DER THEOLOGE
Nr. 25
Der Betrug an Jesus, dem Christus
Die Kirche -
ein "totalitärer" Götzenkult
Obwohl The Da Vinci Code nur eine Verfilmung des Romans Sakrileg ist, reagierte die Kirche aufgeregt. Denn auch wenn die Einzelheiten nur fiktiv sind (z. B. die Existenz eines leiblichen Nachkommens von Jesus), trifft der Kern der Handlung ins Schwarze: Die Kirche verwaltet ein Lügengebäude und ist letztlich verantwortlich für den größten Betrug der Menschheitsgeschichte. Dieser besteht darin, dass sie sich als Stellvertreterin der Sache von Jesus ausgibt, während sie in Wirklichkeit vielfach im Gegensatz zu dem Mann aus Nazareth steht. Die Kirche ist religionsgeschichtlich eine "synkretistische Mischreligion", die sich aus Elementen antiker Mysterienreligionen, der archaischen "Vielgötterei" und Voodoo-ähnlicher Blut-Kulte zusammensetzt, in die man (auch noch teilweise gefälschte) Elemente der Lehre von Jesus von Nazareth hinein gewoben hat. In ihrer Organisationsstruktur übernahm man die Verwaltungseinheiten des Imperium Romanum, und man übertrug den totalen Herrschaftsanspruch römischer Kaiser auf den Papst und die kirchliche Hierarchie. Zusammenfassend könnte man die Kirche als einen "totalitären" Götzenkult" bezeichnen.
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"Die Kirche ist exakt das, wogegen Jesus
gepredigt hat." |
Gelegentlich wird die Kirche auch als "heidnisch" bezeichnet. Hier ist zu bedenken, dass es andere heidnische Bewegungen gibt, die aufgrund einer positiven Ethik mehr mit Jesus von Nazareth gemeinsam haben als die Kirche. Diese Bewegungen dürfen aber bei einer Einordnung der Kirche in das "Heidentum" ausdrücklich nicht mit deren Verbrechen und negativen Lehrinhalten in Verbindung gebracht werden, weswegen die Bezeichnung der Kirche als "heidnisch" auch vielfach unterbleibt.
Obwohl es in den letzten 2000 Jahren immer wieder gelungen ist, den Betrug der Kirche nachzuweisen, haben sich der Stuhl Petri und die zu seinem "Anhängsel" verkommenen Protestanten dennoch im Bewusstsein der Weltöffentlichkeit als Vertreter des Christentums behaupten können. Auch der Versuch der Redaktion des Theologen aus dem Jahr 1999, den beiden Großkirchen die Verwendung des Prädikats "christlich" zu untersagen, hatte keinen juristischen Erfolg. Uns ging es hierbei darum, mitzuhelfen, Jesus von Nazareth zu rehabilitieren: Denn nahezu 2000 Jahre haben die Kirchen in seinem Namen gemordet, Kriege geführt, mit der ewigen Verdammnis bedroht, ehrliche Gottsucher irregeführt und zahllose Menschen um die Chancen ihres Lebens gebracht. Zu allen Zeiten richtete sich die Abscheu vieler Menschen deswegen leider auch gegen Jesus, den Christus, obwohl er unschuldig ist und mit der Kirche und ihren Lehren, Praktiken und Verbrechen nichts zu tun hat.
Dazu ein Vergleich: Man stelle sich vor, ein naher Verwandter von Ihnen hat eine einzigartige und großartige Idee in diese Welt gebracht, die allen Menschen zugute kommt. Jahre später tritt eine Institution auf und behauptet, sie würde jetzt für die Verwirklichung dieser Idee zuständig sein. Tatsächlich hat sie diese aber bis zur Unkenntlichkeit entstellt, und ihre positiven Wirkungen werden ins Gegenteil verkehrt. Dennoch behauptet sie, dass es sich um das Werk handle, das Ihr Verwandter einst in die Welt gebracht hat, und sie verwendet dafür immer wieder seinen angesehenen Namen und benützt seinen guten Ruf. Würden Sie nun einfach hinnehmen, dass das Andenken und der Ruf Ihres Verwandten auf diese Weise ruiniert werden?
