DER THEOLOGE  - 2008-1

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Klarstellung:
Wir haben nichts gegen katholische oder evangelische Christen oder ihre Kirchen. Wir sagen jedoch:
Die beiden Großkirchen sollen sich nicht "christlich" nennen, da dort anders gelehrt und gelebt wird als Jesus, der Christus, das wollte (vgl. dazu Der Theologe Nr. 25 oder die Einleitung von "Der Theologe Nr. 24a"). Würden sich die Kirchen nur noch "römisch-katholisch" nennen oder "evangelisch", aber nicht mehr "christlich", wäre manche der hier dargebotenen Informationen nicht nötig. So aber weisen wir immer wieder auf den Verrat an der Botschaft von Jesus hin. Hinweise zu einem Leben im christlichen Glauben finden Sie u. a. hier.

 

22.06. -  Diktator und Mordbrenner Mugabe fühlt sich nur katholischem "Gott" gegenüber verantwortlich

 18.06. -  "Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt": Schlachter ersticht Freundin, Jäger erschießt Nachbarn

 14.06. -  Wird US-Präsident George W. Bush römisch-katholisch?

 14.06. -  Priester suspendiert - Ministrantinnen sexuell belästigt?

   4.06. -  Die Welt vor einem neuen großen Krieg? Fordert Israels Regierung von den USA Angriff auf den Iran?
                Oder greift Israel selbst an? In Europa genießt man derweil die Fußball-Europameisterschaft.


  4.06.  -  Beispielloses Wettrüsten der USA und anderer Länder. Die Zeituhr tickt

26.05.  -  Er hatte sie gebeten, sich nicht umzudrehen: Lutherischer Landeskirchenmusikdirektor ersticht seine Frau
 
19.05.  -  Katholikentag: Menschen wollten "hinaus ins Weite"

12.05.  -  Kommt der 3. Weltkrieg? Israelischer Historiker fordert Zerstörung des Iran

28.04.  -  "Inzest-Drama" in katholischer Familie: Verhinderte kirchliche "Anti-Sekten-Stimmung" frühere Aufklärung?

28.04.  -  Ist eine millionenschwere Kirchenorgel "Volkswohlfahrt" unter besonderer Berücksichtigung des Sozialen?

24.04.  -  Entenjägerin Hillary Clinton droht Iran mit "kompletter Auslöschung"

24.04.  -  Priester küsste Ministranten und fasste ihm dabei zwischen die Beine

17./20.04  - USA: Ca. 13.000 Kinder wurden Opfer von pädophilen Priestern -
              
    Russisches Roulette mit der Seele der Kinder
 
15./20.04.Papstbesuch in USA: Drohte Präsident George W. Bush Iran mit Krieg? Hintergründe

14.04.  - Straßennamen in München: Nach dem Antisemiten Hans Meiser die Antisemitin Katharina von Bora

10.04. -  Turbulenzen um vergoldete Stele in Haßfurt - Jesus wollte keine goldverbrämten Kirchen

  9.04. -  Vatikanischer Totenkult - Leiche von Johannes Paul II. soll mit Wachsmaske in Glassarg

  7.04. -  Mann bekam Herz eines Selbstmörders transplantiert - jetzt brachte auch er sich um

25.03. -  Friedlicher kleiner Bulle auf Suche nach geschlachteter Mutter von Jägern abgeschossen

23.03. -  Provozierende Medien-Inszenierung in der Osternacht: Papst tauft prominenten Muslim
           
21.03. -  Karfreitag: Kirche lässt indirekt beten, dass Juden Katholiken werden

20.03. -  5-jähriger Jahrestag: Gründe für den Irak-Krieg gelogen
 
    
9.03. -  NS-Debatte: Warum so viele Deutsche zu Mördern wurden

28.02. -  Stellvertretender Dekan verspielt Spendengelder im Casino

27.02. -  Besseres Grundwissen - Hilfe für Priesteramtskandidaten

27.02. -  Meiserstraße in München heißt in Zukunft Katharina-von-Bora-Straße

26.02. -  Ablenkungsmanöver evangelischer Politiker - DDR- oder Kirchen-Hintergrund bei Säuglingstötungen?

13.01. -  Gewalt und Massenmord mit evangelisch-lutherischer Rechtfertigungslehre entschuldigt

12.01. -  Landesbischof Friedrich gegen Begrenzung von Managergehältern

  9.01. -  Ruanda: Der Verrat der Kirche an der Friedfertigkeit des Jesus von Nazareth

 



22.6. / 11.12.2008 - Römisch-katholischer Mordbrenner fühlt sich nur dem katholischen "Gott" gegenüber verantwortlich - "Allein Gott, der mich berufen hat, wird mich ablösen", erklärte der römisch-katholische Diktator von Zimbabwe, Robert Mugabe, nach seiner Niederlage im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen
(http://nachrichten.compuserve.de/Politik/Robert-Mugabe-8211-Herrscher-Gottes-Gnaden-Welt_Politik_2129075-0.html).
Darauf hin ermordeten seine Schlägertrupps mindestens 86 Anhänger der siegreichen Opposition, Tausende wurden teils schwer verletzt (Netzeitung, 26.6.2008), viele flüchteten in ausländische Botschaften und harren dort aus. Der streng katholisch erzogene Jesuitenschüler Robert Mugabe, der auch vor der Wahl bereits eine Schreckensherrschaft mit Massakern, Mord, Totschlag, Einschüchterung und Wahlbetrug ausübte, kam einst mithilfe der Kirche an die Macht und ist bis heute ein glühender Verehrer des Papstes und auch von Adolf Hitler (der bis an sein Lebensende Katholik war und immer pünktlich seinen Kirchenbeitrag bezahlte). Zwar haben sich die Bischöfe des Landes mittlerweile von Mugabe distanziert und wünschen das Ende seiner grausamen Diktatur. Doch der Oppositionspolitiker und ehemalige Gewerkschaftsführer Morgan Tsvangirai, der nach der ersten Wahlrunde in Führung lag, trat von der Stichwahl zurück, nachdem die Truppen Präsident Mugabes begannen, die Mitarbeiter und Anhänger der Opposition reihenweise zu ermorden und zusammen zu schlagen. Er könne von seinen Wählern nicht erwarten, "dass sie ihr Leben aufs Spiel setzen" (Focus online, 22.6.2008). Doch warum wird Robert Mugabe von seiner Kirche wegen der von ihm befohlenen bzw. verantworteten Gräuel nicht exkommuniziert? Die Antwort ist einfach: Weil diese kein Ausschlussgrund aus der Kirche sind.
In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass die Kirche unsäglich mit Verbrechen belastet ist. So schreibt z. B. der Historiker Karlheinz Deschner: "Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die christliche Kirche [PS: das Wort "christlich" ist ein Etikettenschwindel bzw. Betrug], ganz besonders die römisch-katholische Kirche" (in: Die beleidigte Kirche, Freiburg 1986, S. 42 f.).

Aktualisierung:
Zwischenzeitlich (15.9.2008) sah es danach aus, dass sich Robert Mugabe mit der Opposition einigen könnte, die Ministerposten untereinander aufzuteilen. Doch die Gespräche scheiterten. Inzwischen hat die Hungersnot die größten Teile der Bevölkerung erfasst, hinzu kommt die Cholera. Die Menschen in der einstigen Kornkammer Afrikas sterben
(http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,595648,00.html).

Am 1.5.2011 reiste Diktator Robert Mugabe als willkommener Gast zur Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. in den Vatikan. Die italienische Regierung musste ihn zähneknirschend über Rom einreisen lassen, denn der Vatikan ist ein eigener Staat, der weltweit Privilegien genießt. In der sonstigen EU hat Mugabe Einreiseverbot, aber der Vatikan steht über den EU-Staaten und kann machen, was er will. Sein Führer, der Papst, lässt sich von den anderen Staatsoberhäuptern den Ring oder die Schuhe küssen. So wurden z. B. nach dem 2. Weltkrieg zahllose deutsche Kriegsverbrecher dank der Hilfe des Vatikan nach Lateinamerika geschleust, in der Geschichte "Rattenlinie" genannt.
 



18.6.2008 -
"Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt" (Leo Tolstoi) - Schlachter ersticht Freundin und deren Mutter / Jäger erschießt Nachbarn - Einmal mehr bewahrheitete sich in Vechta in Niedersachsen die Wahrheit des Satzes des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi: "Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt". Jeden Werktag schnitt ein Mann im Schlachthof unschuldigen Tieren die Gurgel durch. Am 17.6.2008 stach er dann mit dem Messer auf Hals und Kopf seiner Freundin ein und auf deren Mutter und deren Lebensgefährten. Der Mann überlebte schwer verletzt. Die beiden Frauen verbluteten
(http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,560176,00.html).
Erst vor einigen Tagen richtete in Gründau im Main-Kinzig-Kreis in Unterfranken ein 37-jähriger Jäger seinen Jagd-Revolver im Streit auf seinen Nachbarn. Der Nachbar wurde mit den gleichen Kugeln erschossen wie zuvor die unschuldigen Tiere in Wald und Flur
(http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=15662&key=standard_document_34460252).
PS: Auch der Nachbar war Jäger.
Lesen Sie dazu auch
: "Der Theologe Nr. 7" - Jesus und die ersten Urchristen waren Vegetarier
 



14.6.2008 -
Wird US-Präsident George W. Bush römisch-katholisch? - Es wäre in gewisser Weise folgerichtig. Nach dem Übertritt des Irak-Kriegsherren und ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair von der Anglikanischen in die Römisch-Katholische Kirche könnte in absehbarer Zeit auch der Übertritt von George W. Bush von den evangelischen Methodisten zur katholischen Kirche erfolgen. Das zumindest erwägt der evangelische Nachrichtendienst idea. Siehe dazu
http://www.idea.de/index.php?id=181&tx_ttnews[tt_news]=65647&cHash=8c2379308e
Siehe dazu auch unsere Meldung über den Papstbesuch in den USA im Mai 2008 und über weitere Hintergründe zu den Beziehungen Vatikan-USA.
 



