Der Theologe Nr. 102, aktualisiert am 29.3.2026

Foto links: Wer mehr seinem Gefühl traut als theoretischen kirchlichen Glaubenstheorien, der kann bei diesem Anblick einer katholischen Osterprozession den Eindruck gewinnen: Hier präsentieren Gegner bzw. Verhöhner des Jesus von Nazareth die geschundene Leiche des von ihnen Ermordeten. (Creative Commons Attribution-Share Alike 2.1 Spain license; Luis Fernández García)
VORWORT
Die Ostertage sind
auch Frühlingstage und beides ist auch vom geistigen Hintergrund her
sehr verbunden. Im Frühjahr erwacht das Leben in der Natur neu,
vergleichbar damit, dass der lebendige Christus-Gottes-Geist in der
Seele des Menschen, wo dieser bis dahin verschüttet war, aufersteht.
Ausgangspunkt war für Christen Jesus von Nazareth der zwar auf
Betreiben Seiner Gegner ermordet wurde. Doch Christus, der Sohn des
Vater-Mutter-Gottes, war nur in diesem Erdenleben in einem Menschen
inkarniert und konnte nach dem irdischen Tod wieder in die ewige
Herrlichkeit des Reiches Gottes auferstehen.
Wenn man den Frühling als Aufbruch zu einem Leben im Geist Gottes
betrachtet, das die ganze Natur durchströmt, dann bedeutet dies für
den Menschen: Auch er, der Mensch, kann der gleichen Bestimmung,
eines Lebens im Geiste Gottes näher kommen, wenn er nach Seinen
Geboten im Geist der selbstlosen Liebe zu leben lernt, wenn also
Christus im übertragenen Sinne in Ihm aufersteht.
Die Frühlingskulte der Religionen sind demgegenüber meist
Erfindungen von Priestern, mit denen diese ihre Herrschaft über die
Menschen zelebrieren, die meist eine Gewaltherrschaft sind und in
deren Rahmen behauptet wird, nur Priester könnten mithilfe dieser
Kulte eine Gottnähe erzeugen. Doch der Frühling braucht niemals
Priester oder Religionen, im Gegenteil.
Doch was wird alles sichtbar, wenn man das Geschehen in dieser Welt
betrachtet? Politiker sind meist Abhängige in ihren Religionen und
in Deutschland entschieden sie zum Beispiel, Unsummen an
Milliarden Euros für Waffenlieferungen an die
Ukraine und für die Fortsetzung des Krieges zu verwenden, sowie für
die eigene Hochrüstung, wofür sich Deutschland
exzessiv wie noch nie in seiner Geschichte neu verschuldet, steigen
in kaum mehr vorstellbare Höhen, was bis vor kurzem noch völlig
undenkbar war. Damit dient man aber dem, der gegen das Leben ist,
denn Christus und alle wahren Gottespropheten lehrten die Gottes-
und Nächstenliebe einschließlich der Feindesliebe und das Gebot "Du
sollst nicht töten".
Anlässlich der Osterfeiern 2026, die im Vatikan erstmals von Papst Leo XIV.
zelebriert werden, ist deshalb für die Gesellschaft nicht mehr eine Freude
aufgrund der Auferstehung von Jesus von Nazareth angesagt, die dem
Durchbruch eines geistigen Frühlings entspricht. Denn
jetzt greift immer mehr der Tod um sich. Und auf den Schlachtfeldern
dieser Erde wird es für den kollektiven Westen keinen militärischen
Sieg mehr geben, weder in der Ukraine noch im Nahen Osten, nur noch
Niederlagen, denn das Gesetz von Saat und Ernte, wonach die
negativen Ursachen als Wirkungen auf die Verursacher zurückkommen,
tritt immer schneller in Aktion gegenüber allen Beteiligten. Das Morden
fällt
also immer mehr auch das
menschliche Geschlecht zurück,
denn der Tod hält in dieser Welt zunehmend reichlichere Ernte im Gesetz von Ursache und Wirkung.
Einige Vorboten dieses Niedergangs erfolgten
in allen Gesellschaften bereits in den vergangenen Jahren. Ein
Beispiel: Erstmals seit dem spanischen Bürgerkrieg im Jahr 1936 wurden
im Jahr 2020 wegen der Corona-Politik
beispielsweise die
österlichen "Fallas" in Valencia abgesagt,
eines der größten Kirchenfeste zu Ostern zu Ehren des "heiligen
Josef", der seit 1870 als "Schutzheiliger" der gesamten Vatikankirche
geehrt wird. Nun war es 2026 wieder einmal so weit, doch die
Bedrücktheit der Menschen ist dadurch nicht gewichen.
Jeweils zu Mitternacht des so genannten Josefstages, des 19. März
im Übergang zum 20. März, wurden als Höhepunkt der "Fallas" überlebensgroße
Menschen-Figuren aus Pappe angezündet und verbrannt. Dies hat viele
Beobachter auch schon früher nicht an eine österliche "Vertreibung" des Winters
bzw. symbolisch von belasteter Vergangenheit erinnert, was der
vordergründige Sinn sein sollt, sondern als Vergegenwärtigung der Scheiterhaufen in früheren
Jahrhunderten, als so genannte "Ketzer", Abweichler von der katholischen
Religion, hingerichtet wurden.
Der Niedergang und die zunehmende Hohlheit zeigt sich zum
Beispiel in Spanien auch bei den vielen
Prozeduren der "Santa Semana", der so genannten "heiligen Woche",
in Deutschland "Karwoche" genannt, vom so genannten
Palmsonntag bis zum kirchlichen Osterfest, im Jahr 2026 beginnend am
29. März. Die vielen immer mehr an
Energie und Anziehungskraft verlierenden religiösen Zeremonien mitsamt dem ganzen Brimborium darum
herum haben mit dem Leben und der Lehre von Jesus von Nazareth
ohnehin nichts zu tun, sondern erscheinen in ihrem Kern vielen gar als
deren Verhöhnung.
Denn schließlich wurde und wird hier immer die von Seinen Gegnern
betriebene grausame Hinrichtung
von Jesus von Nazareth kultisch gefeiert.
