DER THEOLOGE
Anhang zu "Der
Theologe Nr. 20"
Propheten in den letzten 2000 Jahren und heute
1) Propheten in den letzten 2000 Jahren
und die Anmaßung der Priester, die "prophetische Aufgabe" zu erfüllen
2)
Beispiel: Gabriele
3)
Der "wiederkommende" Christus - der größte Feind der
Kirchen
1) Propheten in den letzten 2000 Jahren, und die Anmaßung der Priester, die "prophetische Aufgabe" zu erfüllen
Die Kirchen lehren sinngemäß, Jesus wäre als "Sohn
Gottes"
gleichzeitig der letzte
"Prophet" gewesen,
durch den Gott direkt zu den Menschen gesprochen hätte. Jesus selbst
lehrt dies aber ausdrücklich nicht. Er warnt vor den
"falschen
Propheten" und erklärt, wie man demgegenüber
"wahre Gottespropheten"
erkennen kann:
So heißt es in der Bibel, im Matthäusevangelium: "Seht euch vor vor
den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber
sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man
denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? So bringt
jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte
... Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen" (Bibel, Matthäus 7,
15-17.20).
An anderer Stelle spricht Jesus von dem "Geist der Wahrheit",
der noch weiter gehende Wahrheiten verkündet als diejenigen, die er, Jesus
selbst, in die Welt brachte: "Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr
könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit,
kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus
sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was
zukünftig ist, wird er euch verkündigen ..." (Johannes 16, 12-13).
Und selbst Paulus weiß ganz selbstverständlich von weiteren Propheten, wenn er
schreibt: "Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied. Und
Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten,
drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen ..." (1.
Korinther 12, 27-28).
Die
Kirchen lehren im Unterschied zu Jesus und Paulus jedoch, dass die Prophetie bzw. die
"Offenbarung" mit
Jesus ganz bzw. überwiegend abgeschlossen wurde und nun das "Zeitalter" der Kirche
begonnen hätte. Mit anderen Worten heißt das: Die Kirche will und braucht keine Propheten,
denn es gibt für sie ja die Bibel, und diese wird von den kirchlichen
Schriftgelehrten, eben den Theologen, ausgelegt und der Katholizismus
reklamiert für sich, dass nur ihr Papst und das mit ihm verbundenen
römisch-katholische Lehramt die Bibel richtig auslegen können (siehe
hier).
Diese Situation kann man sich auch praktisch verdeutlichen: Kann sich
jemand vorstellen, dass ein Papst, Kardinal, Landesbischof oder Dekan auf
einen Propheten hört, wenn "die geistige Welt" durch einen Propheten
den betreffenden Würdenträger korrigieren möchte? Oder kann sich jemand vorstellen, dass
ein Prophet auch nur einen von über 2000 Lehrsätzen im Katholischen
Katechismus ändern darf? Oder dass er an einer einzigen evangelischen
Bekenntnisformulierung etwas ändern darf? Nie und nimmer. Sollte aber doch vielleicht
einmal ein "Prophet" von der Kirche anerkannt werden, müsste die
Prophetie mit dem "Kanon" (= der kirchlich verbindlichen "Richtschnur") der Bibel übereinstimmen, wie ihn die Theologen der Kirche festgelegt
haben. Doch die Propheten waren immer unbequeme Mahner, und sie richteten ihre
Worte immer wieder auch gegen das institutionalisierte Amts-Christentum.
Deshalb werden dort nur die "Haus- und Hofpropheten" geduldet, die nur das "prophezeien", was identisch mit der Lehre der kirchlichen Theologen und
Priester ist.
So ähnlich war es schon zur
Zeit des Alten Testaments, als den warnenden Prophezeiungen des Gottespropheten
Jeremia vom "Hofpropheten" und Priesterhelfer Hananja widersprochen wurde
(Jeremia 26). Die bequemen und halsstarrigen Zeitgenossen glaubten
dem "Heilspropheten" Hananja, doch Recht behielt Jeremia. Und die Bevölkerung nutzte die Chance
nicht, Unheil abzuwenden.
