DER THEOLOGE
Nr. 19


Es gibt keine ewige Verdammnis

Auch nicht in der Bibel

Die Lehre von der ewigen Verdammnis stammt nicht von Jesus. Und sie entspricht auch nicht dem Gesamtzeugnis der Bibel. Sie ist römisch-katholische bzw. evangelische Glaubenslehre und wird von den Kirchen in die Bibel und in Aussagen von Jesus hineinprojiziert.

Worum geht es bei dieser kirchlichen Lehre genau? Die römisch-katholische Kirche hat diese Lehraussage klar als ihre Glaubenswahrheit definiert, was z. B. nachzulesen ist in dem Buch
Josef Neuner - Heinrich Roos, Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung, neu bearbeitet von Karl Rahner und Karl-Heinz Weger, Regensburg 1971, 13. Auflage 1992, ISBN 3-7917-0119-3. Dort ist dieser Glaube vor allem niedergelegt in den Lehrsätzen Nr. 891 - 905. Ewig verdammt seien demnach alle, welche die römisch-katholische Lehre nicht vollständig annehmen und nicht die Entschuldigung einer
unverschuldeten Unkenntnis haben. Die Belege hierfür finden sich im Einzelnen aufgeführt in Der Theologe Nr. 18

Die evangelisch-lutherische Kirche und die anderen evangelischen Kirchen haben am Kern dieser Lehre nichts geändert. Sie haben allerdings den Kreis der
ewig Verdammten anders definiert. Viele aus katholischer Sicht ewig Verfluchte seien demnach durch den Glauben gerettet, der ihnen nach dem Hören der evangelischen Predigt und dem Empfang der evangelischen Sakramente geschenkt würde (vgl. Augsburger Konfession, CA V). Doch die aus evangelischer Sicht letztlich ewig Verfluchten trifft es insofern besonders hart, da sie während ihres Erdenlebens aus freiem Willen ihr Schicksal gar nicht wenden können (vgl. Augsburger Konfession, CA XVIII). Sie würden vielmehr vom Teufel selbst in die Hölle hineingeritten, ohne dass sie das verhindern könnten, wie auch Martin Luther selbst in seiner Schrift Vom geknechteten Willen darlegt
(siehe dazu http://www.theologe.de/theologe1.htm#Keine_Seligkeit). Außerdem hat die evangelische Kirche die Lehre vom Fegefeuer als Vorstufe zum Himmel gestrichen, so dass es aus evangelischer Sicht nach dem Tod angeblich sofort heißt: Schwarz oder Weiß. Demgegenüber glaubt die römisch-katholische Kirche für eine dritte Gruppe noch an ein Fegefeuer vor deren Eintritt in den Himmel.

Besonders skurril stellt sich diese Situation für überzeugte protestantische Theologen oder Prediger dar, die zum Teil vehement die Lehre von der ewigen Verdammnis vertreten und zur deren Bekräftigung zahlreiche Bibelstellen anführen, welche dies angeblich belegen. Nach dem verbindlichen und
unfehlbaren Lehrgut der römisch-katholischen Kirche zählen nämlich ausgerechnet jene evangelischen Verfechter dieser furchtbaren Lehre später selber zu den ewig Verdammten, wenn sie sich nicht vor dem Tod ihr [der römisch-katholischen Kirche] anschließen, wie es im Lehrsatz Nr. 381 nachzulesen ist (siehe dazu auch unten). Darüber sprechen der Papst und die katholischen Kirchenführer allerdings nicht so gerne, da sie den Druck auf die Evangelischen im Rahmen der Ökumene nur vorsichtig erhöhen, und sie zitieren deshalb lieber aus harmloseren und unverbindlichen ökumenischen Verlautbarungen. Nachfolgend zunächst einige kirchliche Lehrdokumente im Wortlaut:

(a) Quellentexte zur römisch-katholischen Kirche:

"[Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt." (381)
 
"Er (Jesus Christus) wird kommen am Ende der Welt zum Gericht über Lebende und Tote, einem jeden zu vergelten nach seinen Werken, den Verworfenen wie den Auserwählten. Diese werden alle mit dem eigenen Leib, den sie hier tragen, auferstehen, damit die einen mit dem Teufel die ewige Strafe und die anderen mit Christus die ewige Herrlichkeit empfangen, je nach ihren guten oder schlechten Werken ..." (896)

"Wer aber ohne Buße in der Todsünde stirbt, wird ohne Zweifel von der Glut der ewigen Hölle auf immer gepeinigt ..." (898)

"Ferner bestimmen Wir: Wie Gott allgemein angeordnet hat, steigen die Seelen derer, die in einer tatsächlichen schweren Sünde verschieden [Anmerkung.: wozu z. B. ein Kirchenaustritt gehört], sofort in die Hölle hinab, wo sie von höllischen Qualen gepeinigt werden." (905)

"Wer sagt und glaubt: die Strafe der bösen Geister und gottlosen Menschen sei nur zeitlich und werde nach bestimmter Zeit ein Ende nehmen, und dann komme eine völlige Wiederherstellung (Apokatastasis) der bösen Geister und gottlosen Menschen, der sei ausgeschlossen" [Anmerkung: = anathema sit = der sei verflucht bzw. ewig verdammt]. (891)

(Verbindliche bzw. sogar [bei Fettdruck] "unfehlbare" Lehraussagen der Römisch-Katholischen Kirche, zit. nach Josef Neuner - Heinrich Roos, Der Glaube der Kirche, 13. Auflage, Regensburg 1992, Glaubenswahrheiten Nr. 381, 896, 898, 905, 891; dort finden Sie die jeweils exakten Quellenangaben)

"Jesus ist gekommen, um uns zu sagen, dass er uns alle im Paradies haben will und dass die Hölle, von der man in unserer Zeit so wenig spricht, existiert und ewig ist für jene, die ihre Augen vor seiner Liebe verschließen" (Papst Benedikt XVI. am 25.3.2007 in der römischen Pfarre Santa Felicita in Fidene am nördlichen Stadtrand Roms; zit. nach http://kath.net/detail.php?id=16345).


 
(b) Quellentexte zur evangelisch-lutherischen Kirche:

"Auch wird gelehrt, dass unser Herr Jesus Christus am Jüngsten Tag kommen wird, zu richten, und alle Toten auferwecken, [um] den Gläubigen und Auserwählten ewiges Leben und ewige Freude [zu] gebe[n], die gottlosen Menschen aber und die Teufel in die Hölle und ewige Straf [zu] verdammen. Deshalb werden die Wiedertäufer verworfen [damnant = verdammt], so lehren, dass die Teufel und verdammten Menschen nicht ewige Pein und Qual haben werden."
 
(Verbindliches Bekenntnis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Augsburger Confession 1525, CA XVII, von Martin Luther in seinem
Bekenntnis aus dem Jahr 1528 bekräftigt; zit. nach Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, Göttingen 1982, S. 72)

Das evangelisch-lutherische Bekenntnis lehrt weiterhin, "dass der freie Wille und Vernunft in geistlichen Sachen nichts vermag" (z. B. Apologie der Konfession XVIII, in: Die Bekenntnisschriften, a.a.O., S. 312). Es bedarf demnach zum Heil und zur Vermeidung der ewigen Verdammnis des „Heiligen Geistes“, der durch evangelische Predigt und amtskirchlich gereichte Sakramente vermittelt werde (z. B. CA V)
, wodurch auch hier (wie in der römisch-katholischen Kirche) die Seligkeit an die Institution Kirche gebunden wird.

Eine Auflistung aller nach evangelisch-lutherischer Lehrer Verdammter und eine Darlegung zum Verständnis dieser Lehre finden Sie im
Anhang Nr. 3.


Inhalt
:

Folter und Hinrichtung von Andersgläubigen

Steigerung der Folter ins Unendliche

Trügerische "Bekehrungen" in letzter Minute

Überlegung zur kirchlichen Lehre: Ist Satan größer als Gott?

Alles wird wiederhergestellt

Der reiche Mann im Hades

In der "Scheol" bzw. "Gehenna": Warten auf die Hilfe Gottes

Die Hölle als Bestimmungsort für Theologen?

Kein endgültiger Straf-Ort

Christus hat die Schlüssel zum Hades

Ein "Äon lang" ist nicht unendlich

Keine Beweise in der Bibel

Saat und Ernte

Anhang Nr. 1: Drohen sich die Kirchen gegenseitig die ewige Verdammnis an?

Anhang Nr. 2: Gelten die Protestanten am Ende als "verkappte Katholiken" oder doch als "Verdammte"?

Anhang Nr. 3: Die "Ewig Verdammten" aus evangelisch-lutherischer Sicht


Anhang Nr. 4: Torwart Robert Enke nach kirchlicher Lehre ewig verdammt
 


 
Folter und Hinrichtung von Andersgläubigen

Beide Großkirchen lehren eine jenseitige ewige Verdammnis, in der die davon Betroffenen furchtbare Qualen erleiden sollen. Bevor diese Lehre hier näher untersucht wird, jedoch zunächst ein Blick ins Diesseits. Denn den kirchlichen Jenseitslehren entsprechen teils furchtbare kirchliche Praktiken im Diesseits. So haben Kirchenlehrer im Laufe der Geschichte auch bestialische Folter- und Hinrichtungsmethoden gegenüber Andersdenkenden erfunden, die den Eindruck erwecken, als seien sie ein Vorgeschmack auf eine spätere ewige Verdammnis; nachzulesen z. B. unter http://www.theologe.de/LInquisition.htm. Nachfolgend hier ein Ausschnitt aus diesem Text:

Da gab es z. B. die Wasserfolter: Der Körper des Angeklagten wurde auf einer schräg liegenden Tischplatte festgebunden oder an straff gezogenen Seilen frei in der Luft schwebend nur von einem Schemel in der Körpermitte gestützt. Dann musste das Opfer Unmengen von Flüssigkeit schlucken: 6 Liter bei der kleinen, 12 bei der großen Wasserfolter. Wer die Zähne zusammen presste, dessen Mund wurde vom Henker mit einer eisernen Zange aufgerissen. Der goss dann weiteres Wasser aus einer Literkanne in den Mund des Gequälten. Viele der Opfer erstickten daran, oder sie platzten regelrecht, da After und Harnröhre verstopft oder zugebunden worden waren ... Auch die so genannte „Judaswiege
hatte es in sich. Das Inquisitionsopfer wurde mithilfe einer Seilwinde nach oben gezogen und auf die Spitze einer hölzernen Pyramide gesetzt. Sein ganzes Gewicht ruhte nun nur noch auf der Scheide oder dem After, dem Hodensack oder dem Steißbein. Die Qual wurde noch dadurch vergrößert, dass der Folterer das Opfer hochzog oder herabließ, es schaukelte oder immer wieder auf die Spitze fallen ließ ... Allein schon die bloße Aufzählung der Folterwerkzeuge - der Daumen- und Knieschrauben, der eisernen Mundsperren, der Werkzeuge zum Brandmarken, der Halsgeigen und Halsketten, der um den Hals gehängten Rosenkränze (Länge ein Meter, Gewicht circa acht Kilo), der im Nacken des Ketzers verschlossenen Eisenringe, der eisernen Käfige, der Kopfpressen und Schädelschrauben, der Kettengeißeln, der gedornten Halskrausen, der Zwangsgürtel, der mit scharfen Zacken besetzten spanischen Kitzler, der Scheren, Platt- und Kneifzangen, des Folter-Rades usw. usf. - vermag die perverse und erfinderische Leidenschaft der Inquisitoren und ihrer Helfershelfer zu bezeugen, demonstriert die ungeheuerliche, das kirchliche Christentum vor allen anderen Religionen auszeichnende Passion der Grausamkeit
. Man mauerte die Opfer ein oder ließ sie - als Zeichen der Gnade der Tyrannen! - langsam verhungern, man ertränkte sie in Fässern, die mit Urin oder Jauche angefüllt waren, man schnitt oder sägte ihre Zunge ab oder brannte sie aus, man röstete die Ketzer auf glühendem Eisen oder erstickte sie durch das Anzünden feuchten Strohs. Nach der Erfindung des Schießpulvers ließ man dieses in ihrer Nähe explodieren, so dass es die Brust der armen Opfer aufriss. Der (Un-)Geist der Grausamkeit fand immer neue Mittel, um die Qualen der Inquisitionsopfer zu vergrößern (zit. nach Hubertus Mynarek, Die neue Inquisition, Marktheidenfeld 1999).