DER FRÜHLING, DIE AUFERSTEHUNG DES LEBENS UND DIE VERFÄLSCHUNG UND VEREINNAHMUNG IN RELIGION UND KIRCHE
Die ersten Christen feierten im Gegensatz dazu kein Osterfest, sondern
sie lebten täglich im Bewusstsein, dass Christus in ihnen auferstehen möchte,
indem sie schlicht tun, was Er sie lehrte. Und dies bewirkt auch eine immer
intensivere Liebes-Kommunikation mit allem Leben, das sie umgibt, was nichts mit
Religion zu tun hat. Die kirchliche
Osterlehre wird im Gegensatz dazu von heidnischen Götzenkulten abgeleitet, letztlich dem Baals-Kult mit
seinen grausamen Menschen- und Tieropfern; ebenso wie die meisten der heute so genannten
Osterbräuche. Ein Großteil davon stammt aus Fruchtbarkeits- und Frühlingskulten
verschiedener Priester-Religionen, welche bereits grobe religiöse Verfälschungen
der positiven schöpfungsgemäßen Inhalte von Fruchtbarkeit und Frühling waren. Es waren und sind also aus
degenerierten Götzenkulten entlehnte kirchliche Variationen unter zusätzlichem Missbrauch des Namens von Christus, worauf wir in
dieser Ausgabe von theologe.de näher eingehen, um
besser verstehen zu können, was sich hier eigentlich entwickelt hat
und was sich nun dem Niedergang und zeitnahen Ende zuneigt.
In den einzigen Absätzen finden sich dabei immer wieder auch Hinweise auf
die echte Lehre von Jesus von Nazareth.
Erst Kaiser Konstantin, der dem
Katholizismus den Weg zur einzig erlaubten Staatsreligion gebahnt hatte, legte im Jahr
325 auf dem Konzil von Nizäa einen Osterfesttermin verbindlich
fest, und zwar
zum gleichen Zeitpunkt wie die bis dahin üblichen Götterfeste,
immer am ersten Sonntag nach dem ersten astronomischen Frühlingsvollmond. Dazu
ließ er damals das antike Byzanz, später Konstantinopel, heute Istanbul, mit Fackeln
hell erleuchten, einer Stadt, die 2025 zuletzt im politischen Aufruhr war. Anstatt
mit einem in diesem Fall unschädlichen Kult die Vertreibung des Winters und den Beginn des
Frühlings und die Fruchtbarkeit bei Mensch, Tier und in der Natur zu feiern, sollten die
Bewohner des römischen Imperiums nach den Anordnung von Kaiser Konstantin damals nun das
Hingemordet-Werden und
die geglaubte Auferstehung von Jesus von Nazareth feiern.
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Für viele sind die "Ostern" genannten freien Tage vor allem mit dem Thema der Kreuzigung und Auferstehung von Jesus von Nazareth verbunden. Mehr dazu, was damals wirklich geschah, finden Sie in anderen Ausgaben, z. B. kreuzigung.htm – speziell zum Thema Auferstehung siehe Auferstehung |
Doch
man hat den Justizmord an Jesus von Nazareth dazu umgedeutet als ein
angebliches Sühnopfer für die menschlichen Sünden, abgeleitet von vergleichbaren
Menschenopfer- oder Tieropferkulten in antiken Götzenkulten. Nicht einmal der Name "Ostern" hat etwas mit
Christus zu tun. Der Name "Ostern" kommt ebenfalls aus
jenen Kulten, möglicherweise von der Baals-Göttin Astarte oder vielleicht von
Ostara, die bestimmten Untersuchungen zufolge eine germanische Gottheit gewesen sein
soll. Dem in unserer Zeit am meisten verbreiteten
Erklärungsversuch, das Wort "Ostern" von dem Wort "Eostre" für
die Himmelsrichtung Osten abzuleiten, fehlt eine gewisse Logik: Warum sollte man
ein Fest auf spröde Weise nur nach einer der vier Himmelsrichtungen benennen und
nicht z. B. nach einem zentralen Ereignis? Sonst hätte man ja genauso Feste für den Süden, den Westen
und den Norden einführen können.
Die Baals-Göttin Astarte, die auch noch aus einem Ei
geboren sein soll, repräsentiert dabei als Götzengestalt auch viele ähnliche Göttinnen
und Götter der antiken Vielgötterei.
Foto rechts: Die Göttin Astarte (6. Jahrhundert v. Chr.) auf ihrem Thron. (Gemeinfrei nach Wikimedia Commons; A.Ocram)
In jedem Fall stammen, unabhängig von der
genauen Wortbedeutung und ihrer Herkunft, sowohl die kirchlichen Lehren als auch die
dazu gehörigen Osterbräuche aus von Priester beherrschten nichtchristlichen religiösen Kulten und in Verbindung mit
entsprechenden Religions-Götzen. In jenen Kulten wird z. B. das schlichte und
dankbare Erleben der vier Jahreszeiten in seiner kosmischen Intelligenz im
Jahreslauf priesterlich vereinnahmt und mit intellektuell-klerikalem Brimborium
umgarnt wird. Entsprechend haben diese Götzen auch ihre Funktion zum Beispiel in
Kriegen, was
auch 2026 zu beobachten war, als zum Beispiel der US-Kriegsminister Pete Hegseth
kurz vor dem Angriff der USA auf den Iran die Gottgläubigkeit seines Landes
hervorhob und behauptete, dessen Politik diene zur Ehre des Friedenslehrers
Jesus Christus, während es Ihn in Wirklichkeit durch Kriege und vieles
Gegensätzliche mehr verhöhnt.
OSTERN IN DER GEMEINSCHAFT
Urchristen feiern deshalb auch kein solches Osterfest, sondern sie verbringen
die freien Ostertage in der Gemeinschaft im Bewusstsein, dass Christus der Sieger ist und Helfer in
aller Not, was für sie auch im übrigen Jahreslauf gilt. Natürlich helfen diese
freien Tage auch, um einmal inne zu halten, um sich zum Beispiel
auch einmal dankbar bewusst zu machen, welches furchtbare Leid Christus in Jesus von
Nazareth auf sich nahm, um den Menschen und der ganzen Gottesschöpfung den Weg
zurück in ihre ewige Heimat vorzubereiten und indem sie sich vornehmen, Seine Lehre mehr und
mehr in die Tat umsetzen. Eine unbelastete Feier gäbe es
für sie zu dieser Zeit erst, wenn das unsägliche Leid der Tiere aufgehört
hat, die zu Millionen auch für das teilweise grausame Oster-Brauchtum
hingemordet werden. Den Tieren und der einst unbelasteten guten Schöpfung Gottes
widmen die Urchristen auch die Ostertage im Jahr 2026 (siehe
hier die TV-Übertragungen).
Nachfolgend möchten wir das Brauchtum näher betrachtet, um an einigen Beispielen
nachzuweisen, wie das kirchliche Ostern ganz konkret auf der antiken
Vielgötterei und seinen degenerierten Religionsritualen gründet und wie vor allem Tiere die
Opfer sind, was wiederum auch belegt, wie hier massiv – wie auch sonst in dieser
Religion – gegen das Prinzip der Einheit allen Lebens verstoßen wird, gegen das
Leben in allem Sein.