"Die Kirche gleicht dem Großinquisitor bei Dostojewski
[der dem wieder gekommenen Christus ins Gesicht sagte: ´Warum bist du
denn jetzt gekommen, uns zu stören? ... Wir sind schon seit langer Zeit
nicht mehr mit dir im Bunde, sondern mit
ihm.`]. Aber der
Großinquisitor wird von Christus auf seine blutleeren neunzigjährigen
Lippen geküsst. Dostojewski schreibt: ´Das war seine ganze Antwort.`"
(Die Sichtweise des evangelischen Theologen Karl Barth; in: Heinz Zahrnt, Die Sache mit Gott. Die protestantische Theologie im
20. Jahrhundert, München 1966, S. 38)
Der Theologe Nr. 25 dient vor diesem Hintergrund der Beweisaufnahme. Wenn es, vielleicht am "Ende unserer Tage", zu einer Art "Welt-Tribunal" kommt, von dem Jesus selbst in einem Gleichnis einmal sprach, dann werden alle Fakten ans Licht kommen: Geständnisse, Beweise, Indizien, Zeugenaussagen ...
Nachfolgende Übersicht ist ein einfacher Beginn, einige Ergebnisse zusammen zu stellen. In anderen Ausgaben sind Fakten bereits ausführlicher dargelegt, z. B. in Bezug auf Martin Luther und die evangelische Kirche die Ausgaben Nr. 1 und Nr. 3. Weniger auf die Hauptsache konzentriert, dafür mit vielen Details versehen, sind die beiden Ausgaben Nr. 9 und Nr. 16, wo es um die römisch-katholische Kirche geht. Am intensivsten mit der Lehre der katholischen Kirche setzt sich die Ausgabe Nr. 18 auseinander, wobei die offiziellen Lehrsätze überwiegend nur zitiert sind. In der Schrift der "Freien Christen" Nr. 1 wird über beide Kirchen informiert und ansatzweise ein alternativer Weg skizziert. Mit dem Theologen Nr. 25 wird also einmal mehr ein kleiner Anfang gemacht, den Verrat der Kirche an Jesus verständlich darzulegen. Nachfolgende Bausteine können fortlaufend ergänzt und präzisiert werden, und für Anregungen bedanken wir uns.
"Es ist kontrovers, ob das Christentum von der Mithrasreligion oder von der Isisreligion oder vom Attismysterium mehr
beeinflusst oder geprägt wurde ... Nach unserer Auffassung hat das
Christentum bei allen diesen Kulten Entlehnungen gemacht, bei der einen
mehr, bei der anderen weniger, bei der einen dies, bei den anderen anderes.
Uns scheint im besonderen, es habe vom Attiskult vor allem die
Bluterlösungslehre, vom Mithraskult die Sakramente und vom Isiskult,
abgesehen von der Marienverehrung, die allgemeine Liturgie und z. B. die
Tempelgestaltung, aber auch die Spiritualität und die Devotion, bewusst oder
unbewusst, zum Vorbild genommen."
(Der
Historiker Dr. Robert Kehl in: Die Geheimnisse der Kirche, Zürich 1977, S.
