird es auch nie geben, solange man glaubt, man hätte ja ein
"Recht", einen Krieg zu führen und solange man
zudem glaubt, die "Goldene
Regel" könne man nicht auf die Politik anwenden.
Mehr zum Afghanistan-Krieg lesen Sie z. B.
hier.
30.7.2007 -
Bayreuth: Israelitische Kultusgemeinde möchte Umbenennung von
Hans-Meiser-Straße in Dietrich-Bonhoeffer-Straße - Evangelische Kirche
sträubt sich wieder - Lesen Sie dazu die Meldung unter
Der Theologe Nr. 11.
26.7. / 14.8.2007 -
Kater ahnt Tod von Heimpatienten voraus / Tierversuche und seelische
Krankheitsursachen
- Als Hospizhelfer
engagiert sich ein kleiner Kater
in Providence/USA. Lesen Sie
dazu
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,496608,00.html - ein Beispiel
mehr, dass Tiere Freunde des Menschen sein wollen.
Die Kirche hat sie aber zu seelen- und
gefühllosen Objekten ohne volle Leidensfähigkeit degradiert (vgl.
http://www.das-weisse-pferd.com/03_04/tiere_seele.html), denen auf
der Erde unvorstellbar grässliche Qualen zugefügt werden dürfen (http://www.theologe.de/theologe7.htm#4).
Katzen sind z. B. "beliebte" "Versuchstiere", gemäß katholischem
Katechismus-Lehrsatz Nr. 2417: "Tierversuche sind in vernünftigen
Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu
heilen und zu retten," wobei das augenblickliche Grauen der Versuchstiere
offenbar innerhalb dieser "vernünftigen Grenzen" stattfindet, denn etwas
Anderes ist von der Kirche nicht bekannt. Die Irreführungen der Kirche sind
im wahrsten Sinne des Wortes "teuflisch"
(siehe z.B.
http://www.universelles-leben.org/cms/?id=816&type=98,
http://www.animalprotection.de/tierversuche1.htm,
http://www.3sat.de/3sat.php? http://www.3sat.de/nano/news/44926/index.html
u. a. ).
Nach der Lehre des Jesus von Nazareth ist bei einer körperlichen
Krankheit auch von einer Krankheit in der Seele
auszugehen, die sich dann auch im menschlichen Körper bemerkbar macht. Aus
diesem Grund sagte er immer wieder: "Dein Glaube hat dich gesund gemacht" (Markus
5, 34 und viele vergleichbare Stellen). In ihrer Aussagekraft sinnlose,
fehlerhafte bzw. zweifelhafte Tierversuche stehen im Gegensatz zum Geist des
Heilers aus Nazareth und seinem Hauptanliegen, zu den seelischen Wurzeln von
Krankheiten und zu den inneren Heilkräften im Menschen vorzudringen
(vgl.
auch
http://www.das-weisse-pferd.com/01_02/gesundheit.html).
Auch gibt
es keine Zufälle, so dass auch Unfälle mit der Lebensgeschichte eines Menschen
in Verbindung stehen (Mehr zum Thema "Saat und Ernte" und "Reinkarnation" z. B. in Der
Theologe Nr. 2). Während Menschen Warnungen des Schicksals oft überhören, sind Tiefe
sensibel und haben viel feinere Antennen als der Mensch. Sie nehmen vieles
wahr, was der abgestumpfte Mensch nicht mehr sieht, hört oder fühlt; z. B.
der Kater in Providence/USA, der erspürt, wann die Seele eines Menschen
dabei ist, ihren Körper zu verlassen.
Doch
die bornierten Amtskirchen lassen lieber unschuldige Tiere für einen
angeblichen Fortschritt in Pharmazie und Kosmetik bestialisch
zugrunde gehen. Dies bringt dem Menschen aber auf keinen Fall einen Segen,
sondern sein Schuldkonto steigt ins Unermessliche. Nur für den "Gott der
Unterwelt" sind Tierversuche "in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig",
und nur er gibt dazu seinen Segen.
22.7.2007 - Exorzisten der römisch-katholische Kirche:
Harry Potter-Bücher und -Filme seien "Machwerk des Teufels". Sie
würden "dem
Teufel einen Weg" öffnen /
Heutiger Papst im Jahr 2003:
Sie "zersetzen" "Christentum in der Seele" der Kinder - Während der
katholische "Sektenbeauftragte" des Bistums Essen, Gary Albrecht,
lobend auf Parallelen zwischen Harry Potter und dem Christentum hinweist
(z. B. Basler Zeitung, 20.7.2007), sehen das der Papst und die
Exorzismus-Verantwortlichen seiner Kirche
anders. Erst vor kurzem bezeichnete Papst Benedikt XVI. die
Harry-Potter-Bücher als "antichristlich" (Spiegel online, 21.7.2007).
Wörtlich schrieb er z. B. als Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation (früher
"Großinquisitor" genannt) in einem Brief vom 7.3.2003: "Dies sind
subtile Verführungen, die unmerklich und gerade dadurch tief wirken und das
Christentum in der Seele zersetzen, ehe es überhaupt recht wachsen konnte"
(zum Konflikt um dieses Thema siehe http://www.kath.net/detail.php?id=11066). Und jetzt legte der Exorzismus-Experte Padre Pedro Mendoza nach. Zum Abschluss einer
katholischen Exorzismus-Konferenz bezeichnete der mexikanische Haupt-Teufelsaustreiber
die Harry-Potter-Bücher als "schädlich für Kinder" (AP, 21.7.2007).