Eine Alternative für jeden Christen und Nachfolger Jesu bietet zum Beispiel die
bewusste
Begrüssung des Frühlings.
Was allgemein anerkannt und die Folge davon ist:
In
einem katholischen Lehrbuch steht: "Eine
große Anzahl heidnischer Bräuche, durch die die Wiederkehr des
Frühlings gefeiert wurde, ging auf das Osterfest über" (Catholic
Encyclopedia).
"Heidnische Frühlingsbräuche" und ein feierliches
Begrüßen des Frühlings mag gerne befürwortet werden und kann
auch das Bewusstsein für das Leben in der Natur anheben. Aber
bei näherem Hinsehen gehören hierzu auch Tötungsrituale im
Gegensatz zur Frühlingsbotschaft eines aus dem Inneren der Erde
heraus neu aufkeimenden Lebens.
Immerhin wird in der Kirche zugegeben, dass man Bräuche aus dem
"Heidentum" übernommen hat, also religiöse Praktiken aus
verschiedenen Götzenkulten der Antike. Das kann ja jeder machen,
wie er möchte. Aber er sollte sich dann nicht "christlich"
nennen, denn Christus hat schließlich keine "heidnischen
Bräuche" Seiner Zeit übernommen. Er hat den Menschen das Wort
Gottes gebracht, z. B. in Seiner
Bergpredigt. Dogmen, Sakramente, Rituale, Zeremonien,
Bräuche oder andere religiöse Kulthandlungen hat Er nicht
eingesetzt. Wer hat dann aber solches veranlasst?
Zusammenfassend kann man
schon vorab sagen, was nachfolgend im Detail untersucht wird:
Seit der Entwicklung zur Staatskirche unter Kaiser Konstantin im
4. Jahrhundert und in den folgenden Jahrhunderten wurden
pervertierte Frühlings- und Fruchtbarkeitssymbole, die oft auch das
Töten beinhalteten, aus antiken Götzenkulten
von der Kirche für ihr Osterfest vereinnahmt und unter Missbrauch von Christus mit
dem falschen Etikett "christlich" versehen.
Dazu hat man die Hinrichtung und Auferstehung von Jesus von
Nazareth und die Kirchenlehre von einer angeblichen "Auferstehung
des Fleisches" in diese "heidnischen" Kulte hinein projiziert, sie diesen also
aufoktroyiert. Gleichzeitig wurde versucht, die Anhänger der Götzenkulte in das
neue totalitäre
Staatskirchentum einzuverleiben, ohne dass diese ihre bisherigen
Gebräuche und Vorstellungen nennenswert ändern mussten, weil
eben das
nun staatlich vorgeschriebene neue Brauchtum dem alten glich. Die
ursprünglichen Kulte selbst wurden parallel dazu mehr und mehr an den Rand
gedrängt, verboten oder ausgemerzt, und wer diesen weiter
anhing, wurde nicht selten hingerichtet.
Gott, der Freie Geist, hat jedoch überhaupt keine Kulte und
Rituale eingesetzt, so wie Er auch keine Religion gründen ließ.
Alle Kulte und Rituale sind Insignien des "Systems Baal"
(benannt nach dem Götzen "Baal", der im Alten Testament als
Widersacher des von den Propheten verkündeten Gottes gilt),
genauso wie die damit verbundenen Glaubenszwänge und
Gewaltanwendungen bis hin zu Ermordungen im Namen der Religion
und der Religionsgötzen. Eine weitere Zusammenfassung siehe auch
in Der Theologe
Nr. 32.
Katholischer "Baals-Kult" – Ein Priester oder Kirchendiakon besprengt die Speisekörbe der Gläubigen – darin unter anderem Fleisch ermordeter Lämmer und "Osterschinken" – mit so genanntem geweihten Taufwasser
(Gemeinfrei nach Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license, Błażej Benisz)
Beispielhaft für die
Fälschungen der Botschaft von Christus lesen Sie nachfolgend
zunächst entlarvende Glaubensbekenntnisse der
beiden Päpste Benedikt XVI. und Franziskus:
Benedikt XVI. brachte im Jahr 2011 den
2. Band seines
Buches über Jesus von Nazareth heraus, in welchem er Ihn,
den Christus, gemäß der Lehre des katholischen Kults verfälscht.
Was der Papst dazu im Detail schrieb, ist schwere Lesekost. Es ist aber auch
eine Selbstentlarvung des dahinter stehenden konfessionellen "Gottes", indem
zum Beispiel die unvorstellbare Grausamkeit eines von
einem Nagel durchbohrten Herzens zu einer "Verherrlichung" dieses
"Gottes" stilisiert wird und indem dieser Foltermord der
Gegner von Jesus zu einer angeblichen "Quelle des Segens" umgedeutet
wird.
Joseph Ratzinger mit scheinbar christlicher und
intellektuell vertrackter Argumentation wörtlich:
"Wenn nach Matthäus das ´ganze Volk` gesagt habe: ´Sein Blut
komme über uns und unsere Kinder`, dann wird der Christ sich
daran erinnern, dass Jesu Blut eine andere Sprache spricht als
das
Blut Abels ... Vom Glauben her gelesen
heißt es, dass wir alle die reinigende Kraft der Liebe brauchen,
die sein Blut ist. Es ist nicht Fluch, sondern Erlösung, Heil … So leuchtet in dieser Welt das große Geheimnis des
Kreuzes auf. Die neue kosmische Liturgie ist vollzogen.
Das
Kreuz
Jesu tritt an die Stelle aller anderen Kult-Akte
als die einzige wirkliche Verherrlichung Gottes, in der sich Gott selbst
verherrlicht durch den, in dem er uns seine Liebe schenkt und so
uns zu sich hinaufzieht ... Unter dem Kreuz beginnt die Kirche
der Heiden. Vom Kreuz her sammelt der Herr die Menschen zur
neuen Gemeinschaft der weltweiten Kirche … Blut und Wasser
flossen aus dem durchbohrten Herzen Jesu. In allen Jahrhunderten
hat die Kirche, dem Wort des Sacharja gemäß, auf dieses
durchbohrte Herz geschaut und in ihm die Quelle des Segens
erkannt, die im Blut und Wasser vorgedeutet ist ... Die Väter
haben in diesem doppelten Strom von Blut und Wasser ein Bild für
die beiden Grundsakramente – Eucharistie und Taufe – gesehen,
die aus der durchbohrten Seite des Herrn, aus seinem Herzen
entspringen. Sie sind der neue Strom, der die Kirche schafft und
die Menschen erneuert. Bei der geöffneten Seite des am Kreuz
entschlafenen Herrn haben die Väter aber auch an die Erschaffung
Evas aus der Seite des schlafenden Adam gedacht und so in dem
Strom der Sakramente zugleich den Ursprung der Kirche gesehen:
die Erschaffung der neuen Frau aus der Seite des neuen Adam."