In der Zeit nach Christus
wurde es dann noch schlimmer, weil die Kirche von vorne herein pauschal gegen
Propheten außerhalb ihres Kirchenpferchs eingestellt ist, während die
religiösen Obrigkeiten im Alten Testament ihre Worte wenigstens hin und
wieder zur Kenntnis nahmen. Folglich wurden Propheten oder Menschen mit
prophetischen Botschaften für die Menschheit immer wieder von den Priestern und Theologen der
Kirche beschimpft, verspottet oder verfolgt, und man ließ sie dann z. B. auf
den Scheiterhaufen hinrichten. Auf diese Weise erging es den Propheten nach Christus ähnlich wie denen des
Alten Testaments. Ihr Leben war ständig bedroht.
Und so haben auch in den
letzten 2000 Jahren immer wieder Prophetinnen
und Propheten zu den Christen gesprochen. Selten ließen sich diese von der
Kirche vereinnahmen, und eventuell geschah dies erst nach deren Tod, als sie sich
nicht mehr dagegen wehren konnten. Manchmal wurden sie auch geduldet. Oft jedoch
wurden sie totgeschwiegen, verleumdet oder hingerichtet. Und in unserer Zeit
werden sie von vorneherein lächerlich gemacht und in den Massenmedien werden
alle als "Spinner" oder "Sektierer" "gefährliche Gurus" in einen Topf geworfen, die der Kirche
nicht genehm sind. Dadurch werden auch viele weise Zeitgenossen aufgrund der
kirchlichen Inspiration in den Schmutz
gezogen und ihre Botschaften durch Rufmord kaltgestellt.
Umgekehrt könnte man
fragen: Wohin hat denn nun die Kirche, die seit Jahrhunderten gegen die
Propheten ist, die Christenheit
geführt? Und was hat ihre Bibel den Menschen in 1700 Jahren gebracht? Immer
wieder hat man sich darauf berufen - nicht zuletzt, um Kriege zu
rechtfertigen und um die Erde auszubeuten. Und immer ließ sich die
Kirchenbibel so
interpretieren, wie es die Täter - seien es Kriegsherren, Tierquäler oder
Naturschänder - gerade benötigten. Nach nahezu 2000 Jahren Kirchengeschichte
kann man deshalb sagen: Der Zustand unserer
Erde und der Gesellschaften zeigt zuhauf genau diejenigen "Früchte", an
denen man, wie Jesus es lehrte, "den falschen Propheten" erkennen kann.
Tausende Kinderschänderverbrechen von Priestern sind hier in diesem Rahmen
dann die letzen Ausgeburten dieser Früchte. Dass die Kirchenführer die
"falschen Propheten" sind, darauf findet sich schon ein Hinweis in den
Weherufen des Jesus von Nazareth, als er sagte: "Auf dem Stuhl des Mose",
des großen Gottespropheten des Alten Bundes, "sitzen die Schriftgelehrten
und Pharisäer" (Matthäus 23, 2), also die damaligen Theologen und
Priester. Zu Unrecht, wie Jesus beklagt. Denn diese "Propheten" sind die
falschen, da sie verdrehen und verfälschen, was durch Mose übermittelt wurde
wie z. B. die Zehn Gebote.
Ähnlich erging es dann Jesus selbst. Auch auf seinen "Stuhl" - im
übertragenen Sinne - haben sich wieder die Theologen gesetzt. Und eine der
konfessionellen Hauptfraktionen spricht gar vom "Heiligen Stuhl", auf dem
ihr angeblicher "Stellvertreter" von Jesus sitzt. Und dass es sich damit
wiederholte, was Jesus selbst in Matthäus 23, 2 anprangerte, das
geben sie lehramtlich selbst zu, wenn es z. B. in der Vatikan-Verlautbarung
Kongregation für den Klerus aus dem Jahr 1994 heißt: Es sei angeblich
der "Heilige Geist, der dem Priester in der Priesterweihe die prophetische
Aufgabe überträgt". Prophet sei also ab jetzt der Priester. Damit werden die
echten Propheten von der Kirche eindeutig ausgeschaltet und durch ihre
Priester ersetzt. Doch was hätten echte Propheten
bewirken können, wenn man nur auf sie gehört hätte und nicht auf die
Priester, die das Prophetenamt für sich beschlagnahmten.
Nachfolgend einige Beispiele, wobei man jeden Propheten am Kriterium der
"Früchte", von dem Jesus sprach, prüfen kann:
Montanus, Mani, Marcion, Bogumil, Girolamo Savonarola
in Florenz (siehe
http://www.das-weisse-pferd.com/98_13/savonarola.html), die Zwickauer Propheten
Markus Stübner, Thomas Drechsel und Nikolaus Storch (siehe
www.theologe.de/theologe10.htm), Hans Böhm (der "Pfeifer von
Niklashausen"), Sebastian Franck, Jakob Böhme, Johann Georg Gichtel, Emanuel Swedenborg, Birgitta von
Schweden, Hildegard von Bingen, Theresa von Avila, Katharina von Siena, Joachim von Fiore,
Mechthild von Magdeburg, Gertrud von Helfta, Margareta Porete (frz. Marguerite Porète bzw. Porrette), die Brüder und
Schwestern des freien Geistes in Italien, Gruppen freier Gottesfreunde
und unzählige dem Namen nach nicht mehr bekannte Propheten, Prophetinnen und Gottesboten,
die (wie z. B. Marguerite Porete 1310
auf dem Place de Grève, heute Place
de l’Hôtel-de-Ville in Paris) auf den Scheiterhaufen der Kirche ihr Leben ließen.
Einige der hier genannten waren noch teilweise im Kirchentum
befangen (z. B. Katharina von Siena oder Birgitta von Schweden) oder ihre Botschaften wurden - gleich
denen der alttestamentlichen Gottespropheten - von den Priestern
nachträglich gefälscht. Doch beinhalteten auch durch sie gegebenen
Botschaften bereits die geistige Kraft zur Überwindung der Kirche und ihres
Machtanspruchs.
In unserer
gegenwärtigen Zeit ist vor allem Gabriele Wittek zu nennen: In
Veröffentlichungen wird oft mit der Bezeichnung "Gabriele, Würzburg" auf sie hingewiesen,
auch "Gabriele, die Prophetin Gottes der Jetztzeit".
Die durch sie gegebenen "Botschaften aus dem All" bzw. "Offenbarungen" können wir nach eingehender
Prüfung uneingeschränkt als
solche bejahen und das durch sie gegebene prophetische Wort aus dem
Christus-Gottesgeist ist unverfälscht für jeden Menschen einsehbar (z. B.
hier) - im Unterschied zu
den Gottespropheten des Alten Testaments, deren Worte durch die
"Lügengriffel" (Jeremia 8, 8) der überarbeitenden Priester teilweise
leider nur "beschädigt" überliefert sind. Bei Gabriele sind die "Früchte"
ein weltweites Werk, das praktische Lebenshilfen für alle Menschen
beinhaltet oder internationale Stiftungen für die Bewahrung der Natur und
einen Lebensraum für Tiere. Als Ernährungsgrundlage dient der "Friedfertige
Landbau" der Landwirtschaft. Hinzu kommen ein eigenes Heil- und
Erziehungswesen, Konzepte für Bauen, Wohnen und Kleidung usw. und im 21.
Jahrhundert verstärkt ein selbstloser Einsatz in Afrika (Brunnenbohren,
Schulen, Waisenkinderbetreuung und vieles mehr). Dies alles weist darauf
hin, dass die durch sie vermittelte urchristliche Lehre, die auf der
Bergpredigt des Jesus von Nazareth aufbaut, keine Theorie für Intellektuelle
darstellt, sondern praktisch lebbar ist.
Bei vielen anderen so genannten "Neuoffenbarungen"
ist aus unserer Sicht überwiegend Zutreffendes mit Fehlern
vermischt. So z. B. unsere Einschätzung der Schriften
von Jakob Lorber, der im 19. Jahrhundert in Österreich wohnte und als
"Schreibknecht Gottes" bekannt wurde, wobei seine Schriften immer
viel näher an der Botschaft des Jesus von Nazareth sind als die
Lehren der Großkirchen.
Da die Kirchen und ihre Helfer und Helfershelfer überwiegend Unwahrheiten, Verleumdungen und Gehässigkeiten über
Gabriele
und die Gemeinschaft "Universelles Leben"
verbreiten lassen - das Los der Prophetinnen und Propheten zu allen Zeiten - hier
als kleines Gegengewicht nachfolgend einige
Links zu Texten aus dem Verlag Das Weisse Pferd bis zum Jahr 2003 und
einige weitere Links. An ihnen kann beispielhaft deutlich werden, welche Aufgabe ein
Gottesprophet
in unserer Zeit erfüllt und dass es ihm damit ähnlich ergeht
wie Prophetinnen und Propheten früherer Zeiten.
Einer der aktuellsten Publikationen ist eine neue
Biografie aus dem
Gabriele-Verlag Das Wort aus dem Jahr 2011.
2) Gabriele,
Prophetin -
bekämpft wie alle Propheten vor ihr
Nachfolgend einige Links zu Texten aus dem Verlag Das Weisse Pferd von oder über Gabriele Wittek oder von Christus- oder Gottesoffenbarungen bzw. Botschaften aus dem All, die sie als Prophetin weiter gegeben hat
Botschaft aus dem All: Krieg ist
Brudermord:
Das Blut Tausender ruft zum Ewigen empor (1993)
Gott zu hören ist das Schönste - Prophet zu sein ist das Schwerste (1998)
Botschaft aus dem All:
"Lasst Euer Herz zu Gold werden" (1998)
Botschaft aus dem All:
"Du kehrst zurück durch Christus" (1998)
Wie finde ich zur Liebe? (1998)
Ich will Gott, meinem Vater, eine Freude bereiten (1999)
Über den Schutzgeist bzw. Schutzengel
(1999)
Buch: Glaubensheilung, die
Ganzheitsheilung (1999)
Botschaft aus dem All:
"Seid ihr Hörige
dem Gott der Unterwelt und seinen Göttern?"
(2000)
Das Wirken des Heiligen Geistes auf der Erde (2000)
Botschaft aus dem All: "Ein
selbstloser Gedanke, und du empfindest Gott"
(2000)
Fühlen lernen
(2001)
Botschaft aus dem All: "Hört auf, Fleisch zu essen"
(2001)
Brief von
Christus an den Papst, durch Prophetenmund übermittelt (2002)
Gabriele Wittek zu den Katastrophen unserer Zeit (2002)
Gabriele: Heilung mit
Christus (2002)
Buch: Beten, beten, beten: Was hat es gebracht? (2003)
Golfkrieg:
Fühlen wir uns in die Menschen im Irak hinein (2003)
Das Maß ist voll - Gabriele Wittek wehrt sich gegen Verleumdungen (2003)
Gabriele-Brief Nr. 3: Das gefälschte Christentum und die neue Inquisition (2003)
Mehrere Schriften von Gabriele,
die über die Seite des Universellen Lebens e.V. einsehbar sind:
http://www.universelles-leben.org/cms/prophetie/publikationen.html
Durch Gabriele empfangene
Botschaften aus dem All,
die im Gabriele-Verlag Das Wort veröffentlicht wurden
http://www.das-wort.com/deutsch/gottesprophetie-aktuell/index.php
Seite der nach Gabriele benannten Internationalen
Gabriele-Stiftung für alle Kulturen weltweit
http://www.gabriele-stiftung.de/cms/de/
Literatur zu Gabriele Wittek bzw. zum Gegensatz von Prophet und Priester:
Walter Nigg, Prophetische Denker, Löschet den Geist nicht aus, Rottweil
1986, ISBN 3-89201-004-8, mit dem ausgezeichneten und sehr informativen Kapitel
Das Prophetische im
christlichen Geschichtsraum. Es folgen spannend geschriebene Biografien des
evangelischen Theologen Nigg zu den "prophetischen" Denkern John
Henry Newman, Sören Kierkegaard, Fedor Dostojewski und Friedrich Nietzsche.