"Die Buchserie interessiere die Kirche nicht". Doch "die Geschichten von
Zauberei könnten dem Teufel den Weg in die Seelen junger Menschen öffnen".
Pedro Mendoza ist
"Exorzismus-Koordinator" in der Erzdiözese Mexiko-Stadt, wo die
römisch-katholische Kirche den Exorzismus - wie auch sonst überall auf der
Welt - erheblich forciert und ausgeweitet hat (siehe auch
hier). Wörtlich sagte der Exorzismus-Koordinator: "Wenn man alle diese Ideen in den
Kopf von Kindern steckt, dass man ein Zauberer werden kann, das Kind glaubt
das und das öffnet dem Teufel einen Weg, über den er eintreten kann".
Bereits im Jahr 2006 hatte sich der Haupt-Exorzist der römisch-katholischen
Kirche in Europa, Pater Gabriele Amorth, gemäß eines Berichts des
australischen Daily Telegraph vom 28.2.2006 ähnlich geäußert:
Die Sache ende demnach beim "Teufel". Der Mann des Vatikan, der bereits mehrere
Tausende Exorzismen vollzogen hat, wörtlich: "Es gibt keinen Zweifel,
dass in den Harry Potter Büchern die Unterschrift des Fürsten der Finsternis
klar enthalten ist." Damit wiederholte der Exorzist seine Warnung aus dem
Jahr 2001, als er bereits behauptete, dass die Harry-Potter-Bücher und -Filme "Machwerke des Teufels"
seien (zit. nach http://www.kreuz.net/article.2798.html).
Zwar ist es in der Tat keine christliche Botschaft, wenn Harry Potter
am Ende des Romans den "dunklen" Lord und mehrfachen Mörder Voldemort tötet
[nach urchristlicher Lehre würde dieser eines Tages Opfer seiner eigenen
bösen Taten], doch werden auch viele positive Werte vermittelt. Und
die Stellungnahme von Joseph Ratzinger und die Warnungen der profilierten katholischen
Haupt-Exorzisten
sind in diesem Zusammenhang vor
allem ein Ablenkungsmanöver, um die Hintergründe und Abgründe der
eigenen Kirche verborgen zu halten. Wie "dem Teufel" der Weg "in die Seelen
junger Menschen" z. B. tatsächlich geöffnet wurde, lesen Sie hier:
"Der Theologe Nr. 9": Todesfalle Kirche - Warum
musste Anneliese Michel sterben?
19.7.2007 -
Ehemalige Meiserstraße - Aufklärung statt kirchliche
Verlogenheit - Seit 1.700 Jahren indoktriniert die Kirche Europa und
spricht viele ihrer finsteren Gestalten "heilig" oder ehrt sie bis heute mit
Straßen, Plätzen, Gebäuden, Jubiläen, Preisen usw. Von "falschen Vorbildern"
für die Jugendlichen zu sprechen, ist noch sehr zurückhaltend formuliert.
Hinzu kommen die unsäglichen Fälschungen und Verdrehungen, mit denen die
Kirche bis heute ihre Dunkelmänner in ein besseres Licht zu stellen
versucht. So verbrämt man ihre Untaten häufig mit der Ausrede, sie
waren aber doch "Kinder ihrer Zeit", und man unterschlägt
dabei, dass ihre Opfer genauso "Kinder ihrer Zeit" waren - nur eben in "ihrer Zeit" ganz anders
dachten und lebten, was ihnen dann den Missmut der Kirche und deshalb
vielfach den Galgen einbrachte.
Markantestes Beispiel für diese unseligen Prozeduren ist derzeit
Landesbischof Hans Meiser in München. Die evangelische Landeskirche "verteidigt Meiser
wie einen Heiligen", schreibt die Süddeutsche Zeitung (19.7.2007). Wie eine Schlange dreht und windet
sich die Kirche dabei in jede noch so kleine Lücke hinein, um von dort heraus zu
holen, was vielleicht zur Ehre für ihren früheren "Führer"
dienen könnte.
Dabei spekuliert man offenbar darauf, dass man aufgrund eines
Wissensvorsprungs bei einzelnen Details den Durchschnittsbürger immer wieder
für die kirchliche Sache einwickeln kann. All´ dies nährt aber auch die Befürchtung
des großen deutschen Philosophen Karl Jaspers, dass die Kirche sich nicht
wirklich geändert habe. Sondern dass auch die Verhaltensweisen früherer
Päpste, Bischöfe und Inquisitoren, die heute weiterhin geehrt werden, morgen
wieder praktiziert werden. Oder, wie es Karl Jaspers sagte: Der Absolutheitsanspruch
der Kirche stehe "ständig auf dem Sprung, von neuem
die Scheiterhaufen für Ketzer zu entflammen" (Der philosophische
Glaube, 9. Auflage, München 1988, S. 73).
So war es übrigens auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern,
die als erste in Deutschland nach
dem 2. Weltkrieg wieder an die "Sektenbekämpfung" der 30er-Jahre anknüpfte
und einen "Weltanschauungsbeauftragten" einführte.
Aus diesem Grund wird hier auf die Waage der Gerechtigkeit verwiesen und
- auch wenn es manchmal mühsam ist - nicht zugelassen, dass die Kirche - wie seit Jahrhunderten - Mücken aussiebt und
Kamele verschluckt (vgl. Matthäus 23, 24), um dann, wenn es veränderte Zeitumstände wieder
erlauben, die alten Gespenster der Vergangenheit wieder auf die Menschen
loszulassen.
