DER THEOLOGE
Nr. 44
"Innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat"
Schwarzbuch Evangelische Kirche
Der
Theologe Nr. 43
(Schwarzbuch
"Römisch-Katholische Kirche": "Innen sind sie voll Knochen, Schmutz und
Verwesung") und
Der Theologe Nr. 44
(Schwarzbuch "Evangelische Kirche": "Innen sind sie voller Totengebeine und
lauter Unrat") sind die Fortsetzung der drei Ausgaben
Der Theologe Nr. 24
(Die Kirche und die Hölle auf Erden), Der Theologe Nr. 24a
(Sex-Verbrechen und -Vergehen in der Kirche) und
Der Theologe Nr. 24b
(Verbrechen, Vergehen, Skandale und Verharmlosung von Grausamkeiten in der Kirche).
Der Hintergrund und die Entstehungsgeschichte dieser Studien sowie grundsätzliche Hinweise lesen Sie in
diesen
Ausgaben. Es geht vor allem darum, dass die Kirche sich nicht mehr "christlich"
nennt, um den Namen des Jesus, des Christus nicht mehr zu missbrauchen und in
den Schmutz zu ziehen. Denn weder die Lehre stimmt mit Christus überein
(siehe dazu Der Theologe Nr.
25) noch zigtausendfach das Tun. Vielmehr sind die Großkirchen und ihre
Amtsträger heute vergleichbar den Gegenspielern von Jesus von Nazareth vor ca.
2000 Jahren.
Die Titel der Theologen-Ausgaben stammen aus den Wehe-Rufen von Jesus von Nazareth über die
Theologen und Schriftgelehrten seiner Zeit (Matthäus 23, 27). Bei der
Ausgabe Nr. 43 über die römisch-katholische Kirche wurde die Übersetzung aus
der in der katholischen Kirche verwendeten evangelisch-katholischen Einheitsübersetzung gewählt, bei der Ausgabe Nr.
44 über die evangelischen Kirche die Übersetzung aus der Lutherbibel (siehe oben). Und
was bei den heutigen Theologen und Schriftgelehrten mehr und mehr ans Tageslicht
kommt, übertrifft vielfach die negativen Taten der Theologen zur Zeit von Jesus.
Die Meldungen werden im Folgenden nach Aktenzeichen aneinander gereiht, ohne
dass die zugrunde liegenden Sachverhalte nach Thema und Schwere gewichtet
werden. Wir urteilen hier also nicht. Auch ist die Dokumentation nicht vollständig, sondern nur beispielhaft.
Die Dokumentation kann dabei sowohl Informationen über Theologen als auch andere
kirchliche Mitarbeiter oder Mitglieder enthalten.
|
"Über das evangelische Machtsystem wird noch einiges aufzuklären sein: Wie auch hier Missbraucher mit den Vertuschern eine unheilige Allianz bildeten." (DIE ZEIT Nr. 30 vom 22.7.2010) |
Inhaltsangabe
Nr. E 1 / 2010
- Ehemals führender Erziehungs-Theologe der EKD: Opfer enthüllt Details des Missbrauchs|
Die heftigen Auseinandersetzungen zwischen
Jesus, dem Christus und den Theologen (= den Schriftgelehrten) und
Priestern seiner Zeit eskalierten in der Hinrichtung des unerschrockenen
Mannes aus Nazareth. Immer wieder und solange er noch dazu in der Lage war,
warnte er die Bevölkerung vor seinen späteren Henkern. So heißt es z.B. im
Evangelium nach Markus: |
Nr. E 26 / 2010 -
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen weiteren
evangelischen Pfarrer wegen Kindsmissbrauchs "im privaten Bereich des
Pastors" - Dem Pfarrer T. F. aus Bünsdorf wird Kindsmissbrauch im privaten
Umfeld vorgeworfen. Mehr dazu unter:
http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article//schlimmer-verdacht-gegen-pastor-f.html
Nr. E 25 / 2010 -
Evangelischer Pfarrer verging sich an vielen Jungen, einem Mädchen und an den
eigenen Söhnen / Kirche vertuschte jahrzehntelang bis zur Verjährung / 30-40
Opfer? Viele seelisch zerstört, mit Selbstmordversuchen oder haltlos und früh gestorben
/ Täter wurde nur von der Gemeinde weg als Seelsorger für junge Gefangene
versetzt und durfte weiter Religionsunterricht halten / Von Kollegen gedeckt /
Schwerste "Erinnerungslücken" bei allen Verantwortlichen -
Der Spiegel deckt in Nr. 28/2010 jetzt neue Kinderschänderverbrechen
durch einen evangelischen Gemeindepfarrer auf. Pastor Gert Dietrich K. konnte
bis zu seinem Ruhestand unbehelligt im Amt wüten, obwohl es zahllose Versuche
von Opfern und Mitwissern gab, die Verbrechen zu beenden. Da der Artikel nicht
im Internet einsehbar ist, hier einige Auszüge:
Nr. E 23 / 2010 -
Oberkirchenrat missbrauchte Konfirmandin - Einem ehemaligen Mitglied der
Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern wird "von der
Staatsanwaltschaft zur Last gelegt, mehrfach ´sexuelle Handlungen an einem Kind
begangen zu haben`. Die Vorwürfe hätten sich im Zug der Ermittlungen bestätigt"
(Evangelisches Sonntagsblatt Nr. 25, 20.6.2010). Der Oberkirchenrat
erhält mittlerweile jedoch schon seine Pension und das Verbrechen ist verjährt.