(S. 247 ff.)
So weit der damalige Papst.
Doch was heißt "am Kreuz
entschlafen"? Wenn man zu Tode genagelt wird, "entschläft"
man nicht. Ein bekannter Pathologe schreibt:
"Die Römer nutzten wohl dicke Eisennägel von
zwölf Zentimeter Länge. Wurden sie durch die Fersen getrieben,
rissen zahlreiche Nervenbündel entzwei. ´Jesus erlitt einen der schlimmsten Schmerzzustände,
die der Menschheit bekannt sind`... Bei jeder kleinsten
Bewegung am Kreuz raste der Schmerz wie ein Stromstoß durch den Körper ...
Erst nach einer gefühlten Ewigkeit trat der erlösende Tod ein."
(Quelle siehe hier)
Und der dadurch entstandene
"neue Strom, der die Kirche schafft"
wurde vor allem in der grausamen und blutigen Geschichte der
kirchlichen Inquisition offensichtlich. Und bekanntlich wurden
ja die qualvollen Hinrichtungen der Andersgläubigen ebenfalls
sinngemäß als "Segen" für die Kirche betrachtet, die sich auf
diese Weise unzähliger
Christusnachfolger, aber auch Menschen anderer
Geistesrichtungen "entledigte". Was Joseph Ratzinger hier
schreibt, ist letztlich dunkelster "Baalskult" (benannt nach dem
Götzen "Baal" in der Antike), nur mit einer Hülse umgeben,
die man der christlichen Überlieferung entnahm, also einer
täuschenden Verpackung. Der Götze Baal war in der Geschichte
zwar nur ein virtueller "Gott", aber gleichzeitig ein grausames
Energiefeld, das immer nach Blut und Fleisch verlangte.
Das gehörte und gehört zu seinem grausamen Wesen.
Im Jahr 2012 fasste Joseph
Ratzinger dann
seine päpstliche Lehre, die einem modernen Baalskult entspricht, in folgender Aussage zusammen: "Welche Vorstellung
haben wir vom Messias, welche Vorstellung haben wir von Gott? Das ist eine
entscheidende Frage, die wir nicht umgehen können, umso weniger, als wir gerade
in dieser Woche aufgefordert sind, unserem König zu folgen, der als Thron das
Kreuz wählt." (Ansprache am so genannten Palmsonntag im Vatikan)
Doch das stimmt nicht. Denn nicht Jesus hat diese
Wahl getroffen, sondern Seine Feinde. Lesen Sie mehr dazu bei Der
Papst deutet den Foltermord an Jesus von Nazareth um als
"Verherrlichung Gottes", was Papst Franziskus
einige Jahre später in seinem Kern bekräftigt.
Sein Nachfolger Jorge Mario Bergoglio, genannt Franziskus, sprach
ähnlich schon kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2013:
"Ich wünsche mir, dass alle …
den Mut haben, … die Kirche auf das Blut des Herrn zu
bauen, das am Kreuz vergossen wurde; und sich zur
einzigen Herrlichkeit zu bekennen, zum gekreuzigten Christus."
Und im Jahr 2015
predigte dieser Papst: "Ich sehe ihn, ans
Kreuz genagelt, und von dort aus enttäuscht er uns nicht. Auf diesem Thron wurde
er geweiht, Herr zu sein, und dort machte er alle Plagen durch, die wir erleben.
Jesus ist der Herr! Und er ist Herr vom Kreuz aus, dort herrschte er."
Was heißt das aber praktisch?
Der Foltermord
der Gegner von Jesus an einem unschuldigen Mann, der mit Seinen
Nachfolgern das schon vom Propheten Jesaja angekündigte Friedensreich
auf der Erde aufbauen wollte (z. B. Jesaja 11), was
damals daraufhin nicht mehr möglich war, wird also zu
einem kirchlichen Heilsereignis umgedeutet und dort Jahr für Jahr gefeiert. Dazu
stellt man sich, von vielen unbemerkt, auf die Seite der Feinde von Jesus – der damaligen Priesterkaste in
Verbindung mit der römischen Staatsmacht. Während diese Ihn
ermordet hatten, wird eben dieser Mord nun Jahr für Jahr neu gefeiert.
Doch ist
dies nicht eine gravierende Verächtlichmachung von Jesus von Nazareth
und von dem, was Er auf dieser Erde bewirken wollte und was auch
möglich gewesen wäre, wenn Seine Mitmenschen nicht versagt
hätten?
Jesus von Nazareth hat
keine Fastenzeit gelehrt. Eine solche
Zeit vor Beginn des Frühlings gab es jedoch in Babylon und bei angrenzenden Völkern.
Der Abt Johannes Cassianus schreibt im 5. Jahrhundert: "Man muss wissen, dass es
diese Einhaltung einer Fastenzeit nicht gegeben hat, solange die
Urgemeinde noch ihre Vollkommenheit bewahrte." (zit.
nach data.kahal.de; man müsste wohl richtig stellen: "... solange die
Urgemeinde noch die Vollkommenheit anstrebte")
Und das bedeutet auch: Wenn Menschen mit der Natur und den
Elementen positiv im Sinne der selbstlosen Gottesliebe in allem
Leben kommunizieren, dann braucht und gibt es keine von
Priestern eingesetzten Rituale, mit welcher eine Religion das
Schöpfungsgeschehen auf mechanische Art und Weise in ihr System
vereinnahmt und zum Machtinstrument ausbaut.
Beispiel Fastenzeit: Sie hat eine ihrer Wurzeln bei Nimrod, der in den Bibeln als
Ur-Enkel Noahs, Machtmensch und gewaltiger Jäger bezeichnet wird und somit als
einem Gegenspieler des ewigen Vater-Mutter-Gottes. In anderen
Berichten werden die Wurzeln auf den Götzengott "Baal"
zurückgeführt oder auf Nimrods Sohn Tammuz.