Die jüngsten Details sind folgende:
|
Das Lob der Kirche |
Was die Kirche lieber unter dem
Teppich hält / |
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|
|
"Was ist mit Ludwig Thoma, Richard Wagner, Heinrich von
Treitschke? Sie alle haben sich antisemitisch geäußert, nach ihnen sind
Straßen benannt. Da sagen nicht nur Protestanten in München: Warum immer
wir?" |
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"Mehrmals hat er [Meiser] öffentlich die Mitschuld der Kirchen eingestanden, so etwas bei der Weihe des Friedhofs für die KZ-Opfer in Dachau, als er am 16.12.1949 im Beisein von Weihbischof Neuhäusler und Oberrabbiner Dr. Ohrenstein sagte: ´Wir denken daran, dass wir alle durch den Ungeist der Zeit, der zu diesen Gräbern geführt hat, mitschuldig geworden sind.`" (Oberkirchenrat i. R. Martin Bogdahn, Süddeutsche Zeitung, 18.7.2007)
|
|
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"Der Oberrabbiner [Dr. Ohrenstein] schrieb an Meiser zu dessen 65. Geburtstag im Februar 1950: ´In einer Zeit, in der die Welt so arm ist an wirklichen Persönlichkeiten, empfindet man es ganz besonders, wenn man einer solchen Persönlichkeit wie Ihnen begegnet. Ich hatte nun das Glück und bin dem Schicksal für diese Fügung besonders dankbar.`"
(Oberkirchenrat i. R. Martin Bogdahn, Süddeutsche Zeitung,
18.7.2007) |
|
18.7.2007 -
Gegen
den erbitterten Widerstand der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern:
Meiserstraße in München wird umbenannt - Gegen den massiven
Widerstand der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (bzw. der
Evangelisch-Lutherischen kirchlichen Gemeinschaft; siehe dazu
unten) entschied sich die Mehrheit des Münchner
Stadtrats jetzt für eine Umbenennung der Straße, die bis jetzt den Namen des
antisemitischen und kriegsverherrlichenden Bischofs trug. Auch der letzte
"Rettungsversuch" von Landesbischof Johannes Friedrich nutzte nichts. Er
hatte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung seinem
Vorgänger zugute gehalten: "Es war nicht der Rassenantisemitismus der Nazis.
Der theologische Antisemitismus zielte - was ich keineswegs verharmlosen
möchte - auf Bekehrung [der Juden zum evangelisch-lutherischen Glauben],
nicht auf Vernichtung" (12.7.2007). Dieses Ziel hatte Landesbischof
Hans Meiser von Martin Luther übernommen, der allerdings zum schlimmsten
Antisemiten seiner Zeit und zu einem Vordenker einer möglichen "Endlösung"
(= Vernichtung der Juden) wurde, als er merkte, dass die Mehrheit der
jüdischen Mitbürger sich keineswegs zum kirchlichen Glauben bekehren wolle
(Begründung: siehe hier; zum
Thema "Luthers Antisemitismus" siehe "Der Theologe Nr. 28" -
Martin Luther und die Juden).
Und gerade an dieser zusätzlichen Variante des Antisemitismus nahm Münchens
Oberbürgermeister Christian Ude nun Anstoß: "Ude sagte in der rund
dreistündigen Debatte im Münchner Rathaus, Meisers theologisch begründeter
Antisemitismus sei schlimmer gewesen als der rassistische, da er eine
zusätzliche Legitimation gegen die jüdische Bevölkerung geliefert habe"
(ddp, 18.7.2007).
Außerdem hatte Landesbischof Johannes Friedrich den Sachverhalt wieder
einmal zugunsten seiner Kirche zurecht gebogen. So hat Landesbischof Meiser
in seinem Gutachten Die evangelische Kirche und die Judenfrage im
Jahr 1926 u. a. geschrieben: "Es liegt
etwas durchaus Berechtigtes in der Forderung nach Reinhaltung des Blutes. So
wenig wir Mischehen etwa mit naturalisierten Slaven gutheißen können, so
wenig können wir Mischehen zwischen Deutsch-Stämmigen mit Juden billigen."
Und weiter: "Gott hat jedem Volk seine völkische Eigenart und seine
rassischen Besonderheiten doch nicht dazu gegeben, damit es seine völkische
Prägung in rassisch unterwertige Mischlingsbildungen auflösen lässt ...
Darum können wir uns mit den völkischen Idealen weithin einverstanden
erklären". Zählt das auch zum "theologischen Antisemitismus“, von dem
Landesbischof Friedrich sprach? Oder ist das auch "rassisch"? Das Infame ist dabei der Missbrauch des
Namens "Gottes" für Meisers Ideen von der "Reinhaltung des Blutes". Es wurde
von Meiser also "Gott" und der Jude Jesus von Nazareth mit in diesen Schmutz
hinein gezogen, was die Nazis nicht getan hatten und weswegen die Empörung
des Münchner Oberbürgermeisters über Meisers Variante des Antisemitismus
verständlich ist.
(PS: Nach Bischof Meiser wäre folglich auch eine Ehe zwischen Jesus
von Nazareth und einer germanischen Frau aufgrund der Gene des Mannes eine "rassisch
unterwertige Mischlingsbildung" gewesen.)