Nr. E 22 / 2010 - Pfarrer deckt
Kinderschänder-Kollegen - Heftige Vorwürfe gegen einen
evangelisch-lutherischen Pfarrer aus Hamburg. "Der Pfarrer habe seinen
Amtskollegen, der Ende der 70er bis Mitte der 80er Jahre Mädchen und Jungen
sexuell missbraucht haben soll, weder angezeigt, noch die kirchliche
Dienstaufsicht ifnromiert. Der pensionierte Pfarrer hatte eingeräumt, ... nicht
reagiert zu haben". Der pädophile Pfarrerverbrecher wurde 2001 in den
vorgezogenen Ruhestand versetzt. Und der damals schweigende Kollege wird von
seinem Kirchenvorstand jetzt nicht mehr zu kirchlichen Handlungen zugelassen.
Und: "Ein weiterer evangelischer Pfarrer aus Hamburg soll Kinderpornografie
besessen und Minderjährige sexuell missbraucht haben" (idea-spektrum Nr. 26,
30.6.2010)
Nr. E 21 / 2010 -
Protestanten als selbsternannte "Racheengel" der Apokalypse. Sie verwandeln
das Meer in Blut. Mehr dazu
hier.
Nr. E 20 / 2010 - Auch
bei den Verbrechen liegt die evangelische Kirche zwar im Windschatten der
katholischen. Doch auch dort werden jetzt immer mehr Verbrechen aufgedeckt. "Sieben
Verdachtsfälle wegen sexuellen Missbrauchs und körperlicher Gewalt" von
Pfarrern bzw. Kirchenmitarbeitern der Hannoverschen Landeskirche
(focus.de, 18.5.2010).
Nr. E 19 / 2010 - Tochter eines
evangelischen Pfarrers klagt an: Mein Vater hat mich 10 Jahre lang vergewaltigt.
Mehr dazu unter
http://www.a-z.ch/news/vermischtes/hat-der-pfarrer-seine-tochter-missbraucht-und-vergewaltigt-8934242
Nr. E 18 / 2010 -
Opfer-Vertreter durften beim Kirchentag nicht aufs Podium - mehr dazu
hier
Nr. E 17 / 2010 -
Evangelischer Pfarrer: Sexueller Missbrauch mehrerer Jugendlicher - Der
evangelische Pastor von Hamburg-Ahrensburg hat gleich mehrere Jugendliche in den
70er- und 80er-Jahren sexuell missbraucht. Mehr dazu
siehe:
http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article7710732/Evangelischer-Pastor-soll-sich-in-80er-Jahren-an-Jugendlichen-vergangen-haben.html?print=yes#reqdrucken
Nr. E 16 / 2010 - Windsbacher Knabenchor: "Kinder-KZ" der
evangelischen Kirche - Der Spiegel veröffentlichte am 20.3.2010
erstmals Details aus den "Dokumenten des Grauens", welche der Journalist
und Musiker Klaus Kirschner bereits 2004 im Angesicht seines Todes über das
"Kinder-KZ" in Windsbach schrieb. Kirschner verfolgten die Schrecken von
Windsbach ein Leben lang, andere Mitschüler brachten sich bereits nach einigen
Jahren um, "weil sie die Demütigungen von Windsbach nie verkraften konnten"
(20.3.2010; siehe auch unten).
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Erziehung nach Martin Luther:
Das Vorbild der Lutheraner, Martin Luther, lehrte brachiale
Erziehungsmethoden. Das 4. Gebot "Achte Vater und Mutter" bezog
Luther auch auf
weitere "Väter" wie Pfarrherren, Erzieher und Obrigkeit, es gilt
also auch gegenüber Internatsleitern und ähnlichen Autoritätspersonen.
Martin Luther setzte sie zu Herren über Leben und Tod für
die Kinder ein. So schreibt Martin Luther z. B. in seinem Großen
Katechismus vom "Vateramt" (z. B. Die Bekenntnisschriften der
Evangelisch-Lutherischen Kirche, Göttingen 1980, S. 596) und schrieb
wörtlich: "Willst Du nicht Vater und Mutter gehorchen und Dich lassen
ziehen, so gehorche dem Henker, gehorchest Du dem nicht, so gehorche dem
Streckebein, das ist der Tod" (Auslegung des 4. Gebots, S. 594). |
Doch die Kirchenleitung unter Landesbischof Hermann Dietzfelbinger stellte
sich in einem aus der Gewalt resultierenden Konflikt voll hinter Hans Thamm, der auch sein Schwiegersohn war. Ebert wörtlich: "Aus München
reiste der damalige Landesbischof Hermann Dietzfelbinger an und stellte sich
letztlich hinter seinen Schwiegersohn Thamm ..."
Und auch noch im Jahr 2007 wurde Hans Thamm bei seinem Tod kirchlich gewürdigt.
So hieß es damals: "Erst allmählich setzte sich die Erkenntnis durch, welche
Bedeutung der Chor als klingender Botschafter für seine Landeskirche hat"
(zit. nach Tagesspiegel, 20.3.2007).
Der Horror setzte sich fort, als Internatsleiter Pfarrer Friedrich Höfer durch
Pfarrer Friedrich Wilhelm Schott ersetzt wurde.
- "Er hat einmal auf einem Schüler regelrecht herumgetrampelt". Ein andermal
schlug Pfarrer Schott einen Schüler krankenhausreif. Da es allerdings
ausgerechnet der Sohn von Chorleiter Thamm war, musste Schott darauf hin auf Betreiben
Thamms gehen.
Interessant ist die Verteidigung der Täter durch Pfarrer Andreas Ebert: "Sie
waren ja auch Opfer; ihnen hatten die Nazis und das Militär die Seelen
geschändet."
Laut Bischof Walter Mixa waren es also angeblich die liberalen "68-er", die die
Priester zu Kinderschändern machten. Und laut Pfarrer Andreas Ebert waren es die Nazis,
welche Pfarrer zu Gewalttätern machten. Doch wer waren die "Nazis"? Es
waren überwiegend
evangelische oder katholische Kirchenchristen. Und ein Blick in die Geschichte
zeigt, dass sich die Nationalsozialisten bei ihrer
Gewaltanwendung vielfach auf Martin Luther berufen haben, bzw.
von damaligen Bischöfen dazu ermuntert worden waren.
Interessant ist weiter: Das damaligen
"Pfarrwaisenhaus" (= Pfarrkinderhaus) und das lutherische Gymnasium in Windsbach, aus deren Mitte später der Windsbacher Knabenchor
gegründet wurde, war schon in den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts ein
"Nährboden"
für Nationalsozialismus und Antisemitismus.
Es war
also umgekehrt: Nicht die Pfarrer waren die "Opfer" der Nazis.
Sondern kirchliche Einrichtungen mit ihren Pfarrern waren vielfach der Nährboden für
die Nazis.
Nr. E 15 / 2010 -
Evangelischer Pfarrer hat offenbar Konfirmandin mehrfach vergewaltigt /
Anderer evangelischer Pfarrer hatte intimes Verhältnis mit 12-jährigem Mädchen - Zwei Anklagen gegenüber
evangelischen Pfarrern erschüttern die Stadt und den Landkreis Hof. In Hof hat der
Pfarrer eine 13jährige Konfirmandin mehrfach vergewaltigt
(http://www.frankenpost.de/nachrichten/regional/ofrbay/art2389,1233185).
Der Pfarrer leugnet die Vorwürfe. Sein Kollege aus Sparneck gibt jedoch zu, an
einem seiner vorherigen Dienstort ein sexuelles
Verhältnis zu einem 12-jährigen Mädchen gehabt zu haben
(http://www.frankenpost.de/nachrichten/regional/ofrbay/art2389,1234037).
Angeblich habe aber die Kirchenleitung von nichts gewusst und die damalige
Versetzung solle wegen "Eheproblemen" erfolgt sein. Die Dorfbewohner am
damaligen Dienstort wussten überwiegend Bescheid, doch "in den Akten
stand nichts", so die lapidare Erklärung und die "gravierndsten Vorkommnisse"
seien erst nach der Versetzung erfolgt.
Das damalige Opfer sei heute "dankbar, dass durch die Anzeige die ganze
Sache an die Öffentlichkeit kam". Es sei ihr eine Last genommen worden
(Frankenpost, 22.4.2010).
Der evangelische Kirchenvorstand kämpft jedoch unter dem Motto "Pfarrer W.
ist unser Hirte und wir sind seine Herde" gegen seine Suspendierung
(http://www.kirchengemeinde-sparneck.de/pages/startseite.php) - ein
weiterer Widerspruch zu Jesus von Nazareth. Denn Jesus sagte: "Ich bin der
gute Hirte" (Johannes 10, 11), nicht: Der Pfarrer oder der Priester ist
Euer Hirte. Pfarrer hat Jesus nie gewollt. Doch die Kirche ersetzte faktisch den
"guten Hirten" Christus durch ihre menschlichen Hirten, ihre Pfarrer und
Priester, und muss nun erleben, wie nach und nach die Geheimnisse der
menschlichen Hirten aufgedeckt werden.
Nr. E 14 / 2010 - Als Vorschulkind im
Martin-Luther-Haus missbraucht, bis heute traumatisiert / "Regelrechtes
System der Gewalt" / Bischof Friedrich unter Druck: Hat er es als laufen
lassen? - Der
Heimleiter des Martin-Luther-Hauses in Nürnberg sperrte sie - nach
Angaben der heute 42jährigen Frau - als Vorschulkind manchmal
tagelang in ein Zimmer ein. Dort versuchte er Zungenküsse und unternahm
Berührungen im Intimbereich. Auch gab es heftige Schläge und Demütigungen vor
allen anderen und vieles mehr. "Beim Gottesdienst in der nahen Kapelle hätten
sie dann fromm singen müssen. ´Wenn jemand nicht mitsang, setzte es wieder
Strafen.`". Das Mädchen hat die Zeit im Martin-Luther-Haus "schwer gezeichnet"
und nicht verkraftet, es warf sie immer wieder aus der Bahn. Nach über 30 Jahren
wird ihr jetzt der Aufenthalt in einer Trauma-Klinik möglich. Der Direktor gibt
nur die Schläge zu
(http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1202588&kat=120&man=3).
Mittlerweile meldeten sich immer mehr Zeugen und Opfer, die von einem
"regelrechten System der Gewalt" sprechen (nn-online.de, 10.4.2010).
Eine andere Zeugin wurde bei einem "Ausflug" von einer Kirche in die nächste
geschleift und wollte zwischenzeitlich wenigstens nur einmal ein Eis essen.
Unter Tränen erzählt sie, wie sie daraufhin vor 150 Leuten bloß gestellt wurde.
Berüchtigt waren die Streichel-Attacken des Direktors. Die Mädchen mussten sich
dazu in seinem Büro nackt ausziehen und überall berühren lassen. Nun hat ein
Opfer berichtet, sie habe Dekan Johannes Friedrich damals von der
"Streichel-Therapie" des Leiters erzählt. Der Bischof verteidigt sich damit, er
könne sich nicht mehr daran erinnern.
Nr. E 13 / 2010 - Evangelischer
Pfarrer vergeht sich an 14-jährigem Jungen - Neun Monate lang habe ein
früherer Pfarrer der evangelisch-reformierten Gemeinde in Stuttgart sich an
einem 14-jährigem Jungen vergangen. Der Bericht des Opfers ist "absolut
glaubwürdig", der Pfarrer jedoch mittlerweile verstorben.
Nr. E 12 / 2010 - Neue Internetseite für
missbrauchte Pfarrerskinder in evangelischen Pfarrhäusern. Auf der Seite
www.pfarrerskinder.net heißt es:
"Pädokriminelle katholische Geistliche misshandeln Ministranten/Schüler,
pädokriminelle evangelische Geistliche misshandeln ihre eigenen Kinder ...
