DER THEOLOGE
Nr. 17


Die verschwiegenen Leiden
 von Organspender
 und Organempfänger
 
 

Hirntote sind in Wirklichkeit sterbende Menschen, denn der menschliche Körper stirbt langsam und Schritt für Schritt. "Unstrittig" ist dabei z.B., "dass der Stoffwechsel in den Körperzellen noch eine Weile weiterläuft, wenn der Mensch eigentlich schon tot ist ..." (Der Spiegel Nr. 38/2005); d.h., wenn er schon für "tot" erklärt wurde, während er aber immer noch stirbt ...

"Ich konnte ihnen die Hoffnung nicht zerstören, aber nun habe ich keine mehr, weil ich nicht auf ein falsches Leben setzen kann ..." (Ein Jugendlicher mit einem fremden Organ, der keine Kraft hatte, seinen Eltern klarzumachen, dass er lieber sterben als fremde Organe erhalten will; aus dem Buch "Herzloser Tod" von Ulrike Baureithel und Anna Bergmann, Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart 1999; siehe hier)

"Wir sollten uns darüber freuen, dass die Medizin ... mit der Organverpflanzung eine neue Art und Weise gefunden hat, ... der Menschheitsfamilie dienlich zu sein." (Papst Johannes Paul II. im Jahr 1991; zit. nach Würzburger Katholisches Sonntagsblatt vom 5.3.2006) Organspenden ist "eine besondere Form, Nächstenliebe zu zeigen" (Papst Benedikt XVI.; zit. nach Radio Vatikan, 7.11.2008).

"Die Leute sagen: ´Aber ich weiß, dass es falsch ist. Es ist falsch. Mein Bauch sagt mir das.` Aber moralisches Gespür ist nicht das letzte Wort."
(Die Bio-Ethikerin Janet Radcliffe Richards, die sich dafür einsetzt, dass ein Spender einzelne seiner Organe zur Transplantation auch verkaufen darf.)

"Denn welchen Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an seiner Seele." (Jesus von Nazareth, Lukasevangelium 9, 25; Matthäusevangelium 16, 26)

 

 

Einführung

Warum haben so viele Menschen panische Angst vor dem Tod? Es hat damit zu tun, dass die Kirche das Urwissen der Menschheit über Sterben, Tod und eine mögliche Reinkarnation verteufelt hat. Im kirchenchristlichen Abendland wurde dieses Wissen durch die kirchliche Lehre von einer "Erbsünde" und einem nur einzigen irdischen Leben ersetzt, auf das ein ewiger Himmel oder eine ewige Hölle folgen soll. Vor diesem religiösen Hintergrund sind deshalb viele Mediziner bestrebt, die irdische Lebenszeit eines Menschen mit allen Mitteln zu verlängern. Eine ihrer "Errungenschaften" ist dabei die Organverpflanzung von Mensch zu Mensch, vor allem die Herztransplantation, aber auch die Nierenspende, die als so genannte "Lebendspende" (der Spender lässt sich eine der beiden Nieren heraus operieren) schon routinemäßig durchgeführt wird. Zudem werden auch Tierorgane in den Menschen verpflanzt, die so genannte Xenotransplantation.

Dieser medizinische "Fortschritt" hat zu einem anderen Umgang mit dem Sterben geführt. Rückt bei einem Menschen im Krankenhaus der Tod näher, ist es oft nicht mehr das Gebot der Stunde, ihm bzw. seiner Seele beim Hinübergehen in die jenseitige Welt liebevoll zur Seite zu stehen. Sondern es werden in dieser Zeit vielfach die notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um die Entfernung seiner Organe vorzubereiten. Dies geschieht dann bald darauf, während der Betroffene gerade stirbt, und es ist für den weiterhin schmerzempfindlichen Menschen trotz Betäubung mit unsäglichen Qualen verbunden, wie Erfahrungen und viele Indizien belegen (siehe dazu unten im Text). Und beim Sterben halten dem Menschen dann nicht seine Angehörigen liebevoll die Hand, sondern die medizinischen Spezial-Teams schneiden ihm in Eile heraus, was anderen Menschen eingepflanzt werden soll.

Dass ein Mensch, in dessen Adern noch Blut fließt, furchtbar leiden kann, auch wenn der "Hirntod" zweifelsfrei ermittelt ist, wollen die meist kirchlich gläubigen Mediziner dann nicht wissen. Und dies gilt auch für die kirchlichen Ethik-Experten, obwohl selbst in ihren Bibeln steht: "Des Leibes Leben ist in seinem Blut" (3. Mose 17, 11). Das heißt z. B.: Auch wenn das Gehirn schon für "tot" erklärt wurde, ist "des Leibes Leben" immer noch "in seinem Blut", was auch bedeutet: Die unsterbliche Seele befindet sich nach wie vor im sterbenden Körper und durchdringt diesen weiterhin mit ihrem Lebensatem. Noch hat sich die Seele also nicht von ihrem Körper verabschiedet, d. h. getrennt, und sie ist mit dem Körper über das so genannte "Silberband" (vgl. auch Prediger 12, 1.6a), der auch ein Schmerzleiter ist, weiterhin verbunden. Das heißt: Der Organspender erleidet vor allem über den Schmerzleiter, das "Silberband", bei diesem Vorgang grässlichste Schmerzen.

Auch möchten die medizinischen und kirchlichen Experten nicht wahrhaben, dass ein Mensch mit einem fremden Organ gar nicht mehr sein Leben leben kann, das er sich einst als Seele im Jenseits für die vor ihm liegende Erdenzeit als Mensch vorgenommen hatte bzw. das für seinen persönlichen Werdegang vorgesehen war und ist. Denn die Kirche hat auch den Glauben bzw. das Urwissen der Menschheit über die Lebensspanne eines Menschen verworfen. Demnach steht bereits bei der Geburt eines Menschen der Zeitraum fest, innerhalb dessen seine Seele den menschlichen Körper wieder verlässt, um von da an im Jenseits weiterzuleben. Und auch diesen Zeitraum hat sich die Seele im Jenseits oft selbst vorgegeben, bevor sie in einen neu geborenen Menschen inkarnierte. Doch die evangelische Kirche hat in ihrer maßlosen Überheblichkeit sogar das Grundwissen um die Unsterblichkeit der Seele aus ihrer Lehre gestrichen. Es wird dort überhaupt nicht mehr zwischen Seele und Mensch unterschieden, und diese von Intellektuellen beherrschte Kirche hat jenes Grundwissen aller Religionen und Kulturen überwiegend durch eine Lehre vom angeblichen "Ganztod" des Menschen (nach evangelischer Vorstellung = der Seele) und einer späteren angeblichen Auferweckung ersetzt (siehe hier).

So betrachten Menschen, die durch ein solches intellektuelles Kirchentum geprägt sind, bei der Transplantationsmedizin auch nur den sterblichen Körper, schauen aber nicht, was mit der unsterblichen Seele geschieht. Und aus dieser einseitig materialistischen Sicht der Dinge wird wiederum geschlussfolgert, dass das Risiko der Transplantationen und mögliche negative Folgen geringer seien als der mögliche Erfolg. Dabei kommt es nun aber in Wirklichkeit zu vielen verschwiegenen Leiden von Organspendern und Organempfängern, vor allem bei Herztransplantationen, die auch von den Kirchenoberen nicht mehr weg zu leugnen sind. Und dies gilt - wenn auch in  deutlich abgeschwächter Form - auch für Gewebespender und teilweise Gewebeempfänger (siehe dazu 1.18. und 2.18.).

Nachfolgend einige Fakten, Erfahrungen und Hintergründe, welche diese Gedanken zum Thema belegen. Diese Zusammenstellung ist nur eine kleine Auswahl und kann fortlaufend ergänzt werden. Im Unterschied zu Deutschland ist die Schwelle zur Organentnahme in den meisten anderen europäischen Ländern niedriger, so dass man dort sogar sehr leicht und sehr schnell zum Organspender wider Willen werden kann. Näheres zur rechtlichen Situation in diesen Ländern lesen Sie hier.
 



Inhalt

Teil 1: Der grausame Schmerz der Organspender
1. 1.  Arzt übersieht Lebenszeichen des Patienten - gedanklich schon beim Organempfänger
1. 2.  Philippinen: Wegen Organen - Junger Mann offenbar im Krankenhaus getötet
1. 3.  Wie hirntote Menschen leben und sich mitteilen
1. 4.  Der klinische Tod ist noch nicht der Tod
1. 5.  "Tote" wehren sich - Seele des Organspenders ist noch voll schmerzempfindlich
1. 6.  Großbritannien: Trotz Abwehrreaktionen der Spender keine Betäubung
1. 7.  Mutter muss sich von sterbenden Sohn abwenden - er muss zur Organentnahme
1. 8.  "Widerstand" und Todeskampf der Hirntoten
1. 9.  Transplantationsmedizin vermittelt "Anspruch" auf fremde Organe
1.10. Wenn der Scheintote aufgesägt wird - Schmerzen, die keiner ermessen kann
1.11. Entführungen zum Zwecke der Organentnahme
1.12. Während Organentnahme setzt plötzlich Atmung wieder ein - Beschleunigtes Verfahren?
1.13. Spanien: Schon Herzstillstand reicht für Organentnahme
1.14. Italien: Illegale Augenentnahmen
1.15. Heute gesunde Menschen - früher in letzter Minute vor Organentnahme gerettet
1.16. Österreich: Ohne Widerspruchserklärung Organentnahme auch ohne Zustimmung der Angehörigen
1.17. Verwandte lassen Organspender notgedrungen allein und qualvoll sterben
1.18. Gewebetransplantationen: Körperteile im Wert bis zu 100.000 Dollar
1.19. USA: Hirntodfeststellung trotz Hustenreiz und Bewegung des Kopfes
1.20. Indien: Spender von Organen zu Lebzeiten bleiben ärmer und kränker
1.21. Venezuela: Unerträgliche Schmerzen bei Leichenöffnung - "Toter" wachte wieder auf

Teil 2:
Das seelische Leiden der Organempfänger
2. 1.  Organempfänger nimmt Gefahren nicht mehr rechtzeitig wahr
2. 2.  Versteckte Todesphantasien von Organempfängern - Lebensuhr schon abgelaufen?
2. 3.  Organspender als ständiger Begleiter des Empfängers
2. 4.  Organempfänger fühlen sich wie "zwei Personen"
2. 5.  Etwas Undefinierbares macht sich im Bett breit
2. 6.  Sinnkrise bei einem Empfänger: Wozu bin ich noch da?
2. 7.  Organempfänger fühlt Seele des Spenders in sich weiterleben
2. 8.  Schreckliches Gefühl der Verwüstung und Selbstmordgedanken
2. 9.  Empfänger übernimmt Eigenschaften des Spenders
2.10. Organempfänger wünscht sich seine eigenen Organe zurück
2.11. Zwangstransplantation - Junges Mädchen gibt Kampf gegen Organempfang auf
2.12. Patientin: Jede Krankheit hat eine Ursache
2.13. Nicht auf Warnung vor Transplantation gehört - Junge Frau gestorben
2.14. Mit Hepatitis C infizierte Niere transplantiert: Patient gestorben
2.15. Weder Körper noch Seele akzeptieren das fremde Organ
2.16. Wesensveränderungen: Spender lebt teilweise im Empfänger weiter
2.17. Penistransplantation - Empfänger und Ehefrau machen Operation rückgängig
2.18. Leiden von Gewebeempfängern
2.19. Organempfänger heiratet erst Frau des Spenders und bringt sich dann wie Spender um

Teil 3: Hinweise für Betroffene oder für Menschen, die sich entscheiden müssen
Teil 4: Weitere Nachrichten
Spender-Show in den Niederlanden / Spanien: Organentnahme bereits bei Herzstillstand
13-jähriges Mädchen: Lieber sterben als fremdes Herz?
Organspender fordert vom Organempfänger Niere zurück
Empfänger von fremdem Herzen geht wieder gerne zum Jagen
Priester kann nicht mehr Seelsorger sein, weil er vor Organspende warnte
Evangelisch-lutherischer Transplantationsmediziner ist Präsident des Ökumenischen Kirchentags
CDU- und CSU-Politiker fordern: Wer nicht ausdrücklich widerspricht, dem sollen Organe entnommen werden können

Teil 5: Weitere Links und Literaturhinweise

 


   

1. Der grausame Schmerz der Organspender

1.1. - Eine Krankenschwester, die einem Organspender das Leben rettete, bevor - wie beschlossen - die Organe entnommen werden konnten, fragte danach den verantwortlichen Arzt, warum er in der kritischen Situation einfach das Zimmer verlassen habe. Der Arzt antwortete, er habe die Lebenszeichen des Patienten nicht sehen können oder wollen, weil er gedanklich schon mit dem Organempfänger beschäftigt war. Dank der Aufmerksamkeit der Krankenschwester überlebte der unfreiwillige Organspender das Debakel, wenn auch im Rollstuhl (ZDF, Organspende - der umkämpfte Tod, 7.4.1994).

