Der Theologe Nr. 79, aktualisiert am 23.8.2022
Im Herbst 1998 hörten eine Woche lang in einem Zelt in
Deutschland etwa 10.000 Menschen auf
die Lehren des Dalai Lama über Tibetanischen Buddhismus. Das
Motto des Treffens in der Lüneburger Heide lautete:
"Buddhas Weg ins Glück".
"Warum suchen jetzt so viele woanders?" fragten
schon damals besorgte Kirchenmänner. Das Interesse am Buddhismus ist in der
westlichen Welt weiterhin sehr groß.
Der Dalai
Lama spricht viele Menschen an. Wem dient der Mönch aus Tibet?
Was der Mann aus Tibet im Jahr 1998 öffentlich sagte, hatte er zuvor unzählige Male in seinen Schriften und Vorträgen dargelegt. Er gibt Schulungen im so genannten "Lamrim", dem Stufenweg zur "Erleuchtung", eine Art Grundkurs in Buddhismus. Viele Menschen waren angetan von der Herzlichkeit des Mannes, seinem Humor, von seinem Eintreten für die Menschenrechte. Gewaltlosigkeit und Toleranz, gepaart mit einem Schuss Exotik, das hat auf viele westliche Sinnsucher eine faszinierende Ausstrahlung. Für manche ist er gar eine Art "Verkörperung von Liebe und Mitgefühl" oder "ein gelebtes Symbol, Frieden in die Welt zu bringen".
Der Dalai Lama verfolgt dabei offensichtlich zwei Ziele. Zum einen will er den Tibetanischen Buddhismus im Westen verbreiten. Zum anderen arbeitet das weltliche Oberhaupt der Tibeter aus dem Exil für die politische Befreiung von Tibet von chinesischer Vorherrschaft. Der Bauernsohn aus dem Himalaja sagt, er wolle nicht missionieren. Er riet vor mittlerweile schon 20 Jahren [2018] den Zuhörern, ihrer Religion treu zu bleiben: "Ich glaube, es ist sehr wichtig, der eigenen Religion, den eigenen Werten treu zu bleiben. Mit einem Wechsel sollten die Christen sehr vorsichtig sein."
Wer war Buddha?
Buddha wurde im 6. Jahrhundert vor Christus in
Indien im
Grenzgebiet zum heutigen Nepal als Sohn des regierenden Fürsten geboren.
|
Damit kam er einer Tendenz innerhalb des kirchlichen Christentums entgegen. Immer mehr Pfarrer und Kirchenangestellte öffnen sich für Buddhismus und östliche Techniken, möchten aber evangelische oder katholische Amtsträger oder Gläubige bleiben. Sie sprechen vom "interreligiösen" Dialog, lassen sich in östlicher Meditation schulen und probieren Mantren aus, was letztlich ein Zeichen für den geistigen Tod ihres Christentums ist. So klagen auch immer mehr Bischöfe: "Bei uns ist niemand mehr in der Beichte." Es stellt sich deshalb die Frage, ob der "Ozean der Weisheit", wie der Dalai Lama auch genannt wird, womöglich auf lange Sicht das spirituell tote Christentum beerben will, indem er ihm buddhistische Spiritualität einflößt?
Meditation in der evangelischen Kirche:
Immer mehr östliche Techniken
ziehen in die Kirchen ein
Das Kirchenchristentum selbst hat die "Einladung" geschaffen, in ihr von Geistigkeit entleertes Haus einzuziehen. Man denke nur an die kirchliche Leugnung des Gesetzes von Saat und Ernte einschließlich der Reinkarnation, von denen immer mehr Menschen spüren, dass es Aspekte der Wahrheit sind. Zudem ist der Buddhismus in mancher Hinsicht ethisch höher stehend als das kirchliche Christentum, das sich nicht nur weit von Jesus von Nazareth entfernt hat, sondern mehr oder weniger zum Gegenteil seiner Lehre mutiert ist. Das Mitgefühl mit allen Lebewesen, das Gebot, weder Menschen noch Tiere zu töten, und die Ethik der Gewaltlosigkeit – all das lehrten sowohl Buddha als auch Jesus von Nazareth, nicht aber die Kirche. Allerdings hat sich der Buddhismus teilweise auch von Buddha entfernt, so etwa in dem Personenkult um seine religiösen Führer.
Auch der Mönch aus Tibet sitzt bei seinen Schulungen auf einem Thron. Nicht nur seine Anhänger reden ihn mit "Seine Heiligkeit" an, auch Andersgläubige, viele Politiker und selbst kirchliche Obrigkeiten. Sogar "Gottkönig" lässt er sich nennen, weshalb manche schon vom "Papst des Ostens" sprechen. Vor ihm und dem römischen Papst verneigen sich die Gläubigen. Während die kirchlichen Sektenbeauftragten immer wieder vor neuen "Gurus" warnten, halten sie beim Dalai Lama still. Warum wohl? Sogar beim zu einem großen Teil vom Staat finanzierten Evangelischen Kirchentag 1997 in Leipzig konnte der Mann aus Tibet die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Buddha selbst wies auf Christus hin. Denn zu seinem Schüler Ananda sagte er: "Fünfhundert Jahre, Ananda, fünfhundert Jahre wird die Lehre der
Wahrheit bestehen. Dann schwindet der Glaube, bis ein neuer Buddha erscheint, und abermals
das Rad der Lehre in Bewegung setzt." Die Lehre Buddhas, wie sie im
5. und 6. Jahrhundert vor Christus gegeben wurde, wären demnach
– wie in allen Weltreligionen – Teile der ewigen Wahrheit
enthalten. Seit
Jesus von Nazareth gehöre sie in diesem Sinne aber der Vergangenheit
an, da Christus in
diesem Sinne der neue Buddha wäre.
Jesus von Nazareth kam und brachte
keine äußere Religion, sondern er ist der Freie Geist, und man
könnte allenfalls von einer "Inneren Religion" sprechen oder der
"Religion der
selbstlosen Liebe". Er wurde von den meisten Menschen nicht angenommen und schließlich sogar getötet.
Für die irdischen Augen unsichtbar war, was dann während seines
Sterbens am Kreuz geschah und was auch in unserer Zeit wieder
durch Prophetie offenbart wurde: Er übertrug allen Menschen
einen Teil seines geistigen Erbes, den
Erlöserfunken.
Allerdings hätte er dafür nicht furchtbar leiden und gewaltsam
sterben müssen, wie es die Institutionen Kirche behaupten.
Im
Urchristentum kennt man seither auch den "Inneren Christus" und
den "Kosmischen Christus", was besagt: Jeder Mensch trägt den
Christus-Erlöserfunken in seiner Seele. Und: Christus ist zwar
als Kind gegenüber dem Vater-Mutter-Gott keine Person einer
kirchlichen Dreieinigkeit Gottes, die es gar nicht gibt. Doch er
ist als "Mitregent der Schöpfung" – wie der
Vater-Mutter-Gott – in der Schöpfung
"allgegenwärtig", weshalb es auch möglich ist, zu ihm, also zu
Christus, zu beten. Das Gebet ist jedoch ein Gebet nach Innen.
Und es bedarf dazu keines irdischen Meisters mehr, weil eben Christus in jedem von uns der innere Meister ist.
In unserer Zeit hat Christus selbst, der Geist der Wahrheit,
durch Gabriele, der Prophetin Gottes in unserer mächtigen Zeitenwende,
dieses Wissen um das Fallgeschehen auf der Erde und um die
Erlösung offenbart. So hatte er es einst als Jesus von Nazareth
angekündigt. Auch der
vollständige Weg zurück zu Gott-Vater, dem Vater-Mutter-Gott, ein siebenstufigen Pfad,
Innerer Weg genannt, ist offenbart und in den
wichtigsten Weltsprachen zugänglich (in Deutsch siehe unter
gabriele-verlag.de)
Buddha war gegen einen Kult um seine Person
Buddha selbst sah, dass seine Schüler in Gefahr standen,
sich auf ihn statt auf seine Lehre auszurichten. |
Durch Prophetie
offenbartes Wissen
|
Zudecken oder bereinigen?Der klassische Christusweg oder das Mantra?Östliche Wege sind
meist
Wege der Übung, Wege der Versenkung, Wege über Mantren. Es wird von
Meditation, von Ruhe und Stille gesprochen. |
Die Lehre des Buddha |
Die Lehre des Jesus |
Christus in dem Werk
"Das ist Mein Wort"
|
Kein Töten von Lebewesen |
Du
sollst nicht töten |
|
Kein Nehmen fremden Eigentums |
Du
sollst nicht stehlen |
|
|
Du
sollst nicht ehebrechen |
Treulosigkeit ist gegen die selbstlose Liebe |
|
Du
sollst nicht falsch Zeugnis geben |
Wer
lügt, der belügt sich auch selbst |
Hinterbringen ist karmisch unheilsam |
|
Versöhne dich mit deinem Nächsten |
|
Zügle deine Rede |
Hütet euch vor eurer eigenen Zunge |
Leeres Geschwätz ist karmisch unheilsam |
Rechenschaft für jedes unnütze Wort |
|
Habgier ist karmisch unheilsam |
Sammelt euch nicht Schätze |
|
Übelwollen ist karmisch unheilsam |
Liebet eure Feinde |
|
Üble Ansicht ist karmisch unheilsam |
|
Wer
über andere negativ spricht, kennt sich selbst nicht |
|
Startseite mit
Inhaltsverzeichnis
Impressum
E-Mail an info@theologe.de
Datenschutzerklärung
|