Was hinzu kommt: Meiser war sich bereits im Jahr 1926 bewusst, dass "die
völkische Bewegung", mit deren Idealen er sich in seinem Gutachten
"einverstanden" erklärte, "in einer Front" mit den damals aufstrebenden
Nazis stand. Meiser wörtlich:
"Radikal gesinnte Antisemiten empfehlen … Bekämpfung des Judentums mit
allen Mitteln, Zurückverweisung der Juden ins Ghetto, Ausmerzung der Juden
aus dem Volkskörper - das ist der einzig mögliche Weg zur Lösung der
Judenfrage. Vor allem sind es rassehygienische Gesichtspunkte, die stark in
den Vordergrund gestellt werden. Von der antisemitischen Bewegung stark
beeinflusst, sieht auch die völkische Bewegung in der Rassenfrage den
Kernpunkt der Judenfrage und steht hier mit der antisemitischen Bewegung in
einer Front."
Der spätere erste Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in
Bayern kritisiert also nicht etwa, dass die "Juden ins Ghetto" sollen und
"aus dem Volkskörper" "ausgemerzt" werden sollen.*
Dabei wäre es in der Weimarer
Republik notwendig und leicht möglich gewesen, gegen solches zu
protestieren. Auch
warnt Meiser nicht vor dem, was sich hier bald in Deutschland zusammenbrauen
könnte. Sondern er erklärt sich im Gegenteil sogar einverstanden mit denen,
die "hier mit der antisemitischen Bewegung in einer Front" stehen
(Mehr zu Landesbischof Meiser in Der Theologe
Nr. 11).
Nichtsdestotrotz will die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ihren
Alt-Landesbischof wegen seiner sonstigen "Verdienste" weiter
kritisch ehren, auch mit Straßennamen, und sie erwägt eine Klage gegen die
Umbenennung. Wegen der kirchlichen "Verdienste" Meiser haben wir bereits
am 5.6.2007 vorgeschlagen, doch eine
evangelische Kirche in München anstelle der öffentlichen Straße nach
Landesbischof Meiser zu benennen.
Vielleicht merkt aber bald auch so mancher Protestant, dass dies alles nicht
mehr seine Wellenlänge ist und tritt aus. Mehr zu den geheimen Hintergründen
und Abgründen des evangelisch-lutherischen Glaubens siehe auch in
Der Theologe Nr. 1.
PS: Lesen Sie dazu auch unsere Meldung:
Evangelische Kirchenvertreter immer unverfrorener
* Wie ist das zu verstehen?
Eine Ghettoisierung ist zunächst eine Isolierung
innerhalb des Volkes, während die "Ausmerzung aus dem Volkskörper" als
spätere Tötung gedeutet werden kann, was ja dann genauso auch geschehen ist.
Die Maßnahmen könnten also hier in Form einer Steigerung aneinandergereiht
sein: Erst Bekämpfung, dann Gettoisierung, dann Ausmerzung. Eine genauere
Untersuchung wäre einmal eine Aufgabe für einen kirchenunabhängigen
Historiker.
15.7. / 25.7.2007 -
Sexualverbrechen von Priestern in der Diözese Los Angeles: Ca. 600 Millionen
Dollar Entschädigung für 500 Opfer
- die Spitze eines Eisbergs.
Bereits 10.000 Kirchen-Opfer haben in den USA geklagt. Der jetzige Vergleich
mit den 500 Opfern erspart der römisch-katholischen Kirche zunächst weitere
Prozesse. Trotz der finanziellen Entschädigung bleiben oft tiefe Wunden. Ein
Mann, der den Tränen nahe ist, erklärt im Fernsehen: Die Summe könne ihm
seine Kindheit "nicht zurück geben" (ZDF, Heute, 16.7.2007).
Und das Opfer Mary Ferell erklärt: "Das Geld zeigt nur die ungeheuerliche
Schuld. Ich würde es zurückgeben, könnte ich dafür meine Kindheit
wiederhaben" (Süddeutsche Zeitung, 16.7.2007).
Der Religionswissenschaftler
Prof. Dr. Hubertus Mynarek rät in diesem Zusammenhang deshalb: "Kinder
sollten am besten gar keinen Kontakt zu Priestern haben" (Das Weisse
Pferd Nr. 6/2002). Denn das Risiko ist überdurchschnittlich groß, und
Eltern handeln mittlerweile verantwortungslos, wenn sie ihren Kindern noch
gestatten, sich im Umfeld eines Priesters zu bewegen bzw. wenn sie sie ohne
Begleitung eines Erziehungsberechtigten in die katholische Kirchengemeinde
gehen lassen. In der Diözese Los
Angeles waren z. B. in 75 % aller katholischen Kirchengemeinden
Sexualverbrecher an Kindern tätig. Die Süddeutsche Zeitung
schreibt: "Es stellte sich heraus, dass in drei Vierteln der 288 Pfarreien
der Diözese im Laufe der Jahre mindestens einer der 221 Priester, Mönche
oder Laienlehrer Dienst getan hatte, denen Kindsmissbrauch vorgeworfen
wurde. Und es stellte sich ebenso heraus, dass die Kirche in vielen Fällen
Bescheid wusste und, wenn überhaupt - nur Täter versetzte - und sie einfach
weitergewähren ließ" (16.7.2007). Dabei wurde einer der Priester
vom zuständigen Kardinal Mahoney immer wieder in eine andere Kirchengemeinde
versetzt, nachdem er in der jeweils vorherigen Kinder missbrauchte. Auf
diese Weise brachte er es auf 17 Pfarrstellen (El pais, 16.7.2007).
Wer jedoch glaubt, die Kirche würde jetzt reinen Tisch machen, der irrt.
