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Klarstellung:
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22.06. -
Diktator
und Mordbrenner Mugabe fühlt sich
nur katholischem "Gott" gegenüber verantwortlich
18.06. -
"Vom
Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt":
Schlachter ersticht Freundin,
Jäger
erschießt Nachbarn
14.06. - Wird US-Präsident
George W. Bush römisch-katholisch?
14.06. -
Priester
suspendiert - Ministrantinnen sexuell belästigt?
4.06. -
Die Welt vor einem neuen großen Krieg?
Fordert Israels Regierung von den
USA Angriff auf den Iran?
Oder greift Israel selbst an? In Europa genießt man
derweil die
Fußball-Europameisterschaft.
4.06. -
Beispielloses
Wettrüsten der USA und anderer Länder. Die Zeituhr tickt
26.05. - Er hatte sie gebeten, sich nicht
umzudrehen: Lutherischer Landeskirchenmusikdirektor ersticht
seine Frau
19.05. -
Katholikentag:
Menschen wollten "hinaus ins Weite"
12.05. -
Kommt der 3. Weltkrieg? Israelischer
Historiker fordert Zerstörung des Iran
28.04. -
"Inzest-Drama"
in katholischer Familie:
Verhinderte kirchliche
"Anti-Sekten-Stimmung" frühere Aufklärung?
28.04. -
Ist eine
millionenschwere Kirchenorgel "Volkswohlfahrt" unter besonderer
Berücksichtigung
des
Sozialen?
24.04. -
Entenjägerin Hillary
Clinton droht Iran mit "kompletter Auslöschung"
24.04. -
Priester
küsste Ministranten und fasste ihm dabei zwischen die Beine
17./20.04 -
USA: Ca. 13.000 Kinder
wurden Opfer
von pädophilen
Priestern -
Russisches
Roulette mit der Seele der Kinder
15./20.04. - Papstbesuch in USA: Drohte Präsident George W. Bush Iran mit
Krieg?
Hintergründe
14.04. -
Straßennamen in München: Nach dem Antisemiten Hans Meiser die Antisemitin
Katharina von Bora
10.04. -
Turbulenzen um vergoldete Stele in
Haßfurt - Jesus wollte keine goldverbrämten Kirchen
9.04. -
Vatikanischer
Totenkult - Leiche von Johannes Paul II. soll mit Wachsmaske in Glassarg
7.04. -
Mann bekam Herz
eines Selbstmörders transplantiert - jetzt brachte auch er sich um
25.03. -
Friedlicher kleiner Bulle auf Suche nach
geschlachteter Mutter von Jägern abgeschossen
23.03. -
Provozierende Medien-Inszenierung in der Osternacht: Papst tauft prominenten
Muslim
21.03. -
Karfreitag: Kirche lässt indirekt beten, dass Juden Katholiken werden
20.03. - 5-jähriger Jahrestag: Gründe für den Irak-Krieg
gelogen
9.03. - NS-Debatte: Warum so viele Deutsche zu Mördern wurden
28.02. - Stellvertretender Dekan verspielt Spendengelder im Casino
27.02. - Besseres
Grundwissen - Hilfe für Priesteramtskandidaten
27.02. -
Meiserstraße in München heißt in Zukunft Katharina-von-Bora-Straße
26.02. -
Ablenkungsmanöver evangelischer Politiker - DDR- oder Kirchen-Hintergrund
bei Säuglingstötungen?
13.01. -
Gewalt und Massenmord mit
evangelisch-lutherischer Rechtfertigungslehre entschuldigt
12.01. -
Landesbischof Friedrich gegen Begrenzung von Managergehältern
9.01. -
Ruanda: Der
Verrat der Kirche an der Friedfertigkeit des Jesus von Nazareth
22.6. / 11.12.2008 -
Römisch-katholischer
Mordbrenner fühlt sich nur dem katholischen "Gott" gegenüber verantwortlich - "Allein Gott, der
mich berufen hat, wird mich ablösen", erklärte der römisch-katholische
Diktator von Zimbabwe, Robert Mugabe, nach seiner Niederlage im ersten
Wahlgang der Präsidentschaftswahlen
(http://nachrichten.compuserve.de/Politik/Robert-Mugabe-8211-Herrscher-Gottes-Gnaden-Welt_Politik_2129075-0.html).
Darauf hin ermordeten seine Schlägertrupps mindestens 86 Anhänger der
siegreichen Opposition, Tausende wurden teils schwer verletzt
(Netzeitung, 26.6.2008), viele flüchteten in ausländische Botschaften
und harren dort aus. Der streng katholisch erzogene Jesuitenschüler
Robert Mugabe, der auch vor der Wahl bereits eine Schreckensherrschaft mit
Massakern, Mord,
Totschlag, Einschüchterung und Wahlbetrug ausübte, kam einst mithilfe der Kirche an die Macht und ist bis
heute ein glühender Verehrer des Papstes und auch von Adolf Hitler (der bis
an sein Lebensende Katholik war und immer pünktlich seinen Kirchenbeitrag
bezahlte). Zwar haben sich die Bischöfe des
Landes mittlerweile von Mugabe distanziert und wünschen das Ende seiner
grausamen Diktatur. Doch der Oppositionspolitiker und ehemalige
Gewerkschaftsführer Morgan Tsvangirai, der nach der ersten Wahlrunde in
Führung lag, trat von der Stichwahl zurück, nachdem die Truppen Präsident
Mugabes begannen, die Mitarbeiter und
Anhänger der Opposition reihenweise zu ermorden und zusammen zu schlagen. Er könne von seinen Wählern
nicht erwarten, "dass sie ihr Leben aufs Spiel setzen" (Focus online,
22.6.2008). Doch warum wird Robert Mugabe von seiner Kirche wegen der von
ihm befohlenen bzw. verantworteten
Gräuel nicht exkommuniziert? Die Antwort ist einfach: Weil diese kein
Ausschlussgrund aus der Kirche sind.
In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass die Kirche unsäglich
mit Verbrechen belastet ist. So schreibt z. B. der Historiker Karlheinz Deschner:
"Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich
in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20.
Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so
fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die
christliche Kirche [PS: das Wort "christlich" ist ein
Etikettenschwindel bzw. Betrug], ganz besonders die römisch-katholische
Kirche" (in: Die beleidigte Kirche, Freiburg 1986, S. 42 f.).
Aktualisierung:
Zwischenzeitlich (15.9.2008) sah es danach aus, dass sich Robert Mugabe mit
der Opposition einigen könnte, die Ministerposten untereinander aufzuteilen.
Doch die Gespräche scheiterten. Inzwischen hat die Hungersnot die größten
Teile der Bevölkerung erfasst, hinzu kommt die Cholera. Die Menschen in der
einstigen Kornkammer Afrikas sterben
(http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,595648,00.html).
Am 1.5.2011 reiste Diktator Robert
Mugabe als willkommener Gast zur Seligsprechung von Papst Johannes Paul II.
in den Vatikan. Die italienische Regierung musste ihn zähneknirschend über
Rom einreisen lassen, denn der Vatikan ist ein eigener Staat, der weltweit
Privilegien genießt. In der sonstigen EU hat Mugabe Einreiseverbot, aber der
Vatikan steht über den EU-Staaten und kann machen, was er will. Sein Führer,
der Papst, lässt sich von den anderen Staatsoberhäuptern den Ring oder die
Schuhe küssen. So wurden z. B. nach dem 2. Weltkrieg zahllose deutsche
Kriegsverbrecher dank der Hilfe des Vatikan nach Lateinamerika geschleust,
in der Geschichte "Rattenlinie" genannt.
18.6.2008 -
"Vom
Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt" (Leo Tolstoi) - Schlachter
ersticht Freundin und deren Mutter / Jäger erschießt Nachbarn -
Einmal mehr bewahrheitete sich in Vechta in Niedersachsen die Wahrheit des
Satzes des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi: "Vom Tiermord zum
Menschenmord ist nur ein Schritt". Jeden Werktag schnitt ein Mann im
Schlachthof unschuldigen Tieren die Gurgel durch. Am 17.6.2008 stach er dann
mit dem Messer auf Hals und Kopf seiner Freundin ein und auf deren Mutter
und deren Lebensgefährten. Der Mann überlebte schwer verletzt. Die beiden
Frauen verbluteten
(http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,560176,00.html).
Erst vor einigen Tagen richtete in Gründau im Main-Kinzig-Kreis in
Unterfranken ein 37-jähriger Jäger seinen Jagd-Revolver im Streit auf seinen
Nachbarn. Der Nachbar wurde mit den gleichen Kugeln erschossen wie zuvor die
unschuldigen Tiere in Wald und Flur
(http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=15662&key=standard_document_34460252).
PS: Auch der Nachbar war Jäger.
Lesen Sie dazu auch: "Der Theologe Nr. 7" -
Jesus und die ersten Urchristen waren Vegetarier
14.6.2008 -
Wird US-Präsident George W. Bush
römisch-katholisch? - Es wäre in gewisser Weise folgerichtig.
Nach dem Übertritt des Irak-Kriegsherren und ehemaligen britischen
Premierministers Tony Blair von der Anglikanischen in die
Römisch-Katholische Kirche könnte in absehbarer Zeit auch der Übertritt von
George W. Bush von den evangelischen Methodisten zur katholischen Kirche erfolgen. Das zumindest erwägt der evangelische
Nachrichtendienst idea. Siehe dazu
http://www.idea.de/index.php?id=181&tx_ttnews[tt_news]=65647&cHash=8c2379308e
Siehe dazu auch unsere Meldung über den
Papstbesuch in den USA im Mai 2008 und über weitere Hintergründe zu den
Beziehungen Vatikan-USA.
14.6.2008 -
Priester
suspendiert - Ministrantinnen sexuell belästigt?
Lesen Sie dazu
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Pfarrer-suspendiert-Ministrantinnen-belaestigt-_arid,1239985_regid,2_puid,2_pageid,4289.html
Lesen Sie dazu auch:
Ministranten sollten
mindestens 18 Jahre alt sein
4.6. / 18.6.2008 -
Die Welt vor einem
neuen großen Krieg? Fordert Regierung Israels
von USA Krieg gegen den Iran? Oder greift Israel selbst an? In Europa
genießt man derweil die Fußball-Europameisterschaft - Lt. Bild fordert Israels
Premierminister Ehud Olmert die USA zum "Handeln" auf. Das Blatt schreibt:
"Wie die israelische Zeitung ´Jediot Achronot` unter Berufung auf Vertraute
Olmerts meldet, gebe es seiner Meinung nach im Moment eine ´dringende
Notwendigkeit zur Aktion`. Sanktionen könnten nur ein erster Schritt sein,
jetzt sei es an der Zeit ´für drastischere und robustere Maßnahmen`"
(4.6.2008). Noch deutlicher wurde Olmerts Stellvertreter, Vizepremier
Schaul Mofas: "Ein Angriff wird unvermeidlich sein, um Iran an seinen
Atomplänen zu hindern"
(http://www.welt.de/welt_print/article2076231/Olmerts_Vize_Angriff_auf_Iran_unausweichlich.html).