1975)
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Das lehrte Jesus von Nazareth |
Das lehrt der totalitäre
Götzen-, Blut- und Herrscherkult |
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1.) "Liebet Eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen!" "Du sollst nicht töten!" "Wer das Schwert nimmt, der wird durch das Schwert umkommen." Bereits der Zorn ist eine gefährliche Vorstufe des Tötens (Matthäus 5, 21 ff.44; 26, 52). |
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2.) Jesus setzte keinen Heiligen Vater als seinen Stellvertreter ein. Im Gegenteil: Er lehrte: "Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist" (Matthäus 23, 9). Und er hielt es mit den Propheten (z. B. Jesaja 6, 3) und dem Seher Johannes (Offenbarung 15, 4), wonach Gott allein "heilig" ist und nicht ein Mensch. Wenn Jesus vom "Heiligen Vater" sprach, dann meinte er seinen Vater im Himmel (Johannes 17, 11). Auch setzte er keine Hierarchie der Amtsträger ein, sondern hob hervor: "Ihr sollte euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder [und Schwestern]" (Matthäus 23, 8). Eine Unterwerfung unter einen Menschen lehnt Jesus deshalb strikt ab. |
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3.) Jesus lehrte "Mein Reich ist nicht von dieser Welt" (Johannes 18, 36) und: "Das Reich Gottes ist in euch" (Lukas 17, 21). Jesus widerstand der Versuchung, dass ihm alle Reiche dieser Welt hätten zu Füßen liegen können (Matthäus 4, 8-11). |
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4.) Gott wohnt nicht in Kirchen aus Stein bzw.: "Der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln die mit Händen gemacht sind" (Apostelgeschichte 7, 48). Jeder Mensch, der ja das "Reich Gottes" in sich trägt, gilt auch als "Tempel" des "Heiligen Geistes" (Paulus, 1. Korinther 3, 16). Gott lebt in Seiner ganzen Schöpfung, denn: "Richte den Stein auf und du wirst mich dort finden; spalte das Holz und ich bin dort" (Authentisches Jesuswort auf dem antiken Papyrus Grenfell & Hunt, Logion I, 5. Der Papyrus ist älter als die neutestamentlichen Handschriften). Die ersten Christen trafen sich in freier Natur oder in schönen, aber schlichten Räumen. |
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5.) Jesus lehrte kein rituelles Messopfer, sondern ein schlichtes, aber feierliches Liebesmahl mit Brot und Wein zu seinem "Gedächtnis", auch Agape-Mahl genannt. So hielten es auch die ersten Christen, die dankbar miteinander speisten und im Bewusstsein der stärkenden Gegenwart Gottes die Gaben der "Mutter Erde" aufnahmen. Bei dem Mahl konnten sich gleichzeitig auch viele Arme einmal satt essen. |
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6.) "Lehret die Menschen und macht sie zu Schülern" [so die wörtliche Übersetzung], bevor ihr sie eines Tages tauft (Matthäus 28, 19). Jesus dachte dabei an eine Geisttaufe, was z. B. Johannes der "Täufer" klar ausspricht. Jesus "wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen" (Matthäus 3, 11), so Johannes. Wasser galt nur als ergänzendes Symbol und wurde v. a. von ihm, Johannes, als Symbol der inneren Reinigung verwendet. Niemals lehrte Jesus einen Einweihungsritus oder ein Sakrament, das eine Mitgliedschaft in einer Institution begründet. Auch die Taufen von Säuglingen sind eindeutig gegen seinen Willen, denn Jesus sprach klar: Erst lehret, dann tauft! |
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7.) Jesus lehrt den barmherzigen Gott, der jedem Seiner Kinder nachgeht wie dem "verlorenen Schaf" bis es gefunden ist (vgl. Lukas 15). Er lehrte auch das Gesetz von Saat und Ernte (z. B. Matthäus 7, 1-2; Johannes 5, 14), das gerecht abwägt (z. B. Matthäus 5, 26). Wörtlich spricht Paulus davon in Galater 6, 6-7. Dieses Gesetz war selbstverständliches Gedankengut in der Zeit des Alten und Neuen Testaments. Eine ewige Hölle lehrte Jesus nicht, und sie lässt sich auch nicht biblisch belegen (siehe dazu Der Theologe Nr. 19 - Es gibt keine ewige Verdammnis; auch nicht in der Bibel). |
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8.) Jesus betonte immer wieder das Tun seiner Lehre! Es kommt also darauf an, sie in die Tat umzusetzen (z. B. Matthäus 7, 12.21.24, Lukas 10, 25-27). |