Es wird Zeit, dass wir Pfarrerskinder uns zu Wort melden. Gewalt
gegenüber Kindern, ob psychischer, körperlicher oder sexualisierter Art ist in
(evangelischen) Pfarrrhäusern Alltag. Der Volksmund weiß das schon lange:
´Pfarrers Kinder, Müllers Vieh gedeihen selten oder nie`. Die Schweigemauer
ist in Pfarrhäusern besonders hoch und dick. Ein hoher moralischer Anspruch
gepaart mit protestantischer Körperfeindlichkeit ergibt ein Klima, in dem
Kindesmisshandlung ausgeübt, geduldet und gedeckt wird. Bis heute. Das Tabu,
darüber zu sprechen, muss endgültig gebrochen werden. In diesem Fall betrifft es
auch das Tabu des 4. Gebots ("Du sollst Vater und Mutter ehren"), was
insbesondere erwachsenen Pfarrerskindern, die sich nach wie vor im religiösen
Milieu bewegen schwer fällt. Daher gibt es diese Website. Hier können erwachsene
Pfarrerskinder anonym ihre Erlebnisse schildern und damit ihre oft jahrelang
gehüteten bedrückenden Geheimnisse lüften."
Nr. E 11 / 2010 - "Jetzt
stehen auch evangelische Pfarrer unter Verdacht". Das Hamburger Abendblatt
berichtet am 16.3.2010 von drei Pfarrern und einem evangelischen
Religionslehrer, die der Kinderschändung verdächtigt sind. Hinzu kommt ein
mittlerweile pensionierter Pfarrer und ein weiterer Pfarrer, der Kinder
per SMS "sexuell belästigt" habe. "Als Kirche sind wir erschüttert, welche
ungeahnten negativen Energien sich hier offensichtlich entladen haben", erklärt
Probst Sigurd Rink von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau: "Zugetraut
hätten wir das den Seelsorgern und den Mitarbeitern niemals".
Nr. E 10 / 2010 - Sexueller Missbrauch auch im
evangelischen Johannesstift in Berlin (bz, 15.3.2010; 16.3.2010).
Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Bischof Dr. Wolfgang Huber sitzt im
Kuratorium des Stifts. Die Verbrechen werden jetzt untersucht.
Nr. E 9 / 2010 - Spiegel online
enthüllt die "Hölle" beim renommierten evangelisch-lutherischen Windsbacher
Knabenchor (20.3.2010). Klaus Kirschner schreibt sich die erlittenen
Qualen in dem "Kinder-KZ" "Windsbacher Knabenchor" kurz vor seinem Tod von der Seele. Das Magazin berichtet: "Kirschner
schildert in seinen Briefen, wie er und seine Klassenkameraden von dem Lehrer
und dem damaligen Internatsleiter, einem evangelischen Pfarrer, regelmäßig
geschlagen wurden. So habe der Internatsleiter vornehmlich nach dem Mittagessen
einzelne Jungen in sein Büro geholt, dessen Tür doppelt gepolstert
gewesen seien - ´damit die Schreie der Gepeinigten nicht an die
Öffentlichkeit drangen`. Dort habe er ihnen die Wahl zwischen
Nilpferdpeitsche und Rohrstock gelassen und die Kinder anschließend verprügelt.
Die Schläge hätten ihn offensichtlich sexuell erregt." Auch Peter Lemberg,
ehemaliger Windsbacher Knabensänger, packt aus: "Zwei seiner Schulkameraden
hätten später Selbstmord begangen, weil sie die Demütigungen in Windsbach nie
verkraften konnten. Von einem Präfekt sei ein Mitschüler so geschlagen
worden, dass ihm das Trommelfell platzte. Als sie älter wurden, seien sie
tatsächlich angewiesen worden, kleinere Schüler zu verprügeln: ´Es wurde nicht
gelegentlich geschlagen, sondern systematisch.`"
Die jüngsten Vorwürfe liegen nur weniger Jahre zurück: "2004 gab es in Windsbach
zwischen Eltern und Chorleitung einen heftigen Streit um den Dirigenten
Karl-Friedrich Beringer. Beringer war vorgeworfen worden, er habe Kinder
angebrüllt, gedemütigt, gewürgt und misshandelt. Der Dirigent hatte das
zurückgewiesen. Hinreichende Beweise für Gewalttätigkeiten gab es nicht -
Beringer konnte seine Arbeit fortsetzen. Eltern berichten, in den Proberäumen
seien nun auch auf Wunsch Beringers Kameras installiert worden. Seither
habe man von Übergriffen nichts mehr gehört."
Lesen Sie mehr bei:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,684604,00.html
Nr. E 8 / 2010 - "Missbrauch und Umgang
damit von Seiten der Kirche als Institution gibt es auch in der ev. Kirche. In
der ev. Landeskirche Rheinland gibt es ein eigenes Verfahren unter dem Motto ´Zeit heilt keineswegs Wunden`. Eine von
´grenzüberschreitender
Seelsorge` Betroffene hat einen Missbrauch durch eine ev. Pfarrerin in der
Krankenhausseelsorge dort angezeigt.