Und die österreichische Zeitung Der Standard schreibt: "Die
israelische Luftwaffe hofft nach einem Bericht der ´Jerusalem Post?`, dass
die USA gegenüber Israel das Verkaufsverbot für den hochmodernen
US-Tarnkappenbomber F-22 ´Raptor` aufheben. Dieser wäre für einen Einsatz
gegen den Iran ideal, zitierte das Blatt in seiner Internetausgabe Kreise
der Luftwaffe" (7.6.2008).
Unterdessen steht das erste Atomkraftwerk Irans kurz vor der Inbetriebnahme.
Im Sommer soll es losgehen (http://www.focus.de/panorama/diverses/iran-bau-des-atomkraftwerks-fast-abgeschlossen_aid_307195.html)
- ein "ideales" Angriffsziel mit einem ähnlichen Effekt, wie wenn man
eine Atombombe einsetzen würde (siehe
hier).
Während die Bürger Europas noch die
Fußball-Europameisterschaft genießen, läuft damit möglicherweise auch die Sanduhr für das Ende der
bisherigen Zivilisation schneller. Vielleicht gibt es aber noch besonnene
Leute, die wenigstens hier und da kurzfristig das Allerschlimmste
verhindern.
Siehe dazu auch unsere Meldungen vom
12.5. und vom
24.4.
PS:
Nach Senatorin und Entenjägerin Hillary Clinton, die mit dem Gedanken der
kompletten Auslöschung des Iran spielte
(siehe
hier),
äußerte sich auch Präsidentschaftskandidat Barack Obama, beides religiös
"wiedergeborene" Kirchenchristen, martialisch: "Die
Gefahr aus dem Iran ist realistisch, und mein Ziel wird es sein, diese
Gefahr zu eliminieren" (Bild, 4.6.2008)
- was immer das heißen mag. Möglicherweise wird dies aber schon der
amtierende US-Präsident George W. Bush, ein "wiedergeborener" evangelischer
Methodist, versuchen. Bush wurde von einer jenseitigen
aggressiven Seele, die sich "Gott" nennt, offenbar bereits aufgefordert, die Kriege in Afghanistan und Irak zu beginnen.
Und vielleicht hat sich dieser "Gott" wieder gemeldet,
eventuell angesichts des kürzlichen Papstbesuches
(mehr dazu
siehe hier).
Ein starkes Indiz dafür könnte
sein, dass der Papst vor einigen Tagen den Wunsch des iranischen
Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad nach einer Audienz und damit eine
mögliche Vermittlerrolle abgelehnt hat. Umgekehrt wurde der US-Präsident mit
großer Vertrautheit und Herzlichkeit zu einem Treffen mit dem Papst in den
Gärten des Vatikan empfangen. Benedikt XVI. empfing George W. Bush "mit
außergewöhnlichen Ehren, die nur wenigen Gästen zuteil werden"
(Die Welt, 13.6.2008).
4.6.2008 -
Beispiellose
Aufrüstung der USA: 5 % der Weltbevölkerung und 68 % der
Weltrüstungsausgaben / Auch andere Länder rüsten auf - Den
überwiegend kirchenchristlichen Politikern in den USA wird ihre
beispiellose Hochrüstung früher oder später zum Verhängnis werden. Denn was
der Mensch sät, das wird er einst ernten. 68 % der Weltrüstungsausgaben
entfallen auf die USA, einschließlich der Kosten für die Kriege im Irak und
Afghanistan. Doch auch die anderen Ländern rüsten beispiellos hoch - von
2002 bis 2006 ist weltweit eine Steigerung von 30 % erzielt worden. Erstmals
wurde die Billionen-Grenze pro Jahr überschritten
(http://www.focus.de/panorama/diverses/friedensgutachten-2008-friedensforscher-kritisieren-us-ruestungspolitik-massiv_aid_306021.html)
(vgl. auch unsere Meldung hier).
Mit 30 Milliarden Dollar könnte man das Welthungerproblem lösen. Doch die
Mächtigen dieser Welt rücken diese verhältnismäßig kleine Summe nicht
heraus. Stattdessen verwenden sie ungeniert 1.200 Milliarden = 1,2 Billionen, also das
40-fache, für immer teurere und bessere Waffen
(http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,557545,00.html).
Dieser
Wahnsinn lässt sich auf Dauer nicht fortsetzen. Und wer daran beteiligt ist,
sollte sich zumindest klar von Jesus von Nazareth distanzieren. Denn Jesus
von Nazareth sagte einst z. B.: "Was ihr den Geringsten meiner Brüder und
Schwestern nicht getan habt, das habt ihr mir nicht getan." Die Zeituhr
tickt.
Siehe dazu auch das Friedensgutachten der deutschen
Friedensforschungsinstitute:
http://web49.server4.host-4-you.de/
26.5.2008 / 20.1.2009 - Er hat sie gebeten, sich nicht
umzudrehen, und sie glaubte an eine Überraschung: Lutherischer Landeskirchenmusikdirektor
ersticht seine Frau - Hans Martin Rauch (63) bekleidete das
"höchste Musikfunktionärs- und das profilierteste künstlerische Amt, das die
bayerischen Protestanten zu vergeben haben" (Sonntagsblatt Nr. 51 vom
19.12.2004). Am 24.5.2008 hat er jetzt seine
Ehefrau Barbara Rauch (59) in der gemeinsamen Wohnung in Gmund-St. Quirin am
Tegernsee erstochen. Mehr dazu siehe
hier.
21.5. - 25.5.2008 -
Katholikentag: Menschen
wollten "hinaus ins Weite" -
Siehe dazu unsere Seite
www.theologe.de/katholikentag.htm
12.5. /
21.5.2008
- Das Ende der bisherigen Zivilisation erscheint nahe - Israelischer Historiker
fordert Atombombenabwurf und die Zerstörung des Iran / Der Holocaust im
Dritten Reich als Hintergrund
-
Was in dieser Welt täglich näher rückt,
sind Zerstörungen von unsagbarem Ausmaß. Einen weiteren Vorgeschmack darauf
gibt das Interview des
israelischen Historikers Benny Morris von der Ben-Gurion-Universität
Beersheva mit der Internet-Ausgabe der österreichischen
Zeitung Der Standard am 9.5.2008. Darin sagt Morris unter anderem: "Die
letzte Chance ist der Einsatz einer israelischen Atombombe, um das iranische
Atom-Programm zu stoppen. Das ist die Richtung, in die die Welt den
Nahen-Osten und Israel drängt ... Es reduziert sich also auf die Frage, ob
Israel zerstört wird oder der Iran zerstört wird. Und ich hoffe, die
Israelis verstehen, dass es besser ist, den Iran zu zerstören, als selbst
zerstört zu werden" (http://derstandard.at/?url=/?id=3325698).
Man kann nur hoffen, dass dies nie geschieht, und Menschen, die so denken,
in Israel und anderswo nie zu politischer Macht kommen. Dr. Morris
verteidigt auch die einstige Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat,
"um die Existenz Israels zu garantieren", so Der Standard über die
Position des Historikers.
Siehe dazu auch unsere Nachricht:
Iran mit kompletter Auslöschung gedroht
- Entenjägerin Hillary Clinton übt sich in apokalyptischen
Vernichtungs-Visionen.
Während Hillary Clinton allerdings "nur" darüber nachdenkt, den Iran
"auszulöschen", falls dieser Israel angreift, geht Prof. Dr. Benni Morris
einen Schritt weiter. Er erwägt, den Iran durch eine Atombombe
"sicherheitshalber" "auszulöschen", damit er Israel gar nicht angreifen
könne. Nicht auszudenken, was daraus für Kettenreaktionen folgen. Und immer
mehr Menschen fragen sich: Kommt der 3. Weltkrieg?
Eine Woche später hat der Militärgeheimdienst-Chef Israels, Amos
Yadlin, den Iran als ein "Weltproblem" bezeichnet (Haaretz,
16.5.2008, zit. nach
http://www.juedische.at).
Über mögliche militärische Angriffs- oder Verteidigungspläne sprach er
nicht. Er sagte jedoch: "Wir sind die Enkel einer Generation,
die nicht zugehört hat. Einer Generation, die die Aussagen, die Juden
müssten vernichtet werden, nicht ernst genommen hat. Wir räsonieren über das
Ausmaß der Rationalität des iranischen Regimes." Was immer das heißen mag.
Zu bedenken ist hierbei auch die Erklärung Adolf Hitlers an Bischof
Hermann Wilhelm Berning in Osnabrück vom 26.4.1933, wonach "er
gegen die Juden nichts anderes tue als das, was die Kirche in 1.500 Jahren gegen sie getan
habe"
(zit.
nach Friedrich Heer, Gottes erste Liebe, Berlin 1981, S. 406, siehe auch
hier). Wer trägt also eine
Hauptverantwortung für die explosive apokalyptische Weltsituation? Und wer
lehrt bis heute, dass Gott einst den Völkermord angeordnet habe (siehe
dazu Der Theologe Nr. 26)?
Bedenklich auch, dass brutale Antisemiten wie Martin Luther (siehe dazu
"Der Theologe Nr. 28" - Martin Luther und
die Juden) in Deutschland bis heute geehrt und gefeiert werden.
Mit dem großen Menschheitslehrer Jesus von Nazareth hat das alles nichts zu
tun. Er lehrte in der Goldenen Regel sinngemäß: "Was du nicht willst, dass
man dir tu, das füg auch keinem andern zu" oder: "Was du willst, dass dir
die Leute tun, das tu du ihnen auch."
Siehe dazu auch unsere Nachricht vom 4.6.2008.
Aktualisierung: [13.11.2008]: Der Historiker Benny Morris legt
nach. Seine grausame Logik siehe unter:
http://www.welt.de/politik/article2230158/Stehen_Israel_und_Iran_kurz_vor_einem_Atomkrieg.html
28.4. / 5.5. / 30.10.2008 -
"Inzest-Drama" in katholischer Familie in Österreich - Verhinderte kirchliche "Anti-Sekten-Stimmung"
frühere Aufklärung? -
Der Elektro-Ingenieur Josef Fritzl aus
Amstetten in Niederösterreich (73), der seine Tochter 24 Jahre lang in einem
Kellerverlies ohne Sonnenlicht gefangen hielt und mit ihr sieben Kinder
zeugte, ist nach Angaben der Berliner Morgenpost Mitglied der römisch-katholischen Kirchengemeinde Amstetten-St.-Stephan und zahlt seinen Kirchenbeitrag an die katholische
Kirche in Österreich. "Wir haben hier eine funktionierende Gemeinde", sagt
Diakon Engelbert Lagler betroffen (Berliner Morgenpost, 29.4.2008).
Die Fritzl-Kinder wurden lt. Bild in der benachbarten katholischen
Kirchengemeinde Amstetten-St.-Marien in das kirchliche Leben eingeführt. "Die
drei Kinder, die die Familie adoptiert hat, wurden bei uns getauft und
bekamen in unserer Kirche die Erste Heilige Kommunion", so Pfarrer Franz
Halbartschlager (Bild, 5.5.2008).
Josef Fritzl hatte seine Tochter Elisabeth nach deren Aussagen mit 11 Jahren das erste
Mal sexuell missbraucht, was dieser jedoch bestreitet. Seit ihrem 18. Lebensjahr sperrte er sie dann
auf jeden Fall 24
Jahre lang in sein dunkles Kellerverlies ein und missbrauchte sie dort
ständig - vor den Augen der Kinder.
Drei davon (19, 18 und 5 Jahre) sahen niemals Sonnenlicht. Eines starb. Und
über die drei anderen log er: Elisabeth habe sich mit 18 Jahren einer
"Sekte" angeschlossen, habe die drei Babies jeweils nachts vor
seine Türe
gelegt und sei ohne Kontaktaufnahme wieder in der "Sekte"
abgetaucht. Josef und seine Frau Rosemarie Fritzl haben diese drei Kinder
dann adoptiert. Fritzl hatte seine Tochter einst gezwungen, einen Brief zu
schreiben, in dem die damals 18-Jährige gebeten haben soll,
nicht nach ihr zu suchen," so ein Pressebericht (http://diepresse.com).
Und: "Mit dieser Darstellung soll er auch die Behörde getäuscht haben, die
ihm die [drei] Kinder anvertrauten. Der Verdächtige soll die Tochter [zudem]
gezwungen haben, [weitere] handschriftliche Briefe zu verfassen, um seine Behauptungen
zu untermauern" (Main-Post, 30.4.2008).
In der von
Kirchenvertretern über Jahrzehnte geschürten Anti-Sekten-Stimmung wird diese
erfundene Geschichte von den Behördenvertretern, in der Kirchengemeinde und
bei den Nachbarn bereitwillig geglaubt, denn sie passt genau in das von der
modernen "Inquisition" der Kirche gezeichnete "Sektenschema".
So fragt niemand nach. Fritzl "habe diese Geschichte mit einer
derartigen Sicherheit erzählt, dass niemand Verdacht geschöpft habe. ´Er war
so überzeugend, wie er gelitten hat und wie seine Familie [deswegen]
gelitten hat`", so der Bekannte Anton G. (Focus online, 3.5.2008).
Doch der Horror
passierte eben einmal mehr nicht bei einer von den Kirchen als "Sekte"
verteufelten kleinen Glaubensgemeinschaft, sondern wieder
einmal in den eigenen Reihen.
Jetzt flog alles auf, nachdem
Josef Fritzl
seine - mit seiner mittlerweile 42-jährigen Tochter Elisabeth gezeugte
- 19jährige Tochter Kerstin ins Spital ließ, nachdem diese todkrank wurde.
Zunächst versuchte der Katholik Fritzl die alte Masche: Seine Tochter
Elisabeth habe
ihre bei der "Sekte" todkrank gewordene erwachsene Tochter vor der Tür abgelegt,
damit Fritzl ihr helfe. Der katholische Pfarrer gab ihr bereits die "letzte
Ölung" (Bild, 5.5.2008), doch mittlerweile geht es ihr besser. Als zur Ermittlung des Krankheitsverlaufs
polizeilich nach der Mutter gesucht wurde und diese nach Fritzls Plan dafür kurzzeitig die
"Sekte" verlassen soll, fliegt alles auf. Denn Elisabeth Fritzl packt aus, als man ihr
versichert hat, niemals mehr Kontakt zu ihrem Vater haben zu müssen.
Warum spielt es eine Rolle, dass Josef Fritzl römisch-katholisch ist?
Der Grund ist einfach: Welche Pogrom-Stimmung würden nämlich die kirchlichen
"Sektenbeauftragten" jetzt in den
Massenmedien anstimmen, wenn auch nur ein Bruchteil dessen, was in ihren Reihen passierte,
bei einer kleineren Gemeinschaft geschehen
wäre? Ganz Europa wäre gegen diese "Sekte" und alle anderen kleinen
Gemeinschaften aufgehetzt worden. Denn die Journalisten hätten die
Kirchenvertreter vermutlich auch gefragt, ob so etwas auch bei anderen kleinen
Gemeinschaften möglich sei, und die modernen Inquisitoren hätten wohl wieder
gesagt "Ja" - so wie sie schon früher solche Anlässe geschickt genutzt
hatten, um alle ihnen missliebige Andersgläubige über einen Kamm zu scheren und
niederzumachen. Doch einmal mehr ist der Täter römisch-katholisch. Aus
diesem Grund verschweigen die meisten Berichte das Glaubensbekenntnis
von Josef Fritzl. Würde er einer religiösen Minderheit angehören, wäre dies
völlig anders. Fritzl selbst bat aufgrund seiner Erziehung um
Verständnis für seine Taten. Er wäre alleine von seiner Mutter groß gezogen
worden, und er sagt über sie:
"Meine Mama ist Magd gewesen, musste viel arbeiten, ich habe
von ihr nie ein Bussi bekommen und nie eine Umarmung, obwohl ich mich so
bemühte, dass sie gut zu mir ist. Das einzige, was sie mit mir tat, war, in
die Kirche zu gehen" (Bild, 30.10.2008).
PS:
Sollte Josef Fritzl seine Taten übrigens bei einem Priester beichten und
dafür die kirchliche "Absolution" erhalten, kommt er nach
römisch-katholischer Lehre später trotzdem in den "Himmel". Und sollte seine
Tochter Elisabeth z. B. aufgrund ihrer Erfahrungen den Glauben an den "Gott" der katholischen Kirche
verloren haben, müsste sie dafür später nach römisch-katholischer Lehre in die
ewige Hölle.
Lesen Sie dazu auch: "Der Theologe Nr.
18" - Der Glaube der Kirche
"Der Theologe Nr. 12" - Der
Sektenbeauftragte - der neue Inquisitor
28.4.2008 / 4.4.2009 -
Ist
eine millionenschwere Kirchenorgel "Volkswohlfahrt" unter besonderer
Berücksichtigung des Sozialen?
Am 27.4.2008 wurde in der evangelisch-lutherischen
Kirchengemeinde Bamberg-St.Stephan die neue Orgel
eingeweiht, die nach Information des Evangelischen Sonntagsblattes
ca. eine Million Euro gekostet hatte, wovon die staatliche
Oberfrankenstiftung 500.000,00 € bezahlte. Hier soll nichts Negatives
über die Kunst der Orgelmusik im allgemeinen gesagt werden, die sicher eine
Berechtigung hat. Doch hat Jesus, der Christus gesagt: "Kauft euch von euren Schätzen teuerste
Musikinstrumente und Kunstschätze, um mich damit zu ehren"? Es hat
stattdessen gesagt: "Was ihr nicht getan habt einem von diesen
Geringsten [mit euren Säcken voller Euros], das habt ihr mir auch nicht
getan" (Matthäus 25, 45). Das ist Christus. Das andere ist
Kirche.
Lesen Sie dazu auch: "Freie Christen Nr. 1" - Gott wohnt nicht in Kirchen
aus Stein
"Der Theologe Nr. 29" - 1000 Jahre Bistum
Bamberg und St. Stephan - kein Grund zum Feiern
PS:
In der Satzung der 1927 gegründeten
Oberfrankenstiftung
(www.oberfrankenstiftung.de)
wird der Stiftungszwecke in § 2 (1) wie
folgt formuliert: "Die Stiftung verfolgt gemeinnützige Zwecke auf dem
Gebiet der Volkswohlfahrt unter besonderer Berücksichtigung der
sozialen Verhältnisse der Bevölkerung" - wobei allgemein auch "Kunst
und Kultur" sowie "Denkmalschutz" gefördert werden können (§ 2 (2.1.)),
obwohl nicht verständlich ist, wie dies mit dem Stiftungszweck in
Einklang stehen soll. Schließlich bedeutet "Volkswohlfahrt" z. B.
"Volksgesundheit, Wohnungs- und Siedlungswesen, Jugendwohlfahrt und
Allgemeine Fürsorge" (siehe den Wikipedia-Eintrag über das "Preußische
Ministerium für Volkswohlfahrt").
Und wie im Einzelfall gar die Teilfinanzierung
einer millionenschweren Kirchenorgel als "Volkswohlfahrt unter
besonderer Berücksichtigung der sozialen Verhältnisse der Bevölkerung"
interpretiert werden kann, mag jeder selbst beurteilen. Vor allem, wenn
man bedenkt, dass die einfache Bevölkerung immer ärmer wird, währen die Kirchen in
Deutschland über ein Vermögen von ca. 500 Milliarden Euro verfügen
(siehe z. B. Der Spiegel Nr. 49/2001; oder; oder
http://www.das-weisse-pferd.com/02_01/abzocker.html).
24.4. / 24.5.2008 -
Iran mit kompletter
Auslöschung gedroht - Entenjägerin Hillary Clinton übt sich in
apokalyptischen Vernichtungs-Visionen
- "Mein Dad ... hat ... mir
beigebracht, auf Enten zu schießen, als ich ein kleines Mädchen war",
erzählt US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton (Handelsblatt,
14.4.2008). Bis heute bringt die Frau von Ex-US-Präsident Bill Clinton
als Hobby-Jägerin leidenschaftlich gerne Tiere um. Bei den Vorwahlen um die
Präsidentschaft drohte das überzeugte evangelisch-methodistische
Kirchenmitglied Hillary Clinton nun mit einer Apokalypse bisher nie
bekannten Ausmaßes, die unzähligen Menschen und Tieren den Tod bringen
würde. So wird sie bei Focus online zitiert: "Die Iraner sollen
wissen, dass ich, wenn ich Präsidentin bin, den Iran (im Falle eines
Angriffs auf Israel) angreifen werde ... Ein Angriff auf Israel würde einen
massiven Vergeltungsschlag der USA provozieren ..." Dei USA seien in der
Lage, die Iraner "komplett auszulöschen" (22.4.2008).
Seit Herbst 2005 wird dem iranischen Präsidenten Mahmud
Ahmadinedschad in diesem Zusammenhang nachgesagt, der Staat Israel müsse
seiner Überzeugung nach "ausgelöscht" werden, so die martialische
englische "Übersetzung" des persischen Originals einer Rede vom 26.10.2005. Tatsächlich bezog sich der
Iraner in dieser Rede auf die gegenwärtige
israelische Regierung, die er als "Besatzerregime" bezeichnet ("occupying
regime", New York, 30.10.2005). Und er sagte wörtlich: "Das
Besatzerregime muss Geschichte werden" (bzw. "muss von den Seiten der
Geschichte verschwinden") (zitiert nach Süddeutsche Zeitung, 26.3.2008,
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/858/165387/). Er verglich
es dabei mit dem früheren Schah-Regime in Persien. Deshalb korrigierte z. B. die
britische Zeitung
The Guardian später das von westlichen Medien aus dem Zusammenhang gerissene
und falsch übersetzte Zitat und schrieb: "Er sprach keine
militärische Drohung aus. Er forderte ein Ende der Besatzung Jerusalems,
irgendwann in der Zukunft" (2.6.2006). Und in einem Interview
erläuterte Präsident Ahmadinedschad später: "Wir sind
gegen Blutvergießen, und zwar unabhängig davon, ob ein Verbrechen gegen
einen Muslim oder gegen einen Christen oder Juden begangen wird"
(Spiegel online, 31.5.2006,
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,418312,00.html). Und
"Revolutionsführer" Chamenei, der als mächtigster Mann des Landes
gilt, hatte bereits im Herbst 2005 klargestellt:
"Iran wird gegen keine Nation eine Aggression begehen" (Süddeutsche
Zeitung, 26.3.2008).