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9.) Das Gebot "Du sollst nicht töten" gilt nach Jesus auch für die Tiere, wie z. B. aus apokryphen Schriften außerhalb der Bibel deutlich wird (siehe "Der Theologe Nr. 7", Teil 1, Jesus war ein Freund der Tiere). Mit ihm, Jesus, soll die Jesaja-Prophezeiung wahr werden, wo selbst die bisherigen "Raubtiere" kein Fleisch mehr fressen (11, 6-9). Und auch die Hosea-Prophezeiung vom neuen Bund Gottes mit den Tieren soll sich erfüllen, wonach Mensch und Tier "sicher wohnen" können (2, 20). Es gibt kein gegenseitiges Jagen und Töten mehr. |
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10.) Jesus warnte vor den Schriftgelehrten und Theologen. Er rief: "Weh euch, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat" (Matthäus 23, 27). Jesus wollte niemals Pfarrer und Priester, geschweige denn Exzellenzen (Bischöfe), Eminenzen (Kardinäle) und dergleichen. Keiner ist nach seiner Lehre höher gestellt als der andere. |
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11.) Jesus hatte ein natürliches Verhältnis zu seinen leiblichen Eltern Maria und Josef. Die geistige Verwandtschaft war ihm aber wichtiger als die Blutsverwandtschaft. So lehrte er: "Wer ist meine Mutter und meine Brüder? ... Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter" (Markus 3, 33.35). |
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Babylonische
Gottheit mit Kind
Isis mit Horus in Ägypten
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12.) Jesus verdiente seinen Lebensunterhalt als Zimmermann, und auch seine Jünger waren überwiegend als Handwerker tätig. Selbst der Kirchenlehrer Paulus lebte noch von seiner Tätigkeit als Zeltmacher (siehe 1. Thessalonicher 2, 9). Alle lebten nach dem Gebot "Bete und arbeite". |
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13.) Jesus lehrte, nicht auf das Verwesliche zu blicken, sondern auf das Unvergängliche, den Geist. Er lehrte einen lebendigen Gott und keine Verehrung von Leichenteilen. |
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14.) Auch Jesus lehrte das Gebot "Du sollst nicht ehebrechen". |
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15.) Im Arbeitsleben soll das Gemeinwohl angestrebt werden. "Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam", heißt es in der Apostelgeschichte über das Urchristentum (2, 44). |
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16.) Jesus lehrte die Vergebung der Menschen untereinander. Im Vaterunser heißt es dazu: "Vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern". In der Bergpredigt mahnt Jesus eindringlich zur Aussöhnung, weil wir sonst für unsere Schuld bezahlen müssen. (Matthäus 5, 23-26). Priester oder Pfarrer braucht es dafür nicht. |
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Die Kirche
unterschlägt, dass Jesus mit dem Wort in Matthäus 18 (siehe
links) alle
Christen angesprochen hat. Sie greift nur die Parallelstelle in
Matthäus 16, 19 heraus, wo Jesus diese Gesetzmäßigkeit beispielhaft
seinem Jünger Petrus erklärt. In diesem Zusammenhang konstruiert sich die Kirche
nun selbst
als angebliche "Nachfolgerin" des Petrus und phantasiert, mit diesem
Satz hätte Jesus der Kirche als der Nachfolgerin des Petrus eine "Schlüsselgewalt"
verliehen. Und diese so genannte Schlüsselgewalt dürften wiederum - wie
in allen heidnischen Kulten - ausschließlich die Priester im "Sakrament
der Beichte" ausüben. |
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18.) Jesus und seine
Jünger waren gekleidet wie das Volk. Sie begründeten auch keine Feste,
Bräuche und Traditionen, sondern lebten nach dem Gebot der Nächstenliebe
unabhängig von kultischen Vorschriften und Gebräuchen. |
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19.) Jesus und seine Nachfolger trugen auch keine bestimmten Hüte und Mützen. |
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Links die Tiara von Fischgott Dagon und Papst Innozenz III. mit der Tiara. Rechts Dagon mit seiner Mitra. Und daneben Papst Paul VI. mit der alten Fischgott-Mitra.