Diese hatte bei einem schwer an Hirntumor erkrankten Mann so intensive Seelsorge
betrieben, dass körperliche "Maßnahmen", Küssen und Streicheln und
Umarmen dazu gehörten. Die Beerdigungsansprache hatte bei den Zuhörern einzig
die Frage provoziert: "War da was?" Bei rein internen
Ermittlungen ohne Aufarbeitung des Beweismaterials hat man nach 700 Tagen der
Pfarrerin lediglich eine Missbilligung gegeben und niemand aus der ev. Kirche
(kein Vorgesetzter, keiner der Mitarbeiter in der Landeskirche innerhalb des
Verfahrens) hat dem Opfer gegenüber das geringste Bedauern zum Ausdruck
gebracht, von einer Entschuldigung ganz zu schweigen. Ein rein juristisches
Schreiben wurde der Betroffenen nach 700 Tagen ungewissen Wartens nach Anzeige
übermittelt, das kein einziges persönliches Wort beinhaltete. Die
Krankenhausseelsorgerin arbeitet unverändert am gleichen Arbeitsplatz" (Leserbeitrag von Frau Dr. med. habil. Ruth
Bodden-Heidrich, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Meerbusch).
Nr. E 7 / 2010 - "Unversetzbarkeit"
des evangelischen Pfarrers als schweres Ärgernis für die Gläubigen - Ein Pfarrer hat
nicht nur die gleichen Rechte wie ein Staatsbeamter, er hat noch mehr Rechte.
Während die Regierung einen Beamten auch gegen dessen Willen versetzen kann,
können die Pfarrer nicht ohne ihre Zustimmung versetzt werden. Sie können sich also an ihr Amt
klammern und volles Gehalt beziehen, auch wenn sie niemand mehr (außer sie
selbst) in diesem Amt will. Es sei denn, dem Pfarrer-Beamten kann in einem
langwierigen Verfahren "ungedeihliches Wirken" nachgewiesen werden. Dieses Privileg
der Unversetzbarkeit demonstrierte zuletzt der evangelisch-lutherische Dekan von Neustadt an der
Aisch, Sieghart Schneider, weswegen jetzt ein Posaunenchorleiter die Änderung
dieses Gesetzes verlangt. Doch die Pfarrer-Lobby wehrt sich bereits. "Die
Unversetzbarkeit von Pfarrern sei ein ´reformatorisches Vermächtnis`, mit dem
die Freiheit der Verkündigung geschützt werde" (Main-Post,
16.3.2010;
http://www.mainpost.de/lokales/franken/Angriff-auf-Pfarrer-Privileg;art1727,5503701), so der Vorsitzende des Pfarrervereins, Klaus Weber.
Nr. E 6 / 2010 - Nachfolgend eine
Pressemeldung der Freien Christen vom 15.3.2010: Im Vorfeld des Prozesses
der Freien Christen für den Christus der Bergpredigt gegen die Evangelische
Kirche vor dem Verwaltungsgericht Hannover am 16.3.2010 (mehr dazu siehe z.
B. http://www.christus-oder-kirche.de) wird auch die evangelische Kirche
zunehmend von Verbrechen und Skandalen erschüttert. Die Freien Christen fordern
sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche auf, sich nicht mehr
"christlich" zu nennen. Zur Begründung verweisen sie sowohl auf die kirchliche
Lehre als auch auf die Taten: "Wie kann es z. B. sein, dass 17 Mitarbeiter
der renommierten Graf-Recke-Stiftung, eine der ältesten Einrichtungen der
evangelischen Diakonie, über einen längeren Zeitraum ihnen anvertraute
autistische Kinder so schwer körperlich misshandeln konnten?", so Dr. Peter
Thurneysen, Kinder- und Jugendpsychiater und einer der Kläger.
Laut eines Berichts von Spiegel online vom 9.3.2010 werde den 17
Tatverdächtigen "körperliche Misshandlung von Schutzbefohlenen,
Freiheitsberaubung und Nötigung zur Last gelegt". "Die Kinder, die körperlichen
Kontakt nur schwer ertragen können, seien ´teilweise stundenlang umklammert`
oder an Stühlen festgebunden und damit in Panik versetzt worden. Bei Gegenwehr
entzogen die Tatverdächtigen den Patienten das Essen. Zum Teil seien Kinder über
mehrere Tage eingesperrt worden", so der Bericht. "Es kann nicht angehen, dass
die Kirche bei jedem neuen Verbrechensbericht die Schuld auf die einzelnen
Gläubigen oder Angestellten schiebt. Hier stimmt auch etwas Grundsätzliches
nicht", so Dieter Potzel, Ex-Pfarrer und Kläger. "Allzu locker beruft man sich
auf Luthers Ausspruch ´Sündige tapfer` und für das Seelenheil ist angeblich eh
nur der Glaube ausschlaggebend, nicht die Taten. Schlimm ist, dass bei jedem
neuen Verbrechen auch das Gedenken von Jesus, dem Christus, mit in den Schmutz
gezogen wird, solange sich die Kirche nach ihm benennt", so der Ex-Pfarrer.
Aus diesem Grund erwarten die Freien Christen für den Christus der Bergpredigt
von der Kirche, dass sie angesichts der aktuellen Entwicklungen von sich aus auf
den Namen "christlich" verzichtet. Zumal die Kirche die Tatsache, dass sie nicht
christlich ist, im Prozess bis jetzt überhaupt nicht bestritten hat. Erst vor
wenigen Tagen war bekannt geworden, dass der schwerer Sexualverbrechen
beschuldigte ehemalige Rektor der Odenwaldschule ein bekannter evangelischer
Theologe ist. Der mittlerweile pensionierte Täter stieg in den 90er-Jahren sogar
bis in die höchsten Gremien der Kirche auf, in diesem Fall in die Kammer für
Bildung und Erziehung der EKD, und er verfasste im Namen der Kirche viele
Studien und Berichte zu Erziehungsthemen. Eine Reaktion von dort steht jedoch
noch aus. Der Kinder- und Jugendpsychiater Peter Thurneysen: "Die EKD sitzt das
einfach aus, weil es in ihrer Lehre letztlich eben nur auf den ´Glauben`
ankommt. Jesus von Nazareth hingegen betonte immer wieder das rechte Tun. Und in
diesem Zusammenhang vergisst man in der Gesellschaft auch immer wieder, dass
Luther ein Despot und ein Demagoge war."
Nr. E 5 / 2010 - Der Schriftsteller Bodo
Kirchhoff "wurde als zwölfjähriger Schüler 1960 im evangelischen Internat
Gaienhofen am Bodensee von einem Lehrer wiederholt missbraucht. Das
beschreibt der Autor im "Spiegel" ... Der Mann, der auch sein Religionslehrer
war, habe ihn ´unter immer neuen Vorwänden auf sein Zimmer` geholt.
Kirchhoff musste ´Doktorspiele,
Ferkeleien, unausgegorenen Sex` über
sich ergehen lassen. Wie der "Spiegel" berichtet, habe der Pädagoge Kirchhoff
auch ´oral befriedigt.` Jahrelang habe er versuchte, den Missbrauch in
Worte zu fassen: ´Ich musste über etwas sprechen, zu dem es keine Sprache gab,
ich musste mir eine erfinden.` Trotz der sexuellen Liberalisierung sei ihm dies
bis heute nicht wirklich gelungen: ´Der ganze Sex-Sprachmüll hat die Sprachnot
der Betroffenen nicht gelindert, im Gegenteil: Für die schlichte Wahrheit gab es
jetzt gar keine Worte mehr ...`
Der Lehrer sei ´mit Billigung der evangelischen Landeskirche davongekommen`"
(bild.de, 14.3.2010).
Nr. E 4 / 2010 - "Denn als ich dreizehn war, begannen die
schlimmsten Jahre meines Lebens. Ich wurde tatsächlich in ein anderes Heim
verlegt, nämlich in das evangelische Knabenheim Westuffeln im westfälischen
Werl. Heute heißt die Einrichtung ´Von Mellin'sche Stiftung Kinder- und
Jugendhilfe Westuffeln`, und es gibt inzwischen eine Liste mit den Namen von
mehreren Mitschülern, die sich dort gemeldet haben und die das Gleiche
mitgemacht haben wie ich ... [Der Erzieher] war Diakon, also ein Mitarbeiter der
evangelischen Kirche mit theologischer Qualifikation, und von den
Von-Bodelschwinghschen Anstalten Bethel ähnlich einem Leiharbeiter zum Dienst
nach Werl entsendet worden ... In den ersten Wochen meines Aufenthaltes in dem
Heim beobachtete ich, wie jede Nacht ein anderer Junge in das Zimmer des
Erziehers gerufen wurde. Sie blieben etwa eine halbe Stunde drinnen, und viele
weinten, wenn sie herauskamen. Unser Jüngster, Wolfgang, war erst elf, er kam
eines Nachts vor Schmerzen schreiend und mit blutendem Penis heraus. Wir alle
eilten an sein Bett, um ihn zu trösten. Ich hatte keine Ahnung, was mit ihm
passiert sein könnte, aber ich spürte eine große Angst in mir. Wolfgang ist
später Polizist geworden, und als ich letztes Jahr zu Besuch in dem Heim war,
hat mir der neue Heimleiter erzählt, dass er sich umgebracht hat. Mehrere meiner
Mitschüler haben Selbstmord begangen. Ich glaube, dass es wegen des Missbrauchs
war ... Von nun an musste ich also jeden Tag zu ihm kommen, und immer fand ich
unter seinem Bett mehrere Limonadenflaschen, die ich ausleeren musste. Schnell
bemerkte ich, dass sich keine Limonade, sondern Urin darin befand ... Als ich
... sein Zimmer trat, sagte er: ´Du musst beim Arbeiten im Garten besser werden,
aber wir werden darüber hinwegsehen.` Dabei nahm er meine Hand und legte sie auf
sein Genital. Er selbst legte seine Hand dann auf mein Genital, und etwas später
musste ich mich auf die Bettkante setzen und ihn manuell befriedigen. Er stand
dabei mit heruntergelassener Hose vor mir. Danach urinierte er in eine der
Limonadenflaschen. Bei anderen Gelegenheiten musste ich mich vor ihn stellen,
und er saß auf der Bettkante und versuchte, mich manuell zu befriedigen. Ich
musste auch in diese Flaschen pinkeln"
(Auszug aus: faz.net, 14.3.2010;
http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/
Doc~EF6E8DC47A8584B51B7A979E7403D0486~ATpl~Ecommon~Scontent.html).
Nr. E 3 / 2010 - Der ehemalige Leiter der
Odenwaldschule Gerold Becker konnte weiter Karriere machen, obwohl er bereits
1998 und 1999 des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wurde. Ein Grund dafür war,
dass er zwischenzeitlich zu einem der höchsten Repräsentanten der Evangelischen
Kirche in Deutschland in Sachen Erziehung aufgestiegen war. Die EKD ließ ihn
auch noch gewähren, obwohl ein erstes Opfer bereits auspackte. Die
Frankfurter Rundschau schreibt: "Mit der Aufklärung war es überhaupt so eine
Sache. Denn Becker hatte es seit seinem Abschied von der OSO [Odenwaldschule in
Oberhambach] 1985 zu allerlei prestigeträchtigen Posten gebracht: Er war
Vorstandschef der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime, leitender
Mitarbeiter am Institut für Bildungsplanung und Schulentwicklung des Hessischen
Kultusministeriums, vertrat als Theologe bei schulischen Fachgesprächen mit dem
Land die evangelische Kirche (EKD). Noch 1998, als eins seiner Opfer ihn
erfolglos konfrontiert und bereits die OSO um Hilfe gebeten hatte, trat Becker
als Mitglied der EKD-Kammer für Bildung und Erziehung auf. Diejenigen, die
von den Vorwürfen wussten, schwiegen derweil (13.3.2010).
Nr. E 2 / 2010 - Der damalige evangelische
Pfarrer von Friedrichsdorf bei Bad Homburg hat gestanden, Anfang der
80er-Jahre, mit einem Jungen seiner
Gemeinde Kontakte gehabt zu haben, "die sexuell übergriffig und mit dem
Dienst eines Pfarrers nicht vereinbar waren". Der Pfarrer sei anschließend nach
Idstein gewechselt und erhält mittlerweile seine Pension (Frankfurter Rundschau,
13.3.2010).
Nr. E 1 /
2010 - Ein Opfer von Ex-Rektor Gerold Becker enthüllt Details des Missbrauchs.
Die heutige Direktorin der Odenwald-Eliteschule berichtet: "B. nahm ihn in den
Arm und tröstete ihn. Dann legte er den Jungen aufs Bett und zog ihn aus. Er
streichelte ihn im Intimbereich und befriedigte sich dabei selbst" (bild.de,
12.3.2010). Der Rektor machte nach seiner Zeit an der Odenwald-Eliteschule
Karriere in der EKD. So schrieb der pädophile Ex-Rektor der Odenwaldschule
später in der bekannten EKD-Studie Aufwachsen in schwieriger Zeit etwa den
Aufsatz Kindsein 1994 - zur Lage der Kinder (mehr dazu
hier).
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2 - Reinkarnation
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3 - Luther-Christus
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20 - Propheten ] [ 23 - Kirche-Staat
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