"Die Erzdiözese veröffentlichte mehrere Schuldbekenntnisse, gab zu, die
Täter und nicht die Opfer geschützt zu haben, und weigerte sich dennoch,
Unterlagen heraus zu geben, in denen Missbrauchsfälle dokumentiert waren -
und die Fehlreaktion der Kirchenhierarchie. Am Ende kommt die Einigung die
Kirche in Los Angeles vielleicht tatsächlich noch vergleichsweise billig"
(Süddeutsche Zeitung, 16.7.2007).
Lesen Sie zur aktuellen gerichtlichen Einigung in den USA auch:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,494499,00.html
PS:
Die Entschädigungssumme wird übrigens teilweise von den
Haftpflichtversicherungen der Kirche übernommen, auch von den deutschen
Gesellschaft Allianz und Münchner Rück
(siehe
oben).
14.7.2007 -
Römisch-katholische
Kirche verweigert Evangelischen weiter die Bezeichnung "Kirche" - Bei
Anschluss der Evangelischen an Rom könnte der deutsche Staat viel Geld
sparen - "Für Benedikt XVI. bedeutet Ökumene, dass die anderen
die Führungsrolle Roms zu akzeptieren haben", schreibt einmal mehr zu Recht
die deutsche Presse (z. B. Main-Echo, 14.7.2007). Denn
zwischenzeitlich hat der Vatikan wieder bekräftigt, dass die Evangelischen
keine richtige "Kirche" seien (siehe z. B.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/866/122698/). Sie
sei allenfalls eine "kirchliche Gemeinschaft", aber keine "Kirche". Und
ein Leserbriefschreiber drückt aus, was viele Katholiken denken: "Sicherlich
hat damals Luther zu Recht Missstände in der katholischen Kirche verurteilt;
aber das ist längst Vergangenheit ... Deshalb muss jetzt nach Jahrhunderten
des Protestes endlich Schluss sein" (E. Balling, Hösbach; Main-Echo,
14.7.2007).
Für einen Außenstehenden ist es nicht sehr sinnvoll zu beurteilen, welche
Kirche
jeweils noch weniger mit Jesus von Nazareth zu tun hat als die andere - die katholische oder die
evangelische Kirche. Denn "christlich" sind sie beide nicht und
sie stehen beide aufs Ganze gesehen im Gegensatz zu Jesus, dem Christus (siehe
Der Theologe Nr. 25).
Ein Anschluss der evangelischen Kirchen an den Vatikan hätte für den Bürger
in Deutschland aber zumindest einen finanziellen Vorteil: Der deutsche Staat
würde dann unter Umständen nur noch eine Großkirche subventionieren statt
bisher zwei. So könnte er Milliarden einsparen und anderweitig sinnvoll
verwenden, z. B. für Steuersenkungen zu Gunsten des einfachen Bürgers. Als nächsten
Schritt könnte er dann auch die Subventionen für die eine verbliebene
Großkirche streichen, denn sie sind grundsätzlich an
der falschen Stelle eingesetzt (Mehr dazu unter
www.stop-kirchensubventionen.de). Zum Thema "Evangelische sind keine
richtige Kirche" lesen Sie auch unsere Meldung
hier.
8.7. / 11.7.2007 -
Kampf gegen
Klimakatastrophe und Intoleranz: Wird in Deutschland der Bock zum Gärtner
gemacht? - Während über eine Milliarde Menschen weltweit
Rock-Konzerte besuchten oder teilweise über Fernsehen verfolgten, die auf die
drohende
Klimakatastrophe hinwiesen, feierte das Erzbistum Bamberg zu Ehren seines
Gründers Heinrich II. das Heinrichsfest (siehe nächste
Meldung). Der Kirche ging es anlässlich der
Bistumsgründung vor 1000
Jahren um die Vernichtung des "Heidentums"
in Europa. Und die
beiden Themen haben miteinander zu tun, auch wenn es auf den ersten Blick
nicht so scheint.
Das geistesgeschichtliche symbolkräftigste Datum im Zusammenhang der
"Vernichtung des Heidentums" ist nämlich die Fällung der großen Donars-Eiche in Geismar bei
Kassel durch den römisch-katholischen Missionar und späteren "Heiligen" Bonifatius im
Jahr 724 (siehe hier).
Den "Heiden" sollte von der Kirche der Glaube an das
Göttliche in der Natur und an deren Beseeltheit ausgetrieben werden.
Dies war ein Glaube, der auch mit großem Respekt, Achtung und Ehrfurcht vor der Natur
verbunden war. Und wären die Naturreligionen vom Katholizismus nicht
ausgemerzt worden (vgl. hier), würde
es heute anders auf unserem Planeten aussehen. Und die Menschen in
Europa wären nicht so abgestumpft gegenüber der Schöpfung Gottes.
In vielen Jahrhunderten hat die Kirche dabei immer auch versucht,
nicht nur andere Glaubensrichtungen zu bekämpfen, sondern die Andersdenkenden
selbst zu verfolgen und auszurotten, was auch Martin Luther und
seine Nachfolger vielfach so hielten (vgl. z. B.
Der Theologe Nr. 1 und Nr. 3).
Von daher hat man den Eindruck, dass die evangelische Bundeskanzlerin Angela Merkel den
Bock zum Gärtner macht, wenn sie ausgerechnet die Kirchen dazu auffordert,
ihr "Wächteramt" in Sachen Toleranz in Europa wahrzunehmen. "Toleranz ist für mich die Seele Europas", so die Kanzlerin (Netzeitung,
8.7.2007) -
ein hoher Wert, der im Laufe der Geschichte allerdings gegen die Kirchen erkämpft werden musste und bis
heute muss. Von daher macht man in der Tat den Bock zum Gärtner, wenn
ausgerechnet die Kirchen radikalen intoleranten Islamisten die Stirn bieten
sollen, wie sich das Angela Merkel wünscht.