Es gibt mehrere Varianten der bei Letzterem zugrunde liegenden Geschichte. Eine davon ist: Tammuz
sei plötzlich von der Erde verschwunden und wird von seiner Mutter
Ischtar gesucht und beklagt. Nach 40 Tagen findet sie ihn, und er soll, nachdem
er von einem Wildschwein getötet worden sei, vom Tod zu
neuem Leben erwacht sein und seither als Sonnengott residieren. Daraufhin
installierte Ischtar eine alljährlich sich wiederholende 40-tägige Trauerzeit,
die sich dann nach Ablauf dieser Zeit über Nacht in Freude verwandeln soll. Dies war
also der babylonische
Kult, mit dem man den Beginn des Frühlings feierte, und die Kirche konstruierte
später eine diesem Trauer-Kult vergleichbare 40-tägige Fastenzeit vom
Aschermittwoch bis zum kirchlichen Osterfest, bei dem dann – analog zum
babylonischen Kult – in der so genannten Osternacht mit einem
Mal die Dunkelheit verschwindet und das Licht erstrahlt –
symbolisiert seither durch das Einschalten der Kirchenbeleuchtung
meist in der Nacht des Ostersamstag bzw.
das Anzünden von Kerzen.
Bei den Gottespropheten Jeremia
und Ezechiel ist überliefert, dass sich auch die Israeliten daran beteiligt
hatten, das Verschwinden und den Tod des Tammuz zu beweinen.
Bei Hesekiel (= Ezechiel) heißt
es: "Und siehe, dort saßen Frauen, die den Tammuz beweinten. Und der Herr sprach
zu mir: Menschenkind, siehst du das? Aber du sollst noch größere
Gräuel sehen als diese." (8, 14)
Die Gräuel zeigen sich dann im Alltagsverhalten der Menschen,
die zum Beispiel den Tammuz beweinten oder den Nimrod
vergöttlichten. So wird der Prophet anschließend zu Männern Israels
geführt, welche das Volk mit Gewalt und Unrecht knechteten, und deren Religion
darin bestand, die Sonne und darin den Sonnengott anzubeten,
also
in diesem Zusammenhang den Tammuz,
den Sohn des Nimrod, des Gewaltherrschers und "großen" Jägers. Das spiegelt sich
heute mannigafach wieder in den katholischen Osternächten, bei denen die
Kirchenheiligen angerufen werden, darunter "tausend
heiliggesprochene Verbrecher", so der französische Philosoph
Helvetius.
Schon in der Zeit der Reformation wurde der Romkirche deshalb
zurecht vorgehalten, ihre
Fasten- und Osterkulte stammen nicht von Christus, sondern die Kirche pflege in
Wirklichkeit, so zutreffend wörtlich, "die Herrschaft Nimrods".
Und der Furcht erregende Nimrod wiederum
wurde verschiedentlich auch mit dem Ober-Götzen Baal identifiziert.
Die Vatikankirche behauptet jedoch, ihre Fastenzeit sei davon abgeleitet, dass
Jesus am Beginn Seiner Wirksamkeit 40 Tage in der Wüste gefastet habe. Das mag
wohl stimmen, was Jesus betrifft, doch das katholische
Brimborium hat mehr mit dem babylonischen Kult gemeinsam als mit
dem Fasten von Jesus von Nazareth, der keine Kulte und Rituale
einsetzte oder feierte.
Von Martin Luther stammt
in diesem Sinne der Satz: "Ich ... bin gewiss, dass das
Papsttum das babylonische Reich und die Herrschaft Nimrods, des
gewaltigen Jägers ist" (Von der Babylonischen
Gefangenschaft der Kirche, 1520, Vorspiel – eine der
reformatorischen Hauptschriften, die von den Lutherkirchen heute
im Zuge ihrer Ökumene-Bittgesuche gegenüber dem Vatikan aber lieber
unter dem protestantischen Teppich gehalten wird). Doch auch
Martin Luther war auf andere Weise massiv im gleichen
gewalttätigen Baals-System
befangen bzw. ließ sich dort auf andere Weise wieder einfangen.
Unzählige Hinrichtungsaufrufe gegen
Andersdenkende beweisen dies.
Die katholische Karwoche (santa semana) in Valladolid (Spanien; siehe Foto) – Was äußere Bußrituale sein sollen, erscheint jedoch als Machtdemonstration der Priesterkaste und ihrer Hörigen. Deren Vorläufer ließen Jesus von Nazareth ermorden, und bis heute wird Er von den maskierten Anhängern der Priester demonstrativ blutend und schweigend am Marterpfahl vorgeführt, wo Er einen grausamen Foltertod erlitt. Zur Vergegenwärtigung schlachtet man auf Betreiben der Kirche Millionen unschuldige und wehrlose Tierbabys und lässt ihr Fleisch von Priestern "segnen", bevor man es verzehrt (Zum Vergleich: Der Papst segnet lebendige Lämmer, bevor sie von einer Nonne mit einem Beil erschlagen werden). Dies ist letztlich Teil einer Selbstentlarvung: Denn der Götze Baal "liebt" Blut und Fleisch. (Creative Commons Attribution-Share Alike 2.1 Spain license; Luis Fernández García)
Nein. Auch eine
angeblich "heilige Karwoche" kannten die ersten Christen nicht, war aber den
Anhängern vieler Götzenkulte vertraut, z. B. dem Mithras-Kult, wo im Kalender
auf einen großen Trauer- und "Bluttag" ein "Tag der Freude" folgte. In der
Kirche nannte man die beiden Tage dann Karfreitag und Ostersonntag. Dazu wurden
grausame
heidnische Sühnopfer-Vorstellungen auf Jesus von Nazareth projiziert.
Passionsfeiern gab es auch im Attis-, Adonis-, Dionysius- und Osiriskult.
Besonders exzessiv wurde die katholische Karwoche bis zum zwischenzeitlichen
virusbedingten Stopp im Jahr 2020 in Spanien zelebriert, die so
genannte "Santa semana" mit sehr vielen Kulten, Zeremonien und Ritualen, die wie
ein Sammelsurium aus allen möglichen schwarzmagischen Götzenkulten erscheint. In Frankreich
standen die Kultfeiern 2019 zudem im Zeichen des
Menetekels von Notre-Dame
und deren Brandruine, so dass an diesem Ort zunächst bis auf weiteres nichts mehr
zelebriert wurde, aber jetzt seit 2025 der Kult noch einmal neu inszeniert
wird.
Woher kommt der Name
"Ostern"?
Im Wort "Ostern" stecken womöglich die Himmelsrichtung Osten und die Kulte um den
Sonnenaufgang herum, die meist Fruchtbarkeitskulte waren, wobei die Bezeichnung
"Fruchtbarkeit" nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass diese
nicht selten grausame Tötungsrituale waren. Als Namenspatinnen
könnten aber auch die Fruchtbarkeitsgöttinnen Astarte oder eventuell Ostara bzw. Eostre, die
auch als Göttin
der Morgenröte überliefert wurde, gedient haben. Astarte ist die Himmelskönigin aus dem Baalskult,
meist mit einer Schlange in der Hand abgebildet, die auch von Israeliten
angebetet wurde. So heißt es in den Bibeln, im Buch Richter, dass das Volk Buße
tat mit den Worten: "Da schrien sie zum Herrn und sagten: Wir haben gesündigt;
denn wir haben den Herrn verlassen und den Baalen und Astarten
gedient." (10, 6 ff.)
Im Judentum feierte man zu dieser Zeit offiziell das Passahfest, das an die
Befreiung aus der Zeit der Sklaverei in
Ägypten (ca. 13. Jahrhundert vor Christus) erinnern sollte. Dazu wurden unter
dem Einfluss der "Baale und Astarten"
eine grausame Schächtung bzw. Schlachtung der Lämmer eingeführt.
Es war ein
Tiermassaker, das im Judentum nach der Zerstörung des Tempels im
Jahr 70 nach Christus zwar beendet wurde, welches die Kirche jedoch in ihr Gaumenschmaus-Brauchtum übernommen hat und ins Exzessive steigert, obwohl der Schöpfergott
durch den Gottesprophet
Jeremia eindeutig verkünden ließ, dass Gott nie angeordnet habe, zur Erinnerung an
den Auszug aus Ägypten Lämmer zu schlachten.
Nein. Sie haben damit nichts zu tun. Es war Kaiser Konstantin, der im Gewand des Sonnengottes das Kirchenkonzil von Nizäa im Jahr 325 leitete, wo er die kirchliche Dreieinigkeitslehre anordnete und für das Osterfest folgenden Termin wählte: Ausgangspunkt war die Tages- und Nachtgleiche, der astronomische Frühlingsbeginn um den 21. März. Immer am Sonntag nach dem ersten Vollmond nach dieser Tag-und-Nacht-Gleiche wird seither in den Institutionen Kirche Ostern gefeiert. Es ging darum, die heidnischen Kulte in die neue Staatsreligion unter dem Deckmäntelchen "Christus" zu vereinnahmen und entsprechend geänderte aber verwandte Bräuche zu konstruieren. Die ursprünglichen Kulte wurden nun Zug um Zug verboten, bzw. es war bald nur noch erlaubt, die Kulte "katholisch" zu interpretieren.
Der Hase war in Götzenkulten ein Symbol der Fruchtbarkeit. Auch hier hat die Kirche ab dem 16. und 17. Jahrhundert versucht, ihn zu vereinnahmen, indem man die Bibelstellen, in der ein Hase vorkommt, mit der Überlieferung von Tod und Auferstehung von Jesus zusammenmontierte, was allerdings wenig überzeugend war. Bei den Tötungs-"Bräuchen" traf es den Hasen jedoch nach dem Lamm besonders grausam. Denn ab Mitte des 16. Jahrhunderts gab es in Anlehnung an den Hasen als heidnischem Fruchtbarkeitssymbol in kirchlichen Kreisen zu Ostern immer häufiger Hasenbraten statt Lammbraten. Dabei nahm man keine Rücksicht auf die Junghasen, und es fanden zuvor bis zum so genannten Gründonnerstag, dem Tag vor Karfreitag, "österliche Hasenjagden" statt.
Ja. Das jüdische Passahfest stand Pate, und
dort wurden ägyptische
Schlachtpraktiken übernommen. Was die Kirche nun aber darüber hinaus an
Heuchelei und Grausamkeiten gegenüber den Tieren hinzu erfand, ist eine einzige
Schreckensgeschichte.
In Fachartikeln zum Thema "Essen und Trinken" wird dazu wie selbstverständlich dargelegt, was eine einzige
Verhöhnung von Gott, dem Ewigen, und von Christus, unserem Bruder und Erlöser,
ist und eine unsagbare Qual für schließlich ermordete Tiere.


Alle Jahre wieder findet auch im Vatikan ein grausames heidnisches Schauspiel statt: Am 21. Januar, am so genannten Ehrentag der "heiligen" Agnes, werden dem Papst auf einem großen Tablett zwei wenige Tage alten Lämmchen in den Petersdom gebracht, wo dieser sie "segnet". Anschließend werden sie in ein Kloster gefahren und dann am Karfreitag mit einer Axt erschlagen. Aus der Wolle werden dann die Schals für die Erzbischöfe gewebt.
Vor allem in Österreich, aber auch in Deutschland, wird am Ostersonntag dieser Schinken gegessen. Der Schinken wird aus Schweinefleisch hergestellt, und es wird vermutet, dass die Herkunft auch in diesem Fall bis nach Babylon zurück reicht, wo der Überlieferung nach Tammuz, der später der Legende nach wieder auferweckte Sohn des Nimrod bzw. des Baal, von einem Wildschwein getötet worden sei. Nun aber wurde das Schwein geschlachtet.
Das Ei gilt in den antiken Kulten als ein Symbol für Fruchtbarkeit und
für beginnendes Leben. So soll die Göttin Astarte, die meist mit
einer Schlange abgebildet wird, aus einem Ei ausgebrütet worden
sein. In China, Ägypten und Persien gab es den Brauch, Eier zu bemalen, als
Bekräftigung dieser Fruchtbarkeit. Das Bemalen der Eier wurde im kirchlichen
Abendland dann zuerst von der armenischen
Kirche übernommen. Dort werden die Eier rot gefärbt, um vor allem an das Blut
von Jesus von Nazareth zu erinnern. Ab dem 10. Jahrhundert wurde dieser Brauch dann
auch im Einzugsbereich der
Romkirche übernommen.
Es mögen ja im westlichen Kulturkreis Familien mit ihren
Kindern gerne auch die Ostereier in verschiedenen Farbtönen
färben oder bemalen, wenn ihnen das Freude macht, aber einen
Zusammenhang mit der furchtbaren Hinrichtung von Jesus von
Nazareth sollte man nicht herstellen.
Die Eier kamen der Kirche noch aus einem anderen Grund gelegen: Eier
zu essen
hatten die Bischöfe in der kirchlichen Fastenzeit ab dem 7. Jahrhundert
nämlich verboten, da ein Ei als "flüssiges Fleisch" galt. Entsprechend sammelten sich
die Eier an, und sie wurden deshalb dann am Ende des Kirchenfastens, eben zum klerikalen Osterfest,
in großen Mengen verschlungen bzw. gegessen.
Und das Ei hat man Jesus von Nazareth
auch noch auf eine andere Weise unterschoben und Ihn damit in Wirklichkeit verspottet, was sich aber bis heute nur teilweise durchsetzte.
So wurde die Eierschale in der Kirche z. B. als ein Symbol für das Grab von Jesus
gedeutet, das Er bei Seiner Auferstehung durchbrochen habe.
In der
mittelalterlichen Kirche entstand dazu die Redensart: "Wie das Küken aus dem Ei
gebrochen, Christus hat das Grab durchbrochen."
Auch das Eierrollen von einem Hang hinab, vor allem in den USA,
Großbritannien oder Dänemark, soll auf Jesus zurückgehen, ist aber eine
weitere Verballhornung des mutigen jungen Mannes aus Nazareth.
Das Ei soll dabei den Stein symbolisieren, der vom Grab von Jesus
weggerollt worden ist.
Wenn man einmal das
Prinzip verstanden hat, wonach das "System Baal" alle Götzenkulte mit einem
angeblich christlichen Gewand zu tarnen versucht, dann ist es nicht
verwunderlich, dass auch das Wasser zum Symbol eines Teils der kirchlichen
Lehren gemacht wurde.
Nur in der Nacht vor der Kirchenfeier der Auferstehung von Jesus sollen dem Wasser
noch weitere besondere Fähigkeiten zu eigen sein. Das so genannte Osterwasser sei
nämlich in diesen Stunden angeblich speziell mit Gottes Geist gefüllt, und auch dem Wasser,
das man aus mit Eiern geschmückten Osterbrunnen schöpft, werden spezielle wundersame
Wirkungen nachgesagt. Das Osterwasser muss dazu aber in der so genannten Osternacht
in der Zeit zwischen
Mitternacht und Sonnenaufgang geschöpft werden, sonst würde dieser kirchliche Osterzauber nicht wirken,
und die Kirchenhörigen lassen sich auf diese Weise gerne gängeln
und, was die angebliche Wirkung genau dieses Rituals und seiner
weiteren Ausprägungen betrifft, verführen. Das führte dann dazu: Junge Frauen mussten
das Wasser schließlich schweigend nach Hause
tragen, damit es seine angeblich verjüngende und heilende Wirkung beibehalte,
und mit Osterwasser besprengten jungen katholischen Paaren wird eine glückliche
Ehe vorher gesagt. Wäre allerdings auch nur eine dieser Aussagen wahr, wäre
solches im Alltagsleben der Katholiken in dieser Welt auch zu beobachten.

So ist es. Es handelt sich im Prinzip um Frühlingsfeuer der heidnischen Kulte, mit denen der Winter vertrieben werden soll. Bezeichnenderweise wurde in den Kirchen als vermeintliche Veranschaulichung für den Winter dazu oft eine Strohpuppe verbrannt. Doch nur ein angebliches Symbol für den Winter? Vielmehr war es immer ein Symbol für einen im Feuer grausam verbrennenden Menschen, was die Kirche ja zigtausendfach zu allen Jahreszeiten mit Menschen getan hat, die sich nicht gleichschalten konnte. Die Theologen der Kirche übernahmen also die Frühlingsfeuer und machten daraus ihre Osterfeuer – mit der wesentlichen entlarvenden Änderung, den zu vertreibenden Winter ausgerechnet mit einer brennenden Menschenpuppe zu symbolisieren. Und hierzu wurde im Lauf der Zeit auch eine spezielle neue Variante dieses Symbols entwickelt. Die Puppe, die man im Feuer verbrannte, sollte dann nicht mehr den Winter darstellen, was ohnehin kaum von den Menschen so gefühlt wurde, sondern den Jesusjünger und Verräter Judas, der für seinen Verrat nun ins ewige niemals endende und keine Pause einlegendes Feuer müsse, nachgewiesen erstmals im 16. Jahrhundert. Und eben passend dazu ließ man ja auch Andersdenkende, z. B. Urchristen, als angebliche Judasse unter grässlichen Schmerzen bei lebendigem Leib verbrennen. Doch hierzu noch ein anderer Vergleich: Jesus von Nazareth hat Judas vergeben, die Kirche jedoch verdammt ihn in ihr angeblich ewiges Höllenfeuer.
Zu den Methoden der Kirche gehörte Jahrhunderte lang auch das Verbrennen von Menschen bei lebendigem Leib, was sich bis heute auch in ihrem "Brauchtum" widerspiegelt, hier symbolisiert durch eine Stoffpuppe auf dem Scheiterhaufen beim katholischen Sankt-Hans-Fest (UserEPO, 2007; GNU-Lizenz für freie Dokumentation). Ähnliches geschieht bei vielen "Osterfeuern". Nach dem irdischen Tod soll es für Kirchenaussteiger und -abweichler jedoch noch schlimmer werden. Sie werden bis heute päpstlich verbindlich verflucht, was nach ihrem Tod angeblich nie endendes und niemals pausierendes Höllenfeuer bedeuten soll.
Ja. Ende des 4. Jahrhunderts ist beim Kirchenvater Hieronymus erstmals von einer Osterkerze die Rede. Jede Kerze könnte jeder Mensch ohne Brimborium zwar als ein Symbol für das innere Licht in jeder Seele und in jedem Gottesgeschöpf betrachten, so wie man das im Prinzip auch für das Feuer tun könnte. Wenn man sich im Unterschied dazu aber eine kirchliche Osterkerze genauer anschaut, sieht man, wie diese Kerze von den Kirchenmännern speziell kirchlich präpariert wurde, nämlich mit fünf abstehenden Wachsstiften an den Seiten. Diese sollen die fünf Wunden des gefolterten und ermordeten Jesus symbolisieren. Denn laut der Kirchenlehre musste Jesus von Nazareth auf diese Weise ermordet werden, damit die Erlösung angeblich so vollzogen werden konnte, wie es sich die Theologen ausdachten und aus den Menschenopfer-Praktiken antiker Götzenkulte abgeleitet hatten, wo es vielfach um Sühnungsvorstellungen ging. Hier steht man also ganz in der Kontinuität der grausamen Tradition der Menschen- und Tieropfer in den Götzenkulten. Und nur mit diesen fünf Wachsstiften ist die Kerze dann eine echte kirchliche Osterkerze. In den katholischen Osternächten ist es meistens der Bischof höchstpersönlich, der die Nägel in die Kerze hineinbohrt, was Außenstehende auch deuten könnten als: "Wir, die Herren der Kirche, bringen Ihn, den Christus Gottes, wieder um."
Palmbüschel werden von katholischen Priestern "geweiht" als angebliche Erinnerung an den Einzug von Jesus in Jerusalem. Sie sollen vor Krankheit und Unglück schützen. Jesus von Nazareth hat so etwas jedoch nie gelehrt. Ein Teil dieser geweihten Büschel wird anschließend verbrannt, um damit die Asche herzustellen, mit der man im nachfolgenden Jahr den Gläubigen Aschekreuze auf die Stirn malt (siehe dazu die nächste Frage).
Dies soll ein Zeichen der Vergänglichkeit sein und eine Botschaft an die
Bevölkerung, einen Schutz nicht mehr von heidnischen Zauberkräften zu erwarten,
sondern allein durch den "Segen" und die Weihehandlungen der katholischen
Priester. Doch wenn ein Priester segnet, dann segnet sicher nicht Gott. Sonst sähe es
anders aus in dieser Welt.
Das Kreuzzeichen stammt wiederum einmal mehr aus Babylon und dem
dort praktizierten Tammuz-Kult.
In einem Wörterbuch heißt es dazu: Die Form des Kreuzes hatte
"ihren Ursprung im
alten Chaldäa, und wurde als Symbol des Gottes Tammuz (in Form des mystischen ´Tau`, der Anfangsbuchstabe seines Namens) in diesem Land und in angrenzenden
Ländern, einschließlich Ägypten verwendet" [also einem "T"].
(W. E. Vine, An Expository
Dictionary of New Testament Words, London, 1962, S. 256)
Und: "Um das Ansehen des ...
kirchlichen Systems zu vergrößern, wurden Heiden in den Kirchen aufgenommen,
und ihnen wurde größtenteils erlaubt, ihre heidnischen Zeichen und Symbole
zu behalten. Folglich wurde das Tau oder T … angenommen, um für das Kreuz
Christi" einzutreten. (zit. nach cosmiq.de)
PS:
Der Name Aschermittwoch soll zwar von der "Asche"
kommen, ist aber vielleicht nicht zufällig nahezu identisch mit
dem Namen der Göttin "Aschera", deren Kulte von
den Gottespropheten des Alten Testaments immer wieder als
Götzendienste entlarvt wurden. Sie gilt wie Astarte als Gattin des Baal und wurde auch im Jerusalemer
Tempel verehrt und dort auch zur angeblichen Gattin des dort verehrten Gottes erklärt.
Angeblich wegen der Gefangennahme Jesu dürfen ab dem Donnerstag vor Ostern bis
zum Samstag, dem so genannten Karsamstag oder Ostersamstag, die Glocken der
Vatikankirche nicht läuten, und die Kirchenorgel darf nicht gespielt
werden. Weil Jesus von Nazareth am Samstag nach irdischen Vorstellungen "tot" war, ist dies
auch der einzige Tag im Jahr, wo der Priester keine Eucharistie zelebriert, die
als Wiederholung der Kreuzigung verstanden wird – so,
als ob man
Jesus, den Christus, gar nicht oft genug ermorden kann, weswegen
man es sonst jeden Tag neu tut – eben mit Ausnahme des so
genannten Karsamstag. Man
könnte es als einer, der hinter die katholische Fassade blicken möchte, auch so
verstehen: Da Er ja an diesem kirchlichen Feiertag
als schon tot gilt, muss Seine
Tötung an diesem Tag ausnahmsweise nicht wiederholt werden.
Zum Vergleich:
Auch der Osiris-Kult kannte eine Art Grabruhe ihres Gottes, was man dann
auch als
Grundlage für die Lehren der Kirche für den so genannten "Karsamstag"
nahm.
Sie hält sich hier zurück und übt Kritik, verhindert es aber nicht, denn
Zehntausende gläubige Katholiken versammeln sich bei diesen Anlässen in kollektiver sentimentaler
Bußstimmung zum Zuschauen. Man hat jedoch Methoden entwickelt, die Schmerzen
möglichst gering zu halten, ganz im Gegensatz zu den Schmerzen, die Jesus von
Nazareth ertragen musste.
Im ursprünglichen hebräisch verfassten Matthäusevangelium steht, dass die
Priesterkaste römische Soldaten bestochen habe,
Jesus besonders grausam und
ohne Linderungsmöglichkeiten zu kreuzigen. So berichtet es Hieronymus. Anders in
den Philippinen. Ein Gekreuzigter frohlockt sogar: "Wenn ich ans Kreuz genagelt
bin, fühle ich mich so erfrischt, als ob all meine Sünden weggewaschen sind."
(zit. nach diepresse.com, 21.3.2008)
Auch er stammt aus den Baalskulten. Alljährlich zum Frühlingsbeginn gab es
dort einen besonderen "Gottesdienst" bei Tagesanbruch, vergleichbar den
kirchlichen Ostertreffen im Morgengrauen nach der jeweiligen
Osternacht, die ebenfalls ihre Vorläufer
im Heidentum hat, in den nachts lodernden Feuern vor allem zur Vertreibung des Winters.
Kreuzprozessionen gab es zuvor schon beim Attiskult. Das Bild des Gottes Attis
wurde dazu an einen Kreuzpfahl geheftet und herumgetragen. Nach dem Glauben der
Kultanhänger sei Attis von seiner Mutter in den Wahnsinn getrieben worden.
Daraufhin habe er sich entmannt, also den Penis abgeschnitten, kam dabei ums Leben
und wurde anschließend aber von seiner
Mutter wieder von den Toten auferweckt. Seither verehrte man ihn als Gott. Was
für eine düstere dunkle Welt!
Und im Baals-Kult wurde eine Baals-Statue auf eine Rundreise "von Stadt zu Stadt des
Königreiches" geschickt, was die Gegenwart des Gottes Baal in seinem Reich
symbolisieren soll.
Die Kirche projizierte später Ereignisse aus dem Leben von Jesus von Nazareth in diese
düsteren furchtbaren Religionsausformungen hinein. So tragen Katholiken vor allem in Spanien schwere
Statuen – gleich den Baals-Statuen – durch die Stadt und beziehen sich darauf, dass Jesus einst Sein schweres
Kreuz tragen musste.
Nein, überhaupt nicht. Das "Urbi et Orbi" hat der Vatikan von
heidnischen Priestern des Imperium Romanum übernommen. Nachgewiesen ist es zum
Beispiel
beim Schriftsteller Ovid anlässlich einer Feier für den Grenz-Götzen Terminus:
"Anderen Völkern ist Raum in gemessenen Grenzen gegeben; für das römische
fällt Stadtkreis und Weltkreis (urbi et orbi) in eins", schrieb Ovid
(Quelle: siehe Link). Die
Formel wurde auch als Einleitung für offizielle Proklamationen verwendet. Damit
wurde der Herrschaftsanspruch Roms über die ganze Welt beschworen. Das wird
später von der Vatikankirche nahtlos übernommen. Damals brachte der "Segen" Roms
den Völkern viel Leid und Verzweiflung, zum Beispiel durