DER THEOLOGE
Nr. 35
Gefährliche Rechtfertigungslehre
"Allein der Glaube" genüge für das "Seelenheil", so die Lehre der Kirche. Seit der Reformation im 16. Jahrhundert wird dies von den evangelischen Kirchen gelehrt, und seit 1999 stimmt die katholische Kirche hier zu (mehr zu den Details siehe im Nachwort). Doch wenn der Glaube allein genügen soll, warum rufen die katholischen und evangelischen Pfarrer dann z. B. bei schweren Unglücken ratlos "Gott, wo bist Du"? Wenn es darauf ankommt, genügt der Glaube also offensichtlich nicht. Vor allem dann nicht, wenn es um den Frieden bzw. das "Heil" für die verwundete Seele geht. Menschen fragen nach Gott. Sie suchen Ihn. Und der Glaube genügt ihnen nicht.
Der Glaube allein? Wozu dann Zehn
Gebote und Bergpredigt?
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Der Glaube allein? Wozu dann Zehn Gebote und Bergpredigt?
Und das war schon immer so. Denn wenn der Glaube allein genügen würde, warum hat Mose den Israeliten dann die Zehn Gebote gegeben? Und warum hat Jesus von Nazareth dann die Bergpredigt gelehrt? Warum haben also nicht schon Mose und Jesus gesagt: "Allein der Glaube genügt"? Hat also erst Paulus, der an einer einzigen Stelle in der Bibel davon spricht, dass der Mensch "durch den Glauben" gerecht werde (Römer 3, 28), dieses Angebot der Erlösung zu den Menschen gebracht? Oder später vor allem Martin Luther, der immer wieder davon spricht? Und der die Bibelstelle bei Paulus in diesem Sinne ein wenig fälschte, so dass es in der von Martin Luther übersetzten Bibel heute heißt, der Mensch werde gerecht "allein durch den Glauben"? Das Wort "allein" steht im Urtext bei Paulus jedoch nicht. Luther hat es bei seiner Übersetzung hinzugefügt.
Jesus hat alle Sünden auf sich
genommen?
Warum tragen die Menschen dann so schwer daran?
"Jesus hätte alle Sünden auf sich genommen", lehren die Kirchen immer wieder. "Glaube es, und auch deine Sünden würden dir genommen." Doch wenn Jesus alle Sünden auf sich genommen haben soll, warum tragen dann die Menschen so schwer an ihren Sünden, auch die Glaubenden? Warum werden sie immer kränker, unglücklicher und gewalttätiger? Wenn doch Jesus alles Negative auf sich genommen habe? Ehen gehen kaputt, in der Wirtschaft regieren Neid und Korruption, immer mehr Menschen gehen mit Gedanken, Worten oder Taten aufeinander los, und in vielen Ländern fliegen die Bomben. Wenn Jesus die Sünden also auf sich genommen haben soll, dann müssten doch wenigstens die Gläubigen davon befreit sein und Frieden und Glück auf der Erde verbreiten? Doch der Blick in unsere Welt und in die Kirchenchristenheit zeigt: Das Gegenteil ist der Fall. Was hat also diese Lehre, dass der Glaube genüge, gebracht? Die Geschichte der Kirche und der Zustand von Menschen und Erde heute zeigen es auf.
"Siehe, ich
mache alles neu!"
Durch die Nachfolge Jesu oder durch die Klimakatastrophe?