Jüngstes Beispiel: Die massive Behinderung der Hollywood-Verfilmung
des Lebens des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg durch
den deutschen Staat. Der
Grund: der persönlichen Glaube des Hauptdarstellers Tom Cruise. Aus diesem
Grund nehmen einmal mehr die Medien in den USA ihr "Wächteramt"
gegen die religiöse Intoleranz staatlicher und anderer Stellen in Deutschland wahr, wo viele
kleinere Gemeinschaften seit je her über einen negativen Kamm geschoren und
pauschal und vielfach ungeprüft verleumdet und diskriminiert werden (Dies geschieht
auch im staatsfinanzierten konfessionellen Religionsunterricht, wo
bereits die Kinder in Deutschland in diesem Sinne indoktriniert werden). So heißt es z. B. in einem Kommentar der
US-amerikanischen Tageszeitung Philadelphia Daily
News über die Verbote, den Stauffenberg-Film an Original-Schauplätzen zu
drehen: "Wie könnte man besser an die Nazi-Zeit erinnern als dadurch, dass
man einen Mann wegen seines Glaubens an seiner Arbeit behindert" (mehr
dazu bei
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,491982,00.html).
Die Verursacher dieser Kampagnen früher und
heute sind die Kirchen und ihre Büttel in Staat, Politik, Medien und Justiz (siehe dazu Der Theologe Nr.
12). Tatsächlich haben diese in der Nazi-Zeit sowohl gegen Juden
als auch gegen so genannte "Sekten" massiv gekämpft (siehe dazu eine
Fülle von Belegen und Quellen in
Der Theologe Nr. 4). Und nach 1945 blieben aus bekannten Gründen nur
noch die "Sekten" übrig, gegen die man seither weiter mit "bewährten" Methoden
der Intoleranz oder des Rufmords
vorgeht (siehe hier). Schon der
Begriff "Sekte" ist eine Rufmord, weil die Kirche alleine schon dadurch die
Existenz des Angegriffenen ruinieren kann. Deshalb sollte man das Wort
"Sekte" eine Zeitlang nur noch für die beiden Großsekten "Katholische
und Evangelische ´Kirche`" verwenden. Schließlich sind
beide Institutionen auch "Abspaltungen" ("Sekte"
kommt von lateinisch "secare" = abspalten) vom Urchristentum. Auf diese Weise würden die
"Herren der Kirche" und geheimen "Reiter des Staats-Rosses" (vgl. dazu
Der Theologe Nr. 23) am eigenen Leib zu
erfahren beginnen, was sie seit Jahrhunderten anderen antun, so dass
vielleicht doch noch der eine oder andere zur Besinnung kommt.
(PS:
Die römisch-katholische Kirche erkennt die evangelische sowieso nicht als
"Kirche" an (siehe z. B.
http://www.mainpost.de/aaw/brennpunkte/art112,4043940), so dass es
auch den überzeugten Katholiken nicht schwer fallen sollte, zumindest die
Evangelischen schon einmal als "Sekte" zu bezeichnen. Der nächste Schritt
wäre dann die Selbsterkenntnis über die "Sekte", der man selber angehört.)
Und auch beim Klimaschutz sind die "Kirchen-Sekten" - wenn überhaupt - nur
Trittbrettfahrer, wenn sie sich in dieser Richtung äußern oder gar - wie in
Bayern - in ein "Bündnis für Umwelt" mit dem Staat einbezogen werden.
Hier wird der Bock mit zum Gärtner gemacht. Geht man nämlich den geistesgeschichtlichen Wurzeln für die
sich anbahnende Katastrophe auf den Grund, stößt man auf die kirchliche Christenheit als
den Hauptverantwortlichen
für die zunehmend apokalyptischeren Ereignisse. Lesen Sie die Gründe dafür
in der Meldung:
Die Erde schüttelt allmählich
die menschliche Zivilisation ab: Menschen haben sich ihren besten Freund zum
Feind gemacht.
7.7. / 8.7.2007 -
Heinrichsfest:
Katholisches Bamberg feiert Kriegsverbrecher - Nicht nur in
Argentinien stehen derzeit Verbrechen mit kirchlicher Beteiligung oder unter
kirchlicher Anleitung im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses (siehe
dazu die nachfolgende Meldung). Auch in
Deutschland ist dies - wenn auch weit gehend unausgesprochen - der Fall. So feiert z. B. das Erzbistum Bamberg
im Jahr 2007 sein 1000jähriges Jubiläum. Bistumsgründer ist der König und
spätere Kaiser
Heinrich II., der in unzähligen Kriegen immer wieder unschuldiges
Menschenblut vergossen hat (mehr dazu
hier). Nach ihm ist auch
das Heinrichsfest benannt, das am 7.7. und 8.7.2007 in Bamberg
gefeiert wurde. Das Bistum Bamberg wurde mit dem Ziel gegründet,
Andersgläubige wirkungsvoller vernichten zu können. Wörtlich heißt es in
einem Dokument aus dem Jahr 1146 anlässlich der Heiligsprechung Heinrichs: "... dass das Heidentum der Slawen [die z.