1.2. - Vier führende philippinische Chirurgen des Nationalen Nieren-Instituts werden beschuldigt, ein Unfallopfer zum Zwecke der Organentnahme getötet zu haben. Sie entnahmen einem 18-Jährigen, der nach einem Sturz bei vollem Bewusstsein und ohne gravierende Körperschäden eingeliefert wurde, beide Nieren und das Herz, als dieser noch "überaus lebendig" war, wie Zeugen beobachtet haben wollen. Offensichtlich wurde unbedingt eine Niere für einen wohlhabenden Patienten gebraucht. Die Ärzte zeigten sich später öffentlich sehr zufrieden aufgrund der gelungenen Transplantation (Frankfurter Rundschau, 26.8.1994).

1.3. - Ein Mann aus Frankfurt erzählt, wie er sich im Krankenhaus von seiner sterbenden Frau verabschiedet. Sie war bereits hirntot und lag im Koma. Als er das Sterbezimmer verlassen wollte, zeigte sich plötzlich ein Ausschlag am Messgerät der hirntoten Frau. Es war, als ob die Seele sagen wollte: "Geh jetzt noch nicht weg!" Der Mann blieb die ganze Nacht bei ihr, hielt in Gedanken Kontakt zu ihr und beobachtete dabei weitere Ausschläge des Messgeräts. Erst Stunden später hatte er das Gefühl, sich von der Seele seiner Frau verabschieden zu können.
Ein Chirurg berichtete, dass während einer Organentnahme meist der Blutdruck der hirntoten Menschen ansteige. Sind das nun Reflexe des Rückenmarks, wie Transplantationsmediziner glauben machen wollen? Oder zeigt sich daran, wie der sterbende Mensche in Panik ausbricht und Schmerzen erleidet? (Tot oder lebendig, WDR, 21.2.1996)

1.4. - Die Psychologin und Sterbebegleiterin Daniela Tausch-Flammer berichtet: "Hirntod bedeutet für mich in dem Sinne noch nicht tot, sondern es bedeutet eigentlich, dass der Mensch noch im Sterben ist. Wir erleben es häufig, wenn wir bei jemandem am Bett bleiben, nachdem er gestorben ist oder nachdem die klinischen Werte da sind, dass sich auch dann noch etwas verändert und [das] besonders eigentlich für die Angehörigen ganz entscheidend ist, weil sie spüren: Da geschieht noch ganz viel ... Oftmals erfahren sie Frieden oder eine Beruhigung und von daher ist für die Angehörigen der klinische Tod, wo der Mensch noch beatmet wird, nicht fassbar als der Tod."
Und der Theologieprofessor Dr. Klaus-Peter Jörns aus Berlin sagt: "Kaum jemand weiß, der heute um die Organe angegangen wird, dass die Entscheidung über die Organspende bedeutet, dass die Angehörigen nicht über den eintretenden Tod hinaus bei ihrem Angehörigen bleiben können, sondern raus müssen und erst den ausgestopften Menschen dann wieder zu Gesicht bekommen" (aus: Kirche und Gesellschaft, TV-Bericht, November 1996).

1.5. - "Der Spender wird operiert im Augenblick des Hirntods, der so genannten Null-Linie im EEG. Im selben Moment jedoch geben auch die Körper- und Organzellen keinen elektrischen Impuls mehr ab. Das bedeutet, dass sie allmählich absterben. Es beginnt nun die eigentliche Phase des Sterbens des Menschen, die sich je nach Temperatur über 20 bis 40 Minuten erstreckt. Erst danach hat sich die Seele wohl endgültig vom Leib gelöst. Den Gehirntod mit dem Tod des Menschen gleichzusetzen, ist eine schwerwiegende Unwahrheit. In den Minuten, in denen die Organentnahme stattzufinden hat, ist die Seele noch mit dem Körper verbunden und noch voll schmerzempfindlich. In dieser Zeit findet im Bewusstsein des Sterbenden zumeist das Ablaufen des Lebensfilms statt, was von der Seele höchste Aufmerksamkeit verlangt. In dieser Phase sollte keine Störung die Seele behindern. Denn auch jetzt kann sie z. B. durch Bitte um Vergebung noch manches in Ordnung bringen, obwohl es ihr sterbender Körper nicht mehr ausdrücken kann. War es ein plötzlicher, unerwarteter Tod, so war die Seele darauf gar nicht vorbereitet und glaubt womöglich noch für einige Zeit, am Leben zu sein und ihren Körper weiter durchdringen zu können. So ist es kein Wunder, dass viele Ärzte und OP-Schwestern beobachten konnten, wie angeblich tote Patienten auf dem Operationstisch sich mit aller Kraft gegen die Organentnahme zur Wehr setzten, um sich schlugen, sich aufrichteten und den Arzt wegzustoßen versuchten. Dieses bei ´Toten` unübliche Gebaren versucht man zu verhindern, indem man zur Sicherheit eine Narkose durchführt oder den Körper festbindet. Einige ´Experten` meinen, diese Bewegungen seien nur Reflexe, wie man sie auch bei Froschschenkeln beobachten könne. Das Argument, bei Tierversuchen könne Ähnliches gesehen werden, überzeugt nicht, denn es wird dabei vergessen, dass auch Tiere eine Seele haben, die empfindet und sich wehrt, solange sie den Körper noch nicht verlassen hat. In Wirklichkeit versucht die Seele des Menschen mit letzter Kraft, um ihren Körper zu kämpfen und die Organentnahme vielleicht noch zu verhindern" (aus den Aufzeichnungen eines Arztes, der bei Organtransplantationen nicht mehr mitmacht; sie liegen der Redaktion vor).

1.6. - Trotz grausamer Schmerzen werden in Großbritannien Organspender weiterhin nicht betäubt, wie die Fachzeitschrift Anaesthesia im Jahr 2000 darlegte. In dem Fachmagazin wird zugegeben, dass die hirntoten Spender bei der Organentnahme "möglicherweise" noch Schmerz empfinden. Trotz der Beobachtungen der Ärzte, die auch das medizinische Personal "verstören", wies das britische Gesundheitsministerium ihre Forderung nach Betäubung der Organspender zurück. "Es gebe keine Zweifel", so das Ministerium laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters vom 20.8.2000, "dass Gehirntote keine Schmerzen empfänden". Das Klinikpersonal berichtete jedoch folgendes: Bei den für die Organspende vorbereiteten hirntoten Menschen steige der Blutdruck und der Herzschlag und die Glieder zucken. Teilweise bäumten sich einzelne "Tote" so weit auf, dass sich sogar die Oberkörper aus eigener Kraft aufrichteten. Dabei stießen die "Toten" "gurgelnde" Laute aus. In Deutschland werden die Spender zwar betäubt, um genau diese Abwehrreaktionen zu verhindern, doch der furchtbare Schmerz wird durch die Betäubung offenbar nur unwesentlich gemindert, da gerade ein sterbender Mensch extrem sensibel bzw. schmerzempfindlich ist.
Und auch die Seele, die sich gerade erst von ihrem Körper gelöst hätte, spürt wohl noch, was mit dem Leib geschieht und empfindet die Schmerzen auch an ihrem Seelenkörper.
 

Zwischenbemerkung Nr. 1: Was lehren demgegenüber die Kirchen? "Der Hirntod bedeutet ebenso wie der Herztod den Tod des Menschen ... Der unter allen Lebewesen einzigartige menschliche Geist ist ausschließlich an das Gehirn gebunden." (Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Organtransplantation, 1990)

PS: Passend zu dieser falschen Behauptung sind die katholische und die evangelische Lehre überwiegend intellektuelle "Kopf- bzw. Gehirngeburten" (siehe dazu auch Zwischenbemerkung Nr. 2). Das Urwissen um die Einheit allen Lebens und um den Atem "Gottes" in allen Bausteinen des Lebens haben die Kirchen aus ihren Dogmen, Bekenntnissen und Lehrgebäuden gestrichen. Der Zustand dieser Erde ist die Folge.


1.7. - Renate Greinert gab ihren 15jährigen Sohn als Organspender frei. Später veröffentlichte sie die Broschüre Organspender - nie wieder, erhältlich bei der emu-Verlags- und Vertriebs-GmbH, Taununsblick 1a, 56112 Lahnstein. Frau Greinert schreibt u. a.: "Ich gab den Kampf um meinen Sohn auf. Eine ungeheuerliche Situation: Ich wende mich von meinem Kind ab, das warm ist, lebendig aussieht und behandelt wird wie ein Lebender, weil der Arzt sagt, mein Kind ist tot." Statt ihrem eigenen Empfinden hatte sie den Ärzten vertraut. Doch ihr Vertrauen wurde auf eine Probe gestellt: "Und dieses Vertrauen in die Aussagen der Mediziner in der Frage der Organspende besteht die Probe nicht."
Als sie ihren Sohn vor der Beerdigung noch einmal sieht, erinnert er sie
"an ein ausgeschlachtetes Auto, dessen unbrauchbare Teile lieblos auf den Müll geworfen wurden". Die Mediziner hatten ihrem Sohn Herz, Leber, Nieren und die Augen entnommen, sogar die Beckenkammknochen hatte man aus dem Körper herausgesägt. "Zerlegt in Einzelteile war er dann über Europa verteilt worden. Er war zum Recyclinggut geworden." Sie spricht mit Eltern, deren Kinder ebenfalls zu Organspendern gemacht wurden. Und ihre innere Position wandelt sich: von ihrem Ja, "um noch mehr Tod" zu verhindern, zu einem radikalen Nein und zum Recht auf ein Sterben in Würde.
Ein Schuldgefühl, zu früh aufgegeben zu haben, macht sich breit, "denn was verlassen wurde, war ein Lebender, kein Toter". Andere Mütter erzählen ihr von nächtlichen Albträumen, in denen ihre Kinder schreien und ihnen vorwerfen, sie verlassen zu haben. Und genau das hat auch sie getan.
Nicht Angehörige waren damals Sterbebegleiter, sondern das Transplantationsteam, das anreist, um sich der Organe zu bemächtigen. Und sie fragt: "Haben unsere Kinder etwas empfunden, als man sie vom Kinn bis zum Schambein aufschnitt, ihre Körperhälften wie eine Wanne auseinander spreizte, um sie mit eiskalter Perfusionslösung zu füllen?" Die Gewissheit, dass ihr Sohn nicht tot war, sondern erst im Sterben lag, erfüllt sie mit Angst und Entsetzen: "Es ist nicht zum Aushalten. Wir finden keinen Weg aus der Schuld." Die Frau ahnt, dass die Seele die Schmerzen des furchtbaren Eingriffs empfunden hat.
"Was würde ich tun, wenn einem meiner Kinder mit einer Organspende geholfen werden könnte?" fragt Frau Greinert an anderer Stelle. "Würde ich dann wenigstens ein Organ von mir hergeben?" Ihre Antwort lautet immer wieder "nein". "Ich liebe meine Kinder, meine Familie, wie jede Mutter und Frau es tut." Würde eines ihrer Kinder ein Organ brauchen - ihr fielen sofort die vielen Organempfänger wieder ein, die sie im Laufe der Jahre kennen lernte. Erschreckend, ein Leben lang mit einem unsichtbaren Band an einen Transplantationsmediziner gekettet zu sein; die vielen Nebenwirkungen durch die Medikamente, die die Abstoßung verhindern sollen und die noch gesunden Organe schädigen. "Ich fühle mich auch nicht als Ersatzteillager für meine Kinder: ... Im Extremfall hätte ich eine Niere, ein Stück meiner Leber und vielleicht zwei Hornhäute abzugeben. So verstehe ich aber meine Aufgabe und Pflicht als Mutter nicht. Immer würde ich sie auf Krankheitswegen begleiten und sie unterstützen, bis zum Tode." Würde sie nicht wenigstens eine Niere abgeben, da hört man doch viel Positives? "Nein, auch das nicht, ich halte das Leben eines Dialysepatienten nicht für leicht, aber ich beneide auch keinen Nierentransplantierten, der voller Pilzinfektionen steckt." (Ein etwas ausführlicherer Bericht von Renate Greinert siehe unter http://www.kirchentag2005.de/presse/dokumente/dateien/P09_1_616.pdf)

1.8. - Im Klett-Cotta-Verlag erscheint 1999 das Buch von Ulrike Baureithel und Anna Bergmann, Herzloser Tod, Das Dilemma der Organspende. Die Autorinnen schreiben Erschreckendes: So berichtet eine Stationsleiterin, dass Hirntote einen gewissen "Widerstand" leisten, wenn sie umgebettet werden. Schwestern und Pfleger sehen die Patienten in ihren Betten als Patienten und nicht als Leichen. Vor ihnen liegen Menschen, deren Herz schlägt, deren Hirn aber für tot erklärt wurde und die deshalb auf die Organentnahme warten. "Warm" und weich werden die offiziell "Toten" den Ärzten übergeben, "erstarrt" und ausgeschlachtet werden sie zurückgebracht. "Und weil sie ihm ins Gesicht sehen müssen, wissen sie, das ist erst der Tod", schreiben die Autorinnen. Was in der Zwischenzeit geschah, hat, so ein Neurologe, "den Charakter einer Folter". Einer Mutter, die der Organentnahme ihres hirntoten Sohnes zugestimmt hatte, sagte bei dessen Anblick nach der Transplantation: "Er sah aus, als wenn er einen schlimmen Todeskampf hinter sich hätte - gequält. Ich habe mich immer wieder gefragt, was da passiert ist."
Was passiert ist, wird an anderer Stelle im Buch geschildert: "Die Leiche kann während der Organentnahme ein bemerkenswertes Spektrum an sonst gültigen Lebenszeichen aufweisen, die dem Totenstatus des Patienten absolut widersprechen. Einmal abgesehen von dem lebendigen Herzen, dessen normaler Schlag auf dem laufenden EKG-Monitor bildlich und akustisch im Operationssaal gegenwärtig ist, ist bei Hautschnitten oder bei der Öffnung des Bauchfells mit einer ansteigenden Herzfrequenz und einem höheren Blutdruck, außerdem mit Hautrötungen, Schweißsekretionen oder mit Bewegungen (‘Lazarus-Zeichen’) zu rechnen." Wenn ein solches Antwortverhalten des Spenders die Ausschlachtung stört, werden Narkotika oder Muskelrelaxantien gegeben. Die Autorinnen dazu: "So oder so - der mit Lebenszeichen reagierende ‘Tote’ sorgt im Operationssaal für Unruhe und Verunsicherung, was sich zu Angst, Grauen und Schrecken steigern kann."
Ulrike Baureithel und Anna Bergmann zitieren auch einen Arzt, der sich heute weigert, an Transplantationen mitzuwirken: "Ich habe als Arzt für Anästhesie Explantierte sterben und Transplantierte leben sehen. Ich würde heute zu solchen Eingriffen keine Beihilfe mehr leisten."

1.9.  -  Die Autorinnen Baureithel und Bergmann üben in ihrem Buch Herzloser Tod (siehe 1.8.) auch grundsätzliche Kritik an der Transplantationsmedizin, die für sich den Anspruch erhebt, Leben retten zu wollen. Sie schreiben: "Doch bei dieser Art der Lebensrettung handelt es sich um ein gesellschaftliches Phänomen, das nicht das Leben zum Ziel hat, sondern den hybriden Wunsch, den Tod zu vernichten. Während tagtäglich der sinnlose Tod von Menschen in allen Teilen der Welt - sei es durch Armut, Hunger oder Krieg - akzeptiert wird, schürt die Transplantationsmedizin nicht nur den irrigen Glauben, sie könne uns ein Stück Unsterblichkeit bescheren, sondern auch die Vorstellung, wir hätten einen Anspruch darauf."

1.10. - "Kein Toter kann einem Lebenden sein Organ übertragen, sondern der so genannte Tote hat noch seinen Herzschlag; es bestehen also noch verschiedene Funktionen im Organismus, auch wenn sie künstlich - durch Apparate - aufrecht erhalten werden. Auf jeden Fall ist die Seele solange an ihren Körper gebunden, wie das Herz schlägt. Der Herzschlag, ganz gleich, ob ihn der Körper noch aus eigener Kraft zustande bringt oder nur noch mit Hilfe von außen, weist darauf hin, dass Gott immer noch durch die Seele des Menschen atmet, der zur Organentnahme vorbereitet wird. Daraus ergibt sich, dass die Seele des Menschen sich noch im Körper befindet und Schmerzen empfindet, wenn das Herz aus dem Leibe genommen wird. Jesus sprach niemals von einer Nächstenliebe, die eine Organtransplantation gebietet. Jesus sagte: ´Folge du Mir, und lass die Toten ihre Toten begraben!` Er sagte also nicht: ´Schlachtet eure Brüder und Schwestern aus, die von euch Totgesagten, und erweckt Schwerstkranke durch Organtransplantation zum ´neuen` Leben.` - Eines Tages werden kirchliche Obrigkeiten und alle, die in einer Organtransplantation die ´göttliche Nächstenliebe` wissen wollen, das Weltall-Gesetz vernehmen, den All-Geist, der ihnen die Frage stellt: Kain, wo ist dein Bruder Abel? ... Was eine Seele bei der Organentnahme durchmacht, dann, wenn sie vernimmt, was geschehen soll, und vor allem, wenn es geschieht, wenn der scheintote Körper mit einer Art Kreissäge aufgesägt wird und die Ärzte - überspitzt gesprochen - im Blut des Aufgesägten waten, kann niemand ermessen. Die unsagbaren Schmerzen gehen in die Seele dessen ein, der auf der ´Schlachtbank` liegt. Die Seele kann ihren Körper nicht verlassen, weil durch entsprechende Maschinen das Herz und alle weiteren Organe künstlich in Gang gehalten werden ... Ist das Organ entnommen und werden die Maschinen beim Spender abgeschaltet, dann bleibt diese Seele bei ihrem Organ, das für die Transplantation vorbereitet wird. Ist es transplantiert, dann hängen zwei Seelen an einem Körper. Die eine, die zum Körper gehört, und die andere, die zum transplantierten Organ gehört ... Wirken nun die Programme des Spenderorgans auf den Empfänger ein und umgekehrt die Programme des Empfängers auf die Seele, die an dem Spenderorgan ihres ehemaligen Menschen hängt, dann finden beide nicht mehr zu ihren persönlichen Lebensprogrammen" (aus einem Gespräch zwischen einem Atheisten und einer Prophetin mit Namen Gabriele, welche Einblicke in geistigen Vorgänge bei einer Organtransplantation erhielt; zit. nach der Broschüre "Der Prophet", Ausgabe Nr. 14, Verlag Das Wort, Marktheidenfeld 1999).

PS: "Der Prophet" gibt in diesem Gespräch auch den Kirchen einen konkreten Hinweis und schreibt: "Anstatt die Organtransplantation zur ´Nächstenliebe` zu erklären, wäre es besser, sich in die Nächstenliebe einzuüben, indem sie in unterentwickelten Ländern den allein stehenden und bettelnden Kindern helfen, von denen immer wieder einige eingefangen werden, um ihnen - überspitzt gesprochen - die ´kirchliche Nächstenliebe` aus dem Leib zu reißen, Organe für die Organtransplantation."

1.11. - Zwei Kolumbianer konnten im letzten Augenblick aus einer medizinischen Hochschule flüchten, in die man sie entführt hatte. Offenbar sollten ihnen Organe entnommen werden. Die Ermittlungen verliefen nach einiger Zeit im Sande, offenbar aufgrund von Seilschaften zwischen den Beteiligten. In Argentinien, Mexiko und Kolumbien wurden Entführungen mit anschließender Organentnahme nachgewiesen (Mord nicht ausgeschlossen, NDR, 2.10.1996).

Vgl. auch den in den USA spielenden deutschen Spielfilm "Fleisch" (1983) von Rainer Erler, in dem Urlauber zum Zwecke der Organentnahme überfallen werden. Sie werden dann unter Verschleierung der Vorgeschichte und mit Hilfe einer kriminellen Ärztin in ein reguläres Krankenhaus zur Transplantation eingeschleust.

1.12. - Eine renommierte Klinik in Tschechien geriet 1999 in die Schlagzeilen. Während einer Organentnahme soll bei einem vermeintlich Toten die Atmung wieder eingesetzt haben. "Möglicherweise wird der Hirntod", so die Süddeutsche Zeitung, "nicht immer ausreichend geprüft". Nach Angaben von Informanten wären Gelder in die Klinik geflossen, mit denen die Entnahme von Organen "beschleunigt" werden sollte (Süddeutsche Zeitung, 15.6.1999).

1.13. - In anderen Ländern wie z. B. Spanien genügt bereits der Herzstillstand als Kriterium für den Tod und als Voraussetzung für Organentnahmen. Diese sind deshalb dort noch viel schneller möglich als in Deutschland. Der Patient kann sofort nach ersten Todesanzeichen mehr oder weniger "ausgeweidet" werden. Mehr zur Situation in Spanien lesen Sie hier.

1.14. - In der bekannten Poliklinik Umberto I. in Rom wurden Verstorbenen illegal die Augen entfernt und durch Glasaugen ersetzt. Augenärzte haben die begehrten Hornhäute für viel Geld zur Transplantation verkauft (Focus online, 12.1.2007). Mittlerweile schützen dort bewaffnete Wachen die gestorbenen bzw. sterbenden Menschen.