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Die Heiligenverehrung mit Statuen, Prozessionen, Wallfahrten, Rosenkranz und Reliquienverehrung pflegte man im Isis-, Dionysos- oder Attiskult ganz ähnlich wie später im Katholizismus. Ähnlich den heidnischen Götterstatuen fertigte man in der Kirche-, Christus-, Marien oder "Heiligen"-Statuen, die man z. B. an kirchlichen Feiertagen durch die Straßen trägt. Wie für die "heidnischen Vogelscheuchen im Gurkenfeld" (Der Prophet Jeremia, siehe links) gilt auch für sie: "Sie können nicht reden; auch muss man sie tragen; denn sie können nicht gehen" (Jeremia 10, 5). Und so wie von den kirchlichen Statuen einzelne "Wunder" ausgegangen sein sollen, so war es auch schon bei den Isis-Statuen im Altertum. |
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Die Kirche übernahm demgegenüber ihre Gebete und Litaneien aus entsprechenden heidnischen Religionen, z. B. den Rosenkranz und andere Wiederholungsgebete (ähnlich beim Dionysos-, Isis- und Attis-Kult). Im bekannten Lexikon der religiösen Gegenstände und Gebräuche von Charles Panati heißt es dazu: "In vielen früheren Religionen glaubte man, die häufige Wiederholung eines Gebets würde seine Wirksamkeit steigern. Hundertmal gemurmelt, hatte ... eine Bitte ... bei Gott bessere Chancen auf Erhörung als eine, die nur einmal vorgetragen wurde" (S. 56 f.). Die Kirche hat hier nahtlos angeknüpft. |
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22.) Für die ersten Christen war Christus ein großer Prophet und der Sohn Gottes, der mit seinem Leben ein Vorbild für uns alle war. Er war ein mächtiger Freidenker, der sich nicht in Institutionen und Traditionen einfangen ließ. Ein Kruzifix ist ihnen unbekannt, wie der christliche Zeitzeuge Minucius Felix noch 150 n. Chr. bestätigt. |
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Die Kirchen übernahm die Kanzeln aus dem Heidentum. Eine Kanzel war vor allem in der Isisreligion üblich. Die Isis-Priester predigten von dort zum Volk. |
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24.) Jesus benötigte niemals einen Altar. |
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Die
katholischen Würdenträger fordern die Menschen gerne zum Verzicht und
zum "Gürtel-Enger-Schnallen" auf. Die staatlichen Subventionen an die
Kirchen lassen sie jedoch nicht antasten. Bei Hilfsaktionen ruft man
dann die Menschen zum Geben auf und schmückt sich dann mit den Gaben
ihrer Mitglieder. Das milliardenschwere Kirchenvermögen
lässt man aber immer unangetastet, und so mancher Papst hinterließ auch
privat ein Millionenvermögen (z. B. Pius XII., 80 Millionen DM). |
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26.) Jesus warnte vor den Herrschern: "Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener" (Matthäus 20, 25-26). |
Links Papst Paul VI. auf der Sänfte und
seine Träger,
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27.) Jesus von Nazareth über die Klarheit: "Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen" (Matthäus 5, 37). |
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28.) Jesus ist auferstanden. Es gibt kein Grab, zu dem man pilgern könnte und keine Reste seines Körpers mehr auf der Erde. |
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wird fortgesetzt |
wird fortgesetzt |
Der "wiederkommende Christus" -
der größte Feind der Kirche?
„Jesus kommt wieder“, heißt es im Bekenntnis der Kirchen. Doch wehe, er
käme wirklich! Es reicht der gesunde Menschenverstand, um sich klar darüber zu
werden, dass er die kirchlichen Dogmen, Bekenntnisse, Riten und Zeremonien nicht
segnen oder befürworten würde. Auch würde er nicht in den Vatikan
reisen, um sich bei seinem angeblichen Stellvertreter zu bedanken, dass der
Papst und seine Vorgänger so „tapfer“ die Stellung in den letzten 2000 Jahren
gehalten hätten.
Wenn er auf leisen Sohlen kommen würde, würde er vielleicht als erstes freundlich
darauf hinweisen, dass man sein Leben als Jesus von Nazareth ganz falsch
verstanden hat. Und er würde um entsprechende Korrekturen der kirchlichen Lehre bitten.