In der Bibel, auf die sich die Kirchen berufen, heißt es auch: "Siehe, ich mache alles neu!" (Offenbarung 21, 5) Wie soll das gehen? Auch hier die Frage: Durch den Glauben allein? Oder dadurch, dass Menschen zu Nachfolgern des Jesus von Nazareth werden, indem sie Schritt für Schritt tun, was er lehrte? Und Jesus hatte ja den Menschen auch erklärt, wie sie Gottespropheten und weise Menschen von den "reißenden Wölfen" unterscheiden können: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen" (Matthäus 7, 16), so seine Antwort. Die schrittweise Nachfolge des Jesus von Nazareth würde sicher zu guten "Früchten" und zu einer positiven Erneuerung führen. Doch welche Früchte hat "der Glaube allein" gebracht? Die Früchte dieses kirchlichen Glaubens in den letzten Jahrhunderten sind bereits offenbar oder werden noch offenbar. Die Christenheit ist die dominierende Religion auf diesem Planeten, auf dem unter ihrem Einfluss vieles schlimmer geworden ist als je zuvor. Keine Religion hat mehr Kriege gesegnet, teilweise auf beiden Seiten der Fronten. Zudem leiden die Tiere und die Natur in unserer Zeit wie noch nie zuvor in der Entwicklungsgeschichte der Erde und der Menschen. Ihnen hat das Christentum den Auftrag gegeben: "Macht euch die Erde untertan!" (1. Mose 1, 28) Und wie wurde dieser Auftrag umgesetzt? In nie da gewesener Geschwindigkeit sterben derzeit die Tiere aus, und die ganze "Schöpfung" schreit nach Erlösung von ihrem Peiniger, dem Menschen, und sie ruft nach Erneuerung. So könnte man fragen: Auf welche Weise könnte hier vielleicht doch noch eine Umkehr eingeleitet werden? Und weiter: Möchte der Glaubende wenigstens in dieser zugespitzten Situation die Kommunikation mit der Mutter Erde und allen ihren Lebensformen und Elementen erlernen, so dass er z. B. das Leiden eines Tieres empfindet, das für seinen Fleischkonsum geschlachtet wird oder das im Tierversuch für die angebliche Gesundheit des Menschen furchtbar gefoltert wird? Und möchte der Glaubende z. B. auf diese Weise sein Verhalten gegenüber der Schöpfung Gottes erneuern? Oder wird bald auf eine andere Weise "alles neu" - nämlich durch den Klimawandel, der sich zur beispiellosen Klimakatastrophe ausweitet, weil die Gläubigen die Erde und ihre Geschöpfe bestialisch malträtieren statt sie zu hegen und zu bewahren? Wird es also dazu kommen, dass sich der Planet Erde von den Gläubigen und auch von den übrigen Menschen "reinigt", weil er ihr Wüten nicht mehr ertragen kann? Wird also auf diese Weise "alles neu"? Die Zukunft wird es schon bald zeigen.
Ist Heilung möglich? Das Gleichnis vom See und vom Tümpel
Das Immunsystem der Tiere und Pflanzen auf der Erde wird immer schwächer, und ähnlich ergeht es den Menschen. Krankheiten nehmen deshalb weltweit zu. Es sei vielfach ein "Geheimnis Gottes", wer wann und warum erkrankt, so die Kirchen. Und auch in dieser Situation soll gelten: "Allein der Glaube rettet dich." Oder: "Glaube nur fest, so wirst du vielleicht gesund." Oder, wenn alles nichts nützt: "Nimm hin die letzte Ölung, und alles wird gut."
Dazu ein Gleichnis: Ein See ist zum Tümpel geworden. Man erkennt, er hat kaum
einen Ablauf und kaum einen Zulauf. Wenn man nur vor dem Tümpel steht und
spricht: "Reinige dich, See, damit die Fische wieder leben können in dir" – wird
sich der See dann reinigen? Oder müssen wir etwas tun, indem wir einen Ablauf
und einen Zulauf schaffen, so dass sich der See wieder klärt und die Fische
wieder in ihrem Element sein können, im klaren, sauerstoffreichen Wasser?
Und so
mancher Mensch spricht: "Ich bin krank. Ich glaube an Gott, dass er mich gesund machen
kann." Doch wenn jemand nur glaubt, dann weiß er nicht, was zur Krankheit
geführt hat. Wenn wir aber wachsam sind, erhalten wir viele Hinweise, die uns zur
Ursache führen könnten: Worte des Arztes, aber auch Gespräche mit unseren
Mitmenschen oder Erlebnisse aus unserem Alltag, die für uns zum "Aha-Erlebnis"
werden könnten. Jesus von Nazareth sagte seinen Zeitgenossen, wie sie nach einer
Heilung gesund bleiben können: "Gehe hin, und sündige hinfort nicht mehr!"
(z. B. Johannesevangelium 5, 14) Doch wenn jemand seinen Tag nicht nützt und
im Alltag sein Fehlverhalten – das, was er heute erkennen und in Ordnung bringen
sollte – nicht ansieht und auch nicht bereinigt, dann wird er zu diesem Tümpel.
Es fließt kaum positive Lebenskraft zu und es fließt auch keine negative Kraft ab.
Wer nur glaubt, findet die Ursachen nicht, die ihn in eine bestimmte
Lebenssituation gebracht haben und kann daran auch nichts ändern. Und sein Leben
gleicht so dem Tümpel, der kaum mehr einen Zufluss und einen Abfluss hat. Und
glaubend siecht der Mensch dahin.
(Das Gleichnis ist entnommen aus dem
Buch Der Allgeist, Gott; Verlag Das Wort; Marktheidenfeld und es ist hier
sinngemäß wieder gegeben).
Kein Pfarrer kann Sünden vergeben
Dann gehen die Gläubigen oftmals zu ihrem Pfarrer oder zu ihrem Priester, und mancher bittet dabei auch um Vergebung seiner Sünden. Und dann spricht der Amtsträger: "Glaubst du, dass ich dir die Vergebung im Namen Gottes zusprechen kann?" Das kann der Pfarrer nicht. Doch der Kirchenchrist soll es wiederum glauben und er antwortet mit "Ja". Doch Jesus lehrte niemals eine Vergebung durch Beichte, Pfarrer und Priester. Sondern er sprach: "Geh hin und versöhne dich mit deinem Bruder", mit deiner Schwester (Matthäusevangelium 5, 24). Einen Pfarrer und ein kirchliches "Sakrament der Beichte" braucht es dazu nicht. Dies führt den "Sünder" nur in die Irre. Die Angelegenheit muss von den Betroffenen untereinander in Ordnung gebracht werden. Versöhnt sich nun der Mensch oder geht er zunächst bewusst den ersten Schritt auf seinen Nächsten zu, dann wird der Mensch allmählich frei, und er erfährt dies in seiner Seele und auch an seinem Leib. Manche Lasten braucht er dann nicht mehr zu tragen. Und er muss nichts "glauben", was ihm nichts bringt und was auch gar nicht stimmt. So z. B. die Anmaßung, dass die Vergebungsworte durch Pfarrer oder Priester angeblich gleichzeitig Gottes Vergebung bewirken sollen, wie es beide Großkirchen ihren Gläubigen weis zu machen versuchen.
"Allein der Glaube genüge" – die Kirche hat ein ganzes Lehrgebäude um diesen
ihren Glauben herum konstruiert (mehr dazu siehe im Nachwort) und doch
ist alles von vorne herein auf Sand gebaut.
Doch vergleichen Sie selbst! Lesen
Sie auf der linken Seite einige weitere Gedanken darüber, wie der "Glaube allein" genügen soll. Da er für das
von den Kirchen geglaubte "Heil" nicht notwendigerweise mit einem aktiven Tun
verbunden ist, wird er hier als "passiver Glaube" bezeichnet. Und lesen
Sie auf der rechten Seite, was einem Menschen praktisch weiterhelfen könnte: Der
"aktive Glaube", der aus dem Vertrauen zu
einem liebenden Schöpfergott erwächst bzw. aus der schrittweisen Nachfolge des
großen Menschheitslehrers Jesus von Nazareth.
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Der aktive Glaube - Schritte in der Nachfolge des Jesus von Nazareth |
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Der Mensch kann nicht einmal eine einzige Mücke erschaffen und maßt sich an, töten zu dürfen.
Doch Gott schenkt allen Menschen und
allen Lebensformen das Leben. Er ist der Atem in allem Sein. "Er lässt
seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte
und Ungerechte" (Matthäus 5, 45). Und so sollen es auch
diejenigen tun, die an Ihn glauben: Nicht nur "die lieben, die euch
lieben." Sondern: "Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl
denen, die euch hassen und bittet für die, die euch beleidigen und
verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel" (5, 46.44).
Wem dies schwer fällt, dem verspricht Christus seine Hilfe. Und er sagt
auch: "Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele
nicht töten können" (Matthäus 10, 28). |
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Aus diesem Glauben heraus sprach z. B. der evangelische Landesbischof Otto Dibelius, "selbst die Anwendung einer Wasserstoffbombe sei vom christlichen Standpunkt aus nicht einmal eine so schreckliche Sache, da wir alle dem ewigen Leben zustreben". Wenn eine solche Bombe eine Million Menschen töte, so erreichten die Betroffenen bzw. Gläubigen "umso schneller das ewige Leben" (aus dem Jahr 1957, zit. nach Manfred Görtemaker, Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Beck-Verlag, München 1999, S. 259).
Nach diesem Glauben würde eines Tages alles neu
– durch
Kriege oder durch eine Klimakatastrophe. Der Mensch könne es aktiv nicht
bewirken. Irgendwann käme stattdessen dann "Gott" hinzu und brächte
alles wieder in Ordnung. Spätestens im Jenseits sei das so.
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Wie ist das möglich? Der Mensch erlernt im aktiven Glauben
ganz allmählich die
Kommunikation mit allem Sein: mit seinen Menschen, mit den Tieren, den
Pflanzen und den Elementen der Natur. Er beginnt, Gott, das
Leben, in allen Lebensformen zu erspüren. Er taucht ein in den großen
All-Strom Gottes, der die ganze Schöpfung durchströmt. Es ist die große
Einheit der Natur. Auf diese Weise baut sich allmählich das "Reich
Gottes", das Friedensreich, auf Erden auf. So wie es auch Jesus im
Gleichnis vorhersah, als er sagte: "Das Himmelreich gleicht einem
Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; das ist das
kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es
größer als alle Kräuter und wird ein Baum, so dass die Vögel unter dem
Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen" (Matthäus 13, 31-32). |
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Grundsätzlich:
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Der "Glaube allein", der letztlich ein passiver Glaube ist, ist also vollkommen nutzlos und wiegt den Glaubenden in falscher Sicherheit, auf diese Weise der Ernte der eigenen negativen Saat entgehen zu können. Es kommt also auf den aktiven Glauben an, auf das rechte Tun im Willen Gottes. Dazu kann sich jeder an den Zehn Geboten und an der Bergpredigt des Jesus von Nazareth orientieren. Jesus wollte keine Kirche, keine "Mittler" und keinen "Stellvertreter" Gottes auf Erden, denn Gott ist selbst vertreten in jedem von uns. Und er lehrte weiter: "Ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder (und Schwestern). Und ihr sollt niemanden unter auch Vater nennen auf Erden [erst recht nicht "Heiliger Vater"], denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist" (Matthäus 23, 8-9).
Der aktiv Glaubende folgt deshalb auch
keinem Religionsführer. Sondern für ihn ist Gewissheit: "Christus ist in
mir. Christus ist in meinem Nächsten." Und er lernt allmählich, den
Nächsten zu lieben wie sich selbst. |
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Vor fast 500 Jahren galt der Satz "Allein der Glaube genügt" als Motto der
evangelischen Reformation. Die römisch-katholische Kirche hatte sich zu diesem
Zeitpunkt in Mitteleuropa so deutlich als nichtchristlich entlarvt, dass
zahllose Gottsucher keine andere Möglichkeit sahen, als unter Lebensgefahr
dieser Institution und ihrem totalitären Herrschaftsanspruch den Rücken zu
kehren und außerhalb der Kirche einen neuen Anfang zu versuchen.
Martin Luther und die Ökumene heute
Durch die Konstellation des Schicksals geriet nun in jener Zeit auch der Mönch Martin Luther ins
Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Er hatte bestimmte Ideen von einer
"Reformation" dieser Kirche und konnte sich in kurzer Zeit die antikatholische
Stimmung im Volk zunutze machen. Er war es, der dem Kult, dem Pomp und dem
Gaukelspiel der katholischen Kirche das Losungswort entgegen setzte: "Allein der
Glaube". Vielen Gottsuchern schien er wie ein von Gott gesandter Prophet.
Doch allzu viel wollte Martin Luther gar nicht ändern. Obwohl Jesus keine Kirche
aus Stein mit Priestern, Altar, Kanzel usw. eingesetzt hatte, wollte Luther genau diese
Kirche retten und sie für die Menschen nur wieder "seriöser"
machen und dazu von den allerschlimmsten Auswüchsen befreien.
Doch seine wenigen Änderungen sind auch den heutigen Evangelischen noch zu viel.
Die Gegenwart zeigt es auf: Die heutigen Protestanten suchen wieder die Nähe des
Papstes. Dazu geben sie auch kleine Errungenschaften ihrer "Reformation"
praktisch preis,
indem sie dazu z. B. im "ökumenischen" Gespräch schweigen. Dazu gehörten die
Entlarvung des Ablasses als nutzlose finanzielle Ausbeutung der Bürger oder die
"Reliquien", die Luther noch als nutzlose "Hunds- und Rossknochen"
bezeichnete (Schmalkaldische Artikel, II. Teil, Artikel) bzw. von denen
er sagte, "dass es nicht Heiligen-, sondern Pferdebein irgend von einem
Schindeleich sind"
(Weimarer Ausgabe der Lutherschriften, Band 51, S. 642). Oder der Unsinn von
"Heilig- und Seligsprechungen", die genauso
wenig wie Ablass und Reliquien von Jesus stammen, sondern die man sich – wie sehr
vieles mehr – aus der
antiken Vielgötterei abschaute. Heute stehen die evangelischen Amtsträger
segnend daneben, wenn die katholische Kirche diese Kulte praktiziert. Und
während Luther noch die Abschaffung des für ihn "antichristlichen" Papst-Amtes
anstrebte, überlegen sich seine Nachfolger heute sogar, wie sie den Papst
vielleicht auch als ihr Oberhaupt anerkennen können und was sie noch tun
müssen, um von den Senioren im Vatikan wenigstens als "richtige" Kirche
anerkannt zu werden.
Was sich durch die Reformation noch verschlimmerte
Martin Luther gab einst vor, "Christus" wieder in den Mittelpunkt der Kirche
stellen zu wollen, während Papst Leo X. (1513-1521), der Zeitgenosse Luthers,
sogar zugab: "Wie viel die Fabel von Christus Uns und den Unsern genützt hat,
ist bekannt" (H. Kühner, Das
Imperium der Päpste. Kirchengeschichte, Weltgeschichte, Zeitgeschichte. Von
Petrus bis heute, Zürich/Stuttgart 1977, S. 276). Doch Luther täuschte die Menschen
ebenfalls (Der Theologe Nr. 3 dokumentiert
den Gegensatz zwischen Luther und Christus), und seine Lehre brachte auch einige Änderungen, die alles noch schlimmer machten. Da
der "Reformator" seine psychischen Probleme und sein negatives
Gottesbild in den neuen Glauben mit eingebaut hatte (mehr dazu siehe
Der Theologe Nr. 1), wurde dieser teilweise
sogar ärger als der alte und wird bis heute von seinen Nachfolgern auf diese
Weise gepflegt. So wird in der evangelischen Kirche z. B. auch der "deus
absconditus" gelehrt, der "verborgene Gott", die "dunkle Seite Gottes", die er
angeblich geheimnisvoll vor den Menschen verberge. Oder es wird gelehrt, dass kein Mensch
einen freien Willen habe, sich für den rechten Glauben zu entscheiden. Und
schließlich der bekannteste evangelische Grundsatz: "Allein der Glaube genüge,"
um den es in dieser Ausgabe des Theologen vor allem geht. Denn der "Christenmensch” habe
"am Glauben genug” und ist "gewisslich von allen
Geboten und Gesetzen” "entbunden”, so Luther wörtlich in seiner Schrift Von
der Freiheit eines Christenmenschen. Damit widerspricht er Jesus von
Nazareth, der immer vom "Tun" seiner Lehre spricht, z. B. laut Matthäus
7,12.24, Matthäus 19,18-21, Matthäus 21,28-31, Lukas 10,25-27 oder anderen
Stellen mehr.
Martin Luther wollte mit seinem Widerspruch gegenüber Jesus
offiziell erreichen, dass jemand durch das Halten der Gebote nur seinem Nächsten
diene, ohne dabei auf sein eigenes Heil zu schauen – diese Absicht hat er
zumindest vordergründig so vorgegeben. Doch hat er damit nicht vor allem die
Hemmschwelle gesenkt, um gegen die Gebote verstoßen zu können? Tatsächlich hat
er nachweislich diese Hemmschwelle gesenkt, und zwar in einem erheblichen
Ausmaß. Dies gilt zunächst für ihn selbst, wenn er z. B. die Hinrichtung von
Prostituierten, Andersgläubigen, Esoterikern, so genannten "Wucherern", sich zu
ihrem Glauben öffentlich bekennenden Juden und vielen Menschen mehr fordert.
Auch wer seine "Rechtfertigungslehre" nicht befürwortet, soll
des Todes sterben, so der Reformator aus Wittenberg (siehe dazu viele Beispiele in
www.theologe.de/theologe3.htm). Der Höhepunkt dieses Wütens ist
Luthers Leitsatz: "Sündige tapfer, aber glaube noch tapferer!" Auf
diese Weise senkten auch seine Nachfolger immer wieder die ethisch-moralischen
Werte und Anforderungen, so dass die vom Kirchenchristentum geprägte
Zivilisation heute am Abgrund steht: Sie ist hochgerüstet mit einer Sprengkraft
für eine vielfache Vernichtung der Erde und hat sich durch gnadenlose Ausbeutung
des Planeten in eine zunehmende Klimakatastrophe hinein manövriert. Die Tiere
leiden unsäglich wie noch nie in der Entwicklungsgeschichte der Erde, und es
wird ihnen vom Menschen nahezu jeder Lebensraum streitig gemacht. Feindschaft,
Missgunst und Rechthaberei beherrschen zahllose Menschen, und Ehebruch und
mangelnde Charakterstärke höhlen immer mehr Familien aus und lassen sie
scheitern.
Kein Wunder, dass die Kirche deshalb hofft, dass ihre Gläubigen eines Tages "allein durch den Glauben" aus diesem Erdenleben "erlöst" und in den "Himmel" aufgenommen würden. Doch kein Mensch, so die evangelische Lehre, könne selbst etwas dazu tun, um so zu glauben. Dies wissen die wenigsten Kirchenmitglieder, doch diese Lehre ist zentral für den "rechten" evangelischen Glauben. Denn dieser allein genügende Glaube, so die evangelische Kirche, werde dem Menschen entweder von "Gott" geschenkt oder dieses Geschenk werde vom "Teufel" verhindert, wie es Martin Luther selbst einmal sagte. Beeinflussen könne dies der Einzelne nicht – ein furchtbares Gottesbild, das den Menschen völlig entmündigt und letztlich einen großen Teil der Menschheit (vermutlich den größten) in ewigen Qualen enden lässt. Was für ein "Gott"! So lehrt z. B. auch der berühmteste protestantische Pastor der Welt, Billy Graham aus den USA: "Der Schrecken eines Atomkriegs geht – im Blick auf die Ewigkeit – vorüber. Der Zorn, der sich über alle ergießen wird, welche die angebotene Barmherzigkeit, Gnade und Erlösung in Christus ablehnen, ist viel schrecklicher" (Billy Graham, Geht unsere Welt ihrem Ende entgegen?, Neuhausen-Stuttgart 1993, S. 173).
Bequem sei es demgegenüber für den auf evangelische Art korrekt "allein" Glaubenden, für den angeblich gelten soll: "Man steht vor Gott, als habe man niemals eine Sünde begangen" (Billy Graham, Eine Generation entdeckt Jesus, Witten 1982, S. 105).
Paulus, die "Rechtfertigung" und die Verbrechen der Kirche
Weil dieser evangelische Lehrsatz, der besagt, "Allein der Glaube genügt", auch für die katholische Kirche, die wie kaum eine andere Organisation durch zahllose Verbrechen im Laufe der Geschichte Schuld auf sich geladen hat, hilfreich ist, hat sich der Vatikan im Jahr 1999 dazu bereit erklärt, ihn auch für den Katholizismus zu übernehmen, während die katholische Kirche den Evangelischen ansonsten kaum einen Zentimeter entgegen kommt. Und so heißt es in der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre beider Groß-Konfessionen aus dem Jahr 1999 u. a.:
(15) Allein aus Gnade im Glauben an die Heilstat Christi, nicht auf Grund unseres Verdienstes … empfangen [wir] den Heiligen Geist, der unsere Herzen erneuert und uns befähigt und aufruft zu guten Werken … (22) … Wenn der Mensch an Christus im Glauben teilhat, rechnet ihm Gott seine Sünde nicht an … (25) Wir bekennen gemeinsam, dass der Sünder durch den Glauben an das Heilshandeln Gottes in Christus gerechtfertigt wird; dieses Heil wird ihm vom Heiligen Geist in der Taufe als Fundament seines ganzen christlichen Lebens geschenkt … (27) Der Mensch wird als Hörer des Wortes und Glaubender durch die Taufe gerechtfertigt … (31) Wir bekennen gemeinsam, dass der Mensch im Glauben an das Evangelium "unabhängig von Werken des Gesetzes" (Röm 3,28) gerechtfertigt wird.
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Zwar betonen die Kirchen bei dieser Gelegenheit auch, dass
"gute Werke"
als "Früchte" dieses Glaubens dennoch wichtig seien, und sie können sich bei
dieser Lehre auch
auf Paulus berufen, aber eben nicht auf Jesus. Und in der Tat: Von Paulus stammt der
Kernsatz der so genannten Rechtfertigungslehre: "So halten wir nun dafür, dass
der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke [= die Gesetzesvorschriften des
Alten Testaments], (allein) durch den Glauben" (Römer 3, 25). Doch er
ergänzt: "Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne!
Sondern wir richten das Gesetz auf" (V. 31). Oder an anderer Stelle:
"Durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht. Sollten wir aber, die wir durch Christus gerecht zu werden suchen, auch selbst
als Sünder befunden werden
– ist dann Christus ein Diener der
Sünde? Das sei ferne. Denn wenn ich das, was ich abgebrochen habe [offenbar
meint Paulus hier das "sündhafte" Leben] wieder aufbaue, dann mache ich mich
selbst zu einem Übertreter" (Galater 2, 16-18).
Hier kann ein vorurteilsfreier Gottsucher spüren, wie die schlichte und einfache
Botschaft des Jesus von Nazareth ("Halte die Gebote!" bzw. "Ihr habt gehört ... Ich aber sage euch
...") von Paulus bereits in eine komplizierte Glaubenslehre (nach dem Motto:
Gebote seien offiziell wichtig, aber nicht "heilsnotwendig") verfälscht wurde. Und
was Paulus im Einzelfall jeweils genau meint, darüber streiten sich folglich seit 2000
Jahren (meist auf Staatskosten) die Theologen (vgl. dazu auch
Der Theologe Nr. 5), während praktisch gegen die
Gebote gewütet wird bis auf den heutigen Tag. Und auch die Gemeinsame
Erklärung beider Großkirchen aus dem Jahr 1999 (der ganze Text siehe bei
http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/documents/rc_pc_chrstuni_doc_31101999_cath-luth-joint-declaration_ge.html),
an deren Formulierungen
– wiederum zu einem großen Teil auf Staatskosten
– jahrelang herumgefeilt wurde,
beweist nur, wie unklar und kompliziert die ganze Angelegenheit von Anfang an
war. So versteht auch kaum ein Kirchenchrist
die wortreichen "Ausführungsbestimmungen" des Dokuments mit seinen
vielen Ecken und Schleifen, mit seinem ständigen "Wenn und Aber" und seinem
dauernden "Sowohl als auch". Für den einfachen Gläubigen ist nur der Satz
einprägsam "Allein der Glaube genügt". Und da helfen auch keine
seitenlangen theologischen Erklärungen, Einschränkungsversuche und
Ausflüchte. Dies hat Jesus nicht gelehrt. Und dieser Glaube hat
die Christenheit zusammen mit der übrigen Menschheit in ihren heutigen Abgrund
gebracht und führt sie von dort auch nicht mehr heraus. Immerhin ahnte Paulus
bereits, dass seine Lehre vom "gerecht machenden" Glauben schlimme Folgen für die
Ethik der Glaubenden haben könnte ("Ist dann Christus ein Diener der Sünde?"). Und
genauso ist es dann ja auch gekommen. Der Historiker Karlheinz Deschner
schreibt: "Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums
kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des
20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so
fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die ... Kirche,
ganz besonders die römisch-katholische Kirche" (Die beleidigte Kirche,
Freiburg 1986, S. 42 f.).
Jesus lehrte das Halten der Gebote
Mit Gott und Gottes Willen haben das kirchliche Christentum und deren Lehre vom
"Glauben allein" allerdings nichts zu tun, und es liegt hier
auch kein "Geheimnis Gottes" vor. Denn Mose lehrte die Zehn Gebote und Jesus von
Nazareth die Bergpredigt und das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe, und Jesus
sprach dazu: "Tu das, so wirst du leben" (Lukas 10, 27).
So finden sich
auch heute wieder freie Christen zusammen, welche aus den kirchlichen Abgründen
herausfinden und sich einem liebenden Gott anvertrauen, der keines Seiner Kinder
geheimnisvoll und ewig verbrennen lässt, weil es nicht den "richtigen Glauben"
hat (bzw. nicht kirchlich getauft ist), wie es die Kirchen den Menschen
weiszumachen versuchen. Jeder Tag ist für sie dabei eine neue Chance,
sich im aktiven Glauben zu bewähren, der bedeutet: Erkenne dein Fehlverhalten,
bereue es, bitte um Vergebung und vergib, mache etwas wieder gut, so weit das
noch möglich ist, und tue das erkannte Negative nicht mehr. Dabei erleben sie:
Wer sich an die Zehn Gebote und die Bergpredigt hält, der findet den Weg zu
Glück, Freiheit und Gesundheit, wie es Jesus von Nazareth seinen Jüngern
versprochen hat. Wer jedoch im kirchlichen Pferch bleiben möchte und "allein
durch den Glauben" gerettet werden will, für den können die Worte des
Sehers Johannes eine ernste Mahnung sein, der im Hinblick auf die endzeitliche
Kirche schrieb: "Geht hinaus aus ihr mein Volk, dass ihr nicht teilhabt
an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen" (Offenbarung 18, 4).
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Die Studie kann wie folgt zitiert werden: |
Hier eine Auswahl der Theologen-Ausgaben und einiger anderer
interessanter Texte.
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Inhaltsverzeichnis
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1 - Luther-Evangelische Lehre
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2 - Reinkarnation
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3 - Luther-Christus
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[ 4 - Kirche-Holocaust
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[
5 - Paulus
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7 - Urchristentum-Tiere
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[ 8 - Bibel
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12 - Sektenbeauftragte ]
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14 - Hieronymus-Bibel ]
[ 15
- Qumran ] [
16 - Papst ]
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17 - Organspende ]
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18 - Glaube der Kirche
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[
19 - Keine ewige Hölle ]
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20 - Propheten ]
[ 23 - Kirche-Staat
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[
25 - Götzenkult Kirche ]
[
28 - Luther-Juden ]
[
31 - Tiere-Kirche ] [
33 - Zehn Gebote ]
[ 34 -
Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit ]
[ 35 - Rechtfertigungslehre
]
[
40 -Taufe ] [
41- Apokalypse ]
[ 45 -
Maria ]
[ 46 - Kirchensubventionen
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[ 47 - Gotteserfahrung
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[ 48 - Positives Denken
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[ 49 - Prädestination ]
[ 50 - Genmanipulation
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[
51 - Petrus-Kirche ]
[ 53 - Atomkraft
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[ 54 - Papst Ratzinger
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[ 55 - Beichtgeheimnis
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[
57 - Pius XII. ]
[ 58
- Kreuzigung ]
[ 59 - Abendmahl ] [
60 - Mahnmal für Kirchenopfer
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[ 61 - Nachruf auf Kirche
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[ 62 - Reliquien
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[ 63 - Pfarrer
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64 - Hildegard von Bingen ]
[ 66 - Kaiser Konstantin
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FC 1 - Kirchenaustritt
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FC 3 - Reichtum der Kirche ]
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FC 6 - Kirche und Tod ]
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Englisch - Bible
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Spanisch - Teólogo ] [ 500 Jahre Reformation
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