Offen ist allerdings, wie die Regierung Irans
auf einen Angriff Israels reagieren würde, der z. B. die Zerstörung der
persischen Nuklearanlagen zum Ziel hätte. Eine Möglichkeit wäre ein
militärischer Gegenschlag, der nach Hillary Clinton wiederum einen Angriff
der USA auf den Iran zur Folge hätte. Die Folgen
für die gesamte Zivilisation wären von hier an unübersehbar, und die Apokalypse würde
neue bisher nie gekannte Ausmaße erreichen.
Das Perfide daran ist, dass auch Hillary Clinton den Schöpfergott und den
großen Friedenslehrer Jesus von Nazareth, der von der Feindesliebe sprach
(z. B. "Tut wohl denen, die euch fluchen"), auf das Schändlichste für ihr
Kriegsgeschrei missbraucht. Zudem sagte sie gegenüber dem Nachrichtensender
CNN, "in Gottes Gnade verankert zu sein"
(http://eins.scm-digital.net/show.sxp/1433_clinton_und_obama_sprechen__ber_ihren_glauben.html).
Auch ist sie bekannt
dafür, angeblich "Jesus" zurück in die Politik bringen zu wollen, und sie
besucht regelmäßig einen Bibel- und Gebetskreis, der sich dieses Ziel
gesetzt hat (z. B.
http://www.motherjones.com/news/feature/2007/09/hillarys-prayer.html).
In diesem Zusammenhang bekundete sie vor allem ihr Interesse an der
alttestamentlichen "Heldin" Esther. Erschreckend dabei
sind die
Parallelen von Geschichte und Planspielen der Gegenwart:
Esther wurde als Jüdin im 6. Jahrhundert vor Christus Königin von Persien,
dem heutigen Iran. In den Machtkämpfen am Königshof entwickelte sich dem
biblischen Buch Esther zufolge eine Feindschaft zwischen ihrem Onkel
Mordechai und dem mächtigen persischen Fürsten Haman. Dieser soll
schließlich die Vernichtung aller Juden in Persien beschlossen haben, doch
Esther bekam den Plan mit und soll eine grausame Rache in die Wege geleitet
haben. So heißt es in der Bibel: "Auch die anderen Juden in den Ländern des
Königs kamen zusammen, um ihr Leben zu verteidigen und sich vor ihren
Feinden Ruhe zu verschaffen, und töteten 75.000 von ihren Feinden"
(Esther 9, 16).
Womöglich orientiert sich Hillary Clinton an der Bibel und an Esther,
wenn sie davon spricht, die tatsächlichen oder vermeintlichen "Feinde" des heutigen Israel und ihr Land
womöglich bald komplett
auslöschen zu können. Tatsächlich steht die Senatorin, Juristin und
Entenjägerin aus Park Springs/Illinois nicht weit davon entfernt, auf die
Knöpfe drücken zu können, die das apokalyptische Inferno auslösen könnten. Ihr evangelisch-methodistischer Glaube (den sie
übrigens mit dem Präsidenten George W. Bush teilt) gebe ihr dabei das
"Vertrauen ..., Entscheidungen zu treffen, die richtig für sie seien"
(www.eins.scm-digital.net; siehe oben). Doch ihre Ansichten sind Teil der Lehren
der Kirche. Mit
dem pazifistischen Jesus, der weder das Töten von Menschen noch von Tieren
befürwortete, hat es nicht das Geringste zu tun.
Hillary Clinton kämpft derweil verbissen wie noch kein anderer
Kandidat vor ihr um die Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin der
Demokratin, obwohl ihr Rückstand auf Barack Obama uneinholbar ist. Ihre
Gründe werden dabei immer brutaler.
"Wir erinnern uns alle daran,
dass Bobby Kennedy im Juni in Kalifornien ermordet wurde," so Clinton
(Spiegel online, 23.5.2008). Deshalb verstehe sie die Forderungen nicht,
sie solle das Rennen jetzt aufgeben. So kann man fragen, ob Obamas Leben in
Gefahr ist. Nach Protesten entschuldigte sich Frau Clinton.
Siehe dazu auch unsere Meldung:
Israelischer Historiker fordert
Atombombenabwurf und die Zerstörung des Iran
24.4.2008 -
Priester küsste Ministranten und fasste ihm dabei zwischen
die Beine - Was der Würdenträger des Erzbistums Hamburg hinter
verschlossenen Türen mit Ministranten tat, sei erst einmal dahin gestellt.
Ein Mitglied des Pastoralrats des Bistums, Krzysztof Stobinski, hat jetzt
zunächst Strafanzeige gegen den "keinesfalls unbekannten und unbedeutenden"
Priester (rp-online, 24.4.2008) gestellt - und zwar aufgrund von
Beobachtungen mehrerer Zeugen. Die Vorwürfe "richteten sich im Kern nicht
gegen die angeblich aktiv ausgelebte Homosexualität des Pfarrers, sondern
gegen den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen". "In einem Brief
an die Kirchenleitung sollen die Unterzeichner davon berichten, sie hätten
einen Vikar gesehen, wie er einen Jungen geküsst und ihm dabei zwischen die
Beine gefasst habe." "Ich kann es persönlich
nicht verantworten, dass weiterhin Kinder missbraucht werden", sagte jetzt
Stobinski. Und in einem anderen Schreiben heißt es, "dass man in großer
Sorge um die Messdiener sei". Der Priester wurde daraufhin vom Erzbischof
Werner Thissen bis zur Klärung aller Vorwürfe vom Dienst beurlaubt. Die
Vorwürfe reichen bereits in die Jahre 1999 und 2000 zurück und wurden erst
jetzt öffentlich, als man entsprechende Brief-Unterlagen eines "schwer
erkrankten" anderen Pfarrers gefunden hatte.
Der Sorge um die Messdiener schließen wir uns an. Bereits im Jahr 2002
sprach eine engagierte Katholikin öffentlich aus, was mittlerweile viele
Eltern denken. "Ich bin froh, dass mein Sohn nie Messdiener war"
(Tagesspiegel, 25.2.2002). Andere Eltern, die ihren Kindern den
Ministrantendienst erlauben, müssen sich hingegen fragen lassen, ob sie
nicht Russisch Roulette mit der seelischen Gesundheit ihrer Jungen und
Mädchen spielen. Lesen Sie dazu auch unsere Forderung:
Messdiener sollten
mindestens 18 Jahre alt sein.
17.4. / 20.4.2008 -
Der Schmutz hinter den festlichen Gewändern - Papst "schämt
sich" für ca. 5.000 pädophile Verbrecher im Priester-Talar in den USA. Aber
keine Vergebungsbitte - 13.000 Kinder wurden
in den USA in den letzten Jahren und bzw. Jahrzehnten Opfer von ca. 5.000 römisch-katholischen Priester
und die Dunkelziffer ist damit noch lange nicht erfasst
(siehe hier). Der Papst
empfinde darüber nun "tiefe Scham" und kündigt Entlassungen von pädophilen
Würdenträgern und Hilfe für die Opfer an. Doch den Satz "Wir bitten alle
Opfer um Vergebung" hat er einmal mehr nicht gesagt.
Zudem weist auch der
Opfer-Verband Snap (Suvivors Network of those Abused by Priests =
"Überlebenden-Netzwerk von denen, die von Priestern missbraucht wurden")
darauf hin, dass z. B. noch immer "hunderte Bischöfe willentlich und
wiederholt" Gemeindemitglieder hintergingen, gegenüber der Polizei schwiegen
und Kinder weiter Risiken aussetzten (Spiegel online, 17.4.2008).
Hier sind jedoch auch die Eltern mit schuld, wenn sie ihr Kind weiter der
Kirche anvertrauen. Denn in dieser Größenordnung sind die bis jetzt
aufgedeckten Sexualverbrechen
an Kindern durch Priester keine Einzelfälle mehr, sondern es gehört
zum "System" der Kirche (PS: Es gibt in den USA derzeit ca. 42.000 katholische
Priester). Eltern, die ihre Kinder unter diesen Umständen in die "Pädophilen-Hochburg"
Kirche und in die Nähe von Priestern lassen, spielen deshalb Russisches Roulette mit
der Seele ihrer Kinder. Im Baseball-Stadion in Washington prangerte
Benedikt XVI., eskortiert von 14 Kardinälen, 250 Bischöfen und 1.300
Priestern, am 17.4.2008 den insgesamt den "Werteverfall" in der Gesellschaft
an.
Pornografie und Gewalt seien heute in vielen Haushalten durch die Medien
zugänglich. Damit lenkt er leider von dem Sachverhalt ab, dass z. B. sexuelle
Ausschreitungen an Kindern in seiner eigenen Kirche überdurchschnittlich häufig
passieren. So wirkte es sehr zwiespältig, als Papst Benedikt bei seiner
Abschlussmesse im Yankee-Stadion in New York die Katholiken aufrief, ihre
"moralischen Überzeugungen" "in die Gesellschaft hineinzutragen"
(ARD-Tagesschau, 20.4.2008).
Betty Ianny, heute 50 Jahre alt und früher eines der Missbrauchsopfer,
kritisiert in diesem Zusammenhang den Papst: "Er spricht davon, Scham zu empfinden,
doch das ist himmelschreiend weit entfernt von der Scham, mit der Opfer ihr
ganzes Leben leben müssen" (Spiegel online, 17.4.2008).
Die Kirche hatte zwischen 1980-2002 ca. eine Milliarde Dollar an sexuell
missbrauchte Kinder und Jugendliche und ihre Angehörige bezahlt, wenn diese
schweigen. Und seit dem Jahr 2002 folgten immerhin weitere zwei Milliarden Dollar an
Entschädigungszahlungen. Doch für viele Opfer kommen diese Gelder zu
spät, wie folgendes Ereignis zeigt: Eine kleine Gruppe von Demonstranten hielt in Washington ein Plakat mit Fotos von 60
Kindern aus ihrer Umgebung hoch. Ca. ein Viertel der Fotos hatten einen
schwarzen Rand. Die jungen Menschen hatten Selbstmord begangen. Ihnen
droht nach römisch-katholischer Lehre zudem angeblich eine "ewige Hölle"
(siehe Der Theologe Nr. 18). Die pädophilen
Priester kämen später jedoch in den Himmel, wenn sie korrekt
römisch-katholisch glauben. In der Kirche werden die Menschen also nicht nur
körperlich, sondern auf diese Weise auch seelisch auf das Schändlichste
traktiert (siehe dazu auch "Der Theologe Nr.
19", Es gibt keine ewige Verdammnis).