B. im angrenzenden Fichtelgebirge lebten] vernichtet werde." Dies lief auf
die
Zwangsbekehrung bzw. Ermordung der Menschen hinaus. Ein schlimmes
Kriegsverbrechen war auch das grausame Massaker Heinrichs an den Einwohnern
der italienischen Stadt Pavia in der Nacht vom 14. auf den 15.5.1004. Die
Bevölkerung hatte zuvor die Krönung Heinrichs zum König der Langobarden
missbilligt, die seiner späteren Kaiserkrönung im Jahr 1014 voraus ging. Die
Kinder auf dem Heinrichsfest in Bamberg ließ man deshalb Heinrichs-Kronen
basteln. Mehr zum Gründer des Bamberger Bistums und zu seiner
Geschichte lesen
Sie in "Der Theologe Nr. 29" - 1000 Jahre
Bistum Bamberg und St. Stephan - kein Grund zum Feiern.
Zum Vergleich: Auch die Protestanten in Bayern feiern ihren "Kriegsherren". Anlässlich des 50. Todestages von Landesbischof Hans Meiser
hatte man das Jahr 2006 zum "Meiserjahr" erklärt. Der
Landesbischof bejubelte z. B. den Überfall Nazi-Deutschlands auf Belgien,
die Niederlande und Frankreich und die Besetzung dieser Länder im Jahr 1940
als einen Sieg, "wie er ähnlich in der Geschichte der Völker nicht gefunden
wird." Doch bei der Ehre für Bischof Meiser regt sich allmählich Widerstand.
So geht es seit 2006 in der öffentlichen Diskussion auch um die Umbenennung von
Meiserstraßen. Ausführlich in Der Theologe Nr.
11. Siehe dazu auch unsere Meldung unten.
Unsere Bitte: Die Kirchen können ihre Antisemiten,
Inquisitoren, Kriegsherren und Menschenschlächter gerne feiern oder
"bedenken" wie sie wollen, solange sie nicht gegen geltende Gesetze
verstoßen (solches wird in begrenztem Umfang ja z. B. auch bei Neonazis
nicht geahndet). Und das werden die Kirchen auch im 21. Jahrhundert weiter
tun, denn sie haben sich in ihrem Wesen nicht geändert, sondern nur dem
demokratischen Zeitgeist angepasst (vgl. z. B. Der Theologe Nr.
12). Aber sie sollen dies tun als römisch-katholische oder z. B.
evangelisch-lutherische Kirche. Mit Jesus, dem Christus, hat das
alles jedoch nicht das Geringste zu tun, denn er lehrte und verkörperte das
Gegenteil von dem, was die Kirche aufs Ganze gesehen lehrt und tut.
Deshalb sollten die Kirchen endlich so ehrlich sein und sich nicht mehr
"christlich" nennen. Siehe dazu auch
Der Theologe Nr. 25.
7.7. / 8.7.2007 -
Im Namen der
Kirche: Katholischer Priester wegen Beteiligung an sieben Morden, 31
Folterungen und 42 Entführungen angeklagt - Am 5.7.2007 begann in
La Plata in Argentinien der Prozess gegen den deutschstämmigen
römisch-katholischen Priester Christian von Wernich (69). Der Seelsorger war
Polizeipfarrer und galt als einer der engsten Vertrauten von Ramón Camps, dem
Sicherheitschef von Buenos Aires in der Zeit der Militärdiktatur (1976-1983),
während der mehrere Tausend Bürger spurlos und für immer verschwanden. Die Verbrechen des Würdenträgers von Wernich sind kein
Einzelfall. Römisch-katholische Bischöfe haben Politiker und Militärs z. B.
beraten, wie sie Andersdenkende möglichst unauffällig hinrichten können
(mit Drogen voll pumpen und aus dem Flugzeug werfen), und sie haben
verantwortlichen
Politikern und Militärs die Vergebung ihrer Sünden und den späteren Eintritt
in den "Himmel" zugesprochen (mehr dazu siehe
hier).
Nach
römisch-katholischer Lehre behält Hochwürden (wörtlich: H.H. = "Hochwürdiger
Herr") Christian von Wernich auch
beim Nachweis seiner Beteiligungen an den Morden und Folterungen das Recht,
stellvertretend für "Gott" den Menschen die Vergebung zusprechen zu können,
selbst wenn die eigenen Sünden des Würdenträgers als "Todsünden" beurteilt werden (mehr dazu
hier; und wer hier nicht zustimmt, muss
nach katholischer Lehre in die ewige Hölle). Doch möglicherweise
werden die Untaten von der Kirche ja auch gerechtfertigt, denn der Priester
hatte sie ja als Seelsorger im Dienst des Staates ausgeübt.
Der Historiker Karlheinz
Deschner schrieb im Jahr 1986: "Nach intensiver Beschäftigung mit der
Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit,
einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der
Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen
belastet ist wie die christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische
Kirche" (in: Die beleidigte Kirche, Freiburg 1986, S. 42 f.).
6.7.2007 -
Meiserstraße in
München - Einzelne Kirchenvertreter immer unverfrorener - Mit aller Macht
möchte die evangelische Kirche die nach dem antisemitischen und
"kriegstreiberischen" Landesbischof Hans Meiser benannte Meiserstraße in
München erhalten. Neben der Kirchenleitung unter Führung von Landesbischof
Johannes Friedrich meldet sich jetzt auch die Kirchliche Sammlung für
Bibel und Bekenntnis (KSSB) in Bayern zu Wort. Mit einer Umbenennung "würde den
Nationalsozialisten noch nachträglich ein Triumph gewährt", behaupten die
Kirchenvertreter (idea, 5.7.2007).
