DER THEOLOGE
Nr. 22
"Evangelist" aus den USA mit heißem Draht zum Vatikan
Billy Graham -
Pro Christ oder anti Christ ?
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Nachfolgender Artikel über Billy Graham stammt ursprünglich aus dem Jahr 1993 und wurde hier an vielen Stellen aktualisiert. Auch die Gegenüberstellung im Anschluss an den Artikel stammt in ihrer ursprünglichen Fassung aus dem Jahr 1993 und wurde in diesem Jahr auch als Flugblatt anlässlich des Beginns der Veranstaltungsreihe Pro Christ in Essen verteilt, bei der Billy Graham der Redner war. Vom 3.-10.3.2013 ist die nächste so genannte ProChrist-"Evangelisation" in Stuttgart geplant. |
Billy Graham, Karol Wojtyla und George W.
Bush
Billy Graham aktuell
Die eigentliche Aufgabe des "christlichen" Abendlandes
Werben wie für Seife
Loyalität zur Autorität des US-Präsidenten
Krieg oder Frieden nach Gesprächen mit Billy
Graham
Eine ungewöhnliche Geste des Papstes
Die Rolle der USA
"Blast Graham auf!"
Wer Kriege segnet und Bomben sät ...
Beeindruckt von den "Schätzen"
Hallo, wer spricht hier? Gott?
Anhang: Pro Christ 2009 aus Chemnitz -
Nachrichten
Billy Graham, Karol Wojtyla und George W. Bush
Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts ist Billy Graham
(geboren
am 7.11.1918 in Charlotte / North Carolina) Berater und Beichtvater aller US-Präsidenten und damit neben dem
Papst wohl der einflussreichste Kirchenmann der Welt. Seine letzte große
"Evangelisation" fand im Jahr 2005 vor 60.000 Menschen in
New York statt, wo der damals 86-Jährige zu seinem
"letzten Kreuzzug"
in den Flushing Meadows Park einlud.
Während es über die "geistige
Achse" Washington-Vatikan manche Spekulationen gibt, enthüllte die
US-amerikanische Zeitschrift Christianity Today in ihrer
Ausgabe
Nr. 5/2005 dazu bemerkenswerte Fakten:
Demnach sperrt sich die
römisch-katholische Kirche in Polen im Jahr 1977 gegen einen geplanten
"Kreuzzug"
von Billy Graham im Land. Einer der polnischen Kardinäle jedoch bewertet die Lage
grundsätzlich anders und erteilt dem evangelischen US-Prediger die
dafür notwendige offizielle Einladung für seine
"Großevangelisation":
Karol Wojtyla aus Krakau. Ein Jahr später überschlagen sich dann die Ereignisse.
Und wer darin mehr als den "Zufall" am Werk sehen
möchte, kann manches bedenken:
Während der Vorbereitungen zu Billy Grahams Polen-Kreuzzug wird Papst Johannes
Paul I. in Rom tot in seinem Bett gefunden, eventuell vergiftet durch eine Überdosis
des Herzmittels Digitalis
(z. B. Stern, 4.5.2006).
Der Vatikan verweigert eine
Obduktion der Leiche, so dass dem Verdacht eines Verbrechens nicht
nachgegangen werden kann.
Zu diesem Zeitpunkt will sich der Kardinal von Krakau, Karol Wojtyla, eigentlich
mit Billy Graham in Polen treffen. Doch jetzt reist er stattdessen nach Rom und
wird dort überraschend zum neuen "Lenker des Erdkreises"
gewählt. Und die beiden Kirchenführer
arrangieren die Tages-Ereignisse nun etwas anders: Während sich
Karol Wojtyla am 16.10.1978 in
Rom zum ersten Mal der jubelnden Menge als neuer Papst Johannes Paul II. präsentiert, steht am selben Tag auf seiner
Heimatkanzel in der Bischofskirche von Krakau Billy Graham ...
Billy Graham stammt aus dem Westen, doch er ist nicht nur
ein Kirchenmann. Sein Name wurde in den USA immer auch in den vordersten Reihen der
Politik genannt. Man könnte sogar sagen: Er ist einer der Hauptverantwortlichen für die Bombardierung
von Ländern, ihrer Armeen und der Zivilbevölkerung durch die
Armee der USA. Und vielleicht ist er als
eine Art
"geistiger Vater" und
"Seelsorger"
von US-Präsidenten sogar einer der maßgeblichen
Inspiratoren der zunehmend apokalyptischen Gewalt, so weit diese von den USA
ausging. Dafür gibt es Hinweise: So beriet
Graham Präsident Lyndon B. Johnson
(1963-1969), der den Vietnamkrieg begann, und er war der Vertraute
von Präsident Richard Nixon
(1969-1974), der diesen Krieg fortsetzte. Jeweils zu Weihnachten
1966, 1967 und 1968 reiste Billy Graham selbst nach Vietnam, um die US-Soldaten
dort zum Weiterkämpfen zu ermutigen. Und die
Entscheidung zum 1. Irakkrieg
(1991) traf Präsident George Bush senior
offenbar nach einem Gespräch und Gebet mit Billy Graham
(siehe unten). Zwar
wäre Graham von seiner Frau Ruth (1920-2007) grundsätzlich ermahnt
worden, sich nicht in die Politik einzumischen
(es gibt dazu eine Anekdote aus dem Jahr 1964;
idea-spektrum Nr. 25/2007),
doch konnte der Prediger kaum verhehlen, wie er dachte, und er verhalf den
Präsidenten zumindest immer zu dem guten Gewissen für ihre kriegerischen Entscheidungen,
die wiederum unabsehbares neues Leid zur Folge hatten. Und seit
Billy Graham den US-Präsidenten George W. Bush
(2001-2009) vom Alkoholmissbrauch weg brachte und vom evangelischen
"Glauben"
überzeugte, bestimmte dieser maßgeblich dessen Politik. Dabei hörte George
W. Bush auch eine Stimme "aus dem Jenseits", die
ihm jeweils einflüsterte, welchen Krieg er beginnen soll. Z. B. 2001:
"George,
geh los und bekämpfe diese Terroristen in Afghanistan!" Und dann
2003: "George, geh los und beende die Tyrannei im Irak"
(Focus online, 8.10.2005; zit. nach
http://www.das-weisse-pferd.com/2005.html#Bush).
Derweil blieb Graham meist betend im Hintergrund
(mehr zu diesem Thema
siehe im Text unten).
Doch gleich nach dem 1.
Golfkrieg bzw. 1. Irakkrieg hatte auch Billy Graham im Hinblick auf eine
"nukleare oder
biochemische Katastrophe" gewarnt,
"Hitzköpfe wie Saddam
Hussein" könnten
"die Welt mit einem Überraschungsangriff
aufschrecken"
(Geht unsere Welt ihrem Ende entgegen?,
Neuhausen-Stuttgart 1993, S. 170).
Und so wurde bereits damals die Saat für
den 2. Irak-Krieg gelegt.
Die eigentliche Aufgabe des "christlichen" Abendlandes
Religionsgeschichtlich könnte man es so
sehen: Das "christliche" Abendland hätte den asiatischen und
islamisch geprägten Völkern den Pazifismus des Jesus von Nazareth und seine
Friedensbotschaft beispielhaft vorleben sollen. Doch das hat man nicht getan.
Stattdessen hat man im Gegensatz dazu die Völker in Namen von Christus mit grausamen Kriegen
überzogen (einschließlich des Abwurfs von Atombomben in Japan), und man tut
es weiterhin. Ob Billy Graham nun sein Maß
im hohen Alter vollmachen kann, indem er auch
noch einen endzeitlichen Krieg gegen den Iran mit inspiriert?
Auf jeden Fall gibt es für ihn Schlimmeres. Graham wörtlich:
"Der Schrecken eines Atomkriegs geht - im
Blick auf die Ewigkeit - vorüber. Der Zorn, der sich über alle ergießen
wird, welche die angebotene Barmherzigkeit, Gnade und Erlösung in Christus
ablehnen, ist viel schrecklicher"
(Geht unsere Welt ihrem Ende entgegen?, Neuhausen-Stuttgart 1993, S. 173). Was für eine furchtbare Gottesvorstellung! Christus hat jedenfalls
solches nie gelehrt (vgl. dazu z. B.
Der Theologe Nr. 1,
Der Theologe Nr. 2 und
Der Theologe Nr. 19).
Billy Graham, der US-amerikanische Pastor der "Southern Baptists",
den man auch "Maschinengewehr Gottes" nennt (Fränkischer Tag,
5.11.1988),
predigte 1993 in Deutschland. An fünf Abenden
sprach er in der Essener Gruga-Halle, und per Satellit sah man ihn dabei an
über 1.000
europäischen Übertragungsorten zugleich. 'ProChrist93' nannte sich die
aufwendig inszenierte und ca. sieben Millionen Mark teure Missionsveranstaltung.
Ein Ziel war, die hinsiechenden Kirchen Europas von der "höchsten Kanzel der
Welt" wieder zu beleben. Dem Trägerverein für das "größte Medienereignis
seit den Olympischen Spielen in Barcelona [im Jahr 1992]" (Main-Rundschau, 11.2.1993) gehörten vor allem Verantwortliche aus unterschiedlichen evangelischen
Kirchen und Organisationen an, darunter auch Bischöfe. Die evangelischen
Landeskirchen unterstützten das Großereignis zudem mit ca. 1,7 Millionen DM aus
Kirchensteuermitteln.
Wer ist Billy Graham? Er wurde am 7.11.1918 in Charlotte/North Carolina
geboren und fasste als späterer Prediger und "Evangelist" seine Arbeit einmal
halb scherzhaft in dem Satz
zusammen: "Ich verkaufe das großartigste Produkt der Welt. Warum sollte
dafür nicht ebenso geworben werden wie für Seife" (Fränkischer
Tag, 5.11.1988). Nach evangelischem Glauben hätte
eigentlich jeder Pfarrer angeblich die Vollmacht, im Namen Gottes Sünden zu vergeben
und durch "Wort und Sakrament" das Wirken des Heiligen Geistes anzustoßen
bzw. auszulösen. So wie es aussieht, bleibt aber
diese vermeintliche "Amtsgnade" der Pfarrer ohne genügend Wirkung. Denn die kirchliche
Wirklichkeit in Deutschland wird mittlerweile selbst von Pfarrern mit einem
"lebendigen Leichnam am Tropf der Kirchensteuer" (so eine Einschätzung bei
einem Treffen der "charismatischen" "Erneuerungsbewegung" im Herbst 1992)
verglichen.
Loyalität zur Autorität des US-Präsidenten
Und sollen nun - um in diesem Bild zu bleiben - verstärkt "Entwicklungshelfer" aus den
USA diesen deutschen
"Leichnam" mithilfe von Methoden aus der Werbebranche wiederbeleben?
Im Fall von Billy Graham ein Mann, von dem ein Kritiker schrieb, dass er
"alles auf einmal ist, und zwar für so viele Menschen wie möglich" und
dessen Predigt "meisterhaft in ihrer Doppeldeutigkeit war"
(Malise Ruthven,
Der göttliche Supermarkt, Frankfurt 1991, S. 238).
Der 1939 als Prediger der evangelischen Baptisten ordinierte
Graham wurde in den Jahren seines Aufstiegs zum meist gehörten Theologen der
(Kirchen-)Geschichte und auch zum "Vertrauten" und "Golfpartner"
(Encyclopaedia Britannica, S. 406) vieler (bzw. aller) US-amerikanischer Präsidenten
in dieser Zeit. Weil er
Amerika als "God's own country" (= Gottes eigenes Land) betrachtete,
unterstützte er die "Kommunistenjagd" unter Joseph McCarthy in den USA der 50er
Jahre, und er predigte für den unter Präsident Harry S. Truman geführten Koreakrieg
(1950-1953). Später setzte er sich für den Vietnamkrieg ein und tröstete
Präsident Richard Nixon, als dieser wegen des Watergate-Skandals
(Bespitzelung von Nixons Kontrahent George McGovern im
Präsidentschaftswahlkampf) etwas Reue bzw.
Selbstmitleid zeigte. 1983 wurde Graham von Präsident Ronald Reagan auch die "Presidential
Medal of Freedom" verliehen, die Präsident Harry S. Truman (der den
Atombombenabwurf und den Korea-Krieg verantwortete) einst für "Verdienste"
im Krieg gestiftet hatte, und die Präsident John F. Kennedy zu einer zivilen Ehrung
umwidmete. Mit George und Barbara Bush plante Billy Graham auch ein Treffen in
der letzten Nacht von Bushs Präsidentschaft. George Bush senior ist für den
Baptistenprediger Graham ein "wiedergeborener Glaubender", der den "höchsten
moralischen Standard" von "fast allen" hat, die er kennen gelernt habe
(Time, 28.5.1990). Und für den 20. Januar 1993 kündigte der Prediger an, vor
der Weltöffentlichkeit zu beten, Gott möge Bill Clintons "Führungsaufgabe"
leiten ("direct") (New York Times, 16.1.1993). Dabei repräsentiert der
amerikanische Evangelist wie kein anderer die "Loyalität zur Autorität des
Präsidenten" (Der Spiegel Nr. 28/1979).
Doch wer dient hier eigentlich wem? Graham den Präsidenten der USA oder die
Präsidenten dem Prediger Graham und den Kräften, die hinter ihm stehen? Die
New York Times schreibt am 16.1.1993: "Präsidenten kommen und gehen,
aber Rev. Billy Graham bleibt." Als
Barack Obama Billy Graham am 25.4.2010 besucht, ist er bereits der 12.
Präsident der USA seit Harry S. Truman (1884-1972), der von Billy Graham
beraten wird und mit dem der Bibel-Mann betet.
Es stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob der Sympathieträger für "Jesus" und
die USA auch zu einer verschworenen Gesellschaft gehört, in der das Licht
der Öffentlichkeit eher gescheut wird. So hat Graham etwa auch den "Suburban
Professional Men`s Club" gegründet, was zumindest ein Indiz dafür ist, dass
noch andere Interessen im Spiel sind, wenn Graham als Evangelist "ruft".
Krieg oder Frieden nach Gesprächen mit Billy Graham?
Und sollte der Einfluss Grahams bisher unterschätzt worden sein? Im Jahr 1979 überraschte Billy Graham die Öffentlichkeit mit der Aussage: "Das Volk der Vereinigten Staaten und das Volk der Sowjetunion möchten Frieden" (Der Spiegel Nr. 28/1979). Früher als andere sah er die im Westen gewünschte Entwicklung in der UdSSR voraus und griff entsprechend in die politische Diskussion ein. Und in den beiden Jahren zuvor hatte ja auch seine intensive Verbindung mit Karol Wojtyla begonnen, dem späteren Papst Johannes Paul II. (siehe oben). Ost und West öffneten Graham gleicherweise die Tore für seine auch "Kreuzzüge" (crusades) genannten "Großevangelisationen". Selbst Rumäniens Diktator Nicolae Ceausescu entsprach 1986 den Wünschen der Graham-Leute. Und laut Evangelisches Sonntagsblatt vom 7.3.1993 soll sich George Bush "nach einem Gespräch mit Billy Graham für den Krieg am Golf entschieden haben".
Eine ungewöhnliche Geste des Papstes
In dieses Mosaik passen auch die "große Menge an Parallelen", die Graham auch nach eigenen Aussagen mit dem Papst verbinden (Time, 28.5.1990). Und Papst Johannes Paul II. selbst begrüßte Billy Graham 1981 mit einer ungewöhnlichen Geste. Er legte dabei seine rechte Hand um Grahams linken Daumen und sagte: "Wir sind Brüder." Und so suchte der Amerikaner in Europa immer den Schulterschluss mit den Amtskirchen und den Regierungschefs - im Vorfeld von Pro Christ 1993 deshalb auch mit dem Vorsitzenden der deutschen katholischen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, und mit dem römisch-katholischen Bundeskanzler Helmut Kohl. Dies hatte auch den Hintergrund, dass ultrakonservative amtskirchliche Kritiker bei Pro Christ eine "Sekte" am Werk sahen bzw. ein Ereignis mit "sektenähnlichem" Charakter vermuteten, wobei man im von den Amtskirchen dominierten religiösen Klima der Bundesrepublik Deutschland mit dem Vorwurf "Sekte" oder "sektenähnlich" beliebig Rufmord betreiben kann.
Das religiöse und politische Interesse an der Zukunft der Welt und der Erde
verbindet Billy Graham mit seinen einflussreichen Freunden. Dabei äußert
sich der Evangelist z. B. auch über die Rolle Russlands, Japans oder Chinas in
den Endzeitereignissen vor der Wiederkehr Christi (Billy Graham, Eine
Generation entdeckt Jesus, Witten 1982, S. 134 f). Die Rolle der USA (und damit auch
seine eigene) lässt er hingegen eher im Dunkeln. Diese Auslassung ist dabei das
Bemerkenswerte. Sollte etwa die USA nach dem Verständnis Grahams in den
zukünftigen Weltereignissen keine große Rolle mehr spielen? Oder ist diese
Zurückhaltung gezielt? Während der Baptistenprediger hier
diesbezüglich vorsichtiger ist als früher, hat die Überzeugung von den
USA als "Kingdom of God", als dem "Neuen Israel" oder dem "Neuen Volk"
Gottes bei vielen seiner Gesinnungsbrüder jedoch weiter Hochkonjunktur
(vgl. z. B. "Protestantischer Fundamentalismus in den USA", EZW-Information VIII / 1987).
Was aber hat die amerikanische Politik der letzten Jahre mit Jesus von
Nazareth zu tun? War Jesus von Nazareth etwa dabei, als Billy Graham mit
George Bush und
Bill Clinton den Amtswechsel im Weißen Haus vorbereitete, während zur gleichen
Zeit (17.-19.1.1993) US-amerikanische Bombenabwürfe über dem Irak niedergingen?
Den Nachfolger Bill Clintons im Präsidentenamt, Georg W. Bush junior, soll Graham
1985 von seiner Trunksucht geheilt haben und später beim zweiten Irak-Krieg
ebenfalls intensiv moralisch unterstützt haben.
Grahams Aufgabe in diesem Geschehen wird von Kritikern als eine Mission der
"Heiligkeit der kapitalistischen Werte Amerikas" gesehen, wie es z. B. Der Spiegel
formuliert
(Nr. 28/1979). Und diese Art der Mission
wurde von langer Hand vorbereitet und durchgeführt. Denn bereits im Jahr
1949 wurde der gesellschaftliche Aufstieg des Predigers Grahams
eingeleitet. Damals erhielten die Reporter des einflussreichen
Zeitungsriesen William Randolph Hearst den gezielten Auftrag: "Puff Graham" ("Blast Graham
auf!") (Der Spiegel Nr.
28/1979). Billy Graham war damals 30 Jahre alt. Und so geschah es mehr und mehr.
Während der Watergate-Krise 1973 wurde Billy Graham bewusst vom politisch
angeschlagenen Präsidenten
Richard Nixon abgeschirmt, weil das Image der "weißen Weste" des Predigers
auf keinen Fall Schaden leiden sollte. Ein vorläufiger weltlicher Höhepunkt
war dann 1984, als
Graham noch zu Lebzeiten an der Einweihung eines eigenen Denkmals teilnahm
(Decision Nr. 2/1984). Und 1989 erhielt er in Hollywood auf der "Straße des Ruhmes"
sogar einen
Pentagramm-Stern mit seinem Namen ins Pflaster der Fußgängerzone eingelassen
(Nr. 11/1989) - was allerdings befremdlich für einen Mann ist, der
öffentlich von Jesus predigt. Denn "Jesus" unterstützt den Eigenruhm von
Menschen in keiner Weise, und er hätte es sicher auch nicht toleriert, wenn
ihm zu seiner Zeit die Pharisäer ein Denkmal im Tempel zu Jerusalem oder an
einem anderen Ort hätten
aufstellen wollen.
Doch der Amerikaner Billy Graham stand auch noch in den 90-er Jahren an der
vorderen Front des öffentlichen Interesses und der Weltpolitik, obwohl die Frankfurter Allgemeine Zeitung schon
1992 schrieb, dass er "inzwischen ein kranker alter
Mann ist" (23.10.1992). Doch hinter ihm arbeitete in den USA ein Stab
von ca. 450 angestellten Mitarbeitern mit einem Jahresbudget von 50
Millionen Dollar. Genug, um eben auch einen "Kreuzzug" in Deutschland
mit zu
organisieren und kräftemäßig zu tragen. Das war die Geburtsstunde von "Pro
Christ" (siehe hier).
Wer Kriege segnet und Bomben sät ...
Dabei predigte Graham nicht über die hier dargelegten politischen und
gesellschaftlichen Zusammenhänge,
sondern er sprach die Menschen vor allem bei ihren privaten Sorgen an.
Sein Rezept ist
einfach: Wer Jesus Christus als seinen Retter annehme, empfange im selben
Augenblick angeblich die Vergebung aller Sünden. "Das bedeutet: man steht vor Gott,
als habe man niemals eine Sünde begangen" (Eine Generation entdeckt
Jesus, Witten 1982, S. 105). Mit dieser "Schnellwäsche" mit "Grahamscher Seife"
soll angeblich das "Gesetz von Saat und Ernte" außer Kraft gesetzt werden,
wonach jede negative Tat früher oder später auf den Verursacher zurückfallen
wird. Und so kann es auch jeder
evangelische Christ in der Bibel nachlesen, nämlich: "Irret euch nicht! Gott
lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten"
(Galater 6, 7). Wer also z. B. Kriege segnet und Bomben sät, wird
demnach auch das Leid der Menschen im Krieg eines Tages selbst erleben bzw. im Jenseits einst am eigenen Seelenleib verspüren.
Doch die Bibel ist in der Summe ein Steinbruch unterschiedlichster
Gottesvorstellungen. Und Billy
Graham versteht es meisterhaft, die Bibel jeweils auf seine Ziele hin zu
interpretieren bzw. seinen Glauben und seine Vorstellungen dort hinein zu
interpretieren. Vordergründig sieht man es natürlich anders und tut so, als
entspräche der eigene Glaube dem, was in der Bibel steht. Wie andere Mitglieder der Kirche der Southern Baptists in
den USA ist so auch Graham der Erklärung
verpflichtet, welche die Konvention der Southern Baptists im
Jahr 1987
verabschiedet hatte. Demnach glaubt diese Kirche an die "Unfehlbarkeit der Bibel"
"in allen Bereichen der Wirklichkeit" und "in allen Gebieten des Wissens"
(Ruthven, a.a.O., S. 240), so dass man also
offiziell nicht widersprechen darf. Doch es gibt eben so viele
unterschiedliche Interpretationen wie es Kirchen gibt.
Und so entnahmen die Baptists im vergangenen Jahrhundert z. B. die Erlaubnis des
Sklavenhaltens der Bibel. Die Kirche wurde auf diese Weise zur Hochburg der Sklavenhalter,
und dieser Rassismus im Süden der USA wirkt bis in unsere Zeit nach.
Auch das Schicksal einer ewige Verdammnis interpretieren Graham und seine Glaubensbrüder in
die Bibel hinein - nämlich für diejenigen, die Jesus nicht als ihren Retter im
von ihnen gepredigten Sinne annehmen.
So könnte man fragen: Was ist dann z. B. mit den vielen Tausend Kriegsopfern im Irak?
Wurden sie von den
US-Amerikanern also nicht nur in den zeitlichen Tod, sondern auch gleich mit in die ewige
Verdammnis geschossen?
Es war nicht anders zu erwarten als dass Graham dieses Problem bei
ProChrist93 ausließ oder
nur am Rande streifte ohne sich jedoch dem Skandal zu stellen. Denn eine
christliche Rechtfertigung des Tötens und Mordens im Krieg gibt es
nicht. Denn Jesus, der Christus sagte im Gegensatz dazu: "Liebet eure Feinde und
bittet für die, die euch verfolgen. Segnet, die euch fluchen, tut Gutes
denen, die euch hassen" (Matthäusevangelium 5, 44).
Doch auch sonst nehmen es Billy Graham und die Southern Baptists nicht so genau mit der
Bibel, obwohl sie offiziell von deren Unfehlbarkeit ausgehen.
Beeindruckt von den "Schätzen"
Denn Jesus von Nazareth sagte z. B. auch: "Ihr sollt euch nicht Schätze
sammeln auf Erden" (Matthäus 6, 19) und "Ihr könnt nicht Gott dienen und
dem Mammon" (6, 24). Doch die baptistische Wirklichkeit im
US-Alltag schildert Malise
Ruthven in seinem Buch Der Göttliche Supermarkt mehr oder weniger
anders. Dazu ein Beispiel: Graham selbst ist Vollmitglied der First Baptist Church of
Dallas, eine der größten und reichsten Kirchen Amerikas. Deren
Hauptprediger, Dr.
W. A. Criswell, ein langjähriger Mitstreiter Grahams, wurde einmal von dem
Autor Malise
Ruthven besucht. Von den Schätzen in dessen Büro beeindruckt, fühlte er sich
wie in einem "Musterzimmer in einem noblen Kaufhaus" (S. 230).
Für
manche Angestellte bei den Southern Baptists gibt es Jahresgehälter
von 100.000,00 $ plus steuerfreie Sonderzulagen der Kirche - für Gehälter,
die aufgrund einer vorgegebenen "Nachfolge Jesu" erzielt werden, nicht ohne
weiteres nachvollziehbar.
Und so hätten die europäischen "Kreuzzüge" ohne die Unterstützung aus den USA
wohl auch
nicht in diesem Umfang stattfinden können. Erinnert sei dazu auch an den Spätherbst 1992 in
Moskau, wo "der wohlhabende amerikanische Prediger" vor 35.000 Suchenden
angesichts der großen Probleme Russlands u. a. vom "Tag des Jüngsten
Gerichts" sprach. Viele Besucher leben in Armut, und Graham musste sich
deshalb auch den Vorwurf gefallen lassen, dass er die Menschen mit seiner
Rede vom "Jüngsten Gericht" "vertröstete" (BZ
Berlin, 27.10.1992). Jesus spricht demgegenüber von einem "Reich
Gottes", das nahe herbei gekommen ist, womit er nicht das Jenseits meinte.
Die Veranstalter von ProChrist93 erklärten, mit Hilfe von Billy
Graham auf Christus hingewiesen und die
"christliche" Botschaft vermittelt zu haben. Deshalb nannte sich das fünftägige
Medienereignis ja auch "ProChrist93". Angesichts der Gegensätze zur Botschaft
Jesu kann man jedoch fragen: War es wirklich "ProChrist93"?
Oder war es
nicht eher "AntiChrist93"?
Jesus von Nazareth kündigte bereits an: "Nicht jeder, der zu mir sagt 'Herr,
Herr', wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines
Vaters tut, der im Himmel ist. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen:
Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht ...
in deinem Namen viele Wunder gewirkt? Dann werde ich zu ihnen sagen: Ich
habe euch nie gekannt. Weichet von mir, ihr Übeltäter" (Matthäus 7, 21-23).
Billy Graham ist ein guter Bibelkenner, und er könnte zumindest ins
Nachdenken kommen.
Nachfolgender Text wurde als Flugblatt anlässlich der Eröffnung der Veranstaltungsreihe ProChrist 1993 in Essen verteilt. Die darin geäußerte Kritik an "Pro Christ" besteht im Kern darin, dass zwar bekundet wurde, "pro", d. h. für Christus zu sein, dass der Redner ihm jedoch in vielerlei Hinsicht widerspricht. Weiterhin wurde von den Veranstaltern auf Plakaten damit geworben, dass es "Gott" sei, der bei dieser Veranstaltung spreche. Doch wenn Gott durch Jesus gesprochen hat - inwiefern kann er dann auch durch Billy Graham sprechen, der vielfach anderes lehrt als Jesus, der Christus?
Hallo, wer spricht hier? Gott?
Was glauben Sie, wer hier spricht? Bitte urteilen Sie selbst!
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So spricht Jesus von Nazareth |
Das wurde daraus gemacht: Billy Graham |
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1. "Mein Reich ist nicht von dieser Welt." (Johannes 18, 36) |
"Ich verkaufe das großartigste Produkt der Welt. Warum sollte dafür nicht ebenso geworben werden wie für Seife?" (zit. nach Fränkischer Tag, 4.11.1988) |
Wir sollten Christus in keinen Schmelztiegel legen.
Wer selbst kriegerisch ist, der befürwortet den Krieg. Jesus lehrte und lebte den Frieden. Billy Graham befürwortet den Krieg. Prüfen Sie selbst: Wer spricht?
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3. "Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen" (Matthäus 6, 19). "Weh euch ihr Reichen!" (Lukas 6, 24 a) "Wie schwer kommen die Reichen ins Reich Gottes!" (Lukas 18, 24) |
Graham bezog ein Jahresgehalt von 80.000 Dollar als Prediger von Jesus (Hamburger Abendblatt, 9.3.1993). Das wären 6.666,66 Dollar im Monat - ohne steuerfreie Sonderzulagen, Höhe unbekannt. Verwendung der Entlohnung unbekannt. Die Billy Graham Evangelistic Association (BGEA) verfügt 2004 über ein Reinvermögen von 384.400.000 Dollar. (Der Spiegel, 26.6.2005) |
Jesus hatte ein Kleid, um das gewürfelt wurde.
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4. "Der größte unter euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden." (Matthäus 23, 11-12) |
Graham nahm 1984 an der Einweihung eines eigenen Denkmals teil. 1989 erhielt er in Hollywood auf der "Straße des Ruhmes" einen goldenen Pentagramm-Stern mit seinen Namen ins Pflaster der Fußgängerzone eingelassen. |
Das Pentagramm ist im Pflaster festgemauert - und bei vielen hängt Jesus bis heute noch am Kreuz.
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5. "Weh euch, wenn euch jedermann wohlredet! Denn das gleiche haben ihre Väter den falschen Propheten getan" (Lukas 6, 26). "Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat." (Johannes 15, 18) |
US-Präsident Johnson über Graham: "Ich sagte ihm, er sei der größte religiöse Führer der Welt." (William Martin, A Prophet with Honor, The Billy Graham Story, New York 1991, S. 320) |
Das kann schon stimmen: "... der größte religiöse Führer d e r W e l t."
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6. "Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig." (Paulus, 2. Korinther 3, 6) |
Graham gehört der Southern Baptist Convention an. Diese glaubt an die "Unfehlbarkeit der Bibel" "in allen Bereichen der Wirklichkeit" und "in allen Gebieten des Wissens". (Malise Ruthven, Der göttliche Supermarkt, Frankfurt 1991, S. 240) |
Die Bibel besteht aus Abschriften von Abschriften von Abschriften. Die jüngste Umschrift war die Änderung des 5. Gebots von "Du sollst nicht töten!" (Lutherübersetzung und viele andere Übersetzungen) in "Du sollst nicht morden!" (Einheitsübersetzung)
|
7. "Wer diese meine Rede hört und t u t sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute" (Matthäus 7, 24). "Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen t u n meines Vaters im Himmel." (Matthäus 7, 21) |
Graham behauptet, "dass derjenige, der Jesus Christus als seinen Retter annimmt, im selben Augenblick als Geschenk Gottes die Vergebung seiner Sünden empfängt ... Das bedeutet: man steht vor Gott, als habe man niemals eine Sünde begangen" (Billy Graham, Eine Generation entdeckt Jesus, Witten 1982, S. 105). Es kommt ihm also auf den Glauben an, nicht auf das Tun. |
Hätten die Generationen Jesus wirklich entdeckt und auf diese Weise Vergebung erlangt, dann wäre die Welt heute lichter.
|
8. Die Bibel weiß von der "Wiederherstellung aller Dinge" (Apostelgeschichte 3, 21). Wie kann es dann eine ewige Verdammnis geben? Wie kann es eine Sünde geben, die Gott nicht vergeben kann? Was wäre das für ein Gott? Denn wenn es einen Ort der ewigen Verdammnis gäbe, an den Gott Seine Liebe nicht hinstrahlen kann, dann wäre Er ein begrenzter Gott. Und die Sünde wäre größer als Er. Auch das Neue Testament spricht nicht von einer Hölle "auf Ewigkeit". Das griechische Wort "aion" kann genauso gut mit "lange Dauer (´Äon`)" übersetzt werden. (siehe dazu auch Der Theologe Nr. 19) |
"Wird ein liebender
Gott einen Menschen in die Hölle schicken! Die Antwort lautet - Ja ...,
weil der Mensch sich selbst zu ewiger Hölle verdammt", welcher
"willentlich und bewusst Christus als Herrn und Retter ablehnt"
(Billy
Graham, Was kommt nach dem Tod? Neuhausen-Stuttgart 1992, S. 203).
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Jesus von Nazareth war weder
Katholik noch Protestant noch Baptist. Er kannte noch nicht die kirchlichen
Erlösungstheorien, die in die ersten Entwürfe der späteren biblischen Texte hineingeschrieben oder
hineingedeutet wurden.
Paulus, den die evangelische Kirche so schätzt, erklärte, was für alle gilt und
was auch Jesus lehrte:
"Was der Mensch sät, das wird er ernten"
(Galater 6, 7). So einfach wäre
es. Von wem stammen dann aber die komplizierten kirchlichen Erbsünden-,
Sühnopfer und Sakramentenlehren?
Und Paulus und Jesus lehren weiter: "Ihr seid der Tempel des Heiligen
Geistes"
(z. B. 1. Korinther 3, 16; 6, 19). Wenn wir selbst also der
Tempel Gottes sind, wozu braucht es dann überhaupt die
"äußeren" Kirchen?
(vgl. dazu
Freie Christen
Nr. 1)
Entscheiden Sie also selbst:
Jesus von Nazareth oder Billy Graham?
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Anhang: Pro Christ 2009 und 2013 - Nachrichten:
Die Veranstaltungsreihe
"ProChrist" begann 1993 in Essen. Es folgte 1995 in Leipzig, 1997 in
Nürnberg, 2000 in Bremen, 2003 wieder in Essen, 2006 in München und 2009 in Chemnitz. Redner war seit
1995 der deutsche
evangelische Pfarrer Ulrich Parzany. Geplanter Veranstaltungsort für
"Pro Christ 2013" ist vom 3.-10.3.2013 Stuttgart.
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2 - Reinkarnation
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3 - Luther-Christus
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17 - Organspende ]
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18 - Glaube der Kirche
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19 - Keine ewige Hölle ]
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20 - Propheten ] [ 23 - Kirche-Staat
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[ 24 - Kirche und Hölle auf
Erden ]
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25 - Götzenkult Kirche ]
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28 - Luther-Juden ]
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30 - Elisabeth von
Thüringen ] [
31 - Tiere-Kirche ] [
32 - Sakramente der Kirche ]
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33 - Zehn Gebote ]
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Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit ]
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39 - Bewaffnung im Vatikan
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