Doch schon mit dieser Bitte würde er sich sogleich zum Gegner dieser Kirche
machen. Denn die kirchliche Lehre ist
nun mal in ihren wesentlichen Grundlagen „unfehlbar“ und keiner Korrektur mehr
zugänglich (vgl. das Unfehlbarkeitsdogma von 1870; siehe dazu Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche,
Lehrsatz Nr. 85). Dies gilt für die römisch-katholische Lehre, doch
im Kern auch für die evangelische. Beide Kirchen lehren, dass sich Gott in der Bibel abschließend und
letztverbindlich geäußert haben soll. Ein wiederkommender Christus darf also
nicht mehr sagen als das, was nicht schon sowieso in der Bibel steht. Ein Mann,
der fortlaufend Bibelstellen zitiert. Das könnte man vielleicht durchgehen
lassen. Aber nicht mehr. Sonst hätte sich die Kirche ja seit 1.700 Jahren
geirrt. Und das darf niemals sein.
Wenn Jesus also wiederkommen würde,
selbst wenn er am Anfang sehr vorsichtig ist, dann wäre der Konflikt mit den
Großkirchen unausweichlich. Denn diese müssten auf ihn hören, wenn sie wirklich
die Kirche
„Jesu Christi“ wären, wie sie immer wieder behaupten. Doch sie werden mit Sicherheit nicht
auf ihn hören. Zu vieles
haben die Kirchen im Laufe ihrer Geschichte schon aufgebaut, was zu Jesus von Nazareth im Gegensatz steht
(siehe oben und die weiteren Themen in der Schriftenreihe des "Theologen"):
Die ganzen Lehre vom gerechten Krieg bis hin zur Seligkeit durch Glauben, obwohl
Jesus immer wieder vom rechten Tun sprach. Dann die Dogmen, von denen Jesus nie
sprach und die Sakramente, die er nie einsetzte. Die Kirchenhierarchie und den Beamtenapparat, die Konkordate und Staatsverträge,
die Schatzkammern und die vielen Reliquien, die riesigen kirchlichen Rechtssammlungen,
viele tausend Seiten von Kirchenjuristen aller Generationen geschrieben; dann die
Tradition, das Schaugepränge und Brimborium, das „Gehabe“ und
„Getue“ der Amtsträger, die Weltjugendtreffen und Kirchentage
für die Jugend usw. usf. Doch was hat das alles mit Christus und mit Gott zu
tun? Gott sei geheimnisvoll, so die Herren der Kirche. Und die Kirche
rechtfertigt ihr ganzes Treiben mit diesem angeblichen „Geheimnis Gottes“, das
niemand lüften könne, dem sie aber, die Theologen der Kirche am nähesten kämen.
Doch man müsse dieses Geheimnis ja auch gar nicht lüften. Denn es genüge der Glauben der Menschen,
dass die Kirche durch ihre Predigten und Sakramente ihnen, den Gläubigen, den
Himmeln vermitteln könne, auch wenn sie vieles davon gar nicht verstehen (vgl. dazu
Der Theologe Nr. 32).
Doch was wird sein, wenn Jesus wiederkommt und das „Geheimnis Gottes“ endlich lüftet?
Was ist, wenn er den Menschen alles Wichtige erklärt? Schon kleine Widersprüche
zur kirchlichen Lehre würde ihn zum „Irrlehrer“ machen, vor dem man warnt. Denn
würden ihm die Leute glauben, wäre mit seinem Wiederkommen auch das Ende der
kirchlichen Macht gekommen. Das weiß die Kirche, und deshalb hat sie Angst vor
ihm. Doch so schnell
würden sich die Herren der Kirche und ihre Helfer nicht geschlagen geben. Mit Zähnen und Klauen würden
sie um ihre Institution kämpfen, um ihre Macht und um ihre Privilegien; wie immer in den letzten 2000 Jahren.
Jesus kommt wieder. Wo käme denn die Kirche da hin, wenn da plötzlich einer
wäre, der ihr widerspricht!