Das Buch ist für 6,50 € + Versand erhältlich.
Biografisches Buch über Gabriele Wittek unter dem Thema "Weisheit"
(2009)
Aktuelle Biografie von Gabriele Wittek
(2011)
3) Der "wiederkommende" Christus -
der größte Feind der Kirche
Zeitgemäße Gedanken zu
einem unbequemen Thema
"Jesus kommt wieder", heißt es im Bekenntnis der Kirchen. Doch wehe, er
käme wirklich! Es reicht der gesunde Menschenverstand, um sich klar darüber zu
werden, dass er die kirchlichen Dogmen, Bekenntnisse, Riten und Zeremonien nicht
segnen oder befürworten würde. Auch würde er nicht in den Vatikan
reisen, um sich bei seinem angeblichen Stellvertreter zu bedanken, dass der
Papst und seine Vorgänger so "tapfer" die Stellung in den letzten 2000 Jahren
gehalten hätten.
Wenn er auf leisen Sohlen kommen würde, würde er vielleicht als erstes freundlich
darauf hinweisen, dass man sein Leben als Jesus von Nazareth ganz falsch
verstanden hat. Und er würde um entsprechende Korrekturen der kirchlichen Lehre bitten.
Doch schon mit dieser Bitte würde er sich sogleich zum Gegner dieser Kirche
machen. Denn die kirchliche Lehre ist
nun mal in ihren wesentlichen Grundlagen "unfehlbar" und keiner Korrektur mehr
zugänglich (vgl. das Unfehlbarkeitsdogma von 1870
und einen weiteren "unfehlbaren"
Lehrsatz über die "ganze kirchliche Überlieferung"). Dies gilt für die römisch-katholische Lehre, doch
im Kern auch für die evangelische. Beide Kirchen lehren, dass sich Gott in der Bibel abschließend und
letztverbindlich geäußert haben soll. Ein wiederkommender Christus darf
demzufolge also
nichts anderes sagen als das, was sowieso schon in der Bibel steht. Ein Mann,
der fortlaufend Bibelstellen zitiert - das könne man vielleicht durchgehen
lassen. Aber nichts anderes. Auch keine anderen Interpretationen der Bibel.
Für diesen Fall würde ihn die katholische Kirche ewig verdammen (siehe
hier). Und
beide Großkirchen würden dann sicher behaupten: "Dieser Mann könne unmöglich der
wiedergekommene Christus sein. Denn er lehrt etwas anders als wir." Würden
sie sich anders verhalten, dann müssten sie ja zugeben, dass sie sich seit ca. 1700 Jahren
geirrt haben. Und das dürfe niemals sein.
Wenn Jesus also wiederkommen würde,
selbst wenn er am Anfang sehr vorsichtig ist, dann wäre der Konflikt mit den
Großkirchen unausweichlich. Denn diese müssten auf ihn hören, wenn sie wirklich
die Kirche
"Jesu Christi" wären, wie sie immer wieder behaupten. Doch sie werden mit Sicherheit nicht
auf ihn hören. Zu vieles
haben die Kirchen im Laufe ihrer Geschichte schon aufgebaut, was zu Jesus von Nazareth im Gegensatz steht
(siehe die weiteren Themen in der Schriftenreihe des "Theologen"):
Die ganzen Lehre vom gerechten Krieg bis hin zur Seligkeit durch Glauben, obwohl
Jesus immer wieder vom rechten Tun sprach und vieles mehr: die Dogmen, von denen Jesus nie
sprach und die Sakramente, die er nie einsetzte; die Kirchenhierarchie und den Beamtenapparat, die Konkordate und Staatsverträge,
die Schatzkammern und die vielen Reliquien, die riesigen kirchlichen Rechtssammlungen,
viele tausend Seiten von Kirchenjuristen aller Generationen geschrieben; dann die
Tradition, das Schaugepränge und Brimborium, das "Gehabe" und "Getue" der Amtsträger, die Weltjugendtreffen und Kirchentage
für die Jugend usw. usf.
Doch was hat das alles mit Christus und mit Gott zu
tun? Gott sei geheimnisvoll, so die Herren der Kirche. Und sie
rechtfertigen ihr ganzes Treiben mit diesem angeblichen "Geheimnis Gottes", das
niemand lüften könne, dem sie aber, die konfessionell geweihten bzw.
installierten Theologen am nähesten kämen.
Doch man müsse dieses Geheimnis ja auch gar nicht lüften. Denn es genüge der Glaube der Menschen,
dass die Kirche durch ihre Predigten und Sakramente ihnen, den Gläubigen, den
Himmeln vermitteln könne, auch wenn sie vieles davon gar nicht verstehen.
Doch was wird sein, wenn Jesus wiederkommt und das "Geheimnis Gottes" endlich lüftet?
Was ist, wenn er den Menschen alles Wichtige erklärt? Schon kleine Widersprüche
zur kirchlichen Lehre würden ihn zum "Irrlehrer" machen, vor dem man warnt. Denn
würden ihm die Leute glauben, wäre mit seinem Wiederkommen auch das Ende der
kirchlichen Macht gekommen. Das weiß die Kirche, und deshalb hat sie Angst vor
ihm. Doch so schnell
würden sich die Konfessionspriester und ihre Helfer nicht geschlagen geben. Mit Zähnen und Klauen würden
sie um ihre Institutionen kämpfen, um ihre Macht und um ihre Privilegien; wie immer in den letzten 2000 Jahren.
Christus kommt wieder. Doch wo käme denn die Kirche da hin, wenn es sich dabei
um einen Mann handeln würde, der ihr widerspricht?
So würde Jesus, wenn er nicht mehr vorsichtig wäre, wohl dem Papst in Rom die
Maske vom Gesicht ziehen. Und er würde wohl wieder seine "Wehe-Rufe" aussprechen, wie gegenüber den
Theologen und Schriftgelehrten seiner Zeit. "Weh euch, ihr Heuchler, die ihr das
Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein und die hinein
wollen, lasst ihr nicht hineingehen" (Matthäus 23, 13). Und die Heuchler
mit ihrem Stehkragen und dem Kreuz um ihren Hals und an ihren Jacken würden sich wieder
zusammensetzen und beratschlagen, wie sie ihn beseitigen können: den
"Sektenführer", den "selbsternannten Christus", den "falschen Propheten", den "falschen Christus", den
"totalitären Guru", den "Scharlatan", den "falschen Heilsversprecher".
Sogar einen untrüglichen "Beweis" würde man führen, um Christus zu "entlarven". Der Beweis
wäre: Dieser Christus, wie er sich nennt, hält sich nicht an die kirchlichen Dogmen und Bekenntnisschriften.
Diese aber enthalten die bewährte Tradition zahlloser Generationen. Und, was
noch schlimmer sei: Dieser vielleicht sogar "Verrückte" hält sich nicht einmal an
ihre Bibel. Er würde sich dort nur die Stellen herauspicken,
die ihm genehm sind.
Und man könnte an dieser Stelle hinzufügen: Ja, genau. So wie er es schon als Jesus von Nazareth gemacht hatte,
als er damals der "heiligen" Überlieferung widersprochen hatte, als er sie
korrigierte und als er den
damaligen Theologen seine Worte entgegen rief: "Ich aber sage euch ..."
Sollte er sich das noch einmal getrauen? Die Bibel gelte doch in allen
Konfessionen als weltweit unbestrittene
"Grundlage der gesamten Weltchristenheit", so die institutionell
beglaubigten Experten. Und die Dogmen und Bekenntnisschriften der
Konfessionen seien doch die einzig rechtmäßigen
Auslegungen der Bibel. Dagegen kommt der wieder gekommene Christus nicht an: Ein
"Wichtigtuer" sei er, vermutlich psychisch sehr krank und von "wahnhaften
Größenphantasien" getrieben. "Ich aber sage euch ...?" Wo käme die Kirche denn
da hin, wenn einfach einer aufsteht und ruft: "Ich aber sage euch"? Einfach
nicht Ernst nehmen, gerade gut genug für das unterhaltsame Kaffeegespräch bei
einem Stück Kuchen nach der
Theologenkonferenz. Ja, viel zu viel habe man sich schon mit diesem "armen
Schwein" beschäftigt. Viel zu viel Aufmerksamkeit habe er schon bekommen. Wir
beten noch kurz für ihn, und wenn der dann nicht Ruhe gibt, wird die Polizei
geholt. Zum Wohl allerseits!
Sollte er aber trotz dieser Verleumdungen in der Bevölkerung gut ankommen, würde
die Kirche das nicht einfach hinnehmen. Denn sie verfügt über viele Mittel und
Wege. Falls er also
wieder als erfolgreicher und beliebter Zimmermann
arbeiten würde, würde man dazu aufrufen, diesem "Sektenbetrieb" keine
Aufträge zu geben.
Auch die Verantwortlichen der Handwerkermesse würde man "warnen", so dass er
dort gar keinen Stand bekommt. Keine Zeitung soll Werbeanzeigen für seine
Dienstleistungen
veröffentlichen. Man könne die Absage ja damit begründen, seine Lehre sei nicht
mit den Geschäftsgrundlagen des jeweiligen Zeitungsverlags vereinbar.
Die Kirche
hat überall ihre Leute gleich Lobbyisten sitzen. Das würde auch ein wiederkommender Christus zu
spüren bekommen. Und so könnte
sie an allen Stellen versuchen, über
ihren Kritiker, den Christus, entsprechend "aufzuklären" oder, wo man das als notwendig
erachten würde, politisch oder notfalls juristisch gegen ihn vorzugehen oder eben einfach
die Polizei anzurufen.
Und die maßgeblichen Politiker würden
wieder respektvoll vor der Macht ihrer religiösen Obrigkeiten buckeln. Denn wie sagte doch einer
der Kirchenführer
unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkriegs. Seine Worte lauteten wie folgt:
"Dass die Kirche sich nicht umzustellen braucht, empfinden sicherlich die
meisten als einen Abglanz der Ewigkeit" (Der evangelische Dekan Georg März aus Würzburg, zit. nach C. Vollnhals, Evangelische Kirche und
Entnazifizierung, München 1989, S. 134).
Oder wie sagte ein Kirchenführer unserer Zeit?
"Als Gottmensch ist er", der
Priester, "der personifizierte Bund zwischen Gott und Mensch selbst ...
Der Priester ist der Mann vor Gott"
(Joachim Kardinal Meisner bei seiner Predigt im Kölner Dom am 15.6.2012).
Tief durchatmen. So war es, und so ist es, und so würde es immer sein. Und
dieser "Irrlehrer, der die Christenheit durcheinander bringt"? Er ist weder
Priester noch hat auch nur ein einziges Semester Theologie studiert. Er kann ja
noch nicht einmal fehlerfrei reden und schreiben. Und mit seinen "Sprüchen" über
Gott versucht er doch nur, seinen "Minderwertigkeitskomplex" zu überspielen. Die
Kirche jedoch ist "der Abglanz der Ewigkeit", geführt von den "Gottmenschen",
den Priestern oder von ausgebildeten Pfarrern und Theologen.
So denken die Herren der Kirche, und sie glauben, dass sie ewig so weitermachen
können.
Nahezu 2000 Jahre sind die Herrschenden und Regierenden gekommen und wieder
gegangen. Die Kirche aber blieb - an der Seite der gegenwärtigen oder -
klug vorausschauend - der künftigen Machthaber. Und immer wieder ließ sie sich mit Reichtum,
Privilegien und Vergünstigungen beschenken. Doch immer wenn sich durch einen
Propheten der Himmel ein Stück weit auf die Erde neigte, begann der Stuhl Petri
in Rom unmerklich ins Wanken zu kommen, und seine vielen kleinen evangelischen Schemel
fingen an zu erzittern. Doch wenn Christus käme, würde der Stuhl vielleicht für alle
sichtbar umfallen, und die einzelnen Schemel würden der Reihe nach kippen! Welche Gefahr
könnte von dem
wiederkommenden Christus ausgehen? Es gibt keine größere Gefahr für die real existierenden Kirchen. Wehe, er käme! Wehe, er käme wirklich noch ein zweites
Mal! Wehe, wehe! Wurde er nicht ans Kreuz genagelt? Hat er nicht
freundlicherweise nach seiner Auferstehung weitgehend geschwiegen? Haben wir ihn
nicht seit 2000 Jahren immer wieder tot am Kreuz präsentiert? Nur an Weihnachten
zur Abwechslung einmal lächelnd in eine Krippe gelegt? Hat man nicht
die "ketzerischen" Christus- und Gottespropheten in den letzten Jahrhunderten
erfolgreich zum Schweigen gebracht? Und hat sich nicht die Kirche immer erfolgreich
gegen "Häresien", "Ketzereien" und "Sekten" gewehrt und diese immer "unschädlich" gemacht?
Würde er jetzt selber tatsächlich wiederkommen? Will er die bewährten
Institutionen gar zum "Endkampf"
provozieren?
Die Kirche braucht keinen wiederkommenden
Christus. Sie ist eine mächtige Institution geworden, die mächtigste Institution des gesamten Erdkreises. Sie ist kein Tummelplatz mehr für
versponnene Wanderprediger. Die Kirche hat die Bibel. Sie hat ihre Dogmen und
Bekenntnisschriften, und
ihre Gläubigen
sprechen Woche für Woche das apostolische Glaubensbekenntnis. Und es gibt den
Mann auf dem "Heiligen Stuhl", als "Heiliger Vater" verehrt, der Papst, das
lebendige Zeichen für die Einheit der Christenheit, denn es handelt sich ja nur
um einen Einzigen, ein einzigen Mann! Unterwerfung und Unterordnung unter ihn
bedeute "Einheit". Und sein "Urbi et Orbi" dringt machtvoll in alle Paläste dieser Erde und
auch in die letzte Hütte am Rande der Zivilisation. Und wie die Menschen ihm zujubeln, wenn er wieder und wieder zu ihnen
kommt. Kein Geld ist ihnen dafür zu schade. Dieser
Mann gibt ihnen Hoffnung. Er
ist ihnen Vorbild. Und er gibt ihnen Kraft, auch den Evangelischen. Und
natürlich hat die Kirche auch ihn, den Christus, in ihre Obhut genommen. Sie hat ihn
sich genommen als schweigenden Gott. Hilflos lallend
in der Krippe oder zum Schweigen gebracht am Kruzifix. Dort habe er uns erlöst.
Das muss reichen. Wehe, er würde sich tatsächlich getrauen,
noch einmal zu kommen ...
|
Der Text kann wie folgt zitiert werden: |
Hier gelangen Sie zu "Der Theologe Nr. 20" - "Elia,
Amos, Jeremia - Propheten als unbequeme Mahner ihres Volkes"
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interessanter Texte.
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2 - Reinkarnation
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3 - Luther-Christus
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5 - Paulus
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7 - Urchristentum-Tiere
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12 - Sektenbeauftragte ]
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16 - Papst ]
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17 - Organspende ]
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[ 23 - Kirche-Staat
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25 - Götzenkult Kirche ]
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28 - Luther-Juden ]
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31 - Tiere-Kirche ] [
33 - Zehn Gebote ]
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[ 35 - Rechtfertigungslehre
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40 -Taufe ] [
41- Apokalypse ]
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[ 46 - Kirchensubventionen
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[ 48 - Positives Denken
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[ 49 - Prädestination ]
[ 50 - Genmanipulation
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51 - Petrus-Kirche ]
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[ 54 - Papst Ratzinger
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60 - Mahnmal für Kirchenopfer
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67 - 500 Jahre Reformation ] [
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