Der Hintergrund: Im Spätsommer
1934 legte sich Landesbischof Meiser kurzfristig mit den Nazis an, weil er
der beabsichtigten Eingliederung der Landeskirche in die Reichskirche
widersprach. Darauf hin hieß es einmal in der lokalen Fränkischen
Tageszeitung:
"Fort mit Landesbischof D. Meiser!" Doch Julius Streicher, der
Herausgeber des antisemitischen Kampfblattes Der Stürmer, war letztlich sehr "gerührt" vom "Widerstand" des Bischofs, und Adolf Hitler hat
in dem Konflikt schließlich nachgegeben. Hitler rehabilitierte Meiser nach
einem persönlichen Gespräch mit ihm, und
er erfüllte den Wunsch des Bischofs - der sonst nahezu in jeder Hinsicht mit den
Nationalsozialisten kooperierte -, dass die Landeskirche selbstständig bleiben
könne und nicht in eine Reichskirche eingegliedert werde.
Heute nun werfen Kirchenvertreter aufrechten Demokraten vor, im Sinne
der Nationalsozialisten zu handeln, wenn sie Landesbischof Meiser nicht mehr
als Paten für eine öffentliche Straße möchten, in der auch Leute wohnen, die
mit den kirchlichen Untaten nichts zu tun haben wollen.
Doch was hat Landesbischof Meiser
genau getan? Und wieso kann er für aufrichtige Gottsucher kein Vorbild sein? Mehr dazu lesen Sie in Der Theologe Nr. 11. Dort
finden Sie im Anhang auch weitere Meldungen zum Thema
Meiserstraße. Die letzte
Meldung zu diesem Thema: Unser Vorschlag, dass die Kirche der
Umbenennung der Meiserstraße zustimmt und als Ausgleich eines ihrer eigenen
Kirchengebäude Hans-Meiser-Kirche benennt.
Einer der führenden Köpfe der Kirchlichen Sammlung für Bibel und
Bekenntnis (KSSB) ist übrigens bis heute der Theologieprofessor Dr. Walter Künneth (1901-1997),
ähnlich wie sein Bischof Hans Meiser ein Antisemit und Kriegsverherrlicher.
Dr. Künneth
wusste sich "in der Ausschaltung des jüdischen Einflusses im
Volksleben" "einig" mit Adolf Hitler, und er forderte
in einem offiziellen kirchlichen Gutachten aus dem Jahr 1933
"die Ausschaltung der Juden als Fremdkörper im Volksleben".
Dies solle jedoch in einer Weise geschehen,
die "dem christlichen Ethos" nicht widerspreche - ein Widerspruch
in sich selbst, denn eine solche Forderung ist eine Verhöhnung des Jesus von
Nazareth und von vorneherein antichristlich.
Ende 1933 berichtete Künneth offenbar mit einem gewissen Stolz von einer
Arbeitsverbindung der Apologetischen Centrale der Kirche mit der
Gestapo, wo es auch um die "Ausschaltung" anderer
religiöser Minderheiten ging (wie der Zeugen Jehovas, die dann zu Hunderten
hingerichtet wurden).
Und 1934 schrieb
der Theologe Walter Künneth weiter: "Die Kirche weiß, dass der Staat das Schwertamt zu führen hat.
Dieses Amt bedeutet Härte und Strenge. Die Kirche kann und will dem Staat in der
Ausübung dieses Amtes nicht in den Arm fallen".
Wegen eines weltanschaulichen
und kirchenpolitischen Konflikts mit dem auch in der NSDAP umstrittenen
Alfred Rosenberg im Jahr 1937 wurde Künneth nach 1945 irrtümlich dem
"Widerstand" gegen das Dritte Reich zugeordnet. Und seit dem Jahr 2004
verleiht die
KSSB
einen Walter-Künneth-Preis. Doch selbst der Katholik Adolf Hitler
widersprach den germanisch-heidnischen Religionstheorien Rosenbergs und
erklärte sie zu dessen Privatmeinung.
(Mehr zu den hier nur stichpunktartig angesprochenen Themenkreisen sowie die Quellenangabe zu den Zitaten
des Kirchenmannes Künneth siehe in: Der Theologe Nr. 4).
Die Kirchliche Sammlung für Bibel und Bekenntnis, die
ihren eigenen "Walter-Künneth-Preis" also auch nach einem bekannten Antisemiten und Kriegsverherrlicher
benannt hat, spottet zudem über die Demokraten,
welche die Meiserstraße umbenennen wollen, wie folgt: "Wenn wir alle
historisch problematischen Vorgänge und Personen aus dem Gedächtnis der
Öffentlichkeit streichen, Geschichte exorzieren, werden wir nur noch
Gänseblümchen-Wege, Edelweiß-Straßen und Distel-Plätze haben können"
(idea, 5.7.2007). Diese Sorge ist
jedoch unbegründet. Denn es brauchen ja nur bestimmte Straßen nach Opfern
der Kirche benannt werden anstatt nach Tätern im Pfarrertalar bzw. nach Mitläufern
oder schweigenden Amtsträgern,
wie dies bisher sehr oft üblich war. Alleine der evangelisch-lutherische
Landesbischof Meiser hat sehr viele Menschenleben mit auf dem Gewissen. Mit
den Namen der Opfer könnte man Straßen eines ganzen Stadtteils in München benennen
und darüber hinaus.
Der Theologe aktuell:
Hier die Meldungen von 2005 - 1. Teil / 2005 - 2. Teil / 2006
- 1. Teil / 2006 - 2. Teil
2007 - 1. Teil /
2007 - 2. Teil / 2008 - 1. Teil /
2008 - 2. Teil
2009 - 1. Teil /
2009 - 2. Teil / 2010 - 1. Teil / 2010 - 2. Teil