So würde Jesus, wenn er nicht mehr vorsichtig wäre, wohl dem Papst in Rom die
Maske vom Gesicht ziehen. Und er würde wohl wieder seine „Wehe-Rufe“ aussprechen, wie gegenüber den
Theologen und Schriftgelehrten seiner Zeit. „Weh euch, ihr Heuchler, die ihr das
Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein und die hinein
wollen, lasst ihr nicht hineingehen“ (Matthäus 23, 13). Und die Heuchler
mit ihrem Stehkragen und dem Kreuz um ihren Hals und an ihren Jacken würden sich wieder
zusammensetzen und beratschlagen, wie sie ihn beseitigen können: den
„Sektenführer“, den „selbsternannten Christus“, den „falschen Propheten“, den „falschen Christus“, den
„totalitären Guru“, den „Scharlatan“, den „falschen Heilsversprecher“.
Sogar einen untrüglichen „Beweis“ würde man führen, um Christus zu „entlarven“. Der Beweis
wäre: Christus hält sich nicht an die kirchlichen Dogmen und Bekenntnisschriften.
Diese aber enthalten die bewährte Tradition zahlloser Generationen. Und, was
noch schlimmer sei: Dieser vielleicht sogar „Verrückte“ hält sich nicht einmal an
ihre Bibel. Er würde sich dort nur die Stellen herauspicken,
die ihm genehm sind. So wie er es schon als Jesus von Nazareth gemacht hatte,
als er damals der heiligen Überlieferung widersprochen hatte, und als er den
damaligen Theologen seine Worte entgegen rief: „Ich aber sage euch ...“
Sollte er sich das noch einmal getrauen? Die Bibel gelte doch in allen
Konfessionen als weltweit unbestrittene
„Grundlage der gesamten Weltchristenheit“, so die Experten der Kirche. Und die Dogmen und Bekenntnisschriften der
Konfessionen seien doch die einzig rechtmäßigen
Auslegungen der Bibel. Dagegen kommt der wieder gekommene Christus nicht an: Ein
„Wichtigtuer“ sei er, vermutlich psychisch sehr krank und von „wahnhaften
Größenphantasien“ getrieben. „Ich aber sage euch ...“ - Wo käme die Kirche denn
da hin, wenn einfach einer aufsteht und sagt: „Ich aber sage euch“? Einfach
nicht Ernst nehmen, gerade gut genug für das unterhaltsame Kaffeegespräch bei
einem Stück Kuchen nach der
Kirchenkonferenz. Ja, viel zu viel habe man sich schon mit diesem „armen
Schwein“ beschäftigt. Viel zu viel Aufmerksamkeit habe er schon bekommen. Wir
beten noch kurz für ihn, und wenn der dann nicht Ruhe gibt, wird die Polizei
geholt. Zum Wohl allerseits.
Sollte er aber trotz dieser Verleumdungen in der Bevölkerung gut ankommen, würde
die Kirche das nicht einfach hinnehmen. Denn sie verfügt über viele Mittel und
Wege. Falls er also
wieder als erfolgreicher und beliebter Zimmermann
arbeiten würde, würde man dazu aufrufen, diesem „Sektenbetrieb“ keine
Aufträge zu geben.
Auch die Verantwortlichen der Handwerkermesse würde man „warnen“, so dass er
dort gar keinen Stand bekommt. Keine Zeitung soll Werbeanzeigen von ihm
veröffentlichen. Man könne die Absage ja damit begründen, seine Lehre sei nicht
mit den Geschäftsgrundlagen des jeweiligen Verlags vereinbar.
Die Kirche
hat überall ihre Leute sitzen, das würde auch ein wiederkommender Christus zu
spüren bekommen. Und so könnte
sie an allen Stellen versuchen, über
ihren Kritiker, den Christus, entsprechend „aufzuklären“ oder, wo man das als notwendig
erachten würde, politisch oder juristisch gegen ihn vorzugehen oder eben einfach
die Polizei anzurufen.
