Wie kam es zum Krieg Russland-Ukraine?
Eskalierender West-Ost-Konflikt seit 2008

Der Theologe Nr. 115, aktualisiert am 30.6.2022



US-Politiker zum Kriegsausbruch 2022:

"Der heutige Ausbruch eines heißen Krieges in der Ukraine [2022] würde absolut nicht stattfinden, wenn es nicht im Februar 2014 zu einem gewaltsamen Staatsstreich gekommen wäre, durch den der demokratisch gewählte prorussische Präsident der Ukraine gestürzt wurde; und dieser Staatsstreich wurde von in Washington ansässigen Neokonservativen, Wichtigtuern und Waffenhändlern finanziert, organisiert und choreografiert ..."
David Stockmann, ehemaliger Kongressabgeordneter und Direktor des Amtes für Verwaltung und Haushalt unter der Regierung Reagan 1981-1989, zit. nach Rainer Werning, nachdenkseiten.de, 2.3.2022

Worte des Jesus von Nazareth an Seine Gegner:

"Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Begierden wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge." Bibel, Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 44

Aus einer in den USA entstandenen "Musterrede" für den "Dritten Weltkrieg":

"Wir wissen alle: Die Gefahren, die uns drohen, sind viel größer als jemals zuvor in unserer langen Geschichte ... Aber welche Schrecken auch immer auf uns warten: Die Eigenschaften, die ... unsere Freiheit gerettet haben, werden einmal mehr unsere Stärke sein ... Der Wahnsinn des Krieges verbreitet sich erneut in der Welt, und unser tapferes Land muss sich erneut darauf vorbereiten, trotz aller Widrigkeiten zu überleben. Wir beten kontinuierlich für ... die Sicherheit aller Männer und Frauen, die in der Heimat oder im Ausland im Einsatz sind." Die ganze Rede im Original unter washingtonpost.com, 30.8.2013


Aktuelle Nachrichten zum Russland-Ukraine Krieg lesen Sie
hier

Die Interessen und Ziele des Vatikan im Ukraine-Krieg - siehe hier
 


2008
4.6.2008 - Beispiellose Aufrüstung der USA: 5 % der Weltbevölkerung und 68 % der Weltrüstungsausgaben / Auch andere Länder rüsten auf - 68 % der Weltrüstungsausgaben entfallen auf die USA, einschließlich der Kosten für die Kriege im Irak und Afghanistan. Doch auch die anderen Länder rüsten beispiellos hoch - von 2002 bis 2006 ist weltweit eine Steigerung von 30 % erzielt worden. Erstmals wurde die Billionen-Grenze pro Jahr überschritten (focus.de) (vgl. auch unsere Meldung hier). Mit 30 Milliarden Dollar könnte man das Welthungerproblem lösen. Doch die Mächtigen dieser Welt rücken diese verhältnismäßig kleine Summe nicht heraus. Stattdessen verwenden sie ungeniert 1.200 Milliarden = 1,2 Billionen, also das 40-fache, für immer teurere und bessere Waffen (spiegel.de). Dieser Wahnsinn lässt sich auf Dauer nicht fortsetzen. Und wer daran beteiligt ist, sollte sich zumindest klar von Jesus von Nazareth distanzieren. Denn Jesus von Nazareth sagte einst z. B.: "Was ihr den Geringsten meiner Brüder und Schwestern nicht getan habt, das habt ihr mir nicht getan." Die Zeituhr tickt.



12.8. / 17.9. 2008 / 15.11.2015 - Georgien: Nationalflagge entspricht der Kreuzfahrerfahne von 1099 - Ein interessantes Detail zum Krieg auf dem Kaukasus: Die jetzige georgische Regierung unter Präsident Michail Saakaschwili und das Parlament entschieden sich am 14.1.2004 für eine neue Staatsflagge. Es ist die alte mittelalterliche Kreuzzugsfahne, bekannt geworden vor allem im 1. Kreuzzug. Die abendländischen katholischen Kreuzfahrer unter Gottfried von Boullion (Bild rechts) richteten im Zeichen dieser Fahne im Jahr 1099 z. B. ein grässliches Blutbad unter den Moslems in Jerusalem an. Man nennt die Fahne im Zusammenhang ihrer Verwendung durch die Kreuzfahrer deshalb auch "Jerusalemkreuz" (ein großes Kreuz in der Mitte und vier kleine an den Seiten, angeblich ein Symbol für die fünf Wunden von Jesus). Verständlich, dass der frühere georgische Präsident Eduard Schewardnadse die Einführung dieser Flagge einst ablehnte - er fürchtete eine negative Reaktion der nichtkirchlichen Bevölkerung Georgiens. Die georgische Nationalfahne ist auch farblich nahezu identisch mit dem Kreuz des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. (wapedia.mobi/de/Jerusalemkreuz)
Doch es ist nicht die einzige "Fahnenpolitik" der georgischen Regierung. In seiner Fernsehansprache zur Rechtfertigung des Angriffs Georgiens auf die mit Russland sympathisierende Region Süd-Ossetien (in der Nacht zum 7.8.2008) saß Präsident Michail Saakaschwili sowohl vor einer georgischen Fahne als auch vor einer Fahne der Europäischen Gemeinschaft, obwohl Georgien gar kein Mitglied der EU ist. Von einem Protest der EU ist jedoch nichts bekannt geworden. Und: Merken die westeuropäischen Politiker eigentlich nichts? Oder ziehen sie mit? Und bei einem ARD-Tagesthemen-Interview am 16.9.2008 baute Saakaschwili dann gleich fünf Fahnen (!) hinter sich auf: Drei georgische "Kreuzzugsfahnen" und zwei Fahnen der Europäischen Union jeweils zwischen den georgischen Fahnen.
Interessant auch, dass das israelische Militär die georgischen Truppen offenbar in nicht unwesentlichem Umfang trainiert - neben Militärberatern aus den USA in Georgien. So verkündete der georgische Minister Temur Yakobashvili stolz, dass im Zusammenhang dieser Ausbildung ("due to this training") "eine kleine Gruppe georgischer Soldaten in der Lage war, eine ganze russische Militär-Division auszulöschen" ("wipe out") (haaretz.com/hasen/spages/1010187.html).
Und während in der georgischen Hauptstadt Tiflis bei einer Kundgebung am 12.8.2008 die Fahnen zu Hunderten geschwenkt wurden (ein gespenstisches Szenario, da es eben die alte Kreuzzugs-Fahne ist), hat die Regierung Georgiens die NATO zur militärischen Hilfe bzw. zum militärischen Wiederaufbau aufgefordert. Hier wird mit dem Schicksal von Millionen Menschen gezündelt. Und mit dem gekreuzigten Christus haben die Kreuze auf der georgischen Fahne in Wirklichkeit nicht das Geringste zu tun, es sei denn, man deutet sie als erneute Verhöhnung und Kreuzigung des Mannes aus Nazareth.
 PS: Besonders prekär ist auch, dass die Georgier mit ihrer "Kreuzzugs"-Fahne hinter den Amerikanern und den Briten des drittgrößten Soldaten-Kontingent im Irak stellten. Bis 2008 waren ca. 2000-2500 georgische Soldaten im Irak, einem arabischen Land mit zum allergrößten Teil moslemischer Bevölkerung, stationiert.
 



13.8. / 23.9.2008 / 3.3.2014 -
Neue Kriegsgelüste: Georgischer Präsident trennt Russland von Europa ab: "Grenze zwischen Gut und Böse" / Zieht Regierung in Georgien den ganzen Westen in Krieg hinein? - Der georgische Präsident und Freund von US-Präsident George W. Bush, Michail Saakaschwili, lässt sich vor 50.000 Landsleuten in Tiflis feiern. Dabei schwenken sie die alte mittelalterliche Kreuzzugsfahne, die seit 2004 fast identisch auch Nationalfahne Georgiens wurde. Unter dieser Flagge und mit dem Ruf "Deus vult" (= "Gott will es") (und auch mit dem angeblichen Schutz des Kirchenheiligen Georg) zogen früher die Kreuzfahrer in grausame Kriege. Und der kriegerische Präsident Saakaschwili spricht heute offen aus, was viele politische Analytiker ohnehin befürchteten: Sein Land sei ein "Vorposten im Kampf gegen Russland". Georgien sei die "Grenze zwischen Gut und Böse". Und: "Heute stehen wir an vorderster Front zwischen Europa und Russland" (Spiegel online, 13.8.2008). Und weiter: "Wir werden siegen."
Hier wird Europa zunächst zweigeteilt in den "bösen" europäischen Teil Russlands und den "guten" Rest Europas, und es wird eine neue erschreckende und gespenstische Kriegsfront in Europa eröffnet. Und die anderen westlichen Politiker lassen sich solche Reden nicht nur gefallen. Sie unterstützen diese Demagogie auch noch, wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Die Regierung Georgiens hatte in der Nacht vom 7.8. auf den 8.8.2008 parallel zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking den Krieg mit dem Angriff auf die südossetische Hauptstadt Zchinwali und weitere Städte und Dörfer begonnen, nachdem zuvor Georgier offenbar von Osseten angegriffen worden seien. Dabei wurden die Menschen in Zchinwali vielfach im Schlaf von der georgischen Armee "totgebombt" (siehe dazu z. B. den Bericht in spiegel.de). Und dabei wurden offenbar gleich zu Beginn auch Soldaten der russischen Friedenstruppe, die an der Grenze stationiert waren, getötet. Und zu diesem Anlass hatte der georgische Staatschef sogar dreist vor einer Fahne der Europäischen Union gesprochen. Und ein georgischer Minister prahlte sogar damit, dass die Georgier sogar eine ganze russische Division ausgelöscht hätten.
Doch dahinter steckten möglicherweise gezielte so genannte "geostrategische" Attacken. "2008 war es dem georgischen Präsidenten Saakaschwili nicht gelungen, den Roki-Tunnel und damit den militärischen Zugang nach Transkaukasien zu versperren," schreibt taz.de einige Jahre später (3.3.2014). Der Tunnel ist die einzige Verbindung von Russland nach Ossetien.

Wie hätten die USA wohl in einer vergleichbaren Situation reagiert? (Zur Erinnerung: Auf den Anschlag auf das World Trade Center am 11.9.2001, dessen Umstände bis heute umstritten sind, folgte der Angriff auf Afghanistan, der Sturz der dortigen Taliban-Regierung und der Beginn des seither anhaltenden so genannten "Krieges gegen den Terror" mit unzähligen zivilen Opfern und immer mehr Chaos weltweit.)

Westlich orientierte Politiker in der Ukraine unterstützen Georgien

Abchasien und Süd-Ossetien traten nie dem Staat Georgien bei

Kirche in Georgien

Die Provokationen nach dem Krieg

Michail Saakaschwili als Student und Doktorand in den USA

Autoritäres Regime schickte Soldaten in den Irak

Die Bevölkerung im Kriegsgebiet

Deutschland riskiert neuen Krieg gegen Russland

Westlich orientierte Politiker in der Ukraine feiern militärische Auseinandersetzung zwischen Georgien und Russland

Dann schlug das russische Militär zurück und beendete den Krieg nach wenigen Tagen. Jetzt lässt sich die georgische Regierung nach der militärischen Niederlage feiern und gießt gleichzeitig neues Öl in das Kriegsfeuer, während man in Russland einen Tag der Staatstrauer angeordnet hat. Und auch Regierungsvertreter von Polen (die sich in der EU zuletzt mehrfach quer stellten) und der Ukraine feierten jetzt mit (vgl. dazu den späteren Ausbruch der Konflikte in der Ukraine 2013/2014), während man in den USA Sanktionen gegen Russland diskutiert. Die USA hatten zuvor eigens georgische Soldaten aus dem Irak ausgeflogen, damit diese am Kaukasus gegen Russland kämpfen können. Doch die pro-westliche Regierung Georgiens hatte noch weit mehr militärische Hilfe von den USA erwartet. Noch 2005 wurde George W. Bush in Tiflis von 150.000 begeisterten Georgiern mit "Bushi! Bushi!"-Rufen und unter dem Wehen zahlloser "Kreuzzugsfahnen" (siehe oben) begeistert gefeiert, und George W. Bush kündigte damals im Bad der begeisterten Menge den "Beistand" der USA für Georgien im Pulverfass Kaukasus an.
Und durch sein von den USA massiv unterstütztes Drängen nach EU- und NATO-Mitgliedschaft versucht Georgien nun, den ganzen Westen in seine Bekämpfung Russlands hinein zu ziehen. Bzw. es ist auch umgekehrt: Teile des Westens versuchen, Georgien für eigene militärstrategische Absichten zu benutzen (vgl. dazu Rolf Hochhuth, "NATO im Osten? Das gibt Krieg" in Die Zeit Nr. 23/1998; zeit.de). Und was tun die westeuropäischen Politiker, wenn ihnen ein faires Miteinander am Herzen liegt, das letztlich auch zum Wohl der Bevölkerungen führen würde?

Abchasien und Süd-Ossetien traten nie dem Staat Georgien bei

Die Unabhängigkeitserklärungen der Provinzen Abchasien und Süd-Ossetien von Georgien (erstmals 1990 in Südossetien und 1992 in Abchasien) werden von Georgien genauso abgelehnt (und damals schon jeweils mit Krieg beantwortet) wie die nachfolgenden Volksbegehren 1992 und 2006. So wollten 1992 z. B. über 90 % der Bevölkerung Süd-Ossetiens schließlich den Anschluss an Russland und dort die Vereinigung mit Nord-Ossetien, doch Georgien reagierte auch darauf wieder mit Krieg. Es gab schon Anfang der 90er-Jahre Tausende von Toten und z. B. ca. 200.000 Georgier, die nach dem Angriff Georgiens auf Abchasien aus Abchasien in Richtung georgisches Kernland fliehen mussten. Umgekehrt waren es in Süd-Ossetien vor allem ca. 100.000 Osseten, die vor der georgischen Armee nach Russland flohen, während ca. 20.000 Georgier von Ossetien Richtung Georgien flohen. Die Provinzen wurden unter dem Georgier Josef Stalin einst verwaltungsmäßig als autonome (!) Regionen der Sozialistischen Sowjetrepublik Georgien zugeschlagen, was der US-Präsident heute "territoriale Integrität" Georgiens nennt. Dabei waren Süd-Ossetien und Abchasien nie Teil Georgiens. Spiegel online schreibt am 26.8.2008: "Denn als sich die Sowjetunion auflöste, entstanden auf dem Gebiet der früheren georgischen Sowjetrepublik faktisch drei Staaten: Die Republiken Südossetien und Abchasien und das neue Georgien, dem es gelang, in den von Stalin gezogenen Grenzen der Sowjetrepublik Mitglied der Vereinten Nationen zu werden." Dadurch trennt seit 1992 "eine Staatsgrenze [Nord- und Süd-Ossetien und damit] Brüder, Schwestern, Eltern und Kinder". Doch faktisch sind weder Abchasien noch Süd-Ossetien Georgien jemals beigetreten. Das wird jedoch von der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und anderen westlichen Länder jedoch nicht respektiert und sogar zum Anlass genommen, ein neues furchtbares Weltkriegs-Szenario in Europa aufzubauen.
Allgemein gesprochen steckt hinter den Grenzkonflikten das "satanische" geistige Prinzip "Trenne, binde und herrsche". Positiv wäre demgegenüber ein "Verbinde und sei" und eine Diplomatie, die sich an dem freien Willen der dort lebenden Menschen orientiert und an der Goldenen Regel des Jesus von Nazareth in der Bergpredigt: "Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihr ihnen auch" bzw. "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg´ auch keinem anderen zu." Doch der "scheinchristliche" Westen hat damit nichts mehr im Sinn. Und mit den "Scheinchristlichen" auf der anderen Seite sieht es wohl nicht viel besser aus.

Nach dem ersten von Georgien 1992 begonnenen Krieg folgte im selben Jahr allerdings zunächst ein Waffenstillstand, und Spiegel online schreibt darüber am 26.8.2008 weiter. Er "brachte auf georgischen und ossetischen Wunsch russische Friedenstruppen ins Land. Die Waffenruhe hielt rund zwölf Jahre, bis Micheil Saakaschwili kam. Kaum war der Mann im Januar 2004 mit verdächtigen 96 Prozent und dem Wohlwollen Washingtons gewählt, folgten hitzigen Reden gegen ´kriminelle Separatisten` bald scharfe Schüsse. Ein erster Sturmangriff georgischer Truppen auf Südossetien scheiterte im August 2004 am ossetischen Widerstand und auch daran, dass die USA, anders als jetzt, den Hasardeur Saakaschwili stoppten" (spiegel.de). Die aktuelle Entwicklung ist bekannt, wozu auch die Unterstützung des Saakaschwili-Regimes durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der CDU/CSU/SPD-Bundesregierung gehört.

PS
: Im georgischen Gori, der Geburtsstadt Stalins, wird der Diktator und "Menschenschlächter" heute immer noch mit einer Säule in der Stadtmitte geehrte. Die Abchasen und Osseten wollen jedoch nicht mehr von Georgien bekriegt und gefangen gehalten werden, und die jeweiligen Regierungen wollen mit der georgischen Regierung nicht einmal mehr reden. Der Westen will sie jedoch dazu zwingen und misst dabei wie nahezu immer mit zweierlei Maß.
Zum Vergleich Kosovo
: Eine "territoriale Integrität" Serbiens interessierte die USA-Regierung und auch die übrigen westlichen Länder nicht. Dort sind die West-Interessen, den Serben die völkerrechtlich zu Serbien gehörende Provinz Kosovo einfach wegzunehmen. Vom "Völkerrecht" wird also meist nur dann gesprochen, wenn es den eigenen Macht-Interessen dient. Ansonsten setzt sich der Westen selbstherrlich über das Völkerrecht hinweg, und UNO-Beschlüsse werden dann einfach ignoriert. So argumentiert man in Sachen Kosovo mit einer gewissen Logik mit dem Willen der Bevölkerungsmehrheit in der Provinz. Doch das ist genauso scheinheilig, denn in Süd-Ossetien und Abchasien gilt dem Westen dieser Wille nämlich nichts. Mit "Freiheit", von der vor allem die US-Regierungen immer reden, hat das also auch nichts zu tun, sondern vor allem mit knallharter Machtpolitik. Und die Politiker, für die ethische Werte auf diese Weise nur Mittel zur Macht und zum Zweck sind, sollten dann zumindest aufhören, sich Christen zu nennen. Denn Christus würde niemals irgendwelche machtpolitischen Interessen mit Scheinheiligkeit, Gewaltandrohung oder gar Krieg durchsetzen.

Kirche in Georgien

In Georgien hat die Georgische Orthodoxe Apostelkirche ein entscheidendes Gewicht. Andere religiöse Gemeinschaften werden vom georgischen Staat stark benachteiligt oder gar verfolgt. In den 90er-Jahren wurden z. B. Kirchenbauten religiöser Minderheiten enteignet und der Georgisch Orthodoxen Apostelkirche übergeben (vgl. dazu, wie einst Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert die Häuser von Urchristen und anderen religiösen Minderheiten enteignete und der römisch-katholischen Kirche übergab).
Und es gibt natürlich vor allem noch die zweitgrößte Öl-Pipeline der Welt in Georgien, die aus Aserbaidschan kommt und auf Drängen der USA im Jahr 2003 an Russland vorbei gebaut wurde, von der der Westen stark profitiert und neben der jetzt auch die "Kreuzzugsfahne" weht ...

Die Provokationen nach dem Krieg

Auch nach dem Krieg provozierte der georgische Präsident Michail Saakaschwili (oder Micheil Saakaschwili) ("Georgien ist die Grenze zwischen Gut und Böse"), gedeckt von seinem Freund, US-Präsident George W. Bush, die russische Regierung nahezu täglich mit neuen demagogischen Reden, womit er auch seine Bevölkerung weiter aufzuwiegeln versucht. "Sie bringen uns doch sowieso um", so der georgische Präsident über Russland (Focus online, 14.8.2008). Und George W. Bush versichert seinem Freund und der Weltöffentlichkeit: "Die Vereinigten Staaten stehen an der Seite der demokratisch gewählten Regierung Georgiens". Diese hat bekanntlich zeitgleich mit der Eröffnung der Olympischen Spiele am 7.8.2008 den Krieg begonnen und dabei offenbar auch Soldaten der russischen Friedenstruppe an der Grenze getötet (PS: Wie hätten die USA wohl reagiert, wenn in einer vergleichbaren Situation amerikanische Soldaten getötet worden wären?). Dabei hätte sie ihren Angaben zufolge "nur" auf Schüsse von Osseten auf Georgier "reagiert". Weiter fügte George W. Bush noch hinzu, er wolle "die freie Welt hinter sich versammeln" und hinter Georgien (stern.de, 14.8.2008). Apropos angeblich "freie Welt": In Georgien sind z. B. alle russischen Internetseiten gesperrt, um der Bevölkerung die dort veröffentlichten Informationen vorzuenthalten. (Spiegel online, 14.8.2008)
Seite an Seite mit der grimmig drein schauenden US-Außenministerin Condoleeza Rice warf Michail Saakaschwili schließlich den westeuropäischen Ländern "Ignoranz" vor und gab ihnen eine Mitschuld am Krieg, weil sie Georgien nicht in die NATO aufgenommen haben. Dann hätte er die Südosseten und Abchasier nämlich gegen deren ausdrücklichen Willen militärisch wieder einverleiben können, und Deutschland hätte gegen Russland in den Krieg ziehen müssen, wenn Russland den beiden Provinzen und ihren Bürgern mit überwiegend russischen Pässen beigestanden hätte oder sich die bis dahin dort stationierten russischen Friedenstruppen gewehrt hätten. Zudem erteilte der georgische Präsident den westeuropäischen Politikern und ihren Bürgern eine demagogische ethische Nachhilfestunde: "Wir schauen dem Bösen direkt ins Gesicht." (Spiegel online, 16.8.2008)

Michail Saakaschwili durfte in den USA studieren und seinen Doktorhut erwerben

Solche Worte sind keine Überraschung, wenn man weiß, dass Michail Saakaschwili mit Stipendium in den USA studiert hat und an der George Washington University in Washington D.C., also in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses, seinen juristischen Doktorhut erworben hat. Sein Berater ist ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler. Und seine beiden Brüder leben heute noch als Filmproduzenten in den USA.
Den Angaben seines ehemaligen Verteidigungsministers zufolge habe ihn Saakaschwili 2005 mit der Liquidierung eines georgisch-russischen Geschäftsmannes beauftragt. Im selben Jahr wurde er von der US-Senatorin Hillary Clinton (siehe hier) für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen, vermutlich wegen seines radikalen politischen Kurses im Einklang mit den Führern der USA.

"Autoritäres" Regime schickt Soldaten in den Irak

Im November 2007 kam es in Tiflis zu Massenprotesten gegen Saakaschwili, die er mit Gewalt zerschlug. Vermutlich dank Wahlfälschungen wurde er kurz darauf jedoch wieder zum Präsidenten gewählt (wikipedia.org). So sieht es auch der ehemalige georgische Minister im Kabinett Saakaschwili, Georgij Chaindrawa. Er bezeichnet das Saakaschwili-Regime mittlerweile als "kriminell": "Saakaschwili ... verkörpert ein autoritäres Regime, ähnlich wie Putin, das die Bürgerrechte missachtet und die Medienfreiheit unterdrückt, etwa durch den Einsatz staatlicher Schlägertrupps gegen den unabhängigen TV-Sender Imedi im November. Saakaschwili ist kein Demokrat. Der Mann hat im November den Ausnahmezustand gegen oppositionelle Massendemonstrationen verhängt und danach die Präsidentenwahlen und die Parlamentswahlen gefälscht." Chaindrawa wurde 2006 von dem USA-"Spezi" Saakaschwili wegen dessen Kritik an den georgischen Kriegsvorbereitungen entlassen. Michail Saakaschwili hat laut seinem Ex-Minister zudem "psychische Probleme, er überschätzt sich maßlos" (Spiegel online, 16.8.2008). Doch George W. Bush, Condoleeza Rice, ihre "freie Welt" und ihre "Koalition der Willigen" (einschließlich der polnischen Zwillingen) stehen fest zu ihm und seiner Kriegspolitik, und im US-Sender CNN ist er eine Art "Superstar". Dafür lässt er sein Militär auch im Irak kämpfen. "Bezogen auf die Einwohnerzahl Georgiens" sind die 2000 Georgier im Irak "das größte Kontingent aller an der Operation im Irak beteiligten Staaten", schreibt georgien-nachrichten.de am 16.1.2008. Nominell sind die Georgier nach den US-Amerikanern und Briten die drittstärkste Truppe im Irak. Und dass die Georgier dabei unter ihrer neuen Staatsflagge, welche der alten kirchlichen Kreuzzugsfahne entspricht, im überwiegend islamischen Irak operieren, bringt nur weiteren Zündstoff in die Region.

Die Bevölkerung im Kriegsgebiet

Zur Lage der Bevölkerung schreibt stern.de am 14.8.2008: "Das Rote Kreuz beklagte verheerende Zustände im Krisengebiet. In weiten Teilen Südossetiens sei die Infrastruktur zerstört." Der russische Botschafter erklärt, "die georgischen Truppen ´hätten Frauen und Kinder ermordet, Kirchen voller Flüchtlinge angezündet und ganze Dörfer niedergewalzt`" (Spiegel online, 15.8.2008). Allerdings sind solche Aussagen im einzelnen immer schwer nachzuprüfen. Umgekehrt behauptet Georgien, Osseten hätten zuvor auf Georgier geschossen. Zudem macht Georgien Russland für das "Plündern, Vergewaltigen und Töten" durch "irreguläre Truppen" verantwortlich, was von Russland bestritten wird. Sicher ist: US-amerikanische Transportmaschinen landen derweil in Tiflis. "Russland habe Bedenken, welche Art von Fracht nach Georgien gebracht werde, sagte Vize-Generalstabschef Nogowizyn". So schreibt dazu Focus online (14.8.2008). Neben Hilfsgütern auch neue Waffen? Ist ein weit größerer Krieg bereits in Vorbereitung?
Der Präsident Süd-Ossetiens, Eduard Kokojty, hat Russland nun um ständige Militärpräsenz gebeten. 90 % der Bevölkerung besitzen einen russischen Pass. Das Land wird aber entgegen dem Willen der Bevölkerung völkerrechtlich als Teil Georgiens betrachtet. Es wurde nämlich unter dem Georgier Josef Stalin einst der Georgischen Sowjetrepublik zugeordnet. Auf der Internetseite des Österreichischen Rundfunks heißt es: "Kokojty schloss den Einsatz von internationalen Beobachtern zur Überwachung des zwischen Russland und Georgien vereinbarten Waffenstillstands aus. ´Wir haben kein Vertrauen in diese internationalen Beobachter, diese Leute verdrehen die Wahrheit.`" (orf.at, 080818-28530)

Wie könnte sich das zerstörte Klima zwischen den Völkern und Politikern allmählich wandeln, wenn man damit beginnen würde, zuerst den Balken im eigenen Auge zu finden bevor man wegen des Splitters im Auge des Nächsten gegen ihn in den Krieg zieht. Das wäre die gelebte Bergpredigt und die so genannten "Christlichen" hätten hier eigentlich Vorbild sein sollen, gleich auf welcher Seite sie stehen.

Deutschland riskiert neuen Krieg gegen Russland

Kurz nach dem Krieg "belohnten" die westlichen NATO-Führer die georgische Regierung Saakaschwili, und sie besprachen in Georgien vor NATO- und georgischer Kreuzzugsfahne den geplanten Eintritt des Landes in das Militärbündnis. Gerade als sich die Opposition in Georgien hörbar zu Wort zu meldete (z. B. derstandard.at; vgl. das Interview "Saakaschwili wollte Krieg" mit Teimuras Chatschischwili bei spiegel.de), stützte der Westen die derzeitige kriegerische Regierung. Der Hintergrund: "Hinter jedem Minister, hinter jedem leitenden Beamten, hinter jedem führenden Militär [in Georgien] steht ein Berater aus den USA" (Der Oppositionspolitiker Chatschischwili in Spiegel online, 15.9.2008). Der Politiker weiter: "Mit Russland müssen wir Handel treiben und zu einer guten Nachbarschaft kommen. Glauben Sie, in Kalifornien wird man unseren Wein trinken?" Doch: "Unser Land, unsere Hauptstadt Tiflis befinden sich faktisch in den Händen der US-Regierung."
Und während die Nord-Ossetier und Süd-Ossetier sich langfristig innerhalb Russlands wieder vereinigen möchten, riskiert (ausgerechnet) die Regierung (des dank der Zustimmung Russlands wieder vereinigten) Deutschlands sogar einen drohenden Weltkrieg gegen Russland. Ihre Position: Die verwaltungsmäßige Zuordnung Süd-Ossetiens zu Georgien durch den georgischen Diktator Josef Stalin und damit die Trennung Ossetiens, die als "territoriale Integrität Georgiens" gilt, soll unter allen Umständen bestehen bleiben (siehe dazu unsere Meldungen weiter unten), so wie es die USA möchte. Was hat das "NATO-Christentum" im Osten vor?
Die Gesamt-Entwicklung verläuft immer mehr in Gegensatz zum großen Menschheitslehrer, dem Juden Jesus von Nazareth, der einst sagte: "Wer das Schwert nimmt, der wird durch das Schwert umkommen."
So nah war man dem 3. Weltkrieg schon lange nicht mehr. Der Westen einschließlich der deutschen Regierung Merkel/Steinmeier forciert derzeit die NATO-Mitgliedschaft Georgiens. Und die georgische Regierung behauptet weiter entgegen aller neutralen Untersuchungen, Russland habe in Süd-Ossetien mit dem Krieg begonnen und man habe nur zurück geschossen (PS: ... und dabei unter anderem eine ganze russische Division liquidiert und die Hauptstadt in Schutt und Asche gelegt). 
 



15.8. / 4.9.2008
- Der neue "kalte Krieg" ist in vollem Gange - Im Zusammenhang des Krieges im Kaukasus warf der ehemalige georgische Präsident und Kritiker der jetzigen georgischen Regierung, Eduard Schewardnadse, den USA vor, "eine neue Runde des atomaren Wettrüstens" begonnen zu haben (Spiegel online, 13.8.2008). Ein neuer kalter Krieg sei "doch schon längst von den USA angezettelt durch den so genannten Raketenabwehrschirm der Amerikaner in Tschechien und Polen". Die Raketen-Verträge zu den Patriot-Luftabwehrraketen zwischen Polen und den USA wären jetzt offenbar taktisch genau geplant am 14.8.2008 unterzeichnet worden, solange Russland noch "an der Wand steht" und genötigt wird, sich zu rechtfertigen.
"Wir haben den Rubikon überschritten", verkündete der polnische Präsident Donald Tusk scheinbar nebenbei (politik/arti2329334). Der Satz wurde durch den römischen Feldherrn Gaius Julius Cäsar zu einem historischen Wort. Er bedeutete damals Krieg. Cäsars Truppen überschritten den Fluss Rubikon, vernichteten die Republik in Rom und eroberten darauf hin ganz Italien und Spanien. Und bedeutet der Satz auch in der Gegenwart Krieg? Als die Russen in den 60er-Jahren umgekehrt Raketen in Kuba in der Nähe der USA stationieren wollten, verhinderte nur ihr Nachgeben den 3. Weltkrieg. Die USA mit ihrem Präsidenten John F. Kennedy waren zum Weltkrieg entschlossen, was wohl zur Zerstörung Deutschlands und Mitteleuropas geführt hätte. So viel zum Thema der "Freundschaft" mit der Regierung der USA. Russische Experten glauben, dass "die USA als nächstes in der Ukraine versuchen, eine bewaffnete Konfrontation mit Russland zu provozieren" (Ria Novosti, 14.8.2008) und empfehlen, "Kontakte zu anderen Ländern unter Ausschluss der USA herzustellen". (siehe dazu den Umsturz in der Ukraine im Jahr 2014)
Der kalte Krieg eskaliert - offenbar schlimmer als in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts, wo die US-Regierungen noch etwas Respekt vor den russischen Regierungen und den Interessen des Landes hatten. US-Außenministerin Condoleeza Rice versuchte Russland u. a. auch dadurch zu demütigen, dass sie sagte: "Russland wird mehr und mehr zum Geächteten in diesem Konflikt" [der Auseinandersetzung mit Georgien]. (Spiegel online, 20.8.2008)
Am 2.9.2008 hat sich nun der bei allen um den Weltfrieden besorgten Menschen besonders gefürchtete US-amerikanische Vize-Präsident Dick Cheney in Georgien mit den "Kreuzzugsfahnen" bejubeln lassen und - wie nicht anders zu erwarten - einen schnellen NATO-Eintritt Georgiens verkündet. Dabei lobte er den kriegerischen georgischen Präsidenten als "prinzipienfesten Politiker" und überbrachte eine Milliarden-Spende (Netzeitung, 5.9.2008). Außerdem steuerten verstärkt NATO-Kriegsschiffe in das Schwarze Meer. Darunter das große US-Kriegsschiff "Mount Whitney", das mit angeblich nur "humanitären" Gütern in den georgischen Hafen Poti einlief. Russischen Posten in der Stadt wurde das Prüfen der Ladung verweigert. Russland wirft den USA in diesem Zusammenhang eine Verschärfung des Konflikts vor. (spiegel.de)

Aktualisierung (17.8./29.8.2008/30.12.2012):
"Bundeskanzlerin Angela Merkel kämpft für Nato-Beitritt Georgiens" - spiegel.de

Das würde ganz einfach bedeuten: Wenn Georgien, durch die NATO-Mitgliedschaft gestärkt, seine Armee demnächst wieder nach Süd-Ossetien marschieren lassen würde und die dort stationierten russischen Soldaten angreifen würde und diese sich wehren, dann steht auch Deutschland Seite an Seite mit dem Saakaschwili-Regime Georgiens gegen Russland im Krieg. Die in Deutschland in vielen Jahrzehnten gereifte Friedenspolitik wird so einfach über Bord geworfen, und das Schicksal des westlichen Abendlandes wird von Kanzlerin Merkel (die aus ihrer DDR-Zeit ein Problem mit den Russen haben soll) mehr oder weniger in die Hände des kriegerischen georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili gelegt anstatt Schaden von der deutschen Bevölkerung abzuwenden. Mittlerweile hat der russische Präsident Putin den Westen auch gemahnt, "Menschen wie Saakaschwili dürften seiner Meinung nach keinen Staat führen" (Bild, 29.8.2008). Was aber zeichnet sich ab? Sobald nämlich Saakaschwili seine von Angela Merkel "erkämpfte" NATO-Mitgliedschaft in der Tasche hat, würde Georgien dann nicht im Zeichen der Kreuzzugs-Fahne seiner Truppen wieder "mobil" machen (dann zum vierten Mal nach 1992, 2004 und 2008)? Schließlich entschieden die Wähler Georgiens selbst und wählten Saakaschwili 2012 ab.
PS: Wie wäre es gleich mit der Bundeswehr zur "Grenzsicherung" Georgiens und mit amerikanischen Atomwaffen im Schwarzen Meer zur Sicherung der "territorialen Integrität" Georgiens? Mittlerweile kann man offenbar alles einmotten, was man in der Bundesrepublik Deutschland seit 1945 zum Thema "Friedenssicherung" und "Nie wieder Krieg" gelernt hat. Und mit Christus hat das heutige Zündeln der Politiker sowieso nicht das Geringste zu tun, obwohl sie sich auf allen Seiten "christlich" nennen. Jesus, der Christus, war Pazifist. Und Er lehrte z. B. auch, zuerst den Balken im eigenen Auge zu entfernen ...

"Georgier kämpften mit deutschen Sturmgewehren" (vgl. dazu: Deutschland als drittgrößter Waffenexporteur der Welt; wo Kriege geführt werden, gewinnt meist die deutschen Waffenindustrie) - spiegel.de
"
Das doppelte Leid der Leila Djojewa" - spiegel.de
Der Countdown scheint zu laufen.

Im Verlauf der Auseinandersetzung der kommenden Jahre melden sich auch besorgte deutsche Militärs zu Wort, die dem halsbrecherischen "Crash-Kurs" der Politiker nicht einfach nur zuschauen. So z. B. Bundeswehr Vize-Admiral a. D. Ulrich Weisser: "´Die USA, Großbritannien, Polen und die Balten haben das Bündnis auf einen gefährlichen Kurs gebracht, der für Europa nichts Gutes verheißt`, schreibt Weisser [im Kölner Stadtanzeiger]. Zentralasien habe alle Ingredienzien für Krisen und Konflikte: immense Energievorräte, ethnische Gegensätze, korrupte Regimes, islamische Fundamentalisten und ölbestimmte Gegensätze der Weltmächte. Wer die Lunte an dieses Pulverfass lege, könne nur verlieren. Deshalb sei es im deutschen Interesse, einen anderen Kurs zu steuern, appellierte der Ex-Admiral. Dabei sollte die Bundesregierung durchaus in Kauf nehmen, im Gegensatz zur Bush-Administration und zu einigen Nachbarn im Osten zu stehen." (focus.de, 19.11.2013)
Wenn nicht, würden sich die Gegensätze und Aggressionen weiter hochschaukeln und früher oder später entladen - im noch krasseren Gegensatz zu Jesus von Nazareth, der den Weg zum Frieden vorlebte, z. B. indem man Sein Wort befolgt: "Tut Gutes denen, die euch hassen". Angewandt auf die Politik, könnte diese einfache Regel ganz praktische Wunder bewirken.
Mehr über die Stellungnahme des Ex-Bundeskanzlers Gerhard Schröder lesen Sie unter spiegel.de.
 



19.8. / 5.9.2008 - Der Hochmut in der Politik - Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, "die Nato behandle Russland wie ein Kind, das diszipliniert werden müsse" (Spiegel online, 19.8.2008). Zwar verschlimmert jede Kriegshandlung die Situation und schafft neues Unrecht, weswegen jede darauf bezogene Kritik, Distanzierung bzw. jede Klage berechtigt sind. Doch die führenden westlichen Meinungsführer messen immer mit zweierlei Maß, gerade wie es ihnen passt. Was sie dabei für Frustration, Bitterkeit und unterdrückte Wut bei den von ihnen Kritisierten auslösen, wird auf Dauer auch Folgen haben.
Was ist z. B. mit dem Krieg des Westens gegen Serbien, bei dem ca. 1000 unbeteiligte Zivilisten getötet wurden und sehr viele zivile Ziele bewusst zerstört wurden (während die Russen in Georgien offenbar nur Militäranlagen treffen wollten)? Was ist mit dem Krieg gegen den Irak, den man aufgrund von Lügen begann und der das Land seither ins Chaos stürzt - unzählige Tote, zerstörte Existenzen und gar Verfolgungen von kirchlichen Christen? Alles das wird ausgeblendet, während man andere wegen geringerer Vergehen anklagt und in die Knie zu zwingen versucht.
 
Diese heuchlerische Haltung vor allem im Westen gegenüber anderen Ländern konnte in den letzten Jahren durchgängig auch anderweitig beobachtet werden. Allen voran Regierungen in den USA und mehr und mehr auch ihre "willigen" Nachahmer spielten sich auf der Weltbühne auf, als sei ihre Sichtweise und ihre Politik eine Art "Weltgesetz", und alle anderen müssen sich beugen, oder es gehe ihnen eben an den Kragen. Und dann wurde selbstherrlich entschieden: "Machen wir Krieg, machen wir Sanktionen, sprechen wir nur Warnungen aus?" Wir. Doch wer ist "wir"?

Eine Arroganz, die keine Selbstkritik zulässt oder sichtbar werden lässt, treibt dabei immer weitere Blüten. "Die Russen fangen an zu verstehen, dass sie für diese Art von Verhalten bezahlen müssen", so beispielsweise die US-Außenministerin Condoleeza Rice (Focus online, 5.9.2008). Immer sei man selbst dabei der "Gute" und die anderen die Problematischen oder die "Bösen", wie es der "Vasall" des Westens, der georgische Präsident Michail Saakaschwili sogar wörtlich ausführte (siehe oben), ohne dabei den geringsten Widerspruch von einem aktiven namhaften westlichen Politiker, zu denen er sich ins Boot setzte, hervor zu rufen.
Dabei stützt man sich vor allem auf Schwindel erregende Steigerungen der Rüstungsausgaben. Auch hier Georgien als kleines Beispiel, das im Jahr 2006 dreimal so viel Geld für Rüstung ausgegeben hatte als noch 2003.
Für die Eskalation zwischen dem Westen und Russland machte der erfahrene SPD-Politiker Erhard Eppler (SPD) mittlerweile die Borniertheit der USA-Regierungen verantwortlich. "Diese hätten nicht begriffen, dass auch andere Staaten Machtansprüche geltend machten und ´die Zeit der unipolaren Welt [wo die USA mit Waffengewalt weltweit machen konnten, was immer sie wollen] vorbei ist.`" (Focus online, 28.8.2008)

Die selbstherrliche politische Geisteshaltung in westlichen Ländern entspricht dabei exakt der in diesen Ländern dominierenden Lehre der römisch-katholischen Kirche, die ihr Glaubensgebäude für "der Weisheit letzten Schluss hält" und alle anderen als "defizitär" betrachtet (so Papst Joseph Ratzinger über andere Religionen und Glaubensgemeinschaften) - also nur insofern "gut", wie sie mit der katholischen Lehre übereinstimmen. Deshalb verstehen sich wohl auch Papst Benedikt XVI. und US-Präsident George W. Bush so gut, und es wird bereits spekuliert, dass George W. Bush früher oder später römisch-katholisch wird (wie sein nachgeordneter Kriegsherr Tony Blair).
Entgegen den grausamen Regeln der "christlichen" Politiker (Zwang, politischer Druck bis hin zur Erpressung, Sonderrechte für das eigene Lager, Spionage, Medienmanipulation, Militärintervention, zweierlei Maß, Meinungslügen, Präventivangriff, Hochrüstung, Drohung mit Atombomben, "gerechter" Krieg usw.) lautet die "Goldene Regel" des Jesus von Nazareth aus der Bergpredigt: "Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihr ihnen auch" (Matthäus 7, 12). Oder als Sprichwort formuliert: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu." Wie viel Leid hätte schon weltweit verhindert werden können, wenn die so genannten "christlichen" Politiker sich wenigstens darum bemüht hätten, so zu handeln. Hier ist also das schlichte Vorbild gefragt. Doch die Kirchen lehren ja, die Bergpredigt könne man nicht auf die Politik anwenden. Doch dann wird sich wohl eines Tages ein anderes Sprichwort bewahrheiten: "Hochmut kommt vor dem Fall".

Zuletzt forderte der Europarat in Straßburg (dem auch Russland und Georgien angehören) eine "Strafe für Russland" für das militärische Vordringen nach Georgien (Spiegel online, 22.8.2008). Demgegenüber wird Georgien, das jedoch mit der Bombardierung Süd-Ossetiens den Krieg begann (siehe dazu z. B. bild.de, 23.8.2008 und spiegel.de), im Gegensatz dazu von der EU mit Millionen für "humanitäre Hilfe" unterstützt. Das ist - gelinde gesagt - einseitig, wenn man bedenkt, dass die georgische Armee die südossetische Hauptstadt "Zchinwali einfach dem Erdboden gleichgemacht" hat (Der russische Dirigent Valery Gergiev vor Ort, Bild, 25.8.2008; vgl. dazu auch den Vorwurf von Kriegsverbrechen). Der georgische Einmarsch kostete nach russischen Untersuchungen 2100 Osseten das Leben (Ria Novosti, 28.8.2008), ehe er von der russischen Armee zurück geschlagen wurde. Georgien-freundliche Quellen sprechen immerhin noch von einigen Hundert Opfern. Während der georgische Präsident behauptet, seine Panzer seien erst nach den russischen in Süd-Ossetien eingedrungen, widersprechen neutrale OSZE-Beobachter [OSZE = Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa]. Spiegel online schreibt: "Demnach habe Georgien den Militärschlag gegen Südossetien intensiv vorbereitet und seinen Angriff begonnen, bevor russische Panzer den Verbindungstunnel nach Südossetien befuhren. In den Berichten sei von möglichen georgischen Kriegsverbrechen die Rede. So berichten OSZE-Beobachter davon, dass die georgische Führung die südossetischen Zivilisten zur Schlafenszeit habe angreifen lassen." (30.8.2008)  
Auf die Frage nach den Kriegsverbrechen der georgischen Armee in Ossetien antwortet deren Präsident: "Das werden sie niemals beweisen können". Natürlich kann - allgemein gesprochen - mit Propaganda alles geleugnet und gelogen werden, selbst Beweise. Doch alles, was wirklich geschah und geschieht, ist in der Atmosphäre der Erde verzeichnet und wird immer schneller auf die Verursacher zurückfallen, gleich auf welcher Seite diese stehen. Denn das von den Großkirchen geleugnete eherne Gesetz von Saat und Ernte bringt negative Wirkungen immer schneller und zielgenau auf den Verursacher zurück, denn die Zivilisation befindet sich mehr und mehr in der so genannten "Endzeit".
Aktualisierung [2014]: Bekanntlich erfolgte 2013/2014 das nächste Kapitel in der immer massiver geführten Konfrontation des Westens gegenüber Russland. Dieses Mal in der Ukraine (siehe dazu unsere Meldungen unten).
 


2012

8.2. / 12.5. / 15.6.2012 - Libyen: Der Terror gegen frühere Regierungs-Unterstützer nach dem NATO-Krieg - Russland warnt Westen vor kriegerischer Einmischung in Syrien / Zweierlei Maß: Bei den einen Opfern macht man Stimmung, die anderen werden totgeschwiegen / Nahost-Experte Peter Scholl-Latour kritisiert "Heuchelei" westlicher Politiker / Kriegsfallen Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, usw. - Der russische Präsident Wladimir Putin warnt den Westen vor weiteren Kriegen, z. B. in Syrien. Er "verwies auf die Situation in Libyen nach dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi. Niemand spreche über die vergessene Gewalt gegen Gaddafis Unterstützer, ´weil das die schrecklichen Folgen vor allem von militärischer Intervention sind`, sagte der Ex-Geheimdienstchef. Putin hatte das Vorgehen des Westens in Libyen als ´mittelalterlichen Kreuzzug` kritisiert." (spiegel.de, 8.2012)
 
 
Überall, wo der kirchliche Westen in den letzten Jahren Kriege begann, hat er Chaos und Zerstörung hinterlassen
. Den Frieden hat er nirgends hin gebracht. Weder nach Serbien und in den Kosovo noch nach Afghanistan noch in den Irak noch nach Libyen, und erst recht nicht würde er ihn nach Syrien bringen noch sonstwo hin. Doch die führenden westlichen Politiker verhöhnen Jesus, den Christus und kokettieren mal hier mal da mit ihrer Hochrüstung = militärischen Stärke. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) war einer der wenigen, der in Libyen nicht in die Kriegsfalle ging, und er wurde deshalb von der Front der neuen Kreuzzügler heftig kritisiert, die den Westen immer mehr in Kriege hinein ziehen wollen, bis hin zu einem womöglich großen Krieg mit unvorstellbaren Folgen. Guido Westerwelle wurde wegen seiner Zurückhaltung darauf öffentlich hin so demontiert, dass er als FDP-Vorsitzender zurücktreten musste und sich nur mit Mühe überhaupt im Amt halten konnte. Zu den Kriegsbefürwortern gehörte bei Libyen zum Beispiel der römisch-katholische Kardinal Reinhard Marx, der Westerwelle wegen seiner Fast-Neutralität vor dem Nato-Angriff schwer kritisierte. Nun könnte Syrien die nächste Kriegsfalle werden. Oder der Iran. Die Fallen werden immer weiter geöffnet, um eine noch größere Beute anzulocken ...
 
 
Dabei werden in der westlichen Öffentlichkeit die Gewaltopfer in Syrien missbraucht, um Kriegsgelüste zu schüren. In diesem Zusammenhang wird gezielt herunter gespielt, dass viele Opfer auf bewaffnete Aufstände gegen eine völkerrechtlich rechtmäßige Regierung zurück gehen, und dass "Opfer" vorher brutale Täter waren. Auch wird verschwiegen, welche politischen und strategischen Interessen hinter einem Sturz einer Regierung stehen und welche Kräfte dann nach der Macht greifen bzw. an Einfluss gewinnen (z. B. Islamisten, verfeindete Gruppen innerhalb des Islam), und welche Blutbäder dann folgen würden. So hatte US-Präsident George W. Bush schon 2006 beim Libanon-Krieg Syrien massivst beschuldigt und damit angedeutet, dass Syrien das nächste Kriegsziel des Westens sein könnte.
  
 
Auch werden einerseits Berichte über Opfer von Gewalt durch die Armee und Polizei in Syrien durch die westlichen Medien weiter in den Vordergrund geschoben, während sich kaum einer dafür interessiert, dass täglich (!) weit mehr Menschen verhungern als bisher bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Syrien ums Leben gekommen sind. Man geht von täglich ca. 37.000 Menschen aus, die an Hunger oder den Folgen von Unterernährung sterben, davon ca. 17.000 Kinder, bei insgesamt knapp einer Milliarde Menschen, die hungern, während die reichen Länder weiterhin in ihre militärischen Überlegenheit oder in ihre militärischen Stärke investieren, um Kriege gewinnen zu können. Dabei werden in den westlichen Ländern mehr und mehr Berichte von getöteten syrischen Kindern veröffentlicht; doch um der Kinder willen, oder aufgrund von politischen, militärischen und geostrategischen Zielen?
Alles das ist auch Teil einer strategischen Politik, welche das eine Grauen toleriert und gegen anderes aufbegehrt, um es im Dienst eigener Zwecke zurecht zu schmieden. Das alles ist zweierlei Maß. Bei den einen Opfern macht man Stimmung, die anderen Opfer werden totgeschwiegen, je nach Strategie.
Wäre es dort, wo man aufbegehrt, eine selbstlose Anteilnahme mit den Opfern, würde man auch andernorts seine Stimme erheben.
 
Und würden die westlichen kirchlichen Politiker und Medien auf den Nahost-Experten Peter Scholl-Latour hören, würden sie nicht ihre Länder und die Menschen von einer Kriegsfalle in die nächste hinein ziehen, von einem Chaos in das nächste. So sagte er zum Syrienkonflikt: "´Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen, vor allem in den deutschen Medien ist die Einseitigkeit erschreckend.` Irreführungen und Fehlinformation bemängelt Scholl-Latour auch bei Libyen, wo die Nato vor einem Jahr in den Bürgerkrieg eingriff. ´Die Europäer waren so naiv zu glauben, dass Gaddafi so einfach zu erledigen sein würde wie Ben Ali oder Mubarak.` Die Folge des ´tragischen und verheerenden` Zerfalls Libyens sei nun, dass ´gefährliche islamistische Bewegungen` von Libyen aus die ganze Sahelzone ins Unglück stürzten. ´Von Senegal bis Somalia haben wir nur noch Chaos.` ... Neben den Medien geißelt der hellwache Endachtziger nimmermüde die Heuchelei des Westens. Über einen Boykott der Fußball-EM in der Ukraine nachdenken, aber in Bahrain Autorennen fahren lassen. Ahmadinedschad als gefährlichen Irren hinstellen, aber mit dem saudischen Königshaus Geschäfte machen. All das findet Scholl-Latour zu Recht unerträglich." (ntv.de, 12.5.2012) 
 


2013

2.9. / 5.9.2013 -
Drohender Angriff der "Koalition der Willigen" auf Syrien: Vatikan spricht vom "Dritten Weltkrieg" - Wenn andere solches sagen würden, sind die Kirchenbeauftragten schnell mit Verleumdungen über die "Panikmacher", "Endzeitapostel" zur Stelle, welche die Menschen angeblich auf unverantwortliche Weise in Unruhe und innere Not stürzen würden. Nun aber sprechen Männer aus dem Vatikan selbst aus, was sich mehr und mehr aufbaut, wenn vor allem die Kriegsherren jenseits des Atlantiks nicht umkehren und den Krieg in Syrien weiter in Richtung Umsturz der bestehenden Regierung schüren. "´Der Konflikt in Syrien enthält alle Zutaten, um in einem Weltkrieg zu explodieren`", mahnt Mario Toso, Sekretär des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, am Montag Radio Vatikan" (focus.de, 2.9.2013). Auch spricht er sich gegen die geplante völkerrechtswidrige militärische "Bestrafungsaktion" der Obama-Regierung aus.

Foto: Wikimedia Commons Lizenz, Wolfgang Stuck 2004

Der Papst selbst scheute jedoch solche eindeutigen Worte und spricht in altbewährter Kirchenmanier nur von "Nie wieder Krieg", ohne Ross und Reiter beim Namen zu nennen und ohne seine Autorität einzusetzen, um den Wahn mit klaren Worten zu stoppen, der bei vergangenen Kriegen auch jeweils darin bestand, dass die katholischen Kriegskardinäle die Waffen auf beiden Seiten der Front segneten und die jeweiligen Soldaten tötend aufeinander loshetzten. So könnten die Worte des päpstlichen Beauftragten auch den Zweck erfüllen, die Menschen allmählich an etwas zu gewöhnen, was allen antichristlichen Kräften als mit der Zeit unvermeidlich erscheint, wenn sich die Mächte dieser Erde nicht der vermeintlich militärisch stärksten Großmacht und ihren Regeln und verdeckten Zielen unterwerfen und beugen. Einige Tage später hat der Papst dann an den russischen Präsidenten Putin geschrieben und mancher fragt sich: Warum eigentlich nicht an den amerikanischen Präsidenten, wenn der Papst doch auch offenbar gegen den Militärschlag sei?
Auf jeden Fall vermeidet der Vatikan auch einen Hinweis auf die eindeutige Botschaft des Jesus von Nazareth, und zwar schlicht deshalb, weil man sich in 1700 Jahren ohnehin noch nie daran gehalten hat und je nach Entwicklung auch in Zukunft nicht daran halten wird, weswegen "katholisch" und "christlich" ja auch zwei völlig unterschiedliche Bekenntnisse sind. Der Vatikan mit seinem hintergründigen Wortschaukeleien hat es immer vermeintlich schlau vermieden, konkret das Handeln der Kriegsparteien als satanisch hinzustellen und er ist mit seinem Wenn und Aber nach den Maßstäben "dieser Welt" bisher aus allen Weltkriegen als "Sieger" hervor gegangen.
Die Worte des Jesus laut Matthäusevangelium sind aber auch: "Eure Rede ist Ja, Ja, Nein, Nein, alles andere ist vom Übel" (5, 37). Alle offiziellen kirchlichen Stellungnahmen zum Krieg waren folglich bisher immer Beispiele für das Übel.

Was lehrte der echte Franziskus zum Krieg?

"Franziskus von Assisi war damals dem Aufruf Papst Innozenz III. gefolgt und schloss sich dem Kreuzzug zur Rückeroberung Jerusalems an. Doch was er dabei erlebte, ließ ihn an dem Vorhaben stark zweifeln. Franziskus versuchte daher, die Kreuzritter von der geplanten Schlacht am Nildelta abzuhalten und sagte ihnen sogar die Niederlage voraus, wenn sie nicht auf ihn hören sollten. Aber man hörte nicht auf ihn, - und verlor die Schlacht ... Auf seine Bitte hin wurde er [auch] zum Sultan gebracht, denn mit ihm wollte er sprechen. Dieses Gespräch dauerte schließlich mehrere Tage. Ein Bericht erzählt, dass Franziskus sogar ein Gottesurteil als Alternative zur Schlacht und zum Krieg angeboten hatte (um das Leben vieler Unschuldiger zu schonen). Doch wie seine Kreuzritter zuvor, so nahm auch der Sultan seinen Vorschlag nicht an." (theology.de, Rundbrief Nr. 9/2013)

Dazu die Frage: Warum ein "Gottesurteil", also eine Art Los, wer die Herrschaft und die weltliche Macht ausüben dürfe? Warum nicht eine unmissverständliche Aufforderung an die kirchlichen Angreifer, sich zurück zu ziehen und den Namen von Christus nicht weiter in den tiefsten Schmutz zu ziehen? Dazu war Franz von Assisi zu sehr in die Struktur der päpstlichen Kriegsmaschinerie eingebunden, in deren Tross er ja mit aufgebrochen war. Aber die Befolgung seines Vorschlags hätte immer hin zu einem Rückzug der angreifenden Katholiken geführt oder zu einer kampflosen Kapitulation der verteidigenden Moslems. In beiden Fällen hätten die "Verlierer" ihre Seelen nicht weiter belastet.

 

2014
4.2. / 19.5.2014 / 7.3.2016 / 29.11.2018 - Führt westlicher Umsturz in der Ukraine zum Kollaps der EU? Sind es Vorboten eines neuen Weltkriegs? Wie nahe ist die Gefahr? Ost-West-Konflikt wieder aufgebrochen - Die westlichen Ländern nehmen für sich selbstverständlich ein so genanntes "Gewaltmonopol" des Staates in Anspruch, also die Legitimation, dass die Regierenden notfalls mit staatlicher Gewalt eine gewisse Ordnung im Land aufrecht erhalten dürfen, während andere Kräfte von Gesetzes wegen keine Gewalt anwenden dürfen und andernfalls als "Gesetzesbrecher" gelten, die von den Gerichten dafür zur Rechenschaft gezogen werden können. Doch obwohl auch die Regierung der Ukraine 2010 und 2012 demokratisch gewählt worden war, hat der Westen der ukrainischen Regierung diese Legitimation während des Aufstands auf dem Maidan-Platz, der in den Umsturz mündete, abgesprochen. Stattdessen hat sie der Regierung immer wieder gedroht und von ihr verlangt, die Forderungen der Demonstranten und Aufständischen zu erfüllen. Die EU hat dabei im Vorfeld die Eskalation gezielt vorangetrieben, indem es dem Wunsch der damaligen Ukraine-Regierung, sinngemäß Brückenbauer zwischen West und Ost zu sein, eine Abfuhr erteilte und ein Entweder-Oder verlangt hatte.

1    "Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten"

      EU-Politiker bevorzugten Konflikt mit Russland statt Dialog

2    Am Anfang stand der Aufruf, "Bürgerwehren" zu bilden

3    Wer gab den Auftrag, Menschen auf dem Maidan-Platz zu erschießen?

4    "Tod unseren Feinden" / Deutschland behandelt verletzte Angreifer

5    Zweierlei Maß, je nach Interessenlage - Änderung der  westlichen Staatslehren

6    Ablehnung des Gottesgebots

7    Korruption als "Privileg" von Regierenden?

8    Julija Timoschenko: "Zu den Waffen greifen", "Drecksack Putin  in die Stirn schießen"

      Julija Timoscheko: "Die ganze Welt gegen Russland erheben"  

9    Wirtschaftliche und religiöse Interessen in der Ukraine

      Will der Westen Russland vom Öl- und Gastransportgeschäft abschneiden?

10     Wie sich durch abwertende Kommunikation Aggressionen aufbauen können

11     Autor Rolf Hochhuth: "NATO im Osten, das gibt Krieg"

12    Der Westen will die "Integration" der Ukraine in seinen Machtbereich

13     Maidan-Aufständische sehen sich schon im "Krieg mit Russland"

14    Nobelpreisträger Solschenizyn attackiert "Absichten des zivilisierten Westens"

15    Der katholische Wahn totaler Rechthaberei

16    Abkommen für eine "Übergangsregierung der nationalen Einheit" wurde gebrochen

      Afghanischer Präsident: Extreme Wut auf US-Regierung

17     Neue Waffen für die Ukraine aus Westeuropa?

18    35 Milliarden Soforthilfe und weit mehr - wer bezahlt das alles?

19    Westliche Milliardenhilfen für eine kriegerische Konfrontation?

     Bibelgläubiger Fernsehmoderator contra Jesus

20    Russische Punk-Frauen Pussy Riot für Martin-Luther-Medaille vorgeschlagen

21    Ost-West-Konflikt ist wieder entbrannt

22    Übergangspräsident ist evangelischer Pastor, neuer Präsident ist Katholik

     US-Außenminister Kerry huldigt dem Vatikan

23    Der unheilvolle Einfluss der kirchlichen Religion

24    Bankrott und ohne Wahlen in die EU?

      Chruschtschow, Kosovo, Krim und die katholische Kirche

25    Katholischer Präsident und evangelischer Pfarrer wollten Blutbad auf der Krim

26    Wer gilt als "Volk"?

27    Die eigenen Interessen ersetzen Völkerrecht und Verfassungsrecht

28    Es geht um die Macht und um Ablenkung

29   100 Billionen Dollar - Gigantische Schuldenlast weltweit

30    Parteiische Einmischung ist unchristlich und führt zur Eskalation

31    Gebrochene westliche Versprechungen anlässlich der deutschen Vereinigung

      China kritisiert "ausländische Einmischung" in der Ukraine

32    Niedergang der Zivilisation

      Peter Scholl-Latour über "Fabriken der Desinformation"

1 - Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten

Vergleichbar verhielten sich die vom kirchlichen Christentum dominierten westlichen Regierungen im Syrien-Krieg: Kampf gegen die bestehende Regierung und Parteinahme für die Aufständischen bis hin zur deren Bewaffnung und weitere Kriegsbeteiligungen, da man sich erhofft, dass bestimmte Oppositionelle eher den westlichen Interessen nachkommen als die Regierung. In Syrien waren es anfangs friedliche Proteste, dann flog mal ein Stein oder es kam zu einer Schlägerei. Dann fiel mal ein Schuss. Doch erst durch ausländische Waffenlieferungen an gewaltbereite Demonstranten und Anstachelungen zum Aufstand weitete sich der Protest zum Krieg und bis hin zur Zerstörung des Landes aus.
Und gerade in Syrien zeigte sich in erschreckendem Maße die Wahrheit der Sprichwörter: "Die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht los" oder "Wer den Wind sät, der wird den Sturm ernten". Das heißt: "Wind" zieht immer wieder neuen Wind an und löst entsprechenden Gegenwind aus, der sich ebenfalls nach diesem Prinzip verstärkt - bis aus dem Wind der Sturm und aus dem Sturm der Tornado wird, der schließlich alles abräumt.
Was mit "ein wenig Aufstand" begann, ist in Syrien mittlerweile zu einem grausamen Massakrieren auf allen Seiten der Front geworden. Und inzwischen kontrollieren islamistische Terror-Organisationen die meisten syrischen Ölfelder und "scheffeln" die "Petrodollars". (spiegel.de, 22.2.2014)
Nach diesem teuflischen Prinzip, dass Gewalt immer nur wieder zu mehr Gewalt führt, entwickelten sich auch die Demonstrationen in der Ukraine. Dabei hat der Westen die Demonstranten auch offiziell zur Fortsetzung des Maidan-Aufstands aufgefordert, indem der römisch-katholische US-Außenminister John Kerry z. B. den Anführern des Aufstands wörtlich versicherte: "Die USA und die Europäische Union stehen an der Seite des ukrainischen Volkes in diesem Kampf" (stern.de, 2.2.2014) - was sinngemäß bedeutet: "Treibt den Aufstand weiter, das alles ist in unserem Sinne." Was dabei bereits hinter den Kulissen vereinbart worden war, mag vorerst dahin gestellt sein. Und im Osten der Ukraine haben Umfragen zufolge nur 24 % der Bevölkerung die Anliegen des immer gewalttätigeren Maidan-Aufstands unterstützt (spiegel.de, 13.4.2014). Das "Volk" war also nur vorgeschoben oder nur ein "Teilvolk", bei den letzten Wahlen die unterlegene Minderheit - doch was spielte das für eine Rolle? "Volk" hin, "Volk" her, im Grunde genommen ging es westlichen Machtstrategen darum, den Staat Ukraine durch den gegen die Regierung gerichteten Aufstand aus der näheren Zusammenarbeit mit Russland heraus zu lösen und dem Westen anzugliedern. In diesem Sinne hatte bereits der von Papst Joseph Ratzinger 2011 im Amt autorisierte griechisch-katholische Großerzbischof Schewtschuk die US-Regierung aufgefordert, in der Ukraine einzugreifen, unmittelbar vor den Toren Russlands (mehr dazu siehe nächste Meldung). Und 2016 wandte sich Schewtschuk mit dem gleichen Anliegen an Papst Franziskus: "Handeln Sie." (zit. nach zenit.org, 7.3.2016)
Dass die Regierung Russlands im Jahr 2014 nicht zuschauen würde, wie die mit ihr vertraglich vielfach verbundene Regierung der Ukraine in die Wüste gejagt und ihre Vertreter bald polizeilich zur Fahndung ausgeschrieben wurden, war absehbar. So zeigte sich mit der Zeit dann mehr und mehr auch die Gegengewalt, und wo das noch alles endet, ist noch lange nicht absehbar.

Ex-EU-Kommissar Günter Verheugen erklärt im Mai 2014 im Rückblick, warum es 2013 und 2014 zur weltweiten Eskalation kam. Ein entscheidender Grund: Weil EU-Politiker "den Konflikt statt den Dialog mit Russland bevorzugten".

Der Experte Günter Verheugen wörtlich u. a.: "Noch im September 2013 hatte die ukrainische Regierung, trotz des Drucks aus Moskau, an der Assoziierung [der Ukraine an die EU] festgehalten und das, obwohl die EU durch ihre Parteinahme für Tymoschenko faktisch den amtierenden Regierungschef zum politischen Gegner erklärt hatte und längst mit der damaligen Opposition in der Ukraine paktierte ... Zudem hat die EU im Jahr 2013 kein Gespräch mit Russland gesucht ... Russische Bedenken ... wurden vom Tisch gewischt ... Und zur Wahrheit gehört auch, dass der damalige ukrainische Präsident Janukowytsch ... Anfang Dezember nach Brüssel fuhr, in der vergeblichen Hoffnung auf finanzielle Unterstützung seines nahezu bankrotten Landes durch die EU. Erst danach fuhr er nach Moskau ... EU-Politiker haben sich offen mit dem sogenannten Euro-Maidan solidarisiert und nicht gesehen oder sehen wollen, dass es sich weder um eine landesweite noch um eine homogene Bewegung handelte ... Ohne Not wurde die neue ukrainische Regierung nach der Entmachtung Janukowytschs sofort rückhaltlos unterstützt, obwohl diese Regierung noch nicht einmal im eigenen Land das Vertrauen der Mehrheit genießt, antirussisch ist und ihr völkisch gesinnte Kräfte angehören. Weil europäische politische Eliten nur noch in Kategorien wie prorussisch und proeuropäisch denken konnten und den Konflikt statt den Dialog mit Russland bevorzugten, haben sie die schwerste Krise in Europa in diesem Jahrhundert mit ausgelöst. Ein Gutteil der Verantwortung dafür liegt in Berlin ... auch Russland ist Teil Europas." (spiegel.de, 19.5.2014)

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Matthias Platzeck im Rückblick: "Aber es wird ja heute auch in Deutschland diskutiert, ob es denn klug war, dass wir der Ukraine mit dem Assoziierungsabkommen nur die Wahl gelassen haben, sich entweder der EU oder Russland anzunähern und parallel dazu die russische Seite nicht in die Gespräche mit einbezogen haben. Das war ein weiterer Grund, der dazu geführt hat, dass die Russen massiv geworden sind und dass es zu Reaktionen gekommen ist, deren Ergebnis wir heute mühsam abarbeiten müssen." (welt.de, 7.3.2020)

2 - Am Anfang stand der Aufruf, "Bürgerwehren" zu bilden

In der Ukraine war es anfangs der Box-Champion Dr. Vitali Klitschko, der zuletzt in Deutschland lebte und im Westen mit Boxkämpfen Millionen verdiente, der Anfang Februar 2014 die Bildung von "Bürgerwehren" forderte - als Widerstand gegenüber den staatlichen Sicherheits- und Ordnungskräften, also eine Rebellion gegenüber dem Staat. Dr. Klitschko diente als westlicher Sympathieträger, als "Trommler" des Aufstands. Denn als Boxer genoss er die Bewunderung von Millionen Menschen, die sich daran ergötzten, wie er seine Gegner beim Boxsport k.o. schlug,  Und im Westen öffnete sich für ihn, den sympathischen Box-Profi und Werbeträger, auch als Politiker und Aufstands-Anführer sofort alle Türen, was wiederum die regierungskritischen Ukrainer anfeuerte, sich hinter seine Aufrufe zu scharen. Mit dem Aufruf zu "Bürgerwehren" wurden jedoch auch militärische Voraussetzungen für einen "Bürger"-Krieg geschaffen, wo dann beide Gewaltsysteme, die staatlichen und die aufständischen, aufeinander prallen würden. Und viele der Demonstranten trugen bereits Knüppel, um damit loszuschlagen.
Und dieser Aufruf war natürlich ein "gefundenes Fressen" für die rechtsradikalen Milizen, die sich plötzlich vom Westen legitimiert sahen, den Kampf bzw. Krieg im eigenen Land zu beginnen. Spiegel.de schrieb am 24.2.2014: "Die russischsprachigen Provinzen im Osten fürchten die rechtsextremen russophoben [russlandfeindlichen] Nationalisten des ´Rechten Sektors`, die rasant Zulauf bekommen. In Kiew kontrollieren sie bereits die Straßen." Und diese hatten nicht nur Knüppel in ihrem Handgepäck.
Vor allem aufgrund der vehementen Förderung des Aufstands durch die westlichen Regierungen und Medien (in Deutschland vor allem die "Bild"-Zeitung, die Dr. Klitschko eine Zeitlang jeden Tag zu Wort kommen ließ) schlossen sich - je länger dieser dauerte und je professioneller bestimmte Aufständische und Regierungsfeinde ihre Machtpositionen ausbauten - immer mehr Interessengruppen an, da sie sahen, in welche Richtung der Zug in die Zukunft nun offensichtlich von den westlichen Regierungen gelenkt wird. Doch wohin entfesselte hasserfüllte und gewalttätige Kräfte fürs erste treiben können, das zeigte sich in den folgenden Tagen und Wochen. "Die Geister, die ich rief ..." heißt es. So erklärte der Regierungschef Russlands, Dmitri Medwedew, nach dem Sturz der alten Regierung: "Falls sich Leute, die in schwarzen Masken und mit Kalaschnikow-Sturmgewehren durch Kiew schlendern, als Regierung bezeichnen, so wird die Arbeit mit einem solchen Kabinett sehr schwierig sein" (sueddeutsche.de, 24.2.2014). Schließlich wurde die neue "Regierung" als "illegitim" bezeichnet, der Konflikt griff auf den Osten des Landes und auf die Halbinsel Krim über, und es folgte die Übernahme der Kontrolle auf der Halbinsel Krim durch russisches Militär.
Nun ist der Aufstand samt Umsturz in Kiew zunächst genauso illegitim wie die russische Besetzung der Krim. Eine Frage dazu ist allerdings auch: Wer hat mit der Gewalt angefangen, und wer hat mit Gewalt vergolten?
Oder anders gefragt: Wer ist nun der "Bösere"? Oder: Wer hat die "besseren" Argumente für seine Handlungen?
Dabei wurde im Westen weitgehend unterschlagen, was der Buchautor Mathias Bröckers erklärte: "Dass, nachdem sich die Opposition [in der Ukraine] an die Macht geputscht hatte, aus deren Kreisen zu einem ´Marsch auf die Krim` aufgerufen wurde, konnte Russland nicht hinnehmen" (FR, 28.8.2014). Damals war die Krim noch ukrainisch und mit dem besagten nationalistischen "Marsch" sollte offenbar die russische Schwarzmeerflotte mehr oder weniger vertrieben werden. Das Abkommen über die Verlängerung der Stationierung wurde von den Regierungen Russlands und der Ukraine unter Präsident Janukowitsch erst 2013 verlängert - gegen den Protest der nun neuen Maidan-Machthaber.


Mit Jesus, dem Christus, hat weder das eine noch das andere etwas zu tun, denn er setzte weder Soldaten noch Aufständische in Bewegung. Und je mehr eine Seite behauptet, "christlich" zu sein, je mehr missbraucht sie damit den großen Menschheits- und Weisheitslehrer. Doch damit werden nicht alle Handlungen über einen Kamm geschert. Und das Eine ist damit nicht gleichsam negativ wie das Andere, sondern alles wird im "Gesetz von Saat und Ernte" genau abgewogen. So unterliegen auch die kriegerischen Handlungen und ihre Motive allesamt diesem ehernen Gesetz von Saat und Ernte bzw. Ursache und Wirkung, und dieses wägt im Weltenlauf und im Zeitenlauf jedem Beteiligten exakt den Anteil Schuld zu, den jeder tatsächlich trägt - und zwar jedem einzelnen Menschen, vom Regierungschef über einen Aufständischen bis hin zum Journalisten und auch denen, die "nur" über den Aufstand bzw. die Unruhen entsprechende Gedanken pflegen. Und dieses Gesetz wirkt im so genannten Diesseits und im Jenseits. Und wenn schließlich früher oder später die Ernte auf die Saat folgt, dann nützt es nichts mehr zu sagen: "Der andere ist schuld, der andere hat mich provoziert. Der andere ist nicht auf mich eingegangen." Das Gesetz von Saat und Ernte ist unbestechlich und nicht manipulierbar.

3 - Wer gab den Auftrag, Menschen auf dem Maidan-Platz zu erschießen?

Schon im Vorfeld des gewaltsamen Umsturzes trieb die Ukraine aufgrund der Rebellion und der anhaltenden Lähmung großer Teile des öffentlichen Lebens mit vielen besetzten oder zerstörten Gebäuden immer weiter Richtung Bankrott. Und der ausschließlich aus Kirchenchristen bestehende CDU-Bundesvorstand Deutschlands drohte parallel dazu bereits am 8.2.2014 mit "personenbezogenen Sanktionen gegen die Unterdrücker". Gemeint waren ukrainische Regierungsvertreter, die manchen Versuch unternahmen, den Aufstand zu beenden. Doch es waren nur "Ansätze", wobei sie sich der staatlichen Gewalt und der auch im Westen üblichen Lehre eines staatlichen "Gewaltmonopols" bedienten. Jedoch wurde ihnen dann sofort von den westlichen Großmächten gedroht, da in diesem Fall die aufständischen Rebellen die Rückendeckung der westlichen Mächte hatten. Als dann doch Dutzende von Aufständischen und sehr viele Polizisten erschossen wurden, wurden die Todesopfer gemäß der westlichen Strategie bzw. Darstellung ausschließlich den staatlichen Organen angelastet, nicht aber auch den gewalttätigen Aufständischen selbst, denen man im Westen pauschal den Ehrentitel verlieh, das "Volk" zu sein. Hierbei taten sich neben US-amerikanischen vor allem deutsche Politiker hervor. Und so mancher Bürger fragte dabei: Drängt Deutschland nach den Machtworten von Luther-Pfarrer Gauck und der Protestantin Ursula von der Leyen zu mehr außenpolitischer Einmischung nun in eine Führungsrolle bei der Neuordnung der Ukraine? (z.B. sueddeutsche.de, 9.2.2014) Gleichzeitig wurde bekannt: Die Bundeswehr zieht jetzt als nächstes Land auch in Somalia ein, der Einsatz in Mali wird ausgeweitet und das Afghanistan-"Mandat" wird verlängert. Das ist nicht mehr die "Landesverteidigung", die z. B. noch in den 70er- und 80er-Jahren im Sozialkundeunterricht der deutschen Schulen gelehrt wurde.
In der Ukraine wurde nie wirklich geklärt, wer die Menschen in wessen Auftrag erschossen hat. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war über ein abgehörtes Telefonat Folgendes zu lesen:
"Eine Ärztin (Olga Bogomolez) habe ihm [dem Außenminister Estlands] berichtet, dass Scharfschützen auf die Menschen in Kiew schossen und sie töteten. ´Ihr zufolge deuten alle Indizien darauf hin, dass Menschen auf beiden rivalisierenden Seiten von ein und demselben Scharfschützen erschossen wurden`, sagte Außenminister Paet in dem Gespräch, das auch vom Moskauer Staatsfernsehen veröffentlicht wurde. Die Ärztin habe gesagt, dass alle Menschen mit der gleichen Munition und auf die gleiche Art und Weise getötet wurden. Die Majdan-Koalition sei nicht gewillt, die Umstände der Todesschüsse zu klären, sagte Paet, das sei besorgniserregend. Damit sei der ´Verdacht erhärtet, dass hinter den Scharfschützen nicht Janukowitsch, sondern jemand aus der Koalition gestanden habe`, soll Paet in dem Gespräch am 26. Februar gesagt haben." (faz.de, 5.3.2014)
Die Morde wurden deswegen wohl auch bis heute [2022] nicht abschließend untersucht.

Und wenn dieser Verdacht stimmt, stellt sich die Frage: Haben also Beauftragte der ehemaligen Opposition die eigenen Leute erschossen, um den Konflikt weiter aufzuheizen und den Sturz der Regierung und das Einsetzen einer neuen pro-westlichen Regierung zu beschleunigen? Die dadurch entstandene Eskalation führte dann nämlich tatsächlich zum Überschäumen der Emotionen und des Hasses, zum Sturz der Regierung und zur Flucht des Präsidenten, der um sein Leben fürchtete. Mittlerweile gibt es weitere Verdachtsmomente gegen die damalige Opposition bzw. ihre Hintermänner.
So soll z. B. der später zum Leiter des Präsidialamtes in Kiew beförderte ehemalige Oppositionspolitiker am Tag des Massakers mit einem Scharfschützengewehr gesehen worden sein. Die damaligen Antiterroreinheiten und der damalige Geheimdienst bestreiten umgekehrt energisch, das Massaker durchgeführt zu haben. Mehr dazu bei focus.de. Weiter stellte sich heraus, dass viele Menschen vom Dach eines Hotels erschossen wurden, das fest in der Hand der Opposition war und nur mit Einlasskontrollen betreten werden konnte. Dies ist Presseberichten zufolge auch deutlich auf Videos zu sehen. Erwartungsgemäß schob die von der Übergangsregierung eingesetzte Übergangs-"Generalstaatsanwaltschaft" (die von der neofaschistischen Svoboda-Partei angeführt wird) aber der alten Regierung die Morde in die Schuhe. Doch selbst "ein hochrangiges Mitglied des Ermittlerteams der ukrainischen Regierung, das an den Untersuchungen beteiligt ist, zieht die Aussagen der Generalstaatsanwaltschaft in Zweifel. ´Meine Untersuchungsergebnisse stimmen nicht mit dem überein, was die Staatsanwaltschaft in der Pressekonferenz erklärt hat`, berichtet der Ermittler, der anonym bleiben will, im Gespräch mit [dem Magazin] Monitor (tagesschau.de, 10.4.2014). Das ist verständlich, denn wie sicher wäre dann noch sein Leben?
Ein Amateurfunker hat weiterhin folgenden Dialog zwischen zwei Schützen der damaligen Regierungseinheiten mitgehört. Auf den Aufnahmen "ist zu hören, wie ein Scharfschütze seine Kollegen über Funk fragt: ´Wer hat da geschossen? Unsere Leute schießen nicht auf Unbewaffnete.` Kurze Zeit später sagt ein anderer: ´Den hat jemand erschossen. Aber nicht wir.` Dann fügt er hinzu: ´Gibt es da noch mehr Scharfschützen? Und wer sind die?`"
"Auch die Anwälte von Angehörigen und Verwundeten erheben schwere Vorwürfe gegen die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft." Ein Anwalt: "Die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht richtig. Die decken ihre Leute, die sind parteiisch, so wie früher" (tagesschau.de, 10.4.2014). Nur eben jetzt für den Westen, der das Land nicht zuletzt durch die dem Massaker folgende Empörung quasi politisch "erobert" hat - weil der bisherige Präsident darauf hin aus Angst um sein Leben fliehen musste.
Zwei Jahre später wurde dies durch eine Studie der Universität Ottawa untermauert: Auf dem Maidan-Platz habe "vor den Augen der Welt ein Massenmord stattgefunden, der ausschließlich dem Janukowitsch-Regime angelastet werde sollte", also der mit Russland verbündeten damaligen Regierung. In Wirklichkeit kam die "Studie zu dem Schluss, dass die Mehrheit der tödlichen Schüsse aus etwa zwanzig (!) Gebäuden kam, die entweder von Kräften der ´Maidan`-Bewegung besetzt waren oder von ihnen kontrolliert wurden", was Indiz für ein "sorgfältig" geplantes Massaker wäre -
jungewelt.de

Deutlich sind darüber hinaus Stellungnahmen von einstigen ukrainischen Regierungsvertretern wie dem von 2010 bis Januar 2014 amtierenden Ministerpräsidenten Mykola Asarow: "Wir haben Beweise, dass die Führer der [damaligen] Opposition den blutigen Plan einer Massenerschießung von Protestierenden und Mitarbeitern der Polizei auf dem Maidan organisierten und realisierten" (zit. nach deutsch.rt.com, 28.4.2018). Asarow musste nach Russland fliehen und seine Beweise werden in der nun pro-westlichen Ukraine nicht zur Prüfung zugelassen.

Das heißt: Wenn das stimmt, hat man die eigenen nichtsahnenden Leute ermordet, um mit aller Gewalt an die Macht zu kommen - und das alles mit Berufung auf die "westlichen" Werte, die nach der Meinung westlicher Politiker auch noch "christlich" sein sollen. Doch mit Christus hat jede Art von Waffengewalt gleich von welcher Seite nichts zu tun, sie ist gegen Seine Lehre gerichtet. Genauso jede Art von Lüge.

Die Versuche, eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden, waren damit gescheitert, der Brand war entfacht. Die weitere Entwicklung ist bekannt. Ob sich jedoch die Bevölkerung überall der neuen Regierung aus fast ausschließlich "rechtsnationalen" "Maidan-Kämpfern" unterwirft? Zwei Jahre zuvor hatte sie mehrheitlich eine andere Regierung gewählt. Auch hier ist die weitere Entwicklung bekannt: Gebiete der Ost-Ukraine spalteten sich mit Hilfe der russischen Regierung ab, die sich auch die Halbinsel Krim mit Zustimmung der Einwohner, zu 60 % Russen, wieder einverleibte, die bis 1954 auch Teil Russlands gewesen war und bis in die Gegenwart ein Stützpunkt des russischen Militärs. Und die pro-westliche Regierung antwortete mit Krieg, der seither bis heute nicht nur andauert, sondern 2022 durch den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine massiv eskalierte.

4 - "Tod unseren Feinden" / Deutschland stellt sich hinter den Aufstand und behandelt kostenlos verletzte gewalttätige Angreifer

An dieser Stelle jedoch zunächst noch einige Fakten zur unmittelbaren Vorgeschichte der damaligen Eskalation: Am 18.2.2014 stellte die damalige Regierung den Rebellen nach mehrmonatiger Duldung ein Ultimatum, den Aufstand zu beenden. "Von der Bühne des Protestlagers riefen die Redner aber im Gegenteil die Bürger Kiews auf die Straße", unter anderem mit den Worten "Tod unseren Feinden!" (spiegel.de, 19.2.2014) Zuvor hatten die von den USA und den westlichen Politikern unterstützten "Demonstranten" versucht, Polizei-Absperrungen zu durchbrechen. Sie setzten Fahrzeuge der Polizei in Brand, griffen Polizisten mit Molotow-Cocktails und anderen Brandsätzen an, bewarfen sie mit Pflastersteinen, schlugen mit Eisenstangen auf sie ein und töteten mehrere von ihnen. Weitere Waffen der pro-westlichen Aufständischen sind nach bild.de vom 24.2.2014: Baseball-Schläger, teilweise mit Nägeln durchsetzt, mit denen man den Angegriffenen beim Schlagen auch den Leib aufreißen kann, Äxte, Schwerter und Hämmer. Hinzu kommen Schusswaffen aller Art. Westliche Werte? Zwischenzeitlich hatte die Polizei 1500 Schusswaffen beschlagnahmt.
Als so genannte Sicherheitskräfte am 18.2.2014 dann nach Ablauf des Ultimatums ansatzweise versucht hatten, den seit Monaten besetzten Maidan-Platz zu räumen und dabei offenbar auch einige Aufständische, die bewaffnet auf die Polizei vorrückten, ums Leben kamen, drohte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier der Regierung der Ukraine erneut mit Sanktionen, um die Regierung in die Knie zu zwingen, während die Aufständischen flankierend dazu versuchten, ihren Machtbereich auf der Straße umgekehrt auszubauen und das Postgebäude in Kiew besetzten, nachdem das Gewerkschaftshaus bereits ausgebrannt war.
Und wer sich von den Aufständischen verletzte, wurde auf Veranlassung der Bundesregierung nach Deutschland zur kostenlosen medizinischen Behandlung ausgeflogen - um dann möglicherweise in der Ukraine weiter gegen die Noch-Regierung kämpfen und töten zu können.
Der damalige ukrainische Präsident kündigte seinerseits Konsequenzen für die Oppositionsführer an, die "zu den Waffen gerufen" hatten, doch war klar, dass der Westen, der nun dabei war, in der Ukraine durch ihre Verbündeten nach der ganzen Macht zu greifen, ihm das nicht erlauben würde. Der deutsche Außenminister, das überzeugt evangelische Kirchenmitglied Frank-Walter Steinmeier von der SPD, hatte bereits vor der Eskalation der Gewalt eine neue "Übergangsregierung" in der Ukraine gefordert, oder Deutschland werde Sanktionen gegen die Ukraine verhängen. Dies sei eine "Drohung", so der Vertreter Deutschlands schon in dieser Phase wörtlich, wenn sich die damalige ukrainische Regierung nicht einer entsprechenden "politischen" Lösung beuge (fr-online.de, 1472596, 26081084) und wenn sie die Demonstranten und Aufständischen (teils aus dem Ausland angereist) nicht gewähren lässt bzw. ihre Forderungen nicht erfüllt. Hier zeigt sich bereits das neue machtvollere und außenpolitische Auftreten Deutschlands, das Pfarrer Gauck einige Tage zuvor von der neuen CDU/CSU/SPD-Regierung aus 100 % Kirchenmitgliedern und mit der Pastorentochter Merkel an der Spitze einforderte. Doch mit wem haben sich die deutschen Politiker hier verbündet? Von den mindestens 20 getöteten Polizisten hörte man im Westen fast nichts. Wohl, weil man auf der anderen Seite stand.

 5 - Zweierlei Maß, je nach Interessenlage - Änderung der westlichen Staatslehren

Dazu eine Frage: Wie würde die deutsche Regierung wohl handeln, wenn bei Demonstrationen in Deutschland zum "Tod" der Regierungsvertreter aufgerufen würde und wenn mehrere Polizisten von einer Überzahl gewalttätiger Demonstranten getötet würden? Würde die deutsche Regierung dafür garantieren, dass sie auf keinen Fall massive Gewalt gegen bewaffnete Rebellen einsetzen würde, auch wenn es ihr nicht gelingt, einen Aufstand durch Verhandlungen und Nachgiebigkeit zu beenden?

Ein weiterer Gedanke: In Deutschland gilt der evangelische Gründervater Martin Luther als "großer Deutscher" und als Vorbild. Und Martin Luther war ein entschiedener Gegner jeder Art von Aufständen, wie "verständlich" diese auch sein mögen. Als die um ihre Rechte kämpfenden Bauern im 16. Jahrhunderten nach gescheiterten Verhandlungen schließlich zu den Waffen griffen, rief Luther die diktatorischen Fürstenregierungen zu Massakern auf:
"Solch wunderliche Zeiten sind jetzt, dass ein Volk den Himmel eher mit Blutvergießen verdienen kann denn anders sonst mit Beten ... Steche, schlage, würge hie[r], wer da kann".
Die Folge waren 70.000 bis 100.000 Tote, auch viele Unbeteiligte, denen vielfach einfach die Köpfe mit dem Schwert abgeschlagen wurden, doch die meisten deutschen Politiker nennen sich trotzdem "lutherisch". Was bedeutet es dann, wenn westliche Politiker die Regierung in der Ukraine für ihre Überlegungen, die Rebellion irgendwann niederzuschlagen, wenn kein Kompromiss mehr möglich ist, scharf verurteilen? Was bedeutet es, wenn sich diese Politiker aber gleichzeitig zu einem Religionsführer bekennen, der noch viel brutaler vorgegangen ist und solches den Gläubigen auch rät? "Steche, schlage, würge, hier, wer da kann!" Ist das nicht doppelzüngig?

Zur Klarstellung: Mit Jesus, dem Christus, hat das Töten von Menschen nichts zu tun, gleich auf welcher Seite und mit welcher Begründung oder "Legitimation" dies geschieht. Und wer das tut oder befürwortet, sollte sich nicht "Christ" nennen, sondern sich von Christus distanzieren.
Denn
alle Tötungen und Verstümmelungen - durch Sicherheitskräfte oder durch Rebellen - sind furchtbare Situationen und gegen die Lehre des Jesus, des Christus.
 
In den deutschen Schulen lernte man noch vor ca. 30 Jahren im Sozialkundeunterricht zu diesem Thema, dass es ein so genanntes "Gewaltmonopol" von Staaten gebe, die von völkerrechtlich anerkannten Regierungen regiert werden, damit diese die öffentliche Ordnung in ihren Ländern wahren können, wenn Gesetzesbrecher nicht anderweitig gestoppt werden können. Das hatte man in westlichen Ländern im Hinblick auf Syrien bereits ignoriert und dabei argumentiert, dass man dieses "Recht" im Konfliktfall nur demokratisch legitimierten Obrigkeiten zugestehe. Daran hat man sich in der Ukraine nun aber auch nicht mehr gehalten, denn die dortige ehemalige Regierung war sowohl völkerrechtlich anerkannt als auch demokratisch legitimiert.
Die bisherigen Staatslehren im Westen werden derzeit unmerklich ersetzt durch eine Befürwortung oder Duldung von Gewalt durch diejenigen Kräfte, welche die eigenen Interessen vertreten; und umgekehrt durch eine Ablehnung der Gewalt dann, wenn diese von der anderen Seite ausgeht - egal, ob es sich dabei um Regierungen handelt oder um Rebellen. Man ist also dazu übergegangen, mit zweierlei Maß zu messen, je nach Interessenlage, wobei immer alles mit dem Dehnwort "humanitär" "begründet", ummantelt bzw. verbrämt wird.  

Was haben Ukraine-Konflikt, Pussy Riot, Tebartz-van Elst und die staatliche Kirchenfinanzierung miteinander zu tun? - Niedergang von Ethik und Moral, um die eigenen Interessen besser durchsetzen zu können

Unmerklich werden staatliche Ordnungen mehr und mehr ausgehöhlt.

Dies gilt auch für die westliche Haltung zum Ukraine-Konflikt: Aufgrund der eigenen Interessen wurde der Aufstand von Anfang an gefördert, ja hochgejubelt und regelrecht angefeuert; der Versuch der Abwehr durch die einstige Staatsmacht wurde jedoch von Anfang an mithilfe von Sanktionsdrohungen verurteilt. Das war glatter Bruch des Staatsrechts und des Verfassungsrechts und hatte auch nichts mit Völkerrecht zu tun. Die eigenen Interessen standen eben in diesem Fall über Verfassung, Gesetz und Recht. Als dann trotz des entsprechenden Drucks die Parlamentsmehrheit von 72 % nicht ausreichte, um Präsident Janukowitsch zu stürzen (75 % wären notwendig gewesen), wurde die Verfassung einfach gebrochen, was westliche Medien jedoch nahezu komplett verschwiegen, sowie auch weitere Verfassungsbrüche der Übergangsregierung (vgl. spiegel.de). Es hieß immer nur, aus "russischer Sicht" sei es ein "Staatsstreich" gewesen. Das "Völkerrecht" und die Verfassung wurden erst dann wieder beschworen, als man dem politischen Gegner im Osten vorwerfen konnte, im Krim-Konflikt dagegen zu verstoßen. Selber verstieß man also dagegen - auch als man das Kosovo Serbien weg genommen hat und indem man die Regierungen Israels entgegen aller UNO-Beschlüsse machen lässt, was sie wollen und die jeweiligen Regierungen gleichzeitig massiv unterstützt. Wird ein politischer Gegner jedoch dadurch ermuntert, es ebenfalls zu tun, droht man mit Sanktionen usw. Und so wird das Chaos immer größer.

Dieses Vorgehen ist ein Indiz dafür, wie mehr und mehr bestehende Gesetze und Ordnungen missachtet und gebrochen werden und dadurch immer mehr aus den Fugen gerät, und zwar durch die Haltung: "Ich, meine Amigos und meine Interessen sind der entscheidende Maßstab. Alles andere muss sich dem beugen."

Dazu passt dann auch, dass im Westen die Studentinnen der Punk-Gruppe Pussy Riot für jeden Versuch hoch gelobt werden, am Gefüge staatlicher Ordnungen in Russland zu rütteln und dort Gesetze zu brechen, was man ebenfalls als "Destabilisierung" bestehender Ordnungen deuten kann.

Damit ist nichts darüber ausgesagt, welche "Ordnungen" eher positiv und welche eher negativ zu bewerten sind. Aus christlicher Sicht gilt dabei immer: "Gebt, dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist" und die Worte von Jesus: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt."
Doch dass gezielt und unmerklich immer mehr ausgehöhlt, untergraben und umgestürzt wird, kann man auch an vielen weiteren Beispielen aufzeigen. Nichts, so scheint es, was vor Jahren noch selbstverständlich war, hat mehr Bestand. Das politische Tun wird mehr und mehr der Sicherung eigener Pfründen- und Lobby-Interessen und dem eigenen machtpolitischen Kalkül untergeordnet, wobei ethische Bedenken oft ganz über Bord geworfen werden, der Bevölkerung jedoch weiterhin als maßgeblich vorgegaukelt werden.

Passend dazu greift ein deutscher Bischof schamlos offenbar auch in die Spendenkasse für die Armen, um seinen Bischofssitz "nachhaltig" auszubauen; genauso schamlos, wie er zuvor viele Luxusflüge in indische Slums abgerechnet hatte.

Und auch die staatliche Privilegierung der katholischen und evangelischen Konfessionen in Deutschland passt genau in dieses Verhaltensmuster. Obwohl es bereits seit 1919 Verfassungsauftrag ist und seit 1949 Teil des Grundgesetzes, die maßlosen Staatssubventionen an die beiden Großkirchen "abzulösen" = zu beenden, denken die Regierenden überhaupt nicht daran. Hintergrund: Sie sind alle Kirchenmitglieder.
Und so wird dann praktisch verfahren nach dem Motto: "Was kümmert uns hier das Grundgesetz? Wenn wir es ernst nehmen, würden unsere Beichtväter ja die Milliarden nicht mehr bekommen."
Umgekehrt klammern sich die deutschen Kirchenführer verbissen an das deutsche Staatsgefüge und vergewissern sich der Kumpanei ihrer Lobbyisten in der Politik.

Doch immer mehr Menschen ahnen, dass es auf Dauer keinen "äußeren Halt" mehr gibt, nicht bei den Politikern und ihren Regierungen und auch nicht für die Institutionen Kirche, die - trotz Privilegierung - mehr und mehr "nach unten" sinken, wo sie niemand auffängt, weil sie dort nur auf Ihresgleichen treffen.

Dabei hatten die Großkirchen bei ihrem Widerspruch gegen die Lehre von Jesus hier zumindest Hemmschwellen eingebaut, indem sie im Laufe ihrer Geschichte immer wieder "strenge" Kriterien für einen angeblich "gerechten Krieg" bzw. eine "sittlich erlaubte Verteidigung" entwickelt haben oder für ein so genanntes "Widerstandsrecht" in "äußersten Notfällen". Doch in der Ukraine waren die Voraussetzungen für einen angeblich "gerechten" Aufstand gemäß dem kirchlichen "Widerstandsrecht" nicht annähernd gegeben, doch was kümmert die Politik oder die Kirche ihre Lehren von gestern? Wenn jemand nachgefragt hätte, würde man dies eben entsprechend zurecht biegen. Man hat im Bereich der Ethik also im Westen praktisch die bisherigen Staatslehren aufgegeben, auch wenn sie teilweise noch in älteren Schulbüchern stehen. Und man hat sie faktisch durch eine Lehre von der Durchsetzung der eigenen Interessen ersetzt, wobei immer so genannte "humanitäre" Gründe vorgeschoben werden - einerlei ob dies stimmt, ob es teilweise stimmt oder ob es nur Blendwerk für die Durchsetzung der eigenen Interessen ist.
Und im Ukraine-Konflikt kam eine Respektlosigkeit gegenüber der ursprünglichen Regierung hinzu, deren Politik einem ein Dorn im Auge war und die sich auch bei großen Teilen der Bevölkerung unbeliebt gemacht hat, was es dann auch leichter machte, gegen sie Stimmung zu machen.

6 - Ablehnung des Gottesgebots

Hinter all´ dem Blutvergießen steckt jedoch als tiefer liegende Wurzel die Ablehnung des eindeutigen Gottesgebotes "Du sollst nicht töten" (das 5. Gebot der Zehn Gebote) durch Menschen, die sich "Christen" nennen. Und so war es schon immer in den letzten 2000 Jahren.
Die alte ukrainische Regierung hatte angesichts der Drohungen des Westens, allen voran Deutschlands, darauf hingewiesen, dass die Opposition die Demonstranten zum bewaffneten Kampf aufgerufen habe. Daher sei sie "vollständig verantwortlich für den beispiellosen Ausbruch von Gewalt und Gesetzlosigkeit" (ntv.de, 19.2.2014). Die westlichen Politiker wiederum haben gemäß ihrer Interessenlage nicht (oder kaum) die Gewalt der Aufständischen verurteilt, die man mit dem "Volk" gleich setzte, sondern sie haben meist nur die Gewalt der Staatsmacht verurteilt. Zweierlei Maß also auch hier, oder weniger freundlich ausgedrückt: Ein Geheuchel. Letztlich war klar: Sie wollten immer die alte Regierung möglichst bald beseitigt haben und durch eine Regierung oder Übergangsregierung ersetzen, die eben ihre Interessen vertritt.
Und deren Vertreter drehten dann nach dem Sturz der Regierung sogleich den Spieß herum: Während alle verhafteten Aufständischen, auch solche, die möglicherweise Polizisten getötet hatten, frei gelassen wurden, schrieb man den Präsidenten wegen "Massenmord" zur Fahndung aus. Er soll vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angeklagt werden.

Zum Vergleich: Andere ehemalige Staatschefs in anderen Aufständen wurden getötet. Doch was hatte es gebracht, dass Saddam Hussein gehängt wurde oder Muammar al-Gadaffi zu Tode misshandelt wurde? Haben die Umstürze zu mehr Frieden oder Gerechtigkeit geführt, zu weniger Gewalt, zu weniger Todesopfern und zu mehr Wohlstand, Sicherheit, Freiheit und Glück der Bürger? Oder zeigte sich überall: "Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten." Und: "Die Geister, die ich rief ..."?
Jesus von Nazareth, auf den sich Politiker und Kriegsbefürworter zu Unrecht berufen, sprach überhaupt nicht von einem Einsatz von Gewalt, sondern Er sagte: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist" und "Mein Reich ist nicht von dieser Welt". Bewaffnete Aufstände gegen Regierungen, die es auch zu Seiner Zeit gab, unterstützte Er nicht, da sie nicht den Gottesgeboten entsprechen. Und E segnete auch niemals das Tun von Obrigkeiten, wenn diese mit Gewalt bzw. mit Tötungen Aufstände niederschlagen. Die Kirchenführer jedoch haben solche "Segnungen" seit Jahrhunderten durchgeführt, indem sie immer wieder Kriege und Gewaltausbrüche absegneten, wenn diese eben im Dienste ihrer Interessen standen. Jesus von Nazareth hingegen war unmissverständlich - wenn man dieses modernere Wort verwenden möchte - "Pazifist". Die Kirche jedoch hat Seine Lehre angeblich "verbessert", genauer gesagt: ins Gegenteil verkehrt, und sie tut dies bis heute. Seine Lehre sei angeblich "Utopie", und das Resultat der kirchlichen "Verbesserungen" erlebt man seit nahezu 2000 Jahren und nun kommt es auch hier zu Eskalationen.

7 - Korruption als "Privileg" von gerade Regierenden?

Hauptvorwurf der ukrainischen Demonstranten und Rebellen an die Regierung war ursprünglich: Korruption; man spricht vom "Janukowitsch-Clan", der sich offenbar in erheblichem Ausmaß bereichert hat, indem man Millionen aus dem Staat heraus gezogen hat. Die Frage, wer welche Konten zu welchem Zweck wo geführt hat und was davon noch staatlich ist und was dem Zugriff der Clans offen stand, und - allgemein - welche Milliarden wann wohin geflossen sind, ist auch Teil des Chaos nach dem Umsturz.
Korruption und Bereicherung, das ist es aber auch, das ebenfalls den ehemaligen Oppositionspolitikern in der Ukraine vorgeworfen, als diese zuletzt an der Regierung waren, z. B. die "Gasprinzessin" (da sie Chefin eines Energiekonzerns war) Julija Tymoschenko.
Wir können alle die gegenseitigen Anklagen gegenüber Ex-Regierungsvertretern und Ex-Oppositionspolitikern nicht auf ihre Richtigkeit prüfen. Doch allgemein könnte man wohl sagen: Korruption sozusagen als "Privileg" der gerade Regierenden, und das vermutlich weltweit. Und außerdem haben offenbar nicht nur der bisherige Regierungschef, seine Vertrauten und seine Minister "ihr" Geld im Westen angelegt, sondern vermutlich doch auch entsprechend reiche Vertreter der Opposition. Dmitrij Trenin, russischer Außenpolitik-Experte erklärt: "Der Maidan hat leider die Chance verpasst, sich zu einem Aufstand gegen die Korruption zu wandeln. Alle ukrainischen Machthaber der vergangenen Jahre waren korrupt, wenn es auch selten so offenkundig und so widerlich war wie bei Janukowitsch. Aber die Nationalisten haben die Revolution gekapert und gestohlen" (spiegel.de, 1.3.2014), was die westlichen Politiker jedoch nicht wirklich störte, denn sie haben ja noch ganz andere Interessen.
Die Korruption ist nur ein, wenn auch gravierendes Indiz dafür, wie alle Ordnungen weltweit mehr und mehr aus den Fugen geraten und wie Ethik und Moral auf einen Tiefpunkt nach dem anderen fallen. So gilt vielfach: "Einer gegen den anderen, und jeder für sich selbst". Wohin das "Weltenschiff" dabei treibt, dafür zeichnen anerkannte Wissenschaftler mehr und mehr dunkle Prognosen. Die Zehn Gebote, durch Mose gegeben, und die Bergpredigt des Jesus von Nazareth werden meist links liegen gelassen, vor allem auch von Politikern, die sich "christlich" nennen.

8 - Hoffnungsträgerin Timoschenko: "Zu den Waffen greifen", "Russen fertig machen", dem "Drecksack Putin ... in den Kopf schießen"

Die berüchtigte "Gasprinzessin" wird auch eines Auftragsmordes an einem Parlamentsabgeordneten beschuldigt, was sie allerdings bestreitet (z. B. spiegel.de, 9.8.2012). Wenige Stunden, nachdem die "Gasprinzessin" und frühere Regierungschefin Julija Tymoschenko vorzeitig aus dem Gefängnis frei gelassen wurde, hetzte sie sogleich die sich gerade etwas beruhigende aufständische Menschenmenge neu auf. Den bisherigen Oppositionsführern um Vitali Klitschko warf der "Racheengel" (focus.de, 23.2.2014) sogleich "zu wenig Schärfe" gegenüber der bisherigen Regierung vor (spiegel.de, 23.2.2014). Und die gestürzten Regierungsvertreter verhöhnte sie als "Abschaum". "Wir müssen Janukowitsch und den Abschaum um ihn herum auf den Maidan bringen", so "wütet" sie vor der Menschenmenge (focus.de, 22.2.2014). Was dort dann geschehen wäre, darüber kann jeder selbst nachdenken. Und wenige Wochen später beschuldigt die vom Westen hofierte und anscheinend eine Zeitlang bedingungslos unterstützte Gas-Oligarchin den russischen Präsidenten in einem hasserfüllten Interview voller Schmähungen: "Er legt es darauf an, die Welt zu zerstören" (bild.de, 19.3.2014). Er schere sich "einen Dreck" um uns. "Dass dieser Mann psychische Probleme hat", war der eine Bereich der Schmähungen gegenüber Wladimir Putin. Politisch rückte sie ihn immer wieder in die Nähe zu Adolf Hitler.

Dabei sind es umgekehrt die ukrainische Nationalisten, die durch den Maidan-Aufstand an die Regierung kamen, welche die Krieger der unterschiedlichen SS-Divisionen "Galizien" bis heute verehren (z. B. daserste.ndr.de). Diese hatten in den 40er-Jahren von Lwiw (Lemberg) aus im Auftrag Hitler-Deutschlands Völkermorde durchgeführt, wobei sich ein ukrainischer SS-Verband "vor allem durch Grausamkeiten gegenüber der polnischen und jüdischen Bevölkerung hervortat, unter anderem bei Massakern in Huta-Pienicka, Podkamién und Palikrowy" (mehr dazu z. B. bei de.wikipedia.org). Wenn von Massakern an der "polnischen" Bevölkerung die Rede ist, dann muss man aber dazu sagen, dass der Westen der heutigen Ukraine mit seiner Metropole Lwiw damals der Osten Polens war. Auch das erklärt mit die völlig unterschiedlichen staatsbürgerlichen "Identitäten" der West- und der Ostukraine und noch einmal eine andere Identität der Bewohner der Krim. Und was die von den heutigen ukrainischen Rechtsradikalen verehrte SS Galizien betrifft: Es handelte sich also um Massaker an der eigenen Zivilbevölkerung. Heute ist das frühere ostpolnische Lwiw, das damalige Hauptquartier auch der SS-Verbände, das Zentrum der prowestlichen ukrainischen Kräfte, Hochburg der rechtsradikalen Partei Swoboda und anderer extrem nationalistischer Kräfte wie dem "Rechten Sektor".

Weiterhin beschwor die Frau mit dem markant geflochtenen Haarkranz, der anscheinend einem Heiligenschein nachempfunden ist, die Eskalation des Kriegerischen mit den Worten:
"Wir müssen unser Land verteidigen – koste es, was es wolle ... Wir werden uns verteidigen ... Wir sind gezwungen, dem Aggressor Eins gegen Eins gegenüber zu stehen. Wir sehen keinen anderen Weg."
Was aber bedeutet "koste es, was es wolle" und "Wir sehen keinen anderen Weg"? Darf es also auch einen Dritten Weltkrieg "kosten" und die Vernichtung der Zivilisation, und wird aus der "Gasprinzessin" dann die apokalyptische "Kriegsfurie"?
Hasserfüllt wütete die vom Westen vielfach hofierte Russland-Gegnerin in einem Telefongespräch: "Ich bin selbst bereit, eine Kalaschnikow in die Hand zu nehmen" (zit. nach stuttgarter-zeitung.de) "und dem Drecksack [Putin] in den Stirn zu schießen" (spiegel.de, 25.3.2014) - also Bereitschaft für einen Mord auch ohne Auftragskiller: "Man müsse zu den Waffen greifen und die Russen ´fertig machen, zusammen mit ihrem Anführer`. Timoschenko benutzt für die Russen dabei die abfällige Bezeichnung ´Kazap`. Überhaupt würzt sie den Dialog mit allerlei russischen Schimpfworten, die mit deutschen Begriffen wie ´verdammt`, ´Dreck` oder ´russische Hunde` eher harmlos übersetzt sind." Dass sie auch zum Völkermord an den acht Millionen Russen, die hauptsächlich im Osten der Ukraine wohnen, aufgerufen habe, bestreitet sie jedoch. Dies sei eine Manipulation gewesen.
Nur wenige Tage zuvor ein anderes Bild: "Julija Timoschenko war mit einer umjubelten Rede der Star auf dem Kongress der Europäischen Volkspartei" am 6.3.2014 in Dublin, wo auch die Vertreter der CDU anwesend waren. "Sofort scharen sich die Fotografen um sie und die wichtigen und weniger wichtigen EVP-Politiker stellen sich an, um die Frau mit dem blonden Zopfkranz zu begrüßen ... Timoschenko umarmt, weint, gibt Küsschen links und rechts." Mit frenetischem Applaus der konservativen europäischen Politiker wurden ihre Worte bedacht, die wie die Worte einer neuen "Heilsbringerin" wirkten: "Zum ersten Mal in der Geschichte sind Ukrainer gestorben und haben dabei die europäische Fahne in den Händen gehalten" (spiegel.de, 6.3.2014). Sind das nun schon die letzten Vorboten für einen großen Krieg oder kann dieser noch einmal abgewendet werden?
Doch das alles sagt auf jeden Fall einiges über das immer mehr sinkende Niveau der westeuropäischen Volksparteien aus.

In diesem Zusammenhang könnte noch einmal an die Frage erinnert werden: Wer hat eigentlich die Scharfschützen für die Morde auf dem Maidan-Platz bestellt, welche sowohl Polizisten im Dienste der früheren Regierung als auch bestimmten Aufständischen durch die Hälse schossen, was den Aufstand schließlich zum "Erfolg" führte, dem Sturz der bisherigen Regierung? Die vom Westen nahezu bedingungslos unterstütze illegitime Übergangsregierung, aus deren Reihen Vertreter im Verdacht stehen, hat das Massaker nicht aufgeklärt bzw. nur ihre Mutmaßungen dazu gegeben. Wer also hat alles noch Tötungswünsche, und wer lässt seinen Wünschen dann auch die entsprechenden Taten folgen?

Wer ist die Frau, die in der Ukraine so massiv die westliche Welt mit ihren angeblich christlichen Werten vertritt? Als Julija Timoschenko selbst noch Regierungschefin war, wurde ihr "egoistisches" und "undurchsichtiges" Verhalten vorgehalten, und nach ihrer Abwahl wurde sie wegen vermeintlichem Amtsmissbrauch inhaftiert. Zu den Anklagen gehörten "Missbrauch öffentlicher Gelder, Betrug und Geldwäsche durch Beamte, mehrere Ministerien und private Unternehmen" (Wikipedia, Stand: 23.2.2014). Außerdem wurde ihr "Steuerhinterziehung", "Verdacht auf Veruntreuung von 295 Millionen Euro in ihrer Zeit als Chefin des Energiekonzerns EESU" und vieles weitere mehr vorgeworfen. "Ihr schneller Aufstieg war nur möglich dank der Protektion ihres Mentors und Freundes Pawlo Lasarenko, ... von 1996 bis 1997 Ministerpräsident der Ukraine. Danach fiel er in Ungnade und flüchtete in die USA, wo er 2006 wegen Korruption und Erpressung zu neun Jahren Gefängnis verurteilt wurde. In jenem Verfahren tauchten Dokumente auf, die darauf hindeuten, dass Tymoschenko ihrem einstigen Gönner bis zu 100 Millionen Dollar zukommen ließ." Auch ermittelt die Staatsanwaltschaft "wegen des Verdachts, sie habe im Jahr 2003 versucht, Richter des Obersten Gerichtshofs der Ukraine zu bestechen" (Wikipedia, Stand: 20.3.2014). "Das Vermögen von Tymoschenko wurde 2007 auf mehrere Hundert Millionen Dollar geschätzt." Ihre vielen Millionen sind vermutlich ebenso zu einem großen Teil im Westen angelegt wie die vielen Millionen von Dr. Klitschko.
Die "Gasprinzessin" ist auf jeden Fall wieder die Hoffnungsträgerin des Westens und auch der Lutheraner. Serge Maschewski, der Bischof der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Ukraine, "setze große Hoffnungen in Julia Timoschenko" (idea-spektrum Nr. 9, 26.2.2014). Auf Christus vertrauen die Lutheraner ja sowieso nicht. Stattdessen in diesem Fall auf Timoschenko.

Julija Timoschenko kündigt Weltkrieg zur Zerstörung Russlands an - CSU plante kurz zuvor, sie für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen

Die Präsidentschaftskandidatin und Hoffnungsträgerin von USA, dem Westen und von Kirchenvertretern setzt gegenüber Russland auf Krieg. In einem abgehörten Telefongespräch sagte sie unter anderem wörtlich:

"Ich werde die ganze Welt (gegen Russland) erheben, sobald ich es kann, damit - verdammt - von Russland nicht einmal ein verbranntes Feld übrig bleibt."

Bild.de schreibt dazu: "Mit solch harten Äußerungen wolle sie sich als Nationalistin beweisen und im antirussisch geprägten Westen des Landes Stimmen sammeln" (26.3.2014). Der SPD-Politiker Niels Annen hat darauf hin Bundskanzlerin Angela Merkel und die CDU gebeten, ihren "guten Draht" zu nutzen und "mäßigend auf Frau Timoschenko einzuwirken".

Wenn hier aber nicht deutlich mehr passiert angesichts solcher Weltkriegs-Drohungen, zeigt das nur das abgrundtiefe Niveau, auf das sich der Westen bei seiner neuerlichen Einmischung hat hinunter ziehen lassen.
Öffentlich wird die ukrainische Spitzenpolitikerin diese Worte sicher nicht wiederholen, doch was wird im Hintergrund alles vorbereitet? Außerdem sind alle Gedanken weit unterschätzte Kräfte, und ihr Inhalt drängt immer zur Verwirklichung.

Im Januar 2014 hatte die CSU noch angekündigt, Julija Timoschenko für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen (augsburger-allgemeine.de). Was aus diesem Vorschlag geworden ist, ist nicht bekannt, der Vorschlag wurde dann offenbar doch nicht gemacht.
Mehr zum Handeln der ehemaligen Regierungschefin, welche die demokratische Wahl 2010 gegen den durch den Aufstand 2014 gestürzten Präsidenten Janukowitsch verloren hatte.

Derzeit stellen ihre beiden Vertrauten den Übergangs-Präsidenten (Pfarrer Turtschinow) und den Übergangs-Regierungschef (Laien-Katholik Jazenjuk).

Laut dem deutschen Außenminister Steinmeier (evangelisch, SPD) sei "nun" (26.3.2014) Russland "am Zug", wenn es den "Frieden" wolle.
Es ist wie immer bei machtpolitischen Konflikten, an denen der Westen zuletzt beteiligt war:
"Der andere ist schuld. Der andere muss nachgeben. Der andere muss sich beugen. Die Position des anderen ist unannehmbar. Der andere ist gefährlich. Der andere muss gestoppt werden. Der andere muss beweisen, dass er würdig ist, dass man mit ihm Gespräche führt", usw. usf. "Oder wir werden ihm schon zeigen, wer am längeren Hebel sitzt."
Ein Abwägen der unterschiedlichen Sichtweisen bzw. ein Hinterfragen, wo man vielleicht gemäß seinen eigenen Maßstäben selbst schuldig geworden ist, findet nicht statt.

PS: Dies ist vergleichbar der Haltung, wie sie die katholische Religion in die Hirne und Herzen der Gläubigen bis heute eingepflanzt hat und wo ein Dogma bis heute lautet: "Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig. Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir." "Wir" - als der Maßstab aller Dinge.

AKTUELL: OBAMA AM 27.3.2014 ZUR PRIVATAUDIENZ BEIM PAPST - BEKOMMT ER DORT ANWEISUNGEN?
Und am Ende sollen gemäß dieser Lehre alle, die sich nicht unterworfen haben, in einer angeblich ewigen Verdammnis ein für alle Mal beseitigt werden; vgl. Julija Timoschenko,  "... damit - verdammt - nicht einmal ein verbranntes Feld übrig bleibt".

Alles das, das Religiöse wie das Politische, kommt aus den gleichen Wurzeln.

9 - Wirtschaftliche, religiöse und militärische Interessen

Letztlich verfolgt auch in diesem Konfliktherd jeder Beteiligte in erster Linie seine eigenen Interessen und die Interessen derer, denen er als Lobbyist dient - so auch der Außenminister der USA, der überzeugte Katholik John Kerry, der auf der so genannten Münchner Sicherheitskonferenz vom 31.1. - 2.2.2014 mit den Anführern der Revoltierenden sprach und ihnen die volle Unterstützung zusagte, während er die gleichzeitig anwesenden Regierungsvertreter der Ukraine entsprechend links liegen ließ, eine unter Staats-Vertretern nahezu beispiellose Brüskierung und Demütigung: "Die USA und die Europäische Union stehen an der Seite des ukrainischen Volkes in diesem Kampf", so Kerry wörtlich. Dies konnte als eine eindeutige Ermutigung oder gar Aufforderung an die Demonstranten verstanden werden, den Aufstand gegen die eigene Regierung fortzusetzen und zu verstärken; und auch als Einladung an weitere noch zurück haltende Gruppierungen und Menschen, sich dem Aufstand anzuschließen, da er vom Westen gefördert und angefeuert würde. Und stern.de beschreibt die Position des USA-Außenministers weiter mit den Worten: "Das Land dürfe sich nicht nur Richtung Russland orientieren." (stern.de, 2.2.2014)
Doch davon konnte überhaupt nicht die Rede sein. Zuletzt hatte der US-Konzern Chevron mit der bisherigen Regierung ausgehandelt, sieben Milliarden Euro in der Ukraine für die Ausbeutung der Schiefergas-Vorkommen (mithilfe der Umwelt zerstörenden Fracking-Technik) zu investieren (gas-magazin.de, nicht mehr erreichbar). Und Chevron ist nicht der einzige westliche Konzern, der bereits unter der Regierung Janukowitsch in der Ukraine mitmischte. Doch für das weitere Engagement wünscht man sich offenbar eine eindeutig die westlichen und die US-Interessen vertretende Regierung. 

Geht es um die Kontrolle des milliardenschweren Öl- und Gastransportgeschäfts?

"Mit dem Zerfall der Sowjetunion hat Moskau kaum abschätzbare Verluste einstecken müssen. Kürzlich hat sich bereits China, der gigantische Nachbar im Osten, als weltgrößter Energieverbraucher in Kasachstans Ölindustrie eingekauft. Aber es geht nicht nur um den Zugriff auf die Rohstoffe allein. Die Kontrolle über die Transportwege und Pipeline-Routen ist mindestens von gleichwertiger Bedeutung ... Wer die Krim kontrolliert, kontrolliert die Seehoheit über das Schwarze Meer, auf dessen Grund russische Pipelines Öl und Gas an der Ukraine vorbei nach Westen transportieren sollen. Durch die Brille Moskaus betrachtet, haben seit Jahrzehnten von den USA angeführte westliche Kräfte versucht, ... sich an das Kaspische Meer heranzurobben. Erhielte diese Interessengruppe jetzt noch Einfluss auf die Ukraine und die Krim, wäre Moskau vom milliardenschweren Öl- und Gastransportgeschäft so gut wie abgeschnitten."
(Frankfurter Neue Presse, 14.4.2014)

"Es geht um die Konfrontation und Kontrolle Russlands, das über ein Drittel der globalen Rohstoffreserven verfügt. Zbigniew Brzezinski, der ... Berater Obamas, hat das ganz klar gemacht: Die Kontrolle der Energiereserven Zentralasiens und Russlands ist unabdingbar, wenn die USA als einzige Supermacht ihre Doktrin ... durchsetzen wollen." (Mathias Bröckers in Frankfurter Rundschau, 28.8.2014)

Die USA drohte weiterhin auch Russland und warnte die Regierung Russlands eindringlich davor, "sich in den Machtkampf in der Ukraine einzumischen" (wdr.de, 1.2.2014). Das ergibt sich daraus, dass man sich stattdessen selbst dort verstärkt einmischt und im Machtkampf der Großmächte und Systeme die Auseinandersetzungen im Sinne der westlichen Interessen entscheiden will. Dabei wurde der Anteil der Russen und der russischen Sprache in der Ukraine und die Bedeutung, die das Nachbarland für Russland und seine Bürger auf vielfache Art und Weise hat, von den USA-Politikern in diesem Zusammenhang schlicht weg gewischt; auch der Tatbestand, dass es bis zur staatlichen Unabhängigkeit der Ukraine überhaupt keine Grenze zwischen Russland und der Ukraine gab. Es wird schlicht gedroht nach dem Motto: "Mischt euch nicht ein. Wir kommen von jenseits des Atlantiks, und das ist unsere Sache."

Und auch der von seinen eigenen Lehren bis ins Absurde und Psychopathische hinein überzeugte Vatikan hat ein religiös machtpolitisches Interesse in der Ukraine. Man will den orthodoxen Slawen das "Papstamt" "schenken", also die orthodoxen Kirche in der Ukraine oder in Russland wieder Rom unterwerfen. Die kostenlose Verpflegung der Demonstranten, Aufständischen und Barrikadenbauer in der ukrainischen Hauptstadt Kiew durch die römisch-katholische Caritas ist dabei wohl nur ein kleiner Vorbote (siehe theologen.wordpress.com), und US-Präsident Obama hoffte in der Ukraine unverhohlen auf eine neue "Regierung mit größerer Rechtmäßigkeit und Einheit", als die alte Regierung noch im Sattels saß. (stern.de)
Die Worte der US-amerikanischen Politiker bedeuten: Man hatte die noch amtierende und immerhin demokratisch gewählte Regierung bereits einige Zeit vor ihrem Sturz fallen gelassen, und sie wurde aus dem Westen - laut Boxersprache - bereits "angezählt".

10 - Wie sich durch abwertende Kommunikation Aggressionen aufbauen können

Nun ist bei der Auseinandersetzung anstelle der früheren ukrainischen Regierung die russische Regierung getreten. Dabei war die Drohung an Russland, sich nicht einzumischen, nur die bis dahin letzte einer Vielzahl von westlichen Brüskierungen, Abwertungen, selbstgerechten Belehrungen oder Beschuldigungen in den letzten Wochen, Monaten und Jahren (zuletzt anlässlich der Olympiade in Sotschi), was von dessen Regierung immer wieder notgedrungen hingenommen wurde. Was sich bei einer solchen Kommunikation aber an gegenseitigen Aggressionen aufbauen kann, wird oft nicht gleich im Äußeren sichtbar. Doch in Gedanken und Empfindungen kann es weiter wirken und einzelne Menschen mehr und mehr ins Kriegerische hinunter ziehen: Beim Einen, der seinen Abwertungen keinen Einhalt gebietet und der sich bei jedem Konflikt beispielsweise in seiner negativen Haltung dem Anderen gegenüber bestätigt sieht. Und beim Anderen, der es sich womöglich nur vordergründig gefallen lässt, aber darauf sinnt, irgendwann den Spieß herum zu drehen und beispielsweise Vergeltung für eine tatsächliche oder vermeintliche Ungerecht-Behandlung zu üben. Und dieses Kriegerische, das sich auf allen Seiten aufbaut und nicht behoben wird,  kann dann irgendwann durchbrechen, worin die große Gefahr auch eines äußeren Krieges besteht.
Wiederholt wurde vor allem der Regierung Russlands in den letzten Jahren von den westlichen Meinungsführern sinngemäß vorgeschrieben, was sie tun müsse, um von den "Guten" anerkannt zu werden und was sie lassen müsse, damit sie nicht zu den "Bösen" gerechnet würde, nicht zuletzt im Konflikt in Georgien im Jahr 2008. Oft wurden die russischen Regierungen also hochmütig von oben herab behandelt, selten auf Augenhöhe, und meist verbrämt mit vordergründig ethischen Argumenten, hinter denen man die eigenen Machtinteressen verborgen hat.

Darin spiegelt sich in einem solchen Verhalten auch die Haltung der römisch-katholischen Kirche und des Vatikans gegenüber anderen als "defizitär" betrachteten Religionen und Konfessionen wieder, auch wenn sich diese hinter vordergründiger Höflichkeit verbirgt. Faktisch werden Andersgläubige in eine ewige Hölle verflucht, auch wenn man diese Haltung in unseren Zeiten mehr unter dem Teppich hält. 

11 - Autor Rolf Hochhuth: "NATO im Osten, das gibt Krieg."

Was hier in der Ukraine-Politik passiert, hat eine Vorgeschichte:
Am 28.5.1998 schrieb der bekannte Autor und Publizist Rolf Hochhuth (z. B. Theaterstück Der Stellvertreter) in der Zeit warnende Worte: "Keine Frage, dass die Nato mit ihrer Abwerbung der Anrainerstaaten Russlands ins atlantische Bündnis auf Stabilisierung des Friedens zielt - dass sie aber dennoch damit die Weichen zum Dritten Weltkrieg stellt. Ein Dritter Weltkrieg wird möglich sein, sobald diese unverantwortliche Isolierung der Russen sie in die Arme Pekings zurückgescheucht hat ... Prophet muss niemand sein, zu wissen, dass keine Großmacht ... es hinnehmen kann, derartig isoliert zu werden, wie Russland das zur Zeit ... geschieht." Zusammenfassend: "Nato im Osten, das gibt Krieg".

Das war bereits 1998. Hintergrund war damals ein "Partnerschaftsvertrag" zwischen NATO und der ehemaligen Sowjetrepublik Ukraine im Jahr 1997, der auf einen zukünftigen Beitritt abzielte.
Doch 2014 ist der Sachverhalt noch weit gravierender. Die völlige Isolierung Russlands ist das erklärte Ziel der USA-Regierung unter Präsident Obama und dem Vatikan-Verehrer und Außenminister John Kerry (am 3.3.2014 bekannt gemacht). So deren Zielsetzung anlässlich des aus den Ukraine-Unruhen entstehenden Krim-Konflikts, wenn sich die russische Regierung nicht den Vorstellungen des Westens für Osteuropa beuge. Zu diesem Szenario gehören beispielsweise Reiseverbote für russische Bürger, ein Ausschluss Russlands von allen Verhandlungen und eine Beschlagnahmung russischer Finanzreserven im Westen. Derweil heizen selbstgerechte westliche Politiker den Konflikt weiter auf. Ein einflussreicher Grünen-Politiker (Daniel Cohn-Bendit) forderte gar schon jetzt den Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland durch den Westen.
Bereits 2008 hatte der russische Präsident Wladimir Putin gewarnt, ein von den USA forcierter NATO-Beitritt der ehemaligen Sowjetrepublik Ukraine würde von Russland als Bedrohung betrachtet werden. Und schon damals antwortete die NATO teilweise provozierend und stellte der Ukraine 2009 (im Verlangen nach der eigenen Machterweiterung) weiterhin die NATO-Mitgliedschaft in Aussicht. Das heißt: Die so genannte "Demarkationslinie" zwischen West und Ost verliefe direkt an der Grenze zu Russland, ja mehr noch: So hat nämlich seit den Zeiten der Sowjetunion die Schwarzmeerflotte der damaligen UdSSR (und heute vor allem Russlands) ihren Hauptstützpunkt in Sewastopol auf der überwiegend von Russen bevölkerten Halbinsel Krim, um nur ein Beispiel zu nennen. Die russische Flotte wäre dann bei einem NATO-Beitritt der Ukraine plötzlich im Westen "stationiert" und von russlandfeindlichen ukrainischen Nationalisten umgeben oder am Ende gar abhängig, und wer weiß, welche militärischen "Planspiele" in den Köpfen der Politiker dies alles noch hervor ruft.
Dazu die Frage: Würde denn die Regierung der USA ein solches Szenario hinnehmen, wenn es sie betreffen würde? Zur Erinnerung: Sie drohte 1962 ja bereits mit einem Krieg gegen Russland, was den Dritten Weltkrieg zur Folge gehabt hätte, als die damalige Sowjetunion in Kuba Raketen stationieren wollte, obwohl Kuba ein eigenständiges Land ohne US-amerikanische Militärstützpunkte war. Die Russen haben darauf hin nachgegeben und den drohenden Krieg verhindert.
Und durch die Besetzung der Krim wurde der möglichen Einverleibung der russischen Schwarzmeerflotte in angehendes NATO-Hoheitsgebiet erst einmal ein Riegel vorgeschoben.

12 - Westen will "Integration" der Ukraine - NATO: "Wir stehen an Kiews Seite" - US-Söldner offenbar bereits in der Ukraine

Derlei geostrategische Überlegungen - gleich von welcher Seite - haben zwar nichts mit der christlichen Botschaft zu tun (die man philosophisch auch unter dem Motto "Verbinde und sei" charakterisieren könnte), sondern sie entspringen immer den dunklen Prinzipien von "Trenne, binde und herrsche". Doch die "Goldene Regel" von Jesus ("Alles, was ihr wollt, das euch die anderen tun, das tut ihr ihnen zuerst" / "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu") könnte auch auf diesen Gebieten zumindest dazu verhelfen, weiteres Unheil einzudämmen oder zu stoppen.
Der vom Westen bekämpfte ehemalige Präsident Wiktor Janukowitsch hatte deshalb die Ukraine unter Abwägen von Risiken und Chancen auch zu einem "blockfreien Staat" gemacht und den Schritt in die frühere Neutralität auch damit begründet, dass die Mehrheit der Bevölkerung einen NATO-Beitritt ablehnt. (z. B. Rheinische Post, 6.4.2010)
Doch der Westen will die Ukraine in seinen Machtbereich einverleiben und verhindern, dass die ehemalige Sowjetrepublik dem östlichen "eurasischen" Verbund Russland-Weißrussland-Kasachstan beitritt. "Schon bei einem Gespräch im Januar [2014] machte Obamas Vize-Sicherheitsberater Ben Rhodes die Bedeutung der Ukraine für die USA deutlich. Die ´Orientierung und Integration` [!] in Richtung Westen sei sowohl für die Ukraine als auch Europa und die USA mit Blick auf die wirtschaftlichen (!) und politischen Beziehungen vorteilhaft" (spiegel.de, 25.2.2014). Das ist aber ein Aspekt für einen zurück gekehrten "Kalten Krieg", weil eine "Integration" der kompletten Ukraine "in Richtung Westen" von Russland und bisher auch von der Mehrheit der Bevölkerung nicht befürwortet wird. Umgekehrt erklärt sich von daher auch die von Anfang an bedingungslose westliche Förderung des Aufstands bzw. der "Revolution" in der Ukraine. Bild.de schreibt weiter am 9.3.2014: "Kämpfen US-Söldner in der Ukraine?" Möglicherweise sind also längst private US-amerikanische Soldaten der Söldnerfirma Academi (früher Blackwater) in die Ukraine eingedrungen, die z. B. im Irak die regulären US-Truppen unterstützten, von der Aktivität von Geheimdiensten gar nicht zu reden. Und die NATO, die zuletzt mit ihren Kriegen so viel Unglück in die Welt gebracht hat (z. B. Irak und Libyen, vgl. auch Afghanistan), rasselt erneut mit Macht mit dem Kriegssäbel, diesmal gegen die Supermacht Russland: "Wir stehen an Kiews Seite", so der NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen (bild.de, 9.3.2014), sehr wahrscheinlich Mitglied der evangelischen Staatskirche Dänemarks. Und auch die deutsche "Verteidigungs"- oder besser Militärministerin Ursula von der Leyen, eine straff-gläubige Lutheranerin, fordert, falls sich Russland nicht beugt, Sanktionen und erklärt dazu: "Die NATO macht deutlich, welche Kräfte sie hat" (zit. nach focus.de, 10.3.2014). Und welcher Art diese "Kräfte" sind, wird sich in Kürze noch erweisen.

13 - Maidan-Aufständische sehen sich schon im "Krieg mit Russland"

Die NATO stehe also voll an der aus dem Maidan-Aufstand hervor gegangenen und nicht demokratisch gewählten einseitigen Übergangsregierung der Ukraine mit mehreren rechtsradikalen Ministern. Und diese wiederum verkündet durch den Katholiken Jazenjuk, der laut seinem Glauben das "Schwert" auch für seine Kirche führe: Die Ukraine werde auf der Krim "keinen Zentimeter aufgeben"; also das "überraschende" (ntv.de) Geschenk mit Zähnen und Klauen verteidigen, das sie 1954 vom ukrainischen Stalin-Nachfolger und Diktator Chruschtschow im Rahmen der Sowjetunion erhalten hatte, als dieser gerade "in einer Wodka-Laune" war (Der Publizist und Politik-Experte Peter Scholl-Latour, zit. nach bild.de, 19.3.2014). Wäre das also auch einen Dritten Weltkrieg wert mit der Zerstörung aller Zivilisationen? Ist Chruschtschow damit praktisch zum Gott der westlichen Zivilisation geworden, der 1954 quasi in einem Schöpfungsakt gehandelt hätte. Hat er also die seit dem 18. Jahrhundert von russischer Kultur und Geschichte geprägte Halbinsel, deren Bewohner mit sehr großer Mehrheit zu Russland gehören möchten, mit seinem "überraschenden" Geschenk für alle Ewigkeiten den Russen weg genommen? Könnten vernünftige Politiker nicht noch einmal darüber verhandeln? Bei einem ernsthaften Versuch müssten dann beide Seiten vordergründig Vorteile und Nachteile hinnehmen, aber es wäre ein Leichtes, dass bei beiden am Ende die Vorteile deutlich überwiegen. Der Staat Ukraine könnte z. B. großzügig finanziell dafür entschädigt werden, dass die heutigen Politiker das offenbar unter Wodka-Einfluss erhaltene "Geschenk" zurück geben, und sie könnten mit dem vielen Geld die Probleme ihrer Bürger mildern, wenn es ihnen denn wirklich um das Wohl der Bevölkerung geht.

Noch einmal zur Frage, ob Chruschtschow ein "Gott" ist: Immerhin hatte der ukrainisch-sowjetische Politiker ja offenbar einen Dritten Weltkrieg dadurch verhindert, dass er 1962 gegenüber der USA-Regierung nachgegeben hatte und keine sowjetischen Raketen in Kuba stationieren ließ, obwohl diese schon per Schiff unterwegs waren und solches völkerrechtlich unumstritten "legitim" gewesen wäre, wie es immer so schön heißt.
Könnte man den Verlauf der Geschichte dann nicht sogar so deuten: Die damaligen Gebete westlicher Politiker wurden von ihrem "Gott" erhört? Und heute kann man doch zumindest sagen: Wie gut, dass Chruschtschow nachgegeben hat und USA-Präsident John F. Kennedy keinen grausamen Weltkrieg begonnen hat, auch wenn der ukrainisch-sowjetische Diktator nicht wirklich ein "Gott" ist.

Im Jahr 2006 veröffentlichte der bekannte Journalist und Geopolitik-Experte Peter Scholl-Latour sein Buch mit dem Titel Russland im Zangengriff. Der Westen fühlt sich dabei sicher, dass er die Schrauben der Konfrontation immer weiter drehen kann, und dass er am Ende am großmachtpolitisch längeren Hebel sitzt. Dies jedoch könnte eine verhängnisvolle Täuschung mit unübersehbar negativen Folgen sein.
So wurden auch die Demonstrationen in der Ostukraine gegen die westliche ukrainische Übergangsregierung immer heftiger, aber dieses Mal fuhren keine westlichen Politiker hin wie zum Maidan-Platz und schüttelten die Hände. Im übertragenen Sinne: Als "Volk" gilt nur, wer den Westkurs befürwortet. Derweil hat für die Demonstranten und Ex-Aufständischen auf dem Maidan, die sich als Kontrollinstanz für die faktisch von ihnen eingesetzte Übergangregierung in Kiew verstehen, der Krieg schon begonnen: "Die Maidaner sehen sich im Krieg mit Russland" (welt.de, 10.3.2014). Einzelne Aufständische erklärten auch vor der Kamera im Interview mit Spiegel-TV, dass sie bereit zum Töten und zum Sterben seien im Krieg gegen "Putin". (10.3.2014)
Und über eine Ukrainerin heißt es bei welt.de: "Wenn die 36-jährige Kiewerin etwas zu essen braucht, dann geht sie zu einem ihrer vielen Freunde auf den Maidan. Oder sie stellt sich kurz in die Schlange vor einer der Suppenküchen auf dem Platz der Unabhängigkeit." Auf dem Maidan-Platz sorgt vor allem die römisch-katholische Kirche durch Gratis-Essen für die gute Laune der Aufständischen und hält diese apokalyptisch anmutende Parallelwelt, die sich als Speerspitze im "Krieg mit Russland" fühlt, am Laufen.
Ob die Kriegsherren unter den führenden Politikern dabei am eigenen Leib und in ihrer Seele ahnen, was Aufstand, Sanktionen und Krieg für die einfache Bevölkerung bedeuten würde, ist sehr unwahrscheinlich. Wann endlich distanzieren sie sich wenigstens von Christus und bekennen sich auch öffentlich zu den Mächten, an die sie sich in Wirklichkeit gebunden haben?

14 - Nobelpreisträger Solschenizyn attackiert "Absichten des zivilisierten Westens"

Noch drastischer als Rolf Hochhuth interpretiert der 2008 verstorbene Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn die Strategien westlicher Regierungen und ihre Militärführungen.
In der Welt am Sonntag vom 21.6.1998 warf der Nobelpreisträger "den USA, Frankreich und Großbritannien vor, Russland getäuscht zu haben. Sie hätten Gorbatschow versichert, die NATO niemals nach Osten ausdehnen zu wollen (youtube.com). Erst auf dieses Versprechen hin zogen sich die sowjetischen Truppen aus Osteuropa zurück. Solschenizyn wirft dem Westen außerdem vor, Russland versklaven und möglicherweise sogar aufteilen zu wollen". (zitiert bei Das Weisse Pferd Nr. 19/1998)
Solschenizyn wörtlich: "Entsprechend der Schwächung Russlands bis hin zu einem chaotischen Zustand, werden die auf uns bezogenen Absichten des zivilisierten Westens immer weniger verheimlicht, und blindwütige politische Feinde Russlands wie [Ex-USA-Außenminister] Kissinger oder [Ex-USA-Sicherheitsberater] Brzezinski äußerten sich nicht nur einmal in aller Öffentlichkeit dahingehend (ein ´überflüssiges Land` auf der Landkarte) ..." (Russland im Absturz, Wien 1999, S. 35). Wenn das alles so stimmen würde, wer weiß, was dann alles noch so in den Köpfen aggressiver Militärstrategen "durchgespielt" wird. Faktisch ist Russland das flächenmäßig größte Land der Erde mit neun Zeitzonen und bei einer Aufteilung des Landes infolge eines von außen geschürten "chaotischen Zustands", wie Solschenizyn befürchtet, würden sich die Machtverhältnisse in Europa und Asien natürlich erheblich verschieben.
Doch ausgerechnet Henry Kissinger kritisierte das Verhalten des Westens 2014 scharf. "Die Dämonisierung von Wladimir Putin ist keinen Strategie ... Der Westen muss verstehen, dass die Ukraine für Russland niemals nur ein fremdes Land ist" (zit. nach ntv.de, 6.3.2014). Das liegt daran, dass ca. 18 % der Bevölkerung der Ukraine Russen sind und die russische Sprache als Muttersprache sogar noch weiter verbreitet ist, bei ca. 40 % der Bevölkerung,  im Osten des Landes sogar als Sprache der großen Bevölkerungsmehrheit, die nun auch bei der Verwendung der russischen Sprache vielfach durch neue Gesetze gegen die russische Sprache drangsaliert wird.
Im Osten, wo die Menschen überwiegend Russisch sprechen, wird in enger Zusammenarbeit mit dem russischen Nachbarn offenbar auch der größte Teil des Bruttosozialprodukts erwirtschaftet, und dort hat man mit dem Maidan-Aufstand der in Richtung USA und Westen drängenden nationalistischen Oligarchen nicht viel zu tun.
Auf der Krim sind sogar die große Mehrheit der Bewohner Russen, und in manchen Landesteilen im Osten sind immerhin teilweise fast 40 % der Bevölkerung Russen. Henry Kissinger weiß das und könnte seine Landsleute einmal darüber informieren. Der Hauptgrund für die Eskalation liege nach Kissinger aber bei den ukrainischen Politikern selbst: "Die Politiker der Ukraine hätten die Kunst des Kompromisses nicht verstanden und würden stets versuchen, ihren Willen der jeweiligen Gegenseite aufzuzwingen" (ntv.de). Und hier müssen sich vor allem die deutschen Politiker fragen, wie viele Milliarden Euro aus den deutschen Steuereinnahmen sie einseitig einer der beiden ukrainischen Konfliktparteien überreichen wollen, solange überhaupt nicht gewählt wurde und gar nicht klar ist, wohin das Geld aus den Steuereinnahmen Deutschlands dann gepumpt wird. Vielleicht in einen Krieg, der ja auch schon ausgerufen wurde.

15 - Der westliche bzw. katholische Wahn totaler Rechthaberei, während der Gegner angeblich lüge

Fakt ist: Viele westliche Politiker, vor allem aus den USA und aus Deutschland, treiben die Isolierung Russlands - vor der Rolf Hochhuth wegen der großen Kriegsgefahr schon 1998 eindringlich warnte - auch 2014 weiter, verbunden mit fortgesetzten Attacken auf den russischen Staatschef und die Regierungen Russlands; und zwar seit vielen Jahren mit der ihnen eigenen Arroganz und kompromisslosen Rechthaberei, immer die angeblich "Guten" zu sein und dafür auch Gewalt anwenden zu dürfen; egal ob als Staatsgewalt oder als Revolutions- und Aufstandsgewalt. Dazu gehört auch die junge papsttreue römisch-katholische UN-Botschafterin der USA, Samantha Power, die Russland am 19.3.2014 "Landraub" auf der Krim vorwarf. Sie hatte sich mit einem Buch für diesen Posten "qualifiziert", in dem sie den USA vorgeworfen hatte, bis jetzt zu wenige Kriege geführt zu haben, um damit angeblich "humanitäre" Katastrophen zu verhindern. Sie gilt folglich als Hardlinerin für militärische Interventionen der USA, die ja ihrer Ansicht nach immer nur aus "humanitären" Gründen im Dienste des "Guten" gegen die "Bösen" weltweit Kriege führen. Jeder Krieg lässt sich mit solchen Phrasen begründen.
Zum Vergleich
: Auch die Dogmenlehre des Katholizismus ist davon durchzogen, auf Seiten des "Guten" und der "Wahrheit" zu stehen und sie wird präsentiert als totale Rechthaberei, bis hin zu pathologischen und absurden Zuspitzungen, und die Kirche ließ in ca. 1700 Jahren immer zum Schwert greifen und die "Schwerter" segnen, um Gegner auszumerzen. Und von dieser Lehre sind die meisten westlichen Politiker geprägt.
"Obama droht Putin mit völliger Isolierung" hieß es beispielsweise am 2.3.2014 (focus.de). Wobei den "Republikanern", der zweiten Großpartei in den USA neben den "Demokraten", das immer noch nicht weit genug geht. Welt.de schreibt beispielsweise über "die Angriffe der Republikaner auf Barack Obama, der als Schwächling geschmäht ... wird" (6.3.2014). Soll er damit in einen Krieg getrieben werden, dessen Ausmaße sich jetzt noch gar keiner vorstellen kann? "Niemand glaubt mehr an Amerikas Stärke", so lästert der 2008 dem evangelischen Präsidenten Obama unterlegene ebenfalls evangelische Vietnam-Jagdbomber und Präsidentschaftskandidat John McCain [Aktualisierung: der am 25.8.2018 verstorben ist], weil ihm die Pläne, Russland zu isolieren, nicht weit genug gehen (spiegel.de). Der offizielle Anglikaner John McCain ist regelmäßiger Kirchgänger der evangelisch-baptistischen Kirche (idea-spektrum Nr. 37/2008) und freut sich natürlich, dass mit Alexander Turtschinow jetzt ein Baptisten-Pastor verfassungswidrig an die Spitze der Ukraine befördert wurde (vgl. spiegel.de). Man ist sozusagen unter sich, auch im Missbrauch des guten Namens von Jesus, dem Christus.
Was würde McCain denn tun? Und was würden andere unter Seinesgleichen tun? Die Welt steht wahrlich am Abgrund, und ein Teil ist auch schon in den Abgrund gefallen. Die Dämonen von Gewalt und Gegengewalt, die beispielsweise durch einen Aufstand herbei gerufen werden, zielen - einmal entfesselt - auf Zerstörung und diese Zerstörungen fressen sich immer weiter voran und holen früher oder später auch die ein, die sich noch "sicher" wähnen.

Von der Goldenen Regel aus der Bergpredigt des Jesus von Nazareth "Alles, was ihr wollt, das euch der Nächste tut, das tut ihr ihnen zuerst" (oder als Sprichwort: "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu") ist man an diesem wie an allen anderen Konflikt- oder Kriegsschauplätzen dieser Welt meilenweit entfernt, vor allem, weil die Institutionen Kirchen die Bergpredigt von Jesus zur weltfremden Utopie erklären. Dabei könnte gerade mit der Einbeziehung der Goldenen Regel eine Politik zum größeren Wohl der Menschen gemacht werden, welche eine Umkehr von der bisherigen Kriegspolitik der letzten Jahrtausende andeuten würde. Doch wie gesagt: Gerade Politiker, die sich zu Unrecht auf Christus berufen, tun hier ganz bewusst das Gegenteil. Auch wenn es darum geht, selbstkritisch zuerst den Balken im eigenen Auge zu entfernen. Diese Lehre von Christus wird ebenfalls ignoriert. Da ist es auch nur Folklore und Maskerade, wenn der Papst vor seinen Predigtworten zur Ukraine zwei gezüchtete weiße Tauben von seinem Balkon auf dem Petersplatz in Rom fliegen ließ. Bezeichnenderweise wurden sie auch sofort von einem Raben und einer Möwe attackiert - ein Zeichen, dass die Friedensbotschaft nicht stimmt. Und so nehmen die Dinge weiter ihren Lauf in eine andere Richtung.

16 - Sturz des ukrainischen Präsidenten war verfassungswidrig, Abkommen für eine "Übergangsregierung der nationalen Einheit" wurde gebrochen

Russische Politikwissenschaftler befürchteten nach dem kurzen Krieg mit Georgien im Jahr 2008, dass "die USA als nächstes in der Ukraine versuchen, eine bewaffnete Konfrontation mit Russland zu provozieren" (Ria Novosti, 14.8.2008), wie sie es formulierten, und sie haben ihrer Regierung aus diesem Grund damals empfohlen, "Kontakte zu anderen Ländern unter Ausschluss der USA herzustellen". Kurze Rückblende: "2008 war es dem georgischen Präsidenten Saakaschwili nicht gelungen, den Roki-Tunnel und damit den militärischen Zugang nach Transkaukasien zu versperren", schreibt taz.de. (3.3.2014)
Tatsache ist, dass die Regierung der USA von Anfang an den Aufstand von russlandfeindlichen Oppositionsgruppen in Kiew als angeblichen "Kampf" des "ukrainischen Volkes" offenbar bedingungslos unterstützte, während man die zu diesem Zeitpunkt völkerrechtlich legitime und im übrigen auch demokratisch gewählte Regierung ständig ignorierte bzw. sie brüskierte und ihr drohte. Und hier ging es ganz offensichtlich nicht um Korruption.

Als die drei EU-Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens am 21.2.2014 mit allen Konfliktparteien ein Abkommen über eine "Übergangsregierung der nationalen Einheit" abschlossen, wurde dies von der damaligen Noch-Opposition bereits am folgenden Tag gebrochen. Die rechtsradikalen Milizen wurden nicht - wie vereinbart - entwaffnet. Stattdessen wurden mehrere Mitglieder der mit der deutschen NPD verbündeten russlandfeindlichen Swoboda von den Barrikaden geholt und zu Ministern gemacht. Präsident Wiktor Janukowitsch wurde nach einer Abstimmung im Parlament gestürzt und in die Flucht getrieben, obwohl die dafür von der Verfassung vorgeschriebene Stimmenmehrheit von 75 % - wenn auch knapp - verfehlt wurde (welt.de, 13.3.2014). Nach dem völkerrechtlich illegitimen Aufstand also auch noch ein illegitimer Sturz der Regierung. Und sogleich wurde ein Gesetz, dass den Status der russischen Sprache als zweite Amtssprache in Regionen sichert, in denen überwiegend Russisch gesprochen wird, z. B. auf der Halbinsel Krim, sofort aufgehoben. Und einiges mehr, vieles davon verfassungswidrig; siehe z. B. spiegel.de.
Viele Politiker und Regierungsstellen vor allem im Osten der Ukraine sind brüskiert und versagen der mit der USA verbündeten rechtsnationalen verfassungswidrigen Übergangsregierung die Gefolgschaft. Svoboda übernahm auch gleich das Amt des Vizepremier, des Generalstaatsanwalts und die Führung im Sicherheits- und Verteidigungsrats - und das alles mit vehementer Unterstützung durch die USA-Regierung unter Führung des leidenschaftlichen Katholiken John Kerry. Diese behandelt das Abkommen mit den EU-Außenministern ebenfalls wie Luft und versucht stattdessen, die europäischen westlichen Staaten auf US-Kurs zu bringen. Und da die Telefone der europäischen Politiker aller Wahrscheinlichkeit nach von den US-amerikanischen Geheimdiensten abgehört werden (womit man sich praktisch abgefunden hat), ist der Verhandlungsspielraum dieser Politiker und mögliche Abweichungen von der USA nicht sehr groß.

Zur Erinnerung: "Fuck the EU", so der bekannt gewordene Ausspruch der für die Ukraine-Beziehung der US-Regierung zuständige Diplomatin Victoria Nuland (die eigentlich "Nudelman" hieß). In diesem Zusammenhang wurde unter US-Politikern bereits während der Zeit des Maidan-Aufstands abgesprochen, "welche Politiker der Opposition der nächsten Regierung in Kiew angehören sollen". (Wikipedia, Stand: 4.3.2014)
Wie werden diese Vorgänge wohl von den Politikwissenschaftlern bewertet, die 2008 eindringlich davor warnten, "dass die USA als nächstes in der Ukraine versuchen, eine bewaffnete Konfrontation mit Russland zu provozieren", um ihren Macht- und Einflussbereich weiter nach Osten ausdehnen und Russland schwächen zu können?  

Afghanischer Präsident Karsai: "Extreme Wut" auf US-Regierung

Während die Regierung in den USA in der Ukraine viele Fäden entsprechend den US-Interessen zieht, beruhigt sie gleichzeitig die rechtsnationale Regierung Netanjahu in Israel und erklärt im Hinblick auf Verhandlungen mit der neuen Regierung des Iran selbstgerecht, man wollen den Iran ja nur "testen". Der gläubige Katholik und Vatikan-Fan John Kerry wörtlich:
"Wenn der Iran diesen Test nicht besteht, wird Amerika Israel nicht enttäuschen." Wenn die Regierung des Iran nicht alle Bedingungen der USA erfülle, werde wieder gedroht, so die US-Regierung unmissverständlich: "Wir werden das nicht zulassen - Punkt, Ende der Geschichte." (zit. nach frankenpost.de, 4.3.2014)
"Ende der Geschichte?" Solche Worte wecken bei immer mehr Menschen Angst, was die Regierung der USA damit meinen könnte.
Im Jahr 1981, während des damaligen Kalten Krieges, machte die Werbung eines US-Touristikunternehmens in Europa die Runde, die lautete: "Buchen Sie eine Reise nach Europa, solange es Europa noch gibt."
(bildindex.de)

Über 30 Jahre später platze dem Noch-Regierungschef Afghanistans Hamd Karsai nun im Hinblick auf die Regierung der USA völlig der Kragen. Spiegel.de berichtet von einem Interview Karsais mit der Washington Post, in dem dieser die Bilanz von ca. 12 Jahre Afghanistan-Krieg des Westens zieht:
"Afghanen seien in einem Krieg gestorben, ´der nicht der unsere ist`. Er sei sich sicher, dass die Offensive nach den Anschlägen in New York vom 11. September 2001 aus Gründen gestartet worden sei, die ´im Interesse der USA und des Westens` lägen. ´Richten Sie dem amerikanischen Volk meine besten Wünsche und meine Dankbarkeit aus`, sagte er der Zeitung. ´Richten Sie der US-Regierung meine Wut, meine extreme Wut aus.`" (4.3.2014)
Und fragen sich auch manche Ukrainer, ob sie vor allem "nützlicher" Mosaikstein geostrategischer Interessen sein sollen, die nicht ihre eigenen sind.

Mit John Kerry und dem vom Aufständischen zum Übergangspräsidenten gemachten Arsenij Jazenjuk sind nun zwei mächtige Politiker verbündet, denen ihr katholischer Glaube unter Androhung ewiger Hölle bei Nichtbeachtung vorschreibt, "dass in dieser ihrer [der Kirche] Gewalt zwei Schwerter sind, nämlich das geistliche und das zeitliche ... Beide sind also in der Gewalt der Kirche, nämlich das geistliche Schwert und das materielle. Jedoch ist dieses  f ü r  die Kirche, jenes aber  v o n  der Kirche zu handhaben. Jenes in der Hand des Priesters, dieses in der Hand der Könige und Soldaten, aber auf die Zustimmung und Duldung des Priesters hin. Es gehört sich aber, dass ein Schwert unter dem anderen ist und die zeitliche Autorität sich der geistlichen Gewalt unterwirft" - und die geistliche Gewalt, die gemeint ist, verschanzt sich hinter den Mauern des Vatikan. Und diese setzte ihre Interessen seit ca. 1700 Jahren immer mit dem Schwert durch.

17 - Neue Waffen für die Ukraine aus Westeuropa?

Viele Ukrainer spürten von Anfang an die Bedrohung, die mit dem letztlichen Umsturz im Land verbunden sind. Focus.de schrieb beispielsweise: "So bangen Ukrainer um ihre Heimat: ´Das könnte der Anfang eines Weltkriegs sein`" (30.1.2014). Deutlicher sprach diese Befürchtung der Schriftsteller Rolf Hochhuth bereits am 28.5.1998 als eindringliche Warnung an den Westen aus: "Nato im Osten. Das gibt Krieg."
Am 18.2.2014 forderte der Box-Champion Dr. Vitali Klitschko eindringlich eine Intervention des Westens in der Ukraine, was das Szenario weiter verschärfte, sollte der Westen tatsächlich auf Seiten der Rebellen und späteren Übergangsregierung noch massiver eingreifen als er das ohnehin schon tut. So fragten sich auch Zeitungskommentatoren schon damals: Meint der Oppositionsführer damit eine "militärische" "Intervention"?

Zum Thema Militär noch einmal der Schriftsteller Rolf Hochhuth im Hinblick auf eventuell neue NATO-Mitglieder im Osten Europas: "Wie könnten sie sich davor drücken, beträchtliche Prozente ihrer Staatsausgaben für neue Waffen auch aus Westeuropa auszugeben?"
Und hier kommen nun auch die Interessen der Rüstungsindustrie ins Kalkül der Mächtigen. Deutschland ist mittlerweile der drittgrößte Waffenexporteur der Welt und würde bei einem NATO-Beitritt der Ukraine wohl dicke weitere Rüstungsaufträge aus dem Land erhalten. Und auch hier hat immer auch die Kirche ihr Interesse. Nur ein Beispiel: In keinem anderen Land werden so viele Kirchenbeiträge bzw. Kirchensteuern durch Waffenproduktion erwirtschaftet wie in Deutschland.

In der Ukraine ballte der Box-Champion Dr. Vitali Klitschko immer wieder seine Fäuste: "Als Drohgeste gegen die Regierung zeigt ´Dr. Eisenfaust` bei jedem Auftritt seine gefürchtete Rechte" (focus.de, 4.2.2013). Dabei war er noch nicht einmal der Radikalste, sondern kompromissbereiter als viele andere. Doch offenbar fließen bald hohe westliche Milliardensummen, wenn der Gegner schließlich doch k.o. geht bzw. abtritt. Das war schon in der Zeit abzusehen, als die alte Regierung noch an der Macht war. Da die Ukraine aber nicht zuletzt durch die Unruhen immer weiter in Richtung Bankrott trieb, bräuchte es dann zunächst eine Art "Rettungsschirm" des Westens bzw. Milliardenhilfen aus Deutschland und der EU, wobei andere EU-Staaten (Griechenland, Portugal, Spanien u. a.) ja selbst der Pleite nahe sind. Westlichen Wirtschaftsinstitute halten aufgrund der momentanen Entwicklung der "Bankrott der Ukraine für zunehmend wahrscheinlich". "Die Staatspapiere erreichen nach einer erneuten Abstufung Ramschniveau. Die Währungsreserven schmelzen." (ntv.de, 21.2.2014)

18 - Die alte Regierung der Ukraine musste sich dem Westen beugen. Wer bezahlt das alles?

Doch woher die vielen, vielen fehlenden Milliarden nehmen? Die Rede war von erst einmal mindestens "35 Milliarden Euro" "Soforthilfe", was nicht annähernd reichen wird, wie Experten hinzufügen, um das am Bankrott taumelnde Land in den Westen zu "integrieren", wie es vor allem US-Politiker fordern. Durch die massiven Aufrüstungspläne nach der Aneignung der Halbinsel Krim durch Russland (Julija Timoschenko soll sogar von Atomwaffen gesprochen haben) hat es ohnehin den Anschein, als würde es sich zunächst um eine Finanzhilfe zum massiven Waffenkäufen und zur Aufrüstung sein. Doch von wem die Milliarden und Abermilliarden nehmen? Offenbar vor allem von Deutschland, nachdem ja immer wieder deutsche Politiker sich für den Umsturz vollmundig engagiert hatten, aus den Reihen der Großen Koalition und vor allem aus den Reihen der "Grünen". Und woher nehmen die deutschen Politiker die Millionen oder gar Milliarden für die Ukraine? Aus Steuererhöhungen? Warnende Stimmen schließen einen Kollaps des EU-Finanzsystems nicht aus.
Mit 600 Millionen Euro wollte die EU der Ukraine anfangs "helfen"? Der Betrag klingt eher lustig. Kein Wunder von daher, dass die frühere ukrainische Regierung das "Assoziierungsabkommen" mit der EU gekündigt hatte und lieber eine nähere Zusammenarbeit mit Russland angestrebt hatte, was den Aufstand auf dem Maidan-Platz ausgelöst hatte. Denn die Regierung Russlands bot immerhin 15 Milliarden Euro an Hilfe.
Vier Milliarden sollten es schließlich aus dem Westen werden zu Händen der neoliberal-faschistischen Übergangsregierung, so neue Überlegungen (spiegel.de, 28.2.2014), dann "elf Milliarden", so spätere Überlegungen. Eine Milliarde hat die USA dazu beigesteuert, das meiste muss wohl Deutschland zahlen, denn die hochgerüstete USA ist ja faktisch bankrott, versucht jedoch, von diesem Sachverhalt geschickt abzulenken, indem man die deutsche Regierung vordergründig in eine "Führungsposition" schiebt und Bundeskanzlerin Merkel für ihre "exzellente" Ukraine-Politik lobt.

Doch wofür sollen zwölf Milliarden reichen? Es müssten also noch weit höhere Milliarden-Summen zusammen getragen werden und zusätzliche Millionen- bzw. Milliarden-Schäden durch die geplanten Sanktionen gegen Russland ausgeglichen werden. Eine Idee dazu: Fürs erste könnten sich beispielsweise alle Bundestagsabgeordneten, die sich für den Aufstand und den Umsturz in der Ukraine engagiert haben (der die Krise ausgelöst hat), mit einem Monatsgehalt an der Soforthilfe beteiligen, Regierungsmitglieder vielleicht mit zwei Monatsgehältern. Dann verzichten die Bundestagsabgeordneten auf ihre zuletzt beschlossene Diätenerhöhung, sondern geben die geplante Erhöhung direkt weiter zur freien Verfügung an die Ukraine. Das tut nicht einmal weh, denn vorher hatten die Abgeordneten das Geld ja auch nicht.
In diesem Zusammenhang sahen manche Ukrainer den evangelisch-lutherische deutschen Außenminister Guido Westerwelle bereits als eine Art ersten "Hoffnungsbringer". In seiner Eigenschaft als Vizekanzler Deutschlands hatte er sich am 4.12.2013 bereits als erster namhafter westlicher Politiker unter die Demonstranten gemischt - nebenbei schon damals ein weiterer Affront gegenüber der damaligen Regierung der Ukraine. Denn was würde wohl die Bundesregierung sagen, wenn ein einflussreicher Minister aus dem Ausland nach Deutschland einreist, um dort gegen die Bundesregierung zu demonstrieren oder Regierungsgegner durch seine Anwesenheit aufzumuntern und zu unterstützen?

Am 18.2.2014 forderten dann vor allem die "Grünen" unter der Führung der lutherischen Theologin und ehemaligen Pfarrfrau Katrin Göring-Eckardt Sanktionen Deutschlands gegen die Ukraine, wenn die dortige Regierung ihren Versuch fortsetzt, den Aufstand in der Hauptstadt Kiew mit Polizeigewalt zu beenden. Die bis 2013 auch als Vorsitzende der EKD-Synode amtierende und damit als eine führende Protestantin Deutschlands fungierende Theologin war dazu eigens nach Kiew zu Besprechungen mit den Rebellen geflogen, und sie schlug schon am 6.2.2014 vor, der alten Regierung der Ukraine den Geldhahn abzudrehen: "Aber natürlich kann man auch schon jetzt dort, wo Konten im Ausland sind, dort, wo Gelder verschoben werden, dem nachgehen und danach schauen, wie man das unterbindet," so die Grünen-Vorsitzende. (deutschlandfunk.de, 6.2.2014)

19 - Westliche Milliardenhilfe für eine kriegerische Konfrontation?

Für den einfachen Bürger in der Ukraine war es ohnehin schon schwierig, an Geld zu kommen. "Viele Banken in Kiew haben [schon lange] Bargeld-Abhebungen an Geldautomaten auf umgerechnet 50 Euro begrenzt (spiegel.de, 24.2.2014). Viele Ukrainer versuchen derzeit, ihr Ukraine-Geld, den Hrywnjain, in US-Dollar umzutauschen, doch die Banken blockieren und legen Limits fest. Russland hatte der Ukraine bereits drei Milliarden Euro an Hilfen überwiesen und wollte noch zwölf Milliarden nachlegen, doch der Westen hatte Russland ja scharf vor weiterer "Einmischung" gewarnt und stattdessen selbst in der Ukraine das Kommando mit übernommen. So hat er sich auch in die moralische Pflicht gebracht, ersatzweise für die ausbleibenden weiteren russischen Hilfen für die notwendigen Euros zu sorgen - in dem Sinne, wie es der Katholik und US-Außenminister versprochen hat: "Die USA und die Europäische Union stehen an der Seite des ukrainischen Volkes." Hatte er bei diesen Worten vergessen, dass die USA ebenfalls bankrott sind und nur durch dauernde Erhöhung der so genannten "Schuldenobergrenze" auf derzeit ca. 20 Billionen Dollar seine Zahlungsfähigkeit künstlich erhalten?
Hinzu kommt: Bei den 35 Milliarden Euro Soforthilfe war noch nicht an einen möglichen aggressiven Konflikt bzw. Krieg gegen Russland gedacht, den die Übergangsregierung zwischenzeitlich schon beschworen hat. Das heißt: Die ersten westlichen Milliarden bräuchte man wahrscheinlich für den Krieg. Nachdem die ukrainische Übergangsregierung folglich auch noch zusätzliche "Soforthilfen" mit Waffen beantragte,
kann man die Milliarden gar nicht mehr überblicken, die der Westen jetzt in diesen Konflikt hinein pumpen soll. Zudem warnt der Vorsitzende des Bundestagswirtschafsausschusses, Peter Ramsauer von der CSU, mit klaren Worten vor den vollmundigen Sanktionsverkündigungen gegenüber Russland: "Die Gelackmeiertsten wären wieder einmal wir Deutschen" (focus.de, 15.3.2014). Dafür darf die Bundesregierung dann aber wie eine Großmacht auftreten und sich wie kein anderes Land in den Konflikt Russland-Ukraine einmischen.

Und was wird bei einem EU-Beitritt der Ukraine passieren
, den Neu-Ministerpräsident Jazenjuk am 27.2.2014 bereits verkündet hat? "Die jungen und gut qualifizierten Arbeitnehmer [werden] in Richtung Westen auswandern ... Ganze Regionen der Ukraine werden personell ausbluten" (Walter Ruffler, Leserbrief in der Frankfurter Rundschau, 27.2.2014). So wie es heute schon kaum noch Ärzte in Bulgarien und Rumänien gibt, da man als Arzt in Deutschland weit mehr verdient. Die Schere zwischen Arm und Reich geht auch dabei immer weiter auseinander.
Was bringt also diese massive Einmischung des Westens? Zum Beispiel konnte die US-Army nun im Schwarzen Meer in unmittelbarer Nähe der Grenze zu Russland im März 2014 ein Seemanöver zusammen mit den NATO-Vasallenstaaten Bulgarien und Rumänien durchführen - offiziell, um diesen Ländern militärisch "beizustehen".

Bibelgläubiger evangelischer Fernsehmoderator contra Jesus

"Die Rede von [Pfarrer] Joachim Gauck ... gehört zu den größten, die ein Bundespräsident je gehalten hat ... Nur wer die Bibel missversteht, lehnt den ´Einsatz des Schwertes` (Apostel Paulus) grundsätzlich ab. ´Mit der Bergpredigt kann man die Welt nicht regieren`, sagte Altbundeskanzler Schmidt zu Recht."
(Peter Hahne, Fernsehmoderator (u. a. Heute-Journal) und Autor, von 1992-2009 Mitglied des Rates der EKD und bis heute Kuratoriumsmitglied der konservativ evangelischen Initiative ProChrist in: Bild am Sonntag, 2.2.2014)

Laut dem einflussreichen evangelischen Medienmann und Buchautor war Jesus also ein Utopist, dessen Ratschläge ungeeignet sind, um in dieser Welt zu regieren.
Wer Ohren hat zu hören, hört, was sich allmählich wieder zusammenbraut. Warum Jesus dann wohl die Bergpredigt so ausgesprochen hat, wenn ihr Inhalt nicht für die verantwortlichen Oberen dieser Welt taugen soll?
Die evangelische "Alternative" bzw. der Gegensatz zu Jesus ist in dieser Ausgabe von Der Theologe ausführlich dokumentiert. Dafür sollte man den guten Namen von Christus aber nicht mehr länger missbrauchen und sich nur noch "lutherisch" nennen oder eben "katholisch", aber nicht mehr "christlich".

20 - Martin-Luther-Medaille für russische Punk-Frauen Pussy Riot?

Parallel zu den Unruhen in der Ukraine sorgen einzelne Kräfte auch in Russland immer wieder für "Unruhe". Dies kann man im Zusammenhang betrachten. So ist während der Olympiade 2014 in Sotschi in Russland am gleichen Tag, an dem die Aufständischen in der Ukraine das Gebäude der Regierungspartei stürmen wollten, am 18.2.2014, die Frauen-Musikband Pussy Riot, mit Strumpfhosen maskiert, öffentlich erneut in "Aktion" getreten ("riot" = Aufruhr, Tumult, Volksaufstand, Randale, Krawall). Vor der Kulisse der Olympischen Spiele sollte damit die Regierung Putin öffentlich attackieret werden. Ein regierungsfeindlicher Film wurde dabei gedreht, der dann wieder an die westlichen Medien verschickt wurde. Denn die Frauen werden vom Westen hofiert und nahezu als Heldinnen verehrt, und fast alle ihre Worte werden in den westlichen Medien abgedruckt. So können sie sich mit ihrem Protest offenbar auch ihren Lebensunterhalt verdienen. Ihr Ziel ist die "Vertreibung" der russischen Regierung und eine neue Regierung, und zu den bisherigen Aktionen zählten: Öffentlicher Gruppen-Sex im Museum; Aufstellung eines großen Penis-Kunstwerks; Beschmieren von Plakaten mit der eigenen Notdurft, also mit Fäkalien; Verfilmung, wie eine Musikerin sich einen Teil eines getöteten Huhns in ihre Scheide schiebt; Eindringen in die orthodoxe Hauptkirche Moskau, um die dort verehrte "Jungfrau" Maria singend und schreiend aufzufordern, sie möge die Regierung Putin aus dem Land jagen und ähnliches.
Inwiefern diese und ähnliche Aktionen "westliche Werte" repräsentieren oder auf diese hinweisen sollen, mag jeder selbst ermessen.
Die jungen Studentinnen bzw. Musikerinnen gehören auf jeden Fall zu den ständigen Kandidaten für die Auszeichnung mit der deutschen Martin-Luther-Medaille. So schrieb der überzeugt lutherische Grünen-Europa-Politiker Werner Schulz, der auch von 2003-2009 im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags saß: "Pussy Riot hat den Luther-Preis verdient"; und zwar aufgrund ihres "furchtlosen" Kampfes für ein "freies Russland", bei dem sie ihrem "Gewissen" gefolgt seien. (welt.de, 8.11.2012)
"Freies Russland", "freies Irak", "freies Afghanistan", "freies Libyen", "freies Syrien", "freie Ukraine" - die Wortwahl "freies XY-Land" ist dabei nicht sehr ermutigend. Und würden die selbsterklärten jungen Feindinnen der derzeitigen Regierung des russischen Riesenreiches 2014 tatsächlich diese kirchlich-westliche Auszeichnung erhalten, würde eigentlich nur noch eine Audienz beim Papst fehlen.

21 - Der Ost-West-Konflikt ist wieder entbrannt - Wer gibt nach?

Der Ost-West-Konflikt ist also wieder entbrannt. Und die einseitige Stimmungsmache von Politikern ist dabei nicht neu, und es läuft im krassen Gegensatz zur Lehre von Jesus auch hier meist nach dem Motto: "Wir sind im Recht, und der andere ist schuld, der andere ist der ´Böse`, dem werden wir es jetzt mal zeigen, wer der Stärkere ist, wir drohen ihm, denn wir wollen die Macht und wir haben die Macht".
Der Menschheits- und Weisheitslehrer Jesus riet den Menschen in Seiner Bergpredigt jedoch, immer zuerst den "Balken im eigenen Auge" zu finden und zu entfernen, bevor der "Splitter im Auge des Gegners" zum Thema wird. Und das gilt natürlich genauso für alle anderen Bereiche der Politik und des persönlichen Lebens.

Da die früheren Regierungsvertreter der Ukraine und die Regierungsmitglieder Russlands einschließlich Präsident Wladimir Putin sich allerdings auch als "Christen" bezeichnen, nämlich als Christen orthodoxer Konfession, hätten sie in diesem Sinne natürlich auch einfach vor den Drohungen des Westens kapitulieren und der früheren Opposition in der Ukraine bzw. der EU und den USA nachgeben können, was in der Ukraine zumindest teilweise auch geschah. Und sie könnten in diesem Sinne auch auf der Krim nachgeben.
Wer in einem gewaltsamen Kampf nachgibt, würde damit auch die Last auf der eigenen Seele vermindern. Denn dadurch kann zunächst weiteres Töten vermieden werden. Denn auf der anderen Seite hat sich gezeigt, dass die ehemaligen ukrainischen Rebellen und teilweise jetzigen Minister nicht nachgeben und die westlichen Politiker ihre massive Einmischung auf Seiten der Aufständischen und ehemaligen Opposition ebenfalls nicht beenden wollten.
So würden Außenstehende auch erkennen, wie die mit zweierlei Maß messenden katholischen und evangelischen Politiker der westlichen Länder dann stattdessen die Probleme in dem nahezu bankrotten Land zu "lösen" versuchen und wie nun die ehemalige Opposition dann das Land reagiert und wie diese dann ihrerseits mit späteren Demonstrationen und Gewaltausbrüchen umgehen würde. Die Chance zur Besinnung und zur Umkehr ist jedoch jedem Beteiligten gegeben, und gerade die Kirchenchristenheit kennt seit ihrer Entstehung das 5. Gebot, das schlicht lautet: "Du sollst nicht töten."

So erlebte Europa also in den ersten Wochen des Jahres 2014 das erneute Aufflammen des Ost-West-Konflikts, was sich schon seit längerer Zeit abzeichnete und wobei die Ukraine nur ein Mosaikstein ist. Die EU unter Führung Deutschlands und Frankreichs und mit den USA im Hintergrund haben also mittels massiver Sanktionsdrohungen und Sanktionen gegenüber der Regierung in der Ukraine die Entwicklung im Land im westlichen Sinne gesteuert, was westlich orientierte Ukrainer als eine Chance sehen, weil sie glauben, dass es ihnen im westlichen Einflussbereich besser gehen würde als im östlichen, was bedeutet: dass ihnen mehr Geld zur Verfügung stehen würde oder bessere berufliche Möglichkeiten.
Der Osteuropa-Experte der Bundesregierung Gernot Erler machte jedoch unmissverständlich klar, "dass die Ukrainer künftig den Gürtel enger schnallen müssten. Gaspreise müssten angehoben und die Staatsausgaben gekürzt werden, was sich auf Renten und Gehälter auswirken werde" (focus.de, 24.2.2014). Und was dann? Würden sich die ukrainischen Nationalisten das gefallen lassen?
Auf dem Maidan-Platz in Kiew, auf dem sich dank der massiven Einmischung des Westens die Gewalt und der Druck der Straße gegenüber den staatlichen Organen durchgesetzt hatte und wo Menschen weiter nach ihren eigenen Regeln leben, mit Waffen patroullieren und auf die Politik einwirken, erhielten zuletzt die "Ultranationalisten" unter ihrem Führer Dmitri Jarosch den stärksten Applaus - mehr noch als die radikale Gegnerin der früheren Regierung Julija Timoschenko, die gegenüber den Ultras jedoch als noch gemäßigt gilt (spiegel.de, 24.2.2014). Jarosch wurde von der illegitimen Überrangsregierung zum Vize-Chef des Nationalen Sicherheitsrates gemacht. Russland sucht ihn per Haftbefehl, weil er Bombenanschläge auf russische Einheiten im Nordkaukasus forderte. Und von Russland verlangt der Westen allen Ernstes, dass er diese nie von der Bevölkerung gewählten Leute als rechtmäßige Regierungsvertreter anerkennt, die z. B. auf der Krim in Zukunft über die russischen Schwarzmeerflotte bestimmen können und aus deren Kreisen schon zu einem "Marsch auf die Krim" aufgerufen wurde, als diese noch ukrainisch war (Frankfurter Rundschau, 28.8.2014), um die Stationierung dieser Flotte dort zu beenden.
Spiegel.de schreibt in diesem Zusammenhang weiter: "Kein Russe würde es Putin verzeihen, wenn er diese Stadt, die Flotte und die Familien der Marinemänner in die Hände ukrainischer Nationalisten fallen ließe und die Familien der Marinemänner in die Hände ukrainischer Nationalisten fallen ließe." Und wie würde der Westen dann in diesem Zusammenhang reagieren?

22 - Das Übergangs-Staatsoberhaupt ist evangelischer Pastor, der neue Präsident überzeugter Katholik

Zu der bisherigen Opposition und zur neuen Regierung gehört an führender Stelle auch die mit der deutschen NPD verbündete "russenfeindliche" Partei Swoboda bzw. Svoboda, die vom jüdischen Weltkongress auch als "neonazistisch" eingestuft wird. Ein großer Teil der Todesopfer in der Ukraine waren offenbar "Aktivisten" von Svoboda, die mit Gewalt Polizeiabsperrungen zu durchbrechen versuchten. Deren Anführer Oleh Tjahnybok war mit Dr. Klitschko als Oppositionsführer öffentlich aufgetreten. So "rühmt" Svoboda "den Kampf ukrainischer Kollaborateure an der Seite der Hitlertruppen. Die Waffen-SS-Division ´Galizien`, rekrutiert aus westukrainischen Nationalisten, habe, so Swoboda, doch ´nur an der Front gegen die Bolschewiken gekämpft`" (spiegel.de, 4.3.2013). Im Jahr 2004 rief Parteichef Oleg Tjagnibok dazu auf, "Russensäue, Judenschweine und andere Unarten" zu bekämpfen (ntv.de, 28.3.2014). Als er deshalb vor Gericht kam, verteidigte ihn Oleg Machnizki, der wie weitere rechtsradikale Aufständische einen hohen Posten bekam, Machnizki als neuer Generalstaatsanwalt.
Und zur bisherigen Opposition gehören eben auch "bewaffnete rechte Milizen" (Die aus der Ukraine stammende Piraten- und spätere GRÜNEN-Politikerin und Kriegstreiberin [2022] Marina Weisband in spiegel.de, 20.2.2014), die sich auch nicht an frühere "Waffenstillstandsabkommen" mit der alten Regierung halten wollen, sondern den bewaffneten Kampf fortsetzen wollen, bis ihre Forderungen alle erfüllt sind. So gingen die Milizen im Parlament aus und ein und schüchterten die Politiker ein, als die neue ausschließlich aus dem Aufstand entstandene Spontan-Regierung sofort die Abmachung mit den EU-Außenministern gebrochen hatte, z. B. eine Regierung der "nationalen Einheit" zu bilden. Was würde also passieren, wenn auch die neue Regierung nicht deren Vorstellungen entspricht oder die Milizen gar entwaffnen will? Die Zukunft wird es zeigen.

Interessant ist hierzu noch eines: Gerade wo faschistische oder radikale "rechte" Kräfte an die Macht drängten, war im 20. Jahrhundert der Vatikan nicht weit, z. B. in Italien, Spanien, Kroatien, Österreich, der Slowakei, Deutschland, Argentinien, Chile, und einigen Länder mehr.
Der Vatikan ist immer die dunkelgraue Eminenz im Hintergrund, die ihre Vorstellungen mithilfe die katholischen Politiker durchsetzen möchte. Am 5.2.2014 meldete sich etwa der (wie Außenminister John Kerry) dem Papst "unterworfene" US-Vizepräsident Joe Biden zu Wort. Und der Katholik "erklärte" dem damaligen Präsidenten der Ukraine die Vorstellungen des Westens für eine neue ukrainische Regierung.
Der Ex-CDU-Abgeordnete und Journalist Jürgen Todenhöfer schreibt über seinen Besuch in der Ukraine: "Überall in Kiew sah ich Hakenkreuze. Ernährt habe ich mich auf dem Maidan von den deftigen Butter- und Speckbroten, die es hier umsonst gibt" (bild.de, 6.3.2014). Vom wem? Von der Caritas, also der römisch-katholischen Kirche.
Nun wird die massive Einmischung des Westens aber dazu führen, "sich auch um den Übergang zu rechtsstaatlichen Verhältnissen, um die Wahrung der territorialen Einheit und um eine  ´europäische Perspektive` kümmern" zu müssen (taz.de, 26.2.2014) und nebenbei auch die weiter anhaltenden bewaffneten Unruhen auf dem Maidan-Platz in Kiew [6.3.2014] und an anderen Orten zu beenden sowie alle Verwüstungen der letzten Monate irgendwann reparieren zu helfen (einschließlich dem Ruin von Geschäftsinhabern), sowie zerstörte Strukturen neu aufzubauen usw. Dabei stellt sich für den Pressebeobachter in Deutschland erst allmählich heraus, was im Westen lange verschwiegen wurden:
In anderen Landesteilen denken viele Menschen ganz anders als die vatikanisch verköstigten Aufständischen auf dem Maidan-Platz. Die letzten demokratischen Wahlen hatte ja auch die Regierung Janukowitsch an die Macht gebracht.

US-Außenminister John Kerry huldigt dem Vatikan

Auch der Vatikan hat handfeste Machtinteressen in der Ukraine. Es geht um die Rückeroberung der orthodoxen Kirchen für die römisch-katholische "Weltkirche" und ihre Unterwerfung unter Rom, was verklausuliert so formuliert wird, dass man den Völkern des Ostens das Papsttum "schenken" möchte.
Und während die römisch-katholische Caritas die Barrikadenkämpfer in Kiew verpflegt und die verwundeten Aufständischen medizinisch versorgt*, tun katholische Politiker das Ihrige für die Interessen des Westens und der Kirche, darunter John Kerry. Er wurde am 14.1.2014 im Vatikan von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin empfangen und sagte in diesem Zusammenhang:

"It was a privilege for me as the first Catholic secretary of state in about 32 or 33 years ... to talk with the new secretary of state there about the broad array of issues that we face together across the world. And on a personal level, it was a thrill for me to be able to do that; as an altar boy as a young kid, I would never have imagined that I would have been crossing the threshold of the Vatican to meet, as secretary of state, with the secretary of state of the Holy See." (zit. nach catholicnewsherald.com, 195-news, 14.1.2014)

Deutsche Übersetzung: "Es war eine Ehre für mich als den ersten [US-amerikanischen] katholischen Außenminister innerhalb von 32 oder 33 Jahren, mit dem neuen Kardinalstaatssekretär über die breite Palette von Themen sprechen zu können, denen wir auf der Welt gemeinsam ins Auge schauen. Und für mich persönlich war es eine freudige persönliche Erregung, dies tun zu können; als ein Altarjunge (Ministrant) als junges Kind hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich die Türschwelle des Vatikans überschreiten könnte, um als Außenminister den Außenminister des Heiligen Stuhls treffen zu können."

John Kerrys Aufgabe ist es laut Kirche, als Politiker in seinem Amt den Interessen seiner Kirche zu dienen.

* Was auch immer das alles für Leute sind bzw. womit und wie sie überhaupt ihren Lebensunterhalt verdienen, ist nicht so klar. Offenbar sind unter den Aufständischen auch Krieger aus dem Ausland. Ein Kämpfer aus Weißrussland wurde getötet. Ein Kämpfer aus Russland behauptet: "Es sind Söldner dort aus verschiedenen Ländern, aus den USA, aus Deutschland ..." (focus.de, 4.3.2014)
Auch in Syrien kämpfen ja Tausende von ausländischen Söldnern Seite an Seite mit den USA-unterstützten Aufständischen gegen die Regierung Assad.

Als Übergangspräsident und damit Staatsoberhaupt wurde erst einmal ein evangelischer Pfarrer gewählt. Pastor Alexander Turtschinow (oder: Turtschynow) ist Parteigänger von Julija Timoschenko, und Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Kirche, der Baptisten, der stärksten evangelischen Konfession in den USA. Und auch die Evangelisch-Lutherische Kirche setzt ihre Hoffnung jetzt auf Julija Timoschenko).
Bekanntester Vertreter der Baptisten in den USA ist wiederum Pastor Billy Graham, der in den bisherigen Ost-West-Konflikten und Kriegen wohl der jeweils einflussreichste Berater aller Präsidenten der USA war, offenbar in enger Abstimmung mit dem Vatikan. So war Graham auch "zufällig" am Umsturz in Polen 1980 beteiligt, der wiederum vom Vatikan indirekt mitfinanziert wurde.

23 - Der unheilvolle Einfluss der kirchlichen Religion

Und dazu passt dann auch, dass als neuer Ministerpräsident und Regierungschef Arsenij Jazenjuk gewählt wurde, der engste Vertraute von Julija Timoschenko. Der neue starke Mann gehört dabei der Minderheit der Ukrainisch Griechisch-Katholischen Kirche an (ca. 13 % der Einwohner), die treu dem Papst in Rom unterworfen ist und die der Vatikan als Sprungbrett nützen möchte, um auch die orthodoxen Kirchen wieder Rom zu unterwerfen. "Na also", so denkt sich vielleicht jetzt so mancher im Vatikan. "Auch das ist unser Mann".
Dr. Vitali Klitschko stammt demgegenüber aus dem jüdischen Umfeld und gilt dort unter anderem als "Held unserer Zeit" (bild.de, 5.2.2014; bild.de). Würden deren Anhänger auf die großen Gottespropheten des Judentums hören, dann dürften sie keinen kriegerischen Kurs befürworten. Denn die Gottespropheten wie Jesaja, Jeremia, Daniel, Amos usw. lehrten das Gesetz von Saat und Ernte und waren immer gegen Krieg und kriegerische Auseinandersetzungen. Und wenn sie Gegner Israels kritisierten, dann auch die Politiker des eigenen Volkes mit dem gleichen Maßstab oder gar strenger.
Insgesamt fällt auf, dass anscheinend keine oder kaum Mitglieder der orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats an der Spitze der Aufstandsbewegung und Übergangsregierung standen und stehen. Dieser Kirche gehört jedoch der größte Teil der Einwohner an. Daneben gibt es die "international nicht anerkannte" orthodoxe Kirche des Kiewer Patriarchats, aus der offenbar ebenfalls kaum Aufstands-Politiker stammen, die jedoch den Umsturz unterstützte. Es dominieren die dem Papst unterstellten römisch-katholischen Politiker bzw. auf deutscher Seite die Lutherischen.
Beide Großkonfessionen stürzen die Welt mehr und mehr in den Abgrund. Denn sie verschweigen das eherne Gesetz von Saat und Ernte, wonach jede Aggression auf den Verursacher zurückfällt und wonach alles, was einen trifft, letztlich selbst verursacht ist. Würden sie daran glauben, wäre ihnen klar, dass Aufstände, Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen die Situation immer verschlimmern. Auch verhöhnen sie die Bergpredigt des Jesus von Nazareth als Utopie. Darin lehrt er die Feindesliebe und fordert bei Erregungen über das Fehlverhalten anderer den sich Aufregenden dazu auf, zunächst den "Balken im eigenen Auge" zu entfernen, der der tiefere Grund dafür ist, warum der "Splitter im Auge des Nächsten" überhaupt eine solche Erregung hervor ruft. Oder anders formuliert: Das eigene Unrecht wird auf den Nächsten projiziert, der in der Regel zwar auch diese Fehlhaltung hat. Aber man ist blind für das Unrecht, das man selbst verursacht, denn der Balken scheint im eigenen Kopf regerecht verschraubt. Deshalb sollte man sich auch nicht christlich nennen, sondern eben nur katholisch oder lutherisch, denn man erlaubt das Töten im Krieg und agiert vor allem nach den Handlungsanweisungen des kriegerischen Martin Luther: "Sündige tapfer und glaube noch tapferer" und "Der Glaube allein genügt."

Nach diesem antichristlichen Muster des tapfer Sündigens und der Verhöhnung der Bergpredigt des Jesus von Nazareth hat auch der katholisch-lutherische Westen in der Ukraine einen gewaltsamen Aufstand angefeuert und unterstützt, der völkerrechtlich legitimen Regierung mit Sanktionen gedroht, wenn sie diesen beenden wollte, den Bruch eines Friedensabkommens durch ihre Günstlinge gerechtfertigt, die verfassungswidrige Absetzung des Präsidenten legitimiert, eine nicht legitime Übergangsregierung aus Günstlingen und Faschisten mit gebildet und dann abgesegnet statt der im Abkommen vereinbarten "Regierung der nationalen Einheit", dem bis dahin mit der Ukraine eng verbundene Russland jegliche Einmischung untersagt (obwohl Millionen von Russen in der Ukraine betroffen sind), alle massiven Maßnahmen (wie Verhaftungen von andersdenkenden Gouverneuren, Entlassungen von Andersdenkenden u. a.) der illegitimen Übergangsregierung unterstützt, alles ganz "selbstverständlich" eben im Sinne der so genannten "westlichen Werte". Erst als die russische Regierung daraufhin die ehemals zu Russland gehörende Krim besetzte und sich dafür die Zustimmung von 96,6 % der überwiegend russischen Bevölkerung holte, wurde laut geschrieen, dass dies ein Völkerrechtsbruch sei und die nächsten Stufe der Eskalation mit Sanktionen eingeleitet, während der Gegner weiter täglich beschimpft wurde wie schon die Monate zuvor.

24 - Bankrott und ohne Wahlen in die EU?

Der Übergangs-Staatsoberhaupt, Pastor Turtschinow, amtierender "Nachfolger" des gestürzten orthodoxen Präsidenten Janukowitsch, verlangte von der Regierung Russlands bereits, dass diese "die europäische Wahl der Ukraine anerkennt und berücksichtigt" (zit. nach idea-spektrum Nr. 9, 26.2.2014). Dabei hatte doch überhaupt noch keine Wahl stattgefunden, nur ein Umsturz, der gar nicht verfassungsgemäß legitimiert war, da die dafür erforderlichen 75 % Stimmenmehrheit im Parlament verfehlt wurde und nur 72 % der Abgeordneten für die Abwahl des Präsidenten stimmten. Doch auch einer knapper Verfassungsbruch ist eben ein "Staatsstreich" und der gestürzte Präsident ist weiterhin der laut Verfassung rechtmäßige. Außerdem sind die Mehrheitsverhältnisse in der Bevölkerung im ganzen Land völlig anders als auf dem Maidan-Platz, und ob die östlichen und südlichen Provinzen die neue durch den Aufstand entstandene verfassungswidrigen Zentral-Regierung überhaupt anerkennen, ist mehr als fraglich, und es wird immer wieder von Demonstrationen von pro-russischen Bürgern berichtet.

Derweil prüfte die Armee Russlands ihre "Gefechtsbereitschaft" an der Grenze zur Ukraine und hat die Kontrolle über die Halbinsel Krim, wo seit dem 19. Jahrhundert russisches Militär stationiert ist, übernommen, auch um dort die Volksabstimmung über eine Unabhängigkeit von der Ukraine und einem Anschluss an Russland durchführen zu können, bei der es eine Zustimmung von 96,6 % gab. Doch selbst wenn eine solche Volksabstimmung unter neutraler Aufsicht, z. B. der OSZE, stattfinden würde, wäre eine Mehrheit für de Anschluss an Russland offenbar sicht. Der Ukrainer und frühere sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow hatte "in Wodkalaune" (der Publizist Peter Scholl-Latour) die überwiegend von Russen bewohnte Krim 1954 der Ukraine "überraschend" "geschenkt", damals allerdings nichtsahnend von der Entwicklung 50-60 Jahre später. Uns so mancher fragt sich: Sollte ein solches unglückliches "Geschenk", eventuell unter Alkoholeinfluss, später am Ende einen Weltkrieg auslösen können?

1954 - Überraschung: "... und plötzlich gehörte die Krim zur Ukraine"
Seit 170 Jahren war die überwiegend von Russen bewohnte Halbinsel Krim völkerrechtlich unbestritten ein Teil Russlands. Bis der Ukrainer Chruschtschow in Moskau an die Macht kam ... welt.de
Nikita Chruschtschow "schenkte" der Ukraine aus Anlass des 300jährigen Jubiläums der Vereinigung von Russen und Ukrainern 1954 eigenmächtig diese Halbinsel.

1999 - Im Kosovo hat der Westen das Völkerrecht gebrochen
"Auf einer Podiumsdiskussion nannte der SPD-Altkanzler [Gerhard Schröder] das russische Vorgehen auf der Krim einen Verstoß gegen das Völkerrecht. Mit dem erhobenen Zeigefinger solle man jedoch vorsichtig sein, ´weil ich es selber gemacht habe`, schränkte er gleich ein. Für die Krim sei der Kosovo die Blaupause. Da wie dort würde formal die UN-Charta verletzt." (fr-online.de, 10.3.2014)
Gerhard Schröder wörtlich: "Da haben wir unsere Flugzeuge nach Serbien geschickt und die haben zusammen mit der Nato einen souveränen Staat gebombt - ohne dass es einen Sicherheitsratsbeschluss gegeben hätte." (zit. nach ntv.de, 10.3.2014)
"Auch das von der Krim-Regierung angesetzte Referendum zur Abspaltung von der Ukraine und zum Anschluss an Russland verglich er mit der vom Westen unterstützten Unabhängigkeitserklärung des Kosovo von Serbien." (fr-online.de, 10.3.2014)
Russland lehnte das Kosovo als neuen zweiten albanischen Staat in Europa ab, hat sich dann aber entschieden, still zu halten und sich den vom Westen durch den Krieg geschaffenen Fakten zu beugen.

2014 - Römisch-katholische Kirche macht Russland für Kriegsgefahr verantwortlich
Während die römisch-katholische Kirche den gewaltsamen Aufstand auf dem Maidan-Platz in Kiew von Anfang an tatkräftig unterstützte und die Aufständischen mit kostenlosem Essen versorgt, macht sich die Kirche jetzt auch Gedanken über den Krieg und die Kriegsgefahren. Dass Jesus gegen Krieg war, verschweigt sie - weil die Kirche in krassem Gegensatz zu Jesus letztlich immer für den Krieg war, wenn es im eskalierenden Konfliktfall zwischen Staaten um die Durchsetzung ihrer Interessen ging. Massive Interessen hat sie auch jetzt in der Ukraine.

Der Erzbischof und scheidende Vorsitzende der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz Robert Zollitsch sagte dazu neben den kirchenüblichen allgemeinen "Friedens"-Floskeln wörtlich: "´Wir müssen feststellen, dass es offenbar das feste Ziel der Russischen Föderation ist, der Ukraine die Halbinsel Krim zu nehmen`, sagt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Münster. ´Damit ist die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung in Europa gegeben.`" (focus.de, 10.3.2014)
Zum voraus gegangenen Staatstreich 2014 in der Ukraine, seinen auch katholisch befeuerten Hintergründen und möglichen Folgen sagte er nichts. Der durch den pro-westlichen Aufstand in der Ukraine an die Macht gekommene Arsenij Jazenjuk ist "orthodoxer" Katholik und der katholischen Lehre und dem Papst unterworfen. Ganz im Sinne des Vatikan.

In der Ukraine hat dann am 27.2.2014 Pfarrer Turtschinow das Kommando über die Armee der Ukraine an sich gezogen, und der evangelische Theologe hat Russland im Hinblick auf die Krim sogleich "mit scharfen Worten gewarnt". Gleichzeitig ließ er das von pro-russischen Demonstranten besetzte Parlamentsgebäude in der Krim von Polizeieinheiten umzingeln, die dann ihrerseits von "prorussischen Kräften" vertrieben wurden. Neu-Regierungschef Jazenjuk hat dann wenige Stunden nach seiner Wahl auch gleich klar gestellt: Ukraine geht in die EU (obwohl überhaupt noch keine Wahlen stattgefunden haben und viele Ukrainer gar nicht in die EU wollen) und die Halbinsel Krim soll nicht aufgegeben werden (offenbar auch nicht, wenn die Bevölkerung dort anders entscheidet; dann würde die freie Entscheidung des "Volkes" in diesem Fall eben nicht akzeptiert). So wird man sehen, wie sich die "Opposition von gestern" nun als "Regierung" erweist und ob alles jetzt friedlicher, kompromissbereiter und besser wird und der Wohlstand einzieht.
Irgendwann wird dann auch Bilanz gezogen: Was hat der vom Westen mit großen Worte und Gesten und mit Treuebekundungen unterstützte und "erfolgreiche" Aufstand auf dem Maidan-Platz in Kiew letztlich gebracht? Welche Dominosteine werden nun der Reihe nach umfallen? Und wohin wird er Europa führen? Die beiden neuen mächtigen Männer sind auf jeden Fall die beiden Vertrauten der "Gasprinzessin" Timoschenko, einer von der katholischen Kirche, der andere von einer evangelischen. Doch auch die dritte kirchliche Konfessionsmacht steht in der vordersten Front. Die Pfarrer einiger ukrainisch-orthodoxer Konfessionen zogen in kirchenüblicher Art Waffen segnend vor die Panzer der Ukraine, nachdem unter anderem der Box-Champion Dr. Klitschko die Generalmobilmachung am 1.3.2014 gefordert hatte.
Nachdem die Regierung Russlands einen Militäreinsatz auf der Halbinsel Krim erwog (zur näheren Kommentierung dieses Konfliktherds siehe die aktuelle Presseberichterstattung), reagierte auch die Regierung der Ukraine. Am 1.3.2014 erklärte der durch den Umsturz zwischenzeitlich an die Macht gekommene Pastor Turtischnow: "Ich gebe den Befehl, alle Militäreinheiten in volle Kampfbereitschaft zu versetzen" (ntv.de, 1.3.2014). Wie meistens also bei Vertretern der Kirche: Im "Ernstfall" für den Krieg. Diese Verhaltensweise hat auch der Ausgabe Nr. 6 des "Theologen" (Die Kirche - immer für den Krieg) den Namen gegeben.

25 - Katholischer Ministerpräsident und evangelischer Pfarrer im Präsidentenamt wollten Blutbad auf der Krim - Doch Militär meuterte und verweigerte Schießbefehl

Der durch den Umsturz als Übergangs-Ministerpräsident und dem Papst in Rom untergeordnete Katholik Arsenij Jazenjuk verkündete am 2.3.2014 dann sogar direkt den "Krieg". Wörtlich: "Eine Intervention [auf der Halbinsel Krim] wird der Beginn eines Krieges und das Ende aller Beziehungen sein" (zit. nach fr-online.de, 2.3.2014). Was solche und ähnliche Worte in der Vergangenheit für unzählige Menschen auf dem Planeten Erde bedeuten, das hat die Kriegsverkünder mitsamt allen Kriegsherren und Kriegstreibern noch nie interessiert, wenn nur die Durchsetzung ihrer Interessen voran gebracht würde. Erst als russische Truppen sich verstärkt auch im Grenzgebiet zur Ostukraine sammelten, wo die Übergangsregierung zuvor einen russlandfreundlichem Gouverneur verhaften ließ, konzentrierten sich die "Kriegsüberlegungen" der ukrainischen Übergangsregierung mehr Richtung Ostgrenze.
Von wem hat sich der papsttreue Vertraute der Gasprinzessin Timoschenko dafür den Segen bzw. vielleicht sogar eine Art Blankoscheck für sein Vorgehen geholt? Vom Papst in Rom? Von USA-Präsident Obama? Von der EU? Der katholische ukrainische Übergangspräsident ließ auch später keine Gelegenheit aus, die Krise weiter anzuheizen und den östlichen Nachbarn weiter zu brüskieren und ihm zu drohen - so z. B. am 18.3.2014, als er die völlig ungeklärten Todesumstände eines ukrainischen Soldaten, der aus einem Hinterhalt erschossen wurde, der Regierung Russlands sogleich als "Kriegsverbrechen" anlastete. Zwei Tage später stellte sich heraus, dass es ein 17jähriger faschistischer Jugendlicher aus der West-Ukraine war, also aus dem eigenen Lager, der auch einen pro-russischen Demonstranten erschossen hat, um durch die Morde den Konflikt weiter aufzuheizen, was ihm beim Übergangspräsidenten auch gelungen war.
Der vom Westen hofierte Putsch-Präsident forderte die ukrainischen Soldaten auch auf, ihre Stützpunkte auf der Krim gegenüber Russland mit Waffengewalt zu verteidigen [19.3.2014]. Doch durch deren Weigerung, zu den Waffen zu greifen, haben sie Jazenjuk nicht die Möglichkeit gegeben, Russland ein zweites Mal "Kriegsverbrechen" zu unterstellen. Russische Soldaten sind vielfach auch unbewaffnet gekommen (spiegel.de, 19.3.2014). Durch die Besonnenheit der meisten ukrainischen Soldaten, nicht auf Pfarrer Turtschinow und Laien-Katholik Jazenjuk zu hören, wurden weitere Eskalationen und Todesopfer zunächst vermieden.
Dies wurde mittlerweile von der Putsch-Regierung der Ukraine offiziell bestätigt: "´Bedauerlicherweise` (!)" hätten die Kapitäne selbst vor Ort [auf der Krim] über ihr Vorgehen entschieden, sagte [Übergangs-Verteidigungsminister] Tenjuch. ´Um ein Blutvergießen zu vermeiden, haben sie nicht auf Waffengewalt zurückgegriffen.`" (bild.de, 23.3.2014)

Als Rom untergeordneter Laienkatholik soll sich Arsenij Jazenjuk nach dem "Canon" Nr. 227 aus dem Codex Iuris Canonici richten: "Die Laien haben das Recht, dass ihnen in den Angelegenheiten des irdischen Gemeinwesens jene Freiheit zuerkannt wird, die allen Bürgern zukommt; beim Gebrauch dieser Freiheit haben sie jedoch ... sich nach der vom Lehramt der Kirche vorgelegten Lehre zu richten." Weiterhin trifft hier der Lehrsatz Nr. 2442 aus dem katholischen Weltkatechismus zu: "Es ist nicht Sache der Hirten der Kirche, in die politischen Strukturen und die Organisation des Gesellschaftslebens direkt einzugreifen. Diese Aufgabe gehört zur Sendung der gläubigen Laien ..." Das heißt: Der Papst in Rom greift nicht direkt ein, aber er kann seine Leute entsprechend instruieren im Sinne von "Gut gemacht" oder "So nicht". Denn erhebt die Romkirche den absoluten Anspruch: "Wir erklären, sagen und definieren nun aber, dass es für jedes menschliche Geschöpf unbedingt notwendig zum Heil ist, dem Römischen Bischof unterworfen zu sein" (als unfehlbar erklärter Lehrsatz Nr. 875, zit. nach Denzinger/Hünermann, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen)

Der Versuch der Maidan-Regierung der Ukraine, Öl ins Feuer des Konflikts zu gießen, wirft auch noch einmal die Frage auf: Wer hat die Demonstranten und die Polizisten auf dem Maidan-Platz eigentlich erschießen lassen? Beide Male die gleichen Täter, so viel ist bekannt. Und warum klärt die Übergangsregierung das Massaker nicht auf, sondern versucht, auch das dem russischen Präsidenten Putin anzulasten, während die Indizien in eine ganz andere Richtung gehen?
Eine weitere Frage stellt sich angesichts der Erfahrungen aus dem Georgien-Krieg 2008. Damals hieß es: "Hinter jedem Minister, hinter jedem leitenden Beamten, hinter jedem führenden Militär [in Georgien] steht ein Berater aus den USA" (Der Oppositionspolitiker Chatschischwili in Spiegel online, 15.9.2008). Und waren das damals eigentlich alles für Leute? Einflussreiche Politiker? Berater? Könnte man zu dem einen oder anderen auch sagen "Agent"? Und wie ist das bei der Putsch-Übergangsregierung in Kiew? Was alles wird nichtöffentlich abgesprochen?
Und deswegen die weitere Frage: Welche Interessen stecken alles hinter dem Konflikt? Dazu gehört auch, von anderen Krisenherden abzulenken, z. B. einem drohenden Kollaps des Finanzsystems. Und Kriege hatten in der Vergangenheit auch immer die "Möglichkeit" gebracht, durch das "Kriegsrecht" Maßnahmen durchzusetzen, die in "Friedenszeiten" nicht durchsetzbar sind.

26 - Wer gilt als "Volk"?

Es gibt im Ukraine-Konflikt viele Informationslücken. Was beim Thema der "Nationalitäten" auch weitgehend verschwiegen wird: Der westliche Teil des Landes war früher der Osten Polens. Siehe z. B. die Karte links (Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license, NNW (talk)). Die Stadt Lwiw bzw. Lwow, die heutige Hauptstadt der Westukraine und Hochburg der rechtsradikalen Kräfte (die im dortigen Regionalparlament die stärkste Partei sind), lag bis 1939 tief im Inneren Polens. Schon seit dem 14. Jahrhundert ist die Stadt polnisch, zwischen 1772 und 1918 gehörte sie gar zur Habsburger Monarchie Österreich-Ungarn. Im August 1945 wurde der Staat Polen dann nach Westen verschoben. Viele bis dahin deutsche Landesteile (Schlesien, große Teile von Pommern und Ostpreußen) wurden nun Teil Polens, während bis dahin östliche Landesteile Polens an die Sowjetunion fielen und nun "West-Ukraine" genannt wurden. Die beiden Landesteile des heutigen Staates Ukraine haben also eine völlig andere politische und kulturelle Entwicklung hinter sich (vgl. de.wikipedia.org/wiki/Lemberg). Ex-EU-Kommissar Günter Verheugen wirft den heutigen EU-Politikern dabei vor, durch Blindheit den Konflikt maßgeblich mit zur Eskalation gebracht zu haben: "Europäische Politiker erwiesen sich als blind für die innenpolitischen Spannungen zwischen der Ost- und der Westukraine." (spiegel.de, 19.5.2014)

Und während sich die westlichen Politiker in dem Streit über den künftigen völkerrechtlichen Status der Halbinsel Krim verbeißen, gibt es dort zumindest hin und wieder andere öffentlich geäußerte Meinungen - auch wenn die "Grünen" im Europaparlament mit einem Antrag gescheitert sind, Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder von der SPD per Parlamentsbeschluss zum Schweigen aufzufordern.  So schreibt z. B. Wolfram Weimer, Verleger und Ex-Chefredakteur der Zeitungen Die Welt, Berliner Morgenpost und Focus, Gründungsherausgeber von Cicero: "Wenn die überwältigende Mehrheit der Menschen auf der Krim zu Russland gehören will, muss man das nicht gewähren lassen? Was ist dort mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker? Kann Europa das einfach ignorieren?" (spiegel.de, 4.3.2014)
Doch genau das bahnt sich an. Während die USA ca. 10.000 prowestliche und teils gewalttätige Demonstranten in Kiew mit dem "Volk" gleich setzte und durchsetzte, dass dieses von der katholischen Caritas ernährte Barrikaden-"Volk" die Regierung stürzen und eine neue Regierung bestimmen darf, gelten die 2,5 Millionen Einwohner der Krim (davon ca. 1,5 Millionen Russen) nicht als "Volk", obwohl sie im Unterschied zu den Maidan-Aufständischen nicht zur Gewalt griffen, sondern Stimmzettel ausfüllten. Sie hätten laut USA und der vorherrschenden Linie im Westen nicht über ihre Regierung und über ihren völkerrechtlichen Status entscheiden dürfen. Die bekannte Folge: Sanktionen, Androhung von weiteren Sanktionen, Kriegsdrohungen.

So ist das also: Ein "Volk" oder ein "Völkerrecht" gibt es für diese Art von Machtpolitikern nur, wenn es sich für die eigenen Interessen instrumentalisieren lässt; nicht aber zu Beginn des Jahrtausends in Serbien, wo man den Kosovo-Albanern gegen den erbitterten Widerstand der Regierung in Belgrad das Recht zugestand, sich von Serbien, zu dem der Kosovo völkerrechtlich gehörte, abzuspalten. Dabei hatte die NATO den ungeliebten jugoslawischen Machthaber Slobodan Milosevic und seine Regierung längst weggebombt - ein militärisches Eingreifen, das zwischenzeitlich die Kämpfe zwischen Serben und Albanern massiv eskalieren ließ. Die neuen jugoslawischen Regierungen in Belgrad waren nun aber westfreundlich. Umgekehrt ging die Regierung des vom Westen gegen das Völkerrecht durchgesetzten zweiten albanischen Staates Kosovo aus der UCK-Armee hervor, die einen blutigen Aufstand und Partisanenkrieg mit unzähligen Opfern gegen die damalige jugoslawische Regierung führte und dann gewann, als ihr die NATO zu Hilfe kam. Dabei wird im Westen meist verschwiegen: "Es waren die UÇK-Kämpfer, die den Konflikt durch den offenen Angriff auf Ordnungskräfte Serbiens - eines russischen Verbündeten - eskalieren ließen." (sueddeutsche.de, 21.3.2014)
Die Abtrennung des Kosovo von Serbien geschah schließlich gegen den Willen Russlands, doch der "Kreml", wie die russische Regierung manchmal bezeichnet wird, hielt still. So wie er widersprach, aber still hielt, als die völkerrechtswidrige westliche "Koalition der Willigen" gegen die UNO-Entscheidung und aufgrund von verbreiteten Lügen über die irakische Regierung den Irak angriff.
Zum Vergleich
: ... wie Russland widersprach, aber still hielt, als die NATO Libyen ohne UNO-Mandat mit Bomben übersäte (die UNO erlaubte nur eine NATO-kontrollierte "Flugverbotszone" für die damalige Regierung Libyens). Russland widersprach auch, hielt sich aber zurück, als der Westen als nächstes in Syrien einen Aufstand förderte und  zum Krieg eskalieren ließ, der bis heute Hunderttausende von Opfern forderte und wo westliche Regierungen weiterhin durch massive Waffenlieferungen oder andere Unterstützungen von Aufständischen die Regierung stürzen will.

Erinnert sei auch, wie der Westen entgegen den Versprechungen bei der Wiedervereinigung Deutschlands in Polen einen Raketenschirm neu aufbaute und die russische Regierung auch dies unter Protest hinnehmen musste, obwohl der polnische Regierungschef zugab: "Wir haben den Rubikon überschritten", also die "rote Linie".
Im Westen rechtfertigt man seine Sanktionen und Verurteilungen gegenüber Russland im Jahr 2014 jedoch nach dem Motto: "Meine Völkerrechtsbrüche waren weniger schlimm als deiner" (sueddeutsche.de, 21.3.2014). Noch unberücksichtigt wird dabei, wie man aufgrund der Gier nach Macht täglich ca. 40.000 Menschen verhungern und an Unterernährung sterben lässt, weil man im geostrategischen Poker gewinnen will und den eigenen Macht- und Profit-Interessen alles, aber auch wirklich alles geopfert wird. Und hier sind alle Politiker in allen Ländern betroffen.
Und das alles hat nicht das Allergeringste mit Jesus, dem Christus zu tun, weswegen alle Politiker, die sich auf Ihn berufen, zumindest zugeben sollten, dass dieser Mann für sie nur insofern interessant ist, als Er am Kreuz hängt und Seinen Mund hält
. Und da sich auch die orthodoxen Politiker Osteuropas "Christen" nennen, gilt der Maßstab des Christus auch für sie, oder es müsste auch von ihnen eine Distanzierung von Christus erfolgen.
Wer sich für Christus entscheidet, für den gelten auch Seine Worte: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt". Doch die Befolgung Seiner Lehren könnten auch die Gesellschaften dieser Welt von innen her zu Frieden und Versöhnung führen.

27 - Die eigenen Interessen ersetzen Völkerrecht und Verfassungsrecht

 Doch davon ist man weiter denn je entfernt, wenn schon das "Völkerrecht" immer hinter die eigenen Interessen zurücktreten muss, und diese haben mit Christus nichts zu tun. So wie die UNO für die USA-Regierungen nur eine Bedeutung hat, wenn diese Regierungen mit den UNO-Entscheidungen einverstanden sind. Entscheidet die UNO nicht wie von der USA-Regierung gewünscht - so wie 2003, als sie den USA kein "Mandat" für den Irak-Krieg gab - schert man sich nicht um UNO oder Völkerrecht. Man führte dann eben unter dem Vorwand von Anschuldigungen, die auch noch gelogen waren (der US-Geheimdienst hatte die Unwahrheit gesagt) völkerrechtswidrig den Krieg. An dieser Haltung hat sich bis heute nichts geändert. Das Völkerrecht wurde wieder durch das "Recht des Stärkeren" und die Interessen des Stärkeren ersetzt.
Und bei den meisten Spitzenpolitikern im Westen hat man eben andere Interessen als ein eventuelles "Selbstbestimmungsrecht der Bewohner" der Krim. Denn wenn man das in diesem Fall übergeht, würde diese Halbinsel Krim samt dem Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte an den Westen fallen und damit eine weitgehende militärische Kontrolle über das Schwarze Meer - was für ein Schachzug in den satanischen Machtpoker-Auseinandersetzungen "West contra Ost" in "dieser Welt".
Doch darüber redet man nicht, und das ist folglich das zweierlei Maß bzw. die Heuchelei, letztlich das Streben nach Herrschaft und Macht - wobei man die Bürger mit anderen "Gründen" für sein Handeln zu täuschen versucht.
So müssen sich auch die Regierungen Israels seit Jahrzehnten nicht an die UNO-Beschlüsse mit festgelegten Grenzen für die beiden beschlossenen Staaten in Palästina halten, sondern können die palästinensischen Teile besetzen und sich diese durch politisch motivierte Siedlungen Zug um Zug faktisch weiter aneignen. Was die UNO in diesem Fall sagt, ist für den Westen seit Jahrzehnten unbedeutend und wird immer den eigenen Interessen untergeordnet, die immer einen Blanko-Scheck für alle Handlungen der jeweiligen Regierungen Israels beinhalten.

"In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht immer um die Interessen von Staaten."
(Der SPD-Politiker Egon Bahr, zit. nach Frankfurter Rundschau, 28.8.2014)

Und sehr viele Bürger in Deutschland denken wie Marsili Cronberg, der seine Haltung bei spiegel.de mit den Worten auf den Punkt brachte: "Solange Europa aber eine illegitim an die Macht gekommene Regierung unterstützt, ist es heuchlerisch, Russland für sein Handeln zu verurteilen" (24.3.2014). Man könnte auch sagen: Zunächst ließ der Westen das Völkerrecht bzw. Verfassungsrecht in der Ukraine brechen - durch die Unterstützung des gewaltsamen Aufstands, den verfassungswidrigen Sturz samt Vertreibung des Präsidenten und den Bruch des von Außenminister Steinmeier mit ausgehandelten Friedensabkommens, das eine Regierung des nationalen Einheit vorsah. Stattdessen wählte der so genannte "Maidan-Rat" unter anderem Faschisten nicht nur die Regierung, sondern auch in Armeeführung, Staatsanwaltschaft usw., und die illegitime Regierung entließ Gouverneure und andere Entscheidungsträger, die legitim an die Macht gekommen waren und ersetzte sie durch eigene Parteigänger. Mit diesem antidemokratischen Vorgehen im Interesse der USA und des Westens waren Völkerrecht und Verfassungsrecht also bereits gebrochen, und die Regierung Russlands sah sich in der Folge dann auch nicht mehr daran gebunden. Und so stand jetzt die für die Regierung Russlands strategisch "bedeutsame" Schwarzmeerflotte unter dem Zugriff einer illegitimen antirussischen Regierung und teilweise faschistischen Armeeführung der Ukraine, nachdem die alte abgesetzt wurde oder zu Russland überlief wie nach russischen Angaben ca. 16.000 von 18.000 ukrainischen Soldaten auf der Krim, nach ukrainischen Angaben ca. die Hälfte.
So wählten die von der römisch-katholischen Caritas verpflegten Aufständischen auf dem Maidan auch Andrij Parubij zum mächtigen Chef des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine. Parubij war "Mitbegründer der rechtsextremen Sozial-Nationalen Partei der Ukraine" (Wikipedia, Stand: 24.3.2014), kandidierte zwischenzeitlich für die rechte Timoschenko-Partei und gilt als enger Kooperationspartner des faschistischen Führers des "Rechten Sektors" Dmytro Jarosch, der auf dem "Maidan" in Kiew heftig umjubelt wird, um nur ein Beispiel zu nennen. Parubij provozierte sogleich mit der Durchsetzung der Visumpflicht für Bürger Russlands die gesamte Ost- und Südukraine, wo die Menschen diesseits und jenseits der Grenze leben, wohnen und arbeiten und wo sie "hüben und drüben" Familie und Verwandten habe und wo es für sie noch nie eine geschlossene Grenze gab, so dass Zigtausende bis jetzt täglich die Grenze problemlos überquerten. In der Vergangenheit forderte der neue mächtige Mann des Nationalen Sicherheitsrats aus dem Timoschenko-Clan auch einen "reinrassigen Staat" Ukraine nur mit reinrassigen Ukrainern (ntv.de, 28.3.2014). Und was bedeutet es, wenn Julija Timoschenko russischstämmige Ukrainer bei dem abgehörten Telefongespräch "mit Nuklerarwaffen erledigen" wolle? (spiegel.de, 28.3.2014). "Letzteres will sie zwar nicht so, sondern irgendwie anders gesagt haben", doch ist die milliardenschwere und ideelle Westunterstützung für die rechtsradikale Übergangsregierung für Hunderttausende russischstämmige Ukrainer Grund für große Beunruhigung.
Zehntausende Ukrainer sind auch empört über die "rechte" Übergangsregierung und schwenken russische Fahnen. Doch wie geht es dort weiter? Würde die NATO dort bald mit Soldaten West von Ost trennen, wenn sie die Ukraine auf Wunsch der westfreundlichen und faschistischen Politiker entgegen allen früheren Zusicherungen an Russland auch noch zum Mitglied macht?

Der Konflikt des Westens mit Russland beschäftigt täglich viele Menschen. Doch kaum jemand weiß noch, was der Westen im Jahr 1990 der Sowjetunion (und damit vor allem Russland) versprochen hat, um deren Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung zu erhalten. Gehalten hat er sich daran nicht, im Gegenteil, so dass sich die russischen Politiker betrogen fühlen. Wer sich neutral darüber informieren möchte, siehe einen Spiegel-Artikel aus dem Jahr 2009 unter spiegel.de.

Warum die Lage in der Ukraine nach dem Abkommen mit den EU-Außenministern aus Deutschland, Frankreich    und Polen eskalierte, beschreibt spiegel.de unter der Überschrift Die fatalen Fehler der Regierung in Kiew - spiegel.de

Sehenswertes Interview mit Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank, einem Experten für Börsen und Weltwirtschaft, zu den geostrategischen Gründen des Krim-Konflikts mit dem Titel "Wir bezahlen am Ende die Rechnung" - n-tv.de

Erhard Eppler, ehemals SPD-Minister und damals [2014] 87 Jahre alt [+ 2019], schreibt in der Süddeutschen Zeitung einen Beitrag unter dem Titel Putin, der Mann fürs Böse, der so manches deutlich macht: sueddeutsche.de - ein sehr großer Unterschied zum Niveau heutiger SPD-Politiker.

Wie die durch den Maidan-Aufstand an die Macht gekommene Übergangsregierung der Ukraine die Bewohner im Süden  und Osten des Landes brüskiert: "Kiews Regierung riskiert einen Bürgerkrieg", schreibt spiegel.de.

28 - Es geht um die Macht, um Ablenkung und um das Ausleben der unterbewussten Abgründe

Von den Politikern wird ohnehin immer alles gedreht und gewendet, wie man es gerade braucht. Im Krim-Konflikt stellt der Westen die "territoriale Integrität der Ukraine" als höchstes "verteidigungswürdiges" Gut dar, also das "überraschende" "Geschenk" des sowjetischen Diktators und Ukrainers Chruschtschow, der wohl aus persönlichen Motiven als Ukrainer "in Wodka-Laune" (Peter Scholl-Latour) 1954 die Krim verwaltungsmäßig von Russland weggenommen und stattdessen der Ukraine zugeordnet hatte. Doch ist das wirklich der entscheidende Grund für den Konflikt oder stecken noch ganz andere Überlegungen dahinter?

Als es um das Jahr 2000 um die "territoriale Integrität" Jugoslawiens und später Serbiens ging, waren - wie gesagt - solche Überlegungen für den Westen nämlich unbedeutend. Obwohl die Provinz Kosovo völkerrechtlich eindeutig Teil Serbiens war und auch weiterhin ist, unterstützte der Westen den Aufstand und Krieg der damaligen Kosovo-Untergrundarmee UCK und bereitete mit den völkerrechtswidrigen NATO-Bomben des Kosovo-Krieges (Jugoslawien hatte den Westen nicht angegriffen) schließlich die Abspaltung des Kosovo von Serbien und die Gründung eines zweiten albanischen Staates in Europa vor. Und bis heute ist die Bundeswehr vor Ort, um diese völkerrechtswidrig herbeigebombte Konstruktion zu "schützen". Und dass man kurz zuvor in der Ukraine mit der Unterstützung des Maidan-Aufstands und mit dem verfassungswidrigen Sturz des Präsidenten (die verfassungsmäßig  vorgeschriebene Mehrheit für einen Sturz wurde gar nicht erreicht) völkerrechts- und verfassungswidrig handelte, das gesteht man sich eben zu und nennt dafür "Gründe". Der Gegner Russland wird jedoch verurteilt und mit Sanktionen überzogen, wenn er ebenfalls eine Grenze ändern möchte und dafür "Gründe" nennt, die wahrscheinlich auch nicht die eigentlichen sind, die sich der Westen aber wie ein Spiegel vorhalten lassen muss. Denn dieser ist nicht der unumschränkte Weltherrscher, der sich mit Gewalt und ohne Gegenreaktionen alles heraus nehmen könne, was er wolle.
Was die aktuellen Debatten um "Selbstbestimmungsrecht", "Völkerrecht", "Verfassungsrecht" betrifft, sind das dann also die eigentlichen Antriebsfedern der Konfliktparteien? Oder sind es nur formaljuristische Fassaden, mit denen letztlich rechthaberische Schattengefechte geführt werden. Folgerichtig wirft auch einer dem Anderen Verlogenheit vor. Fragt man nach den eigentlichen Gründen und "sündhaften" Abgründen für einen Konflikt und versucht man den wunden und aggressiven Seelenzuständen näher zu kommen, um von daher zumindest etwas klügere Entscheidungen treffen zu können, müssten ganz andere Fragen gestellt und werden.
Z. B.: Wer verdient wie das meiste Geld? Wer bekommt wie die meiste Macht? Was verbindet die serbische Bevölkerung mit dem Kosovo? Wollen die Albaner eigentlich zwei albanische Staaten oder wäre nicht einer sinnvoll? Wie lange kann die Bundeswehr Serben und Albaner trennen? Wo wurde eigentlich der Hass gesät und wo wurden Brücken gebaut? Wer verspricht sich größere Vorteile von der einen oder der anderen Entscheidung?
Oder neben den Fragen nach Geld und Macht in der Ukraine: Wer wohnt eigentlich auf der Krim und was denken die Menschen selbst? Ist das ukrainische "Heimaterde" oder wie kam eigentlich die Halbinsel zum Staat Ukraine? Welche Rolle spielte die Krim in der Geschichte Russlands? Was haben dort Russen und Ukrainer für Besitztümer oder Interessen? Welches ist die militärstrategische Bedeutung der Halbinsel? Ist es vorstellbar, diese Interessen "abzugleichen", so dass nicht einer der Gewinner und einer der Verlierer sein muss? Ist vielleicht eine so genannte "Deeskalation" möglich, wenn jeder einen Teil des Kuchens bekommt? Spielen Hass und Rachegefühle eine Rolle? Gibt es Bodenschätze in der Nähe oder ist die Halbinsel ein geeigneter Stützpunkt für ihre Ausbeutung? Will ich den anderen k.o. sehen und die eigene Partei oben auf? Bemüht sich eigentlich jemand um das Wohlergehen der Bewohner dort oder sind sie einem gefühlsmäßig völlig egal?
Wenn man unabhängig von eiskalter Juristerei und Rechthaberei an das Thema heran geht: Was käme denn eigentlich in diesem Rahmen dem Wert der "Gerechtigkeit" am nächsten, wenn es auch noch lange nicht gerecht ist?
Zur Verdeutlichung: Christlich ist ein solches Geschacher um Macht und um Land damit noch lange nicht, selbst wenn man sich um einen Interessenausgleich bemühen würde, was aber gar nicht geschieht. Immer geht es dabei um das "Trenne, binde und herrsche", und das ist eben das satanische, das dämonische bzw. teuflische Prinzip. Eine Voraussetzung für ein christliches Handeln wäre zunächst die Einsicht, welche lautet: "Ich bin nur Gast auf Erden." Warum: Um meine Seele höher zu entwickeln, und das ist nicht möglich, wenn jemand darauf beharrt: "Mein Land, meine Stadt, meine Region, mein Haus, mein Grund und Boden, mein Ego, meine Waffen, mein Interesse", was sich gut zusammenfassen lässt in den Besitzanspruch "Mein Sarg." Und ist es nicht pervers, wenn sich zwei Hotelgäste so massiv um das scheinbar beste Hotelzimmer streiten, das sie für einen kurzen Zeitraum beziehen möchten, dass sie schließlich das ganze Hotel in die Luft sprengen? Doch auf diesem Tief-Niveau bewegen sich viele und versuchen, möglichst viele mit nach unten zu reißen.
Doch jeder Beteiligte, der eine schrittweise Umwandlung des Satanischen für möglich hält, könnte zumindest einmal damit anfangen, diese unheilvollen Verstrickungen nach und nach aufzuarbeiten. Wer in diesem Sinne denkt, der könnte z. B. den Kommentar des ehemaligen SPD-Ministers Erhard Eppler zum Konflikt lesen, siehe sueddeutsche.de.
Und wer die Verstrickungen wirklich lösen will, der könnte dazu für sich auch den Grundsatz aufstellen: "Mein Land", das gibt es nicht. Denn jeder Mensch muss diesen Planeten irgendwann wieder verlassen, und irgendwann ist das Land unübersehbar nicht mehr "mein". Dazu eine weitere Frage: Wer sagt eigentlich, dass der Planet Erde den Gewaltmenschen gehört? Oder wer gibt ihnen das Recht, sich als alleiniger Eigentümer des Erdplaneten aufzuführen und andere Bewohner wie die Tiere milliardenfach zu massakrieren und auszurotten?

29 - Was hinter den Kulissen brodelt ...

"An den Finanzmärkten kursiert eine gigantische Schuldenlast. Nach Berechnungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich sind weltweit Anleihen im Volumen von gut 100 Billionen Dollar im Umlauf - 43 Prozent mehr beim Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008." (spiegel.de, 9.3.2014)

Doch die unheilvolle Ethik, nach der nahezu überall und im immer krasseren Gegensatz zu Jesus von Nazareth gehandelt wird, und die alles noch schlimmer macht, lautet eben unverhohlen: "Was meinen Machtinteressen dient, sei gut, was ihnen nicht dient, sei böse", auch wenn dies in wohlklingendere Formulierungen verpackt wird. So wird dann eine schöne Verpackung gesucht, um die eigene machtpolitischen Entscheidung nach außen gefällig zu präsentieren: Mal ist es eine bestimmte Regierung, der die "Völkergemeinschaft" die Stirn bieten und sie beseitigen muss, mal ist es "territoriale Integrität", ein andermal das "Selbstbestimmungsrecht eines Volkes", ein andermal die "Stabilität der Region" usw. Man findet immer das jeweils Passende, um die eigenen Ego- und Machtinteressen geschickt zu verschleiern. Und wenn nicht, gibt es immer noch die Möglichkeit, die verbündete Interessengruppe in einem Land als "Volk" zu bezeichnen, diese dann zu finanzieren und mit deren Hilfe dann eine bestehende Regierung zu stürzen wie z. B. 2013/2014 in der Ukraine.
"Von einer US-Marinebasis in Sewastopol [auf der Krim] redet niemand öffentlich, aber das Ziel ist alles andere als abwegig", schreibt beispielsweise die taz (3.3.2014) - direkt auf der "Nase des russischen Bären", was sich der zu jener Zeit dann amtierende US-Präsident auch noch als persönlichen Triumph ausmalen könnte, quasi als Sahnehäubchen der außenpolitischen Machtpolitik. Eine US-Militärbasis im Schwarzen Meer wäre eine nahe liegende Folge, wenn die Ukraine Mitglied der NATO würde, da der Westen ja das Ergebnis der Volksabstimmung auf der Krim ignoriert, weil er eben dort andere Machtinteressen hat. Voraussetzung dafür wäre jedoch auch, dass die Regierung Russlands dann auch diesem westlichen Machtinteresse nachgibt und ihre eigenen bisherigen Interessen auch in ihrem unmittelbaren Umfeld aufgibt. Doch dass sie das tut, dafür gibt es keine Anzeichen.

30 - Parteiische Einmischung ist unchristlich und führt immer zur Eskalation

Fragt man nach einer anderen Art der Lösung von Konflikten, so könnte man zunächst sagen: Wenn zwischen zwei Konfliktpartnern ein Streit besteht, dann sollten diese beiden den Streit untereinander lösen - ohne Einmischung von außen - also beispielsweise die Ukraine und Russland im Hinblick auf den Status der Halbinsel Krim, die früher Russland zugerechnet wurde und seit 1954 anscheinend vor allem aus Verwaltungsgründen der Ukraine. So bleiben die Ursachen für den Konflikt zunächst "überschaubar". Sind beide Parteien damit einverstanden, dann könnten sie sich auf einen neutralen Dritten einigen - vergleichbar einem Schiedsrichter beim Fußball -, der die Vermittlung in dem Konflikt übernimmt, indem er bei jeder Partei das Verständnis für die Sichtweise der jeweils anderen Partei weckt. Denn in einem der gängigen politischen Konflikte hat nie nur die eine Seite die Schuld. Es sind immer beide beteiligt.
Jede parteiische und machtpolitische Einmischung durch Dritte ist folglich keine Vermittlung, sondern führt nur dazu, dass der Konflikt sich ausweitet, sich verschärft und immer mehr Menschen mit hinein gezogen werden - so wie die EU in der Ukraine als Partei der Aufständischen auftrat und folglich kein neutraler Vermittler war, weswegen es auch kein Wunder war, dass die damalige Opposition sich nicht an das Abkommen für eine Regierung der nationalen Einheit mit der damaligen Regierung hielt und das Abkommen bereits am darauf folgenden Tag zur Luftnummer wurde - was von den "Vermittlern" auch gar nicht beanstandet wurde, denn sie waren ja vor allem "Partei".
Damit zogen die EU-Politiker ihre Völker in den Konflikt Russland-Ukraine und um die Krim hinein; in einen Konflikt, bei dem die meisten Menschen in den westlichen Ländern bis dahin gar keine negativen Ursachen in die Welt gesetzt hatten und wodurch sie sich folglich auch nicht belastet hatten. Wird durch die westlichen Politiker nun aber das Fehlverhalten der einen Konfliktpartei verstärkt, die man unterstützt oder gar anfeuert, so sind auch diese Politiker und ihre Wähler für die Eskalation des Konflikts - also eine weitere negative Saat - verantwortlich und sie müssen früher oder später entsprechende Folgen erleiden. Und durch das ständige kriegerische Agieren in Worten, Empfindungen und Gedanken werden zusätzlich weitere neue negative Ursachen gesetzt, so dass der ursprüngliche Konflikt - z. B. der völkerrechtliche Status einer Halbinsel im Schwarzen Meer - mit der Zeit ganz in den Hintergrund tritt und - wie bei den bisherigen Weltkriegen - sich schließlich alles in einem Hauen, Stechen, Bomben, Verstümmeln, Vernichten usw. entladen kann, wo ein Fehlverhalten dem nächsten die Hand reicht bis hin zu Mord, Totschlag und Vernichtung im apokalyptischen Ausmaß.
Das Prinzip der Einmischung steckt auch mit dahinter, dass sich Deutschland bereits zum drittgrößten Waffenexporteur der Welt entwickelt hat und dieses "Engagement" weiter ausbauen möchte. Dies ist jedoch in jeder Hinsicht unchristlich, um nicht zu sagen antichristlich, denn den guten Namen von Jesus, dem Christus, in Verbindung mit Waffengeschäften zu bringen, ist Hohn und Spott. Christlich wäre, die Erregung über ein tatsächliches oder vermeintliches falsches Handeln des Gegners als einen Hinweis zu deuten, den Balken im eigenen Auge zu finden, der einen blind macht für eine unparteiische Sicht der Dinge, und zunächst diesen Balken zu verkleinern. Dies ist dann immer auch eine Brücke, um auf den Andersdenkenden zuzugehen.
Aber in einem Kulturkreis, der Jahrhunderte lang von der kirchlichen Inquisition geprägt wurde und noch immer im Sinne des kirchlichen Absolutheitsanspruchs indoktriniert wird, konnte sich eine solche Kultur nicht entwickeln. Stattdessen bahnt sich erneut an, was der deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe in die Worte fasste: "Die ich rief, die Geister [durch die vollmundige Unterstützung des gewaltsamen Aufstands] / Werd´ ich nun nicht los." (aus: Goethe, Der Zauberlehrling)

31 - Die gebrochenen westlichen Versprechungen an Russland, um die deutsche Wiedervereinigung zu erreichen

So wird also durch das Prinzip der parteiischen Einmischung, dem sich nun auch die deutschen Politiker mehr und mehr verschreiben - wenn man die zuletzt vollmundigen Worte von Pfarrer Gauck und der straff preußisch-lutherischen Militärministerin von der Leyen bedenkt - immer eine Eskalation herbei geführt. Was bei der führenden Rolle Deutschlands gegen die Regierung Russlands bei den deutschen Politikern völlig unter den Tisch fällt, beschreibt die Zeitung Bild mit den Worten: "20 Millionen Russen sind im Zweiten Weltkrieg gestorben. Wir Deutschen haben die Russen angegriffen" (19.3.2014). Nicht einmal dieses Erbe erscheint konfessionellen Befürwortern von Sanktionen und Eskalationen, die sich als die "Guten" und "im Recht" fühlen, eine Hemmung wert. Vergleicht man demgegenüber deren Haltung gegenüber der Regierung Israels, erkennt man auch hier wieder die vorherrschende Ethik: Zweierlei Maß, eben ja nach Interessenlage. Deutlich wurde vier Jahre später der russische Militärminister Sergej Schoigu gegenüber seiner deutschen Amts-Kollegin Ursula von der Leyen, die unverändert [2018] einen "harten Russland-Kurs" der Bundesrepublik Deutschland forderte und auch 2022 zu den Eskalierenden zählt. Schoigu zu von der Leyen: "Nach allem, was Deutschland unserem Land angetan hat, sollten Sie noch 200 Jahre lang nichts zu diesem Thema sagen." (zit. nach deutsch.rt.com, 13.8.2018)
Im Konflikt mit Russland scheint für jene deutschen Politiker offenbar auch ohne Bedeutung zu sein, dass eine Wiedervereinigung Deutschlands und Eingliederung in den Westen nur durch die Hilfe Russlands möglich war. Dass damalige westliche Versprechungen an Russland, die NATO im Gegenzug nicht weiter nach Osten auszudehnen, seither ignoriert und mit Füßen getreten wurden, gilt schon als selbstverständlicher Vertragsbruch, der im Westen nicht mehr der Rede wert scheint, nach dem Motto: "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?" Anders jedoch bei dem, der den Schaden hat und der betrogen wurde. "Natürlich habe es eine Zusage gegeben, die Nato ´keinen Daumen breit Richtung Osten auszuweiten`, sagt heute [2009] in Moskau Michail Gorbatschow, der damalige sowjetische Staatschef." (spiegel.de, 23.11.2009; siehe dazu die Bestätigung bei youtube.com)
Doch hat Russland erhalten, was ihm vom Westen für die Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung versprochen worden ist? Was also hat Russland erhalten? "Nichts von dem, was uns zugesichert worden ist: dass die Nato nicht endlos nach Osten erweitert wird und unsere Interessen stets berücksichtigt werden", so der damalige russische Präsident Dmitirj Medwedew lt. Spiegel vom 23.11.2009. Doch alles kam anders. Die Nato "hat sich mit ihren Kanonen bis an unsere Staatsgrenzen vorgebohrt", so ein russischer Kommentar aus dem Jahr 2009. Und mehr noch: "Russische Interessen" werden vom Westen im Jahr 2014 in der Ukraine nicht nur ignoriert, sondern gar verhöhnt, verleumdet und bekämpft. Doch was kommt früher oder später auf den zu, der nur seine Vorteile genommen hat, aber hinterher nicht den vereinbarten "Preis" dafür bezahlen will? Der gesamte Sachverhalt siehe bei spiegel.de.


Tritt schließlich im Zuge der weiteren Eskalation zwischen Russland und der Übergangsregierung  der Ukraine diese ebenfalls dem NATO-"Militärbündnis" bei, dann würde irgendwann eine (eventuell von einem Geheimdienst ausgeführte) als kriegerisch interpretierte Handlung der gegnerischen Partei ausreichen, um als Funke den Flächenbrand zu entzünden, dem sich - gleich umfallenden Dominosteinen - alle diejenigen Länder und ihre Bewohner anschließen müssen, welche die Bedingungen dieses Militärbündnisses unterschrieben haben. Was in den Kriegen der Gegenwart alles so genannte "false-flag"-Anschläge sind, also Kriegshandlungen durch "eigene" Leute, die man dann dem Gegner unterschiebt und als Vorwand für die nächste Eskalationsstufe nimmt, wer weiß das schon? Die Main-Stream-Medien schwingen ihr Zepter, geben die Empörungs-Richtung vor und treiben damit auch die Politiker vor sich her. Und es scheint mittlerweile sogar erwiesen, wenn auch kaum berichtet, dass auf dem Maidan-Platz im Jahr 2014 Aufständische nach dem "False-Flag-Prinzip" anderen Aufständischen die Hälse durchschossen, um den Versuch einer Regierung der nationalen Einheit zu verhindern und einen Vorwand zur Vertreibung des Präsidenten herbeizuführen, dem diese Kriegsverbrechen dann angelastet wurden.

Eskalierender Ost-West-Konflikt: China gibt dem Westen Schuld an den Kämpfen in der Ukraine

Die chinesischen Politiker nennen sich nicht "Christen" wie die europäischen Politiker, und sie betrachten von außen, wie das europäische Konfessionschristentum, das mit Jesus, dem Christus, nichts zu tun hat, seine Ränke schmiedete. Dabei kamen sich zu folgender Einschätzung:

"
China sieht ausländische Einmischung als eine Ursache für das Chaos in der Ukraine. Der Westen mische sich häufig in innere Angelegenheiten des Landes ein und stifte die Opposition an, die Regierung herauszufordern, kommentierte die ´Global Times`, die vom Parteiorgan ´Volkszeitung` herausgegeben wird. ´Wenn Peking so weit gehen und akzeptieren würde, was der Westen von uns verlangt, gäbe es eine große Wahrscheinlichkeit, dass wir langfristig Unruhen mit einer gespaltenen Nation erleben`." (zit. nach ntv.de, 20.2.2014)
"Nach Einschätzung von EU-Diplomaten teilt man in Peking ... die russische Einschätzung, dass der Westen seit Jahren mit einem übereilten Vorgehen viele Konflikte erst anheizt, um dann militärisch zu intervenieren wie in Libyen." (ntv.de, 14.3.2014)

32 - Eskalation des Ost-West-Konflikts und Niedergang der Zivilisation

So wird dem vorherrschenden Prinzip des eigenen Machtinteresses weltweit immer mehr untergeordnet, und dies zeigt den rasanten weiteren Niedergang der Zivilisation an. Dabei werden hausgemachte Katastrophen kaschiert, und durch das vordergründige Kräftemessen um die Macht wird davon auch abgelenkt. Hier kann beispielhaft das kollabierende Finanzsystem genannt werden einschließlich der USA-Pleite und der Ukraine-Pleite, des Euro-Niedergangs und von manchem mehr. Stattdessen wird die Aufmerksamkeit auf neu inszenierte Krisenherde abgelenkt, etwa in der Frage: Wem steht die Halbinsel Krim zu?
Allgemein gesprochen: Die Kämpfe um die Macht folgen den Prinzipien von "Trenne, binde und herrsche". Demgegenüber wären die christliche Alternative Handlungen, die auf dem Prinzip "Verbinde und sei" beruhen. Bzw. für wen das zu "theoretisch" klingt: Die Alternative
nach der Goldenen Regel der Bergpredigt des Jesus von Nazareth lautet: "Was du willst, dass andere dir tun, das tue du ihnen zuerst." Oder. "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu." Doch die zu 100 % kirchenkonfessionellen westlichen Politiker und ihre Bundesgenossen - fernab jedes Hauchs einer Selbstkritik - treiben nach dem Krim-Konflikt die Ost-West-Eskalation mit den Methoden weiter voran, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten bereits in den Konflikt führten - Selbstgerechtigkeit in Verbindung mit Dämonisierung und Bestrafungen der Gegner, bis diese vielleicht eines Tages die Nerven verlieren und unüberlegt handeln oder z. B. eine Hungersnot ausbricht mit weiteren ungewissen Folgen - nur nicht ansatzweise Verständnis für den Gegner entwickeln oder versuchen, sich einmal in seine Position hinein zu versetzen, was ja als "Schwäche" ausgelegt werden könnte. Und wie es dann der jeweilige "Gegner" sieht und mit welchen Methoden er arbeitet, und ob er es besser macht oder schlechter, kann an dieser Stelle dahin gestellt bleiben.
So könnte man abschließend fragen: Wer wird darüber einst Gericht halten, ob nun das stimmt oder jenes stimmt, was die eine oder andere Seite vorträgt? Es wird das eherne Weltgesetz von Saat und Ernte sein, das früher oder später - oft auch erst in späteren Generationen oder in den jenseitigen Welten - alles Negative absolut neutral und gerecht auf den zurückfallen lässt, der es verursacht hat. Und jedem einzelnen Menschen wird dabei sein Anteil zu gewogen. Und die Richtung, in die sich unsere Zivilisation zu bewegt, ist der Abgrund. So glauben es all jene, die das Gesetz von Saat und Ernte ernst nehmen und das Weltgeschehen nicht einem "geheimnisvollen" Gott zuschieben, wie dies in den Konfessionskirchen geschieht.


Hauptleidtragende des egomanen kriegerischen Eigennutzdenkens sind jedoch nur teilweise die Menschen selbst und darüber hinaus vor allem die anderen Bewohner des Erdplaneten, vor allem die Tiere, die - laut kirchlicher Lehre angeblich ohne unsterbliche Seele - zur Manövriermasse für menschliches Profitdenken herunter gestuft wurden. Während die Tiere deshalb heute schon unsäglich gequält und für das menschliche Profitdenken und für den "Gaumengenuss" weltweit zugrunde gerichtet werden, wenden sich die Menschen nun zunehmend auch gegeneinander - aufgeheizt von Scharfmachern und Kriegstreibern (die um jeden Quadratmeter Boden für ihren Profit und Eigennutz kämpfen) -, während sie den Planeten Erde in noch nie da gewesenem Ausmaß rücksichtslos malträtieren, schinden und letztlich zerstören - vgl. oben das geplante großflächige milliardenschwere "Fracking" der US-Konzerne in der Ukraine (wo mithilfe von Chemikalien bestimmte Rohstoffe aus Gesteinsschichten herausgesprengt werden); aber auch zerstörerische Atomkraft und weiteres - alles um des großen Geldes wegen.
PS: In der Ukraine sind auch 15 Atomkraftwerke in Betrieb, zwei neue sind in Bau, nur Tschernobyl wurde stillgelegt. Da braucht man auch immer wieder Hunderte von Millionen Euro, um den "Sarkophag" über den zerstörten Reaktor notdürftig zu flicken und die Apokalypse an diesem Ort etwas zu verlangsamen. Aber die ersten westlichen Milliarden-"Hilfen" für die Ukraine fließen wohl in die militärische Aufrüstung ...

So merken immer mehr Menschen, wie die gegenwärtigen Politiker diese Welt dem Abgrund entgegen steuern. Und was wir hier schreiben, ist wohl nur ein kleiner Teil von dem, was tatsächlich passiert, und zwar auf allen Seiten der Front. Im Internet gibt es beispielsweise noch weitere Veröffentlichungen, die deutlich über das hinaus gehen, was wir hier schreiben, etwa über anscheinend von "Anonymus Ukraine" gehackte E-Mails von Dr. Vitali Klitschko, die dieser - damit konfrontiert - nicht dementierte und welche die kalkulierte westliche Strategie hinter dem Maidan-Aufstand aufzeigte, und vieles weitere mehr. Auch die Rolle der Geheimdienste beider Seiten und ihre Ziele vor, während und nach dem Aufstand in der Ukraine wird hier nicht erwähnt. Wir haben also bewusst nur Veröffentlichungen in den so genannten westlichen "Mainstream-Medien" berücksichtigt, obwohl diese vielfach auf die so genannten "Fabriken der Desinformation", wie Peter Scholl-Latour sie nennt (siehe nachfolgender Kasten), herein fallen oder von dort gesteuert werden.

Der Publizist Peter-Scholl-Latour über "Fabriken der Desinformation"

"Das größere Problem [als die weltweite Überwachung] sind Fabriken der Desinformation, ob sie sich nun in North Carolina, London oder Israel befinden. Die zielen auf deutsche und europäische Medien. Und das klappt. Von der ´taz` bis zur ´Welt` – ein Unisono, was die Ukraine betrifft. Oder Syrien: Als man die Aufständischen als die Guten und die anderen als die Bösen dargestellt hat. Dabei waren weder die einen noch die anderen gut oder böse. Wir leben mit so vielen Lügen." (zit. nach Der Tagesspiegel, 24.3.2014)

* Vgl. die Buch-Kurzbeschreibung von Peter Scholl-Latour, Russland im Zangengriff (2006) bei amazon.de. Der Experte klärt in seinem Buch über geostrategische Hintergründe der gegenwärtigen Kriegsgefahr auf:
"Mit dem ihm eigenen Gespür für kommende Krisenherde hat Peter Scholl-Latour die unruhigen Grenzregionen Russlands bereist: im Westen Weißrussland und die Ukraine, die die Ausdehnung von NATO und EU nach Osten und den damit einhergehenden Reformdruck zu spüren bekommen, im Süden die zentralasiatischen GUS-Staaten, in denen der Islamismus brodelt und die USA militärisch Fuß zu fassen suchen, in Fernost das chinesisch-russische Grenzgebiet, wo die dünn besiedelten sibirischen Weiten dem Bevölkerungsdruck und Wirtschaftsboom Chinas ausgesetzt sind. Dieser Zangengriff, dem sich Putins Russland an seiner West-, Süd- und Ostflanke gegenübersieht, wird unvermeidlich extrem nationalistische Reaktionen hervorrufen. Zwischen Smolensk und Wladiwostok steuert alles auf eine weltpolitische Krise zu."

 



28.3. / 16.5.2014 / 2.9.2015 / 7.2.2016 -
Die Ziele des Vatikan in der Ukraine - "Kreuzzug gegen die Orthodoxie" - Katholischer ukrainischer Bischof reiste in die USA und forderte im Februar Eingreifen der US-Regierung, um den Maidan-Aufstand schneller zum "Erfolg" zu bringen - Patriarch Hilarion: Katholische Kirche habe Konflikt befördert, so dass sich dieser zum "bewaffneten blutigen Konflikt" ausweiten konnte / Römisch-katholische Seelsorge will den "Kampfgeist" der ukrainischen Soldaten und Milizen stärken

Die Achse Vatikan - Washington

Katholiken, die sich kleiden wie Orthodoxe

Metropolit Hilarion spricht von katholischem "Kreuzzug gegen die Orthodoxie"

Römisch-katholische Spitzenpolitiker der USA

Gläubige Politiker müssen den "Leitern der Kirche" gehorchen

Erzbischof war zuvor beim Papst - War es die mit Rom verbündete griechisch-katholische Kirche, die den Ukraine-Konflikt "beförderte"?

 Vatikan will den Orthodoxen das "Petrusamt" bringen, was bedeutet: sie unterwerfen - Schielen nach Moskau

Die römisch-katholische Kirche und ihre Caritas als eine Stütze des gewaltsamen Maidan-Aufstands

Entlarvung: Franziskus beruft kriegerischen Nationalisten zum Bischof in der Ukraine

Der Gegensatz zwischen Jesus und Kirche
 

Siehe diese Inhalte unter https://www.theologe.de/theologe6.htm#Vatikan_und_Ukraine

 



8.4. / 17.4.2014 -
Syrien, Ukraine und andere: "Die Geister, die ich rief, die werd ich nun nicht los" / Hat die katholische Kirche den Konflikt zum Eskalieren gebracht? / Polnischer Ministerpräsident erklärte bereits 2008: "Wir haben den Rubikon überschritten" - Der von den katholischen und den evangelischen Politikern des Westens befeuerte Maidan-Aufstand in der Ukraine führte zum Umsturz der demokratisch gewählten Regierung. Damals sagte man im Westen: Die pro-westlichen Demonstranten, die Aufständischen, die seien das "Volk" und die unterstützen wir, den Aufstand fortzusetzen, auch wenn von diesen Polizisten getötet und schwer verletzt wurden. Auf diese Weise und durch nachfolgende massive Verfassungsverstöße bei der Bildung einer einseitig pro-westlichen und teilweise neofaschistischen Übergangsregierung wurde die Ukraine auf Westkurs gebracht, und die Regierung Russlands samt ihren Interessen wurde praktisch aus dem Boot gestoßen.
Zuvor war der Vertraute des Vatikan in der Ukraine, der griechisch-katholische Großerzbischof Schewtschuk nach Rom und nach Washington gepilgert und bat die USA, in der ehemaligen Sowjetrepublik Ukraine einzugreifen. Dies geschah dann vor allem unter der Federführung der beiden überzeugten Katholiken John Kerry (Außenminister) und Joe Biden (Vizepräsident). John Kerry war gerührt, dass er dabei als ehemaliger Ministrant im Januar sogar die Schwellen des Vatikan überschreiten durfte.
Auch in Syrien hat der Westen durch sein Eingreifen aus friedlichen Protesten einen der grausamsten Kriege der jüngeren Zeit entfesselt, und der Machtpoker geht weiter: Westen = für die Aufständischen, Russland = für die Regierung; Ergebnis: Viele 100.000 Tote, Zerstörung des Landes usw.

"Volk" oder "Saboteur" - je nach der Seite, auf der man steht?

USA bestreiten zigtausendfache Bürger-Proteste in der Ost-Ukraine und schiebt alles Russland in die Schuhe

Das Prinzip der Projektion - Die eigenen Fehler werden dem Feind unterschoben

Die Lehre von Christus könnte zur Selbsterkenntnis und Deeskalation helfen - doch man verhöhnt sie durch sein Tun

Die kirchliche Theologie ist die Wurzel für Waffenhandel, Hochrüstung, Kriegen und unermessliches Leid

Gestern Schläger, heute Nationalgardist

"Wir haben den Rubikon überschritten" - Das bedeutete damals: Krieg

Steckt ein NATO-Land auch hinter dem Giftgasangriff in Syrien?

"Volk" oder "Saboteur" - je nach der Seite, auf der man steht? Der Westen steht vor einer "Stunde der Wahrheit"

Anfang 2014 gibt es Demonstrationen und Aufstände in der Ost-Ukraine durch Tausende pro-russische Demonstranten. Und nun sagen die selbstgerechten kirchlichen Politiker im Westen: Das ist jetzt aber nicht das "Volk", das seien "Saboteure". Also: Der Inhalt der "Lehrstunde" lautet: Aufstand pro-westlich = Volk, Aufstand pro-russisch = Saboteure. Das ist eben der Unterschied. Es wird im Westen immer mit zweierlei Maß gemessen, je nach Interessenlage, - eine solche Haltung kann, abgesehen von ihrem unterirdischen Niveau, auch weitere Aggressionen beim Gegner schüren. Und wer kann schon unterscheiden, wie viele Söldner, Geheimdienst-Leute oder tatsächliche "Saboteure" genau unter den jeweiligen Demonstranten der einen oder anderen Seite sind? So behauptet der Westen, in der Ost-Ukraine seien es viele Russen, die über die Grenze kommen und auch Soldaten aus Russland. Doch auf dem Maidan-Platz war bereits der erste Tote ein militanter Demonstrant aus Weißrussland, der von einem Dach fiel, und sogar die Leute der US-amerikanische Söldnerfirma Academi, die unter dem Namen "Blackwater" im Irak für Schrecken sorgten, wurden in Kiew schwerbewaffnet gesichtet - obwohl sie keine Nachbarn sind wie Russen, von denen vermutlich mehrere über die grüne Grenze kommen und sich den demonstrierenden Ost-Ukrainern anschließen, und welche die gleiche Sprache sprechen und im gleichen Kulturkreis aufgewachsen sind. Und wer weiß schon, wie viele westliche Geheimdienst-Aktivisten an dem Maidan-Aufstand beteiligt waren und was das überhaupt für Leute waren, die dort monatelang nicht arbeiteten, sondern, teilweise bewaffnet, von der katholischen Caritas versorgt wurden. Und wer weiß wirklich, wie es jetzt beim Aufstand in der Ost-Ukraine ist?
Natürlich ist es weder christlich noch völkerrechtlich vertretbar, wenn die Regierung Russlands mit eigenen Militärkräften im Osten der Ukraine operiert. Doch wäre dies letztlich nur eine Reaktion darauf, dass der Westen unchristlich, völkerrechts- und verfassungswidrig zuvor die Zentralregierung stürzen und durch eine russland-feindliche und teilweise faschistische Übergangsregierung ersetzen ließ bzw. diese Handlungen massiv förderte; und zwar auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, wo der Westen früher größtmögliche Zurückhaltung versprach. So kann man auch von daher fragen: Wer trägt die größere Schuld bzw. Verantwortung, wenn der Konflikt immer mehr eskaliert? Oder: Wer hat die Geister der Gewalt denn gerufen, die sich jetzt auf allen Seiten austoben?

Als kritischer Zeitgenosse muss man diese Frage nicht beantworten. Denn auch wenn Politiker die Zehn Gebote noch so ignorieren und ihre Ego-Interessen noch so verschleiern und immer dem anderen die Schuld geben: Vor dem ehernen Gesetz von Saat und Ernte hat dies alles keinen Bestand, sondern jeder Anteil an dem Desaster und dem Leid - und nicht nur an diesem - wird gewogen und jedem werden die entsprechenden Folgen früher oder später gerecht zugemessen. Von Völkerrecht kann jedenfalls keine Partei glaubhaft reden, solange sie nicht ihre eigenen Verstöße bereut und Ähnliches nicht mehr wiederholt. Doch auch kein Bruch dieses Rechts ist gleich dem anderen und hat die gleichen Konsequenzen - es gibt auch Abstufungen, vor allem dann, wenn das "Volk" eben anders als das "Völkerrecht" will. Auf den anderen zuzugehen wäre dabei immer ein Schritt in die richtige Richtung, und zwar nach der Goldenen Regel: "Alles, was ihr wollt, das euch die Leute [also die anderen] tun, das tut ihr ihnen zuerst" - von Jesus von Nazareth, ideal für die Politik geeignet. Wer das als Schein-Christ nicht tut oder es nur vordergründig heuchelt, sollte sich deshalb auch öffentlich von Christus distanzieren.

Im Zuge der Eskalation des Konflikts in der Ukraine - Scheren einzelne westliche Main-Stream-Medien bei der einseitigen Agitation gegen die "bösen Russen" aus?

So schreibt ntv.de am 17.4.2014: "Der Westen ist maßgeblich in den Konflikt verwickelt. Die EU hat sogar Anteil an dessen Entstehung. Im Zuge der Verhandlungen um ein Assoziierungsabkommen stellte man Kiew vor die Entscheidung 'Europa oder Russland'. Gegenüber Moskau war dies ein Affront. Die EU hätte Russland mehr einbinden und den Dialog suchen müssen. Problematisch agierten Europa und USA auch nach Beginn der Proteste auf dem Maidan. Anstatt ausgewogen zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln, ergriff man einseitig Partei für die alte Opposition ... Anstatt Bedingungen an ihre Finanzhilfen zu knüpfen, nahmen Europa und USA die Regierungsbeteiligung der rechten Swoboda ebenso fast anstandslos zur Kenntnis wie die mangelhafte Aufklärung der Ereignisse auf dem Maidan." (ntv.de, 17.4.2014)
Unbeantwortet bleibt dabei jedoch die Frage: Warum? Wer oder was steckt dahinter? Der "Massenmord auf dem Maidan" (Mathias Brökers in Frankfurter Rundschau, 28.8.2014) wurde gar nicht aufgeklärt.

Auf jeden Fall nahte für den Westen eine weitere Stunde der Wahrheit: Die frühere ukrainische Regierung hatte man massivst bedroht, wenn diese versuche, mit einem "Anti-Terror-Einsatz" den Maidan-Aufstand zu beenden, und die gesellschaftliche "Ordnung" wieder her zu stellen. Denn "Gewalt" sei "nicht gut", hieß es in diesem Fall, was ja stimmt, was der Westen aber nur auf die damalige Regierung bezog. Die teilweise tötenden Aufständischen wurden vom Westen nie ernsthaft öffentlich kritisiert. Stattdessen mischten sich immer wieder westliche Politiker, vor allem der deutschen Partei der "Grünen", unter die aufständische Menge. Und die Regierung, so hieß es damals, müsse einfach die Forderung der Menge auf dem Maidan erfüllen, so der Westen.
Nun lässt die aus dem Aufstand hervor gegangene nicht legitimierte "Übergangsregierung", in der Ostukraine vielfach "Junta" genannt, einen "Anti-Terror-Einsatz" gegen die Demonstranten und Aufständischen im Osten durchführen, die zumindest zum größten Teil aus dem "Volk" kommen. Doch warum erfolgen jetzt keine Sanktionsdrohungen des Westens? Warum sagt man jetzt nicht, die Regierung müsse die Forderung der Aufständischen erfüllen oder zumindest auf sie eingehen und warum beginnt man jetzt nicht mit Verhandlungen über einen föderalen Staat statt töten zu lassen? Vor allem die USA-Regierung fördert den Gewalteinsatz gegen die Ukrainer im Osten mit ihrem "Verständnis", was immer das heißt.
In einer solchen "Stunde der Wahrheit" zeigt sich also, worum es geht. Vor allem um die Vermeidung von Gewalt? Oder ist das nur geheuchelt, und es geht stattdessen nur oder vor allem um die Durchsetzung der eigenen machtpolitischen, wirtschaftlichen und "geostrategischen" Ziele, gleich mit welchen Mitteln und gleich, wie viele Opfer es gibt?

CIA schon in der Ostukraine - Liefern die USA Waffen, um den Aufstand und die Demonstrationen niederzuschlagen? USA bestreitet Bürger-Proteste in der Ost-Ukraine / Angriffe gegen "Separatisten" in der Ostukraine nach Treffen mit CIA-Chef in Kiew

Klar, dass - wie immer - jeder den anderen beschuldigt, zu manipulieren, und die Wahrheit wäre wirklich sehr interessant. Sie ist aber wohl kaum zu erfahren, so dass man die Gesamtsituation abwägen müsste. Und hier gibt es eben zwei große Strömungen im Land, und der Westen hat sich selbst - anstatt zu vermitteln - zu einer der Parteien gemacht und versucht, die andere Seite zu beschimpfen, zu bedrohen und "klein" zu kriegen. Das aber ist eine Art von "Eroberungsversuch" der ehemaligen Sowjetrepublik, und es wird entsprechend negative Wirkungen haben.
So werden die Hunderte bzw. Tausende von Zivilisten und Bürger, "viele von ihnen ältere Frauen" (focus.de, 13.4.2014), die gegen die westlich-nationalistische Übergangsregierung in Kiew demonstrieren und eine Volksabstimmung, ein Referendum, in der Ostukraine fordern, vom Westen nicht als "Volk" anerkannt wie zuvor die westlichen Nationalisten, sondern als pro-russische "Provokateure", die nun in die Zielfernrohre der westlichen Anti-Terror-Einheiten geraten. Denn sie passen eben schlicht nicht in die eigenen westlichen geostrategischen Überlegungen. Doch die Forderung nach einem Referendum entwickelt sich mehr und mehr zur Forderung der großen Mehrheit der Bevölkerung in dieser Region und auch des geflüchteten Präsidenten Janukowitsch. Dagegen geht die Übergangsregierung mehr und mehr mit Gewalt vor. Außerdem hat der "Rechte Sektor", der von der Übergangsregierung nicht entwaffnet wurde und als private Miliz im Land operiert, die Generalmobilmachung von 10.000 Maidan-Aktivisten und Kriegern beschlossen, so verschiedene Nachrichtenagenturen am 13.4.2014, um im Osten der Ukraine ebenfalls gegen die Demonstranten zu kämpfen. So marschierten also am 14.4.2014 die von der Übergansregierung geschickten staatlichen Militäreinheiten und die faschistischen Privatarmeen Richtung Ost-Ukraine. "Wir wollen töten", so vor einigen Monaten bereits Vertreter des "Rechen Sektors", als die auf dem Maidan-Platz demonstrierten und interviewt wurden, was in mehreren TV-Berichten zu sehen war.
"Das Russische Staatsfernsehen Rossiya 1 berichtete laut BBC, dass Kiew das Startsignal" für die "Anti-Terror-Aktion" vom 13.4.2014 "nach geheimen Absprachen mit CIA-Chef John Brennan in der Ukraine gegeben habe. Damit habe Innenminister Awakow ´im Grunde den Anfang eines Bürgerkrieges bekannt gegeben`", so das russische Staatsfernsehen (focus.de, 13.4.2014). Tatsächlich war der mächtige katholische CIA-Chef John Brennan selbst zu Gesprächen mit der Junta in Kiew, wie auch die USA zugeben musste. "´Er war hier unter einem anderen Namen. Nach seinen Treffen mit Sicherheitschefs wurde die Operation in Slawjansk [gewaltsames Vorgehen gegen pro-russische Aktivisten] beschlossen`, behauptete ein anonymer ukrainischer Beamter gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti". (spiegel.de, 14.4.2014)
Auch CIA
-Chef John Brennan ist wie viele andere Regierungsmitglieder der USA papsttreuer Katholik, dem seine Kritiker "too much Catholic education" vorwerfen, also "zuviel katholische Erziehung" (commonwealmagazine.org). Der mächtige CIA-Chef entstammt nicht nur einem äußerst streng-katholischen Elternhaus, sondern ist auch Absolvent der Fordham Universitiy, der Jesuiten-Hochschule von New York.
Der Vatikan hat mehrere zentrale Machtpositionen in den USA praktisch in der Hand (Vize-Präsident, Außenminister, CIA-Chef, UNO-Botschafterin usw.) und fordert von allen "Laien-Katholiken" ja Unterwerfung unter den Papst .

Hierzu stellt sich die Frage, wer überhaupt die Entscheidungen in der Übergangsregierung der Ukraine trifft bzw. welche "Ratschläge" man befolgt.
Zur Erinnerung. Die Ukraine-Beauftragte der US-Regierung Victoria Nuland hatte mit anderen US-Regierungsmitgliedern bereits während der Zeit des Maidan-Aufstands abgesprochen, "welche Politiker der Opposition der nächsten Regierung in Kiew angehören sollen" (Wikipedia, Stand: 4.3.2014). Dr. Klitschko sollte z. B. nicht dabei sein, und so kam es dann auch.
Die papsttreue Katholikin und US-UNO-Botschafterin Samantha Power, die für weltweit mehr Militäreinsätze der USA plädiert, ließ den Streit USA-Russland weiter eskalieren, indem sie im Namen der USA abstreitet, dass es in der Ost-Ukraine (die sie gar nicht kennt) überhaupt Proteste von Bürgern gibt. Sie betrachtet alle Bürger der Ost-Ukraine als Opfer Moskaus oder eben von Moskau aus "gesteuert". Selbst die deutsche Zeitung "Bild", die auf Seiten der ukrainischen Übergangsregierung steht, berichtet über die Bürgerproteste in der Ost-Ukraine, die quer durch alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen geht.
Welt.de
schreibt über die Haltung des weiteren machtvollen Mitglieds der Papstkirche in der US-Führung, Samantha Power: "´Die Leben unschuldiger Zivilisten stehen auf dem Spiel [eine in allen von der USA geführten Kriegen gerne verwendete Formulierung]. Während wir hier bombardiert werden mit Desinformation und Propaganda [ausschließlich angeblich durch Russland], sehen sich die Ukrainer mit Aufruhr und Gewalt konfrontiert`, sagte sie. Was in der Ost-Ukraine vorgehe, seien keine Proteste. ´Das sind militärische Operationen.`"
Doch von wem die größte Desinformation ausgeht, ist die Frage. So beschreibt spiegel.de die überwiegende Haltung der Bevölkerung in der Ost-Ukraine mit den Worten: "Wut auf die Regierung treibt sie auf die Barrikaden" (spiegel.de, 16.4.2014). Und: "Unabhängigkeit wollen sie gar nicht - trotzdem sympathisieren in der Ostukraine viele Menschen mit den Separatisten."

Das Prinzip der "Projektion" - Die eigenen Fehler werden dem Feind unterschoben

Doch interessieren sich Machtpolitiker überhaupt für die Menschen, um die es angeblich geht? Während der Westen in dem Konflikt der russischen Regierung zu 100 % die Schuld gibt, gibt Russland dem Westen zu 100 % die Schuld. Die "idealen" Voraussetzungen für einen Krieg und der krassest mögliche Gegensatz zu Jesus von Nazareth und Seine Lehre aus der Bergpredigt, erst den Balken im eigenen Auge zu entfernen, bevor man sich die Fehler des anderen vornimmt. Hinter dieser satanischen Methodik steckt die in der Psychologie bekannte Gesetzmäßigkeit der Projektion, wonach man eigenes Fehlverhalten auf den "Feind" projiziert, weil man sich selbst und sein Ego nicht näher anschauen möchte. Die Kirche lehnt diese Botschaft von Jesus in der Bergpredigt (und nicht nur diese) faktisch ab und ersetzte sie durch "Der Glaube allein genüge".
Der russische UN-Botschafter beklagte dann auch die permanenten westlichen Beschuldigungen gegenüber Russland im UN-Sicherheitsrat: "Einige Leute, auch hier in diesem Gremium, wollen die wahren Gründe nicht sehen für das, was in der Ukraine vor sich geht und sehen die Hand Moskaus in allem, was da gerade passiert", und er reagierte irgendwann auf die pausenlosen und immer neuen Beschuldigungen und Drohungen der westlichen Politiker und Medien mit den Worten "Genug. Das ist genug." (welt.de, 14.4.2014)
Nicht jedoch für den Westen: Nun hat man sogar Waffenlieferungen an die Übergangsregierung erwogen, um die Bürger-Unruhen niederzuschlagen. Bisher liefert die USA schon die Verpflegung für die "Anti-Terror-Einheiten" und hat damit die Aufgabe der Caritas beim Maidan-Aufstand übernommen. Gleichzeitig werden die 70 russischen Diplomaten in der NATO-Zentrale in Brüssel vom Essen in der Kantine ausgeschlossen - Brüskierungen und Demütigungen gegen Russland und seine Vertreter, wo immer es geht. (bild.de, 14.4.2014)
Gleichzeitig pumpen die westlichen Staaten eine neue Milliarde Euro in die Maidan-Übergangsregierung hinein (wird sie für den "Anti-Terror-Kampf" verwendet?) und sie drohen Russland immer heftiger. Der "Rechte Sektor" fordert derweil eine Verdreifachung der Rüstungsausgaben und Atomwaffen für die Ukraine. Bezahlen müssen die Aufrüstung - egal in welche Dimensionen - auf jeden Fall auch die westlichen Staaten, die eine Milliarde nach der anderen dort hinein stecken müssen, wenn sie so weitermachen wollen, wie bisher, vermutlich Dutzende von Milliarden Euro. Und da nahezu alle Staaten finanziell am Abgrund stehen, werden die Milliarden-Begehrlichkeiten vor allem auf die deutsche Regierung und damit die Steuerzahler in Deutschland zukommen.

Die Wahrheit spielt dabei vor allem für diejenigen keine Rolle, die - vereinfacht ausgedrückt - nach dem Motto handeln: "Wir = gut; die anderen = böse". So z. B. der Ex-Präsident Georgiens Saakaschwili, der 2008 einen Kurzkrieg gegen Russland wegen des Status von Süd-Ossetien führte und mit dem Töten von Hunderten von Zivilisten in der süd-ossetischen Hauptstadt begann, deren Bewohner russlandfreundlich sind bzw. waren - so hatten es auch die neutralen OSZE-Beobachter damals bestätigt. Sein Land sei ein "Vorposten im Kampf gegen Russland". Georgien sei die "Grenze zwischen Gut und Böse" (Spiegel online, 13.8.2008). Damals stand nach Auskunft der georgischen Opposition hinter jedem Regierungsmitglied ein "Berater" aus den USA, was die Georgier zumindest ermunterte, gegen Russland vorzugehen. Und wie ist es heute in der Ukraine?

Dabei wäre doch der Weg zur vorläufigen Befriedung im Äußeren nahe liegend: Man lässt die Bürger in den Provinzen der Ost-Ukraine selbst entscheiden, in welchem Staat sie in Zukunft leben wollen oder ob sie in dem bestehenden Staat eine gewisse Autonomie bekommen, was auch der nach wie vor rechtmäßige Präsident der Ukraine Janukowitsch vorgeschlagen hatte. Dazu könnte ein Referendum unter UN-Aufsicht stattfinden. Und dann könnten die notwendigen Milliarden dafür ausgegeben werden, in allen Regionen wieder ein anständiges bürgerliches Leben zu ermöglichen und man kann problemlos wieder von einem Land ins andere fahren, wie dies vor dem Maidan-Putsch des Westens auch möglich war.
Was könnte man alles mit den vielen Milliarden Gutes tun, wenn beide Seiten bereit wären, vernünftig miteinander zu reden und bestimmte Politiker und Mächte nicht auf ihrer aggressiven Prinzipienreiterei beharren würden
. Und ein Land könnte dem anderen helfen, z. B. mit günstigen Krediten oder Rabatten auf Waren oder Energie, wie dies vor dem Maidan-Aufstand auch war.
Auf einem Foto bei spiegel.de aus der ostukrainischen Stadt Slawjansk, wo Bürger den pro-russischen Milizionären vor einem besetzten Gebäude applaudieren und ihnen Essen und Trinken bringen, sieht man im Hintergrund eine Rutschbahn für Kinder. Auch in der Westukraine gibt es Rutschbahnen für Kinder, damit diese ihre Freude haben können. Warum bändigen die machtbesessenen Politiker nicht ihren eiskalten und mörderischen strategischen Intellekt und lassen die Bevölkerung selbst entscheiden?

Zur Erinnerung
: Die USA haben bereits im 2003 ihre eigenen Interessen im Irak über die UNO gestellt und sind in das Land einmarschiert, obwohl es auf einem ganz anderen Kontinent liegt, und sie haben damit die UNO "ausgeschaltet", die dafür kein "Mandat" gegeben hatte. Zigtausende von Menschen wurden getötet. Von daher wäre jeder Protest aus dieser Ecke eine Heuchelei, wenn auch die Regierung Russlands im Sinne eigener Interessen Grenzen überschreiten lässt. Illegitim ist beides, doch was ist, wenn in dem einen Fall wenigstens der Wunsch vieler dort lebender Bürger erfüllt würde und nicht Tausende massakriert würden wie einst im Irak und das Land seither ins Elend gestürzt würde wie im Irak? Warum verzichtet man also nicht auf Gewalt und lässt einfach unter UN-Aufsicht abstimmen und schafft somit wieder die Basis für eine rechtsstaatliche Ordnung? Doch der Westen verlangt die Unterwerfung unter eine von ihr mit Gewalt an die Macht gebrachte rechte und teilweise faschistische Junta aus Maidan-Aufständischen, die von Anfang an Maßnahmen gegen die Bevölkerung der Ost-Ukraine ergriff (z. B. Visumpflicht für benachbarte Russen; Zurückdrängung der russischen Sprache; Absetzung der Gouverneure usw.) und dem Land, ohne dass überhaupt Wahlen stattgefunden haben, einen völlig neuen politischen Kurs aufzwingen wollte.

Die Lehre von Christus könnte zur Selbsterkenntnis und Deeskalation helfen - doch man verhöhnt sie durch sein gegenteiliges Tun

Stattdessen setzte der Westen den Konfrontationskurs massiv fort: "Die USA appellierten an Russland, sich öffentlich von den ´Separatisten, Saboteuren und Provokateuren` in der Ukraine zu distanzieren" (reuters.com, 8.4.2014). Selbst hatte man aber vor einigen Wochen diejenigen, die mit Knüppeln und Äxten auf Polizisten einschlugen (mindestens 20 Polizisten wurden getötet), als ukrainisches "Volk" geadelt, dessen Kampf man unterstütze und fördere, und man hatte Russland bedroht, falls sich deren Regierung zugunsten der damaligen ukrainischen Regierung, deren Wähler und der noch bestehenden Ordnung einmischen würde.
Während man also der anderen Seite permanent droht, wenn diese z. B. einen "Anti-Terror-Einsatz" durchführen möchte, wird das gleiche Verhalten, wenn man dies selbst praktiziert, aber als richtig und notwendig bewertet. Man handelt damit im deutlichen Gegensatz zu Jesus, der sinngemäß lehrte:
"Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann sieh zu, wie du den Splitter aus dem Auge deines Nächsten ziehst." Und man missbraucht Seinen Namen, weil man sich "Christ" nennt. Wann endlich stellen sich Angela Merkel, Barack Obama - und wie sie alle heißen - hin und distanzieren sich wenigstens von Christus, indem sie zugeben, dass ihre Machtpolitik nichts mit Ihm zu tun hat? So wie auch eine Machtpolitik russischer Politiker nicht christlich ist, sondern von anderen Kräften inspiriert ist. Die westlichen Politiker könnten dann zugeben: Unser Segen ist päpstlich und lutherisch, aber nicht christlich. Die Lehre von Christus könnte also zur Selbsterkenntnis und Deeskalation helfen - doch man verhöhnt sie durch sein gegenteiliges Tun.

Dabei sind die dauernden Sanktionsdrohungen und Sanktionsvorbereitungen nur das Vordergründige. Westliche Unternehmen und Konzerne haben aus diesem Grund aus Panik in wenigen Wochen umgerechnet 64 Milliarden Euro aus Russland heraus gezogen (welt.de, 8.4.2014), wodurch Russland auch ohne offizielle West-Sanktionen bereits ins Taumeln gekommen ist und früher pleite gehen kann als die Ukraine (da dort westliche Milliarden ja hinein gepumpt werden), während man weiter das am zweithöchsten aufgerüstetste Land bleibt. Auch Gasrechnungen Russlands in Milliardenhöhe hat die Ukraine zuletzt nicht mehr bezahlt. Was das alles bedeuten kann, wenn Russland völlig an die Wand gedrängt wird (die "Isolation" ist ja das erklärte Ziel der westlichen Politiker), ob gar Hungersnöte in dem Riesenreich drohen, dem flächenmäßig größten der Erde, kann gar nicht ermessen werden. Und wessen Leid am Ende des brutalen Machtkampfes zwischen West und Ost um den Status der Regionen der ehemaligen Sowjetunion am Größten ist, wer weiß? Und was hat das alles eigentlich mit dem Amtseid zu tun, den deutsche Regierungsmitglieder geschworen haben, dem Volk zu dienen und Schaden von ihm abzuwenden?

Die kirchliche Theologie ist die Wurzel für Waffenhandel, Hochrüstung, Kriege und unermessliches Leid

In anderen Teilen der Erde verhungern jetzt schon ca. 40.000 Menschen täglich, was die Kampfhähne kalt lässt, während die Regierung der USA unter dem Kirchenchristen Obama ihre NATO-Partner auffordert, nun noch mehr Milliarden für die Hochrüstung und die weitere Aufrüstung an der NATO-Ostgrenze auszugeben, das heißt: noch mehr Waffen und Soldaten an der Grenze zu Russland in Stellung zu bringen. "US-Präsident Barack Obama hat die Europäer zu stärkerer militärischer Aufrüstung aufgefordert", heißt es beispielsweise in welt.de vom 3.4.2014. Doch wo hat Christus gelehrt: "Füllt mir euren Talern eure Waffenschränke auf, denn eure Feinde haben auch volle Waffenschränke. Wenn eure Nächsten darüber verhungern, dann ist es eben so. Erst die Waffen, dann - falls noch ein wenig übrig ist - vielleicht Brot"? Oder anders ausgedrückt: "Die Waffen für die Reichen sind wichtiger als das Brot für die Armen."
Wenn Christus solches aber nicht gelehrt hat, warum nennt man sich dann
"Christen"? Hohn und Spott. Denn die immer massivere Aufrüstung ist eindeutig kirchlich - auch wenn dort vordergründig meist anders geredet wird - da die Kirche zum "Gewinnen" der von ihr befürworteten katholischen "gerechten Kriege" oder evangelischen "Kriegen als letzten Mitteln" immer die deutliche militärische Überlegenheit gegenüber dem Gegner braucht. Denn einen Krieg "nur als letztem Mittel", wie es oft so scheinheilig heißt, wird man ja nur dann beginnen, wenn man glaubt, ihn militärisch auch gewinnen zu können. Deshalb ist die Hochrüstung die notwendige Folge der kirchlichen Lehre vom "Krieg als letztem Mittel". Und deshalb ist die kirchliche Theologie auch die Wurzel von Waffenhandel, Aufrüstung und Kriegen - und zwar schon seit ca. 1700 Jahren. Die Priester und Pfarrer tragen dafür die Hauptschuld, denn sie haben in allen Kriegen die Soldaten in das Verderben hinein gesegnet. Christlich ist das aber alles nie und nimmer. Von wem aber kommt der Segen dann?

Bei all´ dem werden oft die Tiere völlig vergessen, obwohl sie an den Kriege
n und Konflikten keine Schuld tragen. So erhielten wir am 16.4.2014 z. B. folgende E-Mail aus der Ukraine, die nur ein Beispiel aufzeigt: "Die politische Krise in der Ukraine ist jeden Abend aufs Neue eine weitere Headline in der Zeitung wert. Die Folgen für den einzelnen Menschen sind katastrophal. Kaum eine Firma arbeitet noch regulär. Löhne werden nicht mehr gezahlt. Die meisten Leute gehen zurück in die Dörfer zu ihren Angehörigen, doch die, die völlig auf andere angewiesen sind, sind die herrenlose Hunde und Katzen in den Tierheimen. Die Tierasyle erhalten kaum noch Spenden mehr, weil die Menschen keinen Euro entbehren können. Deutschland überweist Unsummen an mein Land, doch keine müde Mark kommt an für die Tiere." Es wird befürchtet, "dass die Hunde und Katzen getötet werden, weil das humaner ist, als sie verhungern zu lassen."
Laut kirchlicher Lehre können die Tiere angeblich nicht so fühlen und empfinden wie Menschen, obwohl gerade die genannten Tiere in Wirklichkeit viel empfindsamer sind, vor allem viel empfindsamer als Menschen, die mittlerweile gefühlskalt geworden sind und nur noch von ihrem Ego gesteuert werden.

Gestern Schläger, heute Nationalgardist

Im Parlament in Kiew gab es mittlerweile eine Massenschlägerei. Mitglieder der pro-westlichen Übergangs-Regierungspartei Swoboda fingen an, auf Kommunisten einzuschlagen, da diese die Nationalisten für die Spaltung des Landes verantwortlich machten. Parlamentarier der "Partei der Regionen" des geflohenen Präsidenten Janukowitsch halfen darauf hin den Kommunisten. (sueddeutsche.de, 8.4.2014)
Und Deutschland droht wegen der Milliarden von Euro, welche die CDU/SPD-Bundesregierung aus den deutschen Steuereinnahmen in den Ukraine-Konflikt hinein pumpen will, 2015 ein Haushaltsfiasko. Und die NATO droht Russland derweil immer mehr vor dem Eingreifen, obwohl es teilweise rechtsradikale Übergangs-Regierungstruppen sind, die mit Gewalt gegen die pro-russischen Demonstranten in der Ost-Ukraine vorgehen. Es wird geschürt und geschürt. Denn die Übergangsregierung machte viele pro-westliche Maidan-Schläger kurzerhand zu staatlichen Nationalgardisten und schickte sie an die Front im Osten. Und sie ersetzte legitime Gouverneure und Beamte im Osten z. B. durch Parteigänger des Westkurses ...
Kommt es also wegen der Ukraine bald zum Weltinferno? Oder wie weit wird die Eskalation in naher Zukunft voran schreiten? Und warum wollen sich die Politiker im Westen immer einseitig einmischen anstatt diejenigen einen bestimmten Konflikt austragen und lösen zu lassen, die daran beteiligt sind, bei einem Grenzkonflikt z. B. die beiden beteiligten Länder? Und warum mischen sich die westlichen Politiker ausgerechnet dort verstärkt ein, wo es um die vielen Völker und Konfliktherde innerhalb der ehemaligen Sowjetunion geht? Was hat das mit dem Amtseid für Politiker in Deutschland zu tun, Schaden vom "deutschen Volk" abzuwehren? Wird hier nicht Schaden hervor gerufen? Welche Kräfte stecken hier dahinter und welche Interessen haben sie? Und auf welchem tiefen Niveau bewegt man sich?

"Wir haben den Rubikon überschritten" - Das bedeutete damals: Krieg

Der Westen setzt "locker vom Hocker" auf militärische Stärke und Sanktionsdrohungen und hat darüber hinaus ein System entwickelt, bei dem durch den so genannten "Bündnisfall" automatisch und sofort alle Länder mit hinein gezogen werden, wenn z. B. eines der eingebundenen Länder mit einem dritten Land einen Konflikt austrägt - ohne dass einzelne Staatsvertreter zuvor noch innehalten und sagen könnten: "Da machen wir nicht mit. Da lasse ich das Land und die Bürger, die ich regiere, nicht mit hinein ziehen."
"Wir haben den Rubikon überschritten", verkündete der polnische Präsident Donald Tusk im Jahr 2008 scheinbar nebenbei (welt.de), nachdem die USA von da an Russland bedrohende Patriot-Raketen in Polen stationierten, obwohl die russische Regierung energisch protestiert hatte. Der besagte Satz wurde durch den römischen Feldherrn Gaius Julius Cäsar zu einem historischen Wort. Er bedeutete damals Krieg. Cäsars Truppen überschritten den Fluss Rubikon und marschierten auf Rom zu, um die Republik dort zu vernichten. Anschließend eroberten sie ganz Italien und Spanien. Und bedeutet der Satz auch in der Gegenwart Krieg?

Russlands Regierung hielt damals aber noch still. Erst die aktive Unterstützung des Umsturzes 2014 in der Ukraine durch die USA, die EU und die NATO und die Installierung einer einseitig pro-westlichen und teilweise rechtsradikalen nach dem Prinzip des Stärkeren zusammen gewürfelte "Übergangsregierung" bedeutete für die Regierung Russlands das Überschreiten der "roten Linie". Doch der Westen droht ununterbrochen weiter und rückt mit einer neuen milliardenteuren Aufrüstungswelle noch mehr Bomben und Raketen Richtung Moskau und fühlt sich dabei ausschließlich immer im "Recht", während der andere immer "Unrecht" habe. Es ist letztlich eine Übertragung des katholischen Glaubenswahns auf die Politik, wenn im Katholizismus z. B. behauptet wird: "Die ... Kirche ... ist die Säule und Grundfeste der Wahrheit, also frei und unberührt von jeder Gefahr des Irrtums und der Falschheit". (zit. nach Neuner/Roos, Der Glaube der Kirche, Nr. 392)

Und was steckt hinter dem Prinzip der im Ernstfall schnellen Eskalation durch den so genannten
"Nato-Bündnisfall"? Und wohin führen uns von sich selbst maßlos überzeugte selbstgerechte Politiker? Was kann "Bündnisfall" bedeuten? Im Jahr 2001 wurde der furchtbare Fliegerangriff nicht wirklich geklärter Herkunft auf das World Trade Center in New York im Sinne des "Bündnisfalles" auch so gedeutet, dass in diesen Momenten die Regierung von Afghanistan damit auch Deutschland angegriffen habe, weswegen Deutschland sich mit einer Kriegserklärung an Afghanistan angeblich "am Hindukusch" "verteidigen" müsse (der damalige SPD-Minister Struck). Was folgte, ist bekannt, außer wie viele Milliarden Euro es kostete und wie viele weitere Tausend Menschen unschuldig getötet wurden und wie viel neues Leid verursacht wurde und wie es weiter geht.

Steckt ein NATO-Land auch hinter dem Giftgasangriff in Syrien, um US-Angriff zu provozieren?

Kann es also in Zukunft passieren, dass vielleicht eine falsch gedeutete Silvesterrakete in Transnistrien dazu führen könnte, dass Deutschland darauf hin gezwungen wird, Russland den Krieg zu erklären? Oder reicht am Ende gar ein Böller, der angeblich von Syrien über die Grenze in das NATO-Land Türkei geworfen wurde, wo die deutschen Patriot-Raketen im Sinne des "Bündnisfalles" in Lauerstellung angebracht worden sind, während die türkische Regierung zuletzt in dringenden Verdacht geriet, hinter dem Giftgas-Angriff im Vorjahr in Syrien gestanden zu haben, welcher der syrischen Regierung in die Schuhe geschoben wurde und beinahe den US-Angriff auf Syrien ausgelöst hätte. (focus.de) "´Ein abgehörtes Telefonat, wonach in höchsten Regierungskreisen [der Türkei] ein Angriff 'unter falscher Flagge' auf ein türkisches Ehrenmal in Syrien geplant war, um so einen türkischen Militäreinsatz zu provozieren, entspricht genau der Eskalationsstrategie, die auch mit dem Giftgaseinsatz verfolgt wurde`", so der Nahost-Experte Günter Meyer, Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz. (focus.de, 13.4.2014)

Vgl. dazu
: NATO-Mitgliedschaft Georgiens? Deutschland riskiert Krieg gegen Russland. Was wollen die "Geister" alles noch bezwecken? 
 



15.4. / 24.4.2014 -
Rechtsradikaler Chef des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats lässt verschiedene Milizen in den Osten marschieren. Ukrainischer Kommandeur droht "Separatisten" mit "Vernichtung" / Kirche lehrt "gerechten" Krieg / Ukrainische Soldaten verweigern Tötungsbefehle - "Ein erstes Bataillon der Nationalgarde ist in die Ostukraine entsandt worden. Das meldete der Chef des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats, Andrej Parubij, auf seiner Facebook-Seite. Die Soldaten seien ´sehr kämpferisch` und bereit, die ´an der Front` zu verteidigen", schreibt spiegel.de am 15.4.2014. Den Befehl gab Übergangspräsident und Pfarrer Turtschinow, Baptisten-Pastor wie Billy Graham in den USA.
Viele Maidan-Gewalttäter wurden zuvor kurzerhand zu Nationalgardisten gemacht und jetzt zum Kämpfen gegen pro-russischen Ost-Ukrainer losgeschickt. "Die Soldaten sind zumeist Freiwillige der sogenannten Selbstverteidigungsgruppen vom Kiewer Unabhängigkeitsplatz" (spiegel.de, 15.4.2014). Damit versuchen die Maidan-Aufständischen nun im Gewand der Nationalgarde, in den Osten zu ziehen.
Andrej Parubij selbst war "Mitbegründer der rechtsextremen Sozial-Nationalen Partei der Ukraine" (Wikipedia, Stand: 24.3.2014). Er kandidierte zwischenzeitlich für die rechte Timoschenko-Partei und gilt als enger Kooperationspartner des faschistischen Führers des "Rechten Sektors" Dmytro Jarosch, der seine Leute offenbar parallel zur Nationalgarde zum Kämpfen und zum Töten in den Osten schickt.
Parubij provozierte sogleich nach seiner Beförderung durch die rechte Übergangsregierung mit der Durchsetzung der Visumpflicht für Bürger Russlands die gesamte Ost- und Südukraine, wo die Menschen diesseits und jenseits der Grenze leben, wohnen und arbeiten und wo sie "hüben und drüben" Familie und Verwandten habe und wo es für sie noch nie eine geschlossene Grenze gab, so dass Zigtausende Menschen viele Jahrzehnte und gar Jahrhunderte lang täglich die jetzige Grenze problemlos überquerten. Auch wurden sofort Maßnahmen gegen Russisch als bisher zweite Amtssprache in den Regionen ergriffen, in denen die Mehrheit der Bürger Russisch spricht. In der Vergangenheit forderte der neue mächtige Mann des Nationalen Sicherheitsrats aus dem Timoschenko-Clan sogar einen "reinrassigen Staat" Ukraine nur mit reinrassigen Ukrainern. (ntv.de, 28.3.2014)

Zum Vergleich: Die Präsidentschaftskandidatin Julija Timoschenko wolle russischstämmige Ukrainer laut dem abgehörten Telefongespräch "mit Nuklerarwaffen erledigen" (spiegel.de, 28.3.2014). "Letzteres will sie zwar nicht so, sondern irgendwie anders gesagt haben", doch für die Betroffenen ist dies sicher keine kleine Fußnote. Dennoch erhält die von Rechtsradikalen maßgeblich mitbestimmte Übergangsregierunge eine milliardenschwere und ideelle Unterstützung aus dem Westen.

Seit Mitte April 2014 marschierten nun also auch faschistische und andere pro-westliche Kräfte mit Deckung der NATO in den Osten und haben dort unter den Vorzeichen der "territorialen Integrität des Staates" mehr oder weniger freie Hand. Der römisch-katholische CIA-Chef der USA hatte kurz zuvor noch mit der Übergangsregierung gesprochen.
Bei den Einsätzen dieser Regierung ist also "nicht immer ganz klar, mit wem man es zu tun hat". Es sind eben "häufig fragwürdige Milizen im Einsatz, die möglicherweise von rechtsradikalen Kräften durchsetzt sind", schreibt focus.de am 16.4.2014. Die Regierung der USA hat diese jedoch damit legitimiert, dass sie durch Gewalt wieder für "Recht und Ordnung" sorgen.
Zum Vergleich
: Der zuletzt rechtmäßigen Regierung unter Präsident Janukowitsch hatte der Westen jeglichen Gewalteinsatz gegen Aufständische, um "Recht und Ordnung" wieder herzustellen, unter massiven Sanktionsdrohungen untersagt. Wie immer zweierlei Maß, um nicht zu sagen Heuchelei. Und es hat nichts mit der Goldenen Regel von Jesus zu tun, welche lautet: "Was du nicht willst, dass man dir tu (also dass z. B. deine Proteste mit Gewalt niedergeschlagen werden), das füg auch keinem anderen zu." Sondern es ist das Gegenteil.

Ukrainische Soldaten verweigern Vernichtungs-Befehl gegen ostukrainische Besetzer von Gebäuden

Zwar stehen in der Nähe auch viele Tausend Soldaten Russlands, doch für den Fall ihrer Einmischung haben die USA, Deutschland und der Westen erneut eine massive Drohkulisse mit Sanktionen aufgebaut - sozusagen der "Feuerschutz" für die überwiegend aus "Maidan-Kämpfern" rekrutierte und von West-Ukrainern kommandierte "Nationalgarde" und die rechtsradikalen Milizen. Vor diesem Hintergrund der westlichen Unterstützung, der sich die Übergangsregierung gewiss ist, wurde auch bekannt: "Ein ukrainischer Militärkommandeur hat den prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine mit ihrer ´Vernichtung` gedroht." (focus.de, 15.4.2014)

Zum Hintergrund: CIA-Chef John Brennan - nach dessen Besuch in Kiew die Entscheidung für den "Militäreinsatz" fiel - versteht sich als Experte der römisch-katholischen Lehre vom gerechten Krieg durch den "heiligen Augustinus", die er an der Jesuiten-Hochschule von New York studiert hatte.
Laut US-Regierung war es jedoch nur eine "Routine"-Besuch. Doch auch Übergangspräsident Turtschinow ist ja als evangelischer Theologe "fachlich" versiert. In den evangelischen Kirchen lehrt man meist den Krieg als "letztes Mittel", auch im evangelisch-freikirchlichen Bereich, aus dem er stammt.
Hier kann man auch noch einmal zurück blicken: "Die ich rief, die Geister ..." Sie drängen hier nach weiterer Entfesselung. Wer könnte sie bändigen? Die Kirche lehrt den "gerechten Krieg".
Auf beiden Seiten werden "Heiligenbilder" hochgehalten, da alle Soldaten mehr oder weniger kirchlich sind. Bevor die Schüsse fallen, sollten sich jedoch alle Beteiligten noch von Christus distanzieren, damit klar ist, dass es mit Ihm, der nie einen Krieg oder Gewalteinsatz gerechtfertigt hat, nichts zu tun hat, was hier passiert. Das könnten auch die jeweiligen Regierungen im Hintergrund tun. Zur Klarheit.

Dabei wäre doch der Weg zur vorläufigen Befriedung im Äußeren - wie gesagt - gar nicht so schwer. Warum lässt man die Bürger in der Ost-Ukraine unter dem Schutz der UNO nicht fair darüber abstimmen, zu welchem "irdischen" Staatswesen sie in Zukunft gehören wollen oder ob sie innerhalb des bisherigen Staates eine angemessene "Autonomie" bekommen, die ihnen ihre Bürgerrechte ermöglicht? Das wäre ein kleiner Aspekt von wirklicher Demokratie und auch von Freiheit und der Förderung von Versöhnung. Und die Unterlegenen könnte man mit anschließenden Zugeständnissen bzw. durch Nachgiebigkeit und Großzügigkeit in vielen Details am ehesten zur Vernunft bringen, nach dem Motto von Jesus von Nazareth "Tut Gutes denen, die euch hassen" aus der Lehre der Bergpredigt, die von den scheinchristlichen Kirchen jedoch als Utopie verleumdet wird.

Tschechischer Präsident wollte NATO-Einmarsch in der Ukraine als Reaktion auf Grenzüberschreitungen Russlands, bis er es sich doch anders überlegte

Lt. https://twitter.com/DEmmerich soll z. B. eine ganze Polizeistation auf die Seite der pro-russischen Milizen übergelaufen sein. Oder ein örtlicher Baubetrieb half den Milizen, Barrikaden aus Beton zu errichten. Immer wieder wird ein Referendum, eine Volksabstimmung, gefordert - alles Zeichen dafür, dass ein großer Teil der Bevölkerung in der Ost-Ukraine nicht durch einen Militäreinsatz der pro-westlichen Übergangsregierung von den - nach westlicher Theorie - angeblichen "Terroristen" "befreit" werden möchte, sondern ihr Tun von vielen mit Applaus und Hilfen begleitet wird. Immer wieder stellten sich Zivilisten den ukrainischen Panzern in den Weg. "Einige setzen ihr Leben aufs Spiel, um das Militär aufzuhalten." "Wir wollen nicht, dass die Junta in Kiew unsere Länder erobert", so eine typische Stellungnahme einer weinenden Frau. "Sie werden uns zerstören." (spiegel.de, 16.4.2014)
An vielen Orten laufen die ukrainischen Soldaten aber zur Freude großer Teile der Bevölkerung zu den pro-russischen Kräften über anstatt ihre Brüder zu "vernichten", wie es der Kommandant im Auftrag der pro-westlichen Regierung befohlen hatte. Während die US-Regierung vorab schon "Verständnis" für die blutige "Anti-Terror-Aktion" bekundete, machten eine große Anzahl von Soldaten bald nicht mehr mit: "Wir wollen nicht aufs eigene Volk schießen" (zit. nach focus.de, 16.4.2014). Westliche Hardliner in den NATO-Regierungen wurden deshalb nervös.
Der tschechische Präsident Milos Zeman forderte aus diesem Grund im April 2014 die Machtübernahme in der Ukraine durch Julija Timoschenko, die in einem abgehörten Telefonat erklärt hatte, Putin in den Kopf schießen, die Russen "fertig machen" und Russland in einem Weltkrieg zerstören zu wollen. Wie nah die Menschheit aufgrund solcher und ähnlich denkender Politiker am Weltkrieg stehen, macht auch deutlich, dass Zeman einen NATO-Militäreinsatz in der Ukraine für den Fall forderte, dass russische Soldaten die Grenze überschreiten. (spiegel.de, 7.4.2014)
Tschechien ist seit 1999 entgegen früheren Zusicherungen an Russland NATO-Mitglied geworden, und Zeman ist oberster Befehlshaber der tschechischen NATO-Truppen. Er wollte also einen Einmarsch-Befehl erwirken, falls russische Truppen in der Ost-Ukraine z. B. Gebäudebesetzer davor schützen wollen, von ukrainischen Truppen "vernichtet" zu werden. Und die protestantischen Spitzenpolitikerinnen Deutschlands Merkel und von der Leyen von der CDU lassen sechs Flugzeuge und ein Kriegsschiff der Bundeswehr Richtung Osten verlegen. Was hat das mit Christus zu tun? Nichts.
Im September 2014 hatte sich der tschechische Präsident dann jedoch anders entschieden. Er forderte ein Ende der Sanktionen gegen Russland, da diese zu einer "Verhärtung" der Fronten geführt hätten statt zu mehr Dialog. Stattdessen sollten sich West und Ost im Kampf gegen die Krieger des Islamischen Staates IS verbünden. (spiegel.de, 26.9.2014)
Dennoch:
Alles, was man bisher in Deutschland über Bundeswehr, NATO, Friedenssicherung usw. in der Schule gelernt hat, löst sich zunehmend in Schall und Rauch auf. Derweil greift in vielen Ländern ein geschürter Hass auf die russische Politik um sich. So verkündete ein Hotel in Tschechien, in Zukunft keine russischen Gäste mehr aufzunehmen und so ein Zeichen zu setzen (focus.de, 16.4.2014). Und In Deutschland hatte die Zeitung Bild zwischenzeitlich eine "Petition" mit dem Titel "Weg mit den Russenpanzern aus Berlin" eingereicht, um die russischen Panzer vor dem russischen Ehrenmal in Berlin entfernen zu lassen, das an die 20 Millionen getöteten Russen erinnert, die dem Überfall von Hitler-Deutschland auf Russland zum Opfer fielen (15.4.2014) und teilweise brutal ausgehungert wurden. Ein Fußtritt und eine Provokation nach der anderen durch westliche Meinungsführer und Politiker, die zunehmend wie im Rausch handeln. Entsprechend erwähnte der deutsche Lutherpfarrer-Präsident Gauck zum 75. Jahrestag des Ausbruchs des 2. Weltkriegs am 1.9.2014 die 20 Millionen russischen Opfer mit keinem Wort und beschimpfte stattdessen mit eskalierender Heftigkeit die russische Regierung.

Wird die Ukraine von "Anweisungen" aus den USA gelenkt?

Auch nach den Genfer Friedensgesprächen gingen die Provokationen weiter: Ob nun der Ex-Präsident Janukowitsch vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angeklagt werden sollte, obwohl Vertreter der heutigen Übergangsregierung selbst im Verdacht stehen, die unbewaffneten Demonstranten auf dem Maidan-Platz erschossen zu haben, oder ob der evangelische deutsche Vize-Vorsitzende der CDU Volker Bouffier die russische Regierung erneut mit einem Hitler-Vergleich provozierte. Immer wieder Öl ins Feuer ...
Auch scheint die Übergangsregierung in Kiew nicht auf die Bedingungen der ostukrainischen Aufständischen eingehen zu wollen, damit diese nach ihren Angaben ihre Besetzungen beenden und ihre Waffen niederlegen. Womit sich ein Kreis schließt: Auf dem Maidan-Platz wurde die damalige Regierung vom Westen mit Sanktionsdrohungen gezwungen, nahezu alle Bedingungen der Aufständischen zu erfüllen, und der damalige Präsident gab Zug um Zug nach.
Derweil verschärften und verschärfen die USA den Kalten Wirtschaftskrieg gegen Russland immer weiter und stehen zu 100 % hinter der mehr und mehr russlandfeindlichen Junta in der Ukraine. Dahinter stecken auch machtvolle US-Konzerne, die sich in der ganzen Ukraine ausweiten möchten.
Doch der Widerstand im Osten wächst, und auch in der Armee wuchs die die Kritik an dem USA-Kurs der Übergangs-Junta: "Mal wurden Kiews Panzer von aufgebrachten Zivilisten an der Weiterfahrt gehindert, mal übergaben die Panzerbesatzungen Fahrzeuge und Ausrüstung kampflos den Separatisten." (spiegel.de, 23.4.2014)

Entscheidung der US-Regierung:
Bundeskanzlerin Angela Merkel erhält "keinen Einblick in ihre NSA-Akte".
(ntv.de, 9.4.2014)

Doch die deutschen Politiker ordnen sich derzeit sowieso am liebsten den Interessen des guten "Freundes" unter und bekommen dafür vielleicht einen "guten" Eintrag in ihrer Akte. Dazu werden in der Öffentlichkeit beispielsweise Bilder von einer Umarmung von Angela Merkel und Barack Obama gezeigt (z. B. spiegel.de, 1.5.2014) - als Gegenpol zur Umarmung von Gerhard Schröder und Wladimir Putin.

Doch die USA drängen immer mehr Richtung Osten. Welt.de schreibt: "Die Amerikaner hätten den ukrainischen Geheimdienst übernommen, sagt [der Abgeordnete] Golub. Darüber würden die Abgeordneten im Parlament angeblich offen sprechen" (16.4.2014). Der nach wie vor legitime Präsident Janukowitsch erklärte dazu: "Die USA mischen sich nicht nur grob in die Geschehnisse in der Ukraine ein, sondern geben auch Anweisungen, was wie gemacht werden muss" (02elf.net/panorama, 4515274.4.2014) - es ist vermutlich die Umsetzung dessen, was der papsttreue griechisch-katholische Großerzbischof von Kiew bei seiner USA-Reise im Februar verlangte: das Eingreifen der USA in der ehemaligen Sowjetrepublik, was auch das faktische Ende der bisherigen guten nachbarschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Russland und der Ukraine bedeutet.
Das war bereits bei der Münchner Sicherheitskonferenz Ende Januar/Anfang Februar 2014 klar, als der Vatikan-Fan und US-Außenminister Kerry den extra eingeladenen Vertretern des Maidan-Aufstands Unterstützung zusagte, die legitime Ukraine-Regierung jedoch mehr oder weniger ignorierte und Russland vor jeder Form der Einmischung warnte und drohte - letztlich eine Art westlicher Putsch gegen die ukrainisch-russische Zusammenarbeit. Passend dazu versuchten die USA seither immer mehr, um den Ost-West-Konflikt weiter anheizen und eskalieren zu lassen. Dies geschah, indem man fast wie im Fieber daran arbeitete, der Regierung Russlands weitere Vorwürfe und Anschuldigungen anhängen zu können, während man selbst jede Form von Kritik massiv zurückweist. So wirft auch der Außenminister Russlands Sergej Lawrow den USA vor, "die Handlungen der Machthaber in Kiew zu steuern, ohne das Land zu kennen. Er habe keine Zweifel, dass die Amerikaner ´die Show dirigieren`, sagte Lawrow. Es sei auffällig, dass in der Ukraine die Regierung immer gerade dann das Militär gegen die protestierende eigene Bevölkerung im Osten des Landes einsetze, wenn gerade ein US-Funktionär in Kiew gewesen sei", so seine Einschätzung laut bild.de vom 23.4.2014.

Parallel dazu verglich die Maidan-Junta den Präsidenten der Russischen Förderation Wladimir Putin mit Adolf Hitler, womit der Konflikt weiter aufgeheizt wird. "Einer der maßgeblichen Akteure bei der Öffentlichkeitsarbeit der Regierung in Kiew ist das Ukraine Crisis Media Centre, das von verschiedenen PR-Firmen finanziert wird, unter anderem vom [US-amerikanischen Milliardär und] Investor George Soros. Dabei scheut das UKMC auch vor gewagten Vergleichen nicht zurück. In einer Infografik, die ein Putin-Bild mit Text-Bausteinen zeigt, nennen die Ideologen 15 Gemeinsamkeiten von Putin und Adolf Hitler." (ntv.de, 22.4.2014)

Seit Monaten dauerten nun schon die nahezu täglichen selbstgerechten Beschimpfungen und Demütigungen der westlichen Politiker gegenüber ihren Kollegen aus Russland an, und es besteht auch die Gefahr, dass diese bei der zunehmenden Eskalation irgendwann die Nerven verlieren und auf ihre Weise härter und umfassender zurück schlagen als ursprünglich geplant.
Dies alles sind letztlich Vorgänge im menschengemachten Gesetz von Saat und Ernte, und jede Aggression, gleich von welcher Seite, wird früher oder später auf den Absender zurück fallen, und solches geschieht in der gegenwärtigen Zuspitzung auch immer früher.
 



25.4. / 16.5.2014 -
Ost-West-Eskalation - Der Mann des Papstes in Washington contra Russland: "Wir sind bereit zu handeln" / Im Hintergrund steht die weltweite wirtschaftliche Kollaps-Gefahr / Auch kriegerische Eskalationen nehmen überall zu / Ablenkung durch Heiligsprechungen / Ukraine-Regierungschef vor Heiligsprechungen beim Papst - Laut den westlichen Politikern macht Russland seit Monaten alles falsch und man selbst alles richtig. Dies wird "gebetmühlenartig" fast täglich in westlichen Medien so wiederholt. Läuft bereits der Countdown zu einer "finalen Eskalation"? Denn apokalyptische Konstellationen zeichnen sich immer mehr ab. Oder gelingt es, noch einmal eine längere Kurve relativer "Ruhe" für die bürgerlichen Welten zu drehen?

"Die Zeit läuft ab". Doch für wen?

Katholische Lehre auf die Politik übertragen

Die apokalyptische Konstellation zeichnet sich mehr und mehr ab

Heiligsprechungen: Absurdes Mega-Schauspiel im Vatikan lenkt ab

Schulbücher müssen jetzt eingestampft werden

Was wissen die Ukraine-Politiker, die von "Weltkrieg" sprechen?

Ablenkung von den finanziellen Zusammenbrüchen

Drei rote Linien wurden bereits überschritten

Christus ruft

"Die Zeit läuft ab". Doch für wen?

Der Vatikan-Bewunderer und US-Außenminister John Kerry droht Russland schon seit Monaten; nun auch mit den Worten, die Zeit für einen "Kurswechsel" Russlands laufe ab. "Russlands Zeit läuft ab", so stellt es zugespitzt die Zeitung Bild in Deutschland dar (bild.de, 25.4.2014), die auf der Seite der ukrainischen Übergangsregierung steht. Das "Volk" der Ukraine sei angeblich bereit, "mit russischen Soldaten" zu "kämpfen", so der "Außenminister" der prowestlichen und teilweise rechtsradikalen Maidan-Regierung, falls russische Soldaten die Grenze überschreiten.
Ändern bzw. dem Westen anpassen müssen sich wie immer die anderen. "Wir sind bereit zu handeln", so der Ex-Ministrant John Kerry in Washington, und er verweist als "Erfolg" darauf, dass das von der westlichen Welt beherrschte kapitalistische "Finanz-Imperium" bereits 70 Milliarden Dollar aus Russland abgezogen hat, was zur Folge hatte, dass mächtige so genannte "Rating"-Agenturen der USA Russland bereits "fast auf Ramschniveau" herunter gestuft haben (spiegel.de, 25.4.2014). Im Westen wird also an vielen Registern gezogen. Zur Erinnerung Barack Obamas Worte: "Yes, we can". Die Zeit für Russland soll also ablaufen. Doch wessen Zeit wird noch alles ablaufen?

Katholische Lehre auf die Politik übertragen

Gemäß der USA-Regierung tue die vom Westen durch den Maidan-Aufstand mit Gewalt an die Macht geputschte Übergangsregierung der Ukraine "alles" für die Umsetzung des Friedensabkommens, die Regierung Russlands hingegen "nichts" (focus.de, 25.4.2014) - wie immer das primitivst mögliche Hollywood-Schema zwischen "Gut" (man selbst) und "Böse" (der andere), was von der Regierung Russlands natürlich völlig anders gesehen wird.
Analog zu diesem Schema erklärt sich die Romkirche für heilsnotwendig, während Andersgläubige, welche die Romkirche kennen, aber nicht in sie "eintreten" oder nicht in ihr "ausharren" wollen, laut verbindlicher Kirchenlehre für ihre Bockigkeit ins ewige Höllenfeuer sollen (2. Vatikanisches Konzil unter dem "heiligen" Papst Johannes XXIII). In solchen Sätzen, die das Unterbewusstsein von Millionen von Menschen prägen, liegt die Wurzel auch für selbstgerechte kriegerische Schwarz-Weiß-Schemata in der Politik.

Die apokalyptische Konstellation zeichnet sich mehr und mehr ab

Auch in anderen Teilen der Erde eskalieren die Konflikte.
Im Nahen Osten bilden die beiden palästinensischen Parteien Hamas und PLO nun eine "Einheitsregierung". Daraufhin hat die Regierung Israels den "Friedensprozess" gleich einseitig "beendet". Die UNO-Beschlüsse zur Staatenbildung in Israel und Palästina werden von diesen ohnehin seit Jahrzehnten ignoriert, und die Besetzung völkerrechtlich palästinensischer Gebiete durch neue Siedlungen wird sogar immer weiter ausgeweitet - dank der Unterstützung der USA und des Westens für die jeweiligen Regierungen. Dort ist für den Westen das Völkerrecht, das man Russland in der Ukraine vorhält, plötzlich ohne große Bedeutung, weil die Westmächte in diesem Konflikt eben andere Interessen haben.
Im Nachbarland Syrien tobt eine Art Stellvertreter-Krieg West (USA und EU) gegen Ost (Russland und China) um den Einfluss im Land, und die Anzahl der Opfer und das Ausmaß der Zerstörungen nehmen immer mehr zu - allerdings hier noch auf ein bestimmtes Land, auf Syrien, begrenzt. Noch. Ost für die Regierung, West für die Aufständischen; das "Völkerrecht" und Verfassungsrecht ist für den Westen auch hier egal. Der Präsident soll weg, so das westliche Interesse und durch ein pro-westliches Regime ersetzt werden.
Unabhängig davon eskalieren auch die Streitigkeiten zwischen Nordkorea und Südkorea, und die Diktatur in Nordkorea bereitet anscheinend einen neuen Atombomben-Test vor.

Heiligsprechungen: Absurdes Mega-Schauspiel im Vatikan lenkt ab

In Rom lenkte man die Menschen derweil mit einem Mega-Schauspiel und betörendem Gesang ab, der so genannten "Heiligsprechung" zweier Päpste durch einen dritten in Anwesenheit eines vierten. Letztlich sind alle miteinander Abkömmlinge von Abkömmlingen von Abkömmlingen derer, die den Namen von Christus von Anfang an für ihre religiösen Kulte missbrauchen. Laut sueddeutsche.de bekamen die Fernsehzuschauer im Westen dann "Weihrauch, bis die Stube qualmt" (25.4.2014) - eine spöttische Bemerkung, die auf den Charakter der Inszenierung hinweist und wofür die Gottespropheten eindeutige Worte übrig haben: "Wer Weihrauch anzündet, gleicht dem, der Götzen verehrt. Wahrlich, wie sie Lust haben an ihren eigenen Wegen und ihre Seele Gefallen hat an ihren Gräueln" (Jesaja 66, 2-3) - was durch die vatikanische Vertuschung unzähliger Kinderschänder-Verbrechen durch Priester - gerade durch die beiden "heilig" Gesprochenen - auch als aktuell betrachtet werden kann. Und der polnische Papst war übrigens massiv beteiligt am Umsturz in Polen im letzten Jahrhundert.

Vor Heiligsprechungen von Päpsten: Timoschenko-Vertrauter und Übergangs-Regierungschef Jazenjuk beim Papst in Rom

"Jazenjuk hatte in Rom Papst Franziskus und den italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi getroffen ... Beim Empfang Jazenjuks sagte Papst Franziskus, er werde für den ´Frieden` in der Ukraine ´alles tun, was möglich ist`" (wochenblatt.de, 26.4.2014) - im Sinne der kirchlichen Interessen natürlich und der katholischen "Laien"-Politiker, die sich wiederum nach den Weisungen aus Rom richten sollen und wohl auch tun.
Auch Jazenjuk hat sich als überzeugtes Mitglied der mit dem Vatikan "unierten" griechisch-katholischen Kirche der Ukraine den Weisungen des Papstes untergeordnet.
Der durch den Putsch an die Macht gekommene Regierungs-Chef der Ukraine wollte die Heiligsprechungen live in Rom aus vorderster Reihe erleben, doch reiste er unmittelbar vorher ab, nachdem angeblich russische Flugzeuge den ukrainischen Luftraum "verletzt" hätten.
Noch in Rom goss er erneut Öl ins Feuer, nun mit dem Petersdom als Eindruck vermittelnder Kulisse im Hintergrund: "Der einzige Grund ist, die Ukraine zu provozieren, einen Krieg zu beginnen". Er sprach auch vom Dritten Weltkrieg, so wie auch der Vatikan erst 2013 anlässlich des Syrien-Krieges vom "Dritten Weltkrieg" sprach. Was weiß und was plant die Kirche?
Die katholische Kirche ist eine der maßgeblichen Drahtzieherinnen in diesem Konflikt im Hintergrund und hatte bereits heimlich, still und leise die Barrikadenkämpfer auf dem Maidan-Platz von der Caritas kostenlos verpflegen und verarzten lassen - womit alles begann, und wer weiß, was man noch alles getan hat oder noch plant ...

Die beiden "Friedensstauben", welche der gegenwärtige jesuitische Papst anlässlich des Ukraine-Konflikts im Januar in die Lüfte steigen ließ, wurden auf jeden Fall sogleich von einer Krähe und einer Möwe attackiert - ein Symbol, dafür, dass hier Massives nicht stimmt. Dass die Romkirche trotz ihre Verdammnislehren und ihrer Verbrechen gerade in jüngerer Zeit immer noch so viele Menschen betören kann, liegt auch an den Menschen selbst, die nicht informiert sind - weder über die Widersprüche zwischen Christus und Kirche noch über das Wesen dieser Institution und ihre Privilegien und ihr Milliardenvermögen.
Und so wissen z. B. in Deutschland auch nur wenige, dass die Vertreter der papsttreuen griechisch-katholischen Kirche der Ukraine im Februar 2014 nach Washington und Rom reisten; nach Washington, um ein Eingreifen der USA in ihrem Land zu fordern. Und nach Rom, um alles "absegnen" zu lassen? Damals war in der Ukraine noch die frühere Regierung aufgrund demokratischer Wahlen und in enger Zusammenarbeit mit der Regierung Russlands am Wirken. Doch auch damals hieß es schon "Wir sind bereit zu handeln" - und zwar gegen die damalige Regierung, die vom Westen ab einem gewissen Zeitpunkt gemobbt und überwiegend missachtet wurde.
Dies alles sind letztlich Vorgänge im ehernen Gesetz von Saat und Ernte, und jede Aggression, gleich von welcher Seite, wird früher oder später zu 100 % auf den Absender zurück fallen, und solches geschieht in der gegenwärtigen Zuspitzung der Auseinandersetzungen immer früher.

Schulbücher müssen jetzt eingestampft werden

Zur Erinnerung: Ausgelöst wurde die gegenwärtige Welt-Krise in Europa durch die bedingungslose Unterstützung des Westens für den Maidan-Aufstand in Kiew und damit auch mit der vollen und einseitigen Einmischung des Westens in die innenpolitischen Auseinandersetzungen in der Ukraine. Hätte sich beispielsweise Deutschland nicht so unverfroren einseitig schulmeisterlich eingemischt, könnten seine Politiker jetzt als Vermittler auftreten. Das wäre gesetzmäßig gewesen, denn welcher Außenstehende kann denn in den innerukrainischen Machtkämpfen (mit Auftragsmorden, Intrigen, Oligarchen-Kämpfen usw.) an der Grenze zu Russland, die seit Jahren toben, seine Hand für eine Partei ins Feuer halten? Das ist nicht möglich. Wer es versucht, belastet sich selbst massiv, und so werden wir alle in die Ukraine-Unruhen hinein gezogen, obwohl die Politiker z. B. in Deutschland geschworen haben, "Schaden vom Volk" abzuwenden. Ob dieser Aufstand möglicherweise sogar von langer Hand und mit strategischem Kalkül vorbereitet wurde, von wem und mit welchem Ziel), wird sicher eines Tages aufgedeckt werden. Die Geschichtsbücher, die in den letzten Jahren gedruckt worden sind, kann man aber bereits jetzt einstampfen. Im Rekordtempo wird derzeit das Nachbarschaftsverhältnis der Kooperation des Westens mit Russland, das sich seit Ende der 80er-Jahre aufgebaut hat, durch die jetzigen Politiker zerstört. Es läuft wirklich eine Zeit ab. Nur für wen und wie schnell, das wird sich erst noch zeigen.

Was wissen die Ukraine-Politiker, die von "Weltkrieg" sprechen?

Focus.de schreibt: "Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk wirft Russland vor, einen dritten Weltkrieg beginnen zu wollen" (25.4.2014). Auch Jazenjuk ist als Katholik per Lehrbuch wie John Kerry dem Papst unterworfen und ist weiterhin ein Vertrauter von Julija Timoschenko, die erst vor einigen Wochen in einem abgehörten Telefonat davon sprach, Russland in einem Weltkrieg vernichten zu wollen und die Ost-Ukrainer, die sich dem USA-Kurs der West-Ukrainer nicht beugen wollen, mit Waffengewalt "erledigen" zu wollen. Auf der anderen Seite richten sich die Proteste in der Ost-Ukraine laut dem russischen Außenminister Lawrow "gegen das ´illegale Vorgehen` der Übergangsregierung in Kiew, welche die russische Sprache verbieten wolle und alle Russen und Russischsprachigen als ´Feinde` bezeichne, ´die getötet werden sollten`", so die Beschuldigung des Ministers (spiegel.de, 25.4.2014). Was davon "nur" Propaganda ist bzw. welchen Wahrheitsgehalt es hat, wer weiß? Immerhin hatten rechtsradikale Aktivisten auf dem Maidan-Platz in Interviews tatsächlich schon vor Wochen angekündigt, dass es ihr Ziel sei, im Krieg "gegen Putin" zu töten und dass sie bereit seien, dafür auch zu sterben.
In der Ost-Ukraine wird in vielen Regionen überwiegend Russisch gesprochen und Tausende von Faschisten wurden in ihren jeweiligen Milizen für den Kampf im Osten bereits "mobil" gemacht. Und Julija Timoschenko selbst tritt nach ihrer durch Angela Merkel in Deutschland geförderten gesundheitlichen Genesung wie eine Kriegsfurie auf. Auch der Übergangs Vize-Präsident Sergej Paschinski ist einer ihrer Vertrauten und kündigte die "Vernichtung" möglicher "Angreifer" an (spiegel.de, 25.4.2014). Man wähnt die USA als Verbündeten an der Seite, das am massivsten aufgerüstetste Land der Welt. Und man zieht zunächst gegen die Gebäudebesetzer im Osten der Ukraine in den "Anti-Terror-Einsatz" anstatt mit ihnen zu verhandeln.
Die pro-westliche Übergangsregierung verhält sich also brutaler als die frühere rechtmäßig gewählte und mit Russland zusammen arbeitende Regierung, die immer wieder zu Verhandlungen mit den damaligen Aufständischen auf dem Maidan-Platz bereit war.

Hier stellt sich auch die Frage: Was wissen diese west-ukrainischen Politiker, die beispielsweise vom "Weltkrieg" sprechen? Von welchen weiter gehenden Plänen haben sie Kenntnis? In der Zwischenzeit schicken die USA und der Westen weitere Truppen in den Osten - nach Polen sowie nach Lettland, Litauen und Estland, unmittelbar an die russische Grenze. Auch die Bundeswehr bewegt sich innerhalb der NATO gen Osten und die straff lutherische Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von der CDU schickte in ihrem Einmischungs-Überschwang und im deutschen Alleingang gleich ein paar Kundschafter mit Kartenmaterial in die Ostukraine, die dort von den Aufständischen als "Spione der NATO" fest gesetzt wurden. Und bei allem führt das Szenario zu einer neuen Welle der militärischen Hochrüstung in den NATO-Staaten, anstatt die knappen Mittel dafür einzusetzen, die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern.
Dass Russland vom Westen die Alleinschuld am Ausbruch eines großen Krieges gegeben würde, wenn er ausbrechen würde, ist klar. Schon jetzt hat die Regierung Russlands für den Westen immer und ausschließlich die Alleinschuld, egal, was passiert. Und ein "Kurswechsel" der USA ist derzeit nicht in Sicht. Nur mit einseitigen Schulderklärungen kann man - allgemein gesprochen - auch einen Krieg allmählich vorbereiten, wenn man einen Krieg allmählich vorbereiten will. Denn wenn jemand zugeben würde, dass er selbst zumindest eine Mitschuld trägt, ist es natürlich schwerer, einen Gegner daraufhin mit Krieg unterwerfen oder als Gegner gar "vernichten" zu wollen.

Ablenkung von den finanziellen Zusammenbrüchen

Abgelenkt wird bei all´ dem auch davon, dass nicht nur die Ukraine, sondern auch die USA faktisch pleite ist und dass man vermutlich auf Dutzende von Milliarden Euro aus Deutschland spekuliert. Nur das pausenlose Nachdrucken von Geld durch die US-amerikanische Notenbank FED und die permanente Erhöhung der Schuldenobergrenze in immer apokalyptischere Billionen-Höhen halten das System dort überhaupt noch zusammen. Und dass Europa nur mit Tricks Zusammenbrüche verhindert, passt hier auch dazu. So sind derzeit Staatsanleihen Griechenlands nur deshalb bei den Finanz-Haien so heiß begehrt, weil die Europäische Zentralbank (letztlich die Steuerzahler) dafür bürgt. In Wirklichkeit ist die "Griechenland-Rettung" längst gescheitert. Focus.de schreibt am 16.5.2014: "Im Jahr fünf der Euro-Krise steckt Griechenland tiefer denn je im Schlamassel ... Ökonomen wie Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) glauben, dass das ´Schwierigste erst noch kommt`. Griechenland sei ein ´failed state` [= gescheiterter Staat]. Fratzscher rechnet fest mit einem weiteren Rettungspaket. Es wäre das dritte. ´Früher oder später wird es faktisch einen Schuldenschnitt geben müssen`, sagt der DIW-Chef ..." Doch wer kommt dafür auf? "Die griechische Staatsschuld wird zu 80 Prozent von den Euro-Ländern und dem Währungsfonds getragen", also vor allem von Deutschland. Und jetzt kommt noch die Ukraine dazu, und da sieht es um ein Vielfaches schlimmer aus als in Griechenland.
Und Krieg und "Kriegsgeschrei" waren schon oft in der Geschichte Ablenkungen von solchen Zusammenbrüchen - und parallel dazu wurden immer andere "Schuldige" oder "Sündenböcke" gefunden, um von der eigenen Schuld abzulenken.

Drei rote Linien wurden bereits überschritten

Der Westen erklärt, dass Russland das Genfer Friedensabkommen nicht umsetzt. "Damit sei auch die zweite rote Linie überschritten worden" (spiegel.de, 26.4.2014). Die Regierung Russlands hält ihrerseits dem Westen vor, durch den Aufstand mit anschließendem Putsch in der Ukraine die rote Linie überschritten zu haben und auf diese Weise den Konflikt überhaupt erst vom Zaun gebrochen haben. Beide Konfliktparteien befinden sich also untereinander in guter Gesellschaft. Und das alles - wofür? Am Ende gar Weltkrieg mit unsäglichem Leid nur wegen der Frage, ob die Ostukrainer nach Russland überwechseln können, einen eigenen Staat bilden oder beim Staat Ukraine verbleiben? Wer für seine Meinung in dieser Frage sterben will, hat ja den freien Willen, das zu tun. Warum aber mischen sich die deutschen Politiker hier einseitig parteiisch ein und ziehen ihr ganzes Volk mit hinein? Wer steckt hier dahinter?
Das Gesetz von Saat und Ernte wird die Wirkungen immer schneller auf die Verursacher von Not und Leid herein brechen lassen. Doch inmitten der Eskalation in Richtung Krieg und Gewalt ruft Christus, der vor 2000 Jahren unter den Menschen lebte, immer noch jeden Menschen, der umkehren möchte, zur Besinnung. Heraus aus diesem Politik-Irrsinn, mit Schuldzuweisungen, Sanktionen, Gewalt und Vernichtung politische Ziele erreichen zu wollen und stattdessen die Anwendung der Goldenen Regel der Bergpredigt ("Alles, was ihr wollt, dass euch die anderen tun, das tut ihr ihnen zuerst"), um allmählich den Weg zum inneren und äußeren Frieden zu finden. Auf diese Weise könnten sich die Völker der Erde erneuern. Und die Goldene Regel ist auch der Inhalt des Sprichworts "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu." Und hier sollte auch an die unschuldig Leidtragenden des Menschenwahns gedacht werden - an die Tiere und an alle anderen Lebensformen.

Christus ruft

Wer darüber hinaus an die Reinkarnation glaubt, für den ist auch klar, dass die Drahtzieher der weltweiten Eskalationen sich nicht zum ersten Mal auf diesem Planeten begegnen. Sie wurden wieder zusammengeführt, um das zu bereinigen, was sie aus der Vergangenheit her an Schuldhaften zusammen geführt hat. Doch es geschieht überwiegend das Gegenteil, wobei es sicher Abstufungen gibt, wer beispielsweise eher nach der Goldenen Regel lebt oder wer überhaupt nicht. Die Institutionen Kirche verschweigen den Menschen aber das Ur-Wissen der Menschheit von dem Gesetz von Saat und Ernte, und sie leugnen auch die Reinkarnation. Stattdessen haben sie ein hierarchisches System aufgebaut, das auf Dogmen und Sakramenten aufgebaut ist, von denen Christus nie gesprochen hat.

Am 24.4.2014 wurde in Italien ein junger Gläubiger von einem Kruzifix erschlagen, das Papst Johannes Paul II. geweiht worden ist, vom so genannten Papst-Kreuz in Cevo bei Brescia. Das Opfer wohnte auch noch in einer Straße, die nach Papst Johannes XXIII. benannt ist. Die Welt schreibt: "Das Unglück könnte als schlechtes Omen für die Heiligsprechung verstanden werden. In das Holz war der Satz geschnitzt: ´Das Kreuz bleibt fest, während die Welt sich dreht`" (welt.de, 24.4.2014). Und seit Sonntag, den 27.4.2014, sind genau diese beiden Päpste "heilig" gesprochen. Das Unglück ist eine Tragödie für den jungen Katholiken. Doch wird hier darüber hinaus nicht der Zusammenbruch des Papsttums symbolisiert? Und gleichzeitig die Bedrohung für Leib und Seele, die von dieser Macht auch im Niedergang noch ausgeht? Daran ändern auch die betörenden Inszenierungen nichts.
Zum Verständnis hilft ein Vergleich mit den verhängnisvollen politischen Bündnissen des Vatikan im 20. Jahrhundert. In diesem Sinne macht der Vatikan offenbar auch in unserer Zeit weiter.

Das katholische Kreuz mit dem Leichnam von Christus, wie es auch in Cevo zu sehen war, soll letztlich die vermeintliche Niederlage von Christus symbolisieren, und es enthält die unterschwellige Botschaft: "Wir haben ihn besiegt." "Fest" bleibt dem gegenüber nur das Auferstehungskreuz ohne den Corpus von Christus, denn Jesus hängt schon lange nicht mehr am Kreuz. Nur in der Kirche hängt Jesus nach 2000 Jahren immer noch am Kreuz, und Er wird immer wieder dort festgenagelt. Dies ist wiederum das Symbol dafür, dass man auch sonst gegen Seine Lehre handelt - z. B. den "Pazifismus", die Aufforderung zur Feindesliebe oder die Lehre, demjenigen "Gutes" zu tun, den man hasst. Die papsttreuen Politiker beispielsweise wollen davon nichts wissen. Nicht einmal die einfachste Grundregel seiner Botschaft wird beachtet, welche lautet: "Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihr ihnen zuerst."
Das abgebrochene Papst-Kruzifix von Cevo erinnerte von weitem betrachtet so manchen vielleicht auch an eine Art Seeungeheuer, das einen Mann, der Jesus sein soll, verschlingt (siehe Foto). Andere sahen in ihm eher eine Galgen-Form, die nun zusammengebrochen ist, wodurch eben der daran fest genagelte 600 kg schwere Corpus kopfüber auf den Boden gekracht ist.
Dies ist ein Zeichen auch dafür, dass der katholische Christus am Ende ist. Der Christus jedoch, der in Jesus von Nazareth unter uns war, ist kein Mann der Kirche, und er ruft heute wie damals zur Umkehr - nicht zu Sakramenten und Kulten, sondern zum schlichten Tun seiner Lehre. Und er ruft die Menschen auch aus der Kirche heraus, so wie es im letzten Buch der Bibel heißt: "Zieht aus von ihr mein Volk [heraus aus der "Hure Babylon", einem Symbol für die endzeitliche Kirche], auf dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen." (Ofb. 18)
Und zu ihren Sünden gehört seit Hunderten von Jahren ihr Absegnen von Kriegen bis hin zur Aufforderung an die Politiker, Kriege zu führen.
 



1.5. / 13.5.2014 - Die Interessen des Westens in der Ukraine: Was den Bürgern weitgehend verschwiegen wird / Beispiele für den Umgang mit der Schöpfung Gottes in der westlichen Welt - Wir zitieren gleich nach dem Inhaltsverzeichnis dieses Absatzes einige Sätze von der Internet-Seite des Magazins Monitor (wdr.de, tv/monitor, 2014/0313). Um von diesen Einschätzungen abzulenken, wird weiterhin täglich die andere Seite beschimpft und kritisiert - gleich, was diese tut oder unterlässt und ob es wirklich "böse" ist oder "gut". Das Gebot "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten" spielt auf beiden Seiten keine große Rolle. Vor allem bei den führenden Politikern im Westen war zuletzt das Schema fest. Wer hier nicht einstimmte oder sich nicht komplett "auf Linie bringen ließ", wie z. B. Altkanzler Gerhard Schröder oder der CDU-Abgeordnete Philipp Missfelder, wurde an den Pranger der meisten Medien gestellt. Aber auch die Altkanzler Helmut Schmidt und Helmut Kohl werden attackiert, weil sie sich noch an die Zusagen der westlichen Welt gegenüber Russland anlässlich der deutschen Einigung erinnern, von denen die heutigen EU-Politiker und erst recht die Politiker der USA nicht mehr viel oder nichts mehr wissen möchten.

Stiftung des ukrainischen Übergangs-Regierungschefs ist seit langem Geldempfänger des US-Außenministeriums

CDU-Politiker: Russland und USA Konkurrenten beim Gas

Der versteckte Wirtschaftskrieg gegen Russland

Ausländische Militärhilfe für ukrainische Übergangsregierung

Sichtweisen von evangelischen Pfarrern und Kirchen

Kämpfen US-amerikanische Söldner gegen aufständische Bürger der Ost-Ukraine?

Verspottung der Bürger der Ost-Ukraine durch die Scheinchristen

Die Fragwürdigkeit bestimmter westlicher "Werte"

Je größer die Erregung über den "Splitter" im Auge des Nächsten, je größer der "Balken" im eigenen Auge

Pfarrer Gauck beschwört den militärischen Geist

Stiftung des ukrainischen Übergangs-Regierungschefs ist seit langem Geldempfänger des US-Außenministeriums

Bei wdr.de (13.3.2014) hier also einige Ausnahmen von der zuletzt immer weiter angeheizten Eskalation:
- "Der Wirtschaftswissenschaftler [und papsttreue Katholik] Jazenjuk ist schon lange ein enger Freund Amerikas. Auf der Homepage seiner persönlichen Stiftung macht er keinen Hehl daraus, wer ihn unterstützt. Das US-Statedepartment [Anmerkung: = das Außenministerium] ist dabei, die NATO und vor allem viele westliche Think Tanks. Es war wieder Victoria Nuland [US-Außenministerium, zuständig für Europa], die im Dezember [2013] bei einem Auftritt vor der US-ukrainischen Gesellschaft frank und frei erzählte, mit wie viel Geld die USA schon die Demokratie in der Ukraine unterstützt habe". "Demokratie" bedeutet hier offenbar, dass man damit vor allem auch den Aufstand geschürt habe. Die Rede ist von fünf Milliarden Dollar, welche die USA im Vorfeld hier bereits "investiert" hatten.
Zum Vergleich
: Beim Angriff der damaligen Regierung Georgiens auf das pro-russische Süd-Ossetien im Jahr 2008 soll jedes georgische Regierungsmitglied einen Berater aus den USA gehabt haben.
- "Westliche Energiekonzerne haben ... längst schon ihre Ansprüche angemeldet auf die Erdgasvorkommen des Landes [Ukraine]. Und die US-amerikanische Politik spielt dabei mit. Dabei geht es weniger um die Unabhängigkeit der Ukraine, sondern darum, wer im Herzen Europas in Zukunft das Sagen hat." (Georg Restle)
- "Die Ukraine selbst ist wichtig für die NATO, vor allem aus US-Sicht, weil sie dadurch den Einflussbereich der NATO und damit auch der westlichen Politik und auch den Einfluss der USA weiter in den postsowjetischen Raum vordrängen können, und damit weiter Russland natürlich implizit auch zurückdrängen können." (Simon Koschut, Universität Erlangen)
- "Nicht zufällig stand [die Beauftragte der US-Regierung für die Ukraine] Victoria Nuland bei der US-ukrainischen Gesellschaft vor Sponsortafeln von Exxon und Chevron, zwei großen Energiefirmen. Was viele nicht wissen, beide US-Firmen haben auch massive wirtschaftliche Interessen in der Ukraine ..." PS: Auch Shell ist in der Ukraine mit dabei ...
Das Ziel dabei soll bereits im November 2013 klar gewesen sein: Die Ukraine sollte bis 2020 kein Gas aus Russland mehr benötigen, so offizielle Stellungnahmen nach der Vertragsunterzeichnung mit dem US-Konzern Chevron. Monitor schlussfolgert: "Für die russische Regierung eine Kampfansage." Gleichzeitig begann "zufällig" der Aufstand auf dem Maidan-Platz in Kiew.
- "Es ist durchaus ein Kampf wie immer um die Energie ... und Amerika nutzt mittlerweile auch dieses Druckmittel von der eigenen Seite."

Doch wo sprach Jesus von Nazareth davon, dass Seine Nachfolger bestrebt sein sollen, ihre wirtschaftlichen und militärischen Interessen durchzusetzen, notfalls mit Gewalt? Er hat gelehrt: "Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon". Warum laufen die betreffenden Politiker aber dann nahezu alle in ihre Kirchen und behaupten, sie seien Christen? Wäre es dann nicht besser, wenn sie ihr "scheinheiliges Mäntelchen" ablegen und Klartext reden würden, dass es hier um Macht und wirtschaftliche Überlegenheit geht und nicht um Nächstenliebe?

CDU-Politiker: Russland und USA Konkurrenten beim Gas

Die USA wollen nun das - durch die Umwelt zerstörende Fracking-Methode in den USA ausgebeutete - Schiefergas vermehrt auch nach Europa exportieren, und sie wollen Fracking gleichzeitig milliardenschwer auch in der Ukraine betreiben. Siehe dazu auch die Verträge der US-Öl-Multis für Fracking in der Ukraine.
Dass neben geostrategischen vor allem wirtschaftliche Interessen der USA im Ukraine-Konflikt eine entscheidende Rolle spielen, davon gehen immer mehr kritische Zeitgenossen aus. Hinter den verschärften Sanktionen und Sanktionsforderungen der US-Regierung gegenüber Russland stehen laut dem CDU-Europapolitiker Hermann Winkler "wirtschaftliche Ziele" (mainpost.de, 5.5.2014). "Schließlich sind die USA seit dem Fracking-Boom auf dem Weg zu einem der größten Gasexporteure weltweit. Russland ist nun ein unliebsamer Konkurrent. Wir müssen aufhören, ein Diener der Amerikaner zu sein." (zit. nach dpa-Meldung bei mainpost.de, 5.5.2014)
Der Buchautor Mathias Bröckers schreibt: Die USA wollen "die mit Bulgarien, Ungarn, Serbien, Österreich und Italien vertraglich vereinbarte russische South Stream Pipeline durchs Schwarze Meer verhindern, die zwar für die europäische Energieversorgung absolut sinnvoll ist, aber nicht im geopolitischen Interesse der USA. Die wollen uns jetzt ihr mit Fracking gewonnenes Erdgas verkaufen und nach Hamburg schippern. Und Nato-Sprecher Rasmussen assistiert diesen Irrsinn mit der Verschwörungstheorie, die Kritik am Fracking durch Greenpeace und andere sei von Moskau gesteuert." (zit. nach Frankfurter Rundschau, 28.8.2014)

Fracking - "Etwa 200.000 Liter Chemikalien werden beim Fracking in unterirdische Gesteinsschichten gepresst, um Gas oder Öl freizusetzen. Salzsäure und Korrosionsschutzmittel gehören zum Chemie-Cocktail in den Tankwagen und Stahltanks ... Fracking-Fluid wird dieser Cocktail genannt." (tagesschau.de, 17.9.2013)
Es handelt sich um eine besonders schlimme Form, den Planeten Erde zu malträtieren, auszubeuten und zu vergiften. Abgesehen von den unklaren Folgen der Bodenerschütterungen: Dem Grundwasser und damit dem Trinkwasser droht langfristig die Vergiftung.
Wo aber in der Bibel steht, dass der Planet bis zum Äußersten vergiftet und ausgebeutet werden darf? Heißt es nicht, die Menschen sollen den Planeten "bebauen und bewahren"?

Wie würde nun Russland auf diese "Kampfansage" reagieren?
Doch zunächst legte der Westen sogar noch einmal kräftig nach. Nach dem wirtschaftlichen folgte der politische Coup. Er ließ die Regierung Janukowitsch bereits lange vor dem offiziellen Sturz im Februar 2014 fallen und putschte schließlich eine andere Regierung an die Macht; mit genauen Vorstellungen, welche Politiker die Macht in der Ukraine im Sinne der USA übernehmen sollten. Nicht Dr. Klitschko, so Presseberichten zufolge das US-Außenministerium; er war offenbar zu selbstständig; sondern der papsttreue Katholik Jazenjuk, der Geldempfänger des US-State-Departements.
Weitere Informationen in diese Richtung gibt auch Stephen Cohen, der "bekannteste Russlandforscher der USA". Er spricht aus, was man im Westen meist unterschlägt. Z. B. habe "nicht Putin diese Krise begonnen. Es gab keine russische Aggression. Diese Krise begann, als die Europäische Union Janukowitsch im November ein Entweder-oder-Ultimatum gestellt hat. In den Protokollen des Abkommens ist die Nato zwar nicht explizit erwähnt, aber die Sicherheitsbedingungen hätten die Ukraine zu einer Art Ehrenmitglied der Nato gemacht." Das ganze Interview siehe taz.de.


Kaum waren diese beiden Coups gelungen und eine neue illegitime, aber 100 % pro-westliche Regierung aus "Maidan-Kämpfern" an der Macht, legte die Regierung der USA noch einmal nach: "Wenn die Russen nicht bereit sind, mit der neuen ukrainischen Regierung direkt zu verhandeln, dann werden unsere Partner keine andere Wahl haben, als uns zu folgen und auch die Maßnahmen zu ergreifen, mit denen wir in den letzten Tagen schon begonnen haben, um Russland zu isolieren, politisch, diplomatisch und wirtschaftlich." (Der papsttreue Katholik und US-Außenminister John Kerry am 4.3.2014 gleich nach der Installierung der durch den Aufstand verfassungswidrig an die Macht gekommenen Übergangsregierung)

Hier ist auch aufschlussreich, was der aus Polen stammende US-Stratege Zbigniew Brzezinski, bekannt durch sein Buch Die einzige Weltmacht, schrieb. Brzezinski bezeichnet darin Russland als "Das Schwarze Loch". Und in dem Buch Quo vadis Amerika? Die Welt nach Bush (Blätter für deutsche und internationale Politik) heißt es u. a.:
"Brzezinski kommt ... zu dem Schluss [1997], dass das erste Ziel amerikanischer Außenpolitik darin bestehen muss, ´dass kein Staat oder keine Gruppe von Staaten die Fähigkeit erlangt, die Vereinigten Staaten aus Eurasien [Europa und Zentralasien] zu vertreiben oder auch nur deren Schiedsrichterrolle entscheidend zu beeinträchtigen.` (S. 283) Die USA müssen ´das Emporkommen eines Rivalen um die Macht ... vereiteln`" (S. 306). (zit. nach uni-kassel.de)
Warum aber nennt man sich "Christ", wenn doch Jesus, der Christus, nirgends lehrte, dass Seine Nachfolger, "das Emporkommen eines Rivalen um die Macht vereiteln" sollen.
Jesus lehrte im Gegenteil:
"Mein Reich ist nicht von dieser Welt". Wird dann nicht von den US-Politikern, die den Rat ihres Strategen befolgen, ein schwerer Missbrauch des Namens "Christus" für die eigene Machtpolitik betrieben?
Und auch wenn der US-amerikanische Geo-Stratege Zbigniew Brzezinski (1928-2017) im hohen Alter so manches ein wenig kritischer gesehen haben soll, so beeinflussen seine Gedanken doch bis heute entscheidend die Regierungen der USA.

Der versteckte Wirtschaftskrieg gegen Russland - Buhrufe gegen 16jährige russische Sängerinnen

Die in der Ukraine-Politik von der Regierung der USA betriebene Politik der Isolierung Russlands (vgl. oben die Vorhersagen von Alexander Solschenizyn und Rolf Hochhuth) wurde zuletzt weiterhin mit Vehemenz voran getrieben. Die Regierung Russland tue nichts zur Umsetzung des Genfer Friedensabkommens, so die offiziellen Anschuldigungen. Permanent drohte man mit immer schärferen Sanktionen und führte sie auch durch, da Russland nicht das tat, was der Westen wollte. Nur die Begründungen dafür wechselten je nach Tages-Situation.
Doch auch hier zeigte ein Blick auf die andere Seite: Die Armee des faschistischen "Rechten Sektors" wurde von der Junta in Kiew auch nicht entwaffnet, wie es das Genfer Friedensabkommen forderte, und deren Krieger schürten offenbar wiederum maßgeblich die Kämpfe in der Ost- und Süd-Ukraine (z. B. spiegel.de), bzw. sie sind sogar Teil der offiziellen "Nationalgarde" geworden. Und auch, was den Maidan-Platz betrifft, setzte der Westen das Genfer Abkommen nicht um. Die illegale Festung im Zentrum von Kiew wurde sogar weiter ausgebaut - im Gegensatz zum Genfer Friedensabkommen.

Verschiedenen Untersuchungen zufolge hatten westliche Finanzmächte bis April 2014 bereits ca. 100 Milliarden Euro aus Russland abgezogen. Das Land wird mehr und mehr an die Wand gedrängt, um zur Unterwerfung unter die durch den Aufstand in Kiew entstandenen pro-westlichen Machtverhältnisse in der Ukraine gezwungen zu werden.
Am 6.5.2014 wurden nun die hauptberuflichen Anti-Putin-Kämpferinnen der Punk Band von Pussy Riot vom Kongress der USA in Washington empfangen. Sie reichten dort eine Liste mit Namen von russischen Staatsbürgern ein, denen vermutlich als nächstes die Konten gesperrt werden - eine Variante der Methode, die aus der Kirchengeschichte bekannt ist, angefangen bei Kaiser Konstantin über die Bischöfe des Mittelalters bis in die Neuzeit - wer sich nicht unterwarf, dem wurde das Vermögen entzogen und dieses meist der Kirche übereignet.

Harter Wirtschaftskrieg der US-Regierung gegen Russland: Wie deren Regierung in die Knie gezwungen werden soll / Sohn des US-Vizepräsidenten Joe Biden ist nun neuer Cheflobbyist des ukrainischen Staats-Gaskonzerns. Freund der Familie des US-Außenministers Kerry sitzt im Aufsichtsrat / Ukrainische Übergangsregierung brüskiert Minister Steinmeier / Was braut sich hier alles noch zusammen?

Die USA spielen in der Ukraine-Krise ihre Führungsrolle im weltweiten Kapitalismus aus, um Russland in die Knie zu zwingen. Die US-Regierung will die ehemalige Sowjetrepublik mehr und mehr in den westlichen Machtbereich einverleiben und versucht, dem benachbarten Russland offenbar in allen Punkten seine Position aufzuzwingen - auch mit massiven Sanktionen und mit einer Art Wirtschaftskrieg. Vordergründig wurde und wird Russland nahezu täglich attackiert, während man im Hintergrund möglichst unbemerkt seine eigenen Mammon-Fäden zieht. So wurden bereits fünf Milliarden Dollar in die "Förderung der Demokratie" in der Ukraine "investiert", als noch die mit Russland kooperierende und demokratische gewählte Regierung unter Präsident Janukowitsch an der Macht war. Nur zur Verdeutlichung: Die Milliarden waren nicht für die Regierung, sondern für deren politische Gegner.

Ein Beispiel für den Wirtschaftskrieg: "Russische Banken, die nach dem 1. Juli 2014 US-Wertpapiere, also Aktien oder Anleihen, kaufen, verlieren von da an 30 Prozent auf jede Dividenden- und Zinszahlung [so ein neues Gesetz]. Dabei sind grundsätzlich nicht einmal Wertpapiere ausgenommen, die schon vor Inkrafttreten des Gesetzes im Besitz der Banken waren. Ebenso trifft die Strafzahlung Privatpersonen, die russische Finanzinstitute nutzen. Für Russlands Banken wäre dies ein gewaltiger Wettbewerbsnachteil gegenüber Konkurrenten aus anderen Ländern. Und deren Kunden könnten ihr Kapital von diesen Instituten abziehen."
(finanzen100.de)

Ein weiteres Beispiel, wie vor allem die westlichen Banken-Konzerne zu Waffen in dem Wirtschaftskrieg der USA werden: Die Banken in den USA führen keine Überweisungen mehr von 18 großen russischen Firmen durch. (focus.de, 14.5.2014)

Jesus von Nazareth lehrte: "Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon".
In diesem Wirtschaftskrieg zeigen nun aber mehr und mehr die "Herren des Mammon" ihre Macht. Also hat dies mit "Gott" nichts zu tun. Denn es gilt laut des Jesus-Wortes: "Gott" oder "Mammon".


Und noch ein Beispiel
: Die USA sind bereits voll in das Milliardengeschäft mit Gas in der Ukraine eingestiegen und sie brauchen dazu natürlich Wirtschaftsführer und eine Regierung nach ihren Wünschen.
Nun wurde beispielsweise der US-Jurist und Katholik Hunter Biden als "Cheflobbyist" "Mitglied im Direktorium" des ukrainischen Staats-Gaskonzerns Burisma (ntv.de, 14.5.2014). Es ist der Sohn des US-Vizepräsidenten Joe Biden. Doch was heißt hier "ukrainisch"? "Im Aufsichtsrat [des ukrainischen Staatskonzerns] sitzen mehrere Amerikaner, aber kein einziger Ukrainer. Mit von der Partie ist auch Devon Archer, einem Bericht des ´Wall Street Journal` zufolge ein enger Freund des Stiefsohns von US-Außenminister John Kerry." (spiegel.de, 14.5.2014)
In diesem Geschäft werden Milliarden verdient. Auch Julija Timoschenko wurde durch ihre Gasgeschäfte offenbar vielhundertfache Millionärin.
PS: Hunter Biden wird übrigens im Oktober 2014 wegen Kokain-Konsums aus der US-Navy entlassen (spiegel.de, 17.10.2014). Seine Führungsposition in der Ukraine behält er jedoch.

Die beiden überzeugten Katholiken Biden und Kerry gehören zusammen mit dem Jesuiten-Zögling, Katholiken und Geheimdienst-Chef Brennan zu den wesentlichen Akteuren der Ukraine-Politik des Westens.
Den deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier ließ der evangelische Pfarrer und Übergangspräsident Turtschinow (ebenfalls mit heißen Drähten in die USA) vor einigen Tagen jedoch auflaufen. "Präsident Alexander Turtschinow ließ den deutschen Gast erst warten und schaute ihm dann noch nicht einmal in die Augen. Und die geplante Kranzniederlegung für die Brandopfer in Odessa wurde auf Drängen der ukrainischen Behörden abgesagt." (spiegel.de, 14.5.2014)
Die Junta setzt also voll auf die Regierung der USA. Nur die Hilfs-Milliarden für das bankrotte Land sollen offenbar überwiegend aus Deutschland kommen, denn die USA sind ja mit über 17 Billionen Dollar verschuldet, Deutschland "nur" mit gut zwei Billionen. Und der deutsche Bundespräsident und Pfarrer Gauck beschwört im Ukraine-Konflikt nahezu gleichzeitig die "Bündnistreue" der NATO unter Führung der USA.
Was braut sich hier alles noch zusammen?

Während die kreischenden Frauen von Pussy Riot im Westen als Heldinnen gefeiert werden - was immer sie sagen oder tun -, wurden die beiden 16jährigen Zwillinge, die Russland mit weit höherem musikalischen Niveau beim Gesangswettbewerb Eurovision Song Contest in Dänemark vertreten haben, ausgebuht - nur, weil sie aus Russland kommen. So in Kopenhagen im Vor-Wettbewerb am 6.5.2014, was sich dann am 10.5.2014 wiederholte, als die beiden Mädchen für ihre Musik-Darbietung aus den Jurys bestimmter Ländern dann auch ein paar Punkte bekamen, was dann das Missfallen von Zuschauern ausgelöst hatte. Dänemark stellt bekanntlich den NATO-Generalsekretär, und die Gesellschaft ist dort teilweise noch mehr als in Deutschland contra Russland eingestellt. Bezeichnenderweise gewann den Musik-Wettbewerb dann auch ein Mann aus Österreich mit angeklebtem Vollbart, der sich als Frau fühlt und "Conchita Wurst" nennt. Für viele Menschen im Osten ist dies nur ein Beispiel von vielen für die zunehmende "Dekadenz" des Westens, wo unter anderem auch evangelische Pfarrer gegen die Unterscheidung von Mann und Frau vorgehen. Die "Frau" mit Vollbart verkündete dann auch ihre Botschaft: "We are unstoppable", niemand könne ihre Lebensart stoppen.
Zur Erinnerung: Kurz nach Beginn des Afghanistan-Krieges wünschte die US-Porno-Industrie der USA den militärischen Sieg in dem streng islamisch geprägten Land.

Derweil wird der vor der Öffentlichkeit weit gehend versteckte Wirtschaftskrieg der USA gegen Russland auch ohne offizielle Wirtschaftssanktionen bereits massiv ausgeweitet.
Ein Beispiel: "Wie die russische Agentur Itar-Tass berichtet, bereiten sich Technologiefirmen wie Microsoft, Oracle oder Hewlett-Packard bereits darauf vor, den [russischen Partner-]Unternehmen die Software-Lizenzen zu entziehen"(focus.de, 1.5.2014). Aufs Ganze gesehen erklärt der US-Ökonom Gary Hufbauer zu den Sanktionen: "Die russische Bevölkerung wird am meisten darunter leiden." (zit. nach sueddeutsche.de, 1.5.2014)

Wo aber wird den Christen gelehrt, Andersdenkende mit Druck, Aufständen, Kontosperrungen, Beschimpfungen, Buh-Rufen und immer schärferen Sanktionen in die Knie zu zwingen bzw. zu unterwerfen; oder sie zu isolieren, wenn die Unterwerfung anders nicht gelingt? Jesus von Nazareth sagte stattdessen: "Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch. Sondern wer der Größte sein will, der sei euer aller Diener." (Matthäus 20, 25 f.)
Wer also "die einzige Weltmacht" oder eine "große Macht" sein will, müsste dementsprechend den anderen dienen anstatt sie in die Knie zu zwingen. Sie müsste also vor allem um das Wohl der anderen besorgt sein, denn dies bedeutet "dienen". Wenn das aber nicht so ist, warum nennt man sich dann "christlich"? Müsste man dann nicht zugeben und sagen: "Wir haben hier eine ganz andere Lehre, ein Gegen-Konzept, ein Konzept der Unterwerfung, mit dem wir die Größten sein wollen"?
Diese Haltung stammt also nicht von Christus, sondern sie ist der katholischen Lehre entnommen und wird dann sinngemäß auf die Politik übertragen. Das entsprechende katholische Dogma lautet: "Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig. Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir." (zit. nach Neuner/Roos, Der Glaube der Kirche, Lehrsatz Nr. 430)

Ausländische Militärhilfe für ukrainische Übergangsregierung

Währenddessen zeigt sich immer mehr, was schon während des Maidan-Aufstands vermutet wurde, "dass die Übergangsregierung in Kiew offenbar tatkräftige Unterstützung aus den USA bekommt: CIA und FBI sind involviert" (ntv.de, 4.5.2014). Auch beim "Anti-Terror"-Einsatz gegen den Widerstand in der Ost-Ukraine leistet die USA bereits offiziell "nichttödliche Militärhilfe", "wie etwa Fahrzeuge oder Kommunikationsgeräte" (derstandard.at, 22.4.2014) oder die Verpflegungspakete für die Krieg führenden Soldaten auf Seiten der Übergangsregierung. Diese wurden zu einem großen Teil aus den rechtsradikalen Milizen heraus rekrutiert, da viele andere als zu unzuverlässig gelten. Von da ist es nur noch ein ganz kleiner Schritt für unmittelbare Waffenlieferungen und von da nur noch ein weiterer kleiner Schritt, selbst in den Krieg einzugreifen.
Wo aber lehrte Jesus, der Christus, den "Anti-
Terror"-Einsatz mit Waffengewalt? Lehrte er nicht: "Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der wird durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, ich könnte meinen Vater nicht bitten, dass er mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schickte?`" (Matthäus 26, 52-53)
Wenn man aber "Schwerter" zu Zigtausenden herstellt, exportiert und Gegner damit töten lässt und selbst tötet, warum nennt man sich dann "christlich"? Müsste man sich dann nicht ehrlicherweise von Christus distanzieren, damit die Gott suchenden Menschen nicht in die Irre geführt werden und der gute Name "Christus" nicht für das Gegenteil seiner Botschaft missbraucht wird?

"Im Grunde führen die USA bereits Krieg gegen Russland. In diesem Krieg wird es keinen Sieger geben, und selbst ein Sieg wäre etwas, das man sich lieber nicht wünschen sollte. Die Chance der EU, noch Einfluss zu nehmen, ist sehr gering ... Das würde voraussetzen, dass die EU aufhört, die Vorreiterrolle für die Nato zu spielen, und sich von den strategischen Großmacht-Interessen der USA emanzipiert. Ob dazu noch Zeit bleibt, ist fraglich."

(Der bekannte Schriftsteller Eugen Ruge ("In Zeiten abnehmenden Lichts"; Deutscher Buchpreis 2011) in Die Zeit Nr. 20 vom 8.5.2014)

Man könnte auch hier einmal fragen: Wer steckt eigentlich hinter der ganzen Ukraine-Krise? Wurde dieser Konflikt unmittelbar an der Grenze zu Russland möglicherweise von langer Hand vorbereitet? War der Versuch auch des deutschen Außenministers Steinmeier, im Februar eine Übergangsregierung der nationalen Einheit zu bilden, von vorne herein von bestimmten Kreisen überhaupt nicht gewünscht? Und warum drohte die Regierung der USA damals so vehement, der Nachbar Russland solle sich nicht in die ehemalige Sowjetrepublik Ukraine einmischen, und "Fuck the EU", wenn diese nicht nach der Pfeife der größten dort verwickelten Weltmacht tanzt?

Zur Erinnerung: Zu diesem Zeitpunkt schossen vom Dach eines von den damaligen Maidan-Aufständischen kontrollierten Hotels in Kiew Scharfschützen gleichermaßen auf Demonstranten und Polizisten. Waren es diese Schützen, die unbewaffneten anderen Demonstranten gezielt die Hälse durchschossen? Wenn ja, warum? In die Schuhe geschoben wurde es von den Aufständischen sofort dem damaligen Präsidenten, der aber dementierte. Doch aus Angst um sein Leben musste er Hals über Kopf fliehen, weil die pro-westliche Oligarchin Julija Timoschenko ihn auf den Maidan-Platz vor die aufgeheizten Aufständischen zerren wollte. Der Versuch einer Übergangsregierung der nationalen Einheit, um den sich der deutsche Außenminister bemüht hatte, war damit zerstört. Die beiden einflussreichsten Ämter (Präsident und Regierungschef) des Landes wurden von den "siegreichen" Maidan-Aufständischen sogleich mit zwei Vertrauten von Julija Timoschenko besetzt. Die weitere Entwicklung ist bekannt ...
Wie die Übergangsjunta und die USA auf den Widerstand von Bürgern und Aufständischen in der Ost-Ukraine trifft, siehe stern.de. Hier einige Fotos: spiegel.de

Sichtweisen von evangelischen Pfarrern und Kirchen

Dabei sind es neben der Strategie der katholischen Kirche auch vielfach evangelische Pfarrer und Kirchen, welche das Feuer der Ost-West-Konfrontation mit schüren. Ralf Haska, der von der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) finanzierte deutsche Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirche in Kiew, deren Bischof noch vor kurzem Julija Timoschenko zur Hoffnungsträgerin erklärt hatte, stimmt ein in die üblichen alleinigen Schuldzuweisungen an Russland und interpretiert die Auseinandersetzungen im Osten des Landes nur als "terroristische" Bedrohung, die "von außen" komme, also von Russland. (idea.de 5.5.2014)
Noch extremer sieht es der Direktor der Missionsabteilung der evangelisch-freikirchlichen Baptisten Pavel Unguryan, ein Freund des Baptistenpastors und Junta-Präsidenten Turtschinow und des Baptisten-Predigers Billy Graham aus den USA. Er behauptet, bei dem Brand des Gewerkschaftshauses in Odessa hätten die Opfer "mit Brandsätzen geworfen, durch die das Haus Feuer gefangen habe. Feuerwehr und Spezialeinheiten der Polizei hätten alles versucht, die Menschen zu retten. Doch diese hätten sich angeblich geweigert, das Haus zu verlassen" (idea.de 5.5.2014), hätten sich also freiwillig bei lebendigem Leib verbrennen lassen, obwohl ihnen Rettung angeboten worden sei. Und offenbar sind das keine Einzelstimmen in ihren Kirchen, denn von Dementierungen ist nichts bekannt. Dabei gibt selbst die Übergangsregierung in Kiew zu, dass vor allem Brandsätze von außen in das Haus geworfen wurden und Polizei und Feuerwehr zugeschaut habe. So konnten nur dank des beherzten Einsatzes einiger Bürger, z. B. aus einem Karate-Club, viele Menschen gerettet werden. Mehr dazu z. B. bei spiegel.de.

Ost-Ukraine: Kämpfen US-amerikanische Söldner
mit an der Front?

"Laut ´Bild am Sonntag` werden die ukrainischen Sicherheitskräfte von 400 Academi-Elitesoldaten unterstützt. Sie sollen Einsätze gegen prorussische Rebellen rund um die ost-ukrainische Stadt Slowjansk geführt haben" heißt es bei spiegel.de. (11.5.2014)
Academi versteht sich als "militärischer Dienstleister" und sie sollen "in der Uniform der ukrainischen Sonderpolizei ´Sokol`" (Ria Novosti, 7.4.2014) auf Seiten der rechtsnationalen Übergangs-Junta unter Führung der beiden Vertrauten von Julija Timoschenko (Jazenjuk und Turtschinow) kämpfen. Den Oberbefehl hat der evangelische Pfarrer Turtschinow.  In der Ost-Ukraine stellten sich zuletzt immer wieder Zivilisten todesmutig den Panzern der Übergangsregierung entgegen, und es gab immer mehr Tote.


Dazu der Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele (Die Grünen): "Wenn das wirklich stimmen sollte, dass von der ukrainischen Regierung Söldner eingesetzt werden, dann wären die Vorwürfe, die man gegen Russland erhebt, relativiert." (ntv.de, 12.5.2014)
Und wenn die westlichen Politiker immer wieder klagen, es würden verstärkt russische Soldaten auf dem Boden der Ukraine agieren, so könnten beide Seiten hier einmal das Jesuswort bedenken: "Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken in deinem eigenen Auge siehst du nicht."

Auf Seiten der pro-westlichen neuen Regierung kämpfen weiterhin die rechtsradikalen Maidan-Aufständischen (z. B. Mitglieder der mit der deutschen NPD verbündeten Regierungspartei Swoboda), aus denen eine neue "Nationalgarde" gebildet wurde. Und auch die faschistischen Milizen des "Rechten Sektors" sollen auf Seiten des Westens mitmischen, sofern deren Kämpfer nicht ohnehin Teil der "Nationalgarde" geworden sind.

Die Söldnerfirma Academi wurde vor allem durch den Irak-Krieg bekannt, damals unter dem Namen Blackwater. Bei Wikipedia ist nachzulesen, "dass Blackwater-Angestellte schwere Misshandlungen im Irak begingen, einschließlich Ermordung von Zivilisten" (Stand: 11.5.2014). Doch die Ermittlungen in den USA wurden eingestellt: "Academi hat sich mit einer Millionenzahlung von Ermittlungen in den USA freigekauft" (spiegel.de). Es wurde auch bekannt, dass "Mitarbeiter der Firma unbemannte Drohnen zum Einsatz gegen mutmaßliche Terroristen in Pakistan und Afghanistan mit Bomben bestückt" hatten. (Wikipedia)
Und wer bezahlt die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine? Werden eventuell auch Söldner von den "Hilfsgeldern" aus der EU und aus Deutschland bezahlt? Warum werden die Zahlungen nicht gestoppt, solange die Übergangsregierung  Demonstranten und Hausbesetzer im Osten des Landes erschießen lässt und Geld in der Krieg investiert anstatt mit den so genannten "Separatisten" vernünftig verhandelt?

Der Baptistenführer hatte nach dem Sturz der 2012 demokratisch gewählten Regierung am 24.2.2014 noch euphorisch die "Geburt einer neuen Ukraine" gefeiert sowie die verfassungswidrige "Wahl" "unseres Bruders in Christus Dr. Oleksandr Turchynov" zum neuen Präsidenten (ebf.org, unkrainian christians give thanks for peace). Turtschinow ist seither bekanntlich auch der Oberbefehlshaber des Militärs und lässt die Truppen im Osten Aufständische töten, um den Aufstand niederzuschlagen. 5. Gebot = "Du sollst nicht töten" = wird auch hier nicht befolgt.
Der Vorschlag von Russland und der EU, das Feuer einzustellen und stattdessen mit den so genannten "Separatisten" im Osten zu verhandeln - so wie die frühere legitime Regierung der Ukraine einst nachgegeben hatte und mit den Maidan-Aufständischen verhandelt hatte - wurde von der Regierung unter Pastor Turtschinow abgelehnt. Auch das ist eine Entlarvung, denn der angebliche "Bruder in Christus" und seinesgleichen handeln hier nach dem Motto "
Töten ist besser als Reden" - wie immer wieder in der Kirchengeschichte und anderen Geschichte in den letzten ca. 1700 Jahren.

Es ist immer das Gleiche: Macht man selbst einen Aufstand, ist man ein heldenhafter "Freiheitskämpfer". Macht der Nächste einen Aufstand, ist er ein "Terrorist". Ist man selbst in der Regierung, wird man den "Terroristen" keinen Meter nachgeben und sich weigern, mit ihnen auch nur zu reden. Ist der Nächste in der Regierung, muss er mit Sanktionen dazu gezwungen werden, auf das "Volk", das im Aufstand seine "legitimen Rechte" fordere, zu hören. Immer das Gleiche antichristliche Schema, vereinfacht ausgedrückt: "Ich = gut, mein Gegner = böse". Oder: "Gut = was meinen Interessen dient". "Völkerrecht? Klar, aber nur, wenn es mir nützt." "UNO? Gut, solange sie das tut, was ich will." Jesus lehrte aber was ganze Anderes. Er sagte sogar:
"Und wenn jemand dich nötigt, eine Meile mit ihm zu gehen, so gehe mit ihm zwei" (Matthäus 5, 41) - für westliche scheinchristliche Politiker eine "Utopie", weil sie es nie ausprobiert haben, nicht einmal ansatzweise, und das Gegenteil tun wollen. Dabei könnte auch nur ein kleiner Versuch in diese Richtung zeigen, dass sich hier ein Weg zu Aussöhnung und Gerechtigkeit auftut. 

Verspottung der Bürger der Ost-Ukraine durch die Scheinchristen. Das Jesuswort vom Splitter und Balken macht deutlich, was passiert

Die Milizen und Bürger der Ost-Ukraine, welche für die Unabhängigkeit von der Zentralregierung in Kiew kämpfen, werden von der westukrainischen Regierung als "Terroristen" bzw. deren Sympathisanten beschimpft. Auch die Teilnahme von weit über einer Millionen Menschen (!) am Referendum nach Unabhängigkeit ostukrainischer Provinzen hinderte die durch den Staatsstreich in Kiew an die Macht gekommene Regierung nicht daran, dieses als "kriminell" zu beschimpfen. Werden Bürger oder Aufständische jedoch von der Armee oder der Nationalgarde aus ehemaligen Maidan-Aufständischen erschossen, sei dies rechtmäßig. Mit Pastor Turtschinow steht ein evangelischer Pfarrer an der Spitze der Armee. Mit "christlich" hat das aber nicht das Geringste zu tun, im Gegenteil.
Und die Beschimpfung der mit einfachsten Mitteln improvisierten Volksbefragung kommt dabei einer Verhöhnung der Bürger der Ost-Ukraine gleich, die sich an der Volksabstimmung beteiligten
, die übrigens der juristisch nach wie vor rechtmäßige Präsident Janukowitsch vorgeschlagen hatte.
Auch wenn die Abstimmung notgedrungen wohl voller Fehler und Unregelmäßigkeiten war, so war der Willen, welche die meisten Bürger hinein legten und die damit verbundene Symbolwirkung doch eindeutig. Und auch die Tendenz des Ergebnisses ist klar, ob es nun 96 % Zustimmung für eine Unabhängigkeit von der Ukraine sind oder vielleicht nur 70 %.  Ca.
zwei Drittel Zustimmung für eine Abspaltung bzw. Unabhängigkeit waren es bei nichtrepräsentativen Umfragen westlicher Medien. Wie viele es wirklich sind, diese Fragestellung will ja der Westen gar nicht zulassen. Dann darf er sich aber auch nicht darüber beschweren, wenn die Befürworter es mit ihren sehr begrenzten Mitteln selbst in die Hand nahmen.
Wäre den Meinungsführern in Westeuropa und den USA die "Demokratie" ein Anliegen, wie sie behaupten, und nicht nur die eigenen Machtinteressen, dann müssten sie sich darum bemühen, mit dem "Demos" = griechisches Wort für das "Volk" und mit seinen Vertretern, die in diesen Regionen andere Interessen haben, zumindest zu reden statt die neue nicht von allen anerkannte pro-westliche Regierung in Kiew und ihre rechtsextremen Hilfstruppen und vielleicht auch US-amerikanischen Söldner dabei zu unterstützen, wenn sie die Menschen auseinander treibt oder erschießt.
So manches erinnert dabei an die Unterstützung der Regierung der USA für die faschistischen Diktaturen in Chile, in Argentinien oder für die "Contras" in Nicaragua, um die dortige Regierung zu stürzen. Nun also Europa, die Ukraine. Doch hier macht die Regierung in Russland nun nicht mit.
 
Um das Referendum in Misskredit zu bringen, ließ die deutsche Bild-Zeitung z. B. einen Ost-Ukrainer (für Geld?) der Reihe nach in mehreren Wahllokalen abstimmen, um dann diesen "Betrug", gegen den die Wahlhelfer machtlos waren, mit großer Schlagzeile in Deutschland zu "dokumentieren" - ein typisches Beispiel für den "Splitter im Auge des Nächsten" - einen Ukrainer zu finden, der mehrfach abstimmt, was natürlich auch ein Gegner der Unabhängigkeit hätte tun können. Doch das ethische Minimum wäre doch, das Anliegen der Bürger ernst zu nehmen und miteinander zu reden.

Oder hat Jesus etwa gelehrt: "Hüte dich, mit deinem Feind zu verhandeln oder auch nur zu reden. Sondern nimm´ das Schwert und mache ihn nieder"? Wenn nicht, warum nennen sich die Politiker, welche eine solche Meinung offensichtlich in die Tat umsetzen, dann aber "christlich"? Hohn und Spott auf Christus durch die scheinchristlichen Politiker!

Doppelzüngig ist es auch, wenn die EU verlauten lässt, die Referenden in der Ost- und Südukraine seien "nicht demokratisch legitimiert" (spiegel.de, 12.5.2014). Das ist formaljuristisch schon richtig. Doch ist die Regierung aus Maidan-Aufständischen einschließlich der Rechtsradikalen in Kiew "demokratisch legitimiert"? Was hat es mit "Demokratie" zu tun, wenn die damaligen Aufständischen bei der Abwahl des Präsidenten nicht die erforderliche Stimmenzahl erreichten, aber man ihn trotzdem absetzte und durch einen Pfarrer als "Übergangspräsidenten" ersetzte? Es zeigt sich auch hier das Prinzip vom "Splitter im Auge des Nächsten", über den man sich aufregt, während man den "Balken im eigenen Auge" nicht angehen will.
Es gilt das Wort aus dem Bühnenstück Faust von Johann Wolfgang von Goethe: "Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los." Doch wer hat in der Ukraine die Geister gerufen, deren sich nun beide Seiten bedienen?

Bestimmte politische Kräfte brachten Afghanistan die "Freiheit", dann dem Irak, dann Libyen, und in Syrien lässt man noch weiter kämpfen. Die Opfer gehen in die Hunderttausende, in allen Ländern herrscht der Horror, und das Leid und die Not werden immer größer. Nun ist auch Europa an der Reihe.

Glücklich schaute der Missionsdirektor Pavel Unguryan, der auch Mitglied der Baptistischen Weltallianz mit Sitz in den USA ist, damals noch zurück auf das "Beten und Fasten" der kirchlichen Konfessionen für "Gottes Eingreifen", das schließlich zum entsprechenden "Erfolg" des Maidan-Aufstands geführt habe. Doch was für ein "Gott" soll hier eingegriffen haben? Hat "Gott" dann beispielsweise auch den rechtsradikalen Ministern in ihr Amt verholfen und segnet er die faschistischen Milizen beim Vormarsch Richtung Ostukraine?
Nach dem Maidan-Aufstand fügte der Missionsdirektor seinem Aufruf das Bibelwort hinzu "Gesegnet ist das Land, dessen Gott der ´Herr` ist" (Psalm 33, 12). Ist damit dann der "Gott" gemeint, der gemäß anderer Bibelstellen auch Völkermorde befohlen hat? Oder was soll das für ein "Gott" sein, der hier unter anderem durch die USA und die CIA eingegriffen hat und der den Widerstand in Städten im Osten des Landes mit blutiger Gewalt niederschlagen lassen will? Mit dem Friedens- und Weisheitslehrer Christus, der lehrte "Mein Reich ist nicht von dieser Welt", hat das alles nicht das Geringste zu tun. Deswegen sollten sich auch die "Baptisten" ab sofort nicht mehr "christlich" nennen. Denn es ist ein weiterer massiver Missbrauch des Namens "Christus" und eine Verhöhnung von Jesus von Nazareth.

Die Fragwürdigkeit bestimmter westlicher "Werte"

Vordergründig werden bei dem Konflikt immer die "edlen" westlichen Werte hervor gehoben, die es in Russland unter Präsident Putin nicht gebe und welche den Ukrainern und auch den Russen nun vermittelt werden sollen. Doch einige dieser "Werte" führen sowohl in West als auch in Ost zur Ausplünderung des Planeten Erde und letztlich zur Zerstörung unserer Zivilisation. Fracking ist nur ein Beispiel für die besonders brutale Malträtierung des Planeten Erde. Der menschliche Profitwahn geht dabei so weit, dass andere Lebewesen wie Tiere nur als Objekte betrachtet werden, die man je nach Situation auch vernichten könne - aus Profitgründen oder eben nur aus "Spaß".
Dazu nur ein kleines Beispiel. Eine 16-jährige Austauschschülerin aus Deutschland in den USA berichtet bei spiegel.de von ihren Erfahrungen:
"Als im Dezember in unserer Region die Hirschjagd begann, kleidete sich der halbe Ort in Camouflage-Farben und stapfte in den Wald. Fürs Jagen schwänzten einige meiner Freunde sogar das Schwimmtraining. Mein Bruder war jeden Tag im Wald, bis er mir eines Morgens sein frisch geschossenes Reh präsentierte. Auch Facebook quoll über von Fotos stolzer Jäger, die vor ihren Trophäen posierten. Mein elfjähriger Cousin schoss sein erstes Reh, auch Jonas, der zweite deutsche Austauschschüler in Union City, entdeckte das Jagen für sich. Ich lehnte ab, als man mir einen Jagdausflug anbot. Auch jetzt noch liegen Pfeil und Bogen sowie Jagdgewehr griffbereit in unserem Treppenhaus ... Die Amerikaner und ihre Liebe zu Waffen beginnt man erst zu begreifen, wenn man selbst zum Halbamerikaner wird. Hier gehört ein Waffenschrank ganz selbstverständlich in die meisten Wohnungen. Ab und zu sehe ich in Texas auch Menschen mit Waffe am Gürtel ... Den Amerikanern ihre Waffen wegzunehmen wäre in etwa so, als würde man in Deutschland Alkohol verbieten. Einfach unvorstellbar ... Jungs, die ich aus der Schule kannte, besaßen ein ganzes Arsenal, sie luden mich mehrmals zu ihren Schießveranstaltungen ein. Ich ging nie mit, wollte trotzdem immer genau wissen, was sie machen; ich wollte einfach verstehen, warum Jugendliche mit Waffen umgehen, als wäre es Spielzeug. Sie schossen meist auf Eichhörnchen oder Dosen, ihre Eltern wussten davon. Gefährlich sei es nicht, sagten sie. Es mache einfach nur Spaß." (spiegel.de, 30.4.2014)

Doch wo steht in der Bibel der Kirchen: "Zum Spaß dürft ihr Tiere töten"? Warum sind die Täter und ihre Eltern aber dann getaufte "Christen"? In ihrer Bibel heißt es: "Du sollst nicht töten". Und dies gilt auch gegenüber Tieren.
In diesem Zusammenhang sagte der Schriftsteller Leo Tolstoi, der übrigens aus Russland stammt: "Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt".
Von daher braucht sich niemand zu wundern, wenn auch die Weltkriegsgefahr immer näher rückt. Immer mehr Menschen weltweit sinken von ihrem Bewusstsein in immer tiefere Verrohtheit ab. Und hinter allem stehen die Kirchen und lehren: "Alleine der Glaube genügt", eine Erfindung von Martin Luther, der sich dazu auf Paulus beruft. Nicht nur die evangelische, mittlerweile auch die katholische. Der Mensch dürfe sich als angebliche "Krone der Schöpfung" alle Lebewesen zu seinem Nutzen unterwerfen und, wenn es seinen Interessen dient, auch töten. Ja, er dürfe auch andere Menschen töten, wenn diese entsprechend "böse" sind oder man sich von den Tötungen entsprechende politische "Fortschritte" erhofft. Wer so denkt, solle sich dann aber nicht mehr "christlich" nennen, sondern z. B. katholisch-paulinisch oder lutherisch. Für eine andere Ethik gebe es ja die "Heiligen", so denken manche, die man im Gebet entsprechend anrufen könne, die aber oftmals auch nur geschickt maskierte Übeltäter sind. Die Folgen dieser Religion, die Christus und seinen guten Namen missbraucht, werden jeden Tag deutlicher sichtbar.

Je größer die Erregung über den "Splitter" im Auge des Nächsten, je größer der "Balken" im eigenen Auge

Wie es im Ukraine-Konflikt weitergeht, werden wir hier vorerst nicht mehr ausführlich kommentieren: Während die deutsche Regierung, die EU und die USA der Übergangsjunta mit Milliarden an Euros hilft, setzt diese ihre Panzer im Osten des Landes gegen Teile der eigenen Bevölkerung ein anstatt mit der Opposition und den von Russland unterstützten "Separatisten" zu verhandeln. Alleinschuld habe jedoch aus westlicher Sicht wie immer Präsident Putin und Russland, die weiter täglich beschimpft bzw. mit Worten attackiert werden und denen vom Westen die nächsten Sanktionsstufen angedroht werden, während man sich wie immer voller Hochmut zeigt und resistent gegen jede mögliche Selbstkritik ist.
Nimmt man die Worte von Jesus "Zieh zu erst den Balken aus deinem Auge, bevor du dem anderen hilfst, seinen Splitter zu entfernen" als Grundlage, dann könnte dies auch bedeuten: Je größer die Erregung über den Splitter im Auge des Nächsten, je größer ist der Balken im eigenen Auge. Diese geistige Gesetzmäßigkeit ist es, die auch Jesus von Nazareth lehrte, man könnt es "Gesetz der Projektion" nennen: Die eigenen Abgründe werden auf den Gegner, den Feind, den Nachbarn projiziert. Anstatt seine eigenen Fehlhaltungen zu erkennen und zu verändern, bekämpft man sie nicht bei sich selbst, sondern beim Nachbarn. Und das ist auch die Wurzel aller Kriege, und wer hier nicht irgendwann umkehrt, der geht den Pfad des Untergangs und zieht alle mit, die sich mitziehen lassen.
Wer um diese Gesetzmäßigkeit der Projektion weiß, kann sich selbst ein Urteil bilden über das, was uns allen hier noch bevorsteht.

Ukraine-Krise: Pfarrer Gauck
beschwört den militärischen Geist

In der Ukraine gibt der evangelische Pfarrer Turtschinow die Befehle, die besetzten Häuser in der Ost-Ukraine mit Gewalt zu räumen und den Aufstand mit Gewalt niederzuschlagen. Verhandlungen lehnt er kategorisch ab, doch er nennt sich "Pastor" der Baptisten. Zeigt das nicht an einem weiteren Beispiel den Gegensatz zwischen Christus und den Pastoren?
Und anlässlich eines NATO-Manövers mit 4000 Soldaten beschwört der evangelische Pfarrer und deutsche Bundespräsident Gauck den militärischen Geist: Die Nato müsse "ihre Fähigkeiten trainieren", so der Würdenträger im Gewand des Präsidenten. Gauck betont im Streit mit Russland: "Wir stehen zu unseren Bündnisverpflichtungen" (focus.de, 14.5.2014). Das heißt: Fest an der Seite der Regierung der USA und ihren Hintergrund-"Aktivitäten".
Bei vielen kritischen Analytikern läuten bei Worten wie "Wir stehen zu unseren Bündnisverpflichtungen" alle Alarmglocken. Das klingt etwa so: "Wir sind nur ein Dominostein. Wenn er angestoßen wird, wird er zusammen mit den anderen umfallen. Wir Dominosteine gehören alle zusammen."


Und es ist wie immer: Die evangelische Kirche ist (nach Abzug von allem Wenn und Aber) letztlich für den Krieg. Die katholische auch. Seit nahezu 1700 Jahren bzw. von Anfang an. Leider sind deutsche Richter immer noch nicht bereit, den Kirchen deshalb die missbräuchliche Bezeichnung "christlich" zu untersagen (obwohl es schon oft Anträge dazu gegeben hat), weil sie in der Regel selbst diesen Konfessionen angehören.

Zum Vergleich: Als in der Ukraine noch eine von der Gesamtbevölkerung demokratisch legitimierte Regierung an der Macht war, wurde dem damaligen Präsidenten vorgeworfen, er schieße auf das "eigene Volk". Immerhin war dieser Präsident aber auch ständig zu Verhandlungen mit denen bereit, die ihn stürzen wollten und letztlich auch stürzten. Wie ist es, wenn man den Maßstab vom Balken und Splitter auch an die damaligen Aufständischen anlegt und das Verhalten der aus diesen Aufständischen hervor gegangenen neuen Regierung gegenüber dem "eigenen Volk" im Osten betrachtet? Heißt es dann nicht auch hier: Je größer die Erregung über den Splitter im Auge des Nächsten, je größer der Balken im eigenen Auge? Doch auch wenn noch so viel gelogen und Propaganda betrieben wird - jedes Unrecht entlarvt sich früher oder später selbst, und das gilt grundsätzlich für alle Seiten.
Politiker, denen es um ihre Macht und um die Durchsetzung ihrer Interessen geht und die nicht bereit sind, auf den Nächsten zuzugehen, sollten sich schämen, sich "christlich" zu nennen. Die Menschen werden für dumm verkauft und Christus wird verhöhnt. Zur politischen Lage im Mai 2014 hier noch ein Kommentar des SPD-Politikers Erhard Eppler: n-tv.de

Die NATO jedenfalls setzt vorerst das Säbelrasseln fort. Obwohl 1990 der Sowjetunion zugesagt wurden, im Gegenzug zu ihrem Rückzug aus Ostdeutschland die NATO nicht über Ostdeutschland hinaus auszudehnen, wurden sogar die ehemaligen Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen in die NATO aufgenommen (vgl. dazu die Einschätzung von Rolf Hochhuth). In Estland, an der Grenze zu Russland, probt die NATO im Mai 2014 ihre Kampfbereitschaft mit 6000 Soldaten - in einem Land, in dem 25 % der Einwohner Russen sind. Julija Timoschenko will die Ukraine so schnell wie möglich in die NATO bringen. Und Barack Obama forderte alles NATO-Staaten zu verstärkter Aufrüstung auf. Alle sollen viel mehr Geld für die Hochrüstung ausgeben. Dies bietet wiederum große wirtschaftliche Chancen für Deutschland als dem schon jetzt drittgrößten Waffenexporteur der Welt, die Exporte weiter in neue Höhen zu schrauben. Aber bitte nicht im Namen von Christus! Deshalb: CDU, CSU und die Bundesregierung sollen sich endlich deutlich von Christus distanzieren und die ganze Riege der konfessionellen amerikanischen Aufrüstungsbefürworter gleich mit dazu.  
 


14.5. / 1.6.2014 - Ukraine: Verfeindete orthodoxe Kirchen - Pro-westliche Kirche ist gegen Dialog / Papst Bergoglio macht pro-westlichen "Hardliner" zum neuen Bischof von Charkiw in der Ost-Ukraine. Dieser kritisiert: Der Westen gehe nicht hart genug gegen Russland vor. Die Kirche jedoch unterstütze durch Seelsorge den "Kampfgeist der Soldaten" auf der Seite der Junta und der Milizen -

Siehe diese Inhalte unter https://www.theologe.de/theologe6.htm#Kirche_contra_Dialog



3.7. / 16.7.2014 -
Wieder ein Schritt näher auf einen großen Krieg zu - Der Präsident der Ukraine Petro Poroschenko hat der Militärführung trotz permanenter Tötungen statt Verhandlungen mangelnde "Effizienz" vorgehalten und den Militärminister ausgetauscht. Der neue Mann an der Spitze der Armee kündigte eine "baldige ´Siegesparade` auf der Krim" an, die sich nach einer Befragung der Bevölkerung, einem Referendum, Russland angeschlossen hat. Diese Ankündigung ist wieder ein Schritt näher auf einen großen Krieg zu, denn er setzt die Kapitulation Russlands vor den westlichen Vorstellungen oder einen militärischen Sieg der Ukraine über Russland voraus. Während erneut Hunderte Todesopfer bei den Kämpfen gemeldet werden und die USA und Deutschland Russland mit einer weiteren Verschärfung der Sanktionen bzw. des "Wirtschaftskrieges" drohten, verkündete der neue ukrainische Minister Waleri Heletej mit Rückendeckung des Westens und fast wie im Kriegsrausch: "Die Ukraine wird siegen und die Siegesparade wird in einem ukrainischen Sewastopol stattfinden" (focus.de, 4.7.2014). Währenddessen besprach der Präsident mit dem römisch-katholischen US-Vizepräsidenten Joe Biden Näheres. Was planen die USA? Was plant die Nato, dass möglich ein entscheidender Grund für die militärische Siegesstimmung der ukrainischen Politiker ist?
 
Die EU und die USA lehnen die vergangene Volksabstimmung auf der Halbinsel Krim mit ihrer Hauptstadt Sewastopol kategorisch ab, bei der sich weit über 80 % der Bevölkerung für einen Anschluss an Russland entschieden haben, und sie finanzieren auf der anderen Seite den Aufbau der ukrainischen Militärmacht, der sicher Milliarden kosten wird. Zwischenzeitlich waren bereits 65.000 Ukrainer nach Russland geflohen (freitag.de, 3.7.2014), mittlerweile über 100.000. Zahllose Häuser und öffentliche Einrichtungen in der Ost-Ukraine wurden von der Übergangs-Regierung in Kiew beschossen, mit dem Ziel, damit die "Separatisten" zu treffen, die Grundversorgung ist vielfach zusammen gebrochen. Auch Zivilisten sind immer wieder unter den Opfern; wie Angestellte der Stadtverwaltung von Donezk, deren Bus beschossen wurde. Zusätzlich ca. 28.000 Ost-Ukrainer haben ihre Häuser verlassen und sind innerhalb der Ukraine geflohen. Über ihr Leid wird im Westen kaum berichtet.
Die USA haben den Krieg gegen die Aufständischen, deren Unabhängigkeitsforderungen vor dem Krieg also von der Mehrheit der Bevölkerung in der Ost-Ukraine unterstützt wurde, noch einmal ausdrücklich verteidigt.
Die überzeugte Katholikin und Sprecherin des US-Außenministeriums Jen Psaki ließ verlauten: "Die Handlungen der ukrainischen Sicherheitskräfte bei der Antiterroroperation (ATO) im Osten des Landes sind auf die Wiederherstellung des Friedens im Land ausgerichtet" - eine Stellungnahme, wie sie immer erfolgt, wenn die Regierungen der USA Kriege unterstützen oder selbst Kriege führen. Russland sei schuld am Krieg, weil dessen Regierung nicht genug gegen die "Unabhängigkeitskrieger" vorgeht oder diese gar unterstützt - wieder eine Stellungnahme, wie sie ähnlich und gebetsmühlenartig immer erfolgt, wenn Kriege geführt oder unterstützt werden. Schuld ist immer und ausschließlich der andere. Das US-Außenministerium wird von dem überzeugten Katholiken und Ex-Ministranten John Kerry geleitet.
 
Die Militär-"Hilfe" und massive Aufrüstung der Ukraine durch den Westen wird parallel dazu weiter forciert. "Die USA stellen der ukrainischen Armee für ihren Einsatz gegen Regimegegner im Osten des Landes weitere Hilfe in Aussicht. Präsident Barack Obama hat die Lieferung von Panzerwesten sowie Nachtsicht- und Funkgeräten im Wert von fünf Millionen Dollar angekündigt" (ad-hoc-news.de, 4.6.2014). Bereits im März hatte die Regierung der USA 23 Millionen Dollar für die Armee der Ukraine gespendet. Verhandlungen mit der Unabhängigkeitsbewegung in der Ost-Ukraine lehnt die Übergangsregierung in Kiew mit Rückendeckung des Westens mittlerweile ab, es sei denn, diese würde zuvor kapitulieren [Aktualisierung am 23.11.2014: Dies gilt weiterhin]. Nach der Einschätzung von russlandnahen Experten werde der Krieg in der Ost-Ukraine von der USA aus gesteuert, bzw. der ukrainische Präsident hört auf US-amerikanische "Anweisungen".
 
Der CIA-Chef und katholischer Jesuitenschüler John Brennan ist beispielsweise "Experte", wenn es um die Lehre eines angeblich "gerechten Krieges" durch den katholischen "Heiligen" Augustinus geht. Und der Sohn des katholischen Vizepräsidenten Joe Biden, der Katholik Hunter Biden, ist zwischenzeitlich ins Direktorium des ukrainischen Staats-Gaskonzerns Burisma aufgestiegen. Und in dessen Aufsichtsrat sitzen mehrere US-Amerikaner, aber offenbar kein einziger Ukrainer.
Umgekehrt wird der Unabhängigkeitsbewegung in der Ost-Ukraine von westlichen Strategen vorgehalten, von der Regierung Russlands direkt oder indirekt unterstützt zu werden. Die Regierung der USA findet es jedoch nicht anstößig, dass sie zuvor den Umsturz der Ukraine zu einem Staat nach westlichem Muster, der schließlich in den Maidan-Aufstand in Kiew mündete, mit fünf Milliarden Dollar finanzierte (offiziell "Förderung der Demokratie" genannt) und dass Übergangs-Regierungschef Jazenjuk, ein romtreuer Katholik, schon vor dem Euromaidan-Aufstand von den USA direkt finanziert wurde. Außerdem werfen russische Experten auch anderen westlichen Nato-Ländern vor, den Krieg des ukrainischen Militärs im Osten des Landes auch militärisch zu unterstützen. Also: Der eine scheint wie der andere zu sein.

 
Die Interessen des Vatikan dabei sind, den slawischen Völkern das "Petrusamt" zu schenken, also sich dem Papst zu unterwerfen bzw. unterzuordnen. In diesem Sinne versuchte einst auch Karl der "Große", Europa zu vereinen. Wer nicht katholisch werden wollte, wurde damals bekriegt bzw. ermordet. Nach dem "heiligen" Katholiken Karl dem "Großen" ist der alljährlich von der Stadt Aachen verliehene Karlspreis benannt, den 2014 der Präsident des Europäischen Rats und überzeugte Katholik Herman van Rompuy erhielt, ein massiver Unterstützer der "Annäherung" der ehemaligen Sowjetrepubliken Ukraine, Georgien und Moldau an die EU und die NATO. (theologen.wordpress.com)

 



18.7. / 29.7.20
14 / 31.5.2015 - Die Politiker entlarven sich: Zweierlei Maß bei unschuldigen Opfern in Gaza und beim Flugzeugabsturz / Evangelisch-lutherischer Pfarrer von Kiew schürt die Eskalation / Pastor Turtschinow fordert High-Tech-Waffen aus dem Westen / Krieg mit Berufung auf die Bibel - Wer auch immer die Passagiermaschine über der Ukraine sehr wahrscheinlich versehentlich abgeschossen hat und eine weitere grausame Tragödie hauptsächlich zu verantworten hat, eines ist sicher: Ein Krieg, der von der evangelisch-lutherischen Kirche ständig als "letztes Mittel" gerechtfertigt wird, trifft immer auch Unbeteiligte und schafft neues unermessliches Leid. Wer die Militäreinsätze befürwortet, sich dabei jedoch nur über das Leid empört und entsetzt zeigt, das vermeintlich der Kriegsgegner verursacht, während das von der eigenen Partei verursachte Leid mitsamt den so genannten "Kollateralschäden" herunter gespielt werden, ist heuchlerisch.

Tragödien als nachträglich Instrumente für Machtpolitik

Wer hat mit der Gewalt in der Ukraine begonnen? Unklarheiten bei Aufklärung

Die USA ließen ein iranisches Passagierflugzeug abschießen. Ehrung für die Täter trotz 290 unschuldigen Todesopfern, darunter auch Kindern

Deutschland ließ bis 134 afghanische Zivilisten zu Tode bomben - Der verantwortliche Oberst wurde zum General befördert

500 Jahre im Brudermord "geübte" Lutheraner

Der Gott Martin Luthers: Den "Himmel" angeblich mit Blutvergießen verdienen

Wie Protestanten die Hemmschwelle für einen Atomkrieg senken

Tragödien als nachträgliche Instrumente für Machtpolitik

Während die Lage von unbeteiligten Zivilisten im eingekesselten Gaza zuletzt immer leidvoller wurde, beschäftigten sich Politiker und einflussreiche Meinungsführer aus EU und USA vor allem mit Schuldzuweisungen im Zusammenhang des Flugzeugabsturzes in der Ukraine. Parallel dazu verschärften sie Attacken und forderten teils hasserfüllt neue Sanktionen gegenüber Russland und damit eine Ausweitung des immer heftigeren Wirtschaftskrieges des Westens gegen den Osten, der auch die Gefahr beinhaltet, dass führende Politiker auf östlicher Seite eines Tages die Nerven verlieren und die Eskalation noch weiter voran treiben.

Wenig hört man von den westlichen Politikern und Meinungsführern über die fortgesetzte Tötung von Zivilisten und Kindern in Gaza - obwohl dort die Angriffe weiter fortgesetzt wurden, während es durch die Beschuldigten in der Ost-Ukraine keine weiteren versehentlichen Attacken auf Unschuldige gab, wenn sie denn tatsächlich die Verantwortlichen sind, was man aber in unserer vielfach manipulierten Mediengesellschaft gar nicht sicher sagen kann. Gleichzeitig wird in westlichen Medien das Feindbild "Separatist" weiter ausgebaut.
 

Medienmanipulationen im Dienste des westliches Feindbilds "pro-russischer Separatist"

Mit vielen Manipulationen versuchen westliche Medien, in den Köpfen der Bürger das Feindbild "Pro-russischer Separatist" zu verankern. Ein Beispiel dazu nennt der Buchautor Mathias Bröckers:
"Zynisch ... ist es, wenn weltweit dieses Foto dieses Mannes durch die Medien geht, der auf dem Trümmerfeld der MH-17 [Name des Flugzeugs] einen Plüschhasen hochhält, mit Kommentaren über diese barbarischen leichenschändenden ´Separatisten` und unterschlagen wird, dass dieser Mann, wie auf dem Video zu sehen ist, den Hasen zurücklegt, seine Mütze abnimmt und sich sichtlich betroffen bekreuzigt." (Frankfurter Rundschau, 28.8.2014)
Der Aufbau von Feindbildern und die Manipulation mit Unwahrheiten und falschen Eindrucksvermittlungen ist jedoch nicht im Geringsten christlich, sondern diabolisch, was bedeutet, alles wird durcheinander gebracht.

Bei der unerbittlichen Auseinandersetzung West gegen Ost, die seit Monaten tobt, werden immer mehr Vorgänge jeweils für die eigene Partei instrumentalisiert. Schuld an dem Grauen im Gaza sei laut der Regierung Israels wie immer "nur die Hamas", während in der Ukraine laut den westlichen Meinungsführern für alles Leid und alle Opfer "nur Putin und die Separatisten" Schuld seien. Die ukrainische Übergangsregierung "nützte" die aufgeheizte Stimmung gegen die "Separatisten" und gegen Russlands Regierung auch insofern militärisch aus, als dann mitten hinein in die gegenseitigen Schuldzuweisungen mit dem "Sturm auf Donezk" (bild.de, 21.7.2014), begonnen wurde. Und während z. B. am 21.7.2014 in Gaza ein Krankenhaus unter Feuer genommen wurde, verurteilten westliche Meinungsführer die "Separatisten" mit Vehemenz dafür, dass sie die Leichen in der Ost-Ukraine nicht nach westlichen Technik-Standards kühlen, ja überhaupt über keine westlichen Standards zur "Absicherung" von solchen "Unglücksstellen" verfügen.
Krass wird so gegen die Lehre von Jesus verstoßen, der immer mahnte, zuerst den "Balken im eigenen Auge" zu entfernen, damit man klarer sieht, wie groß dann der "Splitter im Auge des Kontrahenten" wirklich ist.

Die Geschichte zeigt dabei: Mit einseitigen Schuldzuweisungen bei gleichzeitiger Arroganz wurden seit Jahrhunderten immer alle Kriege vorbereitet. Jesus, der Christus, jedoch sprach: "Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, deinen eigenen Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?" (Matthäusevangelium 7, 13)
Für die den Institutionen Kirche angehörigen Politiker sind damit jedoch nicht sie selbst gemeint, sondern im Konfliktfall immer die Gegner. Damit entlarven sie sich jedoch. Denn wer denkt, so habe Jesus zu den damaligen Zeitgenossen gesprochen, und heute würde Er vielleicht zu den "Russen" so sprechen aber nicht zu einem selbst, der verwirft Seine Botschaft, weil sie ja praktisch nur für andere gesprochen sei. Er erklärt sich auch damit zu einem Gegner der Botschaft von Jesus, eben nach dem Motto: "Ich bin damit doch nicht gemeint", nur die tröstenden Worte seien für mich, die Wehe-Rufe betreffen immer meine Gegner.


Zu den genannten Opfern hinzu kommen täglich ca. 17.000 Kinder und 20.000 Erwachsene, die an Hunger oder den Folgen von Unterernährung sterben und viele, viele Getötete mehr in vielen Ländern. Man kommt mit dem Zählen gar nicht mehr nach, wohin die grausame Reise für immer mehr schon junge Erdenbürger geht. Siehe auch theologe.de.
Die Politiker des kirchlichen Abendlandes konzentrieren sich aber vor allem auf ihre Attacken und Sanktionsverschärfungen gegenüber der Regierung Russlands, wofür man dann auch die Opfer der Flugzeugtragödie nachträglich zu Instrumenten macht, sie letztlich
missbraucht, um die eigene Politik und die Tötungsmechanismen weiter verschärfen zu können anstatt die Verbündeten zum Waffenstillstand, zu sofortigen Verhandlungen und zu Kompromissen zu bewegen.

Dass hierbei zweierlei Maß angewendet wird, liegt einmal mehr auf der Hand.
Dabei fällt auch auf: "Ausgerechnet" als die Regierung Israels die besonders blutige Bodenoffensive in Gaza startete, passierte der Flugzeugabsturz in der Ukraine. So berichtete z. B. Bayern 5 am 20.7.2014, dass Bulldozer bombardierte Häuser ganz eingeebnet hatten, während Bewohner unter den Trümmern noch um ihr Leben kämpften. Was also war ein solches Leben wert? Was?
"Die Zahl der Toten steigt stündlich. Aus Gaza fliehen Tausende Menschen, auf den Straßen liegen zahlreiche Leichen", schreibt ntv.de am 20.7.2014. Einem späteren UN-Bericht zufolge wurden alleine 540 Kinder getötet, "371 von ihnen zwölf Jahre oder jünger" (ntv.de, 6.6.2015). Denn wohin die Menschen auch fliehen wollten, die Bomben konnten überall fallen. Und es gibt weder Vorwarnsirenen noch Schutzbunker noch militärische Schutzschilde noch Psychologen oder Therapeuten für die Krisenbewältigung, eben die "westlichen Standards", die auch dort fehlen. Die gibt es also weder in der Ost-Ukraine, der vom arroganten Westen fehlende Standards zur Tiefenkühlung von Leichen vorgeworfen wird noch im Gaza-Streifen. Die Fliehenden in Gaza wurden auch nicht mehr aus dem Bombenkessel heraus gelassen.
Dennoch rückte das Geschehen im Nahen Osten, das sonst im Vordergrund gestanden hätte, für die Medien aufgrund der Geschehnisse in der Ukraine plötzlich deutlich in den Hintergrund. Und kein oder kaum ein Wort von den Politikern zu dieser Eskalation, während man sich wie immer rechthaberisch am Ukraine-Konflikt festbiss. Weil es eben so den eigenen Interessen entsprach. Auch das gehört zum zweierlei Maß.

Wer hat mit der Gewalt in der Ukraine begonnen? Was besagen "Beweise"? Die Frage nach der Schuld für den Flugzeugabschuss

Nachgewiesenermaßen begann die Gewalt in der Ukraine mit dem von den europäischen Ländern und vor allem der USA mit vorbereiteten und unterstützten Maidan-Putsch, anstatt dass die Gegner der damaligen Regierung sich bis zu den nächsten demokratischen Wahlen, die für 2015 geplant waren, geduldet hätten und im Vorfeld versucht hätten, mit der Überzeugungskraft ihrer Ideen einen Machtwechsel im Land demokratisch einzuleiten. So aber wurde ein verfassungswidriger Umsturz durchgeführt, der Nachbar Russland bei den nächsten Weichenstellungen dreist ausgebootet und das Land praktisch über Nacht aus der Kooperation mit Russland heraus gerissen und nach den Vorstellungen der USA, der EU und ukrainischer Nationalisten umgestülpt, obwohl ein großer Teil der Bevölkerung nicht damit einverstanden war bzw. ist. Das bedeutete aus Sicht der Regierung Russlands, dass der Westen nun endgültig die "rote Linie" überschritten hatte, nachdem als bescheidene Gegenleistung zur deutschen Wiedervereinigung noch versprochen wurde, die Interessen Russlands in der ehemaligen Sowjetunion zu respektieren und nicht gegen den Willen Russlands militärisch in Richtung Osten vorzudringen. Auf der anderen Seite zog sich die Armee der Sowjetunion 1990 komplett und ohne anderweitige Gegenleistung aus Deutschland zurück. Nach dem verfassungswidrigen pro-westlichen Umsturz in der Ukraine hielt sich dann auch die Regierung Russlands nicht mehr an den bisherigen Status Quo.

Wir sind keine politischen Ratgeber, aber die Fähigkeit abzuwägen, sollte auch in diesem Bereich gelten. Nachdem aber 2014 in der Ukraine die Geister des Terrors und der Gewalt, "westlich legitimiert", einmal entfesselt waren, trifft es seither immer mehr Unbeteiligte. So ist eben das kirchlich befürwortete "letzte Mittel", mit dem die scheinchristlichen Institutionen Jesus von Nazareth verhöhnen, indem sie in Seinem Namen auftreten, obwohl Jesus Pazifist ist. Krieg ist im Gegensatz zu Christus immer so wie er ist und wie er sich leidvoll auch in der Ost-Ukraine zeigt. So eben ist dieses "letzte" "Kirchenmittel". Es war noch nie anders.

Sicher ist dabei
: Bei einem Waffenstillstand und Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien in der Ukraine anstatt des von der pro-amerikanischen Übergangsregierung in Kiew ausgerufenen "Vernichtungs"-Krieges gegen die so genannten "Terroristen" aus den ostukrainischen Gebieten um Donezk und Lugansk wäre der Abschuss des Passagierflugzeuges nicht erfolgt.
Sicher ist jedoch, dass einen Tag vor dem am 17.7.2014 erfolgten schrecklichen Abschuss die Regierung der Ukraine den Krieg massiv verschärft hatte und Präsident Poroschenko die totale Vernichtung der Gegner angekündigt hatte ("Aufständische werden mit Hunderten Leben bezahlen für jedes Leben von den Soldaten in unseren Diensten"). Und dafür war - unabhängig von der Frage, wer geschossen hat - eine für die Ukraine-Regierung "günstige" und gegen die Russland-Regierung eingestimmte oder gar aufgebrachte Stimmung in der Weltpresse ein wesentlicher Kriegsvorteil. Genau Letzteres ist dann nach dem Abschuss erfolgt. Der nicht wirklich eindeutig geklärte Abschuss führte unmittelbar zu massiven Beschimpfungen der russischen Regierung und einer massiven Verschärfung der westlichen Konfrontation gegenüber Russland.
Und sicher ist auch, "dass der Luftraum über der Ostukraine über 9750 Meter Flughöhe von den ukrainischen Behörden für den internationalen Flugverkehr noch freigegeben war, selbst als schon Separatisten ein ukrainisches Militärflugzeug abgeschossen hatten". (welt.de, 18.7.2014)

Weiterhin kann man einigen Medienberichten trotz einer gewissen Wahrscheinlichkeit, dass offenbar die so genannten Separatisten das Flugzeug versehentlich abgeschossen haben, noch sehr viel mehr Merkwürdigkeiten entnehmen. Und immer wenn eine der Konfliktparteien z. B. "Beweise" vorlegt, so muss man leider auch fragen: Was sind in Zeiten immer skrupelloserer Manipulations-Techniken "Beweise", und wer "beweist" die Echtheit vorgelegter Dokumente? So musste die Spiegel-Online-Redaktion 2015 zugeben, dass man voreilig von Beweisen gefälschter Fotos durch die Russen sprach. Doch: "Nach den ersten Meldungen führten wir ein Interview mit dem Bildforensiker Jens Kriese, der den Bellingcat-Bericht [der angeblich Photoshop-Manipulationen Russlands bewies] kritisierte und zu dem Ergebnis kam: Die Analyse der Satellitenbilder lässt nicht den Schluss zu, dass Moskau lügt." (4.6.2015)
Und wer kann schon sagen, was alles manipuliert ist und was nicht. Im Krieg manipulieren meistens beide Seiten. Sicher ist also weiterhin nur, dass der Flugzeugabschuss unmittelbarer nach dem Beginn der angekündigten "Vernichtungs"-Offensive der Ukraine-Regierung erfolgte, dem "Sturm auf Donezk".

Aktualisierung [19.6.2019] - Weniger verwunderlich ist dann auch, dass die Staatsanwaltschaft in dem NATO-Land Niederlande 2019 Mordanklage gegen einen Ost-Ukrainer und drei Russen erhoben hat, denen vorgeworfen wird, dass sie den Abschuss der Passagiermaschine zu verantworten haben, während Russland umgekehrt behauptet, dass die Maschine von der West-Ukraine aus beschossen worden sein müsse ("Russland widerlegt Schuldzuweisung im MH-17-Fall" - deutsch.rt.com, 2022 nicht mehr in Deutschland zu empfangen). Wem also soll man glauben? Bei der ursprünglichen "Untersuchungskommission" waren Medienberichten zufolge zwar auch Vertreter der Ukraine-Regierung beteiligt, Vertreter Russlands wurden jedoch abgelehnt, und auch Vertreter Malaysias (das Flugzeug flog für die malaysische Fluggesellschaft) wurden anfangs vier Monate lang ausgeschlossen. Und es ist nicht schwer zu erraten, dass es von vorne herein Interessen für eine bestimmte Schuldzuordnung gab und bis heute gibt. Hinzu kamen im Westen Medienmanipulationen in Richtung des Feindbildes "Prorussicher Separatist". Alles das lässt zumindest Zweifel aufkommen, ob in den Niederlanden wirklich die Schuldigen oder die Hauptschuldigen angeklagt werden, wenn auch einiges dafür spricht. Es findet unabhängig von dieser Frage, die kein Unbeteiligter beantworten kann, auf jeden Fall ein politisches Tauziehen statt, das ganz im Sinne der neuen im mehr kriegerische Züge annehmenden West-Ost-Konfrontation ist. Und in diesem Kontext wird auch der Prozess von Anfang an auch als politischer Prozess von den westlichen Medien aufgegriffen. Sicher ist also weiterhin, dass die Tragödie instrumentalisiert wird, um bei den Bürgern in den westlichen Ländern Emotionen für die westliche Position zu schüren - wie gesagt: unabhängig davon, was damals wirklich geschah und wo der Normalbürger einzig auf Medieninformationen angewiesen ist.