1.15. - Fehldiagnosen in Deutschland und Niederlande: Patienten in letzter Minute vor Organentnahme gerettet - jetzt sind sie wieder gesund: "Die TV-Journalistin Silvia Matthies (München) ist bei ihren Recherchen gleich auf zwei Fälle gestoßen, wo Patienten zur Organspende freigegeben werden sollten: in Holland der Bauunternehmer Jan Kerkhoff und in Freiburg ein junger amerikanischer Soldat. Im einen Fall intervenierte die Familie, im anderen eine Krankenschwester - und so wurden die Patienten weiter gepflegt. Beide konnten wenige Wochen später die Klinik verlassen ..." (idea-spektrum Nr. 12/2007)

1.16. - Deutscher fuhr in Österreich ohne Widerspruchserklärung Ski: Nach "Hirntod" wurden ihm sofort die Organe entnommen: Die Gefahr von Fahrten nach Österreich wird von Deutschen und Schweizern meist unterschätzt. In Deutschland und in der Schweiz bedarf es bei Organentnahmen der Zustimmung des Betroffenen oder seiner Angehörigen. In Österreich nicht. Dort dürfen sogar von Touristen die Organe entnommen werden, wenn sie keine Widerspruchserklärung mit sich führen, z. B. im Portemonnaie an den Personalausweis geheftet (was normalerweise gefunden wird, sofern die Erklärung nicht nach Mafia-Art verschwindet). Die rechtliche Situation in Österreich "hat bereits dazu geführt, dass einem Deutschen in Österreich nach einem Skiunfall mit diagnostiziertem Hirntod die Organe entnommen werden" (idea-spektrum Nr. 12/2007). Auch die Angehörigen können dies nicht verhindern, wenn sie keinen Widerspruch des Sterbenden vorlegen können. Häufige Österreich-Fahrer können sich z. B. auch
beim Zentralen Widerspruchsregister für Organentnahme ÖBIG, Stubenring 6, 1010 WIEN, als Nicht-Organspender registrieren lassen und Verwandten eine Kopie darüber aushändigen. Siehe dazu:
http://www.oebig.org/index.php?set_language=de&cccpage=leistungen_intro&set_z_leistungen_ebene1=9&set_z_leistungen_ebene2=9999&set_z_leistungen_ebene3=9999
Informationen über die rechtliche Situation in den einzelnen europäischen Ländern siehe hier
.

1.17. - Zustimmung zur Organtransplantation: Verwandte lassen Angehörigen allein und qualvoll  sterben: Allmählich werden dunkle Ahnungen für viele Menschen zur Gewissheit. Sogar die evangelische Zeitschrift idea-spektrum beschreibt die Problematik, obwohl die Kirchen für Organspenden werben (siehe Zwischenbemerkungen 1 und 2). In der Ausgabe Nr. 12/2007 heißt es: "... die Angehörigen ... sollen Abschied nehmen von einem Menschen, der noch warm ist und dessen Herz noch schlägt. Sie sollen ausgerechnet während der letzten Atemzüge von diesem Menschen getrennt sein, weil er sein Leben auf dem Operationstisch während der Organentnahme vollends aushaucht." So nennt auch der evangelische Professor für Praktische Theologie, Dr. Klaus-Peter Jörns, im Unterschied zur offiziellen kirchlichen Lehrmeinung die Organentnahme einen "Eingriff ins Sterbegeschehen" (a.a.O.). Wer dies tut oder die Zustimmung dafür gibt, dem wird wohl einst die Frage gestellt werden: "Kain, wo ist dein Bruder Abel?" (vgl. dazu die Vorgänge bei der Organentnahme, die offenbar unvorstellbar schmerzhaft für den Organspender sind)

1.18. - Gewebetransplantationen: "Ein Besenstil für einen Knochen" - Köperteile im Wert von bis zu 100.000 Dollar - Inara Kovalevska aus Lettland wollte ihrem gerade verstorbenen Mann Gunar im Sommer 2002 noch einen "letzten Liebesdienst" erweisen und ihn waschen und festlich einkleiden. Das rechtsmedizinische Zentrum in Riga lehnte mit der Begründung ab, der Anblick des Toten sei ihr nicht zuzumuten. Ein Jahr später erfuhr sie von der Polizei, der Leiche ihres Mannes seien Knochen und Knorpel entnommen und diese an eine Firma im Raum Nürnberg nach Deutschland verkauft worden. Die Zeit schreibt: Die Firma "bearbeitet Knochen und Sehnen aus Leichen oder auch kugelförmige Köpfe von Oberschenkelknochen ... Zerlegt in ihre verwertbaren Teile, kann die Leiche eines gesunden Menschen bis zu 100.000 Dollar einbringen, so die amerikanische Autorin Annie Cheney, die für ihr Buch Body Brokers [Knochenbrecher] drei Jahre in Leichenhallen und an medizinischen Hochschulen der USA recherchierte. Nicht nur Knochen lassen sich ... verwenden, als Großplantat, zersägt in Scheiben, zurechtgefräst zu Blöcken, Stiften und Nägeln oder als Granulat - die gesamte Leiche ist zu einem wertvollen Rohstoff geworden ... Nur rund 4.500 Patienten erhalten in Deutschland jährlich ein neues Organ, doch mehrere Zehntausend profitieren von der Verpflanzung kleinerer oder größerer Einzelteile - neben Knochen auch Augenhornhäute, Gehörknöchelchen, Herzklappen, Gefäße, Sehnen oder Hautstücke" (15.2.2007). Anstelle der entnommenen Knochen werden dem Verstorbenen meist Besenstiele eingesetzt. Die Zeit berichtet in diesem Zusammenhang auch von tödlichen Gewebespenden. Siehe hier unter 2.18.
Siehe hierzu auch den Artikel im Stern Nr. 42/2008:
http://www.stern.de/wissenschaft/medizin/:Gewebe-Lukrativer-Leichenhandel/642530.html


PS
: Die Gewebespenden werden im Unterschied zu den Organen zwar von Leichen entnommen, so dass man meinen könnte, wenigstens dabei empfindet der Spender keinen Schmerz mehr. Doch das kommt darauf an. Parapsychologischen Untersuchungen zufolge trägt die Seele, die einen Körper verlässt, noch eine Zeitlang (das können Stunden, aber auch Tage sein) die Strahlung ihres abgelegten Körpers und empfindet noch, was mit dem Körper geschieht, weswegen auch dringend von einer zu frühen Einäscherung oder Beerdigung abzuraten ist.

1.19. - "Sie haben wie die Geier darauf gewartet, dass einer stirbt, damit sie an seine Organe ran können", berichtet Melanie Sanchez, deren Vater in Fresno/Kalifornien von zwei Ärzten zu früh für "hirntot" erklärt wurde, obwohl die Krankenschwester "einen starke Würge- und Hustenreflex" feststellte und der Patient seinen Kopf bewegte. In einem weiteren Beispiel soll ein Transplantationschirurg in Kaliforniern "den Tod eines 26-Jährigen mit Schmerzmitteln beschleunigt haben, um dessen Organe entnehmen zu können." Lesen Sie dazu den Artikel unter
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,476860,00.html.

1.20. - Indien: Lebende Organspender bleiben arm und werden kränker - Das Geld für eine gespendete Niere wird schnell aufgebraucht bzw. die gesundheitlichen Folgekosten nach einer Organentnahme sind langfristig oft höher als der Verkaufserlös für das Organ. 1.000 Nieren jährlich werden aus Indien exportiert. Lesen Sie dazu:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,488035,00.html

1.21. - Unerträglicher Schmerz bei Leichenöffnung - Toter wachte wieder auf - "Weil der Schmerz unerträglich war", ist der verstorbene 33-jährige Carlos Camejo aus Venezuela am Beginn der Leichenöffnung aufgewacht (Focus online, 15.9.2007). "In dem Moment" sei auch plötzlich wieder "Blut gequollen" und die Obduktion wurde daraufhin sofort abgebrochen.
Doch die Ärzte, die zuvor den Tod des Mannes festgestellt hatten, stehen eventuell zu Unrecht am Pranger, denn der Mann war im medizinischen Sinne womöglich tatsächlich schon gestorben. Doch wenn das geistige Band bzw. "Silberband", das nach dem Urwissen zahlreicher Religionen die unsterbliche Seele mit dem sterblichen Körper verbindet (so auch Bibel, Prediger 12, 6a), noch nicht zu 100 % getrennt ist, obwohl der Tod rein medizinisch schon festgestellt wurde, kann die Seele unter außergewöhnlichen Umständen noch einmal den Körper unter Kontrolle bekommen, von dem sie sich gerade trennt. In der Regel reicht bei Organspendern oder Obduzierten die Kraft der Seele jedoch nicht, um noch einmal in den Körper zurückzukehren und ihre entsetzlichen Schmerzen auch dem größten Skeptiker gegenüber zweifelsfrei ausdrücken zu können. Oder der Körper wird bei einer Organentnahme von den Medizinern "betäubt", so dass die Seele sich auch deshalb nicht mehr durch ihn ausdrücken kann. Und sie muss die bestialischen Schmerzen dann scheinbar stumm über sich ergehen lassen.

 



2. Das seelische Leiden der Organempfänger


2.1. - Alexander, ein junger Mann, ließ sich Herz und Lunge transplantieren. Aus der Klinik entlassen, verursachte er kurz hintereinander zwei Autounfälle. Beim zweiten Mal musste er die Scheiben einschlagen, damit er dem brennenden Auto entsteigen konnte. Er hatte keinen Schock und erzählte vom Unfall, als ob es ihn nichts anginge. Er hätte keine Angst gehabt, er habe einfach so schnell fahren müssen, meinte er kühl. "Mir fiel ein", schreibt Elisabeth Wellendorf in ihrem Buch Mit dem Herzen eines anderen leben?, dass Alexander die Organe eines jungen Motorradfahrers bekommen hatte" und sie fragt: "Ob es da einen Zusammenhang gibt? Gibt es vielleicht Informationen, die in den Zellen der Organe gespeichert sind?" (vgl. hier) Alexander sagt, "er wisse nicht, was mit ihm los sei. Irgendetwas sei anders, sei ihm unverständlich. Es ängstige ihn auf einmal, dass der Verlust seiner Angst ihn Gefahren nicht mehr früh genug wahrnehmen ließ" (S. 123).

2.2. - Elisabeth Wellendorf berichtet in ihrem Buch Mit dem Herzen eines anderen leben? auch folgendes: "Bei einem Treffen der Transplantierten war ich erstaunt zu hören, dass eigentlich jeder von ihnen versteckte Todesphantasien hatte. Alle fühlten sich angezogen von gefährlichen Situationen." Sie schreibt, wie sich die Transplantierten freiwillig in gefährlichste Situationen begeben, ja von ihnen magisch angezogen werden. "Eine Patientin ertappte sich dabei, dass sie im Parkhaus, von der offenen Balustrade in den Abgrund schauend, hin- und herkippte und sich nur schwer davon lösen konnte." Die Autorin fragt sich: "Waren sie in ihrem eigentlichen Weg unterbrochen worden und gab es ein innere, unbewusste Dynamik, ihn zu Ende zu gehen? ... Waren sie in ihrem Bewusstsein eigentlich gestorben, wenn sie jetzt einen zweiten Geburtstag feierten? (Alle Transplantierte, die ich betreut habe, feiern zwei Geburtstage.)" Hier fühlt die Autorin, dass es wohl für jeden eine Zeit gibt zu leben und einen Zeitpunkt zu sterben. Nun aber ist es dem medizinisch-technischen "Fortschritt" gelungen, künstlich den "eigentlichen Weg" zu verändern ...

2.3. - Ein drittes Beispiel aus dem Buch Mit dem Herzen eines anderen leben? von Elisabeth Wellendorf: Susan, das junge Mädchen, starb nicht. Sie überlebte die Transplantation, wenn auch mit vielen Komplikationen. Über den Spender der Organe sagte sie nachher: "Ich fühle mich an ihn gebunden wie an einen Zwillingsbruder. Er begleitet mich ständig. Wir sind einander verpflichtet. Manchmal habe ich das Gefühl, ich spüre ihn genau, als hörte ich ihn atmen. Oder wenn ich unter dem Baum sitze, hängt er oben im Geäst." Sie malte ein Bild dazu, auf dem beide wie mit einer Nabelschnur verbunden sind, aber eine Wolkendecke verdeckte die Sicht zwischen ihnen. Dies ist ein Erlebnis, das in ähnlicher Weise öfter von Transplantierten berichtet wird. Es könnte bedeuten, dass die Seele des Spenders noch an seine Organe und somit auch an den Empfänger der Organe gebunden ist (vgl. hier). Zudem besitzt jedes Organ die spezielle Schwingung des jeweiligen Menschen. Ein verpflanztes Organ verursacht deshalb Dissonanzen im Gefühlsleben des Empfängers.

2.4. - Spanien: Empfänger von Fremdorganen berichten: "Ich fühle mich wie zwei Personen" (aus: Die Stimme Nr. 1/1994) - Zehn Menschen, die fremde Organe erhalten haben, bekamen eine Prämie für das Erzählen ihrer Erfahrungen: "Einer von ihnen erzählte: ´Ich weiß nicht, wie es meinen Kollegen geht, aber ich empfinde mich, als wäre ich zwei Personen ... Ja, das Erstaunlichste war, dass, sobald bei mir die Transplantation vollzogen war, mich ein richtiges Fieber packte, um Motorrad zu fahren. Während mir früher so etwas überhaupt nicht in den Sinn kam. Deshalb fragte ich den Arzt, woran der junge Mann starb, dessen Herz mir gespendet wurde. Die Antwort war: an einem Motorradunfall ...`
Ein anderer Organempfänger berichtet ähnliches. Seit er ein neues Herz hat, fühlt er eine starke Zugehörigkeit zur Familie des Spenders, so ´als ob es meine wäre`" (vgl. hier).

2.5. - Martin S., 27 Jahre alt, seit sechs Jahren mit einem fremden Herz - Die Süddeutsche Zeitung fragte ihn, wie es ihm nach der Operation ergangen sei. Seine Antwort: "Körperlich nicht schlecht. Ich habe mich schnell erholt. Aber psychisch ... Noch Tage danach hatte ich irgendwie das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Da war etwas im Raum, etwas Undefinierbares. Nachts vor dem Schlafengehen dachte ich manchmal: Der macht sich aber breit in meinem Bett! Ich war nicht der einzige mit solchen Halluzinationen" (Süddeutsche Zeitung, Magazin Nr. 42/1992). Womöglich reden Ärzte den Transplantierten mit solchen Problemen ein, dies wären Halluzinationen. Doch es sind keine Halluzinationen ... (vgl. hier).


2.6. - Eine Frau mit einem fremden Herzen berichtet, sie fühle sich, "als ob die Welt sich dreht und ich nehme nicht mehr daran teil". "Wozu bin ich noch da?" fragte ein anderer Herztransplantierter (Herzwechsel, WDR, 25.4.1996). Könnte es sein, dass die "Lebensuhr" dieser Menschen eigentlich schon abgelaufen ist und die Seele für das weitere Leben keine Pläne und Ziele mehr gespeichert hat?

2.7. - Eine 59jährige US-Amerikanerin, der man ein neues Herz eingepflanzt hatte, verspürte plötzlich einen vorher unbekannten Appetit auf Hühnerkeulen und Bier. Außerdem wechselte sie ihre Lieblingsfarbe unvermittelt zu Grün. Die Frau hatte weiterhin Träume von einem Mann mit den Anfangsbuchstaben T. L., dessen Körper sie im Schlaf förmlich "einsog". Später fand sie tatsächlich die Todesanzeige eines 18-Jährigen, auf den, wie Nachforschungen ergaben, sowohl die Anfangsbuchstaben als auch die Vorlieben für bestimmte Speisen und Farben genau zutrafen. Und er war Organspender (Bild am Sonntag, 26.5.1996) (vgl. hier).
Zwei Jahre nach dieser Meldung, im Jahr 1998, erschien der Erlebnisbericht der Frau in deutscher Sprache im Verlag Hoffmann und Campe unter dem Titel Herzensfremd - Wie ein Spenderherz mein Selbst veränderte, Hamburg 1998. Dort erfährt man mehr über die Geschichte von Claire Sylvia.
Es war fünf Monate nach der Operation, als sie in ihren Träumen den Organspender mit Namen "Tim" spürt. Sie fühlt, dass Tims Seele in ihr weiterlebt. Bald darauf träumt sie wieder von ihm, und im Traum kommt es zwischen ihr und ihrem Organspender zur Versöhnung. Sie schreibt: "Dann küssen wir uns. Und während wir uns küssen, atme ich ihn in mich ein. Es fühlt sich an wie der tiefste Atemzug, den ich je getan habe. Und in diesem Augenblick weiß ich, dass Tim für immer bei mir bleibt." Es sei, als hätte sie ein neues Leben eingeatmet. Sie hatte das Gefühl, dass sie die neuen Organe endgültig als ihre angenommen hatte. Doch auch die Seele Tims blieb ganz offensichtlich bei seinen früheren Organen. Die Situation kann an siamesische Zwillinge erinnern, die sich von Geburt an bestimmte Organe teilen. Seitdem fror Claire Sylvia nicht mehr, schwitzte häufiger und spürte eine Rastlosigkeit in sich. Sie fühlt die Kraft und die Unruhe des 18-jährigen Tim in sich und hat außerdem keine Lust mehr zu kochen, was sie früher gern getan hat.

2.8. - Claire Sylvia berichtet in ihrem Buch Herzensfremd auch über die von ihr gegründeten Selbsthilfegruppe herztransplantierter Menschen: Alle fanden es entlastend, dass sie hier aussprechen konnten, was wirklich in ihnen vorging: "... den Schrecken, die Schuldgefühle und die Verwüstung auszudrücken, die durch dieses entsetzliche Entzweigerissen- und Wiederzusammengesetzt-Werden verursacht worden waren ... Einen Großteil der Zeit waren wir elend und verstört oder starr vor Angst." Ein Teilnehmer: "Es kotzt mich an, dass jeder ständig sagt, was ich für ein Glück habe, dass ich noch lebe. Mir geht’s sauschlecht! Ich versuche immer noch mit der Zeit fertig zu werden, als mir zum Sterben die Kraft fehlte." Eine Frau äußert: "Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie oft ich am Telefon liebreizend daherrede, und wenn ich den Hörer auflege, würde ich mich am liebsten umbringen. Ich kann nur sagen, dagegen war mein voriges Leben Gold." Die Teilnehmer berichten von einem Gefühl der Angst vor dem Eingeschlossensein, "als ob man am Boden gehalten wird, während eine in dir existierende Kraft verzweifelt nach einem Fluchtweg sucht". Alle betrachteten das neue Herz als ein eigenständiges Wesen. Jeder hatte es mehr oder weniger als "Fremdkörper" erlebt, als ein Gegenüber, als "eine fremde Präsenz" im eigenen Inneren. Ein Mann sagte: "Ich glaube, dass der Geist meines Spenders noch in der Nähe ist, und in diesem Sinne ist er immer noch am Leben" (vgl. hier).

2.9. - Nach der Übertragung einer fremden Niere änderte eine bis dahin schüchterne und zurückhaltende Frau ihren Charakter. Die 40-jährige Julie Shambra aus Covina/USA liebte Blumen und hübsche Kleider. Nach der Operation wurde sie immer öfter aggressiv und "erlag" im Fernsehen Boxkämpfen und American Football. Stundenlang zappte sie von einem Sportkanal zum nächsten und hatte kaum mehr Lust auf ihre früheren Hobbies. Die Frau erklärte: "Es ist ein ganz neues Leben. Ich spüre förmlich den Spender in mir weiterleben." Der Spender, er hieß Dakari Karimah, war 18 Jahre alt, als er bei einem Schusswaffen-Unfall starb. Er liebte Kampfsportarten über alles. Dr. Bruno Cortis von der Universität in Illinois gibt zumindest zu, was hier passierte, und er erklärt es sich zusammen mit anderen Medizinern als ein "Zellen-Gedächtnis-Syndrom": "Nicht nur das Gehirn, sondern auch Organe wie die Niere oder das Herz verfügen über derartige Gedächtniszellen. Vorlieben und Abneigungen können durch eine Transplantation übertragen werden" (Das schweizerische Magazin Blick, 17.2.1999). Die These des "Zellen-Gedächtnis-Syndroms" und die These, dass die verstorbene Seele noch in Verbindung mit ihren ehemaligen Organen steht (vgl. hier), widersprechen sich nicht.

Zwischenbemerkung Nr. 2: Doch was sagen dazu die Kirchen, die Organspenden aus Gründen der "Nächstenliebe" lehren? "Der Empfänger eines Organs braucht keine Änderung seines Wesens zu befürchten, kann aber zuweilen bedenken, dass er das Organ eines anderen, meistens eines verstorbenen Menschen in sich trägt." (Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Organtransplantation, 1990)

PS: Was die Kirche hier behauptet, entspricht einmal mehr nicht den Fakten (siehe dazu auch Zwischenbemerkung Nr. 1).
 
Und das verzweifelte Klammern von Menschen an dieses augenblickliche irdische Leben hat auch damit zu tun, dass die Kirch fälschlicherweise lehrt, dieses irdischen Leben sei das einzige, und es würde auch noch über das Fortleben in alle Ewigkeiten entscheiden. Das Urwissen der Reinkarnation lehren die intellektuellen Priestermänner der kirchlichen Institutionen ab, weil sie dadurch viel Macht über die Menschen verlieren würden. Denn wozu brauche ich einen Priester, wenn alles Geschehen nach dem ehernen Gesetz von Saat und Ernte seinen Lauf nimmt?

2.10. - Ein transplantierter Jugendlicher schreibt sich seine Verzweiflung und Todessehnsucht von der Seele: "Ich habe meinen Tod annehmen wollen, aber ich hatte nicht genug Kraft, meinen Eltern klarzumachen, dass es für mich keinen anderen Weg gibt. Ich konnte ihnen die Hoffnung nicht zerstören, aber nun habe ich keine mehr, weil ich nicht auf ein falsches Leben setzten kann. Ich will wieder zu meinen Organen, und ich will den anderen, den Spender, in seinem Tod erlösen, indem ich ihm mit meinen seine Organe zurückgebe" (aus dem Buch Herzloser Tod von Ulrike Baureithel und Anna Bergmann, Klett-Cotta 1999).

2.11. - Einem 15-jährigen Mädchen in London wurde einem Bericht der italienischen Zeitung Corriere della sera zufolge ein fremdes Herz eingepflanzt, obwohl es sich sogar gerichtlich dagegen gewehrt hatte. Das Mädchen war entschlossen, "lieber zu sterben, als mit dem Herzen von jemand anders weiterzuleben". "Wenn ich ein fremdes Herz hätte, würde ich mich anders als die anderen fühlen", was sie jedoch nicht wollte. Die Ärzte ordneten mit Einverständnis der Mutter darauf hin jedoch eine Zwangstransplantation an. Das sterbenskranke Mädchen nahm all´ ihre Lebenskraft zusammen und ging zu einem Anwalt, um sich dagegen zu wehren. Sie erklärte ihm: "Mit der Transplantation wäre ich nicht glücklich. Wenn ich jedoch sterben muss, wäre meine Familie darüber sehr traurig. Ich ziehe es aber vor, nur 15 Jahre mit meinem eigenen Herzen gelebt zu haben." Es kam zur Gerichtsverhandlung. Der Richter entschied gegen das Mädchen, gab seiner Mutter und den Ärzten Recht und erklärte die Zwangstransplantation für rechtens. Das junge Engländerin resignierte nach dem verlorenen Prozess und willigte nun notgedrungen in die Transplantation ein, um die Familiensituation nicht noch schlimmer zu machen (Corriere della sera, 18.7.1999).

2.12. - Ein Bericht einer Frau, die regelmäßig zur Dialyse geht: "Ich bin seit einigen Jahren dialyseabhängig, d. h., ich gehe dreimal pro Woche für drei Stunden zur so genannten künstlichen Blutwäsche, da meine Nieren nur einen geringen Anteil ihrer Entgiftungs- und Entwässerungsfunktion leisten können. Es wurde schon mehrfach von Seiten der Ärzte die Frage einer Organtransplantation an mich herangetragen. Von Anfang an war die Antwort für mich ein Nein ... Denn jede Krankheit hat eine Ursache ...Wird diese nicht bereinigt, so kann die Belastung der Seele als Krankheit in den Körper ausfließen. So glaube ich es. Jede Krankheit will mir also etwas sagen. Sie weist mich auf bewusste und nicht bewusste Fehlhaltungen hin ... Wenn ich nun erkrankt bin und alles daran setze, einzig durch äußere Maßnahmen wieder gesund zu sein, um so weiterleben zu können wie bisher, dann bereinige ich die seelischen Ursachen der Krankheit nicht. Ich dränge damit die Krankheit in die Seele zurück. Das möchte ich jedoch nicht. Sondern ich möchte ihren Wurzeln auf die Spur kommen und diese beheben ... Ich danke Gott für jeden Tag, den ich leben darf, auch wenn es nur mit Hilfe einer Maschine möglich ist. Ich schaue, dass ich täglich etwas Gutes tun kann, denn ich betrachte jeden Tag als ein Geschenk" (Silke R., Verfasserin ist der Redaktion bekannt).

2.13. - Silke R. (siehe 2.12.) erlebte auch den Tod ihrer Bekannten, die wie sie wöchentlich zur Dialyse kam, sich jedoch später für eine Transplantation entschied: "Vor der Operation kamen ihr plötzlich Bedenken, ob es wohl richtig sei. Doch sobald ein ´geeignetes` Organ gefunden sei, geht alles sehr schnell, innerhalb weniger Stunden. Sie hörte nicht mehr auf ihren inneren Mahner und ließ sich operieren. Von einer Krankenschwester hörte ich, dass es ihr direkt nach der Transplantation sehr schlecht ging. Sie wollte, dass man ihr die fremde Niere gleich wieder raus nimmt. Doch man erfüllte ihr diesen Wunsch nicht. Sie bekam stattdessen die üblichen Immunsuppressiva, damit ihr Körper die fremde Niere nicht wieder abstößt. Nach ca. drei Wochen starb sie an einer Infektion. Sie hinterlässt einen zehnjährigen Sohn."

2.14. - Ein Mann, der erst seit ca. zwei Jahre auf die Dialyse angewiesen war, stirbt nach einer Nierentransplantation an Hepatitis C, nachdem man ihm eine mit Hepatitis C infizierte Niere eingesetzt hatte. Die Firma "Eurotransplant" hatte die Infektion vermerkt, doch laut Monitor (22.5.2000) werden solche Organe manchmal trotzdem verpflanzt, wenn der Empfänger eine solche Krankheit schon einmal überwunden hat. Das war hier aber nicht der Fall. Die Ärzte gingen also bei dieser Verpflanzung ein deutlich höheres Todesrisiko ein. Für die Tochter des Mannes ist dies im nachhinein sehr bitter, denn ihr Vater hätte mit der Dialyse wohl noch jahrelang gut weiterleben können.

2.15. - Eine Reportage des Hessischen Rundfunks über einen jungen Mann, dem ein fremdes Herz eingepflanzt wurde: "Nur wenige Minuten später ist von Thorstens Optimismus nichts mehr zu spüren. Er ist völlig durcheinander. Der Körper hat sein Herz akzeptiert [Anmerkung der Redaktion: aber nur aufgrund von Medikamenten, die das eigene Immunsystem unterdrücken]. Die Seele noch nicht ... Er darf leben, weil ein anderer sterben möchte. Für Thorsten schwer zu verarbeiten ... 20 Minuten nach dem Gespräch kollabiert Thorsten. Er ist nicht mehr bei Bewusstsein. Er erleidet den totalen psychischen Zusammenbruch. Sein Körper schaltet ab." Wie geht es weiter?
"Jeden Tag schluckt er 21 Tabletten. Die meisten, um sein eigenes Abwehrsystem auszuschalten. Thorstens Körper erkennt das neue Herz permanent als Fremdkörper, den es abzustoßen gilt. Um das zu verhindern, muss Thorsten mit Medikamenten sein eigenes Immunsystem unterdrücken, und das ein Leben lang, sonst würde Thorsten sterben ... Deshalb darf er auch keine Topfpflanzen haben. In der Blumenerde sind Bakterien, die ihn gefährden könnten. Selbst Menschen können ihm gefährlich werden, wenn sie krank sind. Nur mit Mundschutz geht Thorsten deshalb aus dem Haus. Jeder Virus könnte für ihn lebensgefährlich sein ..." (Zum Geburtstag ein neues Leben, Hessischer Rundfunk, 9.1.2003) Natürlich ist er trotzdem "dankbar" ...

2.16. - "Der amerikanische Kardiologe Dr. Paul Pearsall beschäftigte sich besonders intensiv mit Persönlichkeitsveränderungen nach Herztransplantationen. Er interviewte mehr als hundert Herzempfänger, die glaubten, mit dem verstorbenen Organspender verbunden zu sein. Ihre Angaben überprüfte er, indem er die Empfänger selbst und ihre Verwandten ebenso wie Familienangehörige und Freunde der Organspender unabhängig voneinander befragte ... [Anmerkung: In den USA dürfen die Empfänger im Unterschied zu Deutschland erfahren, wer ihnen das Organ gespendet hat]
Der neunjährige Jimmy entwickelte eine irrationale Wasserscheu, nachdem man ihm das Herz eines dreijährigen Mädchens eingepflanzt hatte, das in einem privaten Schwimmbad ertrunken war. Jimmys Mutter: ´Wir leben direkt am See. Vorher war Jimmy eine Wasserratte. Doch jetzt wagt er sich nicht einmal mehr in den Garten. Er verschließt ständig die zum Ufer führende Gartentür und gibt zu, schreckliche Angst vor dem Wasser zu haben, obwohl er nicht weiß, warum.`
Doch damit nicht genug: Obwohl Jimmy nicht weiß, woher sein neues Herz stammt, scheint er die Seele des verstorbenen Mädchens genau zu kennen. ´Manchmal rede ich mit ihr. Ich kann sie da drin fühlen`, erklärte er den Forschern. ´Sie scheint sehr traurig zu sein. Ich versuche sie zu trösten, aber sie hat große Angst. Sie sagt, sie wünschte sich, dass Eltern ihre Kinder nicht einfach so wegwerfen würden. - Ich habe keine Ahnung, warum sie so etwas sagt.`
Jimmys Eltern kennen mittlerweile die Antwort, da sie die Mutter des verstorbenen Mädchens aufgesucht haben: Diese hatte eine sehr schlimme Scheidung hinter sich und der Vater die Tochter nie gesehen. Die Mutter arbeitete sehr viel und kümmerte sich praktisch nie um ihr Kind, das emotional völlig verwahrloste`" (Zeitenschrift Nr. 48/2005; der komplette Artikel mit vielen weiteren Beispielen ist einsehbar unter http://www.zeitenschrift.com/magazin/48-herztransplantation.ihtml).

2.17. - Die erste "erfolgreiche" Penistransplantation weltweit in China endet in einem Desaster. 14 Tage nach der 15-stündigen Operation schnitten die Ärzte "den Penis auf den ausdrücklichen Wunsch des Patienten wieder ab" (Spiegel online, 20.9.2006). "Sowohl der Patient als auch seine Frau sträubten sich gegen das fremde Organ". Dem 44-Jährigen musste nach einem Unfall das eigene Organ abgenommen werden, und es wurde durch den Penis eines 22-jährigen hirntoten Mannes ersetzt. Der Sachverhalt erinnert an die ebenso medizinisch "erfolgreiche" Transplantation der ersten Hand. "Der 50-jähirge Neuseeländer Clint Hallam bezeichnete das fremde Körperteil als ´abscheulich und verblüht` und bat seine Ärzte, es wieder zu entfernen." Sein Schicksal hatte im Jahr 2000 ein großes Medienecho ausgelöst (siehe auch http://www.das-weisse-pferd.com/00_22/fluch_der_organtransplantation.html) und den Schriftsteller John Irving auch zu seinem Roman Die vierte Hand inspiriert. Im Roman hatte sich die Witwe des Organspenders zu allem Chaos hinzu auch noch ein "Besuchsrecht beim Empfänger des Transplantats und seinem neuen Körperteil gesichert", was trotz einer gewissen wohl beabsichtigten Komik den sehr ernsten Hintergrund deutlich macht.

2.18. - Das Leiden von Gewebeempfängern: Brian Lykins, ein 23jähriger Mann aus Nevada, "hatte Ende 2001 bei einer Knieoperation ein Stück Knochen eines Verstorbenen transplantiert bekommen. Seine Beschwerden nach dem Eingriff wurden als harmlose Wundschmerzen gedeutet. Wenige Tage später war der 23-Jährige tot". In der Leiche, der der Knochen entnommen worden war, hatte sich das Bakterium Clostridium sordelli vermehrt und den Knochenempfänger getötet. Man hätte den "frisch" Gestorbenen schneller "kühlen" müssen. Dies ist aber oft mit furchtbaren Schmerzen verbunden, da die Seele in der ersten Zeit nach dem festgestellten "Tod" meist noch mit ihrem Körper verbunden und deshalb sehr schmerzempfindlich ist.
1999 starb Karen Bissell aus Denver mit 38 Jahren an der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. "Sie hatte sechs Jahre zuvor bei einer Nackenoperation ein Stück Hirnhaut verpflanzt bekommen, das die Wunde verschließen sollte. Creutzfeldt-Jakob hat eine Inkubationszeit von mehreren Jahren" (Die Zeit, 15.2.2007). Auch wenn nicht zweifelsfrei nachgewiesen wurde, dass die Infizierung über die transplantierte Hirnhaut erfolgte, so erinnert der tragische Tod doch auch an die Vorfälle in Deutschland in den 90er-Jahren. "Mehr als hundert Patienten weltweit, die Lyodura-Hirnhäute der hessischen Firma Braun-Melsungen transplantiert bekommen hatten, infizierten sich mit der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. Die Firma stellte die Lyodura-Produktion ein" (zum Thema siehe auch oben unter 1.18.).

2.19. - Mann bekam Herz eines Selbstmörders transplantiert - erst heiratete er dessen Frau, dann brachte auch er sich um - Im Jahr 1996 erhielt Sonny Graham (damals 57) das Herz von Terry Cottle (+ 33). Cottle hatte sich erschossen. Im Januar 1997 traf Graham dann die Witwe Cottles, und Cottles Herz schlug auch im Organempfänger Graham für seine Frau. Graham in einem Interview: "Ich fühlte mich, als hätte ich sie schon seit Jahren gekannt. Ich konnte meine Augen nicht von ihr lassen, starrte sie dauernd an" (Bild online, 7.4.2008). Beide verliebten sich und heirateten im Jahr 2004. Anfang April 2008 wurde Sonny Graham (jetzt 69) tot aufgefunden. Er hatte sich erschossen - wie einst Terry Cottle.
Siehe:
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/04/07/selbstmord/herz-starb-zweimal,geo=4204478.html.
Dieses Beispiel ist ein weiteres Indiz für folgenden wahrscheinlichen Sachverhalt: Ein transplantiertes Organ enthält in seinen Zellen Informationen aus der Seele des Spenders, was bei einem Organempfänger oft zu Fremdheitsgefühlen führt und zu den körperlichen Abstoßungsreaktionen. Seele und Körper passen nach einer Organtransplantation nicht mehr zusammen, und die darunter schwer leidende Seele versucht über ihren Körper, das fremde Organ wieder abzustoßen. Unter Umständen ist die Seele des verstorbenen Spenders auch noch mit ihrem ehemaligen Organ verbunden, was beim Empfänger zu zusätzlichem Chaos führt und ihn aus seiner Lebensbahn wirft, die er sich für dieses Leben vorgenommen hatte.
 