Und die maßgeblichen Politiker würden
wieder respektvoll vor der Macht der Kirche buckeln. Denn wie sagte doch einer
der Kirchenführer
unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkriegs. Seine Worte lauteten wie folgt: „Dass die Kirche sich nicht
umzustellen braucht, empfinden sicherlich die meisten als einen Abglanz der
Ewigkeit“ (Dekan Georg März aus Würzburg, zit. nach C. Vollnhals, Evangelische Kirche und
Entnazifizierung, München 1989, S. 134).
Tief durchatmen. So war es, und so ist es, und so würde es immer sein. Die
Kirche ist der Abglanz der Ewigkeit.
So denken die Herren der Kirche und glauben, dass sie ewig so weitermachen
können.
Nahezu 2000 Jahre sind die Herrschenden und Regierenden gekommen und wieder
gegangen. Die Kirche aber blieb - an der Seite der gegenwärtigen oder -
klug vorausschauend - der künftigen Machthaber. Und immer wieder ließ sie sich mit Reichtum,
Privilegien und Vergünstigungen beschenken. Doch immer wenn sich durch einen
Propheten der Himmel ein Stück weit auf die Erde neigte, begann der Stuhl Petri
in Rom unmerklich ins Wanken zu kommen, und seine vielen kleinen evangelischen Schemel
würden erzittern. Doch wenn Christus käme, würde der Stuhl vielleicht für alle
sichtbar wanken, und die einzelnen Schemel würden der Reihe nach umfallen! Welche Gefahr
könnte von dem
wiederkommenden Christus ausgehen? Es gibt keine größere Gefahr für die real existierenden Kirchen. Wehe, er käme. Wehe, er käme wirklich noch ein zweites
Mal! Wehe, wehe! Wurde er nicht ans Kreuz genagelt? Hat er nicht
freundlicherweise nach seiner Auferstehung weitgehend geschwiegen? Hat man nicht
die „ketzerischen“ Christus- und Gottespropheten in den letzten Jahrhunderten
erfolgreich zum Schweigen gebracht? Hat sich die Kirche nicht immer erfolgreich
gegen „Häresien“, „Ketzereien“ und „Sekten“ gewehrt und diese immer „unschädlich“ gemacht?
Würde er jetzt selber tatsächlich wiederkommen? Will er die Kirche gar zum „Endkampf“
provozieren?
Die Kirche braucht keinen wiederkommenden
Christus. Die Kirche ist eine mächtige Institution geworden, die mächtigste Institution des gesamten Erdkreises. Sie ist kein Tummelplatz mehr für
versponnene Wanderprediger. Die Kirche hat die Bibel. Die Kirche hat die Dogmen, und
ihre Gläubigen
sprechen Woche für Woche das apostolische Glaubensbekenntnis. Und die Kirche hat
den Papst. Sein „Urbi et Orbi“ dringt machtvoll in alle Paläste dieser Erde und
auch in die letzte Hütte am Rande der Zivilisation. Und wie die Menschen ihm zujubeln, wenn er wieder und wieder zu ihnen
kommt. Kein Geld ist ihnen für den Papst und seinen Hofstaat zu schade. Dieser
Mann gibt ihnen Hoffnung. Er
ist ihnen Vorbild. Und er gibt ihnen Kraft, auch den Evangelischen. Und
natürlich nimmt die Kirche auch ihn, den Christus, liebevoll in ihre Obhut. Sie hat ihn
sich genommen als schweigenden Gott. Hilflos lallend
in der Krippe oder zum Schweigen gebracht am Kruzifix. Dort habe er uns erlöst.
Das muss reichen. Wehe, er würde sich tatsächlich getrauen,
noch einmal zu kommen ...
Literatur u.
a.:
- Karlheinz Deschner, Abermals krähte der Hahn, 1962, btb-Taschenbuch im
Goldmann-Verlag 1996
- Robert Kehl, Die Geheimnisse der Kirche, Zürich 1977
- Wer sitzt auf dem Stuhl Petri?, Verlag Das Wort, Band 1, Marktheidenfeld
2005, Bände 2 und 3, 2006 (je Band für nur 5,00 € + Versand; 09391/504-135)
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Der Text kann wie folgt zitiert werden: |
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41
und die Ausgabe Nr. 1
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