Gerade bei dem Stichwort "Beweise" sei auch noch an die "eindeutigen Beweise" erinnert, die der USA-Geheimdienst 2003 präsentierte, um einen Vorwand für den Krieg gegen den Irak zu haben. Die "Beweise" waren, wie sich später heraus stellte, Geheimdienst-Manipulationen, doch für die Legitimation des Krieges hatten sie ihren "Zweck" erfüllt. "Wo sind diese Beweise?" so klagt auch ein Regierungsvertreter Russlands am 24.7.2014, nachdem die Behauptung der Regierung der USA, "Beweise" zu haben, bereits seit einer Woche weltweite weitere Aggressionen gegen Russland ausgelöst haben.
Und dass auf dem Maidan-Platz im Februar 2014 in Kiew die Hälse von Demonstranten vom Dach eines Hauses durchschossen wurden, das von der damaligen Opposition und heutigen Regierung kontrolliert wurde, wurde bis heute nicht aufgeklärt, sondern ausgesessen.
Doch eines ist auch klar: Bei andauernden solchen Konfrontationen droht die Gefahr, dass immer mehr Hemmschwellen sinken und dann tatsächlich etwas eintritt, was man zuvor lange Zeit vielleicht nur unterstellt hat.
Damit aber genug: Wir werten hier nicht die unterschiedlichen Vermutungen aus, sondern gehen nur von den sicheren Fakten aus. Wer möchte, kann ja selbst die unterschiedlichen Sichtweisen und vielen Merkwürdigkeiten im Internet weiter recherchieren. Wir spekulieren hier nicht mit. Uns geht es dabei um die Entlarvung des Missbrauchs von Christus und um die Entlarvung der Doppelzüngigkeit von Politikern, die sich "christlich" nennen, aber nicht christlich sind.

Die USA ließen ein iranisches Passagierflugzeug abschießen. Ehrung für die Täter trotz 290 unschuldigen Todesopfern, darunter auch Kindern

Hierzu noch einige Gedanken zur Doppelzüngigkeit:
Trotz der also noch völlig unklaren Situation bei dem Flugzeugabsturz sprach der protestantische US-Senator und Ex-Präsidentschaftskandidat John McCain einem Tag nach dem Absturz des Flugzeugs sofort von einem "Wendepunkt" im Krieg mit "schrecklichen Konsequenzen" für den Fall eines Abschusses. Hat er hier womöglich bereits Informationen über weiter gehende kriegsstrategische Pläne in der Hinterhand? Und der Protestant Barack Obama beklagte sofort den "Skandal unsäglichen Ausmaßes". Ausgerechnet, könnte man sagen.
Denn wie war das, als die US
-Marine im Jahr 1988 ein iranisches Passagierflugzeug über dem Persischen Golf abgeschossen hatte, den Flug 655 der Iran Air? Alle 290 Insassen einschließlich Kindern kamen über "iranischem Hoheitsgebiet" ums Leben, ohne dass dies für die USA irgendwelche negativen Konsequenzen hatte, mit Ausnahme einer freiwilligen Entschädigung pro Opfer, die man bereit war zu bezahlen. Die US-Marines hatten das Flugzeug mit persischen Zivilisten versehentlich als angreifendes Kriegsflugzeug eingeordnet. Und der evangelische US-Präsident George Bush lehnte sogar eine Entschuldigung bei den Opfern und ihren Angehörigen oder bei der Regierung Irans ausdrücklich ab. Die verantwortlichen Soldaten wurden für den versehentlichen Massenmord darüber hinaus sogar mit Orden geehrt, da die Möglichkeit bestanden haben könnte, dass es tatsächlich ein "feindliches" Militärflugzeug hätte gewesen sein können, das US-Amerikaner hätte töten können - de.wikipedia.org. Hier also militärische Ehrung für einen versehentlichen Abschuss mit dem Tod von 290 Unschuldigen, weil die Täter glaubten, es wäre ein "Feind". Das hätten aber die Separatisten wohl auch geglaubt, wenn sie es denn waren, die auf das Passagierflugzeug in der Ukraine geschossen haben. Denn es war und ist Krieg. So ist es eben immer, das evangelische und katholische "letzte Mittel", das Jesus von Nazareth nie gelehrt hat. Deswegen mag ein Krieg "evangelisch" oder "katholisch" sein oder evangelisch oder katholisch legitimiert, aber er ist niemals "christlich".
Und zur Politik von Ego-Gewalt-Mächten gehört immer auch zweierlei Maß. Was man sich selbst zugesteht und wofür man sogar Orden verteilt, dafür will man den politischen Gegner "schrecklich" bestrafen. Das Schwarz-Weiß-Denken gehörte schon immer zu den grausamen Ego-Machtkämpfen in dieser Welt, mit der Folge, dass sich vielfach das stärkste Ego durchsetzte bis nach dem Hochmut der Fall folgte. So ist das eben. Und dafür missbraucht man auch noch den guten Namen des Friedenslehrers Jesus von Nazareth. Wer hier also entsprechend Partei ergreift, der soll sich zumindest von Christus distanzieren.

Deutschland ließ 134 afghanische Zivilisten zu Tode bomben - Der verantwortliche Oberst wurde zum General befördert

Dies gilt auch für die Politiker Deutschlands: Die Bundeswehr ließ in Afghanistan in der Nähe von Kunduz im Jahr 2009 ca. 200 afghanische Zivilisten von der Luft aus bombardieren und viele von ihnen in Stücke reißen. 134 Tote waren es, so die spätere Opfer-"Bilanz". Auch ein Versehen, teils jedoch auch einkalkuliert, da der verantwortliche Oberst vor einem möglichen Irrtum und vor der grausamen Bombardierung der Menschen eindringlich gewarnt worden war - anders als die ostukrainischen so genannten "Separatisten", die womöglich ukrainische Soldaten in dem Flugzeug vermutet hatten, wenn sie es wirklich waren, die geschossen haben. In diesem Fall forderte der Außenminister Deutschlands, der evangelische Frank-Walter Steinmeier: "Die Täter und ihre Hintermänner dürfen nicht davon kommen." (ntv.de, 20.7.2014)
Wenn er das so sagt und an bestimmte Strafen denkt, dann allerdings auch die Rückfrage: Wie war das dann 2009? "Es seien unnötig Menschen ums Leben gekommen, weil die sonst üblichen Warnüberflüge nicht erfolgt waren", so z. B. der Bericht von Amnesty International für den von der Bundeswehr befohlenen Angriff (lt. Wikipedia). Und mehr noch: "Die Untersuchung lege nahe (suggests), dass bei dem Vorfall Kriegsrecht verletzt wurde." Doch alle Schuldigen an dem Bombenmassaker bei Kunduz sind nicht nur ohne jede Rüge "davon gekommen". "Der Fliegerleitfeldwebel wurde turnusgemäß zum Hauptfeldwebel befördert" (Wikipedia). Und der hauptverantwortliche Oberst wurde nicht lange danach sogar zum General befördert. Lediglich die Angehörigen von 91 Opfern bekamen von der Bundeswehr je 5.000 Euro "ohne Anerkennung einer Schuld". 2013 scheiterte dann eine Klage von Opferanwälten gegen die Bundesrepublik Deutschland. "Am 11. Dezember 2013 wurde die Klage abgewiesen, da nach Ansicht der [deutschen] Richter keine schuldhafte Pflichtverletzung vorliege, aus der sich eine Staatshaftung der Bundesrepublik Deutschland ergeben könnte."
"Die Täter und ihre Hintermänner dürfen nicht davonkommen", so also Bundesaußenminister Steinmeier. Aber nicht in Afghanistan, wo es einen deutschen Täter gab, sondern in der Ukraine bzw. in Russland, und vermutlich auch nur deswegen, weil vermutet wird, sie der gegnerischen Seite zurechnen zu können. Auch die Täter des Abschusses der iranischen Passagiermaschine durch die USA sind nicht gemeint auch auch nicht die Täter beim versehentlichen Abschuss eines russischen Passagierflugzeuges über dem Schwarzen Meer durch das ukrainische Militär im Jahr 2001. 79 unschuldige russische Bürger kamen damals ums Leben, und die Regierung der Ukraine leugnete sehr lange ihre Verantwortung.
So wird immer wieder das Gegenteil von dem praktiziert, was Jesus lehrte, nämlich zuerst den Balken im eigenen Auge zu entfernen, bevor man sich mit der Last und Schuld des Nachbarn bzw. Gegners beschäftigt. Zweierlei Maß eben, je nach Interessenlage. Und eine weitere Frage: Zweierlei Maß auch, je nach Nationalität der Opfer? Natürlich nicht "offiziell", aber was geschieht praktisch? Auf der einen Seite waren die Opfer Iraner, Afghanen, Russen, Palästinenser ... Und auf der anderen Seite ...

500 Jahre im Brudermord "geübte" Lutheraner - Bundesverdienstkreuz für Pfarrer, der mit einseitigen Aggressionen eskalierte

Letztlich sind das Maß, das man anlegt, die eigenen Interessen. So gehört etwa die katholische Kirche in der Ukraine von Anfang an zu den Drahtziehern der Auseinandersetzungen, indem beispielsweise deren Vertreter das Eingreifen (!) der USA in ihrem Land gefordert hatten und indem die Aufständischen in Kiew von Anfang an kirchlich verpflegt und medizinisch versorgt worden sind (siehe dazu mehrere Meldungen oben). Mit der Aufforderung zum Eingreifen der USA ist damit eine der grauen Eminenzen im Hintergrund dieses Krieges bereits gefunden.
Und von Anfang des Aufstands an ergriffen auch
die "kriegserfahrenen" Lutheraner Partei für Julia Timoschenko und die Maidan-Aufständischen und deren Ideen. Und auch aus dieser Kirche erfolgte jetzt eine weitere Eskalation gegenüber der Regierung Russlands:
"Welch ein Verbrecher", so der von der deutschen EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) finanzierte Pastor der evangelischen deutschen evangelischen Gemeinde in Kiew, Ralf Haska, unmittelbar nach dem Flugzeugabschuss über den russischen Präsidenten, womit er unmissverständlich zum Ausdruck bringt, wem er als Repräsentant der Kirche sofort die "Schuld" gibt (focus.de, 18.7.2014) - bevor überhaupt Untersuchungen stattgefunden haben. Schon vor mehr als zwei Monaten ereiferte sich der lutherische Würdenträger öffentlich, der Regierung Russlands die Alleinschuld an den Konflikten zwischen West- und Ost-Ukraine zu geben. Nun wiederholte und verschärfte der Repräsentant der evangelisch-lutherischen Kirche in der Ukraine die Anschuldigungen gegenüber der Regierung Russlands, während er die Kriegführung und den Brudermord der anderen Seite offenbar legitimiert.
Solche Eskalations-Szenarien beinhalten auch die Gefahr, dass immer mehr Sicherungen durchbrennen und beispielsweise falsch Beschuldigte die Nerven verlieren und dann tatsächlich zu Massiv-Schuldigen werden. Pfarrer Ralf Haska wurde bald von seinesgleichen belohnt. Am 15.11.2019 erhält er vom evangelischen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (der als früherer deutscher Außenminister die Chance einer Regierung der nationalen Einheit in der Ukraine vertan hat, was das Land in den Krieg trieb) das Bundesverdienstkreuz für sein Engagement in der Ukraine, insbesondere, da er sich im Dezember 2013 im Luther-Talar vor Polizisten im Kampfmontur gestellt hatte, um deren Einsatz gegen Demonstranten zu verhindern. Wie alle Lutheraner ist er für den Krieg mit den üblichen scheinheiligen Worten wie in diesem Fall: "Unter bestimmten Umständen müssen Freiheit und Frieden mit Waffengewalt verteidigt werden." Und: "Ich halte es für sehr wichtig, dass es Leuchttürme … gibt, Menschen, die Friedfertigkeit von Grund auf gelebt haben. Aber manchmal ist es leider so, dass man sich gegen Tyrannen und Boshaftigkeit dieser Welt verteidigen muss" (zit. nach focus.de, 12.11.2019), und mit seinen "Verbrecher"-Äußerungen gegen den russischen Präsidenten Putin hat er es ja auch veranschaulicht, was ihn beschäftigt.

Die Lutheraner jedenfalls mischen seit nahezu 500 Jahren bei den Kriegen mit. Pfarrer Haska verließ nach eigenen Angaben eigens vorzeitig ein großes Pfarrer-Treffen in Deutschland, um dafür in der Ukraine für einen Einsatz als "Seelsorger" für die Familienangehörigen von Opfern zur Verfügung zu stehen - für deren Tod er aus seiner Parteilichkeit heraus sogleich den besagten russischen "Verbrecher"-Präsidenten verantwortlich macht, da dieser seiner Überzeugung nach für die Aufrüstung der "Separatisten" verantwortlich sei. Daraus erfolgt dann sein pastorales Urteil, dass es ein "Krimineller" sei. Doch wer rüstet die von dem Pfarrer favorisierte Kriegspartei auf, und wer hat mit dem gegenseitigen Töten begonnen? Dass der beschuldigte Präsident - selbst wenn die Anschuldigungen des Pfarrers stimmen sollten - auch ständig zur "Waffenruhe" zwischen beiden Parteien aufrief, wird in diesem Zusammenhang nicht erwähnt. Es wird einfach die Kriegsstimmung eskaliert, auch, indem man einfach ein paar Fakten ausblendet. Dieses Prinzip zieht sich durch die gesamte Kriegsgeschichte der letzten Jahrhunderte. Es ist eine teuflische Fähigkeit, welche vor allem die evangelischen Pfarrer in den Kriegen des 19. Jahrhunderts und den beiden Weltkriegen fast zur Perfektion trieben.
 
Vor allem in den überwiegend protestantischen Niederlanden instrumentalisieren die Massenmedien das schwere Leid der Opfer-Angehörigen und lenken Aggressionen und Hass eskalierend auf die vermeintlich Verantwortlichen: "Mörder" steht riesengroß über dem übergroßen Foto ostukrainischer Kämpfer bzw. Wachleute auf der Titelseite von De Telegraaf. "Wenn meine Tochter in dem Flugzeug gesessen hätte, würde ich die Tochter von Putin überfahren", so ein hasserfüllter niederländischer Künstler (spiegel.de, 24.7.2014), also das Prinzip der von Priestern gefälschten Mosebücher der Bibel: "Auge um Auge, Leiche um Leiche". "Europas 9/11" will gar eine Zeitung festgestellt wissen. Nach dem "9/11" der USA, dem Anschlag auf das World Trade Center am 11.9.2001, begann sogleich der Afghanistan-Krieg. Die Hintergründe des Anschlages und mögliche Verwicklungen anderer Kräfte wurden jedoch nie zweifelsfrei und vollständig geklärt.
Und der evangelisch-freikirchliche Pastor und Ex-Übergangspräsident der Ukraine, Turtschinow forderte nun Waffenhilfe des Westens für die Ukraine, und zwar High-Tech-Waffen, um den Krieg gegen die Unabhängigkeits-Kämpfer im Osten, die man als "Terroristen" bezeichnet, schneller gewinnen zu können. Diese bekämen ja ihre Waffen aus russischen Quellen. Wohin die gegenseitigen Waffenlieferungen führen, siehe Syrien. Dabei wäre die Alternative zunächst einmal einfach: Reden statt töten. Wenn man will. Und jeder, der das nicht will, trägt eine Hauptschuld, wenn auch Unschuldige getroffen werden und unsägliches neues Leid dadurch hervor gerufen wird, und wenn auch Beteiligte, die vielleicht lange eine gewissen Besonnenheit zeigten, schließlich zur massiven Eskalation beitragen.
Für uns gilt deswegen: Keine Waffenexporte im Namen von Christus. Und wenn Pfarrer Turtschinow westliche High-Tech-Waffen will, um den Krieg effektiver führen zu können, um also Kriegsgegner schneller töten zu können, dann soll er sich zuerst einmal von Christus distanzieren, um Ihn nicht weiter zu verhöhnen. Doch es gilt auch hier: Kirchenmänner für den Krieg.

Inzwischen [2016] haben erbitterte Streitigkeiten und Machtkämpfe in der mit Millionen Euros aus Deutschland hoch gezogenen Deutschen Evangelisch-Lutherische Kirche in der Ukraine (DELKU) auch diese Kirche selbst völlig zerrüttet. Bischof Serge Maschewski führt seinen innerkirchlichen Kritikern zufolge ein diktatorisches Regiment mit "Alleinvertretungsanspruch eines Einzelnen, Drohung statt Diskurs, Abschottung nach außen" (Sonntagsblatt Nr. 29/2016), und in der Zeit seit dem Umsturz 2014 sind von den ursprünglich 31 Gemeinden nur noch 20 übrig.

Der Gott Martin Luthers: Den "Himmel" angeblich mit Blutvergießen verdienen

Zur Erinnerung über das lutherische Kriegstreiben gegen Russland: Der lutherische Militärseelsorger Pfarrer Dr. Dr. Adolf Schettler hetzte 1914 die Menschen und vor allem die Soldaten an der Front in einem Büchlein dazu auf, dass es jetzt Zeit sei, gnadenlos "Gottes Gericht" "über Russland" zu bringen. Doch wer gibt den Kirchenmännern damals und heute das Recht, den Brudermord der einen Partei als "letztes Mittel" zu rechtfertigen und Vertreter der anderen Partei als "Verbrecher" zu beschimpfen - wie auch immer die jeweiligen Umstände sind? Gott? Nie und nimmer. Wer aber dann?

Es ist letztlich der Götze Martin Luthers, auf dessen Reformationsjubiläum im Jahr 2017 sich die Lutherkirche damals zu bewegte, und der schon vor nahezu 500 Jahren den Soldaten der "richtigen" Seite zurief: "Solch wunderliche Zeiten sind jetzt, dass ein Fürst den Himmel eher mit Blutvergießen verdienen kann denn anders sonst mit Beten ... Steche, schlage, würge hier, wer da kann. Bleibst du darüber tot, wohl dir, einen seligeren Tod kannst du nimmermehr erlangen. Denn du stirbst im Gehorsam gegenüber dem göttlichen Wort und Befehl." (Wider die stürmenden Bauern, Weimarer Ausgabe der Lutherschriften (= WA) 18,  S. 357 - 361)
Damals ging es um den Brudermord an um ihre Rechte kämpfenden Bauern, heute geht es in der Ukraine gegen so genannte "Separatisten" und ihre Unterstützer aus dem Nachbarland. Und "solch wunderliche Zeiten" hat es in den letzten 500 Jahren schon mehrfach gegeben. Das Ergebnis war immer eine Form der Hölle auf Erden. Das ist ein zentraler Teil des lutherischen Erbes, denn auch wenn man auf Erden die Hölle entfacht, so lautet die lutherische Lehre: "Der evangelische Glaube alleine genüge für das Seelenheil".
Der lutherische CDU-Bundestagsabgeordnete und Außenpolitiker Karl-Georg Ernst Gottlob Wellmann beschuldigte die "Separatisten" und damit indirekt die Regierung Russlands gar des "vorsätzlichen Massenmords", weil sie die Handy-App, die offenbar die Unterscheidung von zivilen und militärischen Maschinen am Himmel ermögliche, nicht genutzt hätten (focus.de, 23.7.2014), was zu Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland führen müsse.
Und es war der Lutheraner Wellmann, der den Separatisten wissentlich oder unwissentlich vorwarf, sie seien "irgendwelche Kriminelle", die "triumphierend" mit einem Teddy-Bären eines ums Leben gekommenen Kindes "poussiert" hätten (ARD; Anne Will, 23.7.2014). In Wirklichkeit zeigt das Video, wie der Soldat das Stofftier anschließend "zurücklegt, seine Mütze abnimmt und sich sichtlich betroffen bekreuzigt". Und dann wundert er sich im Mai 2015, dass er nicht nach Moskau einreisen darf.
Karl-Georg Ernst Gottlob Wellmann, gleichzeitig aktives Mitglied der evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Dahlem, hatte am 28.8.2013 im ARD-Morgenmagazin auch zu einem "Militärschlag" des Westens gegen die Regierung in Syrien ohne (!) UNO-Mandat aufgerufen. Frei nach dem Motto: "Krieg! Weil man halt so empört über den anderen ist ..."

Wie Protestanten die Hemmschwelle für einen Atomkrieg senken

Und steht nun in der Ukraine, nach der weiteren Eskalation nach dem Flugzeugabschuss, erneut eine "solch wunderliche Zeit" bevor, in der man laut Luther "den Himmel eher mit Blutvergießen verdienen kann denn anders sonst mit Beten"? Wie positioniert sich die lutherische Kirche vor ihrem Reformationsjubiläum? Ex-Bischöfin Margot Käßmann steht mit ihren dem Pazifismus nahen Positionen ziemlich alleine da und sollte sich nicht länger von der lutherischen Kirche als Feigenblatt missbrauchen lassen, hinter dem wie eh und je die Kriege "theologisch" vorbereitet werden und die Kirchenschafe entsprechend "präpariert" werden - wenn sie, also Margot Käßmann, es denn wirklich ernst meint und nicht ihre "Treue" zu ihrer kriegerischen Kirche höher stellt.
Und aus den USA senkte der US-amerikanische Präsidentenberater und evangelische Prediger Billy Graham die Hemmschwelle für einen endzeitlichen Krieg bereits mit den Worten: "Der Schrecken eines Atomkriegs geht - im Blick auf die Ewigkeit - vorüber. Der Zorn, der sich über alle ergießen wird, welche die angebotene Barmherzigkeit, Gnade und Erlösung in Christus ablehnen, ist viel schrecklicher" (Billy Graham, Geht unsere Welt ihrem Ende entgegen?, Neuhausen-Stuttgart 1993, S. 173). Mit anderen Worten: Die Ablehnung des kirchlichen Glaubens sei viel schlimmer als ein endzeitlicher Atomkrieg. Und solche Leute bestimmen die Weltpolitik.
 
Dazu wird seit Jahrhunderten die von Priestern und Theologen gefälschte Bibel herangezogen, wie unter anderem auch im Gaza-Krieg der Regierung Israels. So verkündete Israels Wirtschaftsminister Naftali Bennet, "beim Kampf ums Land geht es nicht mehr um strategische Vorteile, sondern um die Erfüllung einer biblischen Verheißung" (sueddeutsche.de, 21.7.2014). Die orthodoxen Juden sehen das aber völlig anders als der Minister. Das Land würde nicht durch brutale Kriege erobert und geschützt, sondern wenn eines Tages der "Messias" komme, der "Friedefürst", dann würde sich die Verheißung erfüllen. Damit folgen sie hier ihren Gottespropheten, und aus diesem Grund lehnen sie den Krieg ab.

Sicher ist dabei: Mit Christus hat keine der in den weltweiten Kriegen Brüder mordenden Parteien und der hinter ihnen stehenden Kirchen und Religionen etwas zu tun. Und die den Krieg führenden Politiker in Israel lehnen Seine Lehre ja auch ganz offiziell ab. Da weiß man dann zumindest, woran man ist, so wie auch Islamisten sich nicht zur Lehre von Jesus bekennen. Auch da weiß man dann auch, woran man ist.
Anders ist es im so genannten Christentum: Jesus, der Christus, wird dort von Politikern und Kirchenführern, die sich christlich nennen, missbraucht, indem man so tut, als würde man Ihm folgen, doch das Gegenteil tut und ebenfalls Kriege schürt und führt. Missbrauch, nichts als Missbrauch. Dabei verweigern die scheinchristlichen Politiker und Kirchenführer den Menschen weltweit auch die Bekanntgabe der wirklichen Lehre des Jesus von Nazareth, wie sie in der Bergpredigt zusammengefasst ist, die Zug um Zug den Frieden bringen würde. 
 



25.7. / 30.7.2014 - Ukraine: Der Krieg geht weiter. Wer hat Schuld? - An allen Opfern des Krieges in der Ukraine sei nur der jeweilige Gegner Schuld, so die Meinung der Politiker und der meisten Journalisten in den westlichen Ländern. Wohin eine solche Selbstgerechtigkeit führt und ob am Ende so "abgerechnet" wird, wie man glaubt, dass abgerechnet werden müsse, wird sich zeigen. 
Zu den politischen und wirtschaftlichen Hintergründen erscheint im September 2014 das Buch mit dem bezeichnenden Titel Wir sind die Guten von den Journalisten Mathias Broeckers und Paul Schreyer, westendverlag.de - Es ist ein Aspekt des sich weiter steigenden Hochmuts westlicher Regierungen, wie er schon seit einigen Jahren zu beobachten ist. Doch schon der gesunde Menschenverstand könnte einen lehren: An einem Konflikt ist nie nur einer schuld, und manchmal muss man gar nicht lange forschen, um große Anteile beider zu finden.
PS
: Immer mehr Länder und Regierungen lassen sich einseitig in die Konfrontation in der Ukraine hinein ziehen, weil die beiden Parteien der ehemaligen Sowjetunion bisher nicht in der Lage waren, vernünftig über den Status der Ostukraine zu verhandeln, ihre Rechnungen zu bezahlen und z. B. unter OSZE ("Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa")- oder UNO-Aufsicht den Willen der betroffenen Bevölkerung zu erfragen - z. B. "föderale Strukturen" innerhalb der Ukraine, vergleichbar der Struktur von "Bund und Ländern" in Deutschland, so wie es z. B. die Regierung Russlands lange Zeit immer wieder vorgeschlagen hatte. Auch ein "Referendum", wofür der geflohene ukrainische Präsident Janukowitsch für die Ost-Ukraine plädierte, wird von den westlichen Ländern kategorisch abgelehnt, obwohl sie sich "demokratisch" nennen, also vorgeben, dass der Wille der Bevölkerung für sie maßgeblich sei. Doch selbst eine demokratisch gewählte Regierung wurde von ihnen fallen gelassen und stattdessen eine Regierung an die Macht gebracht und gefördert, die nur von den pro-westlichen Aufständischen in der Hauptstadt Kiew "gewählt" wurde. Stattdessen wird im Namen der "Integrität" bestehender Grenzziehungen gebombt und das Leben von Menschen auf allen Seiten der Front nicht so wichtig erachtet wie die entsprechende politische Position.

Gegen den Krieg -
Eine Einwohnerin von Luhansk klagt

Eine engagierte Tierschützerin, die seit 42 Jahren in Luhansk in der Ostukraine wohnt, hat auf der Straße, in der sie wohnt, einige Fotos gemacht und auf ihrer Facebook-Seite neben anderen Fotos hochgeladen. Die Leichen von Bewohnern, die bei Angriffen der ukrainischen Armee getötet wurden, liegen dort auf dem Asphalt. Auf allen Fotos sieht man die Spuren der Angriffe, da sich die so genannten "Separatisten" in der Stadt verschanzt haben. Elena Schneider auf facebook.com

Sie klagt: "Europa schweigt, ganze Welt schweigt, und bei uns kommen die Kinder und die Frauen ums Leben ... Die Frauen begraben ihre Männer und ihre Kinder. Ich weiß nicht und möchte nicht sagen - wer ist schuldig, mir egal, aber muss endlich Frieden sein. Zivilmenschen sterben, die Kinder ... was kann schlimmer sein. Und Massenmedien schweigen. Nur die einfachen Leute können sagen und zeigen, was passiert im Ost der Ukraine. Und ganze Welt interessiert sich dafür überhaupt nicht."

In den deutschen Massenmedien muss man sehr lange suchen, um Meldungen wie nachfolgende bei ntv.de zu finden. Meist findet man nichts dergleichen:
"Auf der Fernstraße von Kiew nach Tschop etwa bildeten Frauen eine lange Schlange des Protests. In Sprechchören forderten sie, dass ihre Söhne nicht eingezogen werden. Als Schwerpunkte des Widerstands gelten die Regionen der ungarischen und rumänischen Minderheiten im Westen des Landes. Sogar in Galizien, das oft als Kernland des ukrainischen Nationalismus bezeichnet wird, werden Kasernen und Ämter blockiert ... Ein Teil der Soldaten weicht auf russisches Gebiet aus, um dem sicheren Tod zu entgehen. 54 Rückkehrern droht nun ein Prozess wegen Landesverrats. Mit patriotischen Spots und Berichten über feierliche Vereidigungen neuer Kämpfer in regierungstreuen Fernsehsendern versucht die Führung in Kiew, die Proteste klein zu halten. Kritischen Berichten wird kaum Raum geschenkt."
(ntv.de, 31.7.2014)

Für die Eskalation tragen dabei am meisten die Kirchenführer die Verantwortung, die alle Grauen in einem bewaffnete Konflikt sogar im Namen des Jesus, des Christus, erlauben, wenn sie dabei für eine Seite Partei ergreifen. Und sie lenken dann ihre "Kirchenschafe" entsprechend oder lassen sie bombend gewähren. Die Schritte zum Frieden, die Jesus, der Christus, gelehrt hat, verschweigen sie den Menschen oder verwerfen diese als "utopisch". Auch für diesen Verrat werden sie einst zur Rechenschaft gezogen.

Lesen Sie zur Warnung: Heute vor 100 Jahren - Der lange Weg in den 1. Weltkrieg bei sueddeutsche.de 

 



24.7. / 25.7. / 1.10.2014 - Ukraine-Krieg: Keine neuen Todesopfer wegen Spritmangels bei Panzern? / Missachtung von demokratischen Entscheidungen / Das Leben kommt von Gott, die Grenzziehungen vom Menschen. Welches ist der höhere Wert? - Während die EU und die USA mit neuen Sanktionen den Konflikt mit Russland auf eine neue Eskalationsstufe hoch schrauben, war die Regierung in Kiew kurzzeitig zurück getreten. Papstfreund und Übergangsregierungschef Jazenjuk: "Es gibt nichts, um den Polizisten, den Arzt, den Lehrer zu bezahlen, nichts um Waffen zu kaufen, nichts um den Panzerwagen zu betanken." (zit. nach mainpost.de, 24.7.2014)
Man stelle sich vor: Es werden keine neuen Todesopfer gemeldet, weil den Panzern der Sprit ausgegangen ist.
Vergeblich hoffte man nach dem Flugzeugabsturz und der sofortigen Schuldzuweisung an Russland auf "Soforthilfe" durch neue Waffen aus dem Westen. Jetzt will man zumindest alle "prorussischen" Kräfte in der Ukraine zurück drängen. Zu all´ dem hinzu wirft die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch der Armee der Übergangsregierung in Kiew auch noch Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung in der Millionenstadt Donezk vor: spiegel.de - jedoch auch die so genannten Separatisten werden beschuldigt. So ist das eben in einem Krieg. Man findet genügend Beweise für die Schuld beider Seiten.
Wie wäre es stattdessen, den Krieg zu beenden und die Bevölkerung in der Ostukraine in einer Volksbefragung unter neutraler Aufsicht der UNO oder OSZE (Organisation über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) über ihren politischen Status selbst entscheiden zu lassen? Eventuell mit mehr Rechten für die Regionen wie bisher, so wie es in Deutschland Bundesländer gibt, die vieles ohne die Bundesregierung entscheiden dürfen? In der Ukraine hatte die Maidan-Übergangsregierung aber einfach einen mit ihr verbündeten Gouverneur ernannt, der dort dann regieren darf. Nennt sich der Westen nicht "demokratisch"? Warum also Krieg statt ein gut vorbereitetes Referendum in der verfahrenen Situation?

Gott hat den Menschen das Leben gegeben, die Grenzen und Regierungsformen jedoch haben sich Menschen ausgedacht
. Doch der sündige Mensch betrachtet seine Grenzen - wie immer sie zustande gekommen sein mögen - als höchstes zu bewahrendes Gut, während er das Leben, das Gott geschenkt hat, im Brudermord und im Streit um Grenzen bedenkenlos tötet. Leben oder Grenzen und Regierungsformen - welches ist nun der höhere Wert?
Und für den, der nach den Gottesgeboten leben will, die Frage: Heißt das Gebot "Du sollst nicht töten"? Oder heißt es: "Du sollst bestehende Grenzen auch dann nicht in Frage stellen, wenn die Mehrheit der Bewohner es möchte? Und wer dieses Gebot nicht respektiert und die Grenzen ändert, den darfst du töten"?
Welches dieser beiden Gebote wird nun erfüllt? Damit wird ausdrücklich nicht gesagt, dass ein Verstoß gegen menschliche Grenzziehungen im Rahmen geltender Gesetze rechtmäßig sei. Sie sollten respektiert werden, denn hier gilt aus geistiger Sicht:
"Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist." Aber der Kaiser stellt sich - gleich, wie Konfliktparteien zu unterschiedlichen Grenzentscheidungen kommen - gegen Gott, wenn er von seinen ihm Hörigen das Töten verlangt.


Und während weiterhin Hunderte, ja Tausende von Menschenleben in den Ego-Macht-Kämpfen getötet werden (und es werden weltweit immer mehr), bewahrheitet sich auch das Wort des russischen Philosophen Leo Tolstoi: "Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt". Die pausenlose Barbarei an Millionen von unschuldigen schmerzempfindlichen Tieren durch Schlachthöfe, Tierversuche und grausame Jagd führt zu immer stärkeren Verrohung der Menschen, die dann irgendwann auch den Respekt vor dem Leben von Ihresgleichen verlieren.
 
So gilt für immer mehr Politiker: Zehn Menschenleben oder gar Hundert oder vielleicht irgendwann wieder ein paar Millionen wie in den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts werden eben in Kauf genommen. Im Krieg, dem kirchlichen "letzten Mittel" (sozusagen dem "äußersten Sakrament") müsse man eben viel töten, damit die Getöteten ihrerseits nicht mehr töten können oder eine Politik machen können, mit der man nicht einverstanden ist. Doch wer hat das gelehrt? Wer hat gelehrt, dass man so zum Frieden kommt? Wer?

So wird der Ego-Mensch zu seinem eigenen Richter und richtet an sich selbst auch das unermessliche Leid, das er über die anderen Lebewesen bringt. Und man stellt sich in diesen Kriegen auch offen gegen den großen Friedenslehrer Jesus, den Christus, auch wenn man als Ego-Krieger seine Gebetsmühlen noch so oft zu Ihm hin richtet. Wenn man keine Antworten hören will, sondern nur Bestätigungen für sein sündhaftes Leben, dann hört man auch die Antworten nicht. Aber die Bestätigungen, die man zu hören glaubt, kommen dann von ganz anderswoher.

Die Ukrainer und Russen nennen sich überwiegend "Christen", orthodoxe Christen, und in den USA und der EU wimmelt es nur so von Katholiken und Protestanten, die sich ebenfalls "Christen" nennen. Es ist kein einziger namhafter westlicher Politiker bekannt, der nicht Katholik oder Protestant wäre. Doch sofort Verhandeln statt Krieg kommt anscheinend keinem von ihnen in den Sinn. Nicht die Scheinchristen, sondern die "Kommunisten" wollen in der Ukraine einen sofortigen Waffenstillstand, womit sich die Scheinchristen als eben nur missbräuchlich "Christen" nennende Politiker erweisen. Zwar mischt sich in diesem Fall in die Forderung nach dem Schweigen der Waffen auch machtpolitisches Kalkül und es entspringt nicht oder nicht unbedingt der "Gottes- und Nächstenliebe", doch immerhin das Gebot "Du sollst nicht töten" wird eingehalten.

Doch so wie bereits beim Maidan-Putsch die Demokratie vom Tisch gewischt wurde, so soll jetzt im Umgang mit den "Kommunisten" die demokratische Willensbildung ein weiteres Stück beseitigt werden. Obwohl sie über 32 Sitze im Parlament verfügen, löste der evangelische Pfarrer und Parlamentspräsident Turtschinow ihre Fraktion auf und sprach ihnen per neuem gegen sie konstruiertem Gesetz viele ihrer demokratisch erworbenen Parlamentarier-Rechte ab. Darüber hinaus wird gar ein Verbot vorbereitet, damit sie bei den nächsten Wahlen gar nicht mehr gewählt werden dürfen. Der Grund: Weil sie den rechtsnationalen antirussischen und kriegerischen Kurs der Übergangs-Regierung nicht mitmachen wollen. Und in den westlichen Medien wurde parallel dazu weitgehend verschwiegen, wie viele Parlamentarier in Kiew den Kriegskurs der Übergangs-Junta und des Präsidenten ablehnen und stattdessen die "Separatisten" in der Ost-Ukraine unterstützen oder mit ihnen eine unblutige Einigung erzielen wollen.

Und noch ein drittes Mal "Demokratie": Die westlichen Länder, die sich "Demokratien" nennen, erkannten den Euro-Maidan-Aufstand in Kiew an, ein Sammelbecken regierungskritischer und regierungsfeindlicher Gruppierungen, obwohl damit eine demokratisch gewählte Regierung vertrieben wurde. Als dann nach einigen Monaten in den Regionen Donezk und Lugansk jeweils ein improvisiertes Volks-Referendum eine klare demokratische Mehrheit für eine Unabhängigkeit von der Ukraine erbrachte und selbst westliche Medien von einer Zustimmung in der Bevölkerung von ca. 2/3 ausgingen, erkannten die westlichen Länder diese Referenden jedoch nicht einmal ansatzweise an, ja, wischten sie hochmütig vom Tisch und nahmen sie nicht im Geringsten Ernst. Doch es war bei aller Improvisation und allen Ungenauigkeiten und möglichen Fälschungen immerhin eine Volksbefragung. Ob die Maidan-Aufständischen die Regierung stürzen durfte, darüber gab es keine Volksbefragung. Das wurde vom Westen einfach gefördert bzw. sogar angetrieben, weil es sich mit den eigenen Interessen deckte. Wie immer zweierlei Maß. Wie viel ist also das Prinzip der Demokratie wirklich noch wert?

Ziehen jetzt in Europa Verhältnisse ein, die an Lateinamerika in den letzten Jahrzehnten erinnern, mit Militär-Junten als Verbündete bzw. Vasallen der USA-Regierungen, während sich dann die westlichen Großkonzerne in dem Land ausbreiten konnten? Auch der Vatikan hatte sich immer mit rechtsradikalen Diktaturen verbündet und den Faschismus im 20. Jahrhundert nicht nur toleriert, sondern inspiriert und entsprechend in den Gesellschaften verankert, da er auch am besten zur katholischen Glaubenslehre passt. Und in Deutschland begann mit dem Verbot und der Verhaftung der Kommunisten 1933 eine zwölfjährige Zeit der rechtsradikalen Diktatur - auch in diesem Fall mit vollster Unterstützung der beiden Großkirchen. Doch Kirche und Christus sind Gegensätze - so wie es bereits seit den Anfängen war. Denn Jesus, der Christus, war und ist immer ein Mann für das Volk und war und ist nie ein Mann der Kirche, und Er ist niemals für einen Krieg oder eine so genannte "Verteidigung" mit Waffengewalt.
 



14.8.2014 -
Ukraine: Übergangs-Minister schicken auch "Neonazis" an die Front in die Ost-Ukraine / Die historischen Verbindungen von Katholizismus und Faschismus -
"Neonazis im Dienst der Regierung" schreibt focus.de am 14.8.2014. "Die historische Mission unserer Nation in diesem kritischen Moment ist, die weißen Rassen der Welt in einen finalen Kreuzzug für ihr Überleben zu führen", so der Chef des Bataillons Asov. "´Dass eine solche Miliz Unterstützung vom Staat und Präsenz in den Medien erhält, ist eine bedenkliche Erscheinung`, sagt Politikwissenschaftler Andreas Umland von der Universität Kiew."
 
 
Doch die Kooperation der pro-amerikanischen und pro-vatikanischen Kräfte mit Neo-Nazis und Faschisten ist nicht nur aus lateinamerikanischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts (wie Chile, Argentinien, Nicaragua, El Salvador) bekannt. Auch in Europa im 20. Jahrhundert war der Vatikan immer wieder mit Faschisten aufs Engste verbündet, sei es in Spanien, in Italien, in Kroatien, in der Slowakei, in Österreich oder in Hitler-Deutschland. Schon damals ging es gegen Russland, das damals kommunistisch regiert wurde.
 
 
Erinnert sei an den Hirtenbrief der Deutschen Bischofskonferenz aus dem Jahr 1937, in dem die Bischöfe ihre Unterstützung für die Franco-Diktatur in Spanien lautstark hinaus riefen:
"Geliebte Diözesanen! Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat den Anmarsch des Bolschewismus von weitem gesichtet und sein Sinnen und Sorgen darauf gerichtet, diese ungeheure Gefahr von unserem deutschen Volk und dem Abendland abzuwehren. Die deutschen Bischöfe halten es für ihre Pflicht, das Oberhaupt des Deutschen Reiches in diesem Abwehrkampf [in Wirklichkeit wurde in Spanien eine rechtmäßige Regierung von rechtsradikalen Militärs angegriffen] mit allen Mitteln zu unterstützen, die ihnen aus dem Heiligtum zur Verfügung stehen. So gewiss der bolschewistische Todfeind ... seine ersten Angriffe immer gegen die Diener der Heiligtümer des kirchlichen Lebens richtet, wie die Vorgänge in Spanien aufs neue beweisen ..., so gewiss ist die Mitarbeit an der Abwehr dieser satanischen Macht auch eine religiöse und kirchliche Zeitaufgabe geworden." (zit. nach Karlheinz Deschner, Die Politik der Päpste im 20. Jahrhundert, Band 1, S. 526)
 
Und eine Woche nach der Kriegserklärung Deutschlands an Russland im Jahr 1941 (der zweiten im 20. Jahrhundert nach der Kriegserklärung von 1914) kam es zu einer Hochstimmung im Vatikan: "Mitten im Dunkel des Gewitters", so Papst Pius XII., fehle es nicht "an Lichtblicken, die das Herz zu großen, heiligen Erwartungen erheben: Großmütige Tapferkeit zur Verteidigung der Grundlagen der christlichen Kultur und zuversichtliche Hoffnungen auf ihren Triumph". (zit. nach Deschner, Teil 2, S. 164)
Jeder, der das hörte, wusste genau, was mit diesen Metaphern gemeint war: der Kampf gegen den Kommunismus. Und genau dies ließ Pius XII. auch z. B. dem spanischen Botschafter mitteilen: "Pius XII. habe freundschaftliche Gefühle für das Reich. Er wünsche dem Führer nichts sehnlicher als einen Sieg über den Bolschewismus." (S. 167)
Und die Deutsche Bischofskonferenz legte 1942 nach mit den Worten: "Ein Sieg über den Bolschewismus wäre gleichbedeutend mit dem Triumph der Lehren Jesu über die der Ungläubigen." (zit. nach Karlheinz Deschner, Abermals krähte der Hahn, S. 647)
 
In den Jahren 2013 und 2014 stand die römisch-katholische Kirche dann von Anfang an auf der Seite der nationalistischen Kräfte der Ukraine und des Maidan-Aufstands, aus dem mehrere rechtsradikale Minister und andere hohe Entscheidungsträger hervor gegangen sind, die jetzt gegen die Unabhängigkeits- bzw. "Separatisten"-Bewegung der Ost-Ukraine, die von Russland unterstützt wird, Krieg führen - mit Unterstützung des Westens. Dabei verfolgt man die langfristige Strategie, den slawischen Völkern das "Petrusamt" zu "schenken". Bisher hat es schon über 2000 Tote gegeben.
 



18.8. / 9.9.2014 -
Warum wird der Krieg in der Ukraine nicht sofort gestoppt?  / Warum keine Föderalisierung? / Menschenleben zählen wenig, Tierleben fast gar nichts / Machthunger von Politikern und Töten als Sucht / Kirchenheiliger Augustinus als Kriegstreiber / Gegen die Elemente der Erde wird das Menschengeschlecht den Krieg verlieren - Warum wird der Krieg nicht gestoppt? Die so genannten "Separatisten" an der Grenze zu Russland wollen sich den pro-amerikanischen Maidan-Aufständischen in Kiew, die nach dem Umsturz seit Februar 2014 das Land regieren, nicht unterwerfen. Und sie wollen mehr Rechte bzw. Autonomie für die Regionen der Ostukraine, wobei es aufgrund des von der Übergangs-Zentral-Regierung ausgerufenen "Vernichtungs"-Krieges gegen die "Terroristen" fraglich ist, ob diese ihrerseits (noch) bereit sind, dies innerhalb des bisherigen Staatsgefüges zu tun.
Dabei ist die größere Autonomie bzw. Föderalisierung beispielsweise in Deutschland üblich. So werden wichtige Entscheidungen für Bayern z. B. nicht von einer Zentral-Regierung in Bonn oder Berlin getroffen, sondern es gibt auch eine Landesregierung in München, die über viele regionale Belange selbst entscheiden kann. Und so ist es auch mit anderen Bundesländern. Deshalb wird auch in Berlin kein Gouverneur für Bayern bestimmt, der das Land Bayern dann so regieren darf, wie es die Zentralmacht will, die unter Umständen "bayernfeindlich" sein könnte.
In der Ukraine "funktionierte" Politik jedoch zuletzt völlig anders. Dort wurde gleich nach dem Maidan-Putsch von den neuen Machthabern in Kiew der Gouverneur für die Region Donezk in der Ostukraine entlassen und durch einen Vertrauten der Maidan-Aufständischen ersetzt. Das sich dagegen massivster Widerstand erhoben hat, war zu erwarten.

Wer hat mit der Gesetzlosigkeit begonnen und warum?

"Die ich rief, die Geister, ..."

Pfarrer Gauck als Demagoge in Polen - Die Schuld der Kirche an nahezu allen großen Kriegen

Nach welchen Werten wird entschieden?

Menschenleben wenig wert, Tierleben fast gar nichts

"Suchtartige Bereitschaft zu töten"

Krieg gegen den gesamten Erdplaneten

Wer hat mit der Gesetzlosigkeit begonnen und warum?

Doch warum kann man sich nicht einigen? Oder zumindest normal miteinander reden, um die unterschiedlichen Interessen abzuklären? Und sind diese Konflikte, wer genau wie und wo innerhalb der völlig unterschiedlichen Landesteile welche Politik machen darf, Tausende oder am Ende gar Millionen von Menschenleben wert, die Zerstörung ganzer Städte und Regionen? Eventuell gar einen Weltkrieg, wenn sich die EU und die Nato zu noch mehr Parteinahme und Einmischung zugunsten der Machthaber in Kiew hinreißen lassen als sie dies eh schon tun und sich immer mehr in einen Krieg hinein ziehen lassen? Wer legt dabei die Reihenfolge der Wertmaßstäbe fest, nach denen gehandelt wird? Und wie lange wird noch weiter eskaliert, auch, indem man immer dem anderen die Alleinschuld gibt, wie dies seit Monaten gebetsmühlenartig jeden Tag passiert? So lange, bis vielleicht einmal ein Beteiligter die Nerven zu verlieren droht und sich dann womöglich zu weiteren eskalierenden Handlungen hinreißen lässt, die er ursprünglich gar nicht geplant hatte?
 
Zur Erinnerung: Westlichen Mächte haben mir der Gesetzlosigkeit begonnen, als sie den Maidan-Aufstand unterstützten oder gar selbst mit vorbereiteten, wie verschiedentlich behauptet wird (siehe nächstes Kapitel "Die ich rief, die Geister"). Voraus gegangen war der Versuch, die frühere Regierung mit sehr harten Bedingungen für ein so genanntes "Assoziierungsabkommen" mit der EU in den westlichen Einflussbereich zu ziehen, was mit massivsten Nachteilen für Russland und für die Kooperation Ukraine-Russland verbunden gewesen wäre, also bereits eine Vorstufte zu einer Art Wirtschaftskrieg West gegen Ost. Ausführlich dazu z. B.  neopresse.com.
Ebenfalls zur Erinnerung: Der US-Chef-Stratege und Präsidentenberater Zbigniew Brzezinski nannte Russland ein "überflüssiges Land" und entwarf in seinem Buch Die einzige Weltmacht - Amerikas Strategie der Vorherrschaft Pläne für die Verwirklichung der US-amerikanischen Interessen gegenüber Russland. Dazu gehört auch die Ukraine-Politik der USA: "Die Ukraine, ein neuer und wichtiger Raum auf dem eurasischen Schachbrett, ist ein geopolitischer Dreh- und Angelpunkt, weil ihre bloße Existenz als unabhängiger Staat zur Umwandlung Russlands beiträgt" (Berlin 1997, S. 74 f.). Für die "einzige Supermacht" USA sei Eurasien und damit vor allem die Ukraine, das "Schachbrett, auf dem sich auch in Zukunft der Kampf um die globale Vorherrschaft abspielen wird". Und der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger betrachtete den bevorstehenden Machtwechsel in Kiew als "Generalprobe" für das "was wir in Moskau tun möchten". (CNN, 2.2.2014, zit. nach pressenza.com)

In der Bevölkerung der Ukraine fanden sich bis 2013 etwa gleich viele Befürworter einer engeren Kooperation mit Russland wie auch einer engeren Kooperation mit der EU. "Laut einer Studie des Internationalen Instituts für Soziologie in Kiew befürworten 39,8 Prozent der Ukrainer einen Beitritt zur Zollunion [mit Russland, Kasachstan und Weißrussland], während 36 Prozent eine EU-Integration begrüßen würden." Eine andere Umfrage sah demgegenüber die pro-westliche Fraktion knapp vorne. Als der damalige Präsident Ende 2013 das Für und Wider abgewogen hatte und hinsichtlich der engeren Zusammenarbeit mit dem Westen zögerte, traten plötzlich Ex-Box-Champion Dr. Vitali Klitschko und andere pro-westliche Meinungsführer öffentlich auf und der Aufstand begann. Doch dieser hatte bereits eine längere Vorgeschichte bzw. Vorbereitung.

"Die ich rief, die Geister, ..."

So gaben Regierungsvertreter der USA z. B. zu, fünf Milliarden Dollar für die "Demokratie" in der Ukraine ausgegeben zu haben - also eine Offensive zur Erweiterung des Einflusses der USA in Richtung Osten. Vielfach ist auch von der Ukraine als dem "Tor zum Osten" die Rede, also dem Tor des "Westens" bei der Ausweitung seines Einflussgebietes in Richtung Osten (z. B. in Andreas Umland, Tor zum Osten oder Krisenherd? in: Internationale Politik, November/Dezember 2013, S. 108–112). Der vor allem von den USA durch den Aufstand an die Macht gebrachte Übergangs-Regierungschef Jazenjuk wurde bis dahin schon lange durch die USA finanziert und er ist außerdem papsttreuer Katholik.
Der Vatikan hat seinerseits das Interesse, den Ukrainern und Russen das "Petrusamt" zu "schenken", das heißt, die orthodoxen Kirchen des Ostens wieder dem Papsttum in Rom zu unterwerfen, was sich mit den US-Interessen verbinden lässt (mehr dazu z. B. bei theologen.wordpress.com)
In diesem Zusammenhang hatte der Ex-Box-Champion Dr. Klitschko zum Beispiel schon bald zur Bewaffnung der Bürger in Kiew gegen die Ordnungskräfte der damaligen Regierung aufgerufen. Das heißt: Von Anfang an wurde Gewalt einkalkuliert. Und kurz darauf hatten sich die seitherigen "Übergangsregierenden" verfassungswidrig an die Macht geputscht, nachdem der gewählte Präsident im Februar 2014 fliehen musste, als ihm die damalige Opposition und jetzige Regierung ein Massaker anhängen wollte. Doch den gemordeten Demonstranten wurden von einem Haus aus die Hälse durchschossen, das von der damaligen Opposition kontrolliert wurde. "Aufgeklärt" wurde das alles nie.
Wenn nun derjenige, der mit der Gesetzlosigkeit begonnen hat, sich seither ausschließlich darüber beklagt, dass sich der dadurch Geschädigte nun ebenfalls ungesetzmäßiger und gewalttätiger Methoden zur Durchsetzung seiner Interessen bedient, dann ist das heuchlerisch. Es hat sich vielmehr das Sprichwort bewahrheitet: "Die ich rief, die Geister, die werd ich nicht mehr los." Oder: Der Gegner spiegelt einem auch das eigene Fehlverhalten.

Pfarrer Gauck als Demagoge in Polen - Die Schuld der Kirche an nahezu allen großen Kriegen

Selbstgerechte einseitige Schuldzuweisungen tragen demgegenüber immer zur Eskalation bei. Ein Beispiel dafür gibt einmal mehr der militaristisch denkende deutsche Pfarrer Joachim Gauck, ausgerechnet am Gedenktag zum Ausbruch des 2. Weltkriegs vor 75 Jahren am 1. September 2014 in Polen. Er tat dies mit seinen einseitigen Attacken auf den politischen Gegner, als wäre er, der Pfarrer, der Vertreter des "Guten" und nur der von ihm Attackierte der "Böse"; ausgerechnet wieder ein Kirchenmann, dessen Institution eine Hauptschuld an nahezu allen großen Kriegen der letzten Jahrhunderte trägt, indem sie die Politiker aufstachelte und ihnen gleichzeitig "Sündenvergebung" zusicherte, was eine Anmaßung und völliger Unsinn ist. Siehe dazu die Zeittafel für das 19. und den Beginn des 20. Jahrhunderts oder die Studie Die evangelische Kirche und der Holocaust.
Der lutherische Pfarrer-Präsident sprach nicht darüber, dass der 1. und der 2. Weltkrieg aus seinem Land und vor allem aus seiner Kirche ihren Anfang nahmen. Auch sprach er nicht darüber, dass die Regierenden in Deutschland unter der Anfeuerung durch die evangelisch-lutherische Kirche Russland bereits zweimal den Krieg erklärt hatten, 1914 und 1941, mit grausamen Folgen vor allem für die Menschen in Russland, und darüber hinaus auch in Europa und weltweit. Sondern es ist ein demagogisches und eskalierendes Auftreten, das an frühere Zeiten erinnert, als damalige Kirchenvertreter Andersdenkende attackierten und ihre eigenen Vergehen schön redeten und manipulativ zu rechtfertigen versuchten. Doch die Kirchenmänner führten das Volk immer in die Katastrophe.
Vgl. die Kriegsrede von Pfarrer Dr. Dr. Schettler im Jahr 1915 oder die Jubel-Kanzelabkündigung der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 29.9.1939 für die "reiche Ernte" "auf den polnischen Schlachtfeldern" und den Dank an "Gott", dass "er unseren Waffen den schnellen Sieg gegeben hat", was auch die vom Kriegserfolg begeisterten Bischöfe der so genannten "Bekennenden Kirche" so verkünden ließen. Hohn und Spott auf Christus durch die Kirchenvertreter zu allen Zeiten - indem sie beispielsweise den Krieg befeuerten und blind für den "Balken im eigenen Auge" waren und sind und stattdessen den Splitter im Auge ihres Nächsten bekämpften, der ihnen Spiegel sein sollte für die eigene Selbsterkenntnis.

Nach welchen Werten wird entschieden?

Schon forderte der Außenminister der Ukraine den Militäreinsatz (!) der NATO, und einer nach dem anderen führenden Ukraine-Politiker sprach bereits von "großem Krieg" und versuchte, ganz Westeuropa mit in den Lokal-Krieg hinein zu ziehen. Und Anfang September hieß es dann in der Presse: Die USA und mehrere westeuropäische Länder liefern nun auch Waffen, damit die Regierung den Krieg gegen die Separatisten gewinnen kann, der als "Vernichtungs"-Krieg begonnen wurde. Welt.de schrieb: "Russlands tatsächliches Ziel bei solchen Verhandlungen ist vermutlich eine Föderalisierung der Ukraine. Für Kiew aber dürfte nur eine Kapitulation der Separatisten infrage kommen, eine Föderalisierung lehnt die Ukraine ab." (18.8.2014)
Man könnte auch einfach mal verhandeln und möglichst bald einen Plan entwickeln, um die Bevölkerung der Ostukraine zu fragen, wie es weiter gehen soll. Was die Menschen vor Ort darüber denken, der Wertmaßstab "Demokratie", zählte hier für die Krieg Führenden offenbar nicht. Und auch der Wert von Menschenleben zählte für machthungrige Politiker und ihre Hintermänner wenig. Vgl. dazu die Kriegs-"Phantasien" der Politikerin Timoschenko über die Vernichtung Russlands, deren Verbündeter, Stipendiat der US-Regierung, Katholik und Papstfreund Jazenjuk die Übergangs-Regierenden führt. Und was ist mit dem Wert einer "Verfassung", die durch den Maidan-Aufstand und den Putsch gebrochen wurde?
Und wäre es doch ein demokratischer Wert gewesen, die Interessen des Gegners zu berücksichtigen und eher nachzugeben als zu morden. Doch Fehlanzeige.

Menschenleben wenig wert, Tierleben fast gar nichts

Was also ist ein Menschenleben wert? Der Wert des Lebens eines Tieres zählt dabei noch weniger, wenn der Ego-Macht-Mensch über "sein" Territorium herrscht und bestimmen will. Dass jeder Mensch nur "Gast" auf Erden ist, um sich während seiner Erdenzeit zu bewähren, spielt erst recht keine Rolle. Es zählt offenbar nur insofern, wie es der Kirchenvater, Kirchenheilige und Päpste-Inspirator Augustinus (354-430) lehrte: "Was hat man denn gegen den Krieg? Etwa dass Menschen, die doch einmal sterben müssen, dabei umkommen?" (zit. nach Karlheinz Deschner, Abermals krähte der Hahn)
So könne man laut dem katholischen "Heiligen" auch Tiere massakrieren, "weil ihnen im Unterschied von uns keine Vernunft verliehen ist" und sie "unserem Nutzen dienen" müssen oder was der Mensch dafür hält (Augustinus, De civitate Dei I, 20). Die Folge dieser katholischen Anmaßung: Tiere, die den Menschen helfen sollen, zur Einheit allen Lebens zurück zu finden, werden weltweit zu Milliarden gejagt, gefoltert, abgeschlachtet und ausgerottet.
Eine wesentliche Grundlage dafür ist der auf den Kirchenheiligen und Kirchenvätern aufbauende Katholische Katechismus in unserer Zeit, der den Menschen erlaubt, sich der Tiere zum Fleischverzehr oder für Tierversuche und sonstigen Ego-Nutzen zu "bedienen" (Nr. 2417). Das Leid der Tiere wird von der Kirche und ihren Schein-Heiligen dabei weitgehend ignoriert.
Dies gilt auch in vielen anderen Religionen. Vgl. dazu die Bombardierung des Zoos in Gaza unter n-tv.de

"Suchtartige Bereitschaft zu töten"

Der Psychologe Thomas Elbert, der Studien an Kriegern und Kämpfern in vier Kontinenten durchgeführt hat, erklärt: "Es gibt eine fast suchtartige Bereitschaft zu töten." (zit. nach frankenpost, 18.8.2014)
Eine Frage dazu ist: Sind die Soldaten dabei noch sie selbst oder sind sie gesteuert bzw. besessen? Und von wem? Eine vergleichbare Studie könnte man auch einmal bei Politikern durchführen, welche die Tötungsbefehle geben und bei den Priestern und Pfarrern, die mit dem "Segnen" und "Beten" mit den tötenden Soldaten gar nicht mehr hinterher kommen. Warum sind politische, wirtschaftliche und strategische Macht-Ziele wichtiger als das Leben? Würden sich in der Ukraine beide Kontrahenten auf Waffenstillstand und Interessenausgleich einigen und würde jede Seite etwas mehr nachgeben als zuvor geplant, würde es beiden um ein Mehrfaches besser gehen und es würde nicht Hunderten von Menschen das Leben genommen.
Andernfalls wird das nicht manipuliebare Gesetz von Saat und Ernte im Negativen verstärkt in Kraft gesetzt: "Wer das Schwert nimmt, wird durchs Schwert umkommen", so Jesus von Nazareth. Oder: "Wer Konflikte durch Töten und Vernichten des Gegners entscheiden will, wird getötet werden," wobei dieses Gesetz jede Handlung und jede Empfindung jedes Beteiligten genau wägt und misst.

Krieg gegen den gesamten Erdplaneten

Dabei wird seit Jahrzehnten ein Krieg dieser Menschengenerationen gegen den gesamten Erdplaneten geführt - vor allem in den selbstgerechten so genannten Industrieländern - den das ganze "Menschengeschlecht" verlieren wird. Dazu gehört als ein kleiner Teilaspekt auch die Methode des Fracking, das in den Ukraine von US-Konzernen jetzt im großen Stil durchgeführt werden soll und vieles, vieles mehr. Denn so viel auch getötet, malträtiert, vergiftet, verseucht und ausgebeutet wird, so viel auch die Pflanzen- und Tierwelt der Mutter Erde, das gesamte Öko-System, für den Profit der "Reichen und Mächtigen" vernichtet wird: Gegen die Elemente der Erde, die sich mehr und mehr gegen die im Profit-Wahn zerstörenden Menschen zur Wehr setzen, kann keine menschliche Machtpartei gewinnen. Keine Hedgefonds, keine Euro-Rettungsschirme und keine Milliardäre können aufhalten, was sich unter dem Stichwort "Klimawandel" mehr und mehr zusammenbraut.  
 



17.9. / 22.9. / 25.11.2014 -
Kirchen rufen zum "letzten Mittel" - Die Kriegspolitik der westlichen Kirchen-Seilschaft / Deutschland immer mehr im Krieg / Zurück in die neue Steinzeit / Sturm auf die Wohlstandsfestung Europa / Symbolische Begegnung im Mittelmeer: Kreuzfahrtschiff begegnet Flüchtlingsboot / Chinesisches Militär fordert Vorbereitung auf einen neuen Weltkrieg / USA gewähren immerhin Religionsfreiheit / Der Kampf um die Ukraine geht weiter - Mehr als 150.000 Todesopfer, unzählige Verstümmelte und ein zerstörtes Land Syrien. Wie ist es zu diesem Krieg gekommen?
Der angesehene Journalist Peter Scholl-Latour schreibt darüber in seinem neuen Buch Der Fluch der bösen Tat. Focus.de berichtete darüber vorab wie folgt:
"Bei seiner letzten Syrienreise traf er Vertreter der Rebellenarmee. Einer von ihnen erzählte Scholl-Latour, er sei bereits ein Jahr vor Beginn der Proteste von jordanischen und getarnten amerikanischen Agenten kontaktiert worden. Unter Zusicherung finanzieller Vorteile hätten diese ihn ermutigen wollen, sich einer umstürzlerischen ´Freien Syrischen Armee` anzuschließen. Denn Washington habe geglaubt, es müsse nur eine vom Westen unterstützte Oppositionsarmee auftauchen, um eine Volkserhebung auszulösen, die den Assad-Clan hinwegspülen würde." (17.9.2014)
Falls dies stimmt, wer also hat den Krieg in das überwiegend von Moslems bewohnte Land hinein getragen? Auch in der Ukraine spricht manches dafür, dass der Maidan-Aufstand - der zum verfassungswidrigen Regierungssturz und zum Ende der guten Nachbarschaft zwischen der Ukraine und Russland führte - von langer Hand geplant worden war. Der Übergangs-Regierungschef Jazenjuk wurde zuvor als Oppositionspolitiker von der Regierung der USA finanziert. Die deutsche Bundesregierung setzte hingegen zuvor auf den "Aufbau" des damaligen Oppositionspolitikers Vitali Klitschko zum künftigen pro-westlichen Präsidenten nach einem angestrebten Machtwechsel. (spiegel.de) Wer hat mit seiner Einmischung also die Ereignisse in Gang gesetzt, die in den Krieg mündeten?

Die Lobbyisten

Kriegsbeteiligungen werden immer mehr

Zurückbomben in eine neue Steinzeit

Handeln die IS-Milizen nach dem katholischen Ausmerzungs-Prinzip?

Aufeinandertreffen zweier Welten im Mittelmeer

Im Vatikan wurde die "heilige" Pforte geöffnet, ähnlich wie früher im alten Rom

Die torpedierte 350jährige "Einheit von Russen und Ukrainern"

Der angestrebte NATO-Beitritt der Ukraine

Westeuropa soll sich umorientieren: US-Fracking-Gas statt russisches Erdgas

Ehemaliger Präsident: Ukraine soll "Brücke zwischen Ost und West sein"

Klimakollaps: Den Krieg gegen die Natur wird der Machtmensch verlieren

Die Lobbyisten

Als es dann im Februar 2014 in der Ukraine nach dem gewaltsamen Sturz der mit Russland verbündeten und demokratisch gewählten Regierung zu neuen Personalentscheidungen kam, fiel das berüchtigte Wort der US-Außenpolitikerin Victoria Nuland: "Fuck the EU". Das bedeutete vor allem: Nicht Klitschko, sondern Jazenjuk soll an die Macht. Der von der USA aufgebaute papsttreue Katholik Jazenjuk wurde als US-Lobbyist von der US-Regierung für die neue pro-westliche Regierung auserwählt, nicht Vitali Klitschko, der von der CDU-nahen deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung und den Westeuropäern unterstützt worden war. Nebenbei habe die USA bereits im Vorfeld einige weitere Milliarden Euro für die "Demokratie" in der Ukraine investiert. Was das wohl heißen könnte, mag jeder selbst bedenken. Doch Klitschkos noch intensivere kriegerische Stunden sollten bekanntlich einige Jahre später kommen.
 
Es gibt jedoch auch Positives in der Politik der USA. So wird dort das Grundrecht und die Achtung der Religionsfreiheit ernster genommen und höher bewertet als z. B. in Deutschland, wo zwei staatlich massiv privilegierte Großkirchen das deutsche Grundgesetz unterwandern und mit Füßen treten und mithilfe ihrer so genannten "Sektenbeauftragten" friedfertige religiöse Minderheiten bekämpfen. Dies wird vom Außenministerium der USA zurecht immer wieder kritisiert, da die Politiker die Minderheiten nicht oder völlig unzureichend vor den kirchlichen Attacken schützen, mit schwerwiegenden Folgen. Denn in Deutschland ist die Kirche immer noch der Reiter, der das Staatsross gemäß den Vorstellungen des Reiters lenkt. Die führenden Politiker Deutschlands sind allesamt Kirchen-Lobbyisten, die ihre Konfessionen, denen sie selbst angehören, wie Staatskirchen regelrecht mästen und deren Unrecht vielfach decken. Dabei hätte gerade Deutschland mit seinem guten Grundgesetz die Chance, ein Vorbild für Religionsfreiheit und Gleichberechtigung aller gesetzestreuen Religionen sein, doch man lässt sich von der Interessen der beiden Großkirchen missbrauchen. Und in nahezu allen Ländern wird auch Jesus, der Christus, für die Kriegspolitik der Politiker missbraucht, so dass die Menschen gezielt darüber in die Irre geführt werden, welches die wahre Botschaft von Jesus von Nazareth war und ist.

Kriegsbeteiligungen werden immer mehr

Mittlerweile lässt die deutsche evangelische Ministerin Ursula von der Leyen Soldaten in der Ukraine, die beim Töten selbst schwer verletzt wurden, in Deutschland gratis medizinisch behandeln. Damit sie wieder töten können. Das ist nicht nur eine parteiische Einmischung in einen Konflikt, das ist auch eine Kriegsbeteiligung. Warum lässt man nicht schwer verletzte Zivilisten aus der Ostukraine in Deutschland behandeln, die unschuldig von der einen oder der anderen Kriegspartei getroffen wurden? Und schon will die Ministerin auch einen Bundeswehr-Einsatz in der Ost-Ukraine, der auch "Kampfeinsatz" zur "Bewachung" von Drohnen sein könnte. Wird damit die Bundeswehr nicht ohne Not in akute Gefahr gebracht, z. B. ein russisches Flugzeug abzuschießen? Deutsche Waffen in Verbindung mit einer einseitigen deutschen Parteinnahme können diesen Konflikt mit seinen vielen Ursachen und Wirkungen nicht lösen, sondern ziehen auch dieses Land mit in den Kriegsstrudel nach unten.
Und vor kurzem noch undenkbar: Die Bundeswehr lässt kurdische Kämpfer von der Front nach Deutschland einfliegen und zum Töten mit deutschen Waffen in Deutschland trainieren. Die lutherische Ministerin poussiert neben den Kriegern dazu auf dem Foto. Dann geht es für die Soldaten sofort wieder zum Töten und Getötet-Werden an die Front zurück. Als Geschenk im Gepäck: Die Tötungswaffen aus Deutschland, mit denen dann auch gleich getötet wird. Keine Waffenexporte in Kriegsgebiete? Das war einmal früher. Vorbei. Der bekennend evangelische Bibelfreund Volker Kauder - CDU-Fraktionsvorsitzender im Deutschen Bundestag und Freund der Waffenfirma Heckler und Koch - erwägt Presseberichten zufolge sogar, die kurdische PKK zu bewaffnen, die am Rande eines Krieges mit dem NATO-Mitglied Türkei steht, so dass hier wie so oft eine Situation entstehen könnte, wo sich beide Seiten mit deutschen Waffen töten. Parallel dazu sollen irakische Krieger durch die Bundeswehr auch zum unmittelbaren Kriegseinsatz direkt im Irak ausgebildet werden, also: Bundeswehr auch in den Irak. Das ist Deutschland im Krieg. Und die Hemmschwellen zum Töten und die Anlässe werden erfahrungsgemäß immer weiter gesenkt, wenn man einmal mit dem Töten begonnen hat. Beispielhaft siehe dazu, wie ein deutscher Wehrmachtssoldat sich 1941 nicht getraut hatte, einen russischen Verkehrspolizisten aus der Ferne einfach so "abzuknallen". Erst als ihm ein evangelischer Pfarrer an der deutschen Ostfront gezeigt hat, wie einfach das Töten ist, verliert auch der Soldat seine Gewissensbisse.

Dadurch, dass sich Deutschland unter dem preußisch-lutherischen Führungstrio Merkel - Von der Leyen - Gauck in immer mehr Kriege nicht als Vermittler, sondern als Kriegspartei einmischt, wird das Land und seine Bewohner gemäß dem Gesetz von Saat und Ernte auch in die Kriegsverwicklungen immer mehr schuldhaft hinein gezogen. Damit rückt der Krieg auch immer näher an das eigene Land. Aufgrund des evangelisch-katholischen Wahns, Unrecht dann zu befürworten, wenn es angeblich größeres Unrecht verhindere - anstatt die Lehre von Jesus zu befolgen -, geschieht auf diese Weise immer neues Unrecht. Und in der Spirale des Kriegswahns geht es immer aggressiver zu. Die schuldhaften Verwicklungen mitsamt ihren schlimmen Folgen werden immer undurchschaubarer, fallen aber letztlich auf diejenigen zurück, die sich dort hinein ziehen lassen - wie die Deutschen, die durch das Militär-Duo Joachim Gauck und Ursula von Leyen bereits vor Monaten immer mehr deutsche Militäreinsätze angekündigt hatten.

Zurückbomben in eine neue Steinzeit

Noch ein Wort zu den Kriegen im Nahen Osten: Kein Massenmedium und kein führender Politiker erklärt dabei der Öffentlichkeit, wie die scheinbar aus dem Nichts aufgetauchte Kriegsmaschinerie der islamistischen IS überhaupt entstanden ist und woher diese "IS" plötzlich Zigtausende von Kriegern und hochmodernste Waffen hat? Die meisten stammen offenbar aus den USA. Doch wer hat sie über welche Ecken geliefert? Und was haben die Krieger für eine Vorgeschichte, dass sie zu diesen Kriegern und unbarmherzigen Geiselmördern wurden? Worüber wurde und wird hier möglicherweise geschwiegen? Es wird auch kaum berichtet, was westliche Bomben in den letzten Jahren in den jeweiligen Ländern für steinzeitliche desaströse Verhältnisse hinterlassen haben, ob im Irak, in Syrien, in Gaza oder sonstwo. Infrastruktur, die in vielen Jahren und Jahrzehnten aufgebaut wurde und an denen der Lebensunterhalt von Tausenden von Menschen hängt, wird in Sekunden zerstört, und zurück bleiben nicht nur für ihr weiteres Leben schwer verwundete Menschen, sondern im Äußeren auch eine neue Steinzeit. Aber von irgendwoher kommen dann plötzlich hochmoderne Waffen, und der Krieg geht wieder weiter. 

Handeln die islamistischen ISIS-Milizen
nach dem katholischen Ausmerzungs-Prinzip?

In den westlichen Ländern und Kirchen wird die Grausamkeiten der moslemischen IS-Milizen zum Anlass genommen, alle Gewalt zu rechtfertigen, um diese Krieger zu vernichten, bevor diese ihrerseits vernichten können. Dabei wird von islamistischer Seite immer wieder darauf hingewiesen, man kämpfe gegen "Kreuzfahrer". Tatsächlich waren die katholischen Kreuzfahrer gegenüber Moslems einst ähnlich brutal wie die heutige IS, aus deren Fängen zumindest hin und wieder Andersdenkende entkommen. Das katholische Kreuzfahrerheer hingegen ließ einst alle Bewohner Jerusalems ausmerzen.

Hintergrund im kirchlichen Kontext ist auch das Ausmerzungs-Prinzip, das der von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000 selig gesprochene Papst Pius IX. in einem Schreiben aus dem Jahr 1862 ausformulierte. Dieses Schreiben ging ein in die offizielle Dogmen- und Lehrsatzsammlung der römisch-katholischen Kirche und es heißt darin:
"Die Kirche hat kraft ihrer göttlichen Einsetzung die Pflicht, ... beständig mit größtem Eifer über das Heil der Seelen zu wachen. Deshalb muss sie mit peinlicher Sorgfalt alles entfernen und ausmerzen, was gegen den Glauben ist oder dem Seelenheil irgendwie schaden könnte."

Praktisch wurde das viele Jahrhunderte lang so verstanden, dass auch die Menschen "ausgemerzt" werden müssten, die nicht dem katholischen Glauben entsprechen.
(Lehrsatz zit. nach Neuner/Roos, Der Glaube der Kirche, Regensburg 1992, Nr. 382)

Und wie war es in Libyen? Auch dieses Land versinkt in Terror und Chaos, nachdem die NATO die Regierung des ehemaligen West-Verbündeten Gaddafi 2011 weg bombardieren ließ und das Land und die Menschen dann ihrem Schicksal überließ. Kardinal Marx war im Jahr 2011 einer der schärfsten Kritiker des damaligen deutschen Außenministers Westerwelle und der damaligen CDU/FDP-Bundesregierung, weil Deutschland sich 2011 nicht direkt an dem NATO-Krieg gegen Libyen beteiligt hatte, sondern nur "unterstützend" im Hintergrund blieb. Der Kardinal forderte aber die "Geschlossenheit der westlichen Verbündeten" im Krieg gegen die damalige libysche Regierung. (focus.de, 23.4.2011)
Und wie die Evangelischen spricht auch Kardinal Marx gebetsmühlenartig vom "letzten Mittel", um die Formulierung in die Köpfe der Menschen einzupflanzen.
Wörtlich einmal mehr in Bild vom 16.9.2014:
"Ein Krieg ist immer ein Unglück. Es gibt aber Fälle, in denen Gewaltanwendung an letztes Mittel notwendig ist und legitim ist, um Menschen zu schützen". Mit dieser Parole kann man jeden Krieg und jeden Waffenexport rechtfertigen. Aber hier schreiten Nachfolger Jesu ein und sagen: "Kein Waffenexport im Namen von Christus". Die Kirche und ihre Ansichten haben mit Christus nichts zu tun.
Das "letzte Mittel", das Christus niemals lehrte, hat man dort aber andauernd zur Hand. Die Priester und Pfarrer sind - wie schon bei den großen Kriegen des 20. Jahrhunderts - die Antreiber und "Absegner", mal ganz offensichtlich, mal mehr im Hintergrund. Und die Ex-EKD-Ratsvorsitzende und Luther-Botschafterin Margot Käßmann ist mit ihrer Kritik daran das Feigenblatt für die innerkirchlichen Minderheiten, die dabei Bedenken haben, die aber dennoch im kriegerischen Kirchenschiff verbleiben wollen wie Margot Käßmann selbst.

Aufeinandertreffen zweier Welten im Mittelmeer, und bald lassen sich diese Welten nicht mehr trennen

Doch der Krieg kommt auch auf andere Weise nach Europa: Der Sturm auf die europäische Wohlstandsfestung, wo die Kriegswaffen hergestellt und exportiert werden und von wo Angriffe in den Nahen Osten geflogen werden, hat längst begonnen. Hunderttausende Afrikaner und Menschen aus dem Nahen Osten versuchen, Europa zu erreichen. Sie sehen keine andere Chance mehr, dem Elend zu entkommen. So gibt es in Syrien beispielsweise mindestens drei Hauptkriegsparteien, und die zuletzt militärisch "schwächste", die prowestlichen islamischen Rebellen, werden jetzt vom Westen neu hochgerüstet - was auch bedeutet, dass der Krieg unabsehbar weiter geht, denn der Westen bekämpft dort nicht nur die IS-Rebellen, sondern auch die Regierung.
Eine Billion Dollar wollen alleine die USA für mehr Waffen ausgeben, und auch die deutsche Ministerin Ursula von der Leyen will mehr Geld für die deutsche Aufrüstung. 

Gäbe es einen Landweg nach Europa anstelle des Mittelmeers [Aktualisierung August 2015: Dieser Weg wird nun auch mehr und mehr beschritten], es wären Millionen und Abermillionen Flüchtlinge, die vor allem nach Griechenland und Italien und von dort auch nach Deutschland gelangen würden. Und während täglich Tausende bei ihrem Fluchtversuch über das Meer elendiglich ums Leben kommen, wird in Deutschland beispielsweise über millionenschwere Vorruhestands-Privilegien für Piloten verhandelt oder über gleiche Toiletten für Männer und Frauen nach der Gender-Philosophie zur Reduktion von Geschlechtsunterschieden. Oder [Aktualisierung: November 2014]: Der Machtkampf zweier konkurrierender Eisenbahn-Gewerkschaften zieht das ehemalige Staatsunternehmen Bahn mehr und mehr nach unten - mit Streiks und Streikdrohungen um ein paar Euro mehr Gehalt und ein paar Stunden weniger Arbeit in der Woche.
Dabei merkt man nicht, wie einen der Kriegsstrudel, in den die Politiker und Kirchen das Land hinein ziehen, es allmählich in noch ganz andere Tiefen nach unten sinken lässt. Parallel dazu verzeichnen die deutschen Großkirchen 2014 einen neuen historischen Kirchensteuer-Einnahmerekord von ca. 11 Milliarden Euro, 450 Millionen Euro mehr als 2013. Dass täglich weiterhin allein ca. 17.000 Kinder täglich am Hungertod und an den Folgen von Unterernährung sterben, lässt man in seinem Kalkül einfach so weiterlaufen. Man belässt es hier bei ein paar Almosen für einige wenige, während auch in Europa eine Steigerung der Rüstungsausgaben in neue schwindelerregende Milliardenhöhen als notwendig betrachtet und forciert wird.

Im Mittelmeer ertrinken mittlerweile täglich ungezählte Flüchtlinge. Im September 2014 kam es dabei auch zu einer symbolhaften Begegnung dieser zwei Welten, einer Begegnung zwischen westlichem Kreuzfahrtschiff mit 1.-Klasse-Kabinen und überfülltem Flüchtlingsboot. Das Kreuzfahrtschiff mit Luxus-Urlaubern rettete Hunderte von um ihr Leben kämpfenden syrischen Flüchtlingen. Doch "durch die verzögerte Weiterfahrt des Kreuzfahrtschiffes drohten seinem Unternehmen Verluste in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro, sagte Unternehmenschef Vassiliou" (spiegel.de, 26.9.2014). Das ist es eben, diese zwei Welten. Doch diese Begegnungen werden drastisch zunehmen, und in naher Zukunft werden sich diese beiden Welten nicht mehr trennen lassen.

In der Zwischenzeit tobt der Wirtschaftskrieg West gegen Ost weiter. Deutsche Massenmedien fragen aufgrund der Sanktionen von USA und EU gegen Russland: "Wann kommt der Kreml-Crash?" (Focus Nr. 40/2014)
Russland ist das größte Land der Erde. 150 Millionen Menschen wollen ernährt werden, brauchen Obdach. Kleidung und Arbeit. Am 6.10.2014 schreibt focus.de: "Sanktionen führen zur Kursrutsch. Nun hat der Rubel einen neuen Tiefstand erreicht. Für die Bevölkerung in Russland verteuern sich manche Waren, wie etwa Lebensmittel." Was könnte sich hier also anbahnen, wenn z. B. auch in Russland Menschen anfangen würden, zu hungern? ... Zum Vergleich: Die EU wird vor allem von einem Luxemburger regiert, der sein kleines Land zu einer europäischen Steuer-Oase entwickelt hat - zum Schaden der Nachbarn. Russland ist 6.600 mal größer und hat 300 mal mehr Einwohner. Und Russland ist selbst noch 48 mal größer als Deutschland.
 
Was bei diesen ganzen Spekulationen um einen eventuellen Kreml-Crash in Deutschland weitgehend verschwiegen wird, sind die Kosten für Ukraine-Politik des Westens, abgesehen davon, dass die Sanktionen vor allem Deutschland treffen. Der ungarische Präsident Victor Orbán spricht es aus: "Wir müssen klären, wer die jährlich 25 Milliarden Euro zahlt, die nötig wären, die Ukraine aufrecht zu erhalten" (Handelsblatt, 24.11.2014). So oder so ungefähr hoch ist der "Preis", von dem sehr große Teile auch in die militärische Hochrüstung und in den Krieg fließen, weil von der pro-westlichen Regierung Verhandlungen mit der Unabhängigkeitsbewegung in der Ostukraine mit dem Ziel eines Interessenausgleichs und einer Einigung weiter abgelehnt werden [November 2014].

Im Vatikan wurde die "heilige Pforte" geöffnet - ähnlich wie einst vor Kriegen im alten Rom

In China forderte das Militär nun die Staatsführung auf, "Vorbereitungen" für einen Dritten Weltkrieg zu treffen. "Der Ausbruch eines Weltkriegs ist nicht unmöglich", so ein namhafter Militär-Stratege im Parteiorgan Volkszeitung(focus.de, 16.9.2014)
Die Botschaft des Jesus von Nazareth zur Verhinderung von Kriegen wird dabei bisher von allen Seiten ignoriert, vor allem von den Großkirchen, die Seinen guten Namen missbrauchen, indem sie Gegenteiliges lehren.
Der streng katholische polnische Friedensnobelpreisträger Lech Walesa fordert beispielsweise eine massive Aufrüstung von Polen und des Westens mit Atomwaffen. "Wenn Putin uns mit Worten wie 'Vorsicht, ich habe Atomwaffen' bedroht, dann muss die Nato bereit sein zu antworten: ´Wir haben doppelt so viele`", so der polnische Ex-Regierungschef Walesa gegenüber der italienischen Zeitung La Stampa (zit. nach bild.de, 6.10.2014). Vatikanische Einrichtungen hatten einst mit einer Milliardenüberweisung an die von Lech Walesa geführte Gewerkschaft Solidarnosc den Umsturz in Osteuropa eingeleitet, der nach einigen Jahren auch zum Zusammenbruch der Sowjetunion führte (vgl. dazu auch die Verbindung zwischen Papst Wojtyla und dem US-amerikanischen Präsidentenberater und Pastor Billy Graham).
Und der derzeitige katholische polnische Präsident und Präsident des Europäischen Rats der EU Donald Tusk gab zu: Bereits mit der gegen alle westlichen Zusicherungen an Russland erfolgten Installation des US-Raketenabwehr-Systems Patriot 2008 in Polen sei folgende Situation eingetreten: "Wir haben den Rubikon überschritten". Dieser Satz von Gaius Julius Caesar bedeutete im antiken Rom "Krieg".

Auch im Vatikan selbst wurde an Weihnachten 1999 eine bedrohliche symbolische Handlung vollzogen. Man belebte dazu einen heidnischen Brauch aus dem Alten Rom, das Öffnen und Schließen der "Heiligen Pforte". So gab es im antiken Rom das Janus-Tor auf dem Forum Romanum. Ist das Tor geschlossen, bedeutete das Frieden. Ließ der Kaiser jedoch die Pforte öffnen, bedeutete es Krieg. 1999 öffnete in Rom Papst Johannes Paul II. dann die "Heilige Pforte", auch "Ablasstor" genannt. Wer durch diese Pforte gehe, so das katholische Versprechen, erhalte angeblich einen Ablass von allen Sündenstrafen. Doch war dies die einzige Bedeutung, die hier angeblich zum Zuge kommen sollte?
Wenige Monate zuvor hatte die NATO durch den Jugoslawien-Krieg das überwiegend von Albanern bewohnte Kosovo von Serbien abgespalten und einen zweiten albanischen Staat errichten lassen, der bis heute kaum "funktioniert". Der Ost-West-Konflikt drohte schon damals wieder auszubrechen. Doch die der serbischen Regierung nahe stehende russische Regierung hielt weitgehend still und ließ den Westen unter anderem hier das Völkerrecht brechen.

Die torpedierte 350-jährige "Einheit von Russen und Ukrainern"

Wie verhält es sich in der Ukraine? Die Westukraine, die Hochburg der pro-amerikanischen ukrainischen Nationalisten, war von 1772 bis 1918 Teil der katholischen österreichisch-ungarischen Habsburger-Monarchie. Und bis 1939 war die Westukraine dann Teil Polens. Die Ostukraine jedoch gehörte seit dem 17. Jahrhundert zu Russland. Im Jahr 1648 stellten sich die Kosaken der Ostukraine gegen das katholische Polen und unter den Schutz Russlands, seit 1668 gehörte dann das Land zu Russland. Im Jahr 1954 ließ der ukrainische Diktator der Sowjetunion Nikita Chruschtschow aus Anlass der "300-jährigen Einheit von Russen und Ukrainern" die Halbinsel Krim dann eigenmächtig von Russland wegnehmen und der Ukraine angliedern. Beide Länder seien ja eh vereint, und kaum einer in der Sowjetunion merkte damals den Unterschied, denn was "mein" ist sei nun auch "dein", so könnte man sagen, und nebenbei agierte Chruschtschow als raffinierter Lobbyist seiner Region Ukraine.
Im Jahr 2014 wollte der Westen die Anerkennung des pro-amerikanischen und maßgeblich von der USA finanzierten und teilweise faschistischen Maidan-Umsturzes in der Hauptstadt Kiew auch in der gesamten Ost-Ukraine erzwingen. Als es dann im Oktober 2014 zu Neuwahlen kam, waren diese jedoch in der Ostukraine nicht mehr möglich. Dennoch sollen die dort seit ca. 350 Jahren "vereinten" Russen und Ukrainer nun unter allen Umständen unter die pro-westlichen und ukrainisch-nationalistischen Machtverhältnisse kommen, die durch die Neuwahlen im Westen stabilisiert wurden. Das Hauptargument ist dabei die "territoriale Integrität der Grenzen von 1991". Das ist natürlich ein gewichtiges Argument. Doch andere Argumente wie Verhandlungen aufgrund der unterschiedlichen Entwicklung beider Landesteile (z. B. der bisherigen engsten Verflechtungen zwischen Russland und der Ost-Ukraine) oder eine Volksabstimmung in der Ost-Ukraine werden vom Westen bisher kategorisch nicht anerkannt. Auch nicht, dass der Anfang 2014 durch den Putsch und die Vertreibung des demokratisch gewählten Präsidenten erzwungene Regierungswechsel in Kiew verfassungswidrig und zudem gegen Russland gerichtet war. Stattdessen erwartet der Westen, dass dieses Ereignis mitsamt den nachfolgenden Weichenstellungen in dieser Konstellation auch von Russland bedingungslos anerkannt werden. So sollen die ostukrainischen "Separatisten" und die Regierung Russlands durch bisher immer schärfere Wirtschaftssanktionen zum Nachgeben gemäß der westlichen Sichtweise genötigt werden. Eine Einigung durch Nachgeben von einer der beiden Seiten ist bisher nicht erfolgt. "Die UN werfen den Separatisten, aber auch der ukrainischen Regierung schwere Verbrechen vor" (ntv.de, 8.10.2014), über 3600 Tote, unzählige Verletzte.
Nun kann man sagen: Das ist eben knallharte Machtpolitik. So war sie immer gewesen, und der Stärkere wird sich am Ende durchsetzen. Das kann man sagen. Aber die Politiker sollten dann klipp und klar sagen, dass Jesus, der Christus, für sie nicht die geringsten Rolle spielt und dass sie seine Friedenslehre kategorisch ablehnen. Das wäre dann wenigstens ehrlich und das gilt auch für den Vatikan.


Was sind die religiöse Interessen in der Ukraine? Der Vatikan möchte den slawischen Völkern Osteuropa schon seit langem das "Petrusamt" "schenken", das heißt, die orthodoxen Kirchen Osteuropas wieder dem Papst in Rom unterwerfen. Die dem Papst bereits unterworfene griechisch-katholische Kirche der Ukraine, welche der Übergangs-Regierungschef Jazenjuk angehört, hat dabei eine wichtige Aufgabe, so das vatikanische Machtkalkül, welches im Hintergrund immer auch mit zu bedenken ist.

Der angestrebte NATO-Beitritt der Ukraine, Litauens Regierungschefin beschimpft Russland als "terroristischen Staat"

Alles Wesentliche erscheint uns damit gesagt. Die führenden prowestlichen Politiker der Ukraine wollen nun als "vordringliches" Ziel vor allem in die NATO, was bedeuten würde: Die NATO könnte dann über den so genannten "Bündnisfall" leicht in einen großen Krieg hinein gezogen werden, und manche glauben vielleicht, dass der Westen einen solchen Krieg dann auch "gewinnen" könne, oder sie reden gar im vertrauten Kreis über dieses Thema wie Julia Timoschenko,
Zur Erinnerung: Der Schriftsteller Rolf Hochhuth und viele andere warnten schon Ende des letzten Jahrhunderts eindringlich vor Plänen der so genannten "Nato-Osterweiterung". Und so rüstet auch die Regierung in Moskau massiv auf und demonstriert ihre militärische Stärke ...
Derweil leitete das Nato-Land Litauen - auch eine ehemalige Sowjetrepublik und trotz des Protests aus Russland 2004 zum NATO-Mitglied gemacht - eine weitere Eskalationsstufe ein. "Litauen wird nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko die ukrainischen Streitkräfte mit Rüstungsgütern für den Kampf gegen die prorussischen Separatisten unterstützen" (ntv.de, 24.11.2014). So "geht" es also auch mit dem Krieg ... Die Präsidentin Litauens, die überzeugte Katholikin und Papst-Anhängerin Dalia Grybauskaitė, verkündete zur Rechtfertigung und ohne von den anderen NATO-Staaten kritisiert zu werden, "Russland sei ein ´terroristischer Staat`" (bild.de, 25.11.2014). Damit stellt sie Russland praktisch auf die Stufe wie das islamistische "Kalifat" des IS. Eine weitere Steigerung der Beschimpfungen ist wohl kaum mehr möglich.

 

Dollarzahlungen in der Weltwirtschaft ermöglichen USA-Aufrüstung
Westeuropa soll sich umorientieren:
US-Fracking-Gas statt russisches Erdgas

Wie funktioniert die Weltwirtschaft? Die wichtigsten Rohstoffe werden derzeit weltweit in US-Dollar gehandelt. "Dadurch müssen alle Länder US-Dollar vorhalten und nachfragen. Über 80 Prozent des Welthandels werden in US-Dollar abgewickelt ... Nach einer Transaktion wird das Geld in der Regel in US-Staatsanleihen geparkt, dem mit 11,6 Billionen Dollar Volumen weltweit größten Anleihemarkt. Diese Quelle ermöglicht es den USA, den mit Abstand weltweit größten Militäretat von jährlich 640 Milliarden Dollar zu unterhalten."
"Der systematische Ausschluss und die Isolierung von der eigenen Währung und des damit verbundenen Finanzsystems" können aber auch "als Waffe eingesetzt werden. Die USA praktizieren dies aktuell gegenüber Argentinien, dem Iran und Russland ... Dies dient dem Zweck, die US-Vormachtstellung in der Welt zu sichern."
So sollen "die Europäer durch einen neuen, alten Feind ihre russischen Energielieferungen perspektivisch durch US-Öl und -Gas ersetzen und weiterhin in US-Dollar bezahlen. Das angestrebte Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA ist in diesem Zusammenhang einzuordnen." (Börsenexperte Jörg Rohmann in focus.de, 21.11.2014)
US-Öl und -Gas, das wird jetzt vor allem durch die die Umwelt malträtierende brutale Chemie-Methode "Fracking" entwickelt. Die USA wollen die Ukraine durch große US-Konzerne zum osteuropäischen Fracking-Stützpunkt ausbauen.

Ukraine sollte laut ehemaliger Regierung eine "Bücke zwischen Ost und West" sein

Als nächster Konfliktherd droht Serbien. Die EU fordert - trotz Jahrhunderte langer Freundschaft zwischen Russland und Serbien - von den Serben, sich den Sanktionen gegen Russland anschließen zu müssen (!), wenn Serbien der EU beitreten wolle. Entweder-oder, so der Konfliktkurs der EU auch gegenüber Serbien.
Es ist ähnlich wie 2013, als die damalige ukrainische Regierung, die auch mit Russland in guter Nachbarschaft lebte, von der EU gezwungen wurde
: Entweder EU-Nähe oder Russland-Nähe. Der ehemalige ukrainische Präsident Janukowitsch erklärte bei seinem Wahlsieg im Jahr 2010: "Die Ukraine strebe im Sicherheitsgefüge eine Rolle als ´Brücke zwischen Ost und West` an" (Neue Zürcher Zeitung, 26.2.2010). Damit brachte er zum Ausdruck, dass der Westen des eigenen Landes eben dem Westen zuneige, der Osten des Landes jedoch dem Osten, also Russland.
Über drei Jahre später: Dem Westen war diese Blockfreiheit bzw. Neutralität der Ukraine ein Dorn im Auge. Die EU-Außenminister hatten am Montag [den 18.11.2013] davon gesprochen, dass sich [Ukraine-Präsident] Janukowitsch jetzt entscheiden müsse, ob er sein Land an Europa heranführe oder in Richtung Russland strebe" (dw.de, 21.11.2013). Die damalige Ukraine-Regierung wollte jedoch "Handelsgespräche zwischen der EU, Russland und der Ukraine". Sie wollte also nach Abwägen aller Vor- und Nachteile Russland in die Verhandlungen einbeziehen - gegen den Willen der EU.
Wurden katholische Politiker des Westens dabei vielleicht unbewusst vom katholischen Absolutheitsanspruch gesteuert, wonach alles, was sich der eigenen Organisation nicht einfüge, "ausgemerzt" werden müsse. bzw. der Hölle angehöre? Hier zähle also nur das Entweder-Oder.


Nach über 4000 Toten im Krieg und ungeklärten Grenzfragen ist die EU nun aber bereit, die wirtschaftlichen Interessen Russlands zumindest zu "berücksichtigen".
"Die ehemalige Sowjetrepublik Ukraine dürfe man nicht ins Lager Moskaus abdriften lassen", so EU-Diplomaten damals im Jahr 2013 (dw.de, 21.11.2013). Ende 2013 wurde von EU-Verantwortlichen auf diese Weise wenigstens noch zugegeben, dass dem seither eskalierenden Konflikt ein brutaler wirtschaftlicher und politischer Machtkampf "West gegen Russland" voraus ging und immer noch geht.
Doch was heißt schon aus westlicher Sicht "Dürfe man nicht ins Lager Moskaus abdriften lassen"? Russland und die Ukraine waren seit mehreren Hundert Jahren verbunden, bildeten bis 1991 viele Jahrzehnte einen gemeinsamen Staat, es gab zuletzt eine demokratisch gewählte Regierung ... Als die damalige Regierung sich aber nicht nach westlichen Vorgaben "für West" und "gegen Ost" entschied, starteten der in Hamburg eine GmbH betreibende ukrainische Box-Champion Dr. Vitali Klitschko und seine Freunde den Maidan-Aufstand ...

Klimakollaps: Den Krieg gegen die Natur wird der Machtmensch verlieren

PS, den Blick woanders hin gerichtet: Alleine innerhalb von drei Tagen, vom 20. bis zum 22.11.2014, wurden im Mittelmeer 1000 afrikanische Flüchtlinge in Booten aus Seenot gerettet, und wie viele wurden nicht gerettet? Und es werden mehr und mehr, vielfach aus Ländern, in denen der Westen Kriege führen ließ oder lässt, z. B. durch die pro-amerikanische "Freie Syrische Armee", die vor allem von den USA weiter massiv aufgerüstet wird.
Doch auch ohne zunehmende Kriege zeichnen sich Szenarien ab, die von den führenden Politikern meist unter dem Teppich gehalten werden. So schreibt spiegel.de am 24.11.2014: Weltbank hält Folgen des Klimawandels für unumkehrbar - spiegel.de. Noch spricht man nur von "Klimawandel", obwohl sich schon abzeichnet, dass es zum Klimakollaps kommt. Denn der nach Profiten strebende Machtmensch, der sich die Erde mit Gewalt und dem Segen der Machtkirchen "untertan" machte, führt auch Krieg gegen die Natur, ja gegen die Mutter Erde, den gesamten Erdplaneten und seine Bewohner - einen Krieg, den er auf jeden Fall verlieren wird, mit "unumkehrbaren" Folgen für unzählige spätere Generationen, wie jetzt auch die Weltbank zugibt.

 



7.12. / 14.12.2014 - Vorweihnachtliche Bescherung in der Ukraine: Neue Waffen gegen die ostukrainischen Provinzen / EKD-Chef will deutsche Waffen für die Kurden-Krieger / Irakischer Patriarch: US-Luftangriffe töten auch Unschuldige, zerstören Häuser, Schulen und Kirchen / Republikanischer Politiker: "US-Kongress erklärt Russland den Krieg" / Der Klimakollaps ist nur eine Frage der Zeit - Der Westen setzt in der Ukraine entweder auf Krieg oder auf Unterwerfung der ostukrainischen Provinzen und Russlands unter die Zentralregierung in Kiew bzw. die Forderungen des Westens.
Am Nikolaustag übergab der von der EU hofierte Präsident Poroschenko neue Waffen für die Front und lobte, wie aus "friedlichen Arbeitern Kämpfer ... werden" (dpa, 7.12.2014), also Soldaten für den Krieg. Während USA, EU und NATO wie immer in allen Punkten der Gegenseite die Alleinschuld an der Eskalation geben, tun sie ihrerseits nichts, um den Krieg bzw. die dauernde Konfrontationspolitik der mit ihnen verbündeten neuen ukrainischen Machthaber zu stoppen. Diese kamen bekanntlich auch mit maßgeblicher Unterstützung der römisch-katholischen Kirche an die Macht.
Es ist vergleichbar mit früheren Konflikten: Es liege alleine an Saddam Hussein, den Krieg zu verhindern, hieß es früher im Irak, indem er tut, was man von ihm verlangt. Oder Präsident Assad in Syrien brauche doch bloß zugunsten der pro-westlichen Opposition und Rebellenarmee zurücktreten. Oder eben jetzt: Es liege alleine an Präsident Putin, nachzugeben ...
Mehr noch: Die NATO-Länder Kanada und Litauen schenkten dem Ukraine-Militär sogar neue Waffen für den Krieg, und auch von Deutschland wollen die Regierungspolitiker der Ukraine Waffen für den Krieg - man könnte sagen: für den Weihnachtskrieg mitten in Europa und das alles im Namen von Christus. Hohn und Spott.
Auch der von Kirchenchristen übersäte US-Kongress forderte bei nur zehn Gegenstimmen weitere massive Eskalationen und neue Waffen für diesen Konflikt. "Allen voran rufen sie den US-Präsidenten auf, die Ukraine mit tödlichen und nicht-tödlichen Waffen zu versorgen, Militärtrainings zu ermöglichen und die Sanktionen [gegen Russland] zu verschärfen", schreibt focus.de am 9.12.2014. In der Ostukraine soll "ein stärkerer westlicher Einfluss" geschaffen werden, während Russland sich nicht nur aus der Ostukraine und der Krim, sondern auch aus der Unterstützung für Abchasien, Süd-Ossetien und Transnistrien zurückziehen müsse. Machtkampf pur unter dem Missbrauch von Christus, dessen guten Namen man sich als Etikett anheftet. Nach Ansicht des Republikanischen Ex-Präsidentschaftskandidaten Ron Paul bedeutet die Entscheidung des Abgeordneten: "
US-Kongress erklärt Russland den Krieg".
 
Im gleichen Zeitraum gibt die deutsche Bundesregierung der Regierung Russlands eine Belehrung zum Thema "Russische Geschichte und Lebensgefühl". Der in die katholische Kirche eingetretene Regierungssprecher Stefan Seibert streitet unter anderem ab, dass die Krim für Russland vergleichbar dem Tempelberg in Jerusalem für Juden und Araber sei, wie es der russische Präsident Putin in einer Fernsehansprache sagte. Erst einige Wochen zuvor erwähnte der deutsche Pfarrer-Präsident Gauck beim 75-jährigen Gedenktag zum Ausbruch des 2. Weltkriegs den Angriff Deutschlands auf Russland und die 20 Millionen in diesem Krieg getöteter Russen (!) mit keiner Silbe - stattdessen auch bei diesem Anlass nur scharfe Angriffe auf die Regierung Russlands. Auch erwähnte der Pfarrer und Bundespräsident Gauck nicht, dass sich Russland 1990 freiwillig und ohne Gegenleistung aus Deutschland zurück zog und seinen bisherigen Einflussbereich als "Siegermacht" des 2. Weltkriegs in Berlin und Ostdeutschland den USA und der NATO überließ. Statt dieses Verhalten dankbar auch langfristig zu würdigen, wurde es im Westen vielfach so interpretiert, dass man nun den Kalten Krieg "gewonnen" habe.

Doch vor Weihnachten gibt es noch andere Fronten. So sagte CDU-Ministerin Ursula von der Leyen: "Wir müssen ISIS militärisch bezwingen" (bild.de, 7.12.2014), so eine ihrer Botschaften. Wer ist "wir"? Keine Frage nach den Ursachen und nach dem eigenen Schuldanteil (Afghanistan-Krieg, Irak-Kriege, Organisation des Aufstands in Syrien und Syrien-Krieg, Libyen-Krieg, frühere Ursachen wie Kreuzzüge usw.), sondern ein weiteres Hoch auf die militärische "Stärke". Die Gräuel der IS-Islamisten, die weltweit verurteilt werden, funktionieren dabei als "Türöffner" für unmerklich immer mehr Militär und Krieg. Doch ausgerechnet der Kirchenführer im Irak, das Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche, Patriarch Louis Raphael Sako (Kirkuk) widerspricht der deutschen Kriegsministerin. Die Bombenangriffe würden die Islamisten nicht in die Knie zwingen. "Vielmehr töteten die Bomben auch unschuldige Menschen; sie zerstörten Häuser, Schulen, Kirchen und die Infrastruktur" (idea.de, 9.12.2014). "Es gibt keine militärische Lösung für den Konflikt", so der irakische Kirchenmann wörtlich, und er denkt dabei auch fehlende westliche Bodentruppen, die sich Mann gegen Mann mit den Islamisten massakrieren. Der Patriarch ist also kein Pazifist wie Jesus von Nazareth, sondern nüchterner Kriegsanalytiker.
 
Einmal mehr stellt sich jedoch auch ein deutscher Kirchenführer in die vorderste Reihe der Kriegsfront. Der neue EKD-Chef, Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm - mit einer US-Amerikanerin verheiratet - reiste sogar in das Kampfgebiet im Irak, und er sah dann kurz hinter die Front "das veraltete Material, mit dem die [kurdische] Peschmerga" den Krieg führt. Seine Reaktion: "Deutsche Waffen für die irakische Peschmerga" (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 9.11.2014). Doch was hat das mit Christus zu tun? Was?
Und was hat es mit Christus zu tun, dass Tausende getötete ostukrainische Zivilisten von Westukrainern getötet wurden, die zuvor "friedliche Arbeiter" waren und die dann laut den Präsidentenworten zu "Kämpfern" für die "Heimat" umfunktioniert wurden? Was?

Und wer weiß, was bald noch eintreten wird? Deutschland im Krieg - noch vor Jahren unvorstellbar. Jetzt schleicht die Front immer näher zu jedem von uns heran. Sie "schleicht", einer Schlange gleich, langsam und mit List, weil man so die Bürger am besten in Einlullstimmung halten kann.

In Deutschland warnen dennoch über "60 Prominente" die Regierung Merkel/Gauck/Von der Leyen in einem Aufruf mit dem Titel "Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen" (zeit.de) - Und man könnte hinzu fügen: Erst Recht nicht im Namen des Friedenslehrers Jesus von Nazareth. Er wird von Politikern, die den Anteil des eigenen Lagers am Konflikt nicht anschauen wollen und die letztlich von machtpolitischen Interessen gesteuert werden, schändlich missbraucht. Die evangelische Pfarrerstochter Angela Merkel hätte in der Gefolgschaft gegenüber dem US-Präsidenten George W. Bush Deutschland schon 2003 mit in den Irak-Krieg der "Willigen" hinein gezogen, doch damals war sie erst Oppositionsführerin.

Währenddessen reift der "Klimawandel" mehr und mehr zum nicht mehr vermeidbaren Klimakollaps heran, wie Wissenschaftler darlegen, weil Politiker, Finanzorganisationen und Wirtschaftsführer weltweit nichts Wesentliches dagegen getan haben, als es noch Zeit dafür gewesen wäre, und es geschieht ja auch jetzt noch nichts wirklich Entscheidendes. Der Profit der Reichen und die kleinen Grabenkriege, wo es um Ansprüche des menschlichen Egos nach noch mehr Einfluss und Bequemlichkeit geht, stehen wie immer an erster Stelle - auch wenn die Mutter Erde darüber kollabiert und es das Leben auf der Erde für sehr sehr lange Zeit vernichtet bzw. zum harten Existenzkampf für die Übrigen macht.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann der Kollaps kommt, darin sind sich immer mehr Wissenschaftler einig. Und spätestens dann ist Schluss mit der Selbstbeweihräucherung dieser Generation und ihrer Anführer. Nachdem auch die soundsovielte UNO-Weltklimakonferenz im Dezember in Lima in Peru mit ca. 5000 Politikern und staatlichen Abgesandten zu Ende gegangen ist, zog spiegel.de das Resümee: "Am Ende herrscht Entsetzen" (spiegel.de, 14.12.2014). Wie groß wird das Entsetzen erst sein, wenn dann eingetreten sein wird, wohin man jetzt sehenden Auges den Planeten hinsteuert? Noch wähnen sich die Politiker, Wirtschaftsführer und die mit ihnen verbündeten Medienvertreter als die anerkannten Oberen dieser Welt, und sie zündeln zusätzlich mit den Kriegsfeuern. Die Geschichte wird früher oder später aber ein anderes Urteil über diese Generation fällen.
Gott hat dies alles jedenfalls nicht gewollt, was sich anbahnt und teilweise schon ist. Geistesgeschichtlich zugrunde für die zunehmende Zerstörung des Erdplaneten liegt das kriegerische und "anthropozentrische" Weltbild der Institutionen Kirche - alles müsse dem menschlichen Nutzen als angeblichem "Zentrum" der Erde dienen.  
 



14.12. / 26.12.2014 - Die römisch-katholische Kirche als unmerkliche Kriegspartei in der Ukraine - wieder neuer Schritt in Richtung großer Krieg / Ukraine will "mächtigste Armee" Europas aufbauen - mit Abermilliarden aus dem Westen / Experten: "Finanzkrieg gegen Russland" - USA und EU eskalieren immer weiter / Jüdischer Historiker Wolffsohn fordert Westen zum Umdenken auf und schlägt offenes Gespräch über zwei ukrainische Bundesländer vor - Unmerklich zog und ziehen auch Vatikan und katholische Kirche in der Ukraine die Fäden, wie wir in dieser Studie mehrfach nachgewiesen haben. Von der Gratis-Verpflegung der Maidan-Aufständischen über die Aufforderung an die USA, in der Ukraine einzugreifen, bis hin zur vollen Rückendeckung für den katholischen Regierungschef Arzenij Jazenjuk.

Nationalistische Ukraine-Regierung dankt Vatikan für die Hilfe

Neue "tödliche" Waffenlieferungen für den Krieg der Ukraine-Regierung

Ukrainische Politiker wollen "mächtigste Armee Europas" gründen

Wer hat den gewaltsamen Aufstand begonnen? Und wer hat den Krieg begonnen?

Jüdischer Historiker fordert Umdenken des Westens

Neues antichristliches Wettrüsten statt Lösung von Problemen: Doch irgendwann kommt der Klimakollaps

Nationalistische Ukraine-Regierung dankt Vatikan für die Hilfe

Dieser weiß auch, wem er zu "danken" hat. Am 10.12.2014 kam es in Kiew zur Begegnung des päpstlichen Sondergesandten Christoph Kardinal Schönborn mit Jazenjuk. Anlass war das 25jährige Jubiläum der offiziellen "Wiedererrichtung" der dem Vatikan unterworfenen griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine im Jahr 1989, mitten hinein in den Zusammenbruch der Sowjetunion. Diese Kirche will der Vatikan als Sprungbrett nutzen, um auch in Russland wieder an entsprechendem Einfluss zu gewinnen; ja letztlich, um die größte Bastion der orthodoxen Kirche, die Russisch-Orthodoxe Kirche mit Zentrum in Moskau, zur Unterwerfung zu bringen oder ihr zumindest viele Gläubige abspenstig zu machen, die sich das weltweite römisch-katholische "Petrusamt" als Oberorganisation "schenken lassen" wollen - so die offizielle Sprachregelung.
Bei dieser Gelegenheit sagte der Mann des Vatikans in Kiew und gleichzeitig der Mann Washingtons, Arzenij Jazenjuk: "Wir spürten und spüren die Hilfe der katholischen Kirche in unserem Kampf für staatliche Unabhängigkeit, territoriale Unversehrtheit, Freiheit und Recht" (kath.net, 10.12.2014). Was er hier "spürt", dem entsprechen auch handfeste Fakten, die sicher nicht alle öffentlich genannt werden.
Der Papst-Gesandte Schönborn seinerseits warb in Kiew für den "Frieden" nach westlich-katholischen Vorstellungen.
Und der neue Papst Bergoglio kann seinerseits die Achse Washington-Vatikan sicher eher repräsentieren als der deutsche Theologe Josef Ratzinger.

Neue "tödliche" Waffen für den Krieg der Ukraine-Regierung

Wenn im Vatikan vom Frieden gesprochen wird, ist deshalb größte Vorsicht geboten, was gerade auch die Kirchengeschichte nahe legt. Hinzu kommt: Nicht nur in der Ukraine wird der "Kampf" der pro-westlichen Regierung mehr oder weniger kompromisslos und militärisch geführt - zumindest so lange es Benzin für die Panzer gibt bzw. solange immer neue und bessere Waffen geliefert werden, wie zuletzt aus Kanada, aus Australien und aus Litauen sowie weitere Militärausrüstung auch aus Deutschland.
Vor allem die USA, die derzeit vor allem von römisch-katholischen Politikern regiert werden, legen nach für den Krieg in der Ukraine: "Der US-Senat hat ein Gesetz zu Waffenlieferungen an die Ukraine und neuen Sanktionen gegen Russland bestätigt. Die Senatoren stimmten einstimmig für den ´Ukraine Freedom Support Act`. Das Gesetz macht den Weg frei für die Lieferung sogenannter tödlicher US-Militärausrüstung für den Kampf gegen die pro-russischen Rebellen in der Ostukraine" (t-online.de, 14.12.2014), obwohl die Regierung Russlands bereits klar gesagt hat, dass sie eine Vernichtung der ostukrainischen Milizen in der seit Jahrhunderten russisch dominierten und teilweise auch russisch bevölkerten Ost-Ukraine durch den Westen nicht hinnehmen werde.

Neue "Ukrainische Politiker wollen "mächtigste Armee Europas" gründen / Der katholische CDU-Politiker Röttgen: Keine Angst vor der Zukunft

Parallel dazu treibt die nationalistische Ukraine-Regierung ihren Nato-Beitritt voran. Sollte dem zugestimmt werden, wäre dann auszuschließen, dass pro-amerikanische Politiker aus Kiew versuchen könnten - mit der USA, der NATO und dem Vatikan im Rücken - die Halbinsel Krim mit Waffengewalt zurück zu erobern? Darunter auch den Stützpunkt der Schwarzmeerflotte Russlands? So hat die Regierungskoalitions-Politikerin Timoschenko im privaten Gespräch sogar schon viel weiter gehende Kriegsgedanken geäußert und nach deren Veröffentlichung nicht dementiert. Und sollten die Russen für diesen Fall zurückschießen, könnte dies dann nicht bereits den so genannten "Nato-Bündnisfall" bedeuten, da beim "Angriff" auf ein NATO-Land automatisch auch die anderen NATO-Länder an dessen Seite in den Krieg ziehen müssten? So nahe wäre man also dran an einer weiteren apokalyptischen Zuspitzung. Oder nicht? Keiner der verantwortlichen Politiker und Kirchenführer hat solches bisher unmissverständlich dementiert.
 
"Der neue Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates in der Ukraine will für einen möglichen Krieg gegen Russland die ´mächtigste Armee Europas` gründen" (focus.de, 17.12.2014). Da das Land aber pleite ist, müssten die Abermilliarden dafür aus den USA und der EU kommen. Namhafte Wirtschaftexperten sprechen schon jetzt von einem "Finanzkrieg" des Westens gegen Russland durch immer härtere Sanktionen, wie es z. B. der Chefvolkswirt von Degussa Goldhandel, Thorsten Polleit analysiert (ntv.de, 17.12.2014). Doch dem Westen reicht das Bisherige, dessen viele Details kaum bekannt sind, immer noch nicht. Während das größte Land der Erde taumelte, saß die EU "zu Tische" und die Frankfurter Rundschau schreibt: "Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union hatten erst am Donnerstagabend [18.12.] die Sanktionen gegen Russland weiter verschärft und jegliche Investitionen auf der annektierten Krim sowie die Lieferung von Gütern aus den Sektoren Energie, Transport und Telekommunikation dorthin untersagt." (fr-online.de, 19.12.2014)
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, der überzeugte Katholik Norbert Röttgen von der CDU, fordert dabei mit Nachdruck, den Konfrontationskurs gegenüber Russland fortzusetzen. "Es gebe ´keinen Grund, unseren Kurs gegenüber Russland in Frage zu stellen oder gar zu ändern`, betonte Röttgen. Die Sanktionen gegen das Land müssten so lange bestehen bleiben, ´wie sich an dem Grund ihrer Verhängung nichts geändert hat´", so focus online (22.12.2014). Der römisch-katholische und dem Papst untergebene Politiker schrieb 2009 das Blendwerk Deutschlands beste Jahre kommen noch. Warum wir keine Angst vor der Zukunft haben müssen. Ähnlich äußern sich auch die anderen führenden CDU-Politiker. Anders der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr und Nato-Militärausschussvorsitzende Harald Kujat: "Eine Großmacht wie Russland bestrafen zu wollen, führe ... in die Irre."

Wer hat den gewaltsamen Aufstand begonnen? Wer? Und wer hat den Krieg begonnen? Wer?

Zwar warnt auch der deutsche Außenminister Steinmeier vor einer weiteren Eskalation des Ost-West-Konflikts, doch der Box-Champion und neue Kiewer Bürgermeister Dr. Vitali Klitschko, der mit als erster dazu aufgefordert hatte, paramilitärische Bürgerwehren zur Destabilisierung der früheren Ukraine zu bilden und der die Gewalt dort mit entfesselte, fordert im Höhenrausch des ukrainischen Nationalismus noch viel schärfere Sanktionen gegen Russland. Auch verleumdet er skeptische deutsche Wirtschaftsführer, dass ihnen "Geld offenbar wichtiger ist als Menschenleben" (sueddeutsche.de, 30.11.2014), wobei er unterschlägt, wer den Krieg in der Ostukraine mit dem Ziel, den Gegner zu vernichten, begonnen hat, der bereits fast 5000 Menschenleben gefordert hat.
Es ist überall nachzulesen, z. B. bei ntv.de am 25.12.2014: "Die ukrainische Regierung hatte im April ihre umstrittene Anti-Terror-Operation gegen die schwer bewaffneten Separatisten begonnen. Nach Angaben der Vereinten Nationen starben in dem Konflikt bisher mehr als 4600 Menschen." Deshalb noch einmal die Frage: Wer hat den Krieg begonnen, der bisher zur Tötung von über 4600 Menschen führte? Wer? Oder: Wem war der Beginn eines Krieges wichtiger als die Schonung von Tausenden von Menschenleben? Wem?
Unerbittlich wird von EU und USA weiterhin Unterordnung bzw. Unterwerfung Russlands gefordert. Verhandlungen mit dem Ziel, vielleicht einen Kompromiss zwischen den Machtblöcken und ihren Interessen zu finden, lehnen die Westmächte bisher ab. Und auch der Kriegs- bzw. Konfrontationskurs der mit ihnen verbündeten neuen Ukraine-Regierung wird weder kritisiert noch gebremst. Zuletzt hatte die deutsche Bundesregierung auf ihrer Internet-Seite die Volksgruppen aufgezählt, die auf der Halbinsel Krim wohnen und dabei den Bevölkerungsanteil der Russen in Höhe von ca. 60 % vergessen, die dort seit Jahrzehnten einheimisch sind. Sie wurden erst nach einer Beschwerde des russischen Außenministeriums nachgetragen. Alleine das spricht Bände über das Bewusstsein der Verantwortlichen.

Angesehener jüdischer Historiker fordert Umdenken des Westens

Dabei hat selbst der angesehene jüdische Historiker Michael Wolffsohn den Westen aufgefordert, in der Ukraine-Krise "umzudenken". In der Bild-Zeitung setzt er sich für eine "Föderalisierung" der Ukraine statt einer Unterwerfung des pro-russischen Ostens unter den mittlerweile pro-amerikanisch regierten Westen, der sich in Kiew im Februar 2014 verfassungswidrig an die Macht geputscht hatte.
Der Professor, der an der Bundeswehr-Hochschule in München Geschichte doziert, schreibt: "Auch wenn es uns nicht gefällt – viele Ost-Ukrainer (keiner weiß genau wie viele, aber eben viele) fühlen sich nicht als Ukrainer, sondern eher als Russen. Sie wollen zu Russland oder wenigstens mehr Sonderregelungen für Ukrainer, die sich als Russen fühlen." Zwar bezeichnet auch er den russischen Präsident als "Aggressor", greift dann aber den russischen Vorschlag auf und schreibt weiter: "Ein Bundesland im Westen, eines im Osten. Auf diese Weise wäre sowohl die Einheit des Staates Ukraine gewahrt als auch den Russen der Ukraine mehr Selbstbestimmung gewährt. Was eigentlich spricht dagegen, diese Option ergebnisoffen mit allen Beteiligten zu diskutieren?" (bild.de, 16.12.2014)
Ja, was spricht dagegen?
In Wirklichkeit ist nicht nur die Ukraine pleite, sondern auch die USA sind mit über 18 Billionen Dollar Schulden längst pleite, doch dort werden ständig Dollarnoten nachgedruckt. Auch der Westen steht für viele Experten im Prinzip vor dem Finanzkollaps. Soll vielleicht für manchen eine weitere Eskalation der West-Ost-Konfrontation die Probleme "lösen" oder zumindest davon ablenken? Mittlerweile ist die politische Situation schlimmer als in der Zeit des so genannten "Kalten Krieges" bis 1989, als es noch mehr Kommunikation zwischen den Machtblöcken gab.

Finanz- und Wirtschaftskrieg der USA gegen Russland immer härter 
Politische Haltung ist ein Spiegelbild des Katholizismus

"Präsident Barack Obama hat in der vergangenen Woche ein Gesetz unterzeichnet. Es erlaubt ihm, die US-Sanktionen gegenüber Russland auch gegenüber Dritten geltend zu machen. Das heißt, wenn eine deutsche Firma an Russland etwas liefern würde, was unter die US-Sanktionen fällt, würde die amerikanische Filiale dieser deutschen Firma bestraft."
Dies erinnert an die Methoden der Kirche gegen Andersgläubige: Nicht nur der "Ketzer" wurde im Laufe der Kirchengeschichte immer wieder bestraft. Auch derjenige, der dem "Ketzer" half oder bei der Bestrafung nicht mitmachte, wurde kirchlich bedroht und schlimmstenfalls ermordet.

Die Einschüchterung der USA zeigt bereits Wirkungen in Deutschland: So fragt beispielsweise eine Großbank bei einer Anfrage nach einem Kredit, ob der Fragesteller "irgendwelche direkten oder indirekten Beziehungen zu Russland unterhält" - um bei Bejahung den Kredit beispielsweise zu verweigern (spiegel.de, 22.12.2014). "Allein aus Angst vor möglichen US-Strafmaßnahmen seien viele europäische Banken bei Geschäften mit Russland schon jetzt äußerst zurückhaltend", schreibt ntv.de am 23.12.2014 unter Berufung auf Insiderkreise. Die Folge: "Sanktionsspirale dreht sich schneller".

Dieser Finanz- und Wirtschaftskrieg tobt in vielen Facetten unmerklich schon seit dem Frühjahr 2014. Obwohl Präsident Obama zu dem Ergebnis kam, dass sein Kontrahent Putin "über den Zusammenbruch seiner Währung, eine größere Finanzkrise und eine schwere wirtschaftliche Rezession" walte (focus.de, 23.12.2914), ist das den Republikanern der USA noch nicht genug, und sie greifen ihren Präsidenten an wegen seiner angeblich zu weichen Haltung gegenüber Russland, und sie fordern von ihm, den Westen zu noch mehr Härte zu führen.

Die kompromisslose politische Haltung des Westens ist dabei einmal mehr ein Spiegelbild der religiösen Haltung des römischen Katholizismus, der von den Menschen verbindlich und angeblich "unfehlbar" fordert: "Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig. Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir."

Im Jahr 2003 hieß es durch den republikanischen US-Präsidenten George W. Bush und seinen europäischen Verbündeten unter anderem: Es läge allein an Saddam Hussein, den Krieg des Westens gegen den Irak zu verhindern bzw. zu beenden, indem er sich vollständig unterwirft. Das damalige Ergebnis ist bekannt. Hussein endete am Galgen und die Bewohner des Landes wurden in unbeschreibliches Leid und Chaos geführt.
Jetzt wird in der Konfrontation Ähnliches zu Wladimir Putin gesagt. Es läge angeblich allein an Wladimir Putin, den Konflikt zu beenden. Wohin wird es dieses Mal führen?

Und um einen noch größeren Krieg anzuzetteln, wäre es natürlich für alle Beteiligten kein Problem, zum Beispiel eigene Panzer mit den "Hoheitszeichen" des Gegners zu versehen und somit z. B. einen Angriff der Gegenseite vorzutäuschen und vieles derlei mehr. Auch Nazi-Deutschland steckte einst ohne große Mühe deutsche SS-Offiziere in polnische Uniformen, um einen Vorwand für den Beginn des 2. Weltkrieg zu konstruieren.
Die Geschichte zeigt: Hat man sich erst einmal bis an den Rand des Krieges hoch geschaukelt, ist das Finden eines unmittelbaren Anlasses oft nur noch eine "Kleinigkeit". Und bis heute steht im Raum, dass das Massaker auf dem Maidan-Platz in Kiew im Februar 2014, das zum Sturz der damaligen ukrainischen Regierung führte, der man es in die Schuhe zu schieben versuchte, von einem Hochhaus durchgeführt wurde, das unter Kontrolle der damaligen pro-westlichen Opposition stand. An Weihnachten 2014 heißt es in einer dpa-Pressemeldung: "Die Aufständischen werfen der Regierung in Kiew ungeachtet der Friedensgespräche seit Tagen vor, einen Krieg gegen den Donbass vorzubereiten." (26.12.2014)

Neues antichristliches Wettrüsten statt Lösung von Problemen - Doch irgendwann kommt der Klimakollaps

Derweil treibt die Regierung Russlands seine Aufrüstung massiv voran, um die klare militärische Unterlegenheit gegenüber den USA und der Nato, die wiederum hinter der neuen Regierung in Kiew steht, zu verringern. "Moskau will Waffengleichheit", heißt es bei ntv.de (15.12.2014), und weiter: "Betrachtet man allerdings die absoluten Zahlen, sieht man, dass es bis zur Waffengleichheit ein weiter Weg wäre." Und die USA gaben zuletzt auch ca. achtmal mehr für Militär aus als Russland (612,5 Milliarden $ im Vergleich zu 76,6 Milliarden $) (manager-magazin.de, 15.7.2014). Hinzu kommen dann noch die Milliarden-Ausgaben der anderen NATO-Staaten.
Der russische Präsident Putin hatte im Dezember 2014 auch "dem Westen vorgeworfen, im Zuge der Ukraine-Krise sein Land zerschlagen zu wollen, weil es zu stark geworden sei". (spiegel.de, 26.12.2014)

Hierzu ist ein Vergleich mit dem einflussreichen polnischstämmigen US-Politikprofessor Zbigniew Brzezinski interessant, der in seiner Analyse Die einzige Weltmacht - Amerikas Strategie der Vorherrschaft, Frankfurt am Main 1997 Russland z. B. als "überflüssiges Land" bezeichnet (zit. nach Interview mit Alexander Solschenizyn, Welt am Sonntag 21.6.1998). Darin "ermuntert" er Russland konkret, sich "westlich" zu orientieren und zu definieren. So wie es USA und EU derzeit auch von Russland verlangen. Die Regierung Russlands müsse doch bloß tun, was der Westen ihr vorgibt. "Sein Einfluss auf die Außenpolitik Barack Obamas ist umstritten", heißt es bei Wikipedia über den US-Außenpolitik-Professor Brzezinski. (Stand: 26.12.2014)
Am Beginn des Ukraine-Konflikts hat US-Präsident Obama Russland tatsächlich als "Regionalmacht" abgewertet - im Unterschied zur vermeintlichen Supermacht, an deren Spitze er selbst steht. Und es wird ja von dieser Seite gar nicht bestritten, dass die USA und die CIA sich seit dem Putsch stark in der Ukraine-Politik engagieren.
In den letzten Jahren legten sich die Supermacht und ihre Verbündeten unter anderem mit "Regionalmächten" wie Korea, Vietnam, Nicaragua, Serbien, Afghanistan, Iran, Irak, Libyen oder Syrien an, jetzt über die westukrainischen Verbündeten mit der "Regional-Atommacht" Russland, dem größten Land Europas und der Erde. Der polnische Präsident Donald Tusk, seit 2014 auch Ratspräsident der EU, erklärte zur NATO-Osterweiterung schon 2008: "Wir haben den Rubikon überschritten" - ein geflügeltes Sprichwort aus dem alten Rom, das auf einen bevorstehenden Krieg hindeutet. Wissen diese Männer, was sie reden und was sie tun? Und welche Bedeutung legen sie in ihre Worte hinein?

Zu all dem die Frage: Wer nimmt sich eigentlich in diesem Machtkämpfen das Recht heraus, seinen Bruder, seine Schwester, in einem Krieg zu töten? Ihm für immer die Luft zum Atmen auf dieser Erde weg zu nehmen? Wer? Wer hat dem Westen dieses Recht gegeben? Oder dem Osten? Wo steht geschrieben: Die USA oder Deutschland dürfen ihre Gegner im Krieg töten? Oder Russland? Oder China? Oder die Ukraine? Oder irgendwelche Rebellen? Haben sie zuvor die Luft zum Atmen gegeben, so dass sie berechtigt wären, sie wieder weg zu nehmen?
Alle Beteiligten im Ukraine
-Konflikt nennen sich christlich, doch die Aufrüstung, Kriegsplanspiele und sonstige Machtgelüste und Grenzstreitigkeiten haben mit Christus nichts zu tun, ob das Antichristliche nun katholisch, evangelisch oder orthodox legitimiert wird.
Jede Partei, ob West oder Ost, könnte sogar zu 100 % der anderen nachgeben, was zu einer sofortigen Verbesserung auch dieser Situation für alle führen würde - wobei im ehernen Gesetz von Saat und Ernte alles gerecht gewogen wird - auch ein selbstkritischer und ehrlicher Wunsch zum Ausgleich und zu mehr Frieden. Denn jede Tat, jedes Wort, jeder Gedanke und sogar alle Regungen der Gefühle und Empfindungen sind Energie und bringen die entsprechende Wirkung für den oder die Betroffenen hervor. Dies gilt im Negativen auch für die Falschheit von Worten und für die Heuchelei.
Die Realität dabei ist leider überwiegend: Christus wird immer wieder ans Kreuz geschlagen und seine Lehre gleich mit dazu - weil die meisten Politiker des Konfessionschristentums für die eigene Politik ablehnen, dass Jesus vom Balken im eigenen Augen sprach, der vor der Beschäftigung mit dem Splitter im Auge des Gegners entfernt gehört. 

Westukrainische Politiker im kriegerisch-nationalistischem Taumel - "Ende der Neutralität"

Die Abgeordneten des ukrainischen Parlaments beschließen kurz vor Weihnachten 2014 in einem Gesetz mehrheitlich das "Ende der Blockfreiheit" bzw. "Ende der Neutralität" (23.12.2014). Als nächstes werde die NATO-Mitgliedschaft beantragt. Damit soll auch die pro-russische Ostukraine und die überwiegend von Russen bewohnte Krim (mit dem Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte) in das NATO-Militärbündnis hinein gezwungen werden, wenn man die westliche Sicht der Dinge über die Grenzen zugrunde legt.
 
Die Halbinsel Krim war vom ukrainisch-sowjetischen Diktator Nikita Chruschtschow 1954 damals verfassungswidrig und nicht im Einklang mit dem Willen der großen Bevölkerungsmehrheit Russland weg genommen und der Ukraine zugeschlagen worden - eventuell, um sich bei seinen ukrainischen Landsleuten beliebt zu machen.
Bei der Umwandlung der Sowjetunion in die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten GUS im Jahr 1991 hatte der damalige russische Präsident Boris Jelzin die Halbinsel aber von der damals eng befreundeten Ukraine nicht zurück verlangt, als die aktuellen Grenzziehungen von allen unterschrieben wurden. Alle betroffenen Länder hatten damals auch schlicht andere Sorgen. Das änderte sich durch den vom Westen mitorganisierten und mitfinanzierten anti-russischen Maidan-Putsch im Februar 2014 in Kiew.


Bei der Volksabstimmung vom 16.3.2014 auf der Halbinsel Krim entschieden sich darauf hin nach offiziellen Angaben 96,8 % der Wähler bei einer Wahlbeteiligung von 83,1 % dafür, wieder völkerrechtlich zu Russland gehören zu wollen - wie es bis 1954 selbstverständlich war. Ca. 60 % der Bewohner sind Russen.
Drei Tage später erklärte die Übergangsregierung der Ukraine auch den Austritt aus der GUS. Und seither werden vor allem die Bewohner der Krim vom Westen mit massiven Sanktionen bestraft, da die USA und die EU die Abstimmung und ihr Ergebnis nicht anerkennen. Die meisten der dort wohnenden Tartaren (Bevölkerungsanteil ca. 12 %) sollen der Abstimmung fern geblieben sein.

Der Westen legt dabei weiterhin Wert auf seine militärische Überlegenheit gegenüber dem Osten, was für die katholische und evangelische Großkirche die Voraussetzung ist, immer wieder auf antichristliche Weise den Krieg "als letztes Mittel" zu befürworten - bisher nicht gegenüber Russland, aber in vielen anderen Krisenherden der Erde. Denn der Einsatz eines solchen angeblichen "letzten Mittels" oder die Drohung mit diesem Mittel macht ja nur Sinn, wenn man davon ausgeht, diesen Krieg dann auch zu gewinnen, indem man mehr weit mehr Menschen den Atem wegnimmt als eigenen Kriegern der Atem genommen wird in der Schlacht Mensch gegen Mensch, Maschine gegen Maschine.
Die massive Aufrüstung ist also die Voraussetzung für die kirchlichen Lehren des angeblich
"letzten Mittels". Mit Christus hat das aber nichts, aber auch gar nichts zu tun, es ist gegen ihn. Auf der Strecke bleiben wegen der egomanen Macht-, Grenz- und Wirtschaftskriege alle die Probleme auf der Erde, die gelöst werden müssten -  ca. 37.000 Hungertote täglich, immer größere Schere zwischen Arm und Reich, immer neue Flüchtlingsströme, Zerstörung des Planeten Erde, bevorstehender Klimakollaps und, und, und.
Irgendwann wird der Klimawandel zum Klimakollaps führen. Die Menschheit auf allen Kontinenten hat sich ihren besten Freund, den Planeten Erde, zum Feind gemacht, und dieser wehrt sich mehr und mehr gegen seine Zerstörung. Und diesen Krieg kann
kein menschlicher Machtblock gewinnen, weder der westliche noch der östliche.
 


2015

5.1. / 30.6. / 8.9.2015 -
Die Ukraine-Regierung spricht mit Rückendeckung des Vatikan und des Westens vom Sieg im Krieg - Kirchlicher Verzicht auf öffentliche Waffensegnungen bedeutet nur Verzicht auf Folklore - "Mit deutscher Hilfe noch weiter töten" - Woher kommen die vielen neuen Waffen für den Krieg? - Die Kugel rollt -
Die Kugel des Unfriedens rollt, und von denen, die sie losgetreten haben, treten einige immer weiter nach dieser Kugel, damit sie noch schneller rollt. Wird die Kugel bald alle überrollen und kann sie überhaupt, ja will sie überhaupt noch von Politikern aufgehalten werden? In seiner Neujahrsansprache kündigte Präsident Petro Poroschenko für 2015 den Sieg im Krieg an. "Der ´Feind`  habe das Leben, das Territorium, die Freiheit und die Unabhängigkeit der Ukrainer ´gefährdet`. Jedoch werde die Ukraine ´diesen patriotischen Krieg gewinnen`" (zit. nach spiegel.de, 1.1.2015). Man muss also gar nicht den Krieg in seine Worte hinein interpretieren. Es wird offen ausgesprochen, so wie z. B. auch im letzten Jahrhundert in Deutschland in zwei Weltkriegen immer wieder vom "Feind" gesprochen wurde, den man im "Krieg" besiegen werde. Doch ein Aufschrei von Menschen, die sich christlich nennen, bleibt weitgehend aus.

Ukrainischer Präsident verkündet Sieg im Krieg / Er weigert sich, zu reden und zu verhandeln

Wer hat Recht? Ich, ich, ich ...

Milliarden aus Deutschland für die Kriegsregierung

Massenflucht von West-Ukrainern vor der Front / Vernichtungsprämie für Soldaten

Friedensnobelpreisträger Gorbatschow: "Deutschland will sich überall einmischen"

Ukraine-Präsident: "Für einen totalen Krieg vorbereitet"

Kriege und Kriegsgeschrei oder "Liebt eure Feinde"

Der Vatikan im Hintergrund

Waffen aus USA würden Krieg und Spaltung Europas eskalieren

NATO eröffnet Botschaft in Kiew

Der Schrecken eines Atomkriegs gehen angeblich vorüber

Der katholische Regierungschef Arsenij Jazenjuk verkündet in diesem Zusammenhang gar die Unterstützung der Kriegspolitik durch den "Lenker des Erdkreises" in Rom samt Gefolge, dem sich alle Menschen für ihr Seelenheil angeblich unterwerfen müssen. "Wir spürten und spüren die Hilfe der katholischen Kirche in unserem Kampf für staatliche Unabhängigkeit, territoriale Unversehrtheit, Freiheit und Recht" (kath.net, 10.12.2014). So ist es - auch wenn die mit Liturgiegewändern kostümierten Priester in Rom mit hohlen Worten vom "Frieden" sprechen.

Ukrainischer Präsident verkündet Sieg im Krieg - Er weigert sich, zu reden und zu verhandeln

Derweil rottet der Sarkophag über der Atomruine in Tschernobyl in der Ukraine vor sich hin. Dringend benötigte über 600 Millionen Euro für die Sanierung wurden bisher [2015] noch nicht aufgebracht. Man braucht das Geld anderweitig - zum Beispiel für den Krieg.
So übergab der pro-amerikanische Präsident am 4.1.2015 "dem Militär weiteres schweres Kriegsgerät wie Kampfjets, Haubitzen und Schützenpanzer. ´Ich bin überzeugt, dass 2015 das Jahr unseres Sieges wird. Dazu brauchen wir eine starke, patriotische und gut ausgerüstete Armee`" (ntv.de, 5.1.2015). Doch von wem kommen die Waffen und das viele, viele Geld, da das Land im Prinzip pleite ist? Wiederum von Menschen, die sich "christlich" nennen?
"Poroschenko macht mit der Aufrüstung seiner Truppen das Gegenteil" dessen, was beim Minsker Waffenstillstands-Abkommen an ausgehandelt wurde, schreibt z. B. ntv.de am 5.1.2015. Doch seine Verbündeten in Washington, Berlin und Rom nehmen das hin – anders, als wenn die ostukrainischen so genannten "Separatisten" gegen dieses Abkommen verstoßen oder man diesen solches vorhält, womit dann die Fortsetzung des westlichen Wirtschaftskrieges gegen die russische Regierung begründet wird. Es wird wie immer von beiden Konfliktparteien "zweierlei Maß" angewandt - eine ungleiche Betrachtung, die nur neue Aggression beim so genannten "Gegner" fördert.
Der ukrainische Kriegspräsident machte auch bei der so genannten Münchner Sicherheitskonferenz noch einmal deutlich, dass er nicht bereit ist, mit der Unabhängigkeitsbewegung in der Ostukraine auch nur zu reden. "Jetzt wollen sie, dass wir mit Terroristen in einen direkten Dialog eintreten. Nein!" (ntv.de, 7.2.2015)
Er will den Krieg gewinnen und braucht dazu mehr Waffen, Waffen und immer mehr Waffen aus den USA und dem Westen, um die "Separatisten" vernichten zu können
. Vom unermesslichen Leid unter der Bevölkerung, die der Krieg im Gefolge hat, von Tod und Grauen, redet er nicht.
 
Am 21.2.2015 hatte die lutherische Pfarrerstochter Angela Merkel dann bei einer ihr gewährten Privat-Audienz bei Papst Jorge Bergoglio die weitere Strategie des Westens besprochen. Haben auch diese beiden dann die Kugel, die schon rollt, noch weiter beschleunigt?
Oder, von einer anderen Warte aus betrachtet: Wird die Kanzlerin das tun, was ihr der Papst sagt, um die für sie laut Romkirche vorgesehene spätere ewige Verdammnis vielleicht doch irgendwie päpstlich annulliert zu bekommen, da sie noch nicht in die katholische Kirche eingetreten ist, obwohl sie diese Kirche und ihren Absolutheits- und Unterwerfungsanspruch kennt? (siehe dazu die Lehrsätze Nr. 373 und Nr. 381 laut der Dogmen- und Lehrsatzsammlung von Neuner und Roos)

Mit Christus hat das alles nicht das Geringste zu tun. Man hat Seine Lehre der Feindesliebe, der Erkenntnis der eigenen Schuld und der Goldenen Regel ("Alles, was ihr wollt, dass euch die anderen tun, das tut ihr ihnen zuerst") kalt gestellt - so wie Ihn selbst, der nach 2000 Jahren immer noch am katholischen Kruzifix = Galgen hängt, obwohl Er im Leben derer auferstehen möchte, die sich auf Ihn berufen.
Doch es wurde sich von der pro-westlichen und auch pro-vatikanischen Konfliktpartei zu Beginn des Jahres 2015 ja nicht einmal mehr zum ethischen Minimum bekannt, dass man den Konflikt durch Verhandlungen beilegen möchte und nicht durch massenhaftes Töten = Morden von Menschen.
 
Deutliche Worte über den papsttreuen katholischen Ministerpräsidenten der Ukraine, Arsenij Jazenjuk, findet der tschechische Präsident Zeman: "Nach Jazenjuks Aussagen zu urteilen, denke ich, dass er 'ein Ministerpräsident des Krieges' ist, weil er nicht, wie von der Europäischen Kommission empfohlen, bereit ist, eine friedliche Lösung im Ukraine-Konflikt zu finden," sagte Zeman der tschechischen Tageszeitung Pravo. (epochtimes.de, 4.1.2015)
Wer werden die Leidtragenden sein? Wer sind jetzt schon die Leidtragenden? Vor allem die Bürger der Ostukraine gehören dazu, deren zerfetzte Leiber in den westlichen Medien nicht gezeigt werden, wenn Krieger der eigenen westliche Seite die Täter waren, so wie es auch die östliche Seite macht, wenn der Angriff von ihnen ausging. Hungersnöte drohen, in der Ostukraine und in Russland. Von den Tieren, die rücksichtslos auf allen Seiten der Grenzen massakriert werden, gar nicht gesprochen. Beide Kriegsparteien werden das Schicksal ernten, das sie selbst gesät haben und weiter säen, mit allen ihren Unterstützern. Fast 5000 Tote in der Ostukraine gab es schon oder gar viel mehr - kein Grund für viele Kriegsbefürworter, um das Kriegsbeil zu begraben. Diese Kugel rollt, wenn sie nicht durch massive Selbstkritik und Nachgeben gestoppt wird. In nur wenigen Monaten haben die Politiker Europa komplett gespalten. Und seine gewählten Vertreter beschleunigen den Niedergang ihres Kontinents, womöglich noch vor dem Klimakollaps.

Wer hat Recht? Ich, ich, ich ...

Für Angela Merkel von der CDU ist die Kriegspolitik der Ukraine-Regierung kein Hinderungsgrund, die Milliarden locker zu machen. So setzt die lutherische deutsche Bundeskanzlerin ihre Unterstützung der nationalistischen westukrainischen Regierung und die Konfrontation samt Sanktionen gegenüber der Russland-Regierung unerbittlich fort. Russland müsse die Krim an die Ukraine zurückgeben, so eine Bedingung Angela Merkels für die Aufhebung der Sanktionen. Russland hat in der Krise der Auflösung der Sowjetunion 1996 dieser Grenzziehung zugestimmt, als die Regierungen von Russland und der Ukraine noch befreundet waren.

Zum Hintergrund: Der ukrainische Sowjet-Diktators Chruschtschow hatte zuvor, im Jahr 1954, die Halbinsel Krim von Russland verfassungswidrig weggenommen und seinen Landsleuten in der Ukraine geschenkt. Dies ist ein wesentlicher Meilenstein für die "karmische" Verwicklung zwischen beiden Nationen. Doch ein Karma gehört aufgearbeitet und gelöst, nicht verstärkt, wenn man Schritte zu mehr Frieden gehen möchte. Von Bedeutung sollte bei einer Politik, die den Namen "Friedenspolitik" zu Recht tragen möchte, auch sein, was die Bevölkerung eines Landesteils, z. B. der Ostukraine, möchte, auch im Hinblick, in welchem Staat sie leben möchten.
Doch was zeigte sich zu Jahresbeginn 2015 bei westlichen Politikern? Keine Verhandlungen, keine Suche nach einem Mittelweg, nach einem Interessenausgleich, sondern Unterwerfung wird verlangt, und eine Vorbereitung eines großen Krieges wird mit Milliarden unterstützt. Man beharrt auf dem "Recht" bei der Grenzfrage im Sinne der Grenzbeschlüsse von 1996, und dahinter stecken natürlich die eigenen Interessen. Manche Politiker ergötzen sich dabei nahezu an ihrer Sichtweise, die lautet: "Wir haben Recht" - so, als ob dieses "Recht" jede neue Untat legitimiert.
Doch die Atom-Weltmacht Russland will nicht nachgeben und sich nicht unterwerfen, sondern sie hat eine andere Sicht auf die Dinge und will diese ihre Sicht ebenfalls durchziehen. Nicht einmal die einfache Wahrheit des Sprichworts "Der Klügere gibt nach" hatte zuletzt offenbar eine nennenswerte Bedeutung. Während Deutschland und der Westen die russische Regierung deshalb durch einen massiven Wirtschaftskrieg in die Knie zwingen wollen, wird umgekehrt die nationalistische Regierung in der Ukraine mit immer mehr Milliarden über Milliarden aus dem Westen unterstützt.
Doch wer hat nun Recht? Ich, ich, ich ... Wer hat mehr Waffen? Ich, ich, ich ... Wer ist schuld? Der andere, der andere, der andere ... Wer bricht zuerst zusammen und liegt dann im Staub? Der andere, der andere, der andere ... Wer darf dann seinen Fuß oben drauf setzen und als Sieger in das Geschichtsbuch eingehen? "Soldaten, schießt!"
Und wie geht es den betroffenen Menschen auf allen Seiten der Front? Nicht so wichtig für die Kriegführenden. Denn es geht in erster Linie um politische, wirtschaftliche und geostrategische Machtinteressen. Jeder Konfliktpartei könnte in diesem Konflikt sogar zu 100 % nachgeben und damit nicht nur der moralische Sieger sein, sondern auch unermesslich viel neues Leid vermeiden. Sagen nicht alle Beteiligten, sie seien Christen und berufen sich auf Jesus, der sprach: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt"? Wo hat Jesus gelehrt, dass man in der "Lebensschule Erde" Kriege führen und töten soll wegen Grenzstreitigkeiten. Haben also die Politiker, die sich christlich nennen, in diesem Konflikt wirklich Recht, dann ist Jesus ein falscher Prophet.

Milliarden aus Deutschland und dem Westen für Kriegsregierung in der Ukraine

Zuletzt gab es einen 500 Millionen Euro-Kredit aus deutschen Steuermitteln mit Bürgschaft der Bundesregierung für die Regierung in Kiew, offiziell für "den Wiederaufbau im Osten des Landes" (z. B. bild.de, 8.1.2015). Doch ist das nicht Volksverdummung? Was bedeutet denn "Wiederaufbau"? Vielleicht ist gemeint: Erst soll der Osten des Landes durch Krieg gegen die pro-russischen Unabhängigkeitstruppen mit zahllosen im Krieg ermordeten Opfern zurück erobert werden und dann unter anderem mit dem deutschen Geld, das man solange auf die Seite gelegt hätte, wieder aufgebaut werden? Eine weitere Frage dazu ist: Gibt es jemanden - selbst aus dem Lager von CDU, CSU, Grünen und SPD - der das wirklich so glaubt?
Und "Bürgschaft" bedeutet darüber hinaus: Wenn diese halbe Milliarde nicht zurückgezahlt wird, zahlt eben der deutsche Bürger - jeder Einwohner vom Senioren bis zum Baby nur bei diesem einen Kredit durchschnittlich 6,20 € - eine fünfköpfige Familie zahlt also 31 € nur für den einen Kredit. Doch wofür? Wofür wird dieses Geld denn genau verwendet? Und was wird noch alles darüber hinaus gegeben?
- "Derweil will die EU-Kommission bis zu 1,8 Milliarden Euro zusätzliche Hilfen in die Ukraine pumpen."
- Und: "Die EU hat der Ukraine vergangenes Jahr 1,36 Milliarden Euro gewährt."
- Und: "Der IWF hat für das Land bereits ein Paket in Höhe von 17 Milliarden Dollar geschnürt" (ntv.de, 8.1.2015) - alles Geld, das ebenfalls zu einem großen Teil aus Deutschland kommt.
- Und: "Nach Einschätzung der prowestlichen Führung in Kiew" braucht es "weitere 15 Milliarden Dollar (knapp 13 Mrd. Euro)" (focus.de, 9.1.2015). Doch ob das annähernd reicht?
Die Geldempfänger führen Krieg. Und von wem sollen die vielen Milliarden dafür denn kommen? Von wem soll es letztlich "genommen" werden?


Kaum hatte der ukrainische Ministerpräsident die neuen 500 Millionen Euro aus Deutschland in der Tasche, startete seine Armee einen Großangriff auf die ostukrainische Stadt Donezk. Ob der zeitliche Zusammenhang wischen den deutschen Millionen und dem Großangriff auf Donezk ein Zufall ist? Was macht die Bundesregierung mit den Steuern, die die Bürger bezahlen?
"Die Regierung werde kein Stück Land aufgeben" (focus.de, 19.1.2015), so der ukrainische Präsident Poroschenko erneut mit Rückendeckung der EU, die kompromisslos und unerbittlich die so genannte "territoriale Integrität" auf dem Stand von 1996 verlangt, quasi in diesem Konflikt als "Nonplusultra des Völkerrechts" und höchsten für sie zu verteidigenden Wert; ein Wert, der im Laufe der Geschichte nachweisbar immer eine menschliche Konstruktion war und ist; im Unterschied zu Menschenleben, die der Mensch nicht selbst erschaffen kann, da Gott der Odem im Atem jedes Menschen ist. Doch hier maßen sich Politiker auf allen Seiten an, ihren Brüdern und Schwestern den Atem zu Millionen zu nehmen, also das Leben, das von Gott geschaffen ist, zu zerstören. Geht es um von ihnen selbst konstruierte Grenzen, dürfen diese nicht verhandelt werden. Die Leben von Tausenden von Menschen dürfen jedoch nach der Ethik der Verantwortlichen ausgemerzt werden.

 
Während also der Planet unaufhaltsam auf den Klimakollaps zusteuert und Völkerwanderungen ungeahnten Ausmaßes auslöst, was die Politiker einfach so laufen lassen oder gar verschlimmern, benehmen sie sich bei ihrem Ego-Gezänk wie im Mittelalter, wo die Polit-Mächte auch "kein Stück Land aufgeben wollten". Schon damals massakrierten sie mit kirchlichem Segen, was das Zeug hielt. Und dann singen sie im konfessionellen Gottesdienst "Ich bin ein Gast auf Erden". Aber wie benehmen sich dann diese mordenden "Gäste", wenn sie doch nur Gäste sind?

"Massenflucht" von Westukrainern in die EU und nach Russland / Ukrainische Soldaten bekommen Vernichtungsprämien

Jeden Meter Land will die mit Deutschland verbündete nationalistische Ukraine-Regierung nun nicht durch Verhandlungen oder durch eine Initiative aller Konfliktparteien für die "nationalen Einheit" zurück gewinnen, sondern durch Krieg erzwingen - auch gegen den Willen der großen Mehrheit der Bewohner der betreffenden Regionen, die nun zu Tausenden im Krieg getötet werden. Präsident Poroschenko verkündete in diesem Zusammenhang den Krieg "um jeden Fußbreit Boden" (bild.de, 19.1.2015). Und Angela Merkel gibt Geld und schweigt öffentlich zum Krieg der Empfänger der deutschen Steuergelder. Als dann aber die ostukrainische Unabhängigkeitsbewegung, die "Separatisten", statt auf ihre "Vernichtung" zu warten oder zu kapitulieren, den Krieg wieder verstärkt führten und entsprechend töteten, kündige Angela Merkel eine "neue robuste finanzielle Unterstützung" der Ukraine-Regierung aus Deutschland an (focus.de, 28.1.2015), angeblich für die Wirtschaft. Doch was bringt eine fortgesetzte einseitige Parteinahme? Wohl auch dank "frischem Geld" verleiht die Regierung auch Abschuss-Prämien für die tötenden Ukraine-Soldaten: 2400 Euro z. B. für einen vernichteten Panzer mit oder ohne "Separatisten" drin, 6000 Euro gar für ein abgeschossenes Flugzeug mit "Separatisten" drin und immerhin noch 600 Euro, wenn man  z. B. ein vorbei fahrendes Fahrzeug der "Separatisten" in die Luft jagt. Von unseren Steuergeldern?
Mit "Christus" hat das nicht das Geringste zu tun, weswegen die Bundesregierung und insbesondere die CDU und CSU sich sofort von Christus distanzieren sollten. Sie könnten stattdessen öffentlich erklären: "Wir folgen nicht Christus, denn er ist für uns ein weltfremder Utopist. Sondern wir folgen dem
Papst und der katholischen Kirche", die laut Ministerpräsident Jazenjuk der Regierung in Kiew in ihrem ´Kampf für territoriale Unversehrtheit` helfen." (kath.net, 10.12.2014)
Immer mehr Männer aus der Ukraine fliehen mittlerweile aus dem Land, entweder in benachbarte EU-Länder oder nach Russland, um ihrer Einberufung an die Kriegsfront zu entgehen, die Zeit spricht von einer "Massenflucht vor Fronteinsatz" (30.1.2015). Die Männer wollen nicht getötet werden und keine Ost-Ukrainer töten, auch nicht gegen Prämien, denn es ist nicht ihr Krieg, den die Regierung in Verbindung mit den USA und westlichen Kräften hier führen. Und Ähnliches gilt wohl auch für viele Ost-Ukrainer. Und wenn der Westen weiter auf Hochrüstung der pro-amerikanischen Regierung und auf ihren Krieg setzt, dann werden es bald Millionen Flüchtlinge sein, die nicht nur nach Russland fliehen, sondern auch nach Deutschland.

"Deutschland will sich überall einmischen" -
Friedensnobelpreisträger Gorbatschow warnt die Bundesregierung

Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow, der durch den Rückzug Russlands aus Mitteleuropa im Jahr 1990 die deutsche Einheit ermöglichte, kritisiert die Bundesregierung unter Führung von Angela Merkel für ihren kompromisslosen Konfrontations- und Sanktionskurs gegenüber Russland heftig, was zunehmend die Kriegsgefahr erhöht. Gorbatschow wörtlich:
 
"Ein solcher Krieg würde heute wohl unweigerlich in einen Atomkrieg münden. Wenn angesichts dieser angeheizten Stimmung einer die Nerven verliert, werden wir die nächsten Jahre nicht überleben ... Das neue Deutschland will sich überall einmischen. In Deutschland möchten anscheinend viele bei der neuen Teilung Europas mitmachen. Deutschland hat im Zweiten Weltkrieg schon einmal versucht, seinen Machtbereich nach Osten zu erweitern. Welche Lektionen braucht es noch?" (The Huffington Post, 12.1.2015)

Bereits am 5.5.2014 stand in vielen Zeitungen zu lesen: "Der ukrainische Übergangspräsident Oleksander Turtschinow sieht sein Land im ´Krieg` mit Russland" (z. B. nachrichten.at), weil deren Regierung die Unabhängigkeitsbestrebungen im Osten des Landes auch militärisch unterstütze. Und wie denkt die Zivilbevölkerung in den umkämpften Gebieten? Der ehemalige Übergangspräsident und evangelische Pastor Turtschinow gibt zu: "Sagen wir doch mal ehrlich: ´Die Bürger dieser Regionen unterstützen die Separatisten, sie unterstützen die Terroristen, was die Durchführung der Anti-Terror-Operation erheblich erschwert`" (zit. nach nachrichten.at, 5.5.2014). Die Bürger einer ganzen Region werden auf diese Weise von westlichen kirchlichen Politikern also als "Terror-Helfer" abgekanzelt. Auch sie müssen sich also den vom Westen unter dem Motto "Wir haben Recht" verlangten Status Quo der Grenzbeschlüsse von 1996 wieder unterwerfen, oder sie werden mit Krieg überzogen. Mehrere Menschenrechtsorganisationen berichten, dass "das ukrainische Militär im umkämpften Osten des Landes rücksichtslos gegenüber der Zivilbevölkerung auftrete" (ntv.de, 8.1.2014), doch der katholische Präsident Jazenjuk sagt dazu, "die russisch geführten Terroristen" würden das tun. Gebetsmühlenartig schieben sich immer die beiden Seiten die Schuld gegenseitig zu. Und Deutschland füllt einem der Beteiligten die Taschen mit Millionen voll.

Ukraine-Präsident lobt Unterstützung des Westens: "Für einen totalen Krieg vorbereitet"

Die ostukrainische Hacker-Gruppe CyberBerkut, die zeitweise die Internet-Seite der Bundesregierung lahm legte, schrieb: "´Jazenjuk braucht Geld, um den Krieg auszuweiten, nicht, um die zusammengebrochene Infrastruktur unseres Landes wieder aufzubauen`, hieß es in einem Bekennerschreiben. ´Er werde mit deutscher Hilfe ´noch weiter töten.`" (sueddeutsche.de, 7.1.2015)
Der ukrainische Verteidigungsminister Waleri Heletej erklärte dazu bereits vor ca. einem halben Jahr: "Die Ukraine wird siegen und die Siegesparade wird in einem ukrainischen Sewastopol stattfinden" (focus.de, 4.7.2014). Sewastopol liegt auf der Halbinsel Krim, und für diese Parade müsste die Ukraine den Krieg gegen Russland gewinnen. Nur eine Einzelstimme? Nein. Dieser Minister wurde von Präsident Poroschenko extra neu berufen und der Präsident spricht zwar immerhin von der Bereitschaft "für Kompromisse", doch sagte er auch: "Ich habe keine Angst vor einem Krieg mit russischen Truppen und wir haben uns auf das Szenario für einen totalen Krieg vorbereitet." Nur mit wessen Hilfe? Der Präsident: "Wir haben die Unterstützung aus der ganzen Welt." (handelsblatt.de, 16.11.2014)
Das also treibt die Kriegseskalation in die Höhe, die Unterstützung der sich christlich nennenden Politiker aus dem Westen. Sonst würden sich die Politiker vor Ort das wohl nicht getrauen, und man würde mehr verhandeln und nachgeben. Dabei weiß die Regierung in Kiew, auf welche Hintermänner und -frauen sie zugehen muss, um ihren "patriotischen Krieg zu gewinnen". "Deutschland und ganz persönlich Kanzlerin Merkel stehen hinter dem ukrainischen Volk", so der ukrainische "Ministerpräsident des Krieges", wie der tschechische Präsident Zeman den Katholiken Jazenjuk nennt (zit. nach bild.de, 8.1.2015). Und auch der Vatikan. (siehe oben)
Und der Präsident hat keine Angst vor dem "totalen Krieg". Liebe Leserinnen, liebe Leser! Haben Sie auch keine Angst vor einem "totalen Krieg" wie der Ukraine-Präsident? Vielleicht weil wir Angela Merkel als Kanzlerin haben, die doch erst im Jahr 2013 das Buch Daran glaube ich - Christliche Standpunkte veröffentlicht hat? Wo sie auf dem Bucheinband zusammen mit dem Papst dem Leser eine Lächeln zuwendet. Präsident Poroschenko hat keine Angst vor einem "totalen Krieg", weil Millionäre und Milliardäre samt den führenden Politikern glauben, sich irgendwo sicher einbunkern zu können und sich die Zeit dort unter anderem mit dem Lesen von Büchern vertreiben zu können. Doch was ist mit dem Volk?
Kriegssprüche, Geld für den Krieg oder für eine kriegerische Regierung hat mit Christus nichts zu tun. Es ist lutherisch und katholisch, aber anti christlich.
Wodurch wird die Überzeugung in der Westukraine genährt, den Krieg gewinnen zu können? Im November 2014 veröffentlichte die ostukrainische Gruppierung CyberBerkut "angebliche Geheimdokumente der US-Administration, die Millionentransfers und Waffenlieferungen der USA an die ukrainische Armee belegen sollten". Doch selbst wenn die Echtheit dieser Dokumente in westlichen Kreisen angezweifelt wird: Von irgendwoher müssen die Millionen an Euros und die neuen modernen Waffen - die neuen Kampfjets, Haubitzen und Schützenpanzer für den Krieg gegen in der Ostukraine - ja kommen. Ja, von woher denn? Plötzlich waren sie da.


"Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschrecket nicht. Denn das muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort. Das alles aber ist der Anfang der Wehen ... Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten ..." "Ihr habt gehört, dass gesagt ist ´Du sollst deinen Nächsten lieben` und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, die euch beleidigen und verfolgen."

(Jesus von Nazareth lt. Matthäusevangelium der Bibel, 23, 6-8.12; 5, 43-44)
 

Der Vatikan im Hintergrund

Was sich nun mehr und mehr zeigt, hatte sich symbolisch bereits beim so genannten päpstlichen Friedensgebet im Januar 2014 abgezeichnet, als die vordergründige vatikanischen "Friedenszeremonie" zur Ukraine und zu Syrien sogleich ins Gegenteil umgeschlagen ist - ein Rabe und eine Möwe haben die beiden päpstlichen "Friedenstauben" auf dem Petersplatz sogleich in der Luft attackiert und schwer verletzt - ein Zeichen, dass mit der "Friedensbotschaft" einiges nicht stimmt.
Zwar vollzieht die Romkirche seit dem 2. Vatikanischen Konzil offiziell keine Waffensegnungen mehr, doch was besagt das schon? Schon in den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts wären die kirchlichen Waffensegnungstexte nicht mehr verwendet worden, so der Ex-Militärbischof Walter Mixa (lt. Vortrag "Die Waffen segnen?" am 7.5.2001 an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg). Trotzdem haben die Kirchen die Soldaten auf allen Seiten zu Hunderttausenden in die Kriege getrieben (für die evangelische Kirche siehe z. B. in Der Theologe Nr. 4, für die katholische Kirche als Beispiel Bischof von Galen), auch ohne offizielle Waffensegnungen mit den bis dahin kirchlich dafür vorgeschriebenen Texten. "Keine offiziellen Waffensegnungen mehr" bedeutet also nur Verzicht auf ein wenig "Folklore". In der Sache hat sich die Kirche nicht geändert.


Was also braut sich mehr und mehr zusammen, durch Politiker, die sich christlich nennen, aber die Friedenslehre von Christus verhöhnen und verspotten? Indem sie Seine Lehre der Gewaltlosigkeit und das Tun des Guten gegenüber dem Feind nicht Ernst nehmen. Indem sie Seine Worte, bei einem Schlag auf die Wange die andere Backe hinzuhalten oder mehr zu geben als der Gegner verlangt, nicht nur für undurchführbar abtun und konsequent das genaue Gegenteil tun. Indem sie nicht annähernd bereit sind, den Balken im eigenen Auge zu finden und zu bereuen, also den eigenen negativen Anteil in dem Konflikt. Indem sie ihre kostbare Erdenzeit dafür missbrauchen, Waffen herzustellen und damit Kriege zu führen und töten zu lassen, und das auch noch unter grobem Missbrauch des Namens "Christus". Indem sie also genau das Gegenteil tun von dem, was Jesus von Nazareth, der Christus, lehrte. Aber man nennt sich christlich. Man hat ja den Papst im Hintergrund.
Aber was hat denn der Papst mit Christus zu tun? Christus hat nie einen Papst eingesetzt. Nie. Christus lehrte, wir sollen niemand auf Erden "Vater" nennen und alleine Gott ist heilig. Die Kirche nennt ihren Führer aber "Heiliger Vater" und die Dogmen und katholischen Lehraussagen fordern "unfehlbar" die Unterwerfung aller Menschen unter diese Person, und die Ukraine-Regierung weiß ihn, wie Ministerpräsident Jazenjuk bekannte, auf ihrer Kriegsseite. Immerhin ist er als Papst auch ein führender katholischer Jesuit. Und einer der bekanntesten Jesuiten-Schüler ist wiederum der CIA-Chef der USA John Brennan, der bereits vielfach in der Ukraine tätig war. Sein Spezial-Wissensgebiet an der Universität war die Anwendung der katholischen Lehre vom angeblich "gerechten" Krieg durch Kirchenvater Augustinus für unsere Zeit (z. B. consortiumnews.com). Das alles ist katholisch-augustinisch. Aber nicht christlich, sondern anti Christus.

"Greater US-Leadership": Spaltung Europas droht immer tiefer zu werden - US-Politiker fordern neue Waffen für Ukraine-Regierung

Aktualisierung [2.2.2015] - "In einem ... Bericht ... wird die US-Regierung aufgefordert, den ukrainischen Truppen Waffen im Umfang von drei Milliarden Dollar (2,65 Milliarden Euro) zu liefern" (ntv.de, 2.2.2015). Damit fordern hochrangige US-Strategen die Eskalation des Krieges in Europa. So heißt es bei spiegel.de am 2.2.2015. Durch US-Waffenlieferungen "droht eine weitere Eskalation der Ukraine-Krise. Darin sind sich Vertreter der deutschen Regierungs- und Oppositionsparteien ausnahmsweise einig".
Dass private US-amerikanische Söldner-Truppen auf Seiten der Ukraine-Truppen im Krieg kämpfen, davon wird schon lange ausgegangen (zuletzt z. B. siehe neopresse.com, 23.1.2015), so wie russische Soldaten auf der anderen Seite kämpfen. Und der CIA "berät" die Regierung ja auch schon lange. Auch der verfassungswidrige Maidan-Putsch hat hier wesentliche Wurzeln. "Die USA waren von Anfang an in einen Umsturz involviert, den Obama so neutral als 'Machtübergabe' bezeichnet", so der russische Außenminister Sergej Lawrow lt. spiegel.de (2.2.2015), was hochrangige US-Regierungsvertreter auch zugeben. Selbst Präsident Barack Obama gibt in einem CNN-Interview vom 1.2.2015 zu, wie die USA im Februar 2014 "eine Abmachung vermittelt hatte, die Macht in der Ukraine zu übertragen", was praktisch so "funktionierte", dass die mit Russland in guter Nachbarschaft lebende Regierung gewaltsam gestürzt wurde und stattdessen die USA-Anhänger bzw. US-Lobbyisten an die Macht gebracht wurden. (youtube.com-Viedo nicht mehr auffindbar)

NATO eröffnet Botschaft 2015 in Kiew

Und auch in dem besagten Bericht für die Planung einer massiven Hochrüstung der Ukraine-Armee für den Krieg mit US-Waffen wird von "greater US-leadership" (= "größerer Führerschaft der USA") gesprochen und von "ending the Russian involvement" ("Beenden der russischen Einmischung") in der ehemaligen Sowjetrepublik - also letztlich um die Eingliederung der ganzen Ukraine, einschließlich der Halbinsel Krim mit der russischen Schwarzmeerflotte, in den Machtbereich der USA (brookings.edu, 02/2015; im Internet nicht mehr einsehbar).
Zur Erinnerung
: Der bekannte deutsche Schriftsteller Rolf Hochhuth sagte bereits 1998: "Nato im Osten - das gibt Krieg". Den haben wir jetzt, und er soll gemäß einflussreicher Strategen vor allem aus den USA weiter eskalieren. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg reist Ende September 2015 in die Ukraine. Er wird dort "ein Abkommen über eine engere Zusammenarbeit unterzeichnen und ´faktisch` eine Nato-Botschaft in der Ukraine eröffnen", so der Außenminister der Ukraine. (focus.de, 8.9.2015)

Auf der anderen Seite wird die vom Westen abwertend "Separatisten" genannte Unabhängigkeits-Bewegung der Ost-Ukraine weiterhin von Russland massiv unterstützt, und wer weiß, wie viele Soldaten dabei von jenseits der bisherigen Grenzen kommen? Wer vor allem werden die Leidtragenden sein? Wer? Die Kugel rollt. Wer kann sie noch stoppen? Der US-Präsident will Russland weiterhin mit Sanktionen zur Kursänderung zwingen und schickte den Ex-Ministranten und Vatikan-Bewunderer John Kerry (Außenminister, USA) einmal mehr zu den "Freunden" nach Kiew.

Der Schrecken eines Atomkriegs gehe angeblich vorüber

Einer der mächtigsten Männer der USA, der Republikaner und ehemalige Präsidentschaftskandidat John McCain, verbreitete in diesem Zusammenhang, dass angeblich "5000 Ukrainer ... von den Russen abgeschlachtet worden sind" (zit. nach bild.de, 7.2.2015; PS: Ein großer Teil der Zivilisten starb aber ganz offensichtlich bei Angriffen der ukrainischen Armee in der Ostukraine) und fordert Waffen, Waffen und noch mehr Waffen für die Ukraine-Regierung, die den "Sieg im Krieg" verkündet - ein neues Ausrufezeichen aktueller "westlicher" Moral. John McCain betrachtet sich als überzeugt evangelischer "Christ" und gehört Untersuchungen zufolge den Baptisten an (z. B. en.wikipedia.org). Wie lange betrachten sich deutsche Politiker als "Verbündete" solcher Menschen, und was passiert, wenn diese bald noch mehr Macht in Händen halten?

John McCain ist demnach der evangelische Glaubensbruder des ukrainischen Übergangspräsidenten und baptistischen Pastors Alexander Turtschinow, der den Krieg in der Ost
-Ukraine mit begann und mittlerweile "Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats" ist. Deren Glaubensgenosse ist wiederum der "große" evangelisch-freikirchliche Prediger und US-Präsidenten-Berater Billy Graham, der schrieb: "Der Schrecken eines Atomkriegs geht - im Blick auf die Ewigkeit - vorüber. Der Zorn, der sich über alle ergießen wird, welche die angebotene Barmherzigkeit, Gnade und Erlösung in Christus (so wie die evangelische Lehre es sich konstruiert hat) ablehnen, ist viel schrecklicher" (Geht unsere Welt ihrem Ende entgegen?, Neuhausen-Stuttgart 1993, S. 173).
Ein Atomkrieg sei also - sinngemäß - gar nicht so schlimm, wenn man wie McCain, Turtschinow und Graham den angeblich rechten Glauben habe, mit dem man einem angeblichen "Zorn Gottes" entgehen möchte. Ist es dann vielleicht auch nicht so schlimm, wenn in der Ukraine wieder ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt, das ganz Europa radioaktiv verseuchen kann? Dazu passt dann auch der Aufruf Martin Luthers: "Sündige tapfer, aber glaube noch tapferer". Wie tief ist die Ethik in den letzten Jahren gesunken und wie tief und wie schnell wird sie noch weiter sinken?

Zur Erinnerung: Die "Koalition der Willigen" im Jahr 2003 (samt der Armee Georgiens mit erneuerter Kreuzzugsfahne, die nach den USA und Großbritannien das drittgrößte Kontingent der Krieger der "Willigen" stelle) hat den Irak aufgrund von Geheimdienst-Falschmeldungen über die damalige Regierung ins Elend gebombt, und das auch noch "völkerrechtswidrig", das heißt ohne UN-Mandat. Faktisch wurde also nicht nur - wie immer in Kriegen - im krassen Gegensatz zu Christus gehandelt und der Name von Christus von Politikern, die sich Christen nennen, dabei auf das Schändlichste missbraucht; sondern damals wurde auch noch die UNO außer Kraft gesetzt. Die Folgen sind alleine in diesem Land Jahr für Jahr schlimmer. Nur im Januar 2015 zählte die UN im Irak 1375 Tote bei Anschlägen und Gefechten, die lokalen Behörden noch mehr, und immer mehr Flüchtlinge versuchen, das Land zu verlassen und in Richtung der "Willigen" zu fliehen, die damals die Bomben schickten.
Viele der Tötenden nennen sich gar "wiedergeborene" Christen. Hohn und Spott auf Christus durch diesen bösen Etikettenschwindel. Die Protestanten und Katholiken sollten endlich so ehrlich sein und sich öffentlich von Christus distanzieren und Ihn zu ihrem "Feind" erklären statt Seine Lehre versteckt zu bekämpfen, indem man sie für seine eigenen antichristlichen Zwecke zu vereinnahmen versucht.
 



7.2.2015 -
Dalia Gribautskaite - die kriegerische Katholikin an der Spitze Litauens - Neben der Ukraine-Politikerin Julia Timoschenko, die vom Krieg gegen Russland und dessen Vernichtung sprach, als sie sich von politischen Gegnern unbeobachtet glaubte, ist es von den beteiligten Frauen vor allem die litauische Präsidentin Dalia Gribautskaite, die im Ukraine-Konflikt immer wieder härteste einseitige Töne anschlug und weiterhin anschlägt.
Das NATO-Land Litauen liefert bereits Waffen an die Ukraine-Regierung, und die gläubige Katholikin Gribautskaite erklärt es zur "Pflicht", dass auch andere Länder der Regierung in Kiew Waffen für den Krieg liefern. Die Politik der Regierung Russlands nennt sie "Terrorismus". (focus.de, 7.2.2015)

 
Was ist der Hintergrund der Reden dieser Spitzenpolitikerin? Denn ihr Ruf zu den Waffen mag zwar katholische und evangelische Pflicht sein, christlich ist es nicht.
Die Antwort: Auch Dalia Gribautskaite ist überzeugte Katholikin und als Laien-Katholikin dem Papst in Rom unterworfen, und sie regiert ein Land mit ca. 80 % Katholiken. Vergleichbar dem Box-Champion Klitschko, der Anfang 2014 auf dem Maidan-Platz in Kiew zum gewaltsamen Widerstand gegen die damalige Regierung in Form von Bürgerwehren aufrief und der heute mehr Waffen für die West-Ukraine fordert, trägt sie den schwarzen Gürtel der Kampfsportart Karate.

 
Im Jahr 2013 wurde sie in Aachen mit dem Karlspreis geehrt. Der Preis ist nach Karl dem Großen genannt, dem heilig gesprochenen "Kämpfer" für die Vatikankirche, der sich unter anderem die gewaltsame Katholisierung der Völker Osteuropas zum Ziel gesetzt hatte und der in Ostdeutschland alle Sachsen ermorden ließ, die sich nicht katholisch taufen ließen. In unserer Zeit möchte der Vatikan den Völkern Osteuropas das "Petrusamt" "schenken" und setzt dazu natürlich auch auf die tatkräftige Hilfe der Politiker, welche die Interessen des Vatikans vertreten.
In der Predigt anlässlich der Karlspreis-Verleihung lobte 2013 der deutschen Bischof Heinrich Mussinghoff im Aachener Dom die Verdienste Gribautskaites um eine "vertiefte Integration der EU".
Mehr zum Karlspreis und seiner Verleihung an den EU-Ratspräsidenten Hermann von Rompuy im Jahr 2014 siehe theologen.wordpress.com.
 



18.2. / 19.2.2015 - Katholischer USA-Vizepräsident möchte in der Ukraine die Lehre des 2. Vatikanischen Konzils umsetzen / Katholischer Ministerpräsident der Ukraine attackiert eigenen orthodoxen Präsidenten wegen Ansätzen zum Nachgeben / USA bremsen neues Kriegsgeheul auch von deutschen Politikern - Das 2. Vatikanische Konzil der römisch-katholischen Kirche unter Papst Johannes XXIII. hatte in seinem Lehrschreiben Gaudium et spes ("Freude und Hoffnung") 1965 beschlossen: "Solange die Gefahr von Krieg besteht und solange es noch keine zuständige internationale Autorität gibt, die mit entsprechenden Mitteln ausgestattet ist, kann man, wenn alle Möglichkeiten einer friedlichen Regelung erschöpft sind, einer Regierung das Recht auf sittlich erlaubte Verteidigung nicht absprechen ..." (Nr. 79)
Darauf bezieht sich zumindest indirekt der katholische US-Vizepräsident Joe Biden, wenn er erklärt:
"Aber wir glauben auch, dass das ukrainische Volk ein Recht hat, sich zu verteidigen."
Direkter spricht der katholische Ministerpräsident der Ukraine Arzenij Jazenjuk, der vor kurzem dem Vatikan mit dem Worten dankte:
"Wir spürten und spüren die Hilfe der katholischen Kirche in unserem Kampf für staatliche Unabhängigkeit, territoriale Unversehrtheit, Freiheit und Recht." (kath.net, 10.12.2014)
Weniger dankbar ist der bereits vor seiner Machtübernahme von den USA massiv geförderte und finanziell üppig ausgestattete katholische Ministerpräsident gegenüber seinem eigenem Präsidenten Petro Poroschenko, der der orthodoxen Kirche angehört. Bild.de fasst die Position des romtreuen ukrainischen Ministerpräsidenten gegenüber dem Präsidenten in die Worte: "Poroschenko habe zu viele Zugeständnisse an Moskau und die Rebellen gemacht (u. a. Autonomie-Status für die Ost-Ukraine)." (bild.de, 18.2.2015)
Wird der katholische Clan, zu dem auch US
-Außenminister John Kerry, seine Sprecherin Jen Psaki, UN-Botschafterin Samantha Powers, CIA-Chef John Brennan und die litauische Präsidentin Dalia Gribautskaite gehören, deshalb den Sturz des Präsidenten erwägen?
Jen Psaki beruhigte jedoch entsprechende Sorgen und bremste neues "Kriegsgeheul" - auch von deutschen Politikern und Journalisten - mit den Worten: "An vielen Orten habe die Gewalt nachgelassen und seien schwere Waffen abgezogen worden. Man müsse der Umsetzung des Abkommens mehr Zeit geben. Es wäre nicht richtig, jetzt mit neuen Sanktionen gegen Russland und die Separatisten oder Waffenlieferungen an die Ukraine zu reagieren." (zit. nach bild.de, 19.1.2015)


Papst Franziskus hatte erst im vergangenen Jahr einen militaristischen Hardliner zum neuen Bischof von Charkiw in der Ostukraine gemacht, der es sich sogleich zu seiner Hauptaufgabe machte, den
"Kampfgeist der Soldaten und freiwilligen Kämpfer" der faschistischen Privat-Armeen zu stärken (focus.de, 16.5.2014). Zuvor hatte die römisch-katholische Kirche den gewaltsamen Maidan-Aufstand samt Umsturz mit Gratis-Verpflegung und Betreuung durch die Caritas rund um die Uhr unterstützt. Offiziell möchte man in Rom "slawischen Völkern" - also vor allem Russland - die Unterwerfung unter den Papst schmackhaft machen.
 



22.2. / 25.3. / 10.6.2015 - Papst fordert bzw. bekräftigt harte Haltung des Westens im Ukraine-Konflikt / Angela Merkel gehorcht und eskaliert / NATO weiter auf Konfrontationskurs - Papst Franziskus gewährte der deutschen Pfarrerstochter und Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Privataudienz, und es kam zu einer "ungewöhnlich langen Begegnung". Dabei ging es "vor allem um die deutsche G7-Präsidentschaft", also dem Treffen der mächtigsten sieben Industrieländer nach Ausschluss Russlands, also um Politik.

Während Papst Franziskus vordergründig salbungsvoll von "Frieden" redet, wird bei genauerem Hinsehen aber klar, was er wirklich damit meint. So drang nach außen, dass er Angela Merkel aufgefordert hatte, im Ukraine-Konflikt weiterhin "entschieden und entschlossen" ihre Position zu vertreten, also die deutschen Sanktionen gegenüber Russland wegen dessen kriegerischer Unterstützung der ostukrainischen Aufständischen und die Unterstützung der kriegerischen Ukraine-Regierung. (infranken.de, 22.2.2015)

Neue Eskalation durch CDU-Vorsitzende Angela Merkel

Und die CDU-Vorsitzende (von der "C"-Partei wie "christlich") Angela Merkel gehorcht nicht nur, sondern eskalierte den Konflikt mit dieser vatikanischen Rückendeckung weiter. Die Annexion der Halbinsel Krim durch die russische Regierung sei nicht nur "völkerrechtswidrig", sondern "verbrecherisch" gewesen, so ausgerechnet am 70. Jahrestag des Kriegsendes des 2. Weltkriegs gegenüber Präsident Putin in Moskau beim Gedenken an 20 Millionen getöteter Russen durch den deutschen Angriffskrieg (faz.net, 10.5.2015). Wer hat die deutsche Pfarrertochter zu dieser neuen Formulierung inspiriert, die den Konflikt weiter anheizen wird? Hat ihr der Papst inoffiziell womöglich noch mehr gesagt, als nur "entschieden und entschlossen" die harte Haltung des Westens fortzusetzen? Was will der Papst mit dieser Welt?
Die päpstliche Methode von Konfliktlösungen ist bekanntlich die Forderung, der andere müsse sich unterwerfen, was auch auf die Politik vatikantreuer Politiker abfärbt.

Nahezu gleichzeitig zu Angela Merkel erklärte die NATO ebenfalls nachdrücklich, "die Annexion der Krim nicht anzuerkennen" und forderte Russland auf, "das Gebiet", das der ukrainische Sowjet-Diktator Chruschtschow 1954 ungefragt und wahrscheinlich verfassungswidrig Russland weg nahm und offenbar aus ego-persönlichen Gründen seiner ukrainischen Heimat "schenkte", ohne Wenn und Aber "wieder an die Ukraine zurückzugeben" (spiegel.de, 14.5.2015), während Russland umgekehrt die mögliche Stationierung von Atomwaffen auf der Krim ankündigte.
Spiegel.de schrieb am 14.5.2015 über die kompromisslose Haltung der NATO weiter: "Mit Gesten und Zugeständnissen versucht Russland, das Verhältnis zum Westen zu reanimieren." Doch die NATO bleibe "hart" und auf massivem Konfrontationskurs: "Ohne Fortschritte in der Ukraine soll es beim Kurs der Abschreckung bleiben." Das heißt - keine Lösung, keine Annäherung, sondern immer weitere Konflikt- und Kriegseskalationen, die mit Christus nicht das Geringste zu tun haben. Soll damit vielleicht davon abgelenkt werden, dass die "großen" selbstgerechten Politiker dieser Welt allmählich merken, wohin sie - zusammen mit ihren Inspiratoren in Rom - das Weltenschiff schon gesteuert haben und dass sie im Grunde nicht mehr ein noch aus wissen?

Die massive Parteilichkeit des Vatikan

Die Parteilichkeit von Papst Franziskus in diesem West-Ost-Konflikt zeigte sich bereits, als er den militaristischen Hardliner Stanislav Szyrokoradiuk am 12.4.2014 zum Bischof in Charkiw in der Ostukraine ernannte. Als Chef der Caritas der Ukraine ließ der katholische Bischof die Demonstranten und Aufständischen auf dem Maidan-Platz gratis verpflegen und medizinisch betreuen - finanziert durch die Vatikan-Kirche. Mit kämpferischen Reden trat der wenig später zum Bischof beförderte Priester auch auf der Bühne des Maidan-Aufstands auf. Auch die rechtsradikale Partei "Swoboda", die nach dem erfolgreichen Aufstand viele Regierungsmitglieder stellte und mit der deutschen NPD verbündet ist, vertrat nach Rückfrage aus Sicht der ukrainischen Caritas "zunächst einmal die demokratischen Werte". (ntv.de 30.1.2014)

Als Bischof setzte der Papst-Vertraute anschließend seine Linie fort und erklärte beispielsweise:
"Die territoriale Integrität der Ukraine muss bewahrt werden. Alle sollten ihre Verantwortlichkeit für den Staat begreifen. Unsere Priester leisten aktiv Seelsorge und unterstützen auf diese Weise den Kampfgeist der Soldaten und freiwilligen Kämpfer". Damit sind unter anderem auch die Söldner der faschistischen Privatarmeen gemeint. Das alles ist katholisch, aber nicht christlich.
Der Bischof weiter: "Wir ermuntern die ukrainische Gesellschaft zum Patriotismus und zur Unterstützung der ukrainischen Armee" (domradio.de, 16.5.2014). Wer also inspiriert einmal mehr die Gewalt und Gegengewalt?
Der ukrainische Ministerpräsident bedankte sich deshalb kurz vor Weihnachten 2014 auch ausdrücklich beim Vatikan für die Unterstützung im Krieg. "Wir spürten und spüren die Hilfe der katholischen Kirche in unserem Kampf für staatliche Unabhängigkeit, territoriale Unversehrtheit, Freiheit und Recht." (kath.net, 10.12.2014)

Und anstatt dass beide unterschiedliche Teile der Ukraine aufgebaut werden können, so dass es mal den Menschen besser geht statt immer schlechter, werden Kräfte über Kräfte in Krieg, Kriegsgeschrei, Aufrüstung, Zerstörung, kompromisslose Rechthaberei und Schikanen gesteckt, unzählige junge Männer werden als Soldaten getötet, und auch dafür wieder der Namen von Christus missbraucht.
Im Juni 2014 eskalierte der Ukraine-Präsident Poroschenko den Krieg noch weiter, indem er ankündigte, die russische Schutztruppe im pro-russischen Transnistrien in der ehemaligen Sowjetrepublik Moldawien "auszuhungern" (telepolis, 10.6.2015), indem er offenbar Versorgungslinien blockiert, also Ausweitung des Krieges gegen Russland über die Grenzen der Ukraine hinaus. Und der Westen unterstützt ihn weiter mit Abermillionen und Waffen.

Katholische Kirche sammelt Geldspenden für die Armee der Ukraine

Die dem Papst im Rom untergeordnete griechisch-katholische Kirche der Ukraine geht noch einen Schritt weiter als die römisch-katholische Kirche. Sie "sammeln Geld für die Armee des Landes" (domradio.de, 16.5.2014). Die Gläubigen sollen also für den gegenseitigen Brudermord im Bürgerkrieg spenden. Das Ziel ist der militärische "Sieg" im Krieg um die Ostukraine durch "Vernichtung" - wie es verschiedentlich hieß - der bewaffneten "Brüder" im Osten des Landes, und man dankt dabei den westlichen G7-Regierungschefs "für ihre Unterstützung" aus Schloss Elmau in Deutschland, wo sich die westlichen Spitzenpolitiker vor einem Alpenmassiv und neben einer katholischen Kirche fotografieren ließen.
Präsident Poroschenko ist dabei "stolz" auf seine Armee: "Bisher seien 50.000 Soldaten im Einsatz gegen den Feind [ein in Deutschland in früheren Zeiten ebenfalls üblicher Sprachgebrauch]. Bis Ende dieses Jahres will er die Streitkräfte auf rund 250.000 Mann erhöhen", schreibt focus.de am 6.6.2015. Ein Jahr zuvor, im Januar 2014, hatte der Erzbischof der griechisch-katholischen Kirche bei seiner Reise nach Washington die USA bereits zum Eingreifen aufgefordert, um den gewaltsamen Aufstand gegen die demokratisch gewählte Regierung siegreich beenden zu können. Damit begann faktisch der Krieg.

In diesem Zeitraum inszenierte Franziskus auf dem Petersplatz in Rom anlässlich des "Weltfriedenstages" am 26.1.2014 eine Friedenszeremonie mit "Gebet" für die Ukraine. Nachdem er anschließend zwei Kinder beorderte, zwei "Friedenstauben" hoch steigen zu lassen, wurden die beiden Tiere sogleich und vor den Augen der Weltöffentlichkeit von einem Raben und einer Möwe blutig attackiert, was ein massives Symbol dafür war, dass hinter der Friedensinszenierung massive Aggressionen stecken könnten und ganz andere Inhalte als die vorgegebenen.
Wäre bei einer öffentlichen Zeremonie im antiken Rom einem Kaiser oder damaligen Pontifex maximus (der Titel des heidnischen römischen Oberpriesters, der auf den Papst überging) Vergleichbares passiert wie im Januar 2014 dem Papst, dann wäre den Beteiligten das nahende Unheil klar gewesen. Entsetzen und Angst hätten sich breit gemacht. Und so kam das Unheil dann auch hier und mancher fragt sich: Ist dies erst der Anfang?

(Foto: Wikimedia-Commons-Lizenz, Ævar Arnfjörð Bjarmason, 2004)

Der Vatikan und seine Gefolgsleute haben, während sie die Krieg führende Armee der Ukraine und die mit ihr verbündeten Privat-Armeen unterstützen, auch handfeste eigene Interessen in Osteuropa. Es geht letztlich um Expansion = Evangelisierung in Richtung Russland.

Ist es ein versteckter Religionskrieg?

Der Historiker Karlheinz Deschner schrieb, wie schon Papst Benedikt XV. Anfang des 20. Jahrhunderts "die [mit Rom] unierten [orthodoxen] Gemeinschaften als Vorposten der römischen Kirche, die von Weißrussland und der Ukraine aus vorgehen und die orthodoxe slawische Welt für das Papsttum gewinnen sollten" (Opus Diaboli, S. 152). Dies hat dann der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper im Jahr 2005 mit schön gefärbten Worte so formuliert: "Wir wollen den orthodoxen Kirchen ja nichts wegnehmen, sondern ihnen etwas geben: Das Petrusamt könnte auch ihnen die universale Präsenz bringen" (Focus Nr. 33/2005). Stärkster Widersacher bei diesem Ziel war und ist ausgerechnet die russisch-orthodoxe Kirche, die wiederum die Politik der Regierung von Präsident Wladimir Putin unterstützt. Ist der Krieg in der Ukraine also viel mehr auch ein Religionskrieg als es den Anschein hat?

Die ersten Lieferungen an Militärausrüstung der USA an die Ukraine-Regierung sind im Mai 2015 angekommen, 230 US-Militärfahrzeuge sind zugesagt. Die Regierung Obama hat zunächst Rüstungsgüter im Wert von 69 Millionen Euro angekündigt. Dadurch wird die Ukraine-Regierung wieder militärisch stärker, und es gilt für sie vor diesem Hintergrund wieder, "den Separatismus in der Ukraine ´im Keim zu ersticken`", wie der Präsident anlässlich des Empfangs der neuen Waffen hervor hob (ntv.de, 25.3.2015), während er ohne die entsprechenden Waffen anscheinend vorsichtiger geredet hat. Gilt also bald auch hier wieder "Töten statt verhandeln"? Wie in Syrien, wo immer wieder aus dem Ausland Waffen nachgeschoben werden, so dass keine Seite den Krieg "gewinnt" und keine nachgibt? Zuletzt stellte Saudi-Arabien dort eine weitere Kriegs-Armee auf, während es seinerseits weiter von Deutschland mit Waffenexporten versorgt wird.
Das antichristliche Prinzip "Töten statt Verhandeln" führt immer zu zigtausenden bis zu Millionen von neuen Menschenopfern. Im Ukraine-Konflikt werden dabei verletzte westukrainische Soldaten in Deutschland medizinisch behandelt bzw. gesund gepflegt. Damit sie bald wieder den "Separatismus" "im Keim ersticken" können durch neues Töten? Doch was der Mensch sät, das wird er ernten. Das heißt: Wer tötet, wird getötet werden, gleich auf welcher Seite und aus welchem Interesse, was auch - je nach ihrem Anteil - für alle Helfer und Helfershelfer gilt.
Immer mehr junge Männer fliehen deshalb vor allem aus der Westukraine und beantragen z. B. in Deutschland Asyl, weil sie nicht das Kanonenfutter für den geopolitischen Machtkampf West gegen Ost sein wollen, allerdings ohne große Chance auf Gewährung, da die deutsche Regierung ja die Krieg führende westukrainische Regierung unterstützt - fr-online.de, 26429068, 30908808 - Allein im Mai 2015 beantragten über 500 Ukrainer, vor allem aus dem Westen des Landes, Asyl in Deutschland.
 



14.4. / 7.6. / 23.10.2015 -
Literaturnobelpreisträger Günter Grass warnt vor großem Krieg / Ukraine-Ministerpräsident behauptet, es sei ein Krieg "zwischen Licht und Dunkelheit" / G7-Gipfel in Elmau: Katholischer EU-Ratspräsident mit Schärfe und Spott gegen Russland - Der 1974 aus der Kirche ausgetretene und 2015 verstorbene Schriftsteller und Mahner Günter Grass (Jahrgang 1927) erklärt kurz vor seinem Tod: "Wir steuern auf den dritten großen Krieg zu. Es gibt überall Krieg. Wir laufen Gefahr, dieselben Fehler wie früher zu machen. Ohne es zu merken, als wären wir Schlafwandler, können wir in einen neuen Weltkrieg gehen" (zit. nach focus.de, 14.4.2015). Günter Grass zählt zu den letzten übrig gebliebenen "Alten", die den 2. Weltkrieg noch erlebt haben und die nachfolgenden Generationen warnen.
Voraussetzung jedes Krieges waren immer die Schwarz-Weiß-Malereien, wonach man selbst angeblich der "Gute" sei und die anderen die "Bösen". Ukraine-Ministerpräsident: "Unsere Weste ist weißer als weiß"

Die Schwarz-Weiß-Rhetorik stammt aus dem Katholizismus

Der antichristliche Brudermord - auch der Papst hat bereits Position bezogen

Hat Papst Angela Merkel zu mehr Härte aufgefordert?

Die Lehre von Christus, außerhalb der Kirche, würde den Konflikt beenden

Ukraine-Ministerpräsident: "Unsere Weste ist weißer als weiß" und Russland wolle "Weltkrieg"

Zu diesen jüngeren Generationen, die nie die Schrecken des 2. Weltkriegs erlebt haben, gehört auch der katholische und damit dem Papst untergeordnete ukrainische Ministerpräsident und Stipendiat des US-Außenministeriums Arzenij Jazenjuk (Jahrgang 1974), der auch von Deutschland massiv unterstützt wird.
Bei seinem Deutschland-Besuch Ende März sagte er im Hinblick auf dem Krieg in der Ost-Ukraine beispielsweise:
"´Das ist nicht nur ein Krieg zwischen der Ukraine und Russland, sondern auch zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Diktatur und Freiheit.` Präsident Wladimir Putin habe das ´ultimative Ziel`, die Ukraine als unabhängigen Staat ´zu eliminieren` und einen Krieg gegen den Westen zu führen. Die Ukraine kämpfe deshalb nicht nur für sich selbst, sondern um ganz Europa zu beschützen."
Ein Krieg mit bereits mehreren Tausend Toten zum "Schutz" von Europa!? Also bereits jetzt ein Krieg Westeuropa gegen Russland? Und im Westen erhebt kein Verantwortlicher Einspruch gegen diese Sichtweise. Stattdessen wird weiter Geld hinein gepumpt. Spricht der Ukraine-Präsident also vielleicht nur das aus, was die westlichen Politiker aus vordergründig diplomatischen Gründen für sich behalten?
Der Ukraine-Regierungschef sprach weiter in diesem Sinne: "´Wir können versuchen, diesen Sturm auszusitzen. Nur was kommt als nächstes?` Nach einer Pause fragt er: ´Lissabon?`" (ntv.de, 1.4.2015)
Der katholische Ukraine-Ministerpräsident bezieht also die Möglichkeit ein, dass die russische Regierung als nächstes von sich aus Portugal angreift. Und im Hinblick auf das Waffenstillstandsabkommen von Minsk, wo unabhängige Beobachter beiden Seiten schwere Verstöße vorwerfen, kam von dem katholischen Ukraine-Ministerpräsidenten die Antwort: "Unsere Weste ist weißer als weiß".
 
Solche und ähnliche Sprüche gingen in der Vergangenheit immer größeren Kriegen voraus, um der Bevölkerung zu suggerieren: Wir seien zu 100 % unschuldig, der "Feind" ist zu 100 % schuldig oder kirchlich formuliert: "Gott mit uns", wie es auf den Koppelschlössern von Soldaten im 1. und 2. Weltkrieg stand, der "Feind" aber ist des Teufels - eine Lehre, die sowohl die Päpste als auch Martin Luther bis zur satanischen Perfektion entwickelt haben.
Weiter tönt der papsttreue Katholik an der Spitze der Ukraine: "Russland will einen dritten Weltkrieg" (bild.de, 25.4.2015), was übersetzt bedeutet: Wenn man selbst für die Durchsetzung seiner Interessen Krieg führt oder lieber Krieg führen will statt in Verhandlungen einen Kompromiss zu finden, und wenn die andere Seite sich dann nicht den eigenen Forderungen unterwirft, dann käme es tatsächlich zu einem großen Krieg. Und so spricht ja auch der Papst offiziell warnend schon von einer "Art Dritten Weltkrieg, der stückweise geführt wird" (bild.de, 7.6.2015). "Stückweise", damit die Menschen, die es noch nicht direkt betrifft, immer noch eingelullt werden können.

Interessant auch das Geständnis der Spiegel-Online-Redaktion. Sie hätten wie andere westliche Medien auch leichtgläubig das Ergebnis einer "Untersuchung" übernommen, die angeblich zweifelsfrei beweisen soll, dass die russische Regierung bei ihren Ermittlungen zum Flugzeugabschuss einer Verkehrsmaschine über der Ukraine im Jahr 2014 angeblich Satellitenbilder gefälscht haben soll, um der Ukraine-Regierung die Schuld geben zu können. Doch das war nur eine Behauptung der pro-amerikanischen Agentur Bellingcat. Die Zeitung schreibt: "Nach den ersten Meldungen führten wir ein Interview mit dem Bildforensiker Jens Kriese, der den Bellingcat-Bericht kritisierte und zu dem Ergebnis kam: Die Analyse der Satellitenbilder lässt nicht den Schluss zu, dass Moskau lügt." (spiegel.de, 4.6.2015)

Aktualisierung: Anfang Juni 2015 wurde Donezk und Umgebung wieder von der pro-westlichen Ukraine-Armee angegriffen, nachdem "Tausend" "russische Terroristen" (spiegel.de, 3.6.2015) laut Ukraine-Regierung zuvor eine Offensive auf ukrainische Stellungen begonnen hätten. Mehrere Hundert Bergleute auf "separatistischer" Seite bangten darauf hin in der Tiefe um ihr Leben, nachdem ihre Grube getroffen wurde. Das ist Fakt. Wer wirklich wieder angefangen hat, ist wie immer unklar. So ist eben der kirchlich legitimierte oder gar angeheizte Krieg.

Die Schwarz-Weiß-Rhetorik stammt aus dem Katholizismus

Die Schwarz-Weiß-Rhetorik ohne Selbstkritik stammt im Kern aus dem Katholizismus, wonach nur die katholische Kirche das Licht repräsentiere, während Andersgläubige dem Höllenfeuer angehören. Die entsprechenden Glaubensartikel gelten bis heute als katholisch verbindlich und sogar unfehlbar.

In den letzten Jahren war es vor allem der Protestant George W. Bush, der unter den führenden Politikern mit einer ähnlichen Rhetorik von der "Achse des Bösen" Konflikte weiter verschärfte, während er für sich in Anspruch nahm, das "Gute" zu repräsentieren. Er ist evangelisch-methodistisch und er betete unter anderem mit dem evangelischen Präsidentenberater Billy Graham zu dem betreffenden "Gott", den beide verehren. Bush führte die USA dann 2003 nach vorherigem Gebet mit Billy Graham in den Irak-Krieg aufgrund von falschen Anschuldigungen gegen die damalige Irak-Regierung.
Viele Anhänger und Vertreter dieser Regierung haben sich mittlerweile dem IS = Islamischer Staat angeschlossen, auch um sich zu rächen.
So gilt für alle Seiten das Jesuswort, mit dem Jesus von Nazareth aufzeigte, dass Krieg antichristlich ist, gleich, wer ihn f
ührt "Wer zum Schwert greift, der wird durchs Schwert umkommen." Er hat nicht gesagt: "Nehmt das Schwert, um damit im Krieg zu siegen!"

Einer der fanatischen Anhänger des US-Präsidenten Bush, Gegner der russischen Regierung und Berater des ukrainischen Präsidenten Poroschenko [2015], der ehemalige georgische Regierungschef Michail Saakaschwili, erhielt 2015 gar einen ukrainischen Pass und wurde zum Gebietsgouverneur der Region Odessa, also zum Unter-Regierungschef dieser Region ernannt, obwohl dort ein großer Teil der Bevölkerung mit Russland und den "Separatisten" sympathisiert. Saakaschwili führte 2008 Krieg gegen Russland und erklärte schon damals: Sein Land sei ein "Vorposten im Kampf gegen Russland". Georgien sei die "Grenze zwischen Gut und Böse", so wie jetzt seine Schützlinge Poroschenko und Jazenjuk 2015 vom Krieg zwischen "Licht und Dunkelheit" sprachen.
Saakaschwili erklärte damals, so ähnlich wie die ukrainische Regierung heute: "Heute stehen wir an vorderster Front zwischen Europa und Russland." (Spiegel online, 13.8.2008)
Und weiter:
"Wir werden siegen." In Georgien liegt ein Haftbefehl wegen Amtsmissbrauchs gegen ihn vor. Zuletzt forderte er die Soldaten Georgiens auf, in den Krieg gegen die Separatisten der Ukraine zu ziehen (ntv.de, 30.5.2015; n-tv.de). Er lebte zuletzt als Anwalt in den USA und wurde dort - wie der Ukraine-Ministerpräsident Jazenjuk - durch ein US-Stipendium ausgebildet und auf der politischen "Bühne" nach "oben" gebracht. Unter seiner Regierung wurde 2004 in Georgien die mittelalterliche Kreuzzugsfahne als Staatsfahne eingeführt, und Georgien unter Saakaschwili stellte neben den USA und Großbritannien auch das Hauptkontingent der Krieger beim "Krieg der Willigen" ab 2003 gegen den Irak.

Immer wenn man selbst uneingeschränkt der "Gute" ist und der Nächste die Personifizierung des "Bösen", so wie es am extremsten im Katholizismus ausgeprägt ist, wo alle Rechtgläubigen "unfehlbar" letztlich im Himmel und alle Abweichler in einer ewigen Hölle landen sollen, ist der Krieg nicht weit. Da soll es dann wieder um den Kampf zwischen "Gott" und dem "Teufel" gehen, so in vielen Kriegen der jüngeren Vergangenheit, wo z. B. Kirche und Faschismus, die "Guten", aufs Engste verbunden waren.
Jüngstes Beispiel dafür ist einmal mehr der kriegstreibende römisch-katholische Bischof Stanislaw Szyrokoradiuk, der erst im April 2014 von Papst Franziskus neu zu einem der Bischöfe in der Ukraine berufen wurde. Er verkündete, der Präsident Russlands habe eine "teuflische Natur". (bild.de, 12.6.2015)

Der antichristliche Brudermord - auch der Papst hat bereits Position bezogen

Bereits am 3.1.2014 wurde Medienberichten zufolge in den USA offenbar im Hinblick auf den bereits ins Auge gefassten Putsch in der Ukraine das Gesetz Nr. HR 5859 (das Gesetz ist dort nicht mehr auffindbar; beim Anklicken sehen Sie jedoch die Adresse, wo es damals veröffentlicht wurde) vorgestellt und Ende des Jahres 2014 dann vom Präsidenten unterzeichnet. Es erhöht "US-Tätigkeiten in der Ukraine: Privatisierungen, finanzierte Medien, Aufrüstung" (neopresse.com, 5.1.2015). Im Aufsichtsrat des staatlichen ukrainischen Gaskonzerns Burisma sitzen schon seit 2014 keine Ukrainer mehr, dafür mehrere Bürger der Vereinigten Staaten.
Während die Entwicklung in der ehemaligen Sowjetrepublik also immer weiter in diese Richtung verstärkt wird, ist es durch ein neues Gesetz aus dem Jahr 2015 in der Ukraine nun verboten, ein "positives Bild von Angestellten" des russischen Staates öffentlich zu vertreten (spiegel.de, 2.4.2015). Zur Erinnerung: In der Ostukraine sind ein großer Teil der Bevölkerung Russen.
Seit dem 14.4.2015 sind weiterhin 300 Militärausbilder der USA nun auch offiziell in der Ukraine, um deren Nationalgarde auszubilden, während die Gegenseite, die so genannten "Separatisten", von Russland militärisch ausgebildet und sowohl im Krieg als auch sonst unterstützt werden. In der 2014 neu gegründeten so genannten ukrainischen "Nationalgarde" wurden umgekehrt die zu einem großen Teil rechtsradikalen gewalttätigen Aufständischen auf dem Maidan-Platz nach dem Aufstand zusammengezogen.

Die Fronten in diesem antichristlichen Bruderkrieg, der bereits zu einem vieltausendfachen Brudermord führte, zeigen also immer deutlichere Konturen auf, und vor allem der Papst hat seine parteiische Position bezogen. Der pro-westliche nationalistische Umsturz in der Ukraine 2014 gibt dem Vatikan auch praktisch bessere Möglichkeiten der "Neuevangelisierung" bzw. Katholisierung Osteuropas.
Das 20. Jahrhundert hat dabei bewiesen: Die Kirche hat immer dem Faschismus den Weg geebnet, ihn salonfähig gemacht oder war gar dessen treibende Kraft: Siehe Italien, Spanien, Kroatien, Slowakei, Hitler-Deutschland, Österreich oder die vielen lateinamerikanischen faschistischen Diktaturen mit dem Segen der Kirche und vielen, vielen Kriegen.

Gibt der Präsident der Ukraine Günter Grass Recht? Hat Papst Angela Merkel zu mehr Härte aufgefordert? G7: Verschärfung gegenüber Russland

Hat Günter Grass also Recht, wenn er das momentane Geschehen mit den Worten beschreibt "Wir steuern auf den dritten großen Krieg zu"? Und weiter: "Wenn die Ukraine von den USA und anderen mit Waffen aufgerüstet würde, würde sich der Konflikt doch nur noch weiter aufschaukeln und zu einem Stellvertreterkrieg werden." "In letzter Zeit hört man immer wieder Warnungen vor einem dritten Weltkrieg. Ich frage mich manchmal, ob er nicht schon längst begonnen hat." (focus.de., 16.2.2015)
Doch Günter Grass ist jetzt verstorben, genauso wie weitere besonnene Mahner seiner Generation, die am eigenen Leib erfahren haben, was Krieg bedeutet, z. B. der Journalist Peter Scholl-Latour.

Der ukrainische Präsident Pietro Poroschenko gibt Günter Grass indirekt Recht. Der Krieg habe schon begonnen, doch wird er noch eskalieren und wann wird er zu Ende sein? "Der Krieg endet dann, wenn sich die Ukraine den Donbass und die Krim zurückgeholt hat", so der Präsident. Und die Dauer? "So lang wie nötig Wir werden kompromisslos sein." (zit. nach stb.ua, 30.4.2015)
Dies ist eindeutig. Krieg und nochmals Krieg, auch gegen die Atom-Weltmacht Russland, was - wenn überhaupt - nur mit Unterstützung und Finanzierung des Westens möglich, der dazu auch rhetorisch nachrüsten müsste.

So hat es dann zum Beispiel Bundeskanzlerin Angela Merkel getan, als sie am 10.5.2015 in Moskau den Anschluss bzw. die Annexion der Halbinsel Krim (nach einer anschließenden Befragung mit über 95 % Zustimmung aus der Bevölkerung) erstmals als "verbrecherisch" bezeichnete, während sie bisher nur "völkerrechtswidrig" gesagt hatte (faz.net, 10.5.2015) - eine weitere Steigerung der Konfrontation, die alle Mahnungen der älteren Politiker-Generation (wie in Deutschland Schmidt, Kohl, Stoiber, Schröder) selbstherrlich in den Wind schlägt. Kurz zuvor sprach die Bundeskanzlerin mit dem Papst über das Thema, der sie aufforderte, die harte Haltung des Westens "entschieden und entschlossen" fortzusetzen. Über 95 % der Bevölkerung der Krim hätten also laut Angela Merkel einem Verbrechen zugestimmt. Ist die Bevölkerung dort also so böse?
Angesichts ihrer anschließend verschärften Position gegenüber dem Vorgehen der russischen Regierung auf der Krim, das sie nun auch als "verbrecherisch" bezeichnete, stellt sich die Frage: War es der Papst, der Angela Merkel diese Linie vorgegeben hat? "Die Führung der Separatisten erklärte zuletzt ihre Bereitschaft, mit einem erweiterten Autonomiestatus wieder ein Teil der Ukraine zu werden", schreibt ntv.de am 13.5.2015. Was aber, wenn der Westen die kompromisslosen Forderungen der anderen Seite unterstützt und einen "erweiterten Autonomiestatus" ablehnt, wie es derzeit offenbar der Fall ist?

Aus der Bevölkerung der Ukraine kommt jedoch massiver Widerstand gegen den kompromisslosen Kriegs- und Konfrontationskurs der pro-westlichen Regierung. Junge Männer fliehen aus dem Land und beantragen auch in Deutschland Asyl, um nicht an der Front getötet zu werden. "Ich weiß nicht, wofür ich kämpfen soll", so ein Asyl suchender junger Ukrainer (fr-online.de, 26429068, 30908808)

Auf dem so genannten G7-Gipfel der pro-westlichen Industriestaaten verspottete in diesem Zusammenhang der römisch-katholische EU-Ratspräsident Donald Tusk zur Begrüßung gleich Russland mit den Worten: "Wenn jemand eine Diskussion über eine Änderung des Sanktionsregimes [gegen Russland] beginnen möchte, dann kann dies nur eine Diskussion über eine Verschärfung sein" (focus.de, 7.6.2015). Der überzeugte Katholik Donald Tusk war es bereits, der zugegeben hatte, mit der Stationierung von US-amerikanischen Raketen 2008 in Polen den "Rubikon" Richtung Russland überschritten zu haben. Im alten Rom war dies eine Formulierung für Krieg.


PS
: Derweil steuert die Ukraine auf den Bankrott zu. Denn viel, viel Geld wird eben auf allen Seiten für den Krieg gebraucht. (focus.de, 30.5.2015)

Aktualisierung [25.10.2015]: Was oft verschwiegen wird: Der kriegerische papsttreue Regierungschef Jazenjuk ("Wir kämpfen gegen die russische Armee"; dies sei ein Krieg "Licht gegen Dunkelheit") hat keinen Rückhalt in der Bevölkerung: "Gerade einmal 13 Prozent der Ukrainer [im Westen des Landes] sind mit ihm zufrieden" (ntv.de, 23.10.2015). Er ist so unbeliebt, dass seine Partei "Volksfront" "es vorzieht, bei den Kommunalwahlen erst gar nicht anzutreten" (spiegel.de, 25.10.2015). Doch im Westen gilt er neben dem Präsidenten fälschlicherweise als "Gesicht der Ukraine". Denn Angela Merkel und seine Freunde in den USA stehen mit viel Geld zu ihm und seinem Kampf gegen die Regierung Russlands. Nach seinem Besuch bei Angela Merkel im März 2015 besuchte er sie erneut im Oktober 2015.

Die Lehre von Christus, außerhalb der Kirche, würde den Konflikt beenden

Auf Jesus von Nazareth hören die Verantwortlichen an der Eskalation auf allen Seiten ja sowieso nicht. Er lehrte: "Schließ ohne Frieden mit deinem Widersacher, so lange du noch mit ihm auf dem Weg bist". Und: "Entferne zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge." Und: "Was du willst, dass andere dir tun, das tue du ihnen zuerst". Das bedeutet immer, auf den Nächsten und seine Vorstellungen zuzugehen, weil man ja umgekehrt  möchte, dass jener sich einem selbst gegenüber auch so verhält.
Wer es nicht tut, sollte dann aber auch Farbe bekennen und sagen: "Ich bin nicht für Christus und halte mich nicht an Seine Lehre. Deshalb nenne ich mich auch nur noch katholisch oder evangelisch oder vielleicht auch orthodox, aber nicht mehr christlich." Die Lehre des Jesus von Nazareth würde der verhängnisvollen Entwicklung Einhalt gebieten und eine Umkehr auf allen Seiten einleiten. Doch dies ist nur möglich außerhalb der Kirche, denn die Institutionen Kirche haben sich seit je her anderen Lehren verschrieben und pflegen diese auch nachdrücklich weiter. Haben sie die Völker nicht in den Abgrund geführt? Und treten sie die Völker jetzt nicht noch weiter nach unten? Die Entwicklung ist im Gange, doch der innere Rettungsanker ist - gleich für wen und wo - immer Christus. 

 


2016
10.7. / 12.7.2016 - Ist die Ukraine schon so gut wie in der NATO? Antichristliche Eskalation zwischen dem Westen und Russland schreitet voran - Nach dem gewaltsamen weitgehend von den USA finanziertem Putsch prowestlicher und von der katholischen Kirche unterstützten Kräfte in der Ukraine 2014 (die Caritas übernahm z. B. die Gratis-Verpflegung auf dem Maidan-Platz, der Papst berief kurz darauf einen westukrainischen Nationalisten zum neuen Bischof) eskalierte das Verhältnis zwischen der neuen (Russland gegenüber feindlich gesinnten) Ukraine-Regierung und Russland immer mehr. Die vom damaligen Außenminister Deutschlands Frank-Walter Steinmeier (der sich dazu wahrscheinlich nicht mit dem Papst beraten hatte) und Russland vorgeschlagene "Regierung der nationalen Einheit" wurde im Februar 2014 verhindert, da der damalige Präsident Janukowitsch fliehen musste, nachdem Dutzenden von Demonstranten die Hälse durchschossen wurden und die Rebellen den Präsidenten dafür verantwortlich gemacht hatten. Wie sich später heraus stellte, wurden die Menschen aber von einem Haus aus umgebracht, das von der pro-westlichen Aufständischen kontrolliert wurde. Die neue Regierung hat folglich bis heute kein Interesse an einer Aufklärung.

Bei ihrem Gipfeltreffen 2016 in Warschau beschlossen die NATO-Staaten nun die weitere massive Unterstützung und Aufrüstung der Armee der Ukraine, obwohl die Ukraine doch gar kein NATO-Mitglied ist, und führende Politiker der Ukraine unverhohlen oft vom Krieg gegen Russland sprechen, der bereits stattfinde. Damit wird auch eine Forderung des evangelischen Pfarrers und Ex-Übergangspräsidenten Turtschinow erfüllt, der mit von ihm geforderten High-Tech-Waffen aus dem Westen vor allem die Kämpfer in der Ost-Ukraine vernichten will.
Die führenden Vertreter der NATO-Staaten, die Präsidenten Obama, Cameron, Hollande und Bundeskanzlerin Merkel, poussierten eigens demonstrativ mit dem Ukraine-Präsidenten Poroschenko. Und focus.de schreibt dazu am 10.7.2016: "Die Staats- und Regierungschefs der Nato trafen sich zum Nato-Gipfel in Warschau: (v. l. n. r) David Cameron, Petro Poroschenko, Barack Obama, Angela Merkel und François Hollande" focus.de.
Petro Poroschenko also auch ein Staats- und Regierungschef der Nato? Nur ein Schreibfehler? Oder ein Symbol für etwas, was hinter den Kulissen sich immer mehr zuspitzt? Der ukrainische Präsident gehört zu denen, die den "Krieg gegen Russland" gewinnen wollen. So waren erst 2015 seine Wort zu lesen: "Der Krieg endet dann, wenn sich die Ukraine den Donbass und die Krim zurückgeholt hat", so der Präsident. Und die Dauer zur Erreichung dieses Ziels? "So lang wie nötig Wir werden kompromisslos sein" (zit. nach stb.ua, 30.4.2015). Dazu hilft ihm jetzt die NATO noch mehr als bisher. Der überzeugte Katholik, Stipendiat des US-Außenministeriums und Ex-Regierungschef Jazenjuk wiederholte nach den Aussagen von SPD-Politiker Erhard Eppler nahezu täglich immer wieder den "Kriegszustand mit Russland", ein Krieg gegen die Atommacht Russland und die nach den USA größte Militärmacht der Welt. Lesen Sie dazu die Analyse des früheren SPD-Ministers Erhard Eppler in der Zeitschrift Die Gazette Nr. 50, Sommer 2016 mit dem Titel Die verkannte Demütigung der Russen .

Nur zur weiteren Erinnerung
: Auf der Krim ist seit den Zeiten der Sowjetunion die russischen Schwarzmeerflotte stationiert. Müsste die dann dort verschwinden? Weil dann stattdessen die NATO bzw. NATO-Verbündete anrücken würden? Würden die Russen sich dann nach der Bergpredigt des Jesus von Nazareth verhalten, dies hinnehmen und auch die andere Wange hinhalten? Die Bewohner der Krim sind auch zu ca. 60 % Russen (gegenüber ca. 20 % Ukrainern), und in einer Volksabstimmung nach der vorläufigen "Annexion" der Krim (die der Ukrainer Chruschtschow 1954 als Dank für die 300jährige Einheit von Russen und Ukrainern offenbar willkürlich der Ukraine zugeschlagen hatte, nachdem die Halbinsel bis dahin und seit 1783 zu Russland gehört hatte und Kaiserin Katharina II. sie "von nun an und für alle Zeiten" als zu Russland gehörig deklariert hatte) stimmten über 90 % der Bewohner für eine "Sezession" von der Ukraine und eine erneute Zugehörigkeit zu Russland, wie es bereits vor 1954 171 Jahre lang der Fall war. Wird die NATO den Willen der Bevölkerung, auch wenn man die Abstimmung unter westlicher Aufsicht wiederholen würde, dann einfach ignorieren, weil sie andere Interessen hat? Weil man die "Kompromisslosigkeit" bis zur "Rückholung der Krim" durch die russlandfeindliche Regierung der Ukraine fördert - mit High-Tech-Waffen und Milliarden an Euro?

Die NATO und Russland können sich ja gegenseitig immer weiter aufschaukeln - mit Christus, zu dem sich alle politischen Rechthaber vordergründig bekennen, hat das alles nicht das Geringste zu tun. Vor allem Angela Merkel, die sich und ihre Partei auch noch "christlich" nennt, sollte sich ab sofort von Christus distanzieren, um Ihn nicht länger mit ihrem Säbelrasseln noch mehr zu verhöhnen als sie es sowieso schon tut.
Die Hofierung der Ukraine-Regierung durch die NATO stimmt auf jeden Fall mit der Politik jener Macht überein, zu der alle Staatschefs immer wieder pilgern und wo sie den Ring eines Talarträgers küssen. Und von ihm bekommen sie ja nur dann angeblich ihre "Sünden" vergeben, wenn sie im Sinne dieser Religionsmacht geloben, in Zukunft das "Richtige" tun. Und da geht es vor allem um die Ausbreitung des Katholizismus.

Erneut hat sich eine Konfrontation zwischen Deutschland und Russland aufgebaut. Zwei Weltkriege gegen Russland hatte Deutschland verloren. Ab 2016 steht nun die Bundeswehr in der ehemaligen Sowjetrepublik Litauen. Dass sich die Sowjetunion ab 1990 freiwillig und ohne angemessene Gegenleistung aus Deutschland zurück zog, dafür dankt mittlerweile keiner der führenden deutschen Politiker mehr. Stattdessen stößt die NATO mit deutscher Beteiligung nun immer weiter in den Osten vor, und nach dem gewaltsamen Staatsstreich in der Ukraine durch prowestliche und russlandfeindliche Kräfte hätte man sogar die Schwarzmeerflotte Russlands auf der Krim unter seine Oberhoheit gebracht, worauf die Regierung Russlands jedoch auf bekannte Weise reagierte und eine Volksabstimmung auf dieser Halbinsel Krim über einen Anschluss an Russland initiierte, was von der Bevölkerung, überwiegend Russen, mit überwältigender Mehrheit zuvor befürwortet wurde. Dies wurde vom Westen wiederum scharf verurteilt, während man den Putsch in der Ukraine scheinheilig mit sinngemäßen Worten wie "Das Volk steht gegen seine Regierung auf" unterstützt hatte, obwohl das "Volk" in diesem Fall allenfalls die knappe Hälfte der Einwohner ausmachte und die weg geputschte Regierung demokratisch gewählt worden war und bei der vorigen Wahl die Mehrheit errungen hatte.
 
In Litauen z. B. regiert die fanatische Katholikin und Karlspreis-Trägerin (2013) Dalia Gribautskaite. Als Reaktion auf 4000 zusätzlichen NATO-Soldaten schickt die russische Regierung nun aber 15000 zusätzliche Soldaten an die Front zum Westen und neue Kurzstreckenraketen, auch als Antwort auf das neue NATO-Raketensystem in Polen. Der damalige polnische Regierungschef und jetzige Präsident des EU-Rats, der Katholik und Karlspreis-Träger (2010) Donald Tusk, gab anlässlich dieser Stationierung 2008 zu: "Wir haben den Rubikon überschritten". Der Satz stammte ursprünglich vom römischen Feldherrn Caesar und bedeutete damals Krieg, heute würde man auch sinngemäß sagen: "Wir haben die rote Linie überschritten".

Karl der Große, nach dem der Karlspreis benannt wird, strebte die gewaltsame Vereinigung Europas unter Führung des Papstes in Rom an. Und zeitgleich zum NATO-Gipfel in Warschau versuchte in Deutschland der lutherische Papst-Anhänger und Ministerpräsident der Linken, Bodo Ramelow, seine Partei auf "Pro-NATO-Kurs" zu bringen. Bodo Ramelow erhielt am 26.2.2016 eigens eine sonst nur Prominenten (gegen entsprechende Euros, Schätzungen zufolge im fünfstelligen Bereich) und Spitzenpolitikern vorbehaltene Privat-Audienz bei diesem selbsternannten "Lenker des Erdkreises" in Rom.

Wohin immer die vor Hochmut strotzenden Rechthaber dieser Welt und kirchlichen Moralapostel also den Planeten steuern und was geschieht oder auch nicht: Christen halten sich an Jesus, den Christus, der die Feindesliebe lehrte und auch bekannte:
"Mein Reich ist nicht von dieser Welt."
 


2018
28.11. / 30.11. / 26.12.2018 -
Ukraine-Politiker wollen Deutschland und den Westen in Kriegshandlungen hineinziehen / Die Verschleierung des Sachverhalts in den deutschen Medien / Und wie immer: Die Kriegspolitik der Kirche - Wir ergreifen keine Partei für Mächte, die ihre Ziele mit Waffengewalt durchsetzen bzw. militärische Eroberungen zu planen, da dies nicht der urchristlichen Lehre entspricht. Zu einem ethischen Minimum bei Konflikten gehört jedoch, beide Seiten anzuhören und abwägen zu lernen.
Der russische Vize-Außenminister Alexander Gruschko rechtfertigte das Vorgehen seiner Küstenwache auf der Krim gegen die Besatzung eines ukrainischen Schiffes damit, "dass bereits mehrere ukrainische Kriegsschiffe die Meerespassage bei Kertsch unter der Krim-Brücke in Begleitung der russischen Küstenwache vor einigen Wochen durchaus regelkonform passieren konnten und passierten. Aus Gründen der besonderen Wetterbedingungen, der geographischen Gegebenheiten und des besonderen Status des strategischen Objektes Krim-Brücke sei die Einhaltung der Regeln für das Passieren in diesem Gebiet obligatorisch", nachzulesen jedoch nicht in den deutschen Main-Stream-Medien, sondern bei Russia Today (deutsch.rt.com vom 28.11.2018). "Regelkonform" bedeutet für Russland auch, unter Respektierung der weltweit üblichen Zwölf-Meilen-Zone - in diesem Fall vor der Halbinsel Krim -, die im internationalen Recht nicht als "neutrale Gewässer" betrachtet werden, sondern als "Hoheitsgebiet" des angrenzendes Landes - in diesem Fall dann faktisch Russlands.

Die ukrainische Seite erkennt jedoch weder diese "Zwölf-Meilen-Zone" als "russisches Hoheitsgebiet" an, noch, dass Russland solche "Regeln" aufstellen darf, damit ein Schiff unter der mit massivstem Aufwand von Russland erbauten Brücke unter dieser hindurch fahren darf (da sie auch besonders anfällig für verdeckte zerstörerische Anschläge ist), und sie betrachtet schon diese Regeln als Provokation. Und im aktuellen Fall ist es angesichts dieser gegensätzlichen Positionen wohl nicht schwer zu erraten, wie es zu einer solchen Eskalation kommen kann, wenn ausgerechnet ukrainische Kriegsschiffe sich einfach so verhalten, als gehöre die Krim weiter zur Ukraine und nicht zur Russland, was wiederum, wie für diesen Fall ebenfalls nicht schwer zu erraten ist, von der anderen Seite eben nicht hingenommen würde, mit möglichen Folgen wie Rammen und Verhaftungen. Nun zu 100 % herauszufinden, ob es dann wirklich so war, was wahrscheinlich ist, dabei helfen einem jedoch die deutschen Medien kaum. Als aufmerksamer Leser muss man sich schon sehr anstrengen, um den Sachverhalt zu begreifen, der dem aktuellen Konflikt sehr wahrscheinlich zugrunde liegt und lernen, auch zwischen den Zeilen deutscher Medien zu lesen, die vielfach manipulieren; und so auch sehr viele westliche Politiker, denen dann entweder kritiklos auf den Leim gegangen wird oder es wird bewusst manipuliert, und so wohl leider auch hier. 

Die Ukraine bewertet bekanntlich bereits den erneuten Anschluss der Krim an Russland im Jahr 2014 als Kriegshandlung der russischen Regierung - nach dem zwischenzeitlichen Anschluss 1954 an die Ukraine innerhalb der Sowjetunion durch eine eigenmächtige Entscheidung des damaligen ukrainischen Staatschefs der Sowjetunion, Chruschtschow. Und dies, obwohl eine Zustimmung zur Rückkehr nach Russland von weit über 90 % der Bevölkerung bei einer von Russland organisierten Bürgerbefragung erfolgte. Dies müsse dann durch "Sieg" der Ukraine im Krieg gegen Russland oder Nachgeben Russlands rückgängig gemacht werden (siehe die entsprechenden Zitate unten).
Um diesem Ziel, die Krim wieder wie 1954 der Ukraine einzugliedern, näher zu kommen, betreiben die Ukraine-Politiker seither den Versuch der völligen internationalen Isolierung der Halbinsel, und sie erheben Sanktionen gegen Besucher der Halbinsel oder stellen Personen als "Staatsfeinde" auf einer Liste an den öffentlichen Pranger, die zum politischen Status der Krim anders denken wie sie, wie den deutschen Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder. Und zwei dieser aufgelisteten "Staatsfeinde" von der ukrainischen Opposition sind 2015 auch in Kiew ermordet worden, was vor allem die Ehefrau des Ex-Kanzlers in Sorge versetzte und was sie dementsprechend öffentlich machte.

Worte von Jesus von Nazareth über die so genannte "Endzeit"

"Erschreckt auch nicht, wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört ... Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Es wird schwere Erdbeben geben; Hungersnöte und Seuchen ... Seid standhaft, dann werdet ihr das Leben gewinnen."
(Bibel, Lukas 21, 9 ff.)

Wachen Zeitgenossen kann auch nicht entgangen sein, dass führende Ukraine-Politiker seit Jahren versuchen, Deutschland und den Westen in ein Töten großen Ausmaßes hinein zu ziehen, ohne von den scheinchristlichen westlichen Politikern deswegen offen zurecht gewiesen worden zu sein. Im Gegenteil: Die sich zu Unrecht "christlich" nennende Bundesregierung beschwor mehrfach, auf deren Seite zu stehen und gab auch schon mal eine halbe Milliarde Euro Steuergelder als Kredit mit Bürgschaft der Bundesregierung zur Unterstützung an die Kiewer Regierung (neben vielen weiteren Milliarden Euro, die auch zu einem großen Teil aus Deutschland stammen). Als Fakten hierzu nur ein paar Zitate aus früheren Meldungen:

Die für 2019 aussichtsreiche Präsidentschaftskandidatin Julia Timoschenko: "Wir müssen unser Land verteidigen – koste es, was es wolle ... Wir werden uns verteidigen ... Wir sind gezwungen, dem Aggressor Eins gegen Eins gegenüber zu stehen. Wir sehen keinen anderen Weg." "Ich bin selbst bereit, eine Kalaschnikow in die Hand zu nehmen" (zit. nach stuttgarter-zeitung.de) "und dem Drecksack [Präsident Putin] in die Stirn zu schießen" (spiegel.de, 25.3.2014). "Man müsse zu den Waffen greifen und die Russen ´fertig machen, zusammen mit ihrem Anführer`."

Der durch den Umsturz als Übergangs-Ministerpräsident und dem Papst in Rom untergeordnete Katholik Arsenij Jazenjuk: "Eine Intervention [Russlands auf der Halbinsel Krim] wird der Beginn eines Krieges und das Ende aller Beziehungen sein." (zit. nach fr-online.de, 2.3.2014)

"Ein ukrainischer Militärkommandeur hat den prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine mit ihrer ´Vernichtung` gedroht." (focus.de, 15.4.2014)

Der zwischenzeitliche ukrainische Verteidigungsminister Waleri Heletej: "Die Ukraine wird siegen und die Siegesparade wird in einem ukrainischen Sewastopol [auf der Krim] stattfinden." (focus.de, 4.7.2014)

Der ehemalige Übergangspräsident und evangelische Pastor Turtschinow gibt zu: "Sagen wir doch mal ehrlich: ´Die Bürger dieser Regionen unterstützen die Separatisten, sie unterstützen die Terroristen, was die Durchführung der Anti-Terror-Operation erheblich erschwert.`" (zit. nach nachrichten.at, 5.5.2014)

"Der neue Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates in der Ukraine [seit Dezember 2014 der evangelische Pfarrer Alexander Turtschinow] will für einen möglichen Krieg gegen Russland die ´mächtigste Armee Europas` gründen" (focus.de, 17.12.2014). Da das Land aber pleite ist, müssten die Abermilliarden dafür aus den USA und der EU kommen.

Der Präsident der Ukraine Petro Poroschenko ... kündigte eine "baldige ´Siegesparade` auf der Krim" an. (focus.de, 4.7.2014)
In seiner Neujahrsansprache 2015 kündigte Präsident Petro Poroschenko den Sieg im Krieg an: "Der ´Feind` habe das Leben, das Territorium, die Freiheit und die Unabhängigkeit der Ukrainer ´gefährdet`. Jedoch werde die Ukraine ´diesen patriotischen Krieg gewinnen.`" (zit. nach spiegel.de, 1.1.2015)

"Dazu brauchen wir eine starke, patriotische und gut ausgerüstete Armee." (ntv.de, 5.1.2015)

Ukraine-Präsident Poroschenko: "Ich habe keine Angst vor einem Krieg mit russischen Truppen und wir haben uns auf das Szenario für einen totalen Krieg vorbereitet." "Wir haben die Unterstützung aus der ganzen Welt." (handelsblatt.de, 16.11.2014)

Die deutsche CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel kündige eine "neue robuste finanzielle Unterstützung" der Ukraine-Regierung aus deutschen Steuergeldern an (focus.de, 28.1.2015), angeblich für die Wirtschaft.

Und die Ukraine-Regierung verleiht dank ihrer finanziellen Möglichkeiten auch Abschuss-Prämien für die tötenden Ukraine-Soldaten: 2400 Euro z. B. für einen vernichteten Panzer mit oder ohne "Separatisten" drin, 6000 Euro gar für ein abgeschossenes Flugzeug mit "Separatisten" drin und immerhin noch 600 Euro, wenn man z. B. ein vorbei fahrendes Fahrzeug der "Separatisten" in die Luft jagt. (auch: sueddeutsche.de, 29.1.2015)
Auf der anderen Seite: Verletzte Soldaten der Ukraine-Regierung werden kostenlos nach Deutschland ausgeflogen und kostenlos in deutschen Krankenhäuser gesund gepflegt. Deutschland ist also auch auf diese Weise bereits Kriegspartei, auch ohne offizielle Erklärung.

Der ukrainische Präsident Pietro Poroschenko erklärt: Der Krieg gegen Russland habe schon begonnen, und er wird noch weiter eskalieren: "Der Krieg endet dann, wenn sich die Ukraine den Donbass und die Krim zurückgeholt hat." Und die Dauer? "So lang wie nötig … Wir werden kompromisslos sein." (zit. nach stb.ua, 30.4.2015)
 

"Ich finde, dass wir uns auf gar keinen Fall durch die Ukraine in einen Krieg hineinziehen lassen dürfen. Das hat die Ukraine versucht ..."
(Der ehemalige deutsche Außenminister Sigmar Gabriel am 30.11.2018, ntv.de)

"Ich werde die ganze Welt (gegen Russland) erheben, sobald ich es kann, damit - verdammt - von Russland nicht einmal ein verbranntes Feld übrig bleibt." (Julia Timoschenko, zit. nach aargauerzeitung.ch, 25.3.2014; Frau Timoschenko lag Ende 2018 bei den Umfragen zu den Präsidentschaftswahlen 2019 in der Ukraine in Führung und hatte damit lange Chancen, Präsidentin der Ukraine zu werden; Wahlsieger wurde dann aber Wolodymyr Selenskyj. Anfang 2014 hatte die CSU noch geplant, Julia Timoschenko für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen)

Vergleiche dazu
: Der Psychologe Thomas Elbert, der Studien an Kriegern und Kämpfern in vier Kontinenten durchgeführt hat, erklärt nicht speziell zum Krieg in der Ukraine, sondern allgemein: "Es gibt eine fast suchtartige Bereitschaft zu töten." (zit. nach frankenpost, 18.8.2014)

Die dunkle Macht Baal hilft den Soldaten auf allen Seiten

Den Brudermördern auf allen Seiten hilft nicht Gott und auch nicht Christus, nicht Allah und nicht Jahwe. Es hilft allen Seiten der am Krieg Beteiligten die dunkle Macht, die durch Krieg, Morde und Tötungen immer an Kraft gewinnt, gleich wer die jeweiligen Täter sind und welche Interessen diese verfolgen, und mögen diese noch so friedensverbrämt heucheln.
Man könnte sagen: Es ist der
Kriegsgott "Baal" oder wie auch immer man ihn nennt, dem alle Beteiligten in Ost und West und im Nahen Osten huldigen. Und Baal "hilft". Aber Baal "hilft" immer auch auch dem Gegner. Baal hilft immer, wenn die Entscheidungen für den Brudermord fallen. So kann er möglichst lange im Blut baden.

Während Papst Franziskus vordergründig salbungsvoll von "Frieden" redet, drang nach außen, dass er Angela Merkel aufgefordert hatte, im Ukraine-Konflikt weiterhin "entschieden und entschlossen" ihre Position zu vertreten, was bedeuten würde, die Sanktionen gegenüber Russland und die Unterstützung der kriegerischen Ukraine-Regierung fortzusetzen. (infranken.de, 22.2.2015)

Im Jahr 2014 hatte die deutsche Bundesregierung auf ihrer Internet-Seite die Volksgruppen aufgezählt, die auf der Halbinsel Krim wohnen und dabei den Bevölkerungsanteil der Russen in Höhe von ca. 60 % Anteil an der Gesamtbevölkerung der Krim - kaum fassbar - "vergessen", die dort seit Jahrzehnten einheimisch sind. Sie wurden erst nach einer Beschwerde des russischen Außenministeriums nachgetragen. Das kann als Symbol der deutschen Regierungspolitik verstanden werden, auch wenn es ein "Versehen" war.

Der vom Papst neu eingesetzte ukrainische Bischof Stanislaw Szyrokoradiuk
:
"Die territoriale Integrität der Ukraine muss bewahrt werden. Alle sollten ihre Verantwortlichkeit für den Staat begreifen. Unsere Priester leisten aktiv Seelsorge und unterstützen auf diese Weise den Kampfgeist der Soldaten und freiwilligen Kämpfer ... Wir ermuntern die ukrainische Gesellschaft zum Patriotismus und zur Unterstützung der ukrainischen Armee." (domradio.de, 16.5.2014)
PS: Der neue Bischof organisierte zuvor als Caritas-Direktor die Gratis-Verpflegung der Aufständischen auf dem Maidan-Platz durch die römisch-katholische Kirche. Mit den "freiwilligen Kämpfern" können sich zum Beispiel die privaten faschistischen Söldner-Truppen angesprochen fühlen, die an der Seite der Regierungsarmee töten. (focus.de, 16.5.2014)

Der Ex-Übergangs-Regierungschef und dem Papst untergebener Katholik Arzenij Jazenjuk:
"Wir spürten und spüren die Hilfe der katholischen Kirche in unserem Kampf für staatliche Unabhängigkeit, territoriale Unversehrtheit, Freiheit und Recht." (kath.net, 10.12.2014)
Zur Erinnerung: Einer der Vertrauten des Vatikan in der Ukraine, der griechisch-katholische Großerzbischof Schewtschuk, war 2013 zunächst in den Vatikan und dann nach Washington gepilgert, und er forderte die USA-Regierung auf, in der ehemaligen Sowjetrepublik Ukraine im westlichen Sinne einzugreifen. Seine Bitte wurde bekanntlich erhört.

Patriarch Filaret von der ukrainisch-orthodoxen Kirche fordert die Regierung in Kiew auf, keinen Dialog mit der Regierung Russlands zu führen und nicht mit ihr zu verhandeln. "Seine Kirche sei gegen einen Dialog", so der höchste Würdenträger Kiews. (focus.de, 14.5.2014)

PS: Der pro-westliche Umsturz in der Ukraine hatte im Februar 2014 schließlich "Erfolg", unmittelbar, nachdem Scharfschützen Demonstranten ermordet hatten. Dies wurde von den pro-westlichen Aufständischen der damaligen Regierung angelastet, worauf der damalige Präsident um sein Leben fürchtete und floh, doch bekannte Indizien über das Massaker auf dem Maidan-Platz sprechen eine andere Sprache, wonach die Morde von einem Gebäude aus verübt wurden, das in Händen der damaligen Demonstranten war, was aber nicht dem "Main-Stream" der meisten "Berichterstattungen" entsprach.
So wurde dies auch von dem mittlerweile deutschlandweit bekannten Ex-Spiegel-Reporter Claas Relotius ignoriert, der in einer seiner "Reportagen", von denen viele bereits als voller Lügen entlarvt wurden, im Juni 2016 schrieb: "Dimitri und Valerya waren dabei, Schulter an Schulter demonstrierten sie mit denen, die bald danach getötet wurden. Sie sehen noch immer alles vor sich, Szenen wie im Krieg, brennende Häuser und blutüberströmte Gesichter, Bilder, die um die Welt gingen. Die Schreie ihrer Freunde und den Geruch der Leichen, nichts haben sie vergessen. Hier der alte Brunnen, an dem ein Vater mit Kind auf dem Arm erschossen wurde. Dort die zerstörte Mauer, vor der Dutzende zu Boden sanken, von Scharfschützen ermordet, von Armeepanzern überrollt." (zit. nach reportagen.com; nicht mehr einsehbar)
Doch: "Geruch der Leichen? Das scheint mir ausgedacht, wurden doch die Toten innerhalb von Stunden weggebracht". Doch mehr noch: "Auf dem Maidan waren aber gar keine Armee-Panzer im Einsatz. Es gab nur gepanzerte Mannschaftstransportwagen, die von den Demonstranten aber in Brand gesetzt wurden" (Ulrich Heyden auf heise.de, 26.12.2018). Und so geht es weiter und weiter. Z. B. über den "Vater mit dem Kind auf dem Arm" am "alten Brunnen": "Diese ´Erschießung`, die sonst das Zeug dazu hätte, zum berühmtesten Maidan-Meme zu werden, gab es schlicht nicht." (deutsch.rt.com, 26.12.2018)

PS
: Dass die deutsche Einheit möglich war, ist vor allem der Politik des damaligen sowjetischen Staatschefs Michail Gorbatschow zu verdanken, wie jeder vorurteilsfreie Geschichtsbetrachter analysieren würde, auch aufgrund des einseitigen Rückzugs der Sowjetunion aus Mitteleuropa. Doch von Dankbarkeit sind die führenden deutschen Politiker und allen voran Angela Merkel weiter entfernt denn je. Stattdessen nimmt man die deutsche Einheit nahezu als Selbstverständlichkeit hin oder schreibt sie im Nachhinein vor allem dem Kriegsherren George Bush oder dem deutschen Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl zu. Auch hat man die Versprechen gebrochen, die man Michail Gorbatschow damals im Gegenzug versprochen hat (youtube.com) und es wird ignoriert, was der Mann, der den Ost-West-Konflikt zwischenzeitlich beendet hatte, den deutschen Politikern von CDU, CSU, SPD, FDP und Grünen heute zu sagen hat. So eskaliert der Ost-West-Konflikt weiter in neue endzeitliche Höhen.

Nur zur Erinnerung: Im Jahr 1999 begann dann die so genannte Osterweiterung, immer näher an die Grenzen Russlands heran: Zuerst wurden Polen, Ungarn und Tschechien in die NATO integriert, und das Militärbündnis NATO begann mit dem Angriff auf Jugoslawien den Kosovo-Krieg, der damit endete, das Kosovo den Serben völkerrechtswidrig wegzunehmen und einen zweiten albanischen Staat in Europa zu gründen, aus dem - nebenbei gesagt - seit 2015 bis heute ein großer Teil der Asylbewerber in Deutschland stammt, die lieber hier als dort leben wollen. 2004 folgte die Eingliederung der ehemaligen Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen, dazu Bulgarien, Rumänien, Slowakei und Slowenien.
Spätestens ab dem Jahr 2008 eskalierte der Ost-West-Konflikt erneut, nachdem unter anderem die Bundesregierung mit Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier auch für einen NATO-Beitritt der ehemaligen Sowjetrepublik Georgien plädierte, und bald sollte das Begehren folgen, auch die bis dahin auf das Engste mit Russland verflochtene Ukraine in die NATO hinein zu holen, was mit einer Zeitverzögerung nach einem pro-westlichen gewaltsamen Regierungsumsturz 2014 bekanntlich zu Krieg in der Ostukraine führte. Als die pro-westliche Regierung Georgiens mit ihrer Armee in dem russlandnahen Landesteil Süd-Ossetien die Hauptstadt in Schutt und Asche gelegt hatte und viele Hundert Menschen getötet wurden, hatte Russland erstmals militärisch eingegriffen und die Armee Georgiens, die auch beim völkerrechtswidrigen westlichen "Krieg der Willigen" gegen den Irak 2003 das drittgrößte Kontingent stellte, zum Rückzug gezwungen.


Aktualisierung [21.5. / 26.11.2019]: Der im Jahr 2019 neu gewählte Präsident Wladimir Selenskyj fordert die USA zu einer Eskalation gegenüber Russland auf, "indem die USA die Sanktionen weiter verschärfen". Auch wolle er die "verlorenen Gebiete" Krim und Teile des Donbass zurückholen wie der vormalige Präsident Poroschenko auch. Die Zeichen der Zeit standen also nach dem Machtwechsel erst recht eine Zeitlang auf Sturm und waren unüberhörbar, ehe sich Präsident Selenskyj im Verbund mit US-Präsident Donald Trump dann doch zu etwas mehr Mäßigung und Deeskalation entschied - ganz zum Unwillen vieler Aggressoren, die das Verhältnis zur Regierung Russlands weiter verschlechtern wollen.

Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 115 - Wie kam es zum Krieg Russland-Ukraine? Eskalierender Ost-West-Konflikt seit 2008, Wertheim 2022, zit. nach theologe.de, Fassung vom 30.6.2022;
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