3. Hinweis und Überlegungen für Betroffene oder für Menschen, die sich entscheiden müssen

Die Zusammenstellung dieser lebenswichtigen Informationen zur Organtransplantation ist als Ausgleich zu den Werbekampagnen von Transplantationsmedizin und Kirchen gedacht, so dass sich jemand besser ein eigenes Urteil bilden kann. Wir raten niemanden ab oder zu, eine Transplantation durchführen zu lassen oder nicht. Jeder trägt selbst die Verantwortung für das, was er tut oder unterlässt. Wir geben nur Informationen und Schlussfolgerungen weiter, so dass uns niemand eines Tages vorhalten kann: Warum habt Ihr uns nicht gewarnt?

Eine Werbezusammenstellung fand sich z. B. in Bild am 1.6.2005. Als Zeugen befragte das Blatt v. a. den Sportler Hartwig Gauder, der mit transplantierten Organen (Herz, Niere, Leber) heute wieder läuferische Höchstleistungen bringt und nach seiner Darstellung keine Wesensfremdheit verspürt.

Aufgrund solcher und ähnlicher Darstellungen sei hier grundsätzlich und allgemein darauf hingewiesen: Organtransplantation ist immer ein Schaden für die Seele, doch jede Situation ist individuell verschieden, so auch das Ausmaß der durch die Transplantation erfolgten zusätzlichen Belastung. Eine Bedeutung hat z. B. die seelische Verfassung des Organspenders. Denn unsere Befindlichkeit bzw. die Inhalte unseres Tuns, Redens, unserer Gedanken, Gefühle und Empfindungen, strahlen auch in die Zellen unseres Körpers und damit auch in die Organe ein und sie schlagen sich dort nieder. Und sie werden schließlich mit transplantiert. Da es für den Empfänger in jedem Fall wesensfremde Informationen sind, wehrt sich seine Seele immer verzweifelt gegen ein neues Organ, doch eben mit unterschiedlicher Intensität, je nach Situation.
 
Eine Rolle bei den Folgebelastungen spielt auch, ob die Seele des ehemaligen Organspenders im Jenseits noch sehr an seinem ehemaligen Körper bzw. seinen ehemaligen Organen hängt. Oder die Frage, wie empfindsam der Organempfänger ist. Oder welche Lebensziele er vor der Operation hatte. Dass die Fremdheit bzw. Wesensveränderung beim Organempfänger auch nur weniger oder angeblich nicht ausgeprägt sein kann, wie Bild am obigen Beispiel zeigen möchte, kann demnach im Einzelfall unterschiedliche Gründe haben, wobei es auch bei einer gewissen seelischen Nähe zwischen Spender und Empfänger oder Übereinstimmungen in der Art zu leben zu massivsten Belastungen in der Seele des Organempfängers kommt - auch wenn sich diese nicht unbedingt im restlichen irdischen Leben des Empfängers so deutlich äußern. Spätestens im Jenseits kommen sie zum Tragen.

Grundsätzlich: In welchem Ausmaß durch die neuen Organe die bisherige Gefühlsebene bzw. das bisherige Gewissen des Empfängers verändert bzw. blockiert ist, wird ja gar nicht erforscht, weil die Befürworter der Transplantationsmedizin an solchen Ergebnissen natürlich überhaupt nicht interessiert sind (Die Krankenkassen, welche für die horrenden Kosten und Folgekosten aufkommen müssen, könnten jedoch einmal eine solche Studie in Auftrag geben und deren Ergebnisse würden vielleicht viele Menschen zum Einlenken bewegen). Forschungsgelder fließen folglich nur in Projekte zur Förderung von Transplantationen. Auch interessiert die Befürworter nicht die Antwort auf die Frage, ob der Organempfänger für seine neue "Chance" überhaupt "Lebensprogramme" bzw. Lebensziele in seiner Seele trägt. Dass dies eventuell nicht so ist, zeigt sich z. B. an einer oft beobachteten Ziel- bzw. Orientierungslosigkeit bei Organempfängern, die allerdings meist nicht eingestanden wird. Das Beispiel des Läufers ist kein Widerspruch dazu. Denn es kommt immer wieder vor, dass mit den neuen Organen bisherige Zielsetzungen oder Lebenshaltungen einfach wieder aufgenommen bzw. fortgesetzt werden, die zuvor krankheitsbedingt aufgegeben werden mussten; vor allem, wenn diese auch zuvor ein entsprechendes Gewicht hatten. Und gerade auch dann, wenn die Informationen in den Zellen des neuen Organs hierzu nicht im Widerspruch stehen. Die negativen Wirkungen am eigenen Körper, die den Betroffenen zur tieferen Selbsterkenntenis führen könnten, werden durch eine Transplantation einfach zwischenzeitlich ausgeschaltet, das heißt, in die Seele zurück gedrängt, von wo aus sie früher oder später jedoch wieder aufbrechen.
 
Dabei ist es ja kein Zufall, dass die Seele das irdische Leben eines Menschen so führt und lenkt, dass er z. B. einen bestimmten Lebensstil krankheitshalber aufgeben muss. Oder dass er aufgrund der schwersten Krankheit zur Besinnung kommen muss und oft nur auf diese Weise zu seelischen Wurzeln der Krankheit findet. In diesem Zusammenhang ist dann eine andere wichtige und grundsätzliche Fragestellung von Bedeutung, die lautet: 
Versucht ein möglicher Organempfänger, den tieferen seelischen Wurzeln für die schwere Erkrankung überhaupt auf den Grund zu kommen oder steht für ihn einfach nur die mögliche irdische Verlängerung mit einem neuen Organ im Vordergrund (wobei auch noch eine offene Frage ist, wie diese Zeit dann gefüllt wird)? Wurde oder wird von ihm also versucht, zu einer "Ganzheitsheilung" zu kommen, indem man auch nach den seelischen Ursachen der schweren Krankheit fragt, diesen auf den Grund kommt und sie zu "bereinigen" versucht? Und werden dabei die Selbstheilungskräfte der eigenen Seele und des eigenen Körpers mobilisiert? Bzw. wird auch darüber nachgedacht, das näher rückende mögliche irdische Abschiednehmen auch als die Lernaufgabe für die Seele annehmen zu können, wenn es zuvor zu keiner Heilung oder Besserung der Krankheit kam? So haben es viele Menschen dankbar berichtet, die sich darauf eingelassen haben. Oder wird das Sterben nur einmal mehr verdrängt und zeitlich verschoben? (vgl. dazu auch Der Theologe Nr. 2 - Reinkarnation)  Und läuft der Mensch dann vielleicht mit dem neuen Organ noch einige Jahre wieder in seinen alten Bahnen? Oder es erfüllen sich sogar private oder berufliche Träume oder Wünsche, deren Nichterfüllung der Seele vielleicht geholfen hätten, eher zu ihrem "wahren Wesen" zu finden. Oder, um Gott, so wie der Betroffene an Ihn glaubt, näher zu kommen. Oder wird die Zeit mit dem Fremdorgan im Nachhinein sogar zu einer Zeit, in welcher der Mensch noch mehr falsch gemacht hatte als zuvor und sich Beziehungen gar verschlechtern.

Damit soll jedoch keine positive Erfahrung eines Betroffenen abgewertet werden. Und auch nicht das Gute, das ein Organempfänger in seinem Leben noch tun konnte oder kann. Allerdings glauben oft gerade Organempfänger, dadurch etwas Gutes zu tun, indem sie sich gesellschaftlich für Organspende einsetzen, damit auch anderen Menschen auf diese Weise "geholfen" werde. Damit laden sie ihrer Seele jedoch neue Belastungen auf, die sie irgendwann schmerzhaft abzutragen haben. Doch soll jemand, der in der Vergangenheit einer Organspende bei einem Angehörigen zugestimmt hatte oder heute selbst mit einem fremden Organ Probleme hat, nicht in Verzweiflung geführt werden.
Was kann er also tun?
Freie Christen glauben, dass man aus jeder Situation das Beste machen kann und dass einem Gott dabei hilft, den nächsten positiven Schritt zu finden und gehen zu können - natürlich auch mit einem fremden Organ. Und sie glauben, dass z. B. Vergeben und Um-Vergebung-Bitten auch über den Tod hinaus möglich sind, da die Verstorbenen ja nicht wirklich tot, sondern ihre Seelen unsterblich sind und deshalb weiterleben. Freie Christen glauben nicht, dass man nach dem Tod in den Himmel, in das Fegefeuer oder in eine ewige Hölle kommt, sondern dass gerechterweise jeder irgendwann das erntet, was er gesät hat. Und dass jeder früher oder später wieder glücklich werden kann, indem er seine Fehler erkennt und aufarbeitet - im Diesseits oder im Jenseits.




4.) Weitere Nachrichten

29.5. / 2.6.2007 - Niederlande: Fernsehzuschauer sollten durch Manipulation zur späteren Organspendern gemacht werden / Spanien: Gleich nach Herzstillstand werden Patienten ausgeweidet - Großer Fopp mit den Fernsehzuschauern in der Sendung Die große Spendershow, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen der Niederlande BNN am 1.6.2007 ausgestrahlt wurde: Die Zuschauer schlugen gegen Ende der Sendung per SMS vor, welcher von drei kranken Kandidaten die Niere einer todkranken Spenderin bekommen soll. Unmittelbar vor der Entscheidung der angeblichen Spenderin ließ der Sender dann seinen Schwindel auffliegen. Die Organspenderin sei nur eine Schauspielerin. Nur die Kandidaten seien echt, wären jedoch in die Show eingeweiht gewesen. Der niederländische Medienminister sprach darauf hin von einem "sagenhaften Trick" des Fernsehens (Spiegel online, 2.6.2007). Das Ziel des Fernsehsenders: Mehr Holländer zu Organspendern zu machen.

In diesem Zusammenhang beklagen auch andere Medien den "Mangel" an Organspendern. So gibt
es in
Deutschland z. B. nur 15,3 Organspender auf eine Million Einwohner, in Spanien dagegen 33,8 Spender (Abendzeitung Nürnberg, 29.5.2007). Dies ist verständlich wenn man weiß, wie schnell man in Spanien seine Organe los ist - ohne Einwilligung und gleich nach dem Herzstillstand. Lediglich ein Widerspruch darf nicht vorab vorliegen. Lesen Sie mehr zur Situation in Spanien (übrigens auch für Touristen) und dem angeblichen sicheren Todeszeichen des Herzstillstands.
 



13.11.2008 / 3.8.2009 - 13-Jähriges Mädchen wollte lieber sterben als eine
Herztransplantation
-
Z.B. http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-22130013&Ressort=pol&BNR=0

Besonders traurig: Der letzte Wunsch der 13-jährigen Hannah Jones aus Großbritannien, einmal nach Disneyland zu fliegen, scheiterte daran, dass ihr von allen Agenturen eine Reiseversicherung verweigert wurde. Das ist ein gutes Beispiel für die gesellschaftliche Doppelmoral: Für ein fremdes Herz hätte das Mädchen weltweite Unterstützung bekommen. Für ein womögliches baldiges Abschiednehmen aus der diesseitigen Welt in Liebe und Würde, bei dem man ihm zuvor noch einmal einen großen Wunsch erfüllt, verschlossen sich anscheinend die Herzen (vgl. dazu auch das Beispiel 2.11.).
Schlimm auch die Erfahrung der Eltern:
Ihr Vater findet es "empörend, dass die Leute im Gesundheitsdienst dachten, wir wollten nicht das Beste für unsere Tochter" (zit. nach Passauer Neue Presse, siehe Link oben, 13.11.2008).
Die Ärzte gaben ihr eine Lebenserwartung von maximal sechs Monaten, die sie bereits um zwei Monate überschritten hatte, als ihre Nieren im Juli 2009 versagten. Doch aufgrund der Gefährdung ihres Herzens bekam sie keine Dialyse. In dieser Situation entschied sie sich dann doch für ein neues Herz, das offenbar sofort bereit stand. Dies hätte "mehr Vorteile" als in dem vorherigen Zustand zu bleiben, so Hannah Jones (Die Welt, 29.7.2009).
 



9.1.2009 - Organspender fordert vom Organempfänger Niere zurück - Bei einem Scheidungsverfahren in einem Vorort von New York geht es unter anderem um eine Niere: Als die Frau schwer krank war, wurde sie offenbar durch eine Spenderniere des Ehemannes gerettet. Der Mann ließ sich für seine Frau eine seiner beiden Nieren heraus operieren, die der Frau transplantiert wurde. Die Frau wurde wieder gesund, ging später fremd und reichte die Scheidung an. Nun will der Ehemann seine Niere zurück oder 1,5 Millionen Dollar als "symbolischen Ausgleich" für das verlorene Organ. Der Prozess dauert an (Spiegel online, 9.1.2009).
 



2.2.2009 - Herzempfänger geht wieder "gern zum Jagen" - Die doppelte verhängnisvolle Irreführung der Kirche - Die Kirche erklärt Organtransplantationen als "Akte der Nächstenliebe" und macht sich unsäglich schuldig an allen oben aufgezeigten seelischen Leiden und weit reichenden negativen Folgen, auch weit über den Tod hinaus. Und die Kirche führt die Menschen auch hinsichtlich des 5. Gebotes "Du sollst nicht töten" in die Irre. Es gilt nämlich auch gegenüber Tieren. Und jeder Mensch, der Tieren Leid zufügt, wird nach dem Gesetz von Saat und Ernte (Bibel, Galater 6, 7) auch diese Saat ernten. So wird also auch ein Jäger früher oder später zum Gejagten (vgl. hier), der das Leid der von ihm gejagten, verwundeten und getöteten Tiere einst am eigenen Seelenleib verspürt. Völlig anders die Kirche, die das Töten Tieren, auch durch Jagen und Jagd-Sport, erlaubt.
Die Apotheken-Umschau berichtet in diesem Zusammenhang von Max Mohr, einem 16-jährigen Jungen, der ein fremdes Herz erhielt. Dadurch kann er auch wieder jagen (Nr. 10/2008). Damit belastet er jedoch auch seine Seele weiter.
Allgemein gesprochen: Eines Tages wird das Entsetzen im Jenseits für viele groß sein über die Lügen und Irreführungen der Kirche, was für die Verführten unsägliches Leid bedeutet.
 



30.10.2009 -
Priester darf nicht mehr "Seelsorger" sein, weil er vor Organspende warnt / Katholisch-theologische Problematik: Bei welchem Verstorbenen steht das transplantierte Organ bei der "Auferstehung des Fleisches" wieder auf? - Pfarrer Andreas Hirsch (40) aus Violau bei Augsburg sprach im Pfarrbrief vom 10.10.2009 Klartext. Er befürworte zwar das freiwillige Spenden einer von zwei gesunden Nieren, nicht jedoch die Organentnahme an Sterbenden. Wörtlich schrieb Pfarrer Andreas Hirsch: "Der Körper des Spenders reagiert mit Bewegung, Grimassen und windet sich, soweit dem Spender nicht vorher ein Betäubungsmittel gegeben wurde. Doch selbst wenn ein Betäubungsmittel verabreicht wurde, erhöhen sich dennoch Blutdruck und Herzfrequenz. Das Herz schlägt weiter, bis der Transplantationschirurg es stoppt. Damit tötet der Arzt diesen Menschen direkt und entspricht so nicht Gottes Gebot ..." (zit. nach tz, 28.10.2009).
Darauf hin ließ der bekannte Bischof Walter Mixa "sofort richtig stellen, dass Hirschs Meinung nicht der katholischen Lehre entspreche. Außerdem wurde der Priester aufgefordert, im nächsten Pfarrbrief dies richtig zu stellen. Doch Hirsch weigerte sich - und reichte stattdessen seinen Rücktritt ein".

Dabei hat die römisch-katholische Kirche aufgrund der Organspende auch ein neues theologisches Problem. Erst am 1.11.2009 betete der Papst wieder:
"In diesen Vatikanischen Grotten vertrauen wir der Barmherzigkeit des Vaters alle an, die hier ihr Grab haben und auf die Auferstehung des Fleisches warten" (http://www.kath-kirche.at/content/site/home/article/43922.html). Bei welchem Toten würde nun nach katholischer Lehre aber ein transplantiertes Organ bei der "Auferstehung des Fleisches" auferstehen? Man könnte denken, bei dem ursprünglichen Besitzer. Doch diesem wurde es ja unwiderruflich entnommen, und es ging ja ohne Wenn und Aber in das Eigentum des späteren Besitzers über (vgl. dazu den Artikel Zwei Seelen kämpfen um einen Körper). Eine offizielle Antwort aus Rom liegt noch nicht vor.

In Violau kam Pfarrer Andreas Hirsch mit seinem Rücktritt derweil seiner Suspendierung zuvor, denn der Pressesprecher des Bischofs Walter Mixa, Christoph Goldt, erklärte: "Wer nicht auf der Plattform des katholischen Glaubens handelt, kann im Bistum nicht als Seelsorger tätig sein." Und: "Die Trennung von Pfarrer Hirsch sei freilich auch ein Signal an alle Gläubigen der katholischen Kirche. ´Diese müssen sich sicher sein, dass unsere Priester den Standpunkt der katholischen Kirche klar vertreten`" (Wertinger Zeitung, 26.10.2009). Der Priester konterte, und die tz schreibt: "Er habe nicht vor, es den Menschen recht zu machen, seine Richtschnur sei einzig der Wille Gottes."
 
Würden alle Priester so denken, müssten sie allesamt ihr Amt niederlegen, denn auch sonst entspricht die katholische Lehre nicht dem Willen Gottes (siehe Der Theologen Nr. 25). Pfarrer Andreas Hirsch bleibt allerdings weiter im kirchlichen Netz und hat sich in die Obhut der Petrusbruderschaft begeben.
 



29.12.2009 - Evangelisch-lutherischer Transplantationsmediziner ist Präsident des zweiten Ökumenischen Kirchentags in München - Der Transplantations-Mediziner Dr.med. Dr.phil. Eckhard Nagel aus Bayreuth ist evangelischer Präsident des Zweiten Ökumenischen Kirchentags (ÖKT) vom 12.-16.5.2010 in München. Die evangelische Kirche lehnt das Urwissen der Menschen von der Unsterblichkeit der Seele ab und behauptet stattdessen einen Komplett-Tod mit späterer Neu-Auferweckung durch "Gott". Folglich will sie von den hier dargelegten furchtbaren Leiden von Organspendern nichts wissen, und sie ignoriert auch die manchmal unsäglichen seelischen Leiden von Organempfängern (von deren Weiterleben im Jenseits noch gar nicht gesprochen, wenn die durch Fremdorgane im Diesseits manipulierte Seele dort leidet und sich nicht mehr zurecht findet).
Die Meinungsführer der Evangelischen Theologie verleihen Dr.Dr. Eckhard Nagel am 27.1.2010 zudem die Ehrendoktorwürde der Theologie: "Die Akzentuierung reflektierter Glaubensverantwortung in der Gesellschaft - besonders in vielen schwierigen Fragen des Medizin-Systems - motivierte unsere Entscheidung, Prof. Nagel die Ehrendoktorwürde zu verleihen", erklärte Prof. Dr. Peter Dabrock, Dekan des Fachbereichs Evangelische Theologie der Universität in Marburg (Pressemeldung der Philipps-Universität Marburg, 9.10.2009).
Auch mehrere Schicksalsschläge konnten den Transplantations-Chirurgen nicht von seiner verhängnisvollen Karriere abhalten (http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2005/05/23/a0211).

PS: Organtransplantationen gelten in unserer Gesellschaft als Fortschritt der Medizin. Und für den Fortschritt der Medizin gelten - ganz allgemein - auch Tierversuche sogar als notwendig, wenn die Ergebnisse angeblich dem Wohl des Menschen dienen. Das lehrt auch die Kirche. Zu dieser Art des medizinischen "Fortschritt" vgl. jedoch auch die Geschichte "Nachruhm" von Manfred Kyber.
 



29.8.2010 - Nach Frank-Walter Steinmeiers (SPD) Nierenspende an seine Lebensgefährtin Elke Büdenbender: CDU und CSU fordern Änderung des Organtransplantations-Gesetzes: Jedem Menschen sollen Organe entnommen werden können, wenn er zuvor nicht ausdrücklich widersprochen hat - Den Bürgern Deutschlands droht eine Gesetzesänderung mit den furchtbaren Folgen, über die wir in dieser Ausgabe des Theologen informiert haben. "
Es sei nachdenkenswert, das System so zu ändern, dass künftig jedem Hirntoten Organe entnommen werden dürfen, der dem Eingriff zu Lebzeiten nicht widersprochen hat, sagten mehrere Experten der Unionsfraktion der ´Welt am Sonntag`" (bild.de, 29.8.2010). Dies nennt man "Widerspruchslösung". Genannt werden unter anderem der römisch-katholische Politiker Wolfgang Zöller (CSU) und der evangelisch-lutherische Politiker Rolf Koschorrek (CDU). Die Hauptschuld an der Desinformation tragen die Institutionen Kirche, welche die Menschen auch hier auf brutale Weise in die Irre führen (siehe z. B. die Päpste oder die deutschen Kirchenführer).
 




5.) Weitere Links und Literaturhinweise

Verein kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO e.V. - http://www.initiative-kao.de/Impressum.htm

Roberto Rotondo, Dipl.-Psychologe und ehemaliger Krankenpfleger in der Intensivmedizin, Sachverständiger und Buchautor zum Thema "Organtransplantation"
http://www.transplantation-information.de/

Anmerkung
: Es besteht keine Verbindung zu den Betreibern dieser beiden Seiten. Wir finden es jedoch gut, wie auch dort sehr wichtige Informationen an die Bevölkerung weitergegeben werden.


Renate Greinert, Unversehrt sterben, Der Kampf einer Mutter, München 2008
http://www.das-wort.com/deutsch/zeitkritisches/unversehrt-sterben.php

Ilse Gutjahr, Mathias Jung, Sterben auf Bestellung, Fakten zur Organentnahme, Lahnstein 1997
http://www.das-wort.com/deutsch/zeitkritisches/sterben-auf-bestellung.php

 



 

Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 17: Die verschwiegenen Leiden von Organspender und Organempfänger, Wertheim 2005, zit. nach http://www.theologe.de/theologe17.htm, Fassung vom 29.8.2010


 


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