Die Anhänger religiöser Minderheiten wurden also schon zu deren Lebzeiten mit teilweise unvorstellbarer Niedertracht von der Kirche verfolgt und getötet. Der gelegentliche kirchliche Rechtfertigungsversuch, die Andersgläubigen wären letztlich von staatlichen, nicht von kirchlichen Behörden hingerichtet worden, und die Kirche hätte sogar um die „Schonung des Lebens“ gebeten, ist hierbei eine an Zynismus kaum mehr zu überbietende Verfälschung der Tatsachen. Denn tatsächlich waren die kirchlichen Behörden bzw. die zugrunde liegenden kirchlichen Lehren zunächst die Inspiratoren oder die direkten Weisungsgeber. Und schließlich war die gelegentliche Bitte um „Schonung“ nur eine formale Floskel mit gegenteiligem Inhalt als die Worte vordergründig zunächst suggerieren.

Im evangelischen Lexikon Theologische Realenzyklopädie, Bd. XVI., Berlin, New York 1987 heißt es dazu wie folgt: „Noch im 12. Jahrhundert galt im kanonischen Recht der Grundsatz, dass ein Geständnis nicht durch Folter erzielt werden dürfte“ (S. 192), wobei es sich hauptsächlich um „Streckbett, Wippgalgen und Versengen der Füße“ handelte (so das ebenfalls evangelische Standard-Lexikon Religion in Geschichte und Gegenwart, RGG). „Seit den dreißiger Jahren des 13. Jh. kam sie [die Folter] aber bei einzelnen Gerichten zur Anwendung und wurde in der von [Papst] Innozenz [IV.] erlassenen Bulle Ad extirpanda (1252) ausdrücklich toleriert ...“ Und später heißt es deutlicher: „Die Inquisition hat also den Vorreiter in der Anwendung der Folter in Religionssachen gespielt, und ihre Regeln sind zur Norm geworden.“ Mit anderen Worten: Die Folter kam zunächst durch die Anordnungen der katholischen Inquisition in die Prozesse um den Glauben der Angeklagten hinein.
Da das Opfer in einem Prozess nur einmal gefoltert werden durfte, wurde das Verfahren „nach jeder Sitzung ´unterbrochen` und später dann ´fortgesetzt`“, „so dass es zu vielen Tagen Folter kommen konnte, die nur als eine Folterung zählten“. Weiter heißt es wörtlich in der Theologischen Realenzyklopädie: „Geständnisse, die unter Folter gemacht wurden, galten nicht, wenn sie nicht anschließend außerhalb der Folterkammer bestätigt wurden: Ein solches Geständnis galt als frei und nicht unter Zwang abgelegt.“ Doch dies wurde von den Kirchenbeamten und kirchlichen Staatsbeamten unterlaufen. Denn: „Wer [außerhalb der Folterkammer] darauf bestand, sein Geständnis zurückzuziehen, wurde als unbußfertiger Ketzer behandelt und war dementsprechend [auch] dem Feuertod verfallen.“
Das Opfer der Kirche hatte in einer solchen Situation also keine Chance, selbst wenn der Betroffene auch nach kirchlicher Lehre unschuldig gewesen wäre. Entweder er wurde als (unter Folter) geständiger oder als (nach Widerruf) unbußfertiger Ketzer hingerichtet. Hierzu wurde der von der kirchlichen Inquisitionsbehörde gefolterte und „überführte“ Andersgläubige tatsächlich „weltlichen“ Vollstreckungsorganen zur Hinrichtung übergeben, wie Kirchenmänner manchmal erklären, um die kirchliche Schuld kleiner ausschauen zu lassen. Doch auch der staatliche Henker und seine Vorgesetzten wollten ja nichts anderes sein als die treuen Söhne und Töchter ihrer Kirche. Dabei war ihnen klar, dass die häufig ausgesprochene „Bitte um Schonung“ des Verurteilten durch das Inquisitionsgericht nur eine heuchlerisch-zynische Leerformel war, womit die Kirche den Anschein erwecken wollte, sie beflecke sich nicht mit Blut. Das römisch-katholische Lexikon für Theologie und Kirche (1996) schreibt zu diesem Sachverhalt deshalb auch unmissverständlich: „Zu berücksichtigen ist, dass die Übergabe z. Verbrennung an den welt. Arm erfolgte, weil die Kirche keine Blutgerichtsbarkeit ausüben durfte, der dabei ausgesprochenen Bitte um Schonung des Lebens aber kaum zu entsprechen war, da diejenigen, die diese Vollstreckung nicht zuließen, selbst exkommuniziert u. der Häresie angeklagt wurden(S. 528). Hätte eine staatliche Behörde die formale „Bitte um Schonung“ also ernst genommen, hätte man ihren Vertretern anschließend ebenfalls den Prozess gemacht und sie hinrichten lassen.

Steigerung der Folter ins Unendliche

So weit zunächst zu den irdischen Qualen, die Menschen von der Kirche zugefügt worden sind. Eine Steigerung der hier dargelegten bzw. angedeuteten irdischen Verfolgung war nun vielfach nur noch denkbar durch Ausdehnung der Grausamkeiten ins Unendliche. Und hier könnte eine wesentliche tiefenpsychologische Wurzel kirchlicher Verdammnislehren liegen. Ein perverser Sadismus kirchlicher Täter bei den Inquisitionstribunalen ist zudem vielfach nachgewiesen. Auch die oben dargelegten zynischen juristischen Praktiken zeigen dies auf. Hinzu kommen dann die mit Worten nur unzureichend wiedergebbaren Folter- und Tötungsmethoden unter den Augen der Peiniger, wie etwa bei http://www.theologe.de/LInquisition.htm nachlesbar. Weiter lässt sich - zunächst allgemein gesprochen - die sadistische Sucht belegen, die Qualen von Opfern immer weiter steigern zu wollen. Doch was geschah in dem Augenblick, als das Opfer an den Folterungen gestorben war oder die Hinrichtung vollzogen war? Dann konnte ein triebhafter Sadismus - möglicherweise in Verbindung mit höchster sexueller Erregung - nicht weiter erregt und evtl. befriedigt werden, höchstens noch bei Menschen mit einem krankhaften Trieb zur Leichenschändung. Eine weitere Steigerung wäre jedoch gedanklich unter der Voraussetzung möglich, dass das Opfer nun nicht etwa von seinem bestialischen Leiden erlöst sei, sondern dass erst jetzt die noch brutaleren Qualen für das Opfer beginnen und diese auch nie mehr enden würden - keinen Augenblick und ohne Pause. Diese an Sadismus nicht mehr zu überbietende Denkmöglichkeit bietet solchen krankhaften und kriminell veranlagten Menschen nun die Lehre der römisch-katholischen Kirche, und zwar sogar als unumstößliche und „unfehlbare“ Glaubenswahrheit. Es handelt sich um die Lehre der Kirche zur ewigen Verdammnis, die später auch von den evangelischen Kirchen übernommen wurde.

Den "Herren der Kirche" hat es nicht gereicht, Andersgläubige in ein angeblich "ewiges Höllenfeuer" zu schicken. Sie wollten schon auf dieser Erde hautnah erleben, wie ihre Nächsten bei lebendigem Leibe unter unsäglichen Schmerzen im Feuer verbrennen.

Die hier vorgetragenen Gedanken sind ein Ansatz, das Grauen zu erklären, indem man von den Folter- und Tötungsmethoden auf die Lehre von der ewigen Verdammnis schließt. Tiefenpsychologisch ist jedoch auch der umgekehrte Schluss nachgewiesen - von den kirchlichen Verdammnislehren hin zu Folter und Mord. So glaubte z. B. der Seefahrer und Entdecker Christoph Kolumbus, dass „die Versklavung von Nichtchristen mit der Begründung gerechtfertigt sei, dass Heiden ohnehin zur ewigen Verdammnis verurteilt seien“ (Friedhelm von Othegraven, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986, S. 102). Kolumbus kidnappte aus diesem Grund offenbar ohne große Gewissensbisse zahllose Indianer und verschleppte sie nach Spanien, allein im Februar 1495 vier Schiffe mit je 500 Indianern im Alter von 12-35 Jahren (S. 101). Einer der Auftraggeber für den Sklavenkauf und -verkauf war der römisch-katholische Bischof Rodriguez de Fosca.

Die Indianer wurden von den römisch-katholischen Eroberern meist entweder versklavt oder hingerichtet. Beliebt war das gleichzeitige Aufhängen und Verbrennen von jeweils 13 Indianern "zu Ehren von Christus und den 12 Aposteln". Die Füße der amerikanischen Ureinwohner berührten gerade noch das Holz des Scheiterhaufens. Mit dem Wegbrennen des Holzes zog sich gleichzeitig der Strick um den Hals zu. Das war für die Kirchenchristen nicht so schlimm. Sie führten die Nichtkatholiken mit der Hinrichtung ja nur etwas schneller der "ewigen Verdammnis" zu, wo es für die Opfer der Kirche angeblich noch schlimmer kommen würde. Und dabei hatten sie sogar noch die große "Chance", sich während des langsamen Versengens auf diesem Spezial-Scheiterhaufen zur Kirche bekehren zu können und der "ewigen Verdammnis" dadurch zu entgehen. Zudem konnten sie nun auf der Erde niemanden mehr zum "falschen Glauben" verführen. Also für jemanden, der an die kirchliche Lehre von der ewigen Verdammnis glaubt, gar nicht einmal eine so schlimme Sache, sondern eine "Hilfe" zur Bekehrung ...


Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass die Lehre von der ewigen Verdammnis zu einer wüsten Enthemmung der kirchlichen Glaubensrichter und ihrer Schergen gegenüber den nach ihrer Meinung von der ewigen Verdammnis Betroffenen beiträgt. Denn nach der Lehre der katholischen und evangelischen Kirche konnten auch die furchtbarsten Inquisitoren und Folterknechte davon ausgehen, dass alles, was sie ihren Opfern antun, noch lange nicht so schlimm sei als das, was das Opfer nach dem Tod in der Hölle erwarten würde. Und diese Lehre kann sogar dazu führen, dass sich der kirchliche Inquisitor mit gutem Gewissen die allerschlimmsten Foltermethoden ausdenkt, was ja vielfach auch geschehen ist. Er kann sich nämlich in diesem kirchlichen Milieu damit rechtfertigen, dass er dann alles Menschenmögliche getan habe, um das Opfer in seinen letzten Lebensminuten doch noch dazu zu bringen, sich der Kirche zu unterwerfen und damit der vermeintlichen ewigen Verdammnis zu entgehen.

Zusammenfassend kann man sagen: Ob man mehr einen kausalen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang von der Inquisition zur Lehre von der ewigen Verdammnis annehmen sollte oder vor allem umgekehrt, von der Verdammnislehre zur Inquisition, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Eine mögliche Wechselwirkung wird jedoch nicht bestritten werden können.

Trügerische „Bekehrungen“ in letzter Minute

Inwieweit sich die Kirche bei ihren Verdammnislehren auf die Bibel berufen kann, gilt als umstritten. Im Gegensatz zur Bibel stehen zunächst die Auswahlkriterien der Kirche für Seligkeit oder Verdammnis. Denn in der Bibel, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, wird das Gesetz von Saat und Ernte gelehrt. Demnach erntet derjenige Gutes, der zuvor Gutes gesät hat. Und derjenige erntet Böses, der zuvor Böses gesät hat (vgl. dazu Der Theologe Nr. 2). Diesen Gedanken hat die Kirche zwar ansatzweise in ihre Glaubenslehre mit eingeflochten, wenn z. B. die katholische Kirche lehrt, wer im Zustand einer schweren bzw. einer Todsünde sterbe, müsse in die Hölle. Doch sowohl gemäß der katholischen als auch der evangelischen Lehre soll sozusagen in letzter Sekunde auf dem Sterbebett noch Vergebung durch einen Priester oder Pfarrer und damit noch eine 180-Grad-Wende von der Hölle in den Himmel möglich sein. So könnte auf diese Weise z. B. ein Massenmörder doch noch in den Himmel kommen. Seine Opfer müssten jedoch in die Hölle, wenn sie vor ihrem Tod bewusst keine gläubigen Katholiken oder Protestanten waren. Solche Lehren haben jedoch mit der Bibel überhaupt nichts zu tun. Es ist durch Jahrhunderte lange Indoktrination allerdings tief im Unterbewusstsein vieler Menschen gespeichert, was z. B. auch der bekannte katholische Fernseh-Entertainer Harald Schmidt in einem Interview bestätigt, wenn er sagt: „Auf dem Sterbebett werden alle katholisch. Diese Erfahrung habe ich selbst gemacht, denn ich war während des Zivildienstes in einer Pfarrei beschäftigt. Da wurde der Pfarrer von so genannten Atheisten schreiend ins Krankenhaus geholt, wenn der Tumor im Endstadium war“ (Interview mit der Weltwoche, zit. nach idea-spektrum Nr. 30/31/2005).
Doch den wenigsten auf diese Weise Sterbenden wird bewusst sein, welche umfassenden Bedingungen die Kirche an den Eintritt in den von ihr gelehrten Himmel knüpft und welche Ausschlusskriterien es gibt. Andere Katholiken wissen es zeitlebens nicht. So gesehen wird der Priester den in letzter Minute Bekehrten und manchen anderen vielleicht mit Worten in Richtung Himmel heben. Doch innerlich weiß er, dass er ihn trotzdem in Richtung Hölle schicken muss. Und so mancher Priester verdrängt diesen Zwiespalt und schiebt das „Geheimnis Gottes“ davor, und mancher betrinkt dies noch mit reichlich Alkohol. Entscheidend ist in solchen dramatischen Situationen auch, dass die Kirche oft noch das Vermögen des Verstorbenen erbt. Denn um das Erbe erschleichen zu können, wird dieser in dem aus kirchlicher Sicht irrigen Glauben gelassen, damit der ewigen Verdammnis entgehen zu können bzw. seine Leidenszeit im Fegfeuer verkürzen zu können (siehe dazu: Will Durant, Kulturgeschichte der Menschheit, Band 6, München 1978, S. 454).

Der Theologe Nr. 18 zählt Beispiele dafür auf, wer alles nach römisch-katholischer Lehre in die Hölle muss. Biblisch ist das - wie bereits gesagt - nicht, denn in der Bibel geht es nur um das Verhalten der Menschen während ihres Erdenlebens, nicht um das Für-Wahr-Halten irgendwelcher Glaubenslehren oder Dogmen oder um angebliche Letzte-Minuten-Rettungseinsätze von Priestern.

Überlegungen zur kirchlichen Lehre: Ist Satan größer als Gott?

An dieser Stelle möchten wir aber zunächst kurz darlegen, was wir als Verfasser dieses Textes glauben. Wir glauben nicht an eine ewige Verdammnis. Und es spielt für unseren Glauben auch keine Rolle, ob die kirchlichen Lehren einer unendlichen Hölle vollständig biblisch belegbar sind, dort nur teilweise belegbar sind oder gar nicht. Denn einen Gott, der sich ab einem bestimmten Zeitpunkt für alle Ewigkeiten von einem Großteil seiner Geschöpfe abwendet, auch wenn sie verzweifelt nach ihm rufen, erkennen wir aus ethisch-moralischen Gründen nicht an. Für uns ist ein solcher Gott, der Menschen in einer ewigen Verdammnis die Hilfe verweigert, nämlich ein dämonischer Götze bzw. der leibhaftige Gott der Unterwelt. Denn er würde sich ja aktiv dafür entscheiden, ab einem bestimmten Zeitpunkt nichts mehr für die von nun an „Verdammten“ zu tun. Die Schöpfung würde dann für immer zweigeteilt bleiben in Erlöste und ewig Verdammte. Hierzu könnte man sich ein solches Leiden auch einmal nur ansatzweise vorzustellen versuchen. Wenn man dies tut und auf sich wirken lässt, beginnt man vielleicht zu ahnen, dass kein Mensch bzw. keine Seele so etwas aushalten würden. Doch die Kirche lehrt es. Und wäre diese Lehre richtig, dann wäre damit auch das Satanische größer als die Liebe Gottes. Denn es hätte einen großen Bereich für immer aus der von Gott geschaffenen Schöpfung herausgerissen, und man müsste sogar annehmen, dass dieser Bereich viel größer sei als der bei Gott verbliebene bzw. zu ihm zurückkehrende. Gäbe es also eine ewige Verdammnis, wie es die Kirchen lehren (die katholische Kirche sogar als „unfehlbare“ Wahrheit), und seien dort sogar viel mehr Menschen als im Himmel, wie es ebenfalls in den Kirchen angenommen wird, dann hätte der „Teufel“ einen klaren Sieg gegenüber Gott errungen. Man könnte es auch so sagen: Gäbe es tatsächlich eine ewige Verdammnis, dann wäre die Sünde mächtiger als die Liebe Gottes. Und das würde auch bedeuten: Gott wäre letztlich ein grausamer Gott, weil er viele oder gar die meisten seiner Kinder, die z. B. grausam leiden und irgendwann bitter bereuen und sehnlich darum bitten, alles Unrecht wieder gut zu machen, auf alle Zeiten hin ignoriert. Oder er wäre zumindest der von Satan besiegte Gott, der für alle Ewigkeiten nichts mehr für diese Menschen bzw. ihre Seelen tun kann. Und hätte Martin Luther recht, dann wäre dieser Gott sogar so brutal, dass er bereits bei der Zeugung eines später ewig verdammten Menschen diesen dafür vorher bestimmt (http://www.theologe.de/theologe1.htm#Praedestination).

Diese Lehre von der ewigen Verdammnis ist römisch-katholisch oder evangelisch. Christlich ist sie nicht. Denn Jesus, der Christus, hat nie einen solchen Gott gelehrt. Sondern er lehrte in seinen Gleichnissen (z. B. vom verlorenen Sohn, vom verlorenen Schaf oder verlorenen Groschen), dass Gott jedem Einzelnen nachgeht, um ihn in die Gemeinschaft bzw. in die Einheit der Schöpfung zurückzuführen (auch das ist ein gravierender Unterschied zur Inquisitions-Gemeinschaft der Kirchen). Dennoch berufen sich Kirchenlehrer auf die Bibel. Da die Bibel viele uneinheitliche, teils widersprüchliche und außerdem vieldeutige Aussagen enthält (vgl. Der Theologe Nr. 8), bedarf es hier der Prüfung. Dass die kirchlichen Auswahlkriterien unbiblisch sind, wurde ja oben schon kurz dargelegt. Denn die Kandidaten für eine so genannte „Hölle“ in der Bibel sind immer Schwerverbrecher oder Übeltäter oder „gottlose“ Menschen in dem Sinne, dass ihre Taten moralisch und ethisch verwerflich sind. Die Kirche jedoch denkt gleichermaßen Kirchenaussteigern dieses bestialische Schicksal zu, wie im Hinblick auf die römisch-katholische Kirche z. B. Der Theologe Nr. 18 darlegt. „Wer nicht die ganze kirchliche Überlieferung annimmt, die geschriebene wie die ungeschriebene, der sei ausgeschlossen“, lautet der „unfehlbare“ Lehrsatz Nr. 85 in dem römisch-katholischen Lehrwerk Der Glaube der Kirche, von Josef Neuner und Heinrich Roos, Regensburg 1992. Und im Canon 751 des römisch-katholischen Kirchenrechts CIC (Corpus Iuris Canonici) wird auch zu den Häretikern gerechnet, wer auch nur an einer zu glaubenden Wahrheit beharrlich zweifelt. Und ein solcher Häretiker ist nach Canon 1364 § 1 ebenfalls exkommuniziert und damit nach dem Tod ewig verdammt.

So weit also bereits ein erheblicher Unterschied zwischen Bibel und Kirche bei der Auswahl der Betroffenen. Doch wie ist es nun mit der Dauer dieses furchtbaren Leidens? So wird in den folgenden Kapiteln nun der Frage nachgegangen, ob sich die Kirchen wenigstens dann auf die Bibel berufen können, wenn es um die Dauer des von ihr gelehrten jenseitigen Leidens geht. Ist wenigstens die Lehre von der Unendlichkeit einer Hölle biblisch, oder missbraucht die Kirche auch hier die Bibel für ihre Zwecke?

Alles wird wiederhergestellt

Zunächst einmal wird hinsichtlich der Dauer einer Entfernung von Gott in der Bibel genau das Gegenteil gelehrt wie in der Kirche. So heißt es in Apostelgeschichte 3, 21: „Ihn [Christus] muss der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit, in der alles wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn.“ Was bedeutet nun „alles wiedergebracht“? Wörtlich heißt es „Apokatastaseos („ …eos“ = Genitiv von apokatastasis) panton“ = „Die Wiederherstellung von allen Dingen.“ „Apokatastasis panton“ ist deshalb auch zu einem fest stehenden Begriff für die von Theologen so genannte „Allversöhnungslehre“ geworden, wonach am Ende der Zeiten sozusagen als Zielpunkt wieder alles mit allem versöhnt ist und der Ursprung von Gottes Schöpfung wiederhergestellt ist. Es ist also nicht eine teilweise Wiederherstellung von irgendwelchen speziellen Entwicklungen gemeint, ein bestimmter Teilbereich also. Sondern es geht um das Ganze der ursprünglich guten Schöpfung Gottes. Sie bleibt demnach nicht für alle Zeiten zweigeteilt, wie es die Kirchen lehren, sondern sie würde im Zeitlauf von Äonen wieder vereint. Auf diese biblische Anschauung hatte vor allem der Gelehrte Origenes (185/186-254) hingewiesen, einer der zu seiner Zeit besten Kenner des Urchristentums. Dabei wird angenommen, dass sich die von Gott getrennten Lebewesen früher oder später freiwillig auf den Rückweg begeben, weil sie die mit der gegensätzlichen Entscheidung verbundenen Leiden irgendwann nicht mehr ertragen wollen und weil sie deshalb umkehren. Diese Lehre wurde aber von der Kirche auf der Synode und später auf dem Konzil von Konstantinopel (im Jahr 543 bzw. 553) verflucht - eine Lehrentscheidung, die bis heute Gültigkeit hat (siehe dazu den Lehrsatz Nr. 891 bei Neuner-Roos, a.a.O.).