14.6.2008 -
Priester suspendiert - Ministrantinnen sexuell belästigt? Lesen Sie dazu
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Pfarrer-suspendiert-Ministrantinnen-belaestigt-_arid,1239985_regid,2_puid,2_pageid,4289.html
Lesen Sie dazu auch: Ministranten sollten mindestens 18 Jahre alt sein
 



4.6. / 18.6.2008 -
Die Welt vor einem neuen großen Krieg? Fordert Regierung Israels von USA Krieg gegen den Iran? Oder greift Israel selbst an? In Europa genießt man derweil die Fußball-Europameisterschaft - Lt. Bild fordert Israels Premierminister Ehud Olmert die USA zum "Handeln" auf. Das Blatt schreibt: "Wie die israelische Zeitung ´Jediot Achronot` unter Berufung auf Vertraute Olmerts meldet, gebe es seiner Meinung nach im Moment eine ´dringende Notwendigkeit zur Aktion`. Sanktionen könnten nur ein erster Schritt sein, jetzt sei es an der Zeit ´für drastischere und robustere Maßnahmen`" (4.6.2008). Noch deutlicher wurde Olmerts Stellvertreter, Vizepremier Schaul Mofas: "Ein Angriff wird unvermeidlich sein, um Iran an seinen Atomplänen zu hindern"
(http://www.welt.de/welt_print/article2076231/Olmerts_Vize_Angriff_auf_Iran_unausweichlich.html). Und die österreichische Zeitung Der Standard schreibt: "Die israelische Luftwaffe hofft nach einem Bericht der ´Jerusalem Post?`, dass die USA gegenüber Israel das Verkaufsverbot für den hochmodernen US-Tarnkappenbomber F-22 ´Raptor` aufheben. Dieser wäre für einen Einsatz gegen den Iran ideal, zitierte das Blatt in seiner Internetausgabe Kreise der Luftwaffe" (7.6.2008).
Unterdessen steht das erste Atomkraftwerk Irans kurz vor der Inbetriebnahme. Im Sommer soll es losgehen (http://www.focus.de/panorama/diverses/iran-bau-des-atomkraftwerks-fast-abgeschlossen_aid_307195.html) - ein "ideales" Angriffsziel mit einem ähnlichen Effekt, wie wenn man eine Atombombe einsetzen würde (siehe hier).
Während die Bürger Europas noch die Fußball-Europameisterschaft genießen, läuft damit möglicherweise auch die Sanduhr für das Ende der bisherigen Zivilisation schneller. Vielleicht gibt es aber noch besonnene Leute, die wenigstens hier und da kurzfristig das Allerschlimmste verhindern.
Siehe dazu auch unsere Meldungen vom 12.5. und vom 24.4.

PS: Nach Senatorin und Entenjägerin Hillary Clinton, die mit dem Gedanken der kompletten Auslöschung des Iran spielte (siehe hier), äußerte sich auch Präsidentschaftskandidat Barack Obama, beides religiös "wiedergeborene" Kirchenchristen, martialisch: "Die Gefahr aus dem Iran ist realistisch, und mein Ziel wird es sein, diese Gefahr zu eliminieren" (Bild, 4.6.2008) - was immer das heißen mag. Möglicherweise wird dies aber schon der amtierende US-Präsident George W. Bush, ein "wiedergeborener" evangelischer Methodist, versuchen. Bush wurde von einer jenseitigen aggressiven Seele, die sich "Gott" nennt, offenbar bereits aufgefordert, die Kriege in Afghanistan und Irak zu beginnen. Und vielleicht hat sich dieser "Gott" wieder gemeldet, eventuell angesichts des kürzlichen Papstbesuches (mehr dazu siehe hier).
Ein starkes Indiz dafür könnte sein, dass der Papst vor einigen Tagen den Wunsch des iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad nach einer Audienz und damit eine mögliche Vermittlerrolle abgelehnt hat. Umgekehrt wurde der US-Präsident mit großer Vertrautheit und Herzlichkeit zu einem Treffen mit dem Papst in den Gärten des Vatikan empfangen. Benedikt XVI. empfing George W. Bush "mit außergewöhnlichen Ehren, die nur wenigen Gästen zuteil werden
" (Die Welt, 13.6.2008).
 



4.6.2008 - Beispiellose Aufrüstung der USA: 5 % der Weltbevölkerung und 68 % der Weltrüstungsausgaben / Auch andere Länder rüsten auf - Den überwiegend kirchenchristlichen Politikern in den USA wird ihre beispiellose Hochrüstung früher oder später zum Verhängnis werden. Denn was der Mensch sät, das wird er einst ernten. 68 % der Weltrüstungsausgaben entfallen auf die USA, einschließlich der Kosten für die Kriege im Irak und Afghanistan. Doch auch die anderen Ländern rüsten beispiellos hoch - von 2002 bis 2006 ist weltweit eine Steigerung von 30 % erzielt worden. Erstmals wurde die Billionen-Grenze pro Jahr überschritten
(http://www.focus.de/panorama/diverses/friedensgutachten-2008-friedensforscher-kritisieren-us-ruestungspolitik-massiv_aid_306021.html) (vgl. auch unsere Meldung hier). Mit 30 Milliarden Dollar könnte man das Welthungerproblem lösen. Doch die Mächtigen dieser Welt rücken diese verhältnismäßig kleine Summe nicht heraus. Stattdessen verwenden sie ungeniert 1.200 Milliarden = 1,2 Billionen, also das 40-fache, für immer teurere und bessere Waffen
(http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,557545,00.html). Dieser Wahnsinn lässt sich auf Dauer nicht fortsetzen. Und wer daran beteiligt ist, sollte sich zumindest klar von Jesus von Nazareth distanzieren. Denn Jesus von Nazareth sagte einst z. B.: "Was ihr den Geringsten meiner Brüder und Schwestern nicht getan habt, das habt ihr mir nicht getan." Die Zeituhr tickt.

Siehe dazu auch das Friedensgutachten der deutschen Friedensforschungsinstitute:
http://web49.server4.host-4-you.de/
 



26.5.2008 / 20.1.2009 - Er hat sie gebeten, sich nicht umzudrehen, und sie glaubte an eine Überraschung: Lutherischer Landeskirchenmusikdirektor ersticht seine Frau - Hans Martin Rauch (63) bekleidete das "höchste Musikfunktionärs- und das profilierteste künstlerische Amt, das die bayerischen Protestanten zu vergeben haben" (Sonntagsblatt Nr. 51 vom 19.12.2004). Am 24.5.2008 hat er jetzt seine Ehefrau Barbara Rauch (59) in der gemeinsamen Wohnung in Gmund-St. Quirin am Tegernsee erstochen. Mehr dazu siehe hier.
 



21.5. - 25.5.2008 - Katholikentag: Menschen wollten "hinaus ins Weite" -
Siehe dazu unsere Seite www.theologe.de/katholikentag.htm
 



12.5. / 21.5.2008 - Das Ende der bisherigen Zivilisation erscheint nahe - Israelischer Historiker fordert Atombombenabwurf und die Zerstörung des Iran / Der Holocaust im Dritten Reich als Hintergrund - Was in dieser Welt täglich näher rückt, sind Zerstörungen von unsagbarem Ausmaß. Einen weiteren Vorgeschmack darauf gibt das Interview des israelischen Historikers Benny Morris von der Ben-Gurion-Universität Beersheva mit der Internet-Ausgabe der österreichischen Zeitung Der Standard am 9.5.2008. Darin sagt Morris unter anderem: "
Die letzte Chance ist der Einsatz einer israelischen Atombombe, um das iranische Atom-Programm zu stoppen. Das ist die Richtung, in die die Welt den Nahen-Osten und Israel drängt ... Es reduziert sich also auf die Frage, ob Israel zerstört wird oder der Iran zerstört wird. Und ich hoffe, die Israelis verstehen, dass es besser ist, den Iran zu zerstören, als selbst zerstört zu werden" (http://derstandard.at/?url=/?id=3325698). Man kann nur hoffen, dass dies nie geschieht, und Menschen, die so denken, in Israel und anderswo nie zu politischer Macht kommen. Dr. Morris verteidigt auch die einstige Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat, "um die Existenz Israels zu garantieren", so Der Standard über die Position des Historikers.
Siehe dazu auch unsere Nachricht: Iran mit kompletter Auslöschung gedroht - Entenjägerin Hillary Clinton übt sich in apokalyptischen Vernichtungs-Visionen.
Während Hillary Clinton allerdings "nur" darüber nachdenkt, den Iran "auszulöschen", falls dieser Israel angreift, geht Prof. Dr. Benni Morris einen Schritt weiter. Er erwägt, den Iran durch eine Atombombe "sicherheitshalber" "auszulöschen", damit er Israel gar nicht angreifen könne. Nicht auszudenken, was daraus für Kettenreaktionen folgen. Und immer mehr Menschen fragen sich: Kommt der 3. Weltkrieg?

Eine Woche später hat der Militärgeheimdienst-Chef Israels, Amos Yadlin, den Iran als ein "Weltproblem" bezeichnet (Haaretz, 16.5.2008, zit. nach http://www.juedische.at). Über mögliche militärische Angriffs- oder Verteidigungspläne sprach er nicht. Er sagte jedoch: "
Wir sind die Enkel einer Generation, die nicht zugehört hat. Einer Generation, die die Aussagen, die Juden müssten vernichtet werden, nicht ernst genommen hat. Wir räsonieren über das Ausmaß der Rationalität des iranischen Regimes." Was immer das heißen mag. Zu bedenken ist hierbei auch die Erklärung Adolf Hitlers an Bischof Hermann Wilhelm Berning in Osnabrück vom 26.4.1933, wonach "er gegen die Juden nichts anderes tue als das, was die Kirche in 1.500 Jahren gegen sie getan habe" (zit. nach Friedrich Heer, Gottes erste Liebe, Berlin 1981, S. 406, siehe auch hier). Wer trägt also eine Hauptverantwortung für die explosive apokalyptische Weltsituation? Und wer lehrt bis heute, dass Gott einst den Völkermord angeordnet habe (siehe dazu Der Theologe Nr. 26)?
Bedenklich auch, dass brutale Antisemiten wie Martin Luther (siehe dazu "Der Theologe Nr. 28" - Martin Luther und die Juden) in Deutschland bis heute geehrt und gefeiert werden.
 
Mit dem großen Menschheitslehrer Jesus von Nazareth hat das alles nichts zu tun. Er lehrte in der Goldenen Regel sinngemäß: "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu" oder: "Was du willst, dass dir die Leute tun, das tu du ihnen auch."
Siehe dazu auch unsere Nachricht vom 4.6.2008
.

Aktualisierung: [13.11.2008]: Der Historiker Benny Morris legt nach. Seine grausame Logik siehe unter:
http://www.welt.de/politik/article2230158/Stehen_Israel_und_Iran_kurz_vor_einem_Atomkrieg.html
 



28.4. / 5.5. / 30.10.2008 - "Inzest-Drama" in katholischer Familie in Österreich - Verhinderte kirchliche "Anti-Sekten-Stimmung" frühere Aufklärung? - Der Elektro-Ingenieur Josef Fritzl aus Amstetten in Niederösterreich (73), der seine Tochter 24 Jahre lang in einem Kellerverlies ohne Sonnenlicht gefangen hielt und mit ihr sieben Kinder zeugte, ist nach Angaben der Berliner Morgenpost Mitglied der römisch-katholischen Kirchengemeinde Amstetten-St.-Stephan und zahlt seinen Kirchenbeitrag an die katholische Kirche in Österreich. "Wir haben hier eine funktionierende Gemeinde", sagt Diakon Engelbert Lagler betroffen (Berliner Morgenpost, 29.4.2008). Die Fritzl-Kinder wurden lt. Bild in der benachbarten katholischen Kirchengemeinde Amstetten-St.-Marien in das kirchliche Leben eingeführt. "
Die drei Kinder, die die Familie adoptiert hat, wurden bei uns getauft und bekamen in unserer Kirche die Erste Heilige Kommunion", so Pfarrer Franz Halbartschlager (Bild, 5.5.2008).
Josef Fritzl hatte seine Tochter Elisabeth nach deren Aussagen mit 11 Jahren das erste Mal sexuell missbraucht, was dieser jedoch bestreitet. Seit ihrem 18. Lebensjahr sperrte er sie dann auf jeden Fall 24 Jahre lang in sein dunkles Kellerverlies ein und missbrauchte sie dort ständig - vor den Augen der Kinder. Drei davon (19, 18 und 5 Jahre) sahen niemals Sonnenlicht. Eines starb. Und über die drei anderen log er:  Elisabeth habe sich mit 18 Jahren einer "Sekte" angeschlossen, habe die drei Babies jeweils nachts vor seine Türe gelegt und sei ohne Kontaktaufnahme wieder in der "Sekte" abgetaucht. Josef und seine Frau Rosemarie Fritzl haben diese drei Kinder dann adoptiert. Fritzl hatte seine Tochter einst gezwungen, einen Brief zu schreiben,
in dem die damals 18-Jährige gebeten haben soll, nicht nach ihr zu suchen," so ein Pressebericht (http://diepresse.com). Und: "Mit dieser Darstellung soll er auch die Behörde getäuscht haben, die ihm die [drei] Kinder anvertrauten. Der Verdächtige soll die Tochter [zudem] gezwungen haben, [weitere] handschriftliche Briefe zu verfassen, um seine Behauptungen zu untermauern" (Main-Post, 30.4.2008).

In der von Kirchenvertretern über Jahrzehnte geschürten Anti-Sekten-Stimmung wird diese erfundene Geschichte von den Behördenvertretern, in der Kirchengemeinde und bei den Nachbarn bereitwillig geglaubt, denn sie passt genau in das von der modernen "Inquisition" der Kirche gezeichnete "Sektenschema". So fragt niemand nach. Fritzl "
habe diese Geschichte mit einer derartigen Sicherheit erzählt, dass niemand Verdacht geschöpft habe. ´Er war so überzeugend, wie er gelitten hat und wie seine Familie [deswegen] gelitten hat`", so der Bekannte Anton G. (Focus online, 3.5.2008). Doch der Horror passierte eben einmal mehr nicht bei einer von den Kirchen als "Sekte" verteufelten kleinen Glaubensgemeinschaft, sondern wieder einmal in den eigenen Reihen. Jetzt flog alles auf, nachdem Josef Fritzl seine  - mit seiner mittlerweile 42-jährigen Tochter Elisabeth gezeugte - 19jährige Tochter Kerstin ins Spital ließ, nachdem diese todkrank wurde. Zunächst versuchte der Katholik Fritzl die alte Masche: Seine Tochter Elisabeth habe ihre bei der "Sekte" todkrank gewordene erwachsene Tochter vor der Tür abgelegt, damit Fritzl ihr helfe. Der katholische Pfarrer gab ihr bereits die "letzte Ölung" (Bild, 5.5.2008), doch mittlerweile geht es ihr besser. Als zur Ermittlung des Krankheitsverlaufs polizeilich nach der Mutter gesucht wurde und diese nach Fritzls Plan dafür kurzzeitig die "Sekte" verlassen soll, fliegt alles auf. Denn Elisabeth Fritzl packt aus, als man ihr versichert hat, niemals mehr Kontakt zu ihrem Vater haben zu müssen.

Warum spielt es eine Rolle, dass Josef Fritzl römisch-katholisch ist? Der Grund ist einfach: Welche Pogrom-Stimmung würden nämlich die kirchlichen "Sektenbeauftragten" jetzt in den Massenmedien anstimmen, wenn auch nur ein Bruchteil dessen, was in ihren Reihen passierte, bei einer kleineren Gemeinschaft geschehen wäre? Ganz Europa wäre gegen diese "Sekte" und alle anderen kleinen Gemeinschaften aufgehetzt worden. Denn die Journalisten hätten die Kirchenvertreter vermutlich auch gefragt, ob so etwas auch bei anderen kleinen Gemeinschaften möglich sei, und die modernen Inquisitoren hätten wohl wieder gesagt "Ja" - so wie sie schon früher solche Anlässe geschickt genutzt hatten, um alle ihnen missliebige Andersgläubige über einen Kamm zu scheren und niederzumachen. Doch einmal mehr ist der Täter römisch-katholisch. Aus diesem Grund verschweigen die meisten Berichte das Glaubensbekenntnis von Josef Fritzl. Würde er einer religiösen Minderheit angehören, wäre dies völlig anders. Fritzl selbst bat aufgrund seiner  Erziehung um Verständnis für seine Taten. Er wäre alleine von seiner Mutter groß gezogen worden, und er sagt über sie:
"
Meine Mama ist Magd gewesen, musste viel arbeiten, ich habe von ihr nie ein Bussi bekommen und nie eine Umarmung, obwohl ich mich so bemühte, dass sie gut zu mir ist. Das einzige, was sie mit mir tat, war, in die Kirche zu gehen" (Bild, 30.10.2008).

PS: Sollte Josef Fritzl seine Taten übrigens bei einem Priester beichten und dafür die kirchliche "Absolution" erhalten, kommt er nach römisch-katholischer Lehre später trotzdem in den "Himmel". Und sollte seine Tochter Elisabeth z. B. aufgrund ihrer Erfahrungen den Glauben an den "Gott" der katholischen Kirche verloren haben, müsste sie dafür später nach römisch-katholischer Lehre in die ewige Hölle.
 
Lesen Sie dazu auch: "Der Theologe Nr. 18" - Der Glaube der Kirche
                                    "Der Theologe Nr. 12" - Der Sektenbeauftragte - der neue Inquisitor
  


                 
28.4.2008 / 4.4.2009 - Ist eine millionenschwere Kirchenorgel "Volkswohlfahrt" unter besonderer Berücksichtigung des Sozialen? Am 27.4.2008 wurde in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bamberg-St.Stephan die neue Orgel eingeweiht, die nach Information des Evangelischen Sonntagsblattes ca. eine Million Euro gekostet hatte, wovon die staatliche Oberfrankenstiftung 500.000,00 € bezahlte. Hier soll nichts Negatives über die Kunst der Orgelmusik im allgemeinen gesagt werden, die sicher eine Berechtigung hat. Doch hat Jesus, der Christus gesagt: "Kauft euch von euren Schätzen teuerste Musikinstrumente und Kunstschätze, um mich damit zu ehren"? Es hat stattdessen gesagt: "Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten [mit euren Säcken voller Euros], das habt ihr mir auch nicht getan" (Matthäus 25, 45). Das ist Christus. Das andere ist Kirche.
Lesen Sie dazu auch: "Freie Christen Nr. 1" - Gott wohnt nicht in Kirchen aus Stein
"Der Theologe Nr. 29" - 1000 Jahre Bistum Bamberg und St. Stephan - kein Grund zum Feiern

PS
: In der Satzung der 1927 gegründeten Oberfrankenstiftung (www.oberfrankenstiftung.de) wird der Stiftungszwecke in § 2 (1) wie folgt formuliert: "Die Stiftung verfolgt gemeinnützige Zwecke auf dem Gebiet der Volkswohlfahrt unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Verhältnisse der Bevölkerung" - wobei allgemein auch "Kunst und Kultur" sowie "Denkmalschutz" gefördert werden können (§ 2 (2.1.)), obwohl nicht verständlich ist, wie dies mit dem Stiftungszweck in Einklang stehen soll. Schließlich bedeutet "Volkswohlfahrt" z. B. "Volksgesundheit, Wohnungs- und Siedlungswesen, Jugendwohlfahrt und Allgemeine Fürsorge" (siehe den Wikipedia-Eintrag über das "Preußische Ministerium für Volkswohlfahrt"). Und wie im Einzelfall gar die Teilfinanzierung einer millionenschweren Kirchenorgel als "Volkswohlfahrt unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Verhältnisse der Bevölkerung" interpretiert werden kann, mag jeder selbst beurteilen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die einfache Bevölkerung immer ärmer wird, währen die Kirchen in Deutschland über ein Vermögen von ca. 500 Milliarden Euro verfügen (siehe z. B. Der Spiegel Nr. 49/2001; oder; oder http://www.das-weisse-pferd.com/02_01/abzocker.html).
 



24.4. / 24.5.2008 - Iran mit kompletter Auslöschung gedroht - Entenjägerin Hillary Clinton übt sich in apokalyptischen Vernichtungs-Visionen - "Mein Dad ... hat ... mir beigebracht, auf Enten zu schießen, als ich ein kleines Mädchen war", erzählt US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton (Handelsblatt, 14.4.2008). Bis heute bringt die Frau von Ex-US-Präsident Bill Clinton als Hobby-Jägerin leidenschaftlich gerne Tiere um. Bei den Vorwahlen um die Präsidentschaft drohte das überzeugte evangelisch-methodistische Kirchenmitglied Hillary Clinton nun mit einer Apokalypse bisher nie bekannten Ausmaßes, die unzähligen Menschen und Tieren den Tod bringen würde. So wird sie bei Focus online zitiert: "Die Iraner sollen wissen, dass ich, wenn ich Präsidentin bin, den Iran (im Falle eines Angriffs auf Israel) angreifen werde ... Ein Angriff auf Israel würde einen massiven Vergeltungsschlag der USA provozieren ..." Dei USA seien in der Lage, die Iraner "komplett auszulöschen" (22.4.2008).

Seit Herbst 2005 wird dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in diesem Zusammenhang nachgesagt, der Staat Israel müsse seiner Überzeugung nach "ausgelöscht" werden, so die martialische englische "Übersetzung" des persischen Originals einer Rede vom 26.10.2005. Tatsächlich bezog sich der Iraner in dieser Rede auf die gegenwärtige israelische Regierung, die er als "Besatzerregime" bezeichnet ("occupying regime", New York, 30.10.2005). Und er sagte wörtlich: "Das Besatzerregime muss Geschichte werden" (bzw. "muss von den Seiten der Geschichte verschwinden") (zitiert nach Süddeutsche Zeitung, 26.3.2008, http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/858/165387/). Er verglich es dabei mit dem früheren Schah-Regime in Persien. Deshalb korrigierte z. B. die britische Zeitung The Guardian später das von westlichen Medien aus dem Zusammenhang gerissene und falsch übersetzte Zitat und schrieb: "Er sprach keine militärische Drohung aus. Er forderte ein Ende der Besatzung Jerusalems, irgendwann in der Zukunft" (2.6.2006). Und in einem Interview erläuterte Präsident Ahmadinedschad später: "Wir
sind gegen Blutvergießen, und zwar unabhängig davon, ob ein Verbrechen gegen einen Muslim oder gegen einen Christen oder Juden begangen wird" (Spiegel online, 31.5.2006, http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,418312,00.html). Und "Revolutionsführer" Chamenei, der als mächtigster Mann des Landes gilt, hatte bereits im Herbst 2005 klargestellt: "Iran wird gegen keine Nation eine Aggression begehen" (Süddeutsche Zeitung, 26.3.2008).

Offen ist allerdings, wie die Regierung Irans auf einen Angriff Israels reagieren würde, der z. B. die Zerstörung der persischen Nuklearanlagen zum Ziel hätte. Eine Möglichkeit wäre ein militärischer Gegenschlag, der nach Hillary Clinton wiederum einen Angriff der USA auf den Iran zur Folge hätte. Die Folgen für die gesamte Zivilisation wären von hier an unübersehbar, und die Apokalypse würde neue bisher nie gekannte Ausmaße erreichen.

Das Perfide daran ist, dass auch Hillary Clinton den Schöpfergott und den großen Friedenslehrer Jesus von Nazareth, der von der Feindesliebe sprach (z. B. "Tut wohl denen, die euch fluchen"), auf das Schändlichste für ihr Kriegsgeschrei missbraucht. Zudem sagte sie gegenüber dem Nachrichtensender CNN, "in Gottes Gnade verankert zu sein" (http://eins.scm-digital.net/show.sxp/1433_clinton_und_obama_sprechen__ber_ihren_glauben.html)
. Auch ist sie bekannt dafür, angeblich "Jesus" zurück in die Politik bringen zu wollen, und sie besucht regelmäßig einen Bibel- und Gebetskreis, der sich dieses Ziel gesetzt hat (z. B. http://www.motherjones.com/news/feature/2007/09/hillarys-prayer.html). In diesem Zusammenhang bekundete sie vor allem ihr Interesse an der alttestamentlichen "Heldin" Esther. Erschreckend dabei sind die Parallelen von Geschichte und Planspielen der Gegenwart:
Esther wurde als Jüdin im 6. Jahrhundert vor Christus Königin von Persien, dem heutigen Iran. In den Machtkämpfen am Königshof entwickelte sich dem biblischen Buch Esther zufolge eine Feindschaft zwischen ihrem Onkel Mordechai und dem mächtigen persischen Fürsten Haman. Dieser soll schließlich die Vernichtung aller Juden in Persien beschlossen haben, doch Esther bekam den Plan mit und soll eine grausame Rache in die Wege geleitet haben. So heißt es in der Bibel: "Auch die anderen Juden in den Ländern des Königs kamen zusammen, um ihr Leben zu verteidigen und sich vor ihren Feinden Ruhe zu verschaffen, und töteten 75.000 von ihren Feinden" (Esther 9, 16).
Womöglich orientiert sich Hillary Clinton an der Bibel und an Esther, wenn sie davon spricht, die tatsächlichen oder vermeintlichen "Feinde" des heutigen Israel und ihr Land womöglich bald komplett auslöschen zu können. Tatsächlich steht die Senatorin, Juristin und Entenjägerin aus Park Springs/Illinois nicht weit davon entfernt, auf die Knöpfe drücken zu können, die das apokalyptische Inferno auslösen könnten. Ihr evangelisch-methodistischer Glaube (den sie übrigens mit dem Präsidenten George W. Bush teilt) gebe ihr dabei das "Vertrauen ..., Entscheidungen zu treffen, die richtig für sie seien" (www.eins.scm-digital.net; siehe oben). Doch ihre Ansichten sind Teil der Lehren der Kirche. Mit dem pazifistischen Jesus, der weder das Töten von Menschen noch von Tieren befürwortete, hat es nicht das Geringste zu tun.

Hillary Clinton kämpft derweil verbissen wie noch kein anderer Kandidat vor ihr um die Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin der Demokratin, obwohl ihr Rückstand auf Barack Obama uneinholbar ist. Ihre Gründe werden dabei immer brutaler.
"Wir erinnern uns alle daran, dass Bobby Kennedy im Juni in Kalifornien ermordet wurde," so Clinton (Spiegel online, 23.5.2008). Deshalb verstehe sie die Forderungen nicht, sie solle das Rennen jetzt aufgeben. So kann man fragen, ob Obamas Leben in Gefahr ist. Nach Protesten entschuldigte sich Frau Clinton.

Siehe dazu auch unsere Meldung
: Israelischer Historiker fordert Atombombenabwurf und die Zerstörung des Iran

 



24.4.2008 - Priester küsste Ministranten und fasste ihm dabei zwischen die Beine - Was der Würdenträger des Erzbistums Hamburg hinter verschlossenen Türen mit Ministranten tat, sei erst einmal dahin gestellt. Ein Mitglied des Pastoralrats des Bistums, Krzysztof Stobinski, hat jetzt zunächst Strafanzeige gegen den "keinesfalls unbekannten und unbedeutenden" Priester (rp-online, 24.4.2008) gestellt - und zwar aufgrund von Beobachtungen mehrerer Zeugen. Die Vorwürfe "richteten sich im Kern nicht gegen die angeblich aktiv ausgelebte Homosexualität des Pfarrers, sondern gegen den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen". "In einem Brief an die Kirchenleitung sollen die Unterzeichner davon berichten, sie hätten einen Vikar gesehen, wie er einen Jungen geküsst und ihm dabei zwischen die Beine gefasst habe." "Ich kann es persönlich nicht verantworten, dass weiterhin Kinder missbraucht werden", sagte jetzt Stobinski. Und in einem anderen Schreiben heißt es, "dass man in großer Sorge um die Messdiener sei". Der Priester wurde daraufhin vom Erzbischof Werner Thissen bis zur Klärung aller Vorwürfe vom Dienst beurlaubt. Die Vorwürfe reichen bereits in die Jahre 1999 und 2000 zurück und wurden erst jetzt öffentlich, als man entsprechende Brief-Unterlagen eines "schwer erkrankten" anderen Pfarrers gefunden hatte.
Der Sorge um die Messdiener schließen wir uns an. Bereits im Jahr 2002 sprach eine engagierte Katholikin öffentlich aus, was mittlerweile viele Eltern denken. "Ich bin froh, dass mein Sohn nie Messdiener war" (Tagesspiegel, 25.2.2002). Andere Eltern, die ihren Kindern den Ministrantendienst erlauben, müssen sich hingegen fragen lassen, ob sie nicht Russisch Roulette mit der seelischen Gesundheit ihrer Jungen und Mädchen spielen. Lesen Sie dazu auch unsere Forderung: Messdiener sollten mindestens 18 Jahre alt sein.

 



17.4. / 20.4.2008 - Der Schmutz hinter den festlichen Gewändern - Papst "schämt sich" für ca. 5.000 pädophile Verbrecher im Priester-Talar in den USA. Aber keine Vergebungsbitte - 13.000 Kinder wurden in den USA in den letzten Jahren und bzw. Jahrzehnten Opfer von ca. 5.000 römisch-katholischen Priester und die Dunkelziffer ist damit noch lange nicht erfasst
(siehe hier). Der Papst empfinde darüber nun "tiefe Scham" und kündigt Entlassungen von pädophilen Würdenträgern und Hilfe für die Opfer an. Doch den Satz "Wir bitten alle Opfer um Vergebung" hat er einmal mehr nicht gesagt.
Zudem weist auch der Opfer-Verband Snap (Suvivors Network of those Abused by Priests = "Überlebenden-Netzwerk von denen, die von Priestern missbraucht wurden") darauf hin, dass z. B. noch immer "hunderte Bischöfe willentlich und wiederholt" Gemeindemitglieder hintergingen, gegenüber der Polizei schwiegen und Kinder weiter Risiken aussetzten (Spiegel online, 17.4.2008).
Hier sind jedoch auch die Eltern mit schuld, wenn sie ihr Kind weiter der Kirche anvertrauen. Denn in dieser Größenordnung sind die bis jetzt aufgedeckten Sexualverbrechen an Kindern durch Priester keine Einzelfälle mehr, sondern es gehört zum "System" der Kirche (PS: Es gibt in den USA derzeit ca. 42.000 katholische Priester). Eltern, die ihre Kinder unter diesen Umständen in die "Pädophilen-Hochburg" Kirche und in die Nähe von Priestern lassen, spielen deshalb Russisches Roulette mit der Seele ihrer Kinder. Im Baseball-Stadion in Washington prangerte Benedikt XVI., eskortiert von 14 Kardinälen, 250 Bischöfen und 1.300 Priestern, am 17.4.2008 den insgesamt den "Werteverfall" in der Gesellschaft an. Pornografie und Gewalt seien heute in vielen Haushalten durch die Medien zugänglich. Damit lenkt er leider von dem Sachverhalt ab, dass z. B. sexuelle Ausschreitungen an Kindern in seiner eigenen Kirche überdurchschnittlich häufig passieren. So wirkte es sehr zwiespältig, als Papst Benedikt bei seiner Abschlussmesse im Yankee-Stadion in New York die Katholiken aufrief, ihre "moralischen Überzeugungen" "in die Gesellschaft hineinzutragen" (ARD-Tagesschau, 20.4.2008).

Betty Ianny, heute 50 Jahre alt und früher eines der Missbrauchsopfer, kritisiert in diesem Zusammenhang den Papst: "Er spricht davon, Scham zu empfinden, doch das ist himmelschreiend weit entfernt von der Scham, mit der Opfer ihr ganzes Leben leben müssen" (Spiegel online, 17.4.2008).
Die Kirche hatte zwischen 1980-2002 ca. eine Milliarde Dollar an sexuell missbrauchte Kinder und Jugendliche und ihre Angehörige bezahlt, wenn diese schweigen. Und seit dem Jahr 2002 folgten immerhin weitere zwei Milliarden Dollar an Entschädigungszahlungen. Doch für viele Opfer kommen diese Gelder zu spät, wie folgendes Ereignis zeigt: Eine kleine Gruppe von Demonstranten hielt in Washington ein Plakat mit Fotos von 60 Kindern aus ihrer Umgebung hoch. Ca. ein Viertel der Fotos hatten einen schwarzen Rand. Die jungen Menschen hatten Selbstmord begangen. Ihnen droht nach römisch-katholischer Lehre zudem angeblich eine "ewige Hölle" (siehe Der Theologe Nr. 18). Die pädophilen Priester kämen später jedoch in den Himmel, wenn sie korrekt römisch-katholisch glauben. In der Kirche werden die Menschen also nicht nur körperlich, sondern auf diese Weise auch seelisch auf das Schändlichste traktiert (siehe dazu auch "Der Theologe Nr. 19", Es gibt keine ewige Verdammnis).
Und zu den Verbrechen in der Kirche siehe auch "Der Theologe Nr. 24", Die Kirche und die Hölle auf Erden.
 



15.4. / 20.4. / 18.6.2008 - Papstbesuch in USA: Präsident George W. Bush droht Iran mit Krieg - Und bekommt er dafür im Hinterzimmer den päpstlichen Segen? Bush sieht "Gott" in den Augen des Papstes. Hört er ihn auch aus dessen Mund? -
Kurz vor dem Papstbesuch im Weißen Haus in den USA drohte George W. Bush dem Iran vermutlich noch einmal den Krieg an, wenn dieser sich "falsch" entscheide. Oder wie soll man verstehen, wenn Bush für diesen Fall sagt "America will act" (= "Amerika wird handeln")? (siehe dazu unten die deutlichere Kriegsdrohung am 16.6.2008) In der Vergangenheit ließen sich die US-Präsidenten ihre Kriege vor allem von dem protestantischen Prediger Billy Graham "absegnen" (siehe dazu Der Theologe Nr. 22). Vielleicht hat George W. Bush vor dem Iran mehr Angst als vor bisherigen Kriegsgegnern, und er möchte für diese Pläne deshalb zusätzlich den Segen des Papstes. Offiziell sagte dieser, er zähle auf die Unterstützung der USA "für die geduldigen Bemühungen der internationalen Diplomatie, Konflikte zu lösen" (Bild, 16.4.2008). Den Irak-Krieg verschwieg er. Das heißt auch: Keine öffentliche Kritik an den USA. Der Verrat an Jesus, dem Christus, besteht dabei schon darin, dass auch der Vatikan "für den Notfall" bzw. hinter den Kulissen einen Krieg befürworte, wenn dieser "gerecht" sei (Die Lehre von einem möglicherweise "gerechten Krieg" ist nach wie vor römisch-katholisches Glaubensgut, mit Jesus hat sie nichts zu tun).

Hier zunächst ein Auszug aus der Bush-Rede vom 10.4.2008 lt. Homepage vom Weißen Haus:
"A stable, successful, independent Iraq is in the strategic interests of Arab nations. And all who want peace in the Middle East should support a stable, democratic Iraq. And we will urge all nations to increase their support this year. The regime in Tehran also has a choice to make. It can live in peace with its neighbor, enjoy strong economic and cultural and religious ties. Or it can continue to arm and train and fund illegal militant groups, which are terrorizing the Iraqi people and turning them against Iran. If Iran makes the right choice, America will encourage a peaceful relationship between Iran and Iraq. Iran makes the wrong choice, America will act to protect our interests, and our troops, and our Iraqi partners" (zit. nach www.whitehouse.gov).

Demnach würde der Iran militante schiitische Gruppen im Irak unterstützen, was die "Bevölkerung" im Irak, also einen Teil der Mehrheit der Sunniten, "against Iran" (= gegen Iran) aufbringe. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Satz von George W. Bush an die einst in Afghanistan regierenden Taliban: "Die Taliban müssen handeln, und sie müssen sofort handeln. Sie werden die Terroristen ausliefern, oder sie werden deren Schicksal teilen" (zit. nach Süddeutsche Zeitung, 21.9.2001). Da die Taliban sich nicht in diesem Sinne "richtig" entschieden hatten, folgte der bis heute andauernde Krieg, genannt "Enduring Freedom". Bei seinem Gedenken auf Ground Zero am 20.4.2008 bedachte der Papst aber offenbar nur die unmittelbaren Opfer des bis heute nicht genau geklärten Anschlags. Die unzähligen unschuldigen Opfer der durch die Ereignisse des 11.9.2001 ausgelösten Angriffe der USA blieben anscheinend unerwähnt. Immerhin bat er Gott, Er möge den Frieden in die "Welt" und in die "Herzen" bringen. Das würde aber bedeuten, dass derjenige, der sich "Christ" nennt, also z. B. sein Gesprächspartner George W. Bush, damit anfängt, indem er z. B. die "Goldene Regel" der Bergpredigt anwendet, die lautet: "Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun, das tut ihr ihnen auch" (Matthäus, 7, 12). Bush handelte jedoch oft nach dem Leitsatz: "Wenn die Leute uns nicht das tun, was wir von ihnen wollen, dann werden wir mit Waffengewalt versuchen, sie dazu zu zwingen."

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die religiöse Dimension des Afghanistan- und Irak-Krieges für den Präsidenten der USA. George W. Bush richtet sich nach den Worten des ehemaligen palästinensischen Außenministers Nabil Schaath nach einer Stimme aus dem Jenseits, die er "Gott" nennt. Diese Stimme soll Bush u. a. dazu aufgefordert haben: "George, geh los und bekämpfe diese Terroristen in Afghanistan!" Zwei Jahre später sagte ihm diese Stimme: "George, geh los und beende die Tyrannei im Irak!" (Focus online, 8.10.2005) Nun antwortete George W. Bush auf die Frage "Was sehen Sie, wenn Sie in die Augen des Papstes blicken?" Dort sehe er "Gott" (http://www.kath.net/detail.php?id=19566). Deshalb die weitere Frage: "Spricht ´Gott` für ihn auch aus dem Mund des Papstes?" Und was sagt dieser, wenn keine Kameras mit dabei sind? Dass der Vatikan nicht wirklich gegen den Krieg ist, machte auch der US-amerikanische Militär-Erzbischof Edwin F. O´Brien deutlich, der am Beginn des Irak-Kriegs davon sprach, dass es völlig angemessen sei, "dass die Mitglieder unseres Militärs ... ihre militärischen Pflichten guten Gewissens ausführen (KNA, 26.3.2003). Und weder hatte damals Papst Johannes Paul II. widersprochen noch heute Papst Benedikt XVI.

Zum Treffen Ratzinger-Bush: Benedikt XVI. war der erste und einzige Gast, den George W. Bush gleich persönlich am Flughafen empfing. Schon vor der Leiche seines Vorgängers ist der US-Präsident im April 2005 in die Knie gegangen. Siehe dazu unsere Meldungen vom 3.4.2005 und 10.4.2005. Der Präsident erweist also dem Vorgesetzten einer Organisation, die wie keine andere in Verbrechen und Skandale verwickelt war und ist, diese besondere Ehre. (PS: Bis jetzt wurden z. B. schon ca. 4.500 Priester der römisch-katholischen Kirche in den USA pädophiler Verbrechen angeklagt . Doch die Dunkelziffer der Täter ist wahrscheinlich weit höher.)  Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), Ban Ki Moon, erwartete von Joseph Ratzinger "spirituelle Unterstützung". Immer mehr Menschen erkennen jedoch, was sich hinter den glanzvollen frommen Masken der Kirchenführer und ihren volltönenden, aber hohlen Worten wirklich verbirgt.
Jüngstes Beispiel für die Hohlheit: Die komplizierten und allgemeinen Theorien, die der Papst am 18.4.2008 vor der UNO vorlas. Während das Weltenschiff auf dramatische Weise sinkt, verlor sich der "blinde Blindenführer" im Papst-Talar in selbstverliebten, für den normalen Bürger über weite Strecken unverständlichen Wortkonstruktionen ohne konkrete Lösungsvorschläge, die erst ihm wohl gesonnene Journalisten verständlich aufbereiteten. Wenn man dann noch bedenkt, was der ganze weit gehend ergebnislose Aufwand kostete (mehrere Millionen Euro)! Kein Wunder, dass der Zustand der Welt bei solchen "spirituellen Führern" so ist, wie er ist ...
 
Zu Verbindungen zwischen der US-Regierung und dem Vatikan siehe auch:
Achse Washington - Vatikan                               Der Papst und die "Neue Weltordnung"
Ökumenische politische Doppel-Strategie       Balkan-Politik

Aktualisierung: Bei einer Pressekonferenz mit George W. Bush und dem britischen Premierminister Gordon Brown am 16.6.2008 in London bekräftigte der US-Präsident seine Bereitschaft zum Krieg gegen den Iran. Bush wörtlich: "We can solve the problem diplomatically. That's my first choice. Iranians must understand all options are on the table, however" (Washington Post, 18.6.2008; = "Wir können das Problem diplomatisch lösen. Das ist meine erste Wahl. Iraner müssen aber begreifen, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen", also auch der militärische Angriff auf den Iran.
 



14.4.2008 - Straßennamen in München: Nach dem Antisemiten Hans Meiser die Antisemitin Katharina von Bora - Kaum hatte sich der Münchner Stadtrat zur Umbenennung der nach dem antisemitischen Landesbischof Hans Meiser (siehe Der Theologe Nr. 11) benannten Meiserstraße entschlossen, da jubelt die evangelische Landeskirche der Stadt wohl gleich den nächsten Antisemiten unter, in diesem Fall eine Frau. Denn die Kirche schlug vor, dann Katharina von Bora als Namenspatin zu wählen, was schließlich Zustimmung fand. Da Katharina von Bora jedoch mit Martin Luther, dem "größten Antisemiten seiner Zeit" (siehe Der Theologe Nr. 28), verheiratet war, konnte man schon von daher vermuten, dass sie vermutlich die Ansichten ihres Mannes teilte. Dass es tatsächlich so war, bzw. dass sie womöglich noch schärfer gegen die Juden eingestellt war als Luther selbst, dafür spricht z. B. der letzte Brief Martin Luthers, den er in Eisleben am 1.2.1546 kurz vor seinem Tod (am 18.2.1546) an seine Frau schrieb. Darin heißt es: "Ich bin ja schwach gewesen auf dem Weg hart vor Eisleben, das war meine Schuld. Aber wenn du wärest da gewest, so hättestu gesagt, es wäre der Juden oder ihres Gottes Schuld gewest. Denn wir mussten durch ein Dorf hart vor Eisleben, da viel Juden innen wohnen, vielleicht haben sie mich so hart angeblasen ... Und wahr ists, do ich bei dem Dorf fuhr, gieng mir ein solcher kalter Wind hinden zum Magen ein auf meinen Kopf durchs Parret, als wollt mirs das Hirn zu Eis machen ... Wenn die Heuptsachen geschlichten wären, so muss ich mich dran legen, die Juden zu vertreiben" (siehe dazu auch unten). Für einen unheilvollen Einfluss Katharina von Boras auf Martin Luther spricht auch, dass sich Luther erst nach seiner Heirat im Jahr 1525 zu einem der furchtbarsten Inquisitoren entwickelte, der Todesstrafen gegenüber allen Andersdenkenden forderte, teilweise sogar in sehr grausamer Ausführung (z. B. das Aufschlitzen der Adern bei geizigen Kaufleuten und Prostituierten; weitere Hinrichtungsforderungen siehe in Der Theologe Nr. 3).

Aktualisierung [12.11.2008]: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/18/323884/text/
 



10.4. / 13.4.2008 -
Turbulenzen um vergoldete Stele bei Katholiken in Haßfurt - Jesus von Nazareth wollte keine goldverbrämten Kirchen aus Stein - In der bekannten katholischen Ritterkapelle in Haßfurt in Unterfranken soll neu eine vergoldete Stele (ein hoher freistehender Pfeiler) aufgestellt werden. Doch über 2.000 Bürger haben sich jetzt in einer Unterschriftenaktion schon dagegen ausgesprochen (Fränkischer Tag, 10.4.2008). Dahinter steckt vielfach noch die Ahnung, auch bei gutwilligen Katholiken, dass Jesus von Nazareth niemals eine reiche Kirche mit goldverbrämten Kirchengebäuden aus Stein wollte. Und dass er niemals wollte, dass Menschen in seinem Namen Kunstschätze anhäufen. Was wäre das auch für ein Gott, der diesen Prunk braucht sowie die zahllosen Messen, die dort gefeiert werden, und die unzähligen Kultgewänder, Hüte und Mützen der Priester, den Samt und den Purpur? Und die vielen Kniebeugen und den Weihrauch und die langen Litaneien und die Altäre, Stelen und Säulen und den ganzen Pomp, der ja auch sehr viel Geld kostet. Jesus, der Christus, wollte das alles nicht. Er wollte stattdessen eine schlichte und kraftvolle Nachfolge (ohne Priester, Altar, Sakramente, Rituale usw.) und, dass den Notleidenden geholfen wird.
Lesen Sie dazu: "Freie Christen Nr. 1": Gott wohnt nicht in Kirchen aus Stein - Darum treten Sie aus, Sie sind nicht allein.
 



9.4.2008 -
Vatikanischer Totenkult - Leiche von Johannes Paul II. soll mit Wachsmaske in Glassarg - Die im krassen Gegensatz zum urchristlichen Auferstehungsglauben stehende römisch-katholische Reliquien- und Leichenverehrung führt dazu, dass sich täglich 15.000 - 20.000 Menschen durch die Nische in den Vatikanischen Grotten unter dem Petersdom drängen, um am Grab von Papst Johannes Paul II. vorbei zu pilgern. Um den Totenkult zu erleichtern, soll die Leiche des ehemaligen Papstes deshalb jetzt wohl verlegt und wahrscheinlich (wie im Märchen von Schneewittchen) in einen Glassarg umgebettet werden. Sein Gesicht soll dabei von einer Wachsmaske, die seine Gesichtszüge trägt, geschützt werden (Focus online, 9.4.2008;
http://www.focus.de/panorama/welt/vatikan-johannes-paul-ii-soll-glassarg-bekommen_aid_268970.html)
. Während für Christen beim Tod die unsterbliche Seele den sterblichen Naturkörper verlässt, der darauf hin wieder der Natur, der Erde oder dem Feuer, übergeben wird, versucht die Kirche, die Körper ihrer ehemaligen Anführer zu "konservieren". Hierzu hatte ein Kind einmal beim Tod von Johannes Paul II. die Frage gestellt: "Wird der Papst jetzt ausgestopft?" Über die genauen Techniken der Konservierung bzw. Einbalsamierung bei Päpsten weiß der römische Präparator Massimo Signoracci Bescheid.
Zu Hintergründen dieser Praktiken siehe unsere Meldung: Konservierung für die Auferstehung? sowie die Informationsschrift Freie Christen Nr. 6 über Kirche und Tod
.

Anmerkung: Obwohl die Kirche vordergründig lehrt, dass Jesus auferstanden sei, zeigt sie an ihren Kruzifixen weiterhin seinen furchtbar geschundenen Leib am Kreuz. Dies ist letztlich ein Todessymbol, während ein Kreuz ohne Corpus demgegenüber als ein Lebenssymbol angesehen werden kann, da es die Auferstehung veranschaulicht. Zum Kruzifix als Todessymbol mehr in Freie Christen Nr. 6 und Der Theologe Nr. 2.
 



7.4.2008 - Mann bekam Herz eines Selbstmörders transplantiert - erst heiratete er dessen Frau, dann brachte auch er sich um - Ein transplantiertes Organ enthält in seinen Zellen Informationen aus der Seele des Spenders, was bei einem Organempfänger oft zu Fremdheitsgefühlen führt und zu den körperlichen Abstoßungsreaktionen. Seele und Körper passen nach einer Organtransplantation nicht mehr zusammen, und die darunter schwer leidende Seele versucht, über ihren Körper das fremde Organ wieder abzustoßen. Unter Umständen ist die Seele des verstorbenen Spenders auch noch mit ihrem ehemaligen Organ verbunden, was beim Empfänger zu zusätzlichem Chaos führt und ihn aus seiner Lebensbahn wirft, die er sich für dieses Leben vorgenommen hatte.
Dass es so ist, dafür gibt es unzählige Indizien (siehe z. B. in Der Theologe Nr. 17).
Dazu gehört auch folgender Bericht:
Im Jahr 1996 erhielt Sonny Graham (damals 57) das Herz von Terry Cottle (+ 33). Cottle hatte sich erschossen. Im Januar 1997 traf Graham dann die Witwe Cottles, und Cottles Herz schlug auch im Organempfänger Graham für seine Frau. Graham in einem Interview: "Ich fühlte mich, als hätte ich sie schon seit Jahren gekannt. Ich konnte meine Augen nicht von ihr lassen, starrte sie dauernd an" (Bild online, 7.4.2008). Beide verliebten sich und heirateten im Jahr 2004. Anfang April 2008 wurde Sonny Graham (jetzt 69) tot aufgefunden. Er hatte sich erschossen - wie einst Terry Cottle. Siehe:
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/04/07/selbstmord/herz-starb-zweimal,geo=4204478.html

"Der Theologe Nr. 17" - Die verschwiegenen Leiden von Organspender und Organempfänger
 



25.3.2008 - Kleiner Bulle suchte verzweifelt nach seiner geschlachteten Mutter: Jäger knallen das friedlich grasende Jungtier ab - Ein Ereignis aus Sachsen-Anhalt mit Bildern siehe bei
http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/2008/03/25/bulle-erschossen/galloway,geo=4098400.html# - es macht an einem Beispiel den Wahnsinn von Massentierhaltung und Jagd deutlich. Wie sich dies alles im kirchenchristlichen Abendland entwickelte, siehe in Der Theologe Nr. 7.
Und weitere Informationen zum Thema "Tiere und Kirche" siehe in
Der Theologe Nr. 31.

 



23.3. / 24.3.2008 - Provozierende Medien-Inszenierung in der Osternacht: Papst macht prominenten Muslim durch Taufe zum Kirchenmitglied - Ausgerechnet in der weltweit am Fernsehen übertragenen Osternacht aus dem Petersdom im Vatikan vollzieht der Papst die katholische Taufe an einem der prominentesten Muslime Italiens, dem Journalisten Magdi Allam von der Zeitung Corriere della Sera. Damit wird der Ägypter auch Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Er wählte eigens einen Taufnamen, nämlich "Christian", und "
bezeichnet den Islam als eine Religion, die von Hass und Intoleranz charakterisiert sei. Er sei von einer Ideologie befreit worden, die Lüge und Gewalt legitimiere, Mord und Selbstmord hervorrufe sowie für blinde Unterwerfung unter eine Tyrannei stehe" (idea, 24.3.2008). Mit seiner Hinwendung zur Kirche habe er angeblich die "authentische Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit" gefunden (zit. nach idea, 24.3.2008). Möglicherweise wurde er aber über seinen neuen Glauben nur unzureichend informiert (mehr dazu siehe z. B. in Der Theologe Nr. 18 oder in Der Theologe Nr. 25) bzw. über dessen Geschichte (vgl. z. B. Informationen zur Inquisition einst und jetzt).
Der Termin der Taufe und die vom Vatikan hergestellte weltweite Öffentlichkeit sind natürlich gezielt so gewählt, denn Papst Benedikt XVI. zieht seinen Kurs gegenüber Andersgläubigen freundlich, aber knallhart, provozierend und öffentlichkeitswirksam durch. Dahinter steckt der nach römisch-katholischer Lehre "unfehlbare" Lehrsatz:  "
Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig. Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir"
(Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Nr. 430, siehe dazu Der Theologe Nr. 18). Sowie, dass Andersgläubige, welche die Kirche kennen, sich aber ihr nicht anschließen, angeblich später dem "ewigen Feuer" "verfallen" (siehe Lehrsatz Nr. 381 unten).
- Zu Papst und Islam siehe auch hier
- Zu Papst und Judentum siehe unten
- Zu Papst und Protestanten siehe z. B. hier
Lesen Sie dazu auch "Der Theologe Nr. 36": Kirche, Kirchliches Christentum und Islam

 



21.3.2008 - Karfreitag: Kirche lässt indirekt beten, dass Juden Katholiken werden - Offiziell wird in der katholischen Kirche für die Juden gebetet, "damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen". Was legen Papst Benedikt XVI. und der Vatikan nun in diese Worte hinein? Aus ihrer Sicht würde das praktisch heißen, dass Juden Katholiken werden sollen. Und das heißt im Klartext, dass das jüdische Volk Jesus, den Christus, so falsch verstehen und seine Botschaft ins Gegenteil verkehren soll, wie dies die römisch-katholische Kirche tut (vgl. z. B. Der Theologe Nr. 25). Der Zentralrat der Juden in Deutschland wirft dem Papst in diesem Zusammenhang Respektlosigkeit vor (siehe z. B.
http://www.focus.de/politik/ausland/karfreitagsfuerbitte_aid_266486.html)
. Der Hintergrund ist u. a. das römisch-katholische Dogma. Für die Kirche zählt nämlich zu den "unfehlbaren" Lehrsätzen auch folgender:
"
[Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt. So viel bedeutet die Einheit des Leibes der Kirche, dass die kirchlichen Sakramente nur denen zum Heil gereichen, die in ihr bleiben, und dass nur ihnen Fasten, Almosen, andere fromme Werke und der Kriegsdienst des Christenlebens den ewigen Lohn erwirbt. ´Mag einer noch so viele Almosen geben, ja selbst sein Blut für den Namen Christi vergießen, so kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt.` (Fulgentius)" (Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Lehrsatz Nr. 381 - ein grausamer Unsinn; näheres dazu in Der Theologe Nr. 18 und in Der Theologe Nr. 19).

PS: Während der NS-Zeit hat es den Juden in Deutschland übrigens nichts genützt, wenn sie sich zur katholischen oder evangelischen Kirche bekehrten. Sie wurden von ihrer Kirche überwiegend fallen gelassen bzw. ausgeschlossen und von den Machthabern, die mit der Kirche kooperierten, vergast. Besonders niederträchtig war es dabei, wenn die Kirche die von ihr missionierten Juden sogar an die Nazis (die übrigens ebenfalls überwiegend katholische oder protestantische Kirchenmitglieder waren) verraten hatte (mehr dazu in Der Theologe Nr. 4, z. B. hier).

 



20.3.2008 - 5-jähriger Jahrestag: Gründe für den Irak-Krieg gelogen - Die Mächtigen dieser Erde lügen, was das Zeug hält, wenn es darum geht, ihre Kriege zu rechtfertigen. Ein aktuelles Interview zum 2003 aufgrund von Lügen begonnenen Irak-Krieg siehe unter http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,542519,00.html.
Schon der erste Irak-Krieg im Jahr 1991 wurde ja u. a. mit der im kuwaitischen Herrscherhaus erfundenen Lüge begründet, irakische Soldaten würden angeblich kuwaitische Babies aus Brutkästen heraus reißen. Es ist die Frage, welche Lügen man sich für evtl. weitere Kriege ausdenkt.

PS
: In den USA sind es überwiegend angeblich "wiedergeborene" Kirchenmitglieder, welche die Welt immer mehr in die Apokalypse treiben (vgl. dazu Der Theologe Nr. 22).
 



9.3.2008 - NS-Debatte: Warum so viele Deutsche zu Mördern wurden - Das Magazin Der Spiegel berichtet in seinem Titel in der Ausgabe Nr. 11/2008 über Die Täter - Warum so viele Deutsche zu Mördern wurden. Hierzu enthüllt Der Theologe Nr. 4 geistesgeschichtliche Hintergründe. Die Kirchen als selbsternannte moralische Instanzen des Landes haben zwar dem Einzelnen das Morden untersagt - nicht jedoch, wenn dieser im staatlichen Auftrag handele. In diesem Zusammenhang wurde auch das 5. Gebot "Du sollst nicht töten" in "Du sollst nicht morden" abgeschwächt (zuletzt wieder in der evangelisch-katholischen Einheitsübersetzung des Neuen Testaments), um z. B. das Töten im Krieg oder Todesstrafen zu rechtfertigen. Dies sei dann kein "Morden", sondern "nur" "Töten". Damit wird dann scheinbar das "Morden" untersagt, doch für das Opfer ist es einerlei, ob es "ermordet" oder "nur" "getötet" wurde, denn tot ist nun mal tot. Und wer mag gerade im Rückblick auf die Verbrechen der NS-Zeit diese kirchliche Unterscheidung anwenden und bei den NS-Verbrechen z. B. nur von "Töten" sprechen? Und hier lehren vor allem Martin Luther und die evangelische Kirche den Gehorsam gegenüber der Obrigkeit einschließlich des Tötens und des Mordens, das man in diesem Zusammenhang dann als "nur" "Töten" kaschiert. Die Kirche begründet es mit Paulus, der in der Bibel lehrt: "Jeder leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen Gehorsam ... Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die Ordnung Gottes ... Denn nicht ohne Grund trägt sie [die staatliche Gewalt] das Schwert. Sie steht im Dienst Gottes und vollstreckt das Urteil an dem, der Böses tut" (Römerbrief, Kapitel 13, 1-5, Einheitsübersetzung). U. a. aufgrund dieser Bibelstelle wurden Tausende von Kirchenmitgliedern und Bibelgläubigen zu Mördern im staatlichen Auftrag. Die Bischöfe und Kirchenobrigkeiten haben es ihnen so gelehrt. So trägt also letztlich die Kirche einen Großteil der Verantwortung für die Enthemmung in der Bevölkerung, im Auftrag der jeweiligen Regierung bzw. Obrigkeit morden zu dürfen, das man dann als "nur" "töten" verbrämt. Der Theologe Nr. 4 zeigt am Beispiel der evangelischen Kirche, wie sie die Menschen in den NS-Staat hineinführte und den Soldaten wie selbstverständlich das Töten befahl. Und einzelne Pfarrer konnten sogar die Hinrichtung von jüdischen Mitbürgern fordern, ohne je dafür belangt zu werden.
 



28.2.2008 -
Stellvertretender Dekan verspielt Spendengelder im Casino - "
Viele Christen des evangelischen Dekanats Selb müssen sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass ein Teil ihrer Spenden, die sie in den Jahren 2006 und 2007 für die Diakonie gaben, im Ascher Spielcasino verspielt worden sind", schreibt die Frankenpost (28.2.2008). Der Diakonie-Pfarrer und stellvertretende Dekan Bernhard W. fuhr nachts über die Grenze nach Tschechien und verlor Spendengelder in Höhe von 31.500 Euro unter anderem beim Pokern. Der Staatsanwalt erklärte dazu u. a., dass "die Spenden, die der Pfarrer im großen Stil verprasst habe, in mühevoller Kleinarbeit gesammelt worden. Sie stammten oft von Menschen, für die auch kleine Spenden ein großes Opfer bedeuteten". Nun wurde der Amtsträger zu einem Jahr und zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Den Schaden solle er wieder gut machen. Nur womit? Auch privat habe er Schulden von derzeit 29.000 Euro, entstanden hauptsächlich durch Sex-Service-Dienste aus dem Internet, in die er sich über den "Pfarreranschluss" eingewählt habe.
Siehe dazu auch unsere Meldung vom 31.10.2007.
 



27.2.2008 - Besseres Grundwissen - Hilfe für Priesteramtskandidaten - "Bei ihrer traditionellen Frühjahrsvollversammlung in Freising bei München wollten die katholischen Oberhirten Bayerns auch Pläne erörtern, wie Priesterkandidaten ein besseres Grundwissen über den katholischen Glauben vermittelt werden kann", schreibt die Zeitung Fränkischer Tag (27.2.2008). Hierzu können auch wir beitragen. Entweder zunächst durch einen Glaubenstest. Oder gleich durch den Theologen Nr. 18 über den "Glauben der Kirche".
 



27.2.2008 / 11.1.2010 -
Meiserstraße in München heißt in Zukunft Katharina-von-Bora-Straße - Nach heftigen Auseinandersetzungen beschloss die Stadt München im Vorjahr die Umbenennung der nach dem antisemitischen ersten bayerischen evangelischen Landesbischof Hans Meiser benannten Straße (mehr dazu in Der Theologe Nr. 11). Die Straße wird nach der Ehefrau Martin Luthers benannt und heißt in Zukunft Katharina-von-Bora-Straße - offenbar eine Verlegenheitslösung, doch sicher keine gute. Denn nach der Heirat im Jahr 1525 entwickelte sich Martin Luther immer mehr zum brutalen Machtmenschen, Inquisitor, "größten Antisemiten seiner Zeit" (siehe Der Theologe Nr. 28), und er forderte Todesstrafen für Andersdenkende (siehe vor allem Der Theologe Nr. 3). Welche Rolle seine Frau dabei spielte (die ja in vielen Ehen die maßgebliche Inspiratorin für den Werdegang des Mannes ist), ist unklar. Doch vielleicht verhilft die Ehre der Straßenbenennung dazu, hier in Zukunft einiges mehr ans Tageslicht zu bringen.
Dies geschieht bereits: Siehe dazu unsere Meldung vom 14.4.2008.

Aktualisierung: Nachdem der Meiser-Enkel Christian Meiser vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht unterlegen war, wird die Meiserstraße Mitte November 2008 endgültig in Katharina-von-Bora-Straße umbenannt. Dachte man zumindest. Anfang 2010 heißt die Straße immer noch "Meiserstraße". Damit hat man das alte Problem noch nicht gelöst, aber zumindest noch kein neues geschaffen (siehe oben). Die Kommunen sollten bei Kirchenvertretern oder ihren Ehepartnern als möglichen Namenspaten in Zukunft genauer hinsehen, ob man diese den dort wohnenden Menschen wirklich zumuten will. Und wenn die Martin-Luther-Straßen in Zukunft umbenannt werden, steht auch eine Katharina-von-Bora-Straße wieder zur Diskussion.
Siehe dazu http://www.sueddeutsche.de/muenchen/18/323884/text/
 



26.2.2008 - Ablenkungsmanöver evangelischer Politiker - DDR- oder Kirchen-Hintergrund bei Säuglingstötungen? - Sabine H. aus Ostdeutschland brachte neun neugeborene Säuglinge um - ein entsetzliches Verbrechen, für das der evangelische Innenminister Jörg Schönbohm im Jahr 2005 "die von der SED erzwungene Proletarisierung" der Frau mitverantwortlich machen wollte. Anlässlich des neuen Prozesses legte der evangelische Ministerpräsident Dr. Wolfgang Böhmer aus Sachsen-Anhalt nach, und wies als Hintergrund auf die früher in der DDR legale dreimonatige "Fristenlösung" bei Abtreibungen hin, obwohl acht der neun Tötungen bereits in der neuen Bundesrepublik stattgefunden hatten.
Wir befürworten keine Abtreibungen, halten das Verhalten der evangelischen Politiker aber für ein Ablenkungsmanöver, um die evangelischen Hintergründe in der Biografie der Säuglings-Töterin Sabine H. unter dem Teppich zu halten. Mehr dazu unter www.theologe.de/kirche_hoelle.htm#Saeuglingstoetungen

 



13.1.2008 -
Gewalt und Massenmord mit evangelisch-lutherischer Rechtfertigungslehre "entschuldigt" - In die Verbrechen der NS-Zeit waren zu Hunderttausenden evangelische Bürger und Amtsträger als Täter verstrickt. Siehe dazu "Der Theologe Nr. 4", Die evangelische Kirche und der Holocaust. Nun hat auch die Theologin Katharina von Kellenbach in einem Vortrag in der Evangelischen Akademie in Arnoldshain dargelegt, dass NS-Täter "die evangelische Lehre von der Rechtfertigung des Sünders zur eigenen Entschuldigung genutzt" haben (epd, 27.11.2007). Die evangelische Lehre, wonach die Rechtfertigung "dem Menschen ohne eigenes Zutun und ohne gute Werke zuteil" würde, "hätten die Täter als Einladung zu einer ´Schwamm-drüber`-Haltung verstanden, die ein Vergessen ohne Reue und Lebensänderung gestatte". So haben viele der NS-Täter "ihre Entschuldigung mit der theologischen Rechtfertigungslehre gestützt".
Anlass für den Vortrag in Arnoldshain war die Aufdeckung des Sachverhalts, dass die Evangelische Kirche in Hessen-Nassau (EKHN) den rechtskräftig verurteilten NS-Verbrecher Matthes Ziegler 1949 in den Pfarrdienst übernommen hatte.
Zum Vergleich: In Bayern rechtfertigte der damalige Landesbischof Hans Meiser das Verhalten aller Pfarrer während der NS-Diktatur. Die damalige US-Militärregierung für Deutschland stufte damals 156 evangelische Pfarrer wegen Verbrechen bzw. Vergehen in die "höchste Entlassungskategorie", doch Meiser stellte sich hinter alle 156 (siehe hier). Nicht einmal bei den zehn "schlimmsten" Fälle war er bereit, diese auch innerkirchlich irgendwie zu ahnden (siehe hier). Die Kirche rechtfertigte alle. Darunter auch Pfarrer Friedrich Wilhelm Auer, der während des Krieges die Ermordung aller jüdischer Mitbürger in einer Nacht forderte, wenn die Alliierten weiter Luftangriffe fliegen würden (siehe hier).
Die von Martin Luther entwickelte evangelische Rechtfertigungslehre hat nichts mit Jesus von Nazareth tun. Sie ist also evangelisch, aber nicht christlich. Siehe dazu "Der Theologe Nr. 36", Gefährliche Rechtfertigungslehre, Allein der Glaube führt in den Abgrund. Zwar hatte Luther gedacht, dass die Anhänger seiner Lehre aus der "Freude" über die "Rechtfertigung" heraus "gute Werke" tun. Doch nicht nur das Beispiel der NS-Zeit in Deutschland zeigt, welche Früchte seine Lehre trägt. Auch er selbst hatte bereits Hinrichtungs- und Ermordungsaufrufe damit gerechtfertigt.
Siehe dazu:
"Der Theologe Nr. 3" - So spricht Martin Luther - So spricht Jesus von Nazareth über den Gegensatz zwischen Luther und Jesus.
 



12.1. / 16.1.2008 -
Landesbischof Johannes Friedrich gegen Begrenzung von Managergehältern - Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern hat sich beim Jahresempfang der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft am 8.1.2008 in Augsburg gegen eine Begrenzung von Managergehältern ausgesprochen. "Auf keinen Fall dürfe diese Frage im Zusammenhang einer Neiddebatte geführt werden" (idea, 8.1.2008). Der Abstand zu den niedrigsten Einkommen müsse allerdings "vermittelbar" sein. Dies gelte z. B. für einen Manager, der Arbeitsplätze erhalte und nicht abbaue. Ob das allerdings ein Monatsgehalt von z. B. 300.000,00 € rechtfertigt, was in Deutschland vielfach vorkommt? Das wären selbst bei einer straffen Sechs-Tage-Woche 12.000,00 € am Tag und selbst bei einem 12 Stunden-Tag täglich 1.000,00 € in der Stunde - in Wirklichkeit also viel mehr. Und in den USA und in anderen Ländern ist es noch um ein Zigfaches mehr. Sowohl in Deutschland als auch weltweit klafft die Schere zwischen Arm und Reich dabei immer weiter auseinander.
So kann man auch fragen, wie die Haltung des deutschen Landesbischofs Friedrich bei der Bevölkerung in Indien, Sudan oder Mexiko ankommen würde? Würden es z. B. Arbeit suchende und verzweifelte Slumbewohner für gerechtfertigt empfinden, wenn sie von der Kirche belehrt werden, sie sollen nicht neidisch sein, wenn andernorts jemand eine Million im Monat verdient?
Mit Jesus, dem Christus, hat die Haltung des Landesbischofs jedenfalls nichts zu tun. Denn es ist eine evangelische Einstellung, aber keine christliche. Und es ein weiterer Verrat an dem Mann aus Nazareth, der sagte: "Weh Euch, ihr Reichen!" (Lukas 6, 24) Und: "Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in das Reich Gottes" (Markus 10, 24). So bezogen auch Jesus selbst und seine Jünger keine "vermittelbaren" Spitzengehälter. Sie waren Menschen des Volkes und keine Vertreter der Oberschicht ihres Landes wie die Kirchenführer heute. Demgegenüber setzten sich Urchristen außerhalb der Kirche zu allen Zeiten für Gerechtigkeit ein und rechtfertigten nie die krassen Einkommensunterschiede, die in unserer Welt von Jahr zu Jahr drastischer werden. Anders die Kirche, die selbst immensen Reichtum aufhäuft (z. B. in Form von Immobilien, Gold und Aktienpaketen) und meist nur Spenden ihrer Mitglieder vereinzelt an Notleidende weitergibt.
Auch Landesbischof Johannes Friedrich verdient mit ca. 11.500,00 € im Monat plus zahlreiche Vergünstigungen für kirchliche Verhältnisse ein Spitzengehalt (das übrigens der Staat (!) - also alle Steuerzahler - bezahlen muss, und nicht die Kirche). Viele "Kirchenschafe" müssen hingegen mit 1.000,00 € oder 1.500,00 € im Monat auskommen. Vermittelbar werden diese Unterschiede immer weniger. Vor allem, wenn man die Heizkosten nicht mehr bezahlen kann. Oder wenn man nicht weiß, wie man ab Mitte des Monats sich und seine Kinder durch den Monat bringen soll. Denn bei vielen geht es bereits um die nackte Existenz - ein Problem, dass der Landesbischof bei seinem Gehalt natürlich nicht kennt. Also kann er locker predigen, die Geringverdienenden sollen nicht neidisch sein. Vielleicht fürchtet er aber auch, dass die eingelullten "Kirchenschafe" diese Gegensätze bald nicht mehr tolerieren und austreten. Dann sparen sie wenigstens die Kirchensteuer und können von dem eingesparten Geld ihren Familien zumindest das kärgliche Taschengeld etwas erhöhen. Die Armen und Hungernden dieser Welt werden sich den überdimensionalen Gegensatz zwischen Arm und Reich auf Dauer jedenfalls nicht mehr gefallen lassen. Die nackte Not setzt sie in Bewegung, und sie werden sich auch von einer materiell satten "Kirche der Reichen" nicht mehr vertrösten lassen.
Vgl. dazu auch www.stop-kirchensubventionen.de


Aktualisierung: Die Nokia-Manager beschlossen, das Handy-Werk in Bochum zu schließen und die Fertigung u. a. nach Rumänien zu verlagern. Dort betragen die Arbeits- bzw. Personalkosten nur 10 % der Kosten in Deutschland, allerdings nicht bei den Bossen. Diese streichen ihre Hunderttausende bzw. Millionen ein, gleich, wo produziert wird. Ca. 2.300 Mitarbeiter in Deutschland würden arbeitslos. Vielleicht sind die rumänischen Arbeiter auch nicht so neidisch wie die deutschen, wovor Landesbischof Friedrich gewarnt hat. Allerdings klafft in Rumänien die Schere zwischen Superreich und Arm noch mehr auseinander und bald auch noch mehr in Deutschland.
 



9.1.2008 -
Ruanda - Der Verrat der Kirche an der Friedfertigkeit des Jesus von Nazareth - Jesus war Pazifist. Die Kirche segnete jedoch Waffen, befürwortete Kriege und "brachte" nach Aussage des Historikers Karlheinz Deschner "mehr Menschen um als Hitler und Stalin zusammen" (http://www.das-weisse-pferd.com/02_01/abzocker.html). In der jüngeren Vergangenheit wurde vor allem ihre Verwicklung im Völkermord an den ruandischen Tutsi durch ruandische Hutu bekannt - ca. 800.000 Tote im Jahr 1994 (siehe http://www.das-weisse-pferd.com/00_02/kirche_ruanda.html). Einer dpa-Meldung vom 9.1.2008 zufolge seien nun über siebzehn Jahre nach den Massakern in 84 Schulen Ruandas von Hutus verfasste Anti-Tutsi-Flugblätter gefunden worden, u. a. mit dem Inhalt: "Wir haben genug von ihnen und werden sie töten" (Netzeitung, 9.1.2008). Die Saat der Gewalt ist also weiter am Keimen.
Dabei ist zu bedenken: Die Hutu sind überwiegend Katholiken. Bei den Tutsi finden sich viele Anhänger von Naturreligionen. Insgesamt gehören in Ruanda jedoch quer durch beide großen Volksgruppen ca. 75 % der Bevölkerung entweder der römisch-katholischen (65 %) oder einer evangelischen Kirche (10 %) an, zum Islam bekennen sich ca. 8 %. In einer Reportage von Arte-TV heißt es dazu:
"Als 1994 in Ruanda christliche* [*Anmerkung: richtig wäre "kirchliche"] Hutus in 100 Tagen eine Million christlicher* Tutsis umbrachten, waren es einzig die ruandischen Moslems, die sich - unter Berufung auf den Koran - der Gewalt verweigerten. Mehr noch: Sie versteckten Flüchtlinge und versorgten sie mit Lebensmitteln, sie gaben ihnen Zuflucht in ihren Moscheen und zeigten sich mit ihnen solidarisch, vielfach um den Preis des eigenen Lebens. Sie halfen Hutus und Tutsis, Moslems und Christen gleichermaßen. Kein einziger führender Moslem wurde wegen des Völkermordes angeklagt. Stattdessen bat der ruandische Staatspräsident die Moslems des Landes, sie ´zu lehren, wie man zusammenlebt`" (http://www.arte.tv/de/geschichte-gesellschaft/1172274.html).
Daran wird einmal mehr der Verrat der Kirchen an der Friedfertigkeit des Jesus von Nazareth deutlich, der den Menschen zeigte und vorlebte, wie man zusammenleben kann. Die institutionellen Kirchen haben ihre Mitglieder wie zu allen Zeiten jedoch in die Irre geführt - weg vom großen Friedenslehrer Jesus von Nazareth, den man nur den Lippen nach verehrte, und hin zu selbstgestrickten Dogmen, "Sakramenten" und Kulten. So haben auch einzelne kirchliche "Friedensaufrufe" kaum Kraft, wenn man insgesamt beim Thema "Gewalt und Krieg" Kompromisse macht und die Menschen nicht zu den Wurzeln der eigenen Aggressionen führt, um diese zu bearbeiten (eine Hilfe könnte dazu z. B. das Bibelwort "Was der Mensch sät, das wird er ernten" sein; vgl. dazu auch Der Theologe Nr. 2). Mit Jesus hat das kirchliche Lehrwerk und Tun jedenfalls nichts zu tun. Er lehrte in seiner Bergpredigt, die Feinde zu lieben und bei Konflikten zuerst den "Balken" im eigenen Auge zu erkennen und zu entfernen, bevor ich dem anderen helfen kann, seinen "Splitter" zu entfernen. Doch die Kirchen lehrten auch, die Bergpredigt sei insgesamt nicht lebbar. Die Folgen zeigten und zeigen sich u. a. in Ruanda.
 


 

Aus den Texten kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Der Theologe aktuell, 1.Halbjahr 2008, Wertheim 2008, zit. nach http://www.theologe.de/2008-1.htm,
erweiterte Fassung vom 1.5.2011

Der Theologe aktuell:      
Hier die Meldungen von  2005 - 1. Teil / 2005 - 2. Teil2006 - 1. Teil / 2006 - 2. Teil
                                         2007 - 1. Teil / 2007 - 2. Teil / 2008 - 1. Teil / 2008 - 2. Teil
                                             2009 - 1. Teil / 2009 - 2. Teil / 2010 - 1. Teil / 2010 - 2. Teil
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