Und zu den Verbrechen in der
Kirche siehe auch "Der Theologe Nr. 24", Die
Kirche und die Hölle auf Erden.
15.4. / 20.4. / 18.6.2008 -
Papstbesuch in USA:
Präsident George W. Bush droht Iran
mit Krieg - Und
bekommt er dafür im Hinterzimmer den päpstlichen Segen? Bush sieht "Gott" in
den Augen des Papstes. Hört er ihn auch aus dessen Mund?
-
Kurz vor dem
Papstbesuch im Weißen Haus in den USA drohte George W. Bush dem Iran vermutlich noch einmal den Krieg
an, wenn dieser sich "falsch" entscheide. Oder wie soll man verstehen, wenn
Bush für diesen Fall sagt "America will act" (= "Amerika wird handeln")?
(siehe dazu unten die deutlichere
Kriegsdrohung am 16.6.2008) In
der Vergangenheit ließen sich die US-Präsidenten ihre Kriege vor allem von
dem protestantischen Prediger Billy Graham "absegnen" (siehe dazu
Der Theologe Nr. 22). Vielleicht hat
George W. Bush vor dem Iran mehr Angst als vor bisherigen Kriegsgegnern, und
er möchte für diese Pläne deshalb zusätzlich den Segen des Papstes.
Offiziell sagte dieser, er zähle auf die Unterstützung der USA "für die
geduldigen Bemühungen der internationalen Diplomatie, Konflikte zu lösen"
(Bild, 16.4.2008). Den Irak-Krieg verschwieg er. Das heißt auch: Keine
öffentliche Kritik an den USA. Der Verrat an Jesus, dem Christus, besteht
dabei schon darin, dass auch der Vatikan "für den Notfall" bzw. hinter den
Kulissen einen Krieg befürworte, wenn dieser "gerecht" sei (Die Lehre von
einem möglicherweise "gerechten Krieg" ist nach wie vor römisch-katholisches
Glaubensgut, mit Jesus hat sie nichts zu tun).
Hier zunächst ein Auszug aus der
Bush-Rede vom 10.4.2008 lt. Homepage vom Weißen Haus:
"A stable, successful, independent Iraq is in the strategic interests of
Arab nations. And all who want peace in the Middle East should support a
stable, democratic Iraq. And we will urge all nations to increase their
support this year. The regime in Tehran also has a choice to make. It can
live in peace with its neighbor, enjoy strong economic and cultural and
religious ties. Or it can continue to arm and train and fund illegal
militant groups, which are terrorizing the Iraqi people and turning them
against Iran. If Iran makes the right choice, America will encourage a
peaceful relationship between Iran and Iraq. Iran makes the wrong choice,
America will act to protect our interests, and our troops, and our Iraqi
partners" (zit. nach
www.whitehouse.gov).
Demnach würde der Iran
militante schiitische Gruppen im Irak unterstützen, was die "Bevölkerung" im Irak,
also einen Teil der Mehrheit der Sunniten, "against Iran"
(= gegen Iran) aufbringe.
Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Satz von George W. Bush an die
einst in Afghanistan regierenden Taliban: "Die Taliban müssen handeln, und
sie müssen sofort handeln. Sie werden die Terroristen ausliefern, oder sie
werden deren Schicksal teilen" (zit. nach Süddeutsche Zeitung, 21.9.2001).
Da die Taliban sich nicht in diesem Sinne "richtig" entschieden hatten,
folgte der bis heute andauernde Krieg, genannt "Enduring Freedom". Bei
seinem Gedenken auf Ground Zero am 20.4.2008 bedachte der Papst aber
offenbar nur die unmittelbaren Opfer des bis heute nicht genau geklärten
Anschlags. Die unzähligen unschuldigen Opfer der durch die Ereignisse des
11.9.2001 ausgelösten Angriffe der USA blieben anscheinend unerwähnt.
Immerhin bat er Gott, Er möge den Frieden in die "Welt" und in die "Herzen"
bringen. Das würde aber bedeuten, dass derjenige, der sich "Christ" nennt,
also z. B. sein Gesprächspartner George W. Bush, damit anfängt, indem er z.
B. die "Goldene Regel" der Bergpredigt anwendet, die lautet: "Alles, was ihr
wollt, das euch die Leute tun, das tut ihr ihnen auch" (Matthäus, 7, 12).
Bush handelte jedoch oft nach dem Leitsatz: "Wenn die Leute uns nicht das tun,
was wir von ihnen wollen, dann werden wir mit Waffengewalt versuchen,
sie dazu zu zwingen."
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die religiöse Dimension des Afghanistan-
und Irak-Krieges für den Präsidenten der USA.
George W. Bush richtet sich nach den Worten des ehemaligen
palästinensischen Außenministers Nabil Schaath nach einer Stimme aus dem
Jenseits, die er "Gott" nennt. Diese Stimme soll Bush u. a. dazu aufgefordert haben: "George, geh los
und bekämpfe diese Terroristen in Afghanistan!" Zwei Jahre später sagte ihm
diese Stimme: "George, geh los und beende die Tyrannei im Irak!" (Focus
online, 8.10.2005) Nun antwortete George W. Bush auf die Frage
"Was sehen Sie, wenn Sie in die Augen des Papstes blicken?"
Dort sehe er "Gott" (http://www.kath.net/detail.php?id=19566).
Deshalb die weitere Frage: "Spricht ´Gott` für ihn auch aus dem Mund des
Papstes?" Und was sagt dieser, wenn keine Kameras mit dabei sind?
Dass der Vatikan nicht wirklich gegen den Krieg ist, machte auch der
US-amerikanische Militär-Erzbischof Edwin F. O´Brien deutlich, der am Beginn
des Irak-Kriegs davon sprach, dass es völlig angemessen sei,
"dass die
Mitglieder unseres Militärs ... ihre militärischen Pflichten guten Gewissens
ausführen (KNA, 26.3.2003). Und weder hatte damals Papst Johannes
Paul II. widersprochen noch heute Papst Benedikt XVI.
Zum Treffen Ratzinger-Bush: Benedikt XVI. war der erste und
einzige Gast, den George W. Bush gleich persönlich am Flughafen empfing.
Schon vor der Leiche seines Vorgängers ist der US-Präsident im April 2005 in
die Knie gegangen. Siehe dazu unsere Meldungen vom
3.4.2005 und
10.4.2005. Der Präsident
erweist also dem Vorgesetzten einer Organisation, die wie keine andere in
Verbrechen und Skandale verwickelt war und ist, diese besondere Ehre. (PS:
Bis jetzt wurden z. B. schon
ca. 4.500 Priester der römisch-katholischen Kirche in den USA pädophiler
Verbrechen angeklagt .
Doch die Dunkelziffer der Täter ist wahrscheinlich weit höher.)
Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), Ban Ki Moon,
erwartete von Joseph Ratzinger "spirituelle Unterstützung". Immer mehr Menschen erkennen jedoch,
was sich hinter den glanzvollen frommen Masken der Kirchenführer und ihren volltönenden,
aber hohlen Worten
wirklich verbirgt.
Jüngstes Beispiel für die Hohlheit: Die komplizierten und allgemeinen
Theorien, die der Papst am 18.4.2008 vor der UNO vorlas. Während das
Weltenschiff auf dramatische Weise sinkt, verlor sich der "blinde
Blindenführer" im Papst-Talar in selbstverliebten, für den normalen Bürger
über weite Strecken unverständlichen
Wortkonstruktionen ohne konkrete Lösungsvorschläge, die erst ihm wohl
gesonnene Journalisten verständlich aufbereiteten. Wenn man dann noch
bedenkt, was der ganze weit gehend ergebnislose Aufwand kostete (mehrere
Millionen Euro)! Kein Wunder, dass der Zustand der Welt bei solchen
"spirituellen Führern" so ist, wie er ist ...
Zu Verbindungen zwischen der US-Regierung und dem Vatikan
siehe auch:
Achse Washington - Vatikan
Der Papst und die "Neue Weltordnung"
Ökumenische politische
Doppel-Strategie
Balkan-Politik
Aktualisierung: Bei einer Pressekonferenz
mit George W. Bush und dem britischen Premierminister Gordon Brown am
16.6.2008 in London bekräftigte der US-Präsident seine Bereitschaft zum
Krieg gegen den Iran. Bush wörtlich:
"We can solve the
problem diplomatically. That's my first choice. Iranians must understand all
options are on the table, however" (Washington Post, 18.6.2008; = "Wir
können das Problem diplomatisch lösen. Das ist meine erste Wahl. Iraner
müssen aber begreifen, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen", also
auch der militärische Angriff auf den Iran.
14.4.2008 -
Straßennamen
in München: Nach dem Antisemiten Hans Meiser die Antisemitin Katharina von
Bora
- Kaum hatte sich der Münchner Stadtrat zur
Umbenennung der nach dem antisemitischen Landesbischof Hans Meiser (siehe
Der Theologe Nr. 11) benannten Meiserstraße
entschlossen, da jubelt die evangelische Landeskirche der Stadt wohl gleich
den nächsten Antisemiten unter, in diesem Fall eine Frau. Denn die Kirche
schlug vor, dann Katharina von Bora als Namenspatin zu wählen, was
schließlich Zustimmung fand. Da Katharina von
Bora jedoch mit Martin Luther, dem "größten Antisemiten seiner Zeit" (siehe
Der Theologe Nr. 28), verheiratet
war, konnte man schon von daher vermuten, dass sie vermutlich die Ansichten ihres Mannes
teilte. Dass es tatsächlich so war, bzw. dass sie womöglich noch schärfer
gegen die Juden eingestellt war als Luther selbst, dafür spricht z. B. der letzte Brief
Martin Luthers, den er in Eisleben am 1.2.1546 kurz vor seinem Tod (am
18.2.1546) an seine Frau schrieb. Darin heißt es: "Ich bin ja schwach
gewesen auf dem Weg hart vor Eisleben, das war meine Schuld. Aber wenn du
wärest da gewest, so hättestu gesagt, es wäre der Juden oder ihres Gottes
Schuld gewest. Denn wir mussten durch ein Dorf hart vor Eisleben, da viel
Juden innen wohnen, vielleicht haben sie mich so hart angeblasen ... Und
wahr ists, do ich bei dem Dorf fuhr, gieng mir ein solcher kalter Wind
hinden zum Magen ein auf meinen Kopf durchs Parret, als wollt mirs das Hirn
zu Eis machen ... Wenn die Heuptsachen geschlichten wären, so muss ich mich
dran legen, die Juden zu vertreiben" (siehe dazu auch
unten). Für einen
unheilvollen Einfluss Katharina von Boras auf Martin Luther spricht
auch, dass sich Luther erst nach seiner Heirat im Jahr 1525 zu einem der
furchtbarsten Inquisitoren entwickelte, der Todesstrafen gegenüber allen
Andersdenkenden forderte, teilweise sogar in sehr grausamer Ausführung (z.
B. das Aufschlitzen der Adern bei geizigen
Kaufleuten und Prostituierten;
weitere Hinrichtungsforderungen siehe in Der
Theologe Nr. 3).
Aktualisierung [12.11.2008]:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/18/323884/text/
10.4. / 13.4.2008 -
Turbulenzen um vergoldete
Stele bei Katholiken in Haßfurt - Jesus von Nazareth wollte keine
goldverbrämten Kirchen aus Stein - In der bekannten katholischen
Ritterkapelle in Haßfurt in Unterfranken soll neu eine vergoldete Stele (ein
hoher freistehender Pfeiler) aufgestellt werden. Doch über 2.000 Bürger haben
sich jetzt in einer Unterschriftenaktion schon dagegen ausgesprochen (Fränkischer Tag, 10.4.2008). Dahinter steckt vielfach noch die Ahnung, auch bei gutwilligen
Katholiken, dass Jesus von Nazareth
niemals eine reiche Kirche mit goldverbrämten Kirchengebäuden aus Stein wollte. Und dass er
niemals wollte, dass Menschen in seinem Namen Kunstschätze anhäufen. Was
wäre das auch für ein Gott, der diesen Prunk braucht sowie die zahllosen Messen,
die dort gefeiert werden, und die
unzähligen Kultgewänder, Hüte und Mützen der Priester, den Samt und den Purpur? Und die
vielen Kniebeugen und den Weihrauch und die langen Litaneien und die Altäre, Stelen und
Säulen und den ganzen Pomp, der ja auch sehr viel Geld kostet. Jesus,
der Christus, wollte das alles nicht. Er
wollte stattdessen eine schlichte und kraftvolle Nachfolge (ohne Priester,
Altar, Sakramente, Rituale usw.) und, dass den Notleidenden geholfen wird.
Lesen Sie dazu:
"Freie Christen Nr. 1": Gott wohnt nicht in
Kirchen aus Stein - Darum treten Sie aus, Sie sind nicht allein.
9.4.2008 - Vatikanischer Totenkult
- Leiche von Johannes Paul II. soll mit Wachsmaske in Glassarg -
Die im krassen Gegensatz zum urchristlichen Auferstehungsglauben stehende
römisch-katholische Reliquien- und Leichenverehrung führt dazu, dass sich
täglich 15.000 - 20.000 Menschen durch die Nische in den Vatikanischen
Grotten unter dem Petersdom drängen, um am Grab von Papst Johannes Paul II.
vorbei zu pilgern. Um den Totenkult zu erleichtern, soll die Leiche des ehemaligen Papstes
deshalb jetzt wohl verlegt und wahrscheinlich (wie im Märchen von
Schneewittchen) in einen Glassarg umgebettet werden. Sein Gesicht soll dabei
von einer Wachsmaske, die seine Gesichtszüge trägt, geschützt werden
(Focus online, 9.4.2008;
http://www.focus.de/panorama/welt/vatikan-johannes-paul-ii-soll-glassarg-bekommen_aid_268970.html).
Während für Christen beim Tod die unsterbliche Seele den sterblichen
Naturkörper verlässt, der darauf hin wieder der Natur, der Erde oder dem
Feuer, übergeben wird, versucht die Kirche, die Körper ihrer ehemaligen
Anführer zu "konservieren". Hierzu hatte ein Kind einmal beim Tod von
Johannes Paul II. die Frage gestellt: "Wird der Papst jetzt ausgestopft?"
Über die genauen Techniken der Konservierung bzw. Einbalsamierung bei
Päpsten weiß der römische Präparator Massimo Signoracci Bescheid.
Zu Hintergründen dieser Praktiken siehe unsere Meldung:
Konservierung
für die Auferstehung? sowie die Informationsschrift
Freie Christen Nr. 6 über Kirche und
Tod.
Anmerkung: Obwohl die Kirche
vordergründig lehrt, dass Jesus auferstanden sei, zeigt sie an ihren
Kruzifixen weiterhin seinen furchtbar geschundenen Leib am Kreuz. Dies ist
letztlich ein Todessymbol, während ein Kreuz ohne Corpus demgegenüber als
ein Lebenssymbol angesehen werden kann, da es die Auferstehung
veranschaulicht. Zum Kruzifix als Todessymbol mehr in
Freie Christen Nr.
6 und
Der Theologe Nr. 2.
7.4.2008 -
Mann bekam Herz eines Selbstmörders transplantiert - erst
heiratete er dessen Frau, dann brachte auch er sich um - Ein
transplantiertes Organ enthält in seinen Zellen Informationen aus der Seele
des Spenders, was bei einem Organempfänger oft zu Fremdheitsgefühlen führt
und zu den körperlichen Abstoßungsreaktionen. Seele und Körper passen nach
einer Organtransplantation nicht mehr zusammen, und die darunter schwer
leidende Seele versucht, über ihren Körper das fremde Organ wieder abzustoßen.
Unter Umständen ist die Seele des verstorbenen Spenders auch noch mit ihrem
ehemaligen Organ verbunden, was beim Empfänger zu zusätzlichem Chaos führt
und ihn aus seiner Lebensbahn wirft, die er sich für dieses Leben
vorgenommen hatte.
Dass es so ist, dafür gibt es unzählige Indizien (siehe z. B. in
Der Theologe Nr. 17).
Dazu gehört auch
folgender Bericht:
Im Jahr 1996 erhielt Sonny Graham
(damals 57) das Herz von Terry Cottle (+ 33). Cottle hatte sich erschossen.
Im Januar 1997 traf Graham dann die Witwe Cottles, und Cottles Herz schlug
auch im Organempfänger Graham für seine Frau. Graham in einem Interview:
"Ich fühlte mich, als hätte ich sie schon seit Jahren gekannt. Ich konnte
meine Augen nicht von ihr lassen, starrte sie dauernd an" (Bild online,
7.4.2008). Beide verliebten sich und heirateten im Jahr 2004. Anfang
April 2008 wurde Sonny Graham (jetzt 69) tot aufgefunden. Er hatte sich
erschossen - wie einst Terry Cottle. Siehe:
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/04/07/selbstmord/herz-starb-zweimal,geo=4204478.html
"Der Theologe Nr. 17" - Die verschwiegenen Leiden von Organspender und
Organempfänger
25.3.2008 -
Kleiner Bulle suchte
verzweifelt nach seiner geschlachteten Mutter: Jäger knallen das friedlich
grasende Jungtier ab
- Ein Ereignis aus Sachsen-Anhalt mit
Bildern siehe bei
http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/2008/03/25/bulle-erschossen/galloway,geo=4098400.html#
- es macht an einem Beispiel den Wahnsinn von Massentierhaltung und Jagd
deutlich. Wie sich dies alles im kirchenchristlichen Abendland entwickelte,
siehe in
Der Theologe
Nr. 7.
Und weitere Informationen zum Thema "Tiere und Kirche" siehe in
Der
Theologe Nr. 31.
23.3. / 24.3.2008 - Provozierende Medien-Inszenierung in der
Osternacht: Papst macht prominenten Muslim durch Taufe zum Kirchenmitglied
- Ausgerechnet in der
weltweit am Fernsehen übertragenen Osternacht aus dem Petersdom im Vatikan
vollzieht der Papst die katholische Taufe an einem der prominentesten
Muslime Italiens, dem Journalisten Magdi Allam von der Zeitung Corriere
della Sera. Damit wird der Ägypter auch Mitglied der
römisch-katholischen Kirche. Er wählte eigens einen Taufnamen, nämlich
"Christian", und "bezeichnet den Islam als eine Religion, die
von Hass und Intoleranz charakterisiert sei. Er sei von einer Ideologie
befreit worden, die Lüge und Gewalt legitimiere, Mord und Selbstmord
hervorrufe sowie für blinde Unterwerfung unter eine Tyrannei stehe"
(idea, 24.3.2008).
Mit seiner Hinwendung zur Kirche habe er angeblich die
"authentische Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit" gefunden
(zit. nach idea, 24.3.2008). Möglicherweise wurde er aber über seinen
neuen Glauben nur unzureichend informiert (mehr dazu siehe z. B. in
Der Theologe Nr. 18 oder in
Der Theologe Nr. 25)
bzw. über dessen Geschichte (vgl. z. B. Informationen zur Inquisition
einst und jetzt).
Der Termin der Taufe und die vom Vatikan hergestellte weltweite Öffentlichkeit
sind natürlich gezielt so gewählt, denn Papst Benedikt XVI. zieht seinen Kurs
gegenüber Andersgläubigen freundlich, aber knallhart, provozierend und
öffentlichkeitswirksam durch. Dahinter steckt der nach römisch-katholischer
Lehre "unfehlbare" Lehrsatz: "Dem römischen Papst
sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig.
Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir"
(Neuner-Roos,
Der Glaube der Kirche, Nr. 430, siehe dazu Der
Theologe Nr. 18). Sowie, dass
Andersgläubige, welche die Kirche kennen, sich aber ihr nicht anschließen,
angeblich später dem "ewigen Feuer" "verfallen" (siehe Lehrsatz Nr. 381
unten).
- Zu Papst und Islam siehe auch
hier
- Zu Papst und Judentum siehe unten
- Zu Papst und Protestanten siehe z. B.
hier
21.3.2008 -
Karfreitag: Kirche lässt indirekt beten, dass Juden Katholiken werden
- Offiziell wird in der katholischen Kirche für die Juden gebetet, "damit
sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen". Was legen
Papst Benedikt XVI. und der Vatikan nun in diese Worte hinein? Aus ihrer
Sicht würde das praktisch heißen, dass Juden Katholiken werden sollen.
Und das heißt im Klartext, dass das jüdische Volk Jesus, den Christus, so falsch verstehen
und seine Botschaft ins Gegenteil verkehren soll, wie dies die
römisch-katholische Kirche tut (vgl. z. B.
Der Theologe Nr. 25).
Der Zentralrat der Juden in Deutschland wirft dem Papst in diesem
Zusammenhang Respektlosigkeit vor (siehe z. B.
http://www.focus.de/politik/ausland/karfreitagsfuerbitte_aid_266486.html).
Der Hintergrund ist u. a. das römisch-katholische Dogma. Für die Kirche
zählt nämlich zu den "unfehlbaren" Lehrsätzen auch folgender:
"[Die heilige römische Kirche, durch das
Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und
verkündet, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide
noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen
Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel
und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der
Kirche) anschließt. So viel bedeutet die Einheit des Leibes der Kirche,
dass die kirchlichen Sakramente nur denen zum Heil gereichen, die in ihr
bleiben, und dass nur ihnen Fasten, Almosen, andere fromme Werke und der
Kriegsdienst des Christenlebens den ewigen Lohn erwirbt. ´Mag einer noch so
viele Almosen geben, ja selbst sein Blut für den Namen Christi vergießen, so
kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der
Einheit der katholischen Kirche bleibt.` (Fulgentius)"
(Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Lehrsatz Nr. 381 -
ein grausamer Unsinn; näheres dazu in
Der Theologe Nr. 18 und in
Der Theologe Nr. 19).
PS: Während der NS-Zeit hat es den
Juden in Deutschland übrigens nichts genützt, wenn sie sich zur katholischen oder
evangelischen Kirche bekehrten. Sie wurden von ihrer Kirche überwiegend fallen
gelassen bzw. ausgeschlossen und von den Machthabern, die mit der Kirche kooperierten, vergast.
Besonders niederträchtig war es dabei, wenn die Kirche die von ihr
missionierten Juden sogar an die Nazis (die übrigens ebenfalls überwiegend
katholische oder protestantische Kirchenmitglieder waren) verraten hatte
(mehr dazu in
Der Theologe Nr. 4, z. B.
hier).
20.3.2008 -
5-jähriger
Jahrestag: Gründe für den Irak-Krieg gelogen - Die
Mächtigen dieser Erde lügen, was das Zeug hält, wenn es darum geht, ihre
Kriege zu rechtfertigen. Ein aktuelles Interview zum 2003 aufgrund von Lügen begonnenen
Irak-Krieg siehe unter http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,542519,00.html.
Schon der erste Irak-Krieg im Jahr 1991 wurde ja u. a. mit der im
kuwaitischen Herrscherhaus erfundenen Lüge begründet, irakische Soldaten
würden angeblich kuwaitische Babies aus Brutkästen heraus reißen. Es ist die
Frage, welche Lügen man sich für evtl. weitere Kriege ausdenkt.
PS: In den USA sind es
überwiegend angeblich "wiedergeborene" Kirchenmitglieder, welche die Welt
immer mehr in die Apokalypse treiben
(vgl. dazu
Der Theologe Nr. 22).
9.3.2008 -
NS-Debatte: Warum so
viele Deutsche zu Mördern wurden - Das Magazin Der Spiegel
berichtet in seinem Titel in der Ausgabe Nr. 11/2008 über Die
Täter - Warum so viele Deutsche zu Mördern wurden. Hierzu enthüllt
Der Theologe Nr. 4 geistesgeschichtliche
Hintergründe. Die Kirchen als selbsternannte moralische Instanzen des Landes
haben zwar dem Einzelnen das Morden untersagt - nicht jedoch, wenn dieser im
staatlichen Auftrag handele. In diesem Zusammenhang wurde auch das 5. Gebot
"Du sollst nicht töten" in "Du sollst nicht morden" abgeschwächt (zuletzt
wieder in der evangelisch-katholischen Einheitsübersetzung des Neuen
Testaments), um z. B. das Töten im Krieg oder Todesstrafen zu
rechtfertigen. Dies sei dann kein "Morden", sondern "nur" "Töten". Damit
wird dann scheinbar das "Morden" untersagt, doch für das Opfer ist es
einerlei, ob es "ermordet" oder "nur" "getötet" wurde, denn tot ist nun mal
tot. Und wer mag gerade im Rückblick auf die Verbrechen der NS-Zeit diese
kirchliche Unterscheidung anwenden und bei den NS-Verbrechen z. B. nur von
"Töten" sprechen? Und hier lehren vor allem Martin Luther und die
evangelische Kirche den Gehorsam gegenüber der Obrigkeit einschließlich des
Tötens und des Mordens, das man in diesem Zusammenhang dann als "nur"
"Töten" kaschiert. Die Kirche begründet es mit Paulus, der in der Bibel
lehrt: "Jeder leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen
Gehorsam ... Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich
gegen die Ordnung Gottes ... Denn nicht ohne Grund trägt sie [die staatliche
Gewalt] das Schwert. Sie steht im Dienst Gottes und vollstreckt das Urteil
an dem, der Böses tut" (Römerbrief, Kapitel 13, 1-5, Einheitsübersetzung).
U. a. aufgrund dieser Bibelstelle wurden Tausende von Kirchenmitgliedern und
Bibelgläubigen zu Mördern im staatlichen Auftrag. Die Bischöfe und
Kirchenobrigkeiten haben es ihnen so gelehrt. So trägt also letztlich die
Kirche einen Großteil der Verantwortung für die Enthemmung in der
Bevölkerung, im Auftrag der jeweiligen Regierung bzw. Obrigkeit morden zu
dürfen, das man dann als "nur" "töten" verbrämt.
Der Theologe Nr. 4 zeigt am Beispiel der evangelischen Kirche, wie
sie die Menschen in den NS-Staat hineinführte und den Soldaten wie
selbstverständlich das Töten befahl. Und einzelne
Pfarrer konnten sogar die Hinrichtung von jüdischen Mitbürgern fordern, ohne
je dafür belangt zu werden.
28.2.2008 - Stellvertretender Dekan
verspielt Spendengelder im Casino - "Viele Christen des
evangelischen Dekanats Selb müssen sich mit dem Gedanken vertraut machen,
dass ein Teil ihrer Spenden, die sie in den Jahren 2006 und 2007 für die
Diakonie gaben, im Ascher Spielcasino verspielt worden sind", schreibt die
Frankenpost (28.2.2008). Der Diakonie-Pfarrer und stellvertretende
Dekan Bernhard W. fuhr nachts über die Grenze nach Tschechien und verlor
Spendengelder in Höhe von 31.500 Euro unter anderem beim Pokern. Der
Staatsanwalt erklärte dazu u. a., dass "die Spenden, die der Pfarrer im
großen Stil verprasst habe, in mühevoller Kleinarbeit gesammelt worden. Sie
stammten oft von Menschen, für die auch kleine Spenden ein großes Opfer
bedeuteten". Nun wurde der Amtsträger zu einem Jahr und zehn Monaten
Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Den Schaden solle er wieder gut
machen. Nur womit? Auch privat habe er Schulden von derzeit 29.000 Euro,
entstanden hauptsächlich durch Sex-Service-Dienste aus dem Internet, in die
er sich über den "Pfarreranschluss" eingewählt habe.
Siehe dazu auch unsere
Meldung vom 31.10.2007.
27.2.2008 -
Besseres Grundwissen
- Hilfe für Priesteramtskandidaten - "Bei ihrer
traditionellen Frühjahrsvollversammlung in Freising bei München wollten die
katholischen Oberhirten Bayerns auch Pläne erörtern, wie Priesterkandidaten
ein besseres Grundwissen über den katholischen Glauben vermittelt werden
kann", schreibt die Zeitung Fränkischer Tag (27.2.2008). Hierzu
können auch wir beitragen. Entweder zunächst durch einen
Glaubenstest. Oder gleich durch den
Theologen Nr. 18 über den "Glauben der
Kirche".
27.2.2008 / 11.1.2010 -
Meiserstraße in München heißt in Zukunft Katharina-von-Bora-Straße
- Nach heftigen Auseinandersetzungen beschloss die Stadt München im Vorjahr
die Umbenennung der nach dem antisemitischen ersten bayerischen
evangelischen Landesbischof Hans Meiser benannten Straße (mehr dazu in
Der Theologe Nr. 11). Die Straße wird nach
der Ehefrau Martin Luthers benannt und heißt in Zukunft
Katharina-von-Bora-Straße - offenbar eine Verlegenheitslösung, doch sicher
keine gute. Denn nach der Heirat im Jahr 1525 entwickelte sich Martin Luther
immer mehr zum brutalen Machtmenschen, Inquisitor, "größten Antisemiten
seiner Zeit" (siehe Der Theologe Nr. 28), und
er forderte
Todesstrafen für Andersdenkende (siehe vor allem
Der Theologe Nr. 3). Welche Rolle seine Frau dabei spielte (die ja
in vielen Ehen die maßgebliche Inspiratorin für den Werdegang des Mannes
ist), ist unklar. Doch vielleicht verhilft die Ehre der Straßenbenennung
dazu, hier in Zukunft einiges mehr ans Tageslicht zu bringen.
Dies geschieht bereits: Siehe dazu unsere
Meldung vom 14.4.2008.
Aktualisierung: Nachdem der Meiser-Enkel Christian Meiser vor
dem Bayerischen Verwaltungsgericht unterlegen war, wird die Meiserstraße
Mitte November 2008 endgültig in Katharina-von-Bora-Straße umbenannt. Dachte
man zumindest. Anfang 2010 heißt die Straße immer noch "Meiserstraße". Damit hat
man das alte Problem noch nicht gelöst, aber zumindest noch kein neues
geschaffen (siehe oben). Die
Kommunen sollten bei Kirchenvertretern oder ihren Ehepartnern als möglichen
Namenspaten in Zukunft genauer hinsehen, ob man diese den dort wohnenden
Menschen wirklich zumuten will. Und wenn die Martin-Luther-Straßen in
Zukunft umbenannt werden, steht auch eine Katharina-von-Bora-Straße wieder
zur Diskussion.
Siehe dazu
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/18/323884/text/
26.2.2008 -
Ablenkungsmanöver
evangelischer Politiker - DDR- oder Kirchen-Hintergrund bei
Säuglingstötungen?
- Sabine H. aus Ostdeutschland brachte
neun neugeborene Säuglinge um - ein entsetzliches Verbrechen, für das der
evangelische Innenminister Jörg Schönbohm im Jahr 2005 "die von der SED
erzwungene Proletarisierung" der Frau mitverantwortlich machen wollte.
Anlässlich des neuen Prozesses legte der evangelische Ministerpräsident Dr.
Wolfgang Böhmer aus Sachsen-Anhalt nach, und wies als Hintergrund auf die
früher in der DDR legale dreimonatige "Fristenlösung" bei Abtreibungen hin,
obwohl acht der neun Tötungen bereits in der neuen Bundesrepublik
stattgefunden hatten.
Wir befürworten keine Abtreibungen, halten das Verhalten der evangelischen
Politiker aber für ein Ablenkungsmanöver, um die evangelischen
Hintergründe in der Biografie der Säuglings-Töterin Sabine H. unter dem
Teppich zu halten. Mehr dazu unter
www.theologe.de/kirche_hoelle.htm#Saeuglingstoetungen
13.1.2008 -
Gewalt und
Massenmord mit evangelisch-lutherischer Rechtfertigungslehre "entschuldigt"
- In die Verbrechen der NS-Zeit waren zu Hunderttausenden evangelische
Bürger und Amtsträger als Täter verstrickt. Siehe dazu
"Der Theologe Nr. 4", Die evangelische Kirche und der
Holocaust. Nun hat auch die Theologin Katharina von Kellenbach in
einem Vortrag in der Evangelischen Akademie in Arnoldshain dargelegt, dass
NS-Täter "die evangelische Lehre von der Rechtfertigung des Sünders zur
eigenen Entschuldigung genutzt" haben (epd, 27.11.2007). Die
evangelische Lehre, wonach die Rechtfertigung "dem Menschen ohne eigenes
Zutun und ohne gute Werke zuteil" würde, "hätten die Täter als Einladung zu
einer ´Schwamm-drüber`-Haltung verstanden, die ein Vergessen ohne Reue und
Lebensänderung gestatte". So haben viele der NS-Täter "ihre Entschuldigung
mit der theologischen Rechtfertigungslehre gestützt".
Anlass für den Vortrag
in Arnoldshain war die Aufdeckung des Sachverhalts, dass die Evangelische
Kirche in Hessen-Nassau (EKHN) den rechtskräftig verurteilten NS-Verbrecher
Matthes Ziegler 1949 in den Pfarrdienst übernommen hatte.
Zum Vergleich: In
Bayern rechtfertigte der damalige Landesbischof Hans Meiser das Verhalten
aller Pfarrer während der NS-Diktatur. Die damalige US-Militärregierung für
Deutschland stufte damals 156 evangelische Pfarrer wegen Verbrechen bzw.
Vergehen in die "höchste Entlassungskategorie", doch Meiser stellte sich
hinter alle 156 (siehe hier).
Nicht einmal bei den zehn "schlimmsten" Fälle war er bereit, diese auch
innerkirchlich irgendwie zu ahnden (siehe
hier). Die Kirche
rechtfertigte alle. Darunter auch Pfarrer Friedrich Wilhelm Auer, der
während des Krieges die Ermordung aller jüdischer Mitbürger in einer Nacht
forderte, wenn die Alliierten weiter Luftangriffe fliegen würden (siehe
hier).
Die von Martin Luther entwickelte evangelische Rechtfertigungslehre hat
nichts mit Jesus von Nazareth tun. Sie ist also evangelisch, aber nicht
christlich. Siehe dazu "Der
Theologe Nr. 36", Gefährliche Rechtfertigungslehre, Allein der Glaube führt
in den Abgrund. Zwar hatte Luther gedacht, dass die Anhänger seiner
Lehre aus der "Freude" über die "Rechtfertigung" heraus "gute Werke" tun.
Doch nicht nur das Beispiel der NS-Zeit in Deutschland zeigt, welche Früchte
seine Lehre trägt. Auch er selbst hatte bereits Hinrichtungs- und
Ermordungsaufrufe damit gerechtfertigt.
Siehe dazu:
"Der Theologe Nr. 3" - So spricht Martin Luther - So
spricht Jesus von Nazareth über den Gegensatz zwischen Luther und
Jesus.
12.1. / 16.1.2008 -
Landesbischof
Johannes Friedrich gegen Begrenzung von Managergehältern
- Der
Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern hat sich beim
Jahresempfang der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft am 8.1.2008 in
Augsburg gegen eine Begrenzung von Managergehältern ausgesprochen. "Auf
keinen Fall dürfe diese Frage im Zusammenhang einer Neiddebatte geführt
werden" (idea, 8.1.2008). Der Abstand zu den niedrigsten Einkommen
müsse allerdings "vermittelbar" sein. Dies gelte z. B. für einen Manager, der
Arbeitsplätze erhalte und nicht abbaue. Ob das allerdings ein Monatsgehalt
von z. B. 300.000,00 € rechtfertigt, was in Deutschland vielfach vorkommt?
Das wären selbst bei einer straffen Sechs-Tage-Woche 12.000,00 € am Tag und
selbst bei einem 12 Stunden-Tag täglich 1.000,00 € in der Stunde - in
Wirklichkeit also viel mehr. Und in den USA und in anderen Ländern ist es
noch um ein Zigfaches mehr. Sowohl in Deutschland als auch weltweit klafft
die Schere zwischen Arm und Reich dabei immer weiter auseinander.
So kann man auch
fragen, wie die Haltung des deutschen Landesbischofs Friedrich bei der
Bevölkerung in Indien,
Sudan oder Mexiko ankommen würde? Würden es z. B. Arbeit suchende und
verzweifelte Slumbewohner für gerechtfertigt empfinden, wenn sie von der
Kirche belehrt werden, sie sollen nicht neidisch
sein, wenn andernorts jemand eine Million im Monat verdient?
Mit Jesus, dem
Christus, hat die Haltung des Landesbischofs jedenfalls nichts zu
tun. Denn es ist eine evangelische Einstellung, aber keine christliche. Und
es ein weiterer Verrat an dem Mann aus Nazareth, der sagte: "Weh
Euch, ihr Reichen!" (Lukas 6, 24) Und: "Eher kommt ein
Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in das Reich Gottes" (Markus 10,
24). So bezogen auch
Jesus selbst und seine Jünger keine "vermittelbaren"
Spitzengehälter. Sie waren Menschen des Volkes und keine Vertreter der
Oberschicht ihres Landes wie die Kirchenführer heute. Demgegenüber setzten
sich Urchristen außerhalb der Kirche zu allen Zeiten für Gerechtigkeit ein und
rechtfertigten nie die krassen Einkommensunterschiede, die in unserer Welt
von Jahr zu Jahr drastischer werden. Anders die Kirche, die selbst immensen
Reichtum aufhäuft (z. B. in Form von Immobilien, Gold und Aktienpaketen) und meist nur Spenden ihrer Mitglieder
vereinzelt an Notleidende
weitergibt.
Auch Landesbischof Johannes Friedrich verdient mit ca. 11.500,00 € im
Monat plus zahlreiche Vergünstigungen für kirchliche Verhältnisse ein Spitzengehalt
(das übrigens der Staat (!) - also alle Steuerzahler - bezahlen muss, und
nicht die Kirche). Viele "Kirchenschafe"
müssen hingegen mit 1.000,00 € oder 1.500,00 € im Monat auskommen. Vermittelbar werden diese
Unterschiede immer weniger. Vor allem, wenn man die Heizkosten nicht mehr
bezahlen kann. Oder wenn man nicht weiß, wie man ab Mitte des Monats sich
und seine Kinder durch den Monat bringen soll. Denn bei vielen geht es
bereits um die nackte Existenz - ein Problem, dass der Landesbischof bei
seinem Gehalt natürlich nicht kennt. Also kann er locker predigen, die
Geringverdienenden sollen nicht neidisch sein. Vielleicht fürchtet er aber
auch, dass die eingelullten "Kirchenschafe" diese Gegensätze bald nicht mehr
tolerieren und austreten. Dann sparen sie wenigstens die Kirchensteuer und
können von dem eingesparten Geld ihren Familien zumindest das kärgliche
Taschengeld etwas erhöhen. Die Armen und Hungernden dieser Welt werden sich
den überdimensionalen Gegensatz zwischen Arm und Reich auf Dauer jedenfalls nicht mehr
gefallen lassen. Die nackte Not setzt sie in Bewegung, und sie werden sich auch von einer materiell
satten "Kirche der Reichen" nicht mehr vertrösten lassen.
Vgl. dazu auch
www.stop-kirchensubventionen.de
Aktualisierung:
Die Nokia-Manager beschlossen, das Handy-Werk in Bochum zu schließen und die
Fertigung u. a. nach Rumänien zu verlagern. Dort betragen die Arbeits- bzw.
Personalkosten nur 10 % der Kosten in Deutschland, allerdings nicht bei den
Bossen. Diese streichen ihre Hunderttausende bzw. Millionen ein, gleich, wo
produziert wird. Ca. 2.300 Mitarbeiter in Deutschland würden arbeitslos.
Vielleicht sind die rumänischen Arbeiter auch nicht so neidisch wie die
deutschen, wovor Landesbischof Friedrich gewarnt hat. Allerdings klafft in
Rumänien die Schere zwischen Superreich und Arm noch mehr auseinander und
bald auch noch mehr in Deutschland.
9.1.2008 - Ruanda - Der Verrat der
Kirche an der Friedfertigkeit des Jesus von Nazareth - Jesus war
Pazifist. Die Kirche segnete jedoch Waffen, befürwortete Kriege und "brachte" nach Aussage des Historikers Karlheinz Deschner "mehr Menschen um
als Hitler und Stalin zusammen" (http://www.das-weisse-pferd.com/02_01/abzocker.html).
In der jüngeren Vergangenheit wurde vor allem ihre Verwicklung im Völkermord
an den ruandischen Tutsi durch ruandische Hutu bekannt - ca. 800.000 Tote im
Jahr 1994 (siehe
http://www.das-weisse-pferd.com/00_02/kirche_ruanda.html). Einer
dpa-Meldung vom 9.1.2008 zufolge seien nun über siebzehn Jahre nach den
Massakern in 84 Schulen Ruandas von Hutus verfasste Anti-Tutsi-Flugblätter
gefunden worden, u. a. mit dem Inhalt: "Wir haben genug von ihnen und werden
sie töten" (Netzeitung, 9.1.2008). Die Saat der Gewalt ist also
weiter am Keimen.
Dabei ist zu bedenken: Die Hutu sind überwiegend Katholiken. Bei den Tutsi
finden sich viele Anhänger von Naturreligionen. Insgesamt gehören in Ruanda
jedoch quer durch beide großen Volksgruppen ca. 75 % der Bevölkerung
entweder der römisch-katholischen (65 %) oder einer evangelischen Kirche (10
%) an, zum Islam bekennen sich ca. 8 %. In
einer Reportage von Arte-TV heißt es dazu:
"Als 1994 in Ruanda christliche* [*Anmerkung:
richtig wäre "kirchliche"] Hutus in 100 Tagen eine Million christlicher*
Tutsis umbrachten, waren es einzig die ruandischen Moslems, die sich - unter
Berufung auf den Koran - der Gewalt verweigerten. Mehr noch: Sie versteckten
Flüchtlinge und versorgten sie mit Lebensmitteln, sie gaben ihnen Zuflucht
in ihren Moscheen und zeigten sich mit ihnen solidarisch, vielfach um den
Preis des eigenen Lebens. Sie halfen Hutus und Tutsis, Moslems und Christen
gleichermaßen. Kein einziger führender Moslem wurde wegen des Völkermordes
angeklagt. Stattdessen bat der ruandische Staatspräsident die Moslems des
Landes, sie ´zu lehren, wie man zusammenlebt`" (http://www.arte.tv/de/geschichte-gesellschaft/1172274.html).
Daran wird einmal mehr der Verrat der Kirchen an der Friedfertigkeit des
Jesus von Nazareth deutlich, der den Menschen zeigte und vorlebte, wie man
zusammenleben kann. Die institutionellen Kirchen haben ihre Mitglieder wie
zu allen Zeiten jedoch in die Irre geführt - weg vom großen Friedenslehrer
Jesus von Nazareth, den man nur den Lippen nach verehrte, und hin zu selbstgestrickten Dogmen, "Sakramenten" und Kulten. So haben auch einzelne
kirchliche "Friedensaufrufe" kaum Kraft, wenn man insgesamt beim Thema
"Gewalt und Krieg" Kompromisse macht und die Menschen nicht zu den Wurzeln
der eigenen Aggressionen führt, um diese zu bearbeiten (eine Hilfe könnte
dazu z. B. das Bibelwort "Was der Mensch sät, das wird er ernten" sein;
vgl. dazu auch Der Theologe Nr. 2). Mit
Jesus hat das kirchliche Lehrwerk und Tun jedenfalls nichts zu tun. Er
lehrte in seiner Bergpredigt, die Feinde zu lieben und bei Konflikten zuerst
den "Balken" im eigenen Auge zu erkennen und zu entfernen, bevor ich dem
anderen helfen kann, seinen "Splitter" zu entfernen. Doch die Kirchen
lehrten auch, die Bergpredigt sei insgesamt nicht lebbar. Die Folgen zeigten
und zeigen sich u. a. in Ruanda.
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Aus den
Texten kann wie folgt zitiert werden: |
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Der Theologe aktuell:
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