Der reiche Mann im Hades

Die Kirchen legen dafür andere Bibelstellen vor, aus denen sie glauben, eine ewige Verdammnis ableiten zu können. Angeführt wird vor allem die Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus (Lukas 16, 19 ff). Der reiche Mann muss nach seinem Tod in die „Hölle“, der auf der Erde arme Lazarus kommt in „Abrahams Schoß“. Hier beginnt schon bei der Übersetzung die Verfälschung. Das griechische Wort für „Hölle“ im biblischen Urtext heißt nämlich „Hades“, was „Unterwelt“ bedeutet (siehe unten weitere Erklärungen dazu), keineswegs eine „ewige Verdammnis.“ Die Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus ist einfach eine Veranschaulichung des Gesetzes von Saat und Ernte: Was der Mensch hier auf der Erde getan oder unterlassen hat, das bestimmt seinen Aufenthaltsort im Jenseits. Dazu heißt es in der Geschichte weiter, es bestehe zwischen diesen beiden Orten „eine große Kluft, dass niemand, der von hier zu euch hinüber will, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber“ (V. 26), was ebenfalls logisch ist, denn sonst würde ja der einst „reiche Mann“ den Ort, an dem er sich jetzt befindet, unverzüglich verlassen. Doch es ist kein Beleg für eine ewige Hölle. Es heißt nur, dass ein Reicher nicht - wie auf der Erde - einfach von einem bestimmten Ort wieder abreisen kann, wenn es ihm dort nicht gefällt oder er dort leiden muss. Es heißt aber nirgends in der Erzählung, dass sich an dieser Situation niemals irgendetwas ändern könne.
Ein möglicher Lösungsansatz, der gut mit der Geschichte vereinbar ist, könnte wie folgt skizziert werden: Erst wer im Hades, d. h. in der Unterwelt, das Leid, das er anderen zugefügt hat, abgetragen bzw. abgebüßt hat (er muss also solange dort verbleiben, bis dies geschehen ist) und die inneren Ursachen für diese Seelenqual bereut und bereinigt hat, findet den Weg von dort heraus. In diesem Sinne hat es auch Jesus klar an anderer Stelle gelehrt (siehe unten).

In der „Scheol“ bzw. „Gehenna“: Warten auf die Hilfe Gottes

Nun weiter zu dem Wort Hölle“. Im Urtext des Alten Testaments steht dort, wo im Deutschen von der „Hölle“ die Rede ist, meistens „Scheol“, das bedeutet „Grube“ oder „Grab“. Die Scheol gilt als Ort des Dunkels und der Verhüllung. Dort warten nach jüdischer Vorstellung die Menschen auf die Hilfe Gottes und auf neues Leben (siehe Lexikon der Bibel von Fritz Rienecker, Wuppertal 1988, Stichwort „Hölle“: 1. Samuel 2, 6 (der Herr … führt in die Scheol und wieder herauf); Psalm 16, 10 (Du wirst mich nicht der Scheol überlassen); 49, 16 (Gott wird mich erlösen aus der Scheol)). Man muss also ausdrücklich nicht ewig in der Scheol, also in der Hölle, bleiben, sondern es gibt einen Weg heraus. So steht es unmissverständlich im Alten Testament.

Und wie ist der Befund im Neuen Testament? Im griechischen Urtext steht dort, wo die Theologen „Hölle“ übersetzen, entweder „Hades“ oder „Gehenna“. Was „Hades“ bedeutet, wurde oben anhand der Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus schon kurz skizziert und wird weiter unten noch einmal in anderem Zusammenhang ausgeführt. Die Gehenna ist nun ein Tal südlich von Jerusalem, das sprichwörtlich als „Tal der Verdammten“ galt, doch eben nicht von angeblich „ewig Verdammten“. So werden Leib und Seele des Menschen in der Gehenna „verdorben“, das heißt, sie leiden Schaden (Matthäus 10, 28). In Matthäus 18, 8 und 9 ist von einer „Gehenna des Feuers“ die Rede. Zugegebenermaßen heißt es allerdings auch, dass die Menschen in der Gehenna Feuer erwartet, das nicht verlöscht (eine der Übersetzungsmöglichkeiten) bzw. „unermesslich“ ist (eine andere Übersetzungsmöglichkeit; Markus 9, 43). Doch auch dies ist kein Beleg für eine „unendliche Hölle“ in der Bibel. Denn das griechische Wort „asbestos“ in seiner Bedeutung „unermesslich“ weist zunächst „nur“ darauf hin, dass hier jedes bekannte Maß überschritten wird. Sinngemäß könnte man es deshalb auch mit „unerträglich“ wiedergeben. Doch ließe sich die Stelle eben auch treffend im Sinne von „andauernd“ mit „unauslöschlich“ übersetzen. Doch gerade das wäre dann sicher nicht katholisch-dogmatisch im Sinne von „unendlich“ gemeint, sondern ganz praktisch: Man kann eben ein Feuer nicht (bzw. nicht so ohne weiteres) löschen, solange es immer neue Nahrung erhält und brennt. Die kirchliche Lehre einer in die Unendlichkeit gedachten Feuersbrunst gibt aber auch diese Formulierung nicht her.

Dazu passt auch das Gleichnis, das Johannes der Täufer erzählt. Demnach werde die Spreu vom Weizen getrennt und komme danach in „asbestos“ Feuer (Matthäus 3, 12). Der wesentliche Unterschied zur kirchlichen Lehre ist in diesem Fall zunächst: Es handelt sich um ein Gleichnis, und in diesem Gleichnis brennt nur Streu. Bei den Opfern der Kirche brennen jedoch Menschen - bei lebendigem Leibe auf dem Scheiterhaufen oder in der Hölle. Der zweite Unterschied zur kirchlichen Lehre ist schließlich die Bedeutung des Wortes „asbestos“, worauf ja oben schon hingewiesen wurde. An diesem Gleichnis wird nun aber klarer, was das Wort für einen Sinn beinhaltet: Man könne das einmal brennende Feuer eben nicht mit den üblichen Methoden löschen. Sondern die Spreu wird darin faktisch verbrennen. Aber es steht nicht da, dass das Feuer für alle Ewigkeiten aus dieser Spreu lodert und dass - anstatt dass die Spreu irgendwann ganz verbrannt ist (!) - die Qual nie ein Ende habe. Sondern Tatsache ist praktisch: Irgendwann ist die Spreu komplett verbrannt und dann ist das Feuer aus. Nur der einmal in Gang gesetzte Verbrennvorgang lässt sich nicht stoppen, solange er von der Spreu am Brennen gehalten wird, sondern das Feuer wird „unlöschbar“ bis zur vollständigen Verbrennung der Streu lodern. Und dann ist aber Schluss.

Einen interessanten Aspekt ergänzt Markus 9, 49: Demnach wird „jeder“ mit Feuer „gesalzen“ werden, was nach der Erläuterung der katholisch-evangelischen Einheitsübersetzung ein „Läuterungsfeuer“ sei, „das die Gläubigen reinigt“, was von katholischer Seite im Sinne der eigenen „Fegefeuer“-Lehre gedeutet wird. Diese Stelle ist insofern wichtig, da sie deutlich macht, dass „Feuer“ eben nicht Vernichtung oder unendliche Vergeltung bedeutet, sondern Leid mit dem Ziel der Läuterung bzw. Reinigung des Menschen bzw. der Seele.

Die Hölle als Bestimmungsort für Theologen?

In Matthäus 23, 15 und 33 wird die Gehenna von Jesus schließlich als der Bestimmungsort der Theologen geschildert (Damals nannte man die Bibelkundigen „Schriftgelehrte“, heute würde man sagen „Theologen“). Ihre Verfehlung gemäß den ernsten Worten von Jesus: Sie machen aus einem Menschen einen „Sohn der Gehenna“, und Jesus hält ihnen vor: „Wie wollt ihr selbst der „Krisis der Gehenna“ entrinnen = dem „Gerichtshof der Gehenna“? Das klingt etwas anders als das Kirchendeutsch Martin Luthers, wonach Jesus rhetorisch fragt, wie die Schriftgelehrten der „höllischen Verdammnis“ entrinnen wollten. Denn der „Gerichtshof der Gehenna“ ist eben nicht identisch mit der „höllischen Verdammnis“ gemäß den kirchlichen Lehrbüchern, auch wenn die Theologen und Zeitgenossen von Jesus dort ihre schlimme Saat ernten und wenn sie dort erleiden müssen, was sie anderen angetan haben, z. B. indem sie sie in die Irre und unter Umständen in furchtbares Elend geführt haben.

An anderen Stellen des Neuen Testaments ist von einer „Finsternis mit Heulen und Zähneklappern“ die Rede (wörtlich mit „Weinen und Knirschen“; Matthäus 8, 12; 22, 13; 25, 30) oder von einem „Kamin mit Weinen und Knirschen“ (Matthäus 13, 42.50), aber auch hier nicht von einer unendlichen Verdammnis.

Kein endgültiger Straf-Ort

Und in Markus 9, 48 wird der Schluss des Buches Jesaja aufgegriffen (66, 25), wo der Prophet im Zusammenhang mit Bergen von Leichen ein Bild gebraucht. Die Szenerie wird verglichen mit einem sich „krümmenden Wurm“ dieser Menschen, der nicht zum „telos“ = „Ziel“ gelangt. D. h., man sieht offenbar nicht, wo dieser Wurm aus schier zahllosen aneinander gereihten „Gottlosen“ aufhört. Oder die Bedeutung, die hier nicht klar zu bestimmen ist, könnte sein: Es ist die Seele des „Gottlosen“, die hier mit einem Wurm verglichen würde, der nicht stirbt. Das Feuer würde nicht gezähmt werden = nicht ausgehen = sich nicht legen, also nicht verlöschen, heißt es weiter - ein mittlerweile schon bekanntes Bild. Die Betroffenen leben also in diesen qualvollen Umständen weiter. Doch auch hier wird keine Aussage darüber gemacht, wie sich das Schicksal der auf diese Weise Leidenden weiter entwickelt. Gerade dem Alten Testament und seiner Vorstellung von der Scheol ist die katholisch-philosophische Vorstellung der ins Endlose verlängerten Zeit (oder dem „Anderen“ zur Zeit, wie es in einer modernisierten katholischen Theorie heißt) fremd. Dazu steht auch im Lexikon zur Bibel, herausgegeben von Fritz Rienecker, Wuppertal 1988, unter dem Stichwort „Hölle“ klar zu lesen: „Scheol und Hades meinen nicht den endgültigen Strafort ..., sondern das Totenreich, die Unterwelt“, was ja oben am Beispiel der Scheol schon dargelegt wurde.

Christus hat die Schlüssel zum Hades

An dieser Stelle noch einmal zu dem Wort „Hades“. Es steht wie „Gehenna“ ebenfalls an Stellen, an denen im Deutschen mit „Hölle“ übersetzt wurde. So wird es z. B. in der Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus verwendet, wie oben bereits dargelegt. Da den zeitgenössischen Lesern das Wort „Hades“ auch aus der griechischen Mythologie vertraut ist, versteht es sich von daher fast von selbst, dass es hier nicht um eine „ewige Verdammnis“ gehen kann. Denn wenn ein griechisch sprechender Zeitgenosse „Hades“ hört, dann kommen ihm sofort die bekannten Assoziationen der dunklen Unterwelt in den Sinn und der Ruf der dort Herumirrenden nach Erlösung. Dazu passt, dass Christus nach dem Prophetenwort in Offenbarung 1, 18 sagt: „Ich habe die Schlüssel des Hades.“ Und zwar nicht, um letztlich das Tor abzuschließen und keinen von dort mehr herauszulassen, wie es die Kirchen lehren (siehe z. B. oben der Lehrsatz der evangelisch-lutherischen Kirche). Sondern um - notfalls immer wieder - in den Hades hinab zu steigen und den Menschen den Weg von dort heraus zu zeigen. Und wie übersetzt z. B. Martin Luther diese Stelle? Jesus habe nach Luther „die Schlüssel des Todes und der Hölle“. Doch Hades ist eben nicht Hölle.

„Ein Äon lang“ ist nicht „unendlich“

Schließlich muss man noch das Wort „aionios“ = „ewig“ näher betrachten. Nach kirchlicher Deutung ist bei diesem Wort die ins Unendliche verlängerte Zeit mitgedacht, auch wenn man andere Bedeutungen inzwischen ergänzt hat. Doch hier kann man schon vorab sagen: Wörtlich heißt „aionios“ „einen Äon lang dauernd“, also zwar sehr lange, eben „einen Äon lang“, „eine Weltzeit dauernd“, oder [lediglich] „ein Menschenalter dauernd“, aber eben nicht unendlich. Und so leiden die Menschen zur Linken des Weltenrichters nach Matthäus 25, 46 zwar sehr lange, aber nicht „ewig“ im Sinne von „unvergänglich“. Auch das ist nachvollziehbar, wenn man z. B. an die Schuld von Diktatoren denkt, welche im Krieg Hunderttausende von Menschen in den Tod getrieben haben. Oder an die Schuld von Kirchenheiligen, welche unzählige Menschen unter dem Anspruch der „unfehlbaren Wahrheit“ in die Irre und Verzweiflung geführt haben und um die Chancen ihres Lebens gebracht haben. Die Abtragung dieser Schuld und ihrer Folgen und Verzweigungen dauert eben „eine Weltzeit lang“, aber irgendwann wird es getan sein, auch wenn der Zeitraum unvorstellbar lang ist. Nur kirchliche Sadisten wollen darüber hinaus noch eine „Ewigkeit“ festschreiben, die niemals aufhört.

Und so brennt es auch im „feurigen Pfuhl“ in Offenbarung 20, 10-15 „eis tous aionas ton aionon“, also „von Äon zu Äon“ bzw. „von Menschenalter zu Menschenalter“. Sehr interessant ist die Tatsache, dass dieser Zusatz, der in den deutschen Bibeln mit „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ übersetzt wird, in manchen der alten Handschriften fehlt - ein Zeichen, dass hier kirchliche Überarbeitungen stattgefunden haben.
Ebenfalls ein unsicherer Text liegt bei der Gehenna-Stelle in Markus 9, 43-48 vor, gleichfalls ein Zeichen für Überarbeitung. Unterschiedliche Textvarianten sind Indizien, dass hier nicht mehr die ursprünglich gegebene Lehre vorliegt, und wer weiß, was man bereits zuvor geändert hatte und was sich nicht mehr nachweisen lässt. Tatsache ist auch hier: Ein „feuriger Pfuhl“ ist schon grausam genug. Ein „feuriger Pfuhl“, der „von Äon zu Äon“ brennt, wie die Ergänzung lautet, ist noch eine Steigerung. Aber selbst er ist noch keine „ewige Verdammnis“.

An manchen Stellen, wo im Deutschen mit „Verdammnis“ übersetzt wird (z. B. Philipper 1, 28; Offenbarung 17, 11), steht im griechischen das Wort „apoleia“, was man treffender mit  „Verderben“,  „Untergang“ übersetzen könnte. Auch hier ist nicht von einer unendlichen Dauer die Rede, so dass sich das kirchliche Dogma auch darauf nicht berufen kann. Manche kirchliche Ausleger sehen dafür aber Johannes 17, 12 als einen Beleg für die ewige Verdammnis. Demnach sagt Jesus, keiner der Jünger „geht unter“ bis auf den „Sohn des Untergangs“, womit Judas gemeint ist. Dieses Wortspiel (untergehen - Untergang) steht bereits im griechischen Text: Keiner „apoleto“ bis auf den „Sohn der Apoleia“, so der Urtext wörtlich. Doch wie gesagt: Weder im griechischen Wortsinn noch im Deutschen bedeutet „Untergang“ oder „Verderben“ gleich Untergang oder Verderben für alle Zeiten.
Ein weiterer Gedanke in diesem Zusammenhang zu Judas: In prophetischen Neuoffenbarungen aus dem 20. Jahrhundert heißt es, Jesus habe Judas verziehen. Das kann man zwar nicht beweisen, doch kann man sich gut vorstellen, dass es stimmt. Es passt zu Jesus, der ja sogar, während er am Kreuz furchtbare Qualen litt, den schier unglaublichen Satz betete: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Lukas 23, 34). Und ist es nicht wahrscheinlich, dass er für Judas an anderer Stelle ein ähnliches Gebet sprach oder ihn hier sogar mit einbezogen hatte?

Schließlich noch ein Blick auf die Stelle in Daniel 12, 2, wonach Menschen „unter der Erde schlafen“, um dann entweder zum „ewigen Leben“ oder zur „ewigen Abscheu“ bzw. „ewigen Schande“ aufzuerstehen. Hier ist ein Wort interessant. Es heißt nämlich wörtlich: „Von denen, die im Land des Staubes schlafen, werden  v i e l e  erwachen“, also nicht alle, wie es bei der kirchlichen Verdammnislehre sein müsste. Diese prophetische Vision kann also gar nicht die spätere kirchliche Lehre beschreiben. Zudem hat das hebräische Wort für „Ewigkeit“, das hier verwendet wird, „olam“, ähnlich wie im Griechischen andere Bedeutungen als die kirchlich-abendländische Deutung des Wortes „Ewigkeit“. Im Hebräischen ist nach dem wissenschaftlichen Handwörterbuch für das Alte Testament von Wilhelm Gesenius, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1962, folgendes damit gemeint: Weltzeit (vgl. Äon); verborgene, unbekannte Zeit; ferne Zeit; Vorzeit; Urzeit; lange Zeit.

Keine Beweise in der Bibel

Was kann man zusammenfassend sagen? Der bekannte evangelische Theologe Fritz Rienecker wagt getreu dem evangelischen Bekenntnis nicht, eine „zeitliche Begrenzung“ der hier geschilderten Zustände in der Bibel zu behaupten. Doch eine zeitliche Unbegrenztheit kann man genauso wenig behaupten, wie diese Untersuchung ergibt. Natürlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass der eine oder andere Bibelschriftsteller an eine solche Unbegrenztheit gedacht hat, so wie man auch sonst manches in der Bibel findet, was nicht von dem Gott stammen kann, den Jesus lehrte (vgl. dazu http://www.theologe.de/theologe8.htm). Doch von einer unendlichen Hölle ist nirgends ausdrücklich die Rede. Bei genauerer Prüfung der Bibelstellen ergibt sich also, dass eine Lehre von einer unendlichen Zeitdauer der Verdammnis aufs Ganze gesehen nicht biblisch ist. Also ist es auch dem bibelgläubigen Leser möglich, Herz und Verstand zu gebrauchen und zu einer anderen Entscheidung zu kommen als die beiden Großkirchen. Dass kirchliche Theologen wie Fritz Rienecker ihrer Kirche nicht gerne widersprechen, ist verständlich. Doch auch Fritz Rienecker gibt im Lexikon zur Bibel (a.a.O.) unter dem Stichwort „Hölle“ zumindest zu: „Als das Reich, in dem der Satan herrscht, erscheint die Hölle in der Heiligen Schrift jedoch nirgends.“
 
In diesem Zusammenhang weisen natürlich manche Kirchenmitglieder darauf hin, dass „ihr“ Pfarrer auch nicht an die ewige Verdammnis glaube, weswegen man als einfacher Gläubiger ja wohl auch nicht daran glauben müsse. Doch das zweite ist unzutreffend. Hierzu ist zu sagen, dass einzelne Pfarrer kommen und gehen und man sie aus Gründen des Zeitgeistes vielfach gewähren lässt, obwohl sie dem Bekenntnis ihrer eigenen Kirche widersprechen. Damit sollen auch kirchenkritische Mitglieder bei der Stange gehalten werden. Das kirchliche Bekenntnis jedoch gilt und bleibt, und es ist sowohl für die römisch-katholische als auch für die evangelischen Großkirchen unverrückbar und fest, und es überdauert den Zeitgeist - ganz gleich, was einzelne Pfarrer oder Priester zwischenzeitlich behaupten. Es sei denn, es würde eines Tages offiziell für nichtig erklärt, was in der römisch-katholischen Kirche aber gar nicht möglich ist, weil man damit die eigene Unfehlbarkeit in lehramtlichen Entscheidungen ad absurdum führen würde. Die sympathischen Pfarrer, die also nicht an die von ihren Kirchen gelehrte ewige Verdammnis glauben, gelten demnach in ihren eigenen Institutionen als verworfene bzw. später ewig verdammte Irrlehrer (siehe dazu die Bekenntnisse der beiden Großkirchen), auch wenn es praktisch so niemand ausspricht.

Saat und Ernte

Eine Alternative zu dieser kirchlichen Lehre kann mit wenigen Sätzen skizziert werden: „Was der Mensch sät, das wird er ernten“, heißt es auch wörtlich im Neuen Testament (Paulus, Galater 6, 7). Es gibt also keinen kirchlich definierten Schwarz-Weiß-Endzustand, eventuell mit dem Zwischenstück „Fegefeuer“, sondern immer eine Ernte einer bestimmten Saat. Und wenn die Ernte natürlicherweise genau der Saat entspricht, dann ist diese Ernte gerecht. Und so hat eine Schuld bei aller denkbaren Schwere auch eine bestimmte Begrenzung. Und analog dazu wären auch die Auswirkungen dieser Tat begrenzt. Und wenn man einen gütigen Gott voraussetzt, dann zeigt dieser immer einen nächsten Schritt, auch wenn der Weg heraus aus schwerem Leid sehr lange dauern kann. Und damit es dazu, zu diesem schweren Leid, gar nicht erst kommt, lehrte Jesus in der Bergpredigt (Matthäus 5, 25-26): „Vertrage dich mit deinem Gegner sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit dich der Gegner nicht dem Richter überantworte und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen werdest. Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.
Deutlicher kann man es nicht sagen: Du wirst herauskommen. Doch du musst auch den letzten Pfennig zuvor bezahlt haben. Und weil das eben sehr lange dauern kann, versöhne dich lieber gleich. Und wenig später heißt es (5, 44): „Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel.“ Das ist offenbar der schnellste Weg aus jeder selbst geschaffenen Hölle heraus. Ein unendliches Gequält-Werden, wie es im kirchlichen Dogma von der ewigen Verdammnis angelegt ist, haben sich kranke und vermutlich sadistische Kirchenköpfe ausgedacht, und sie werden eines Tages froh und dankbar sein können, wenn das, was nach ihren Vorstellungen andere erleiden müssen, sie nicht selber trifft. So dürfen also auch die Theologen früher oder später diesen Ort wieder verlassen, den sie millionen- und milliardenfach Andersgläubigen ohne zeitliche Begrenzung zugedacht haben. Und so wird sich wohl bewahrheiten, was Jesus von Nazareth über die Theologen sagte, als er den Schriftgelehrten seiner Zeit prophezeite: „Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und Prostituierten kommen eher ins Reich Gottes als ihr“ (Matthäus 21, 31). Doch irgendwann, wenn sie von ihrem hohen Ross herabgestiegen oder herab gefallen und umgekehrt sind, werden auch die Kirchenmänner und Theologen - offenbar mit als Letzte unter allen Menschen - den Weg zurück zu Gott finden.

 



Anhang Nr. 1:
Drohen sich die Kirchen weiterhin gegenseitig die „ewige Verdammnis“ an?

Wie weit sich die Kirchen mit ihren (weitgehend staatsfinanzierten) intellektuellen Verrenkungen von jeder Gotteserfahrung entfernt haben, zeigt auch ein kurzer Blick auf die Ökumene. Dazu die Frage: Drohen sich die römisch-katholische Kirche und z. B. die evangelisch-lutherische Kirche gegenseitig die ewige Verdammnis an? Oder haben sie die Verdammungsurteile aufgehoben? Was die gegenseitige Androhung der Konfessionen mit der ewigen Verdammnis betrifft, haben die evangelischen Kirchen seit dem Deutschlandbesuch von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1980 sich sehr bemüht, diese aufzuheben.
Der „Erfolg“ war ein Bericht der nach dem Papstbesuch eingerichteten „Gemeinsamen Ökumenischen Kommission“ von 1985, in der „erarbeitet“ wurde, dass die gegenseitigen Lehrverurteilungen aus dem 16. Jahrhundert die damaligen Adressaten heute nicht mehr betreffen. Auf katholischer Seite war vor allem Karl Lehmann bei den Formulierungen engagiert. Doch auch Joseph Ratzinger war tätig, schied jedoch nach seiner Wahl zum Papst 2005 aus dem „Ökumenischen Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen“ aus, der sich im Auftrag der „Gemeinsamen Kommission“ um die Detailfragen kümmerte. Während die evangelischen Kirchen im Jahr 1994 dieser zentralen Aussage, dass die früheren Lehrverurteilungen den jeweils anderen nicht mehr träfen, nun unter dem Vorbehalt zustimmten, dass auch die römisch-katholische Kirche zustimme, sprach die Deutsche Bischofskonferenz am 21.6.1994 nur von einer „wichtigen Etappe auf dem Weg zu einem gemeinsamen Bekenntnis“ und verwies auf die letztliche Zuständigkeit des Vatikan. Dieser hat aber keinesfalls zugestimmt, sondern bis heute alles in der Schwebe gelassen (mehr dazu unten im Anhang Nr. 2).
So behält sich also die katholische Kirche tatsächlich vor, die Protestanten ewig zu verdammen, auch wenn man sich offiziell so nicht äußert. So heißt es z. B. in der oben genannten Stellungnahme der Deutschen Bischofskonferenz wachsweich: Dabei versetzt uns der gegenwärtige Stand der Dialog-Ergebnisse leider noch nicht in die Lage, in jedem Fall verbindlich zu entscheiden, ob die verbleibenden Unterschiede noch kirchentrennenden Charakter haben oder als Ausdruck unterschiedlicher theologischer Schulen im Verständnis des gemeinsamen Glaubens betrachtet werden können.“ Und aufgrund dessen sind die gegenseitigen Verdammungen tatsächlich nicht aufgehoben, da ja auch die evangelischen Kirchen im Jahr 1994 der Aufhebung nur zustimmen, wenn auch der Vatikan zustimmt. Doch der hält sich auch Jahre später - gelinde gesagt - weiter bedeckt. Und er wird wissen, warum. In der Öffentlichkeit wird jedoch so getan, als seien aufgrund der oben zitierten Absichtserklärungen der Kommission die Verurteilungen aufgehoben, was einmal mehr eine Täuschung der Menschen darstellt.  
 



Anhang 2:
Gelten die Protestanten am Ende als „verkappte“ Katholiken
 oder doch als „ewig Verdammte“?

Das Dogma der römisch-katholischen Kirche kennt keinen Spielraum. Und folgender Lehrsatz Nr. 381 aus dem Standardwerk von Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, ist nach römisch-katholischer Lehre "unfehlbar":
381 -
[Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt. So viel bedeutet die Einheit des Leibes der Kirche, dass die kirchlichen Sakramente nur denen zum Heil gereichen, die in ihr bleiben, und dass nur ihnen Fasten, Almosen, andere fromme Werke und der Kriegsdienst des Christenlebens den ewigen Lohn erwirbt. ´Mag einer noch so viele Almosen geben, ja selbst sein Blut für den Namen Christi vergießen, so kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt.` (Fulgentius)

In einem Kompendium zum Katholischen Katechismus auf den offiziellen Vatikanseiten www.vatican.va wird diese Lehre jedoch verharmlosend in modernere Sprache umformuliert, ohne dass dadurch die klaren Dogmen aufgehoben sind. So heißt es dort:

168. Wer gehört zur katholischen Kirche? - Nr. 836-838 - Alle Menschen gehören auf verschiedene Weise der katholischen Einheit des Gottesvolkes an oder sind ihr zugeordnet. Der Kirche voll eingegliedert ist, wer sich, im Besitz des Geistes Christi, durch die Bande des Glaubensbekenntnisses, der Sakramente und der kirchlichen Leitung und Gemeinschaft mit ihr verbindet. Die Getauften, die diese katholische Einheit nicht voll verwirklichen, stehen in einer gewissen, wenn auch nicht vollkommenen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche.
169.
In welchem Verhältnis steht die katholische Kirche zum jüdischen Volk? - Nr. 839-840 - Die katholische Kirche erkennt ihr Verhältnis zum jüdischen Volk in der Tatsache, dass Gott dieses Volk als erstes unter allen Völkern erwählt hat, um sein Wort aufzunehmen. Das jüdische Volk besitzt „die Sohnschaft, die Herrlichkeit, die Bundesordnungen, ihm ist das Gesetz gegeben, der Gottesdienst und die Verheißungen, sie haben die Väter, und dem Fleisch nach entstammt ihnen der Christus“ (Röm 9, 4-5). Im Unterschied zu den anderen nichtchristlichen Religionen ist der jüdische Glaube schon Antwort auf die Offenbarung Gottes im Alten Bund.

170. Welche Verbindung besteht zwischen der katholischen Kirche und den nichtchristlichen Religionen? -
Nr. 841-845 - Es gibt eine Verbindung, die vor allem auf dem gemeinsamen Ursprung und Ziel des ganzen Menschengeschlechtes beruht. Die katholische Kirche anerkennt, dass alles, was sich in den anderen Religionen an Gutem und Wahrem findet, von Gott kommt, ein Strahl seiner Wahrheit ist, auf die Annahme des Evangeliums vorbereiten und zur Einheit der Menschen in der Kirche Christi hindrängen kann.
171. Was bedeutet die Aussage: „Außerhalb der Kirche kein Heil“? -
Nr. 846-848 - Diese Aussage bedeutet, dass alles Heil von Christus, dem Haupt, durch die Kirche, seinen Leib, kommt. Darum können jene Menschen nicht gerettet werden, die wissen, dass die Kirche von Christus gegründet wurde und zum Heil notwendig ist, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollen. Zugleich können durch Christus und seine Kirche diejenigen das ewige Heil erlangen, die ohne eigene Schuld das Evangelium Christi und seine Kirche nicht kennen, Gott jedoch aufrichtigen Herzens suchen und sich unter dem Einfluss der Gnade bemühen, seinen durch den Anruf des Gewissens erkannten Willen zu erfüllen.

Manche Katholiken möchten deshalb gerne so tun, als ob die Protestanten eben auf andere Weise als die Katholiken „der katholischen Einheit des Gottesvolkes“ angehören bzw. „ihr zugeordnet“ seien. Sie könnten demnach dann als „die Getauften gelten, die diese katholische Einheit nicht voll verwirklichen“, und nicht als diejenigen, die „nicht eintreten wollen“ und deshalb nicht gerettet würden. Doch das sind theologische Spitzfindigkeiten. Vermutlich ist die Unklarheit ganz bewusst so gewollt, so dass man es jeweils nach Bedarf auslegen kann. Wäre es nämlich klar, könnte die katholische Kirche ja ohne weiteres sagen: „Die Protestanten werden auf ihre Weise gerettet.“ Doch genau das wird eben ganz bewusst nicht gesagt, so dass die Situation immer auf eine eigentümliche und bedrohliche Art in der Schwebe bleibt, so ganz nach dem katholischen Motto für die einfachen Leute: „Lieber doch voll römisch-katholisch werden, man kann ja nie wissen.“
Dagegen steht die befreiende Erfahrung aller freien Christen: Aus der Kirche austreten und Gott erfahren!
 



Anhang 3:
Die „ewig Verdammten“ nach der bis heute verbindlichen evangelisch-lutherischen Augsburger Konfession (= Confessio Augustana = CA)

Auf der anderen Seite heißt es jedoch in Artikel CA IV:
„Weiter wird gelehrt, ... dass wir Vergebung der Sunde bekommen und vor Gott gerecht werden aus Gnaden umb Christus willen durch den Glauben, so wir glauben, dass Christus für uns gelitten habe und dass uns umb seinen willen die Sunde vergeben, Gerechtigkeit und ewiges Leben geschenkt wird. Dann diesen Glauben will Gott für Gerechtigkeit vor ihme halten und zurechnen, wie Sant Paul sagt zun Romern am 3. und 4.“

Demnach hat es den Anschein, dass letztlich die hier angeführte knappe Bedingung („so wir glauben, dass Christus für uns gelitten habe und dass uns umb seinen willen die Sunde vergeben, Gerechtigkeit und ewiges Leben geschenkt wird“) ausreichen könnte, um nach evangelisch-lutherischer Lehre ewiges Leben zu bekommen, selbst wenn man wegen seiner Haltung zu den anderen Glaubensätzen (siehe oben CA I, CA V, CA VII, CA IX, CA XI) zu den Verdammten zählen würde. Und das würde dann konkret bedeuten: Zwar würde der Mensch N.N. aufgrund der abweichenden Haltung nach den oben erwähnten Lehrsätzen nach evangelisch-lutherischer Lehre verdammt, doch der evangelische Gott würde ihm trotz seiner Abweichungen zu guter Letzt seinen „Glauben“ nach Artikel IV zur „Gerechtigkeit“ „zurechnen“. Doch kann das stimmen?

Sicher wird jemand so argumentieren, der die evangelische Lehre gegenüber kritischen Zeitgenossen zu verteidigen versucht. Doch nimmt man dann diese Lehre wirklich ernst, was man auf jeden Fall tun sollte, denn bei ihrer Lehre versteht die Kirche keinen Spaß? Und wenn man das tut, muss man schon von folgendem ausgehen: Bei dem zentralen evangelischen Glaubenssatz „Allein der Glaube genüge“ und seiner Erklärung in
CA IV soll natürlich immer das ganze Glaubensgebäude um diesen Glauben herum mitgedacht werden, nicht nur eine Kurzfassung. Und so gesehen könne jemand dann diese „Zurechnung“ seines Glaubens für das Seelenheil nach CA IV nicht für sich geltend machen, wenn er in einem der oben genannten für die Kirche wesentlichen Bereiche des Glaubens abweicht. Denn diese Bereiche sind ja keineswegs Randgebiete. Sondern sie sind offizielles Bekenntnis, gehören also zum Zentrum der Lehre. Und wenn jemand davon abweicht, dann würde er dadurch eben nur deutlich machen, dass das Kernstück seines Glaubens („Allein der Glaube genüge“) bei ihm auch nicht stimmig sein kann. Denn würde das andere Wesentliche nicht mitgeglaubt, wäre es eben auch nicht der nach CA IV gemeinte Glaube, so wie er „zugerechnet“ werden könnte. Und genau deshalb wird ja eben bei Abweichungen bei den oben aufgeführten Themen (CA I, CA V, CA VII, CA IX, CA XI) ausdrücklich die Verdammnis des so angeblich falsch Glaubenden festgeschrieben, auch wenn bei den Betroffenen alles andere konform wäre. Denn dann wäre es eben summa summarum logischerweise doch nicht der richtige Glaube. Und es heißt deshalb ausdrücklich nicht: Die zugesprochene Verdammnis nach CA I, CA V, CA VII, CA IX und CA XI gelte nicht, wenn der Betreffende wenigstens CA IV annehme.
Die Menschen sollten sich also nicht von den butterweichen Verharmlosungen ihrer Lehre durch die heutigen evangelischen Pfarrer täuschen lassen. Doch selbst wenn die evangelische Kirche durch eine neue Lehrentscheidung den oben verdammten Personenkreis über eine Hintertür doch in ihr "rettendes" Boot zurückholen würde, so gilt dennoch: Diese Lehre ist eben evangelisch-lutherisch. Und wer sich so nennt, der sollte sich diese Lehre konsequenterweise eben in dieser Weise aneignen, wie es gemeint ist. Mit Jesus, dem Christus und der Wahrheit, die er brachte, hat die evangelische Lehre aber nichts zu tun.


Für den, der hier nun tiefer einsteigen möchte, wird es jedoch noch komplizierter. Interessanterweise werden einzig bei der Abendmahlslehre nicht diejenigen verdammt, die es anders glauben. Sondern hier werden ausnahmsweise nicht die Personen, sondern die Lehre verdammt.
Wörtlich heißt der ganze
Artikel CA X:
„Von dem Abendmahl des Herren wird also gelehrt, dass wahrer Leib und Blut Christi wahrhaftiglich unter der Gestalt des Brots und Weins im Abendmahl gegenwärtig sei und da ausgeteilt und genommen werden. Derhalben wird auch die Gegenlehr [wobei nicht ganz klar ist, welche genau gemeint ist; die katholische oder die evangelisch-reformierte, wobei es auf beide hinaus läuft] verworfen.
Wer also den
Artikel CA X nicht so glaubt, den Rest aber schon, würde dann wenigstens derjenige nach evangelisch-lutherischer Lehre sicher nicht ewig verdammt? Dies scheint logischerweise so zu sein. Bei den Details der Abendmahlslehre würden Abweichungen evangelischerseits demnach offenbar nicht zum Verlust des Seelenheils führen, obwohl die Abweichungen als solche „verworfen werden. Und nur letzteres kann sicher aus CA X entnommen werden. Bei der Kindertaufe z. B. (CA IX) ist es jedoch anders. Hier kennt die Kirche bei Abweichungen keine Gnade. Und hier wird ja auch die Kirche in ihrer Substanz und in ihrem finanziellen Mark, in der Mitglieder-Rekrutierung schon im Säuglingsalter, getroffen (siehe dazu Der Theologe Nr. 40).
 
Wem das alles nicht behagt, der könnte einfach austreten. Schon allein der Kirchenaustritt bringt einen Menschen Gott ein Stück näher. Denn der Schöpfergott wollte niemals eine institutionalisierte katholische oder evangelische Kirche mit Dogmen und Bekenntnissen, die das Gehirn und das Gemüt des Menschen schwer belasten. Und wer austritt, erfüllt deshalb in diesem Aspekt bereits den Willen Gottes. Und der Staat sollte die katholische und evangelische „Wissenschaft
nicht länger mit Millionen und Milliarden von Euro subventionieren. Das eingesparte Geld könnte z. B. für eine gesunde Natur verwendet werden, die überlebenswichtig für den ganzen Planeten ist und alle seine Bewohner ist und wo Menschen z. B. wirkliche Gotteserfahrung machen können (mehr dazu z. B. in der Schrift Freie Christen Nr. 1).
 


Anhang 4:

Torwart Robert Enke wird nach kirchlicher Lehre ewig verdammt

Gigantischer Etikettenschwindel der Kirche in der Öffentlichkeit

12.11. / 18.11. / 29.12.2009 - Der Selbstmord des deutschen Fußball-Nationaltorhüters Robert Enke (32; Torwart von SV Hannover 96) am 10.11.2009 hat die meisten Menschen bestürzt und tief erschüttert. Robert Enke litt an schweren Depressionen und hat sich auf einem Bahngleis bei Hannover von einem Regionalzug überfahren lassen. Tags darauf wurde in der Marktkirche in Hannover eine ökumenische Trauerandacht gehalten mit der evangelisch-lutherischen Landesbischöfin Dr. hc. Margot Käßmann und dem katholischen Pfarrer und Anhänger von Hannover 96, Heinrich Plochg. Der katholische Priester hielt auch die Ansprache bei der großen Trauerfeier am 15.11.2009 in der AWD-Arena. Robert Enke hatte ihm nach einem Spiel einmal seine Torwart-Handschuhe geschenkt. Die Kirchen sind dabei allerdings doppelzüngig. Nach außen bieten sie den Trauernden vermeintlich Trost und Beistand an und organisieren z. B. eine solche ökumenische Andacht oder werden eingeladen, bei Trauerfeiern Reden zu halten. Dabei verschweigen sie den Menschen aber gezielt ihre Lehre, denn diese steigert die Tragödie des Selbstmords ins Unerträgliche hinein. Und so verschwieg der katholische Priester auch bei der großen Abschiedsfeier für Robert Enke die kirchliche Lehre und versuchte stattdessen mit Worten von der Nähe Gottes zu trösten, welche seiner eigenen Kirche widersprechen. Und Pfarrer Heinrich Plochg sagte weiter wörtlich: "Er war nicht nur Idol, sondern ein Ideal, ein ideales Vorbild" (stern.de, 16.11.2009). Krasser kann der Gegensatz zur gültigen Lehre der katholischen Kirche überhaupt nicht formuliert werden, wonach Robert Enke als Selbstmörder unsere Zivilisation "schändete", "zersetzte" und "entwürdigte" (siehe hier), sich in "die Gewalt des Teufels" begab und die "Rechtfertigungsgnade" damit für immer verloren habe und deshalb den unendlichen Rest seiner ewigen Existenz in die Hölle müsse (siehe hier). Das ist die verbindliche römisch-katholische Lehre. Wer das jedoch nicht so sieht, der sollte deshalb aus der katholischen Kirche austreten. Pfarrer Heinrich Plochg hat die Menschen in der AWD-Arena über die wahren Inhalte des Katholizismus getäuscht.
Der Priester sprach dort auch das Vaterunser in der kirchlichen Fassung, in der es über Gott heißt: "Führe uns nicht in Versuchung!" Das bedeutet in diesem Zusammenhang: Gott habe wohl Robert Enke in Versuchung geführt, uns möge er jedoch davor bewahren. - Doch die Worte von Jesus sind in der Bibel falsch überliefert. In Wirklichkeit sprach Jesus nämlich vertrauensvoll über Gott
, der keinen einzigen Menschen in Versuchung führt. Denn bei Gott gilt: "Du führst uns in der Versuchung" (siehe hier), und das gilt für alle ausnahmslos. So ist der richtige Text, wie ihn die Urchristen beteten. Die Kirchen halten jedoch beim Vaterunser an der falschen Formulierung fest.

Gleich "dreimal" verdammt: Nicht getauft, nicht kirchlich geglaubt und in "Todsünde" verstorben

Noch einmal zurück zu der Frage, was nun mit dem Verstorbenen nach römisch-katholischer Lehre geschieht. Robert Enke war erstens mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit konfessionslos, erfüllt also nicht einmal die erste aus Sicht der Kirche "heilsnotwendige" Bedingung für das Seelenheil, nämlich eine kirchliche Taufe.* Dass die Taufe für die Kirche tatsächlich "heilsnotwendig" ist, bekräftigt sie vielfach (z. B. unten). Wäre es nicht so, könnte die Kirche ja auch das Instrument der "Nottaufe" abschaffen, mit dem sie bei Todesgefahr einem Menschen schnell noch das "heilsnotwendige" "Sakrament" unter vereinfachten Umständen spenden will, um damit angeblich dessen Seele zu retten. Deshalb ist bei Todesgefahr eines Nichtgetauften jedes Kirchenmitglied als Täufer autorisiert.

Doch selbst wenn der Torwart noch in letzter Minute von einem Kirchenmitglied "notgetauft" worden wäre, hat er zum zweiten offenbar auch nicht im Sinne der kirchlichen Lehren geglaubt (siehe hier). Und so könnte ihm solches auch nicht für sein Seelenheil "zugerechnet" werden, wie es in den Kirchen gelehrt wird. Und drittens ist er in einer nach katholischer Lehre schweren "Todsünde" verstorben, welche sowieso und unmissverständlich die ewige Verdammnis nach sich ziehe, selbst wenn jemand nach katholischer Lehre die ersten beiden Bedingungen erfüllen würde.
Es besteht also nach gültiger kirchlicher Lehre überhaupt kein Zweifel über das jenseitige Schicksal von Robert Enke, auch wenn die Kirchenführer ihn als Menschen schätzten. Doch die guten Taten, die ein Mensch zu Lebzeiten vollbrachte, sind weder nach katholischer und erst recht nicht nach evangelischer Lehre für das Seelenheil entscheidend, was einige der unten aufgeführten Belegstellen deutlich machen.

Damit eines ganz klar ist: Wir halten die kirchlichen Lehren für grausamen Unsinn, und wir glauben, dass der ewige und liebende Gott den verstorbenen Robert Enke, seine Angehörigen und alle Trauernden trösten möchte und dass Seine Hand auch jetzt in dieser Situation sie führen möchte und führt, wenn der Mensch sich führen lässt - im Diesseits und im Jenseits. Auch glauben wir, dass alles von Bedeutung ist, was jemand auf dieser Erde an Ungutem oder an Gutem getan an, ob gegenüber Menschen oder Tieren, denn alles wird im weiteren Leben gerecht gewogen (mehr dazu siehe z. B. Der Theologe Nr. 2 oder Freie Christen Nr. 6). Das ist auch das Urwissen der Menschheit.

"Gespaltene Zungen": Sie reden süß und lehren tödlich

Gerade deshalb weisen wir auf die Heuchelei der Kirche hin, die nach außen mitmenschlich tut, jedoch ihre grausame Lehre keineswegs zu ändern gedenkt, wie zuletzt erst wieder der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke betonte (siehe hier). Und ein gutes Verhältnis zur Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann und zu Pfarrer Heinrich Plochg und ein guter Charakter reichen eben nach kirchlicher Lehre für Robert Enke nicht für das spätere Seelenheil aus. Und falls die Landesbischöfin das anders sehen sollte, dann müsste ihre Kirche hier sofort ihre Lehre unmissverständlich ändern statt scheinheilig "süß" predigen zu lassen, aber "tödlich bitter" zu lehren und zu verdammen gleich dem Katholizismus. Denn dadurch werden die Menschen, die sich damit näher befassen und dies glauben, in noch größere Verzweiflung und Seelenpein geführt.
Andere Gläubige dagegen würden endlich aufbegehren gegen diese doppelzüngige Gebilde. Würde die Kirche ihren Gläubigen nämlich reinen Wein über die wahre kirchliche Lehre einschenken (auch im Hinblick auf Robert Enke), statt vordergründig mit Worten über Mitmenschlichkeit die Zustimmung der Menschen erheischen zu wollen, dann würden Zehntausende sofort austreten. Und das will die Kirche natürlich verhindern - deswegen das verlogene "Spiel" in der Öffentlichkeit. In indianischen Kulturen würde man von Menschen mit "gespaltener Zunge" sprechen.

Jeder Mensch muss sich letztlich entscheiden: Entweder für einen liebenden Gott und für Menschen wie Robert Enke und seine Angehörigen und Freunde - oder für die Dogmen und Bekenntnisschriften der Kirche und gegen Menschen wie Robert Enke und die Hoffnung seiner Angehörigen und Freunde. Beides zusammen geht nicht. Zwar kann eine Frau wie Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann mit ihrem Charme und ihrer Redegewandtheit die kirchliche Lehre eine Zeitlang verschleiern und umnebeln, doch auf Dauer lassen sich die Menschen nicht mehr irreführen.

Die Beweise

Hier einige Belegstellen, die das beweisen, was wir oben dargelegt haben:

1) Robert Enke und die Religion: "Ich bin nicht gläubig ... Ich weiß nicht, ob jemand das Leben lenkt. Aber so viel weiß ich: Man kann es nicht ändern" (Frankfurter Rundschau, 24.12.2008).

2) Evangelische Kirche:
- Die Taufe "wirket Vergebung der Sünden, erlöst vom Tod und Teufel und gibt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißungen Gottes lauten, da unser Herr Christus spricht bei Markus ...: ´Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig. Wer aber nicht glaubet, der wird verdammt" (Martin Luther, Kleiner Katechismus, Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche, Göttingen 1982, S. 516).
- "Weiter wird gelehrt, dass wir Vergebung der Sünde und Gerechtigkeit vor Gott nicht erlangen mögen durch unser Verdienst, Werk und Genugtun, sondern ... so wir glauben, dass Christus für uns gelitten habe und dass uns um seinetwillen die Sünde vergeben, Gerechtigkeit und ewiges Leben geschenkt wird. Denn diesen Glauben will Gott für Gerechtigkeit vor ihm halten und zurechnen ..." (Augsburger Konfession IV, zit. nach Die Bekenntnisschriften, a.a.O.)
- "Von der Taufe wird gelehret, dass sie nötig sei ..." (Augsburger Konfession IX., zit. nach Die Bekenntnisschriften, a.a.O.).
- "Wir bekennen, dass die Taufe zur Seligkeit vonnöten sei" (Apologie der Konfession IX.2., zit. nach Die Bekenntnisschriften, a.a.O.).
-
"So kann ich auch rühmen, dass die Taufe kein Menschenwerk sei, sondern von Gott selbst eingesetzt, dazu
ernstlich und streng geboten, dass wir uns müssen taufen lassen oder sollen nicht selig werden" (Martin Luther, Großer Katechismus, zit. nach Die Bekenntnisschriften, a.a.O., S. 692).

Und Robert Enke war offenbar weder "nötig" getauft noch hat er in diesem Sinne geglaubt. Und sein "Verdienst" und "Werk" spielen demnach keine Rolle.

3) Katholische Kirche:
-
"[Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt. So viel bedeutet die Einheit des Leibes der Kirche, dass die kirchlichen Sakramente nur denen zum Heil gereichen, die in ihr bleiben, und dass nur ihnen Fasten, Almosen, andere fromme Werke und der Kriegsdienst des Christenlebens den ewigen Lohn erwirbt. ´Mag einer noch so viele Almosen geben, ja selbst sein Blut für den Namen Christi vergießen, so kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt` (Fulgentius)" (zit. nach Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Nr. 381, siehe hier).
- "Außerhalb der Kirche kann niemand gerettet werden. Freilich sind nicht alle, die in unüberwindlicher Unwissenheit über Christus und seine Kirche leben, schon aufgrund dieser Unwissenheit ewig zu verdammen ... Er [Christus] schenkt auch jedem seine Gnade, der sich nach Kräften müht, so dass er die Rechtfertigung und das ewige Leben erreichen kann. Diese Gnade erhält aber keiner, der von der Einheit des Glaubens oder von der Gemeinschaft der Kirche aus eigener Schuld getrennt ist und so aus diesem Leben scheidet" (zit. nach Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Nr. 369, siehe hier).
- "Was ferner zum Leben selbst im Gegensatz steht, wie jede Art Mord, Völkermord, Abtreibung, Euthanasie und auch der freiwillige Selbstmord ... all dies und anderes Derartiges ist ohne Frage eine Schande, und indem es die menschliche Zivilisation zersetzt, entwürdigt es ... jene, die sich so verhalten ... und widerspricht in höchstem Maße der Ehre des Schöpfers" (2. Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 1965, zit. nach Denzinger/Hünermann, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, Nr. 4327, Freiburg 2009).

Dies und nichts anderes ist die Lehre der römisch-katholischen Kirche. Das bekräftigte am 18.11.2009 noch einmal Bischof Gregor Maria Hanke aus Eichstätt.
Es sei an der Zeit, so der Bischof "dass Christen noch mehr als bisher im Sinn des Zweiten Vatikanischen Konzils und seiner Konstitution ´Gaudium et spes` ihren Weltauftrag wahrnehmen" (http://www.domradio.de/aktuell/artikel_58639.html). Das heißt ganz klar: Demnach habe Robert Enke in Schande dazu beigetragen, die menschliche Zivilisation zu zersetzen und habe sich damit selbst entwürdigt und den Schöpfer entehrt.
- Der Selbstmord zählt deshalb für die katholische Kirche auch unmissverständlich zu den "Todsünden". Und hier nach römisch-katholischer Lehre die "Wirkungen der Todsünde: Feindschaft mit Gott: 1680 (Lehrsatznummer nach Denzinger/Hünermann, Kompendium der Glaubensbekenntnisse); Verlust der Rechtfertigungsgnade 1705; Ausschluss aus dem Reich Gottes 835; Überführung in die Gewalt des Teufels 1347 1349 1521 1668; ewige Verdammung, Hölle 780 839 858 1002 1075 1306 ... Die Seelen der in einer aktuellen Todsünde Verstorbenen kommen in die Hölle (228 342) 839 858 926 1002 1075 1306; vgl. M  3d (Verwerfung des Menschen)" (Denzinger/Hünermann, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, D3b, Freiburg 2009, S. 1634).

Auch Fußballspieler Lukas Podolski droht nach katholischer Lehre die Hölle

Die römisch-katholische Kirche lässt nach ihren Dogmen und Lehrentscheidungen auf diese Weise keinen Zweifel daran, was nach ihrem Glauben mit Robert Enke passiert ist. Den Fußballstürmer Lukas Podolski vom 1. FC Köln hat sie jedoch bis jetzt genauso getäuscht wie zahllose andere Menschen. Nachdem Lukas Podolski im Länderspiel Deutschland-Elfenbeinküste (2:2) zwei Tore für Deutschland geschossen hatte, sagte er: "Alle wissen ja, ich bin Katholik. Die Tore waren für Robert. Der Robert schaut von oben zu" (taz, 21.11.2009). Mit dieser "ketzerischen" Haltung, wonach Robert Enke "oben" sei und damit "gerettet", droht auch Lukas Podolski die Verdammnis, wenn er sie nach entsprechender Aufklärung nicht widerruft. Denn es gilt u. a. der "unfehlbare" Lehrsatz: "Wer nicht die ganze kirchliche Überlieferung annimmt, die geschriebene wie die ungeschriebene, der sei ausgeschlossen" (= verdammt; siehe hier). Derzeit könnte Podolski nur eventuelle "unverschuldete" "Unwissenheit" noch vor der Hölle bewahren (siehe hier).

Mit dem christlichen Glauben hat der katholische Glaube jedoch nichts zu tun. Nach urchristlicher Lehre ist die Seele eines Menschen, der den Freitod bzw. Selbstmord wählte, noch so lange "erdgebunden" wie seine Lebensspanne noch gedauert hätte. Die Seele bleibt also - unsichtbar für die Menschen - auf der Erde und bekommt mit, was ihre Angehörigen, Freunde usw. denken und fühlen. Das ist für die Seele mit neuem zusätzlichen Leid verbunden. Doch dieses dauert nicht "ewig". Auch diese Seele wird im Jenseits oder eventuell in einem weiteren irdischen Leben ihren Weg weiter gehen und in der Regel früher oder später wieder an eine ähnliche Hürde geführt werden, der sie einst durch den Selbstmord entkommen wollte - um die Hürde dieses Mal zu bewältigen.

Zum Thema "Depressionen" siehe auch:
http://www.das-weisse-pferd.com/99_21/depressionen.html

* PS: In manchen Internet-Foren wird zwar spekuliert, er könnte katholisch gewesen sein, weil der katholische Pfarrer Plochg an den Zeremonien beteiligt war. Auf allen katholischen Seiten wird solches jedoch nicht bestätigt. Das Engagement des Priesters und Hannover-96-Fans wird stattdessen mit seiner "persönlicher Begleitung der Familie" erklärt und mit den "engen Beziehungen zwischen der katholischen Kirche in Hannover und Hannover 96" (kath-kirche-hannover.de). Außerdem fand die erste Andacht in der evangelischen Kirche statt. Und Robert Enke selbst, der die ersten Lebensjahre in der DDR aufwuchs, bezeichnete sich selbst auch als "nicht gläubig" (siehe hier).
 


 

Weiterführende Literatur zum Thema:
Freie Christen Nr. 1 - Gott wohnt nicht in Kirchen aus Stein. Darum treten Sie aus, Sie sind nicht allein.
Der Theologe Nr. 1 - Wer folgt Luther nach, und wer folgt Christus nach?
Der Theologe Nr. 2 - Reinkarnation: Wer nützt die Zeit auf der Erde?
Der Theologe Nr. 9 - Todesfalle Kirche - Warum musste Anneliese Michel sterben?
Der Theologe Nr. 18 - Der Glaube der Kirche
Der Holocaust und die kirchliche Lehre von der ewigen Verdammnis in: Der Theologe Nr. 4

 

Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 19: Es gibt keine ewige Verdammnis - auch nicht in der Bibel, Wertheim 2005, zit. nach http://www.theologe.de/theologe19.htm, Fassung vom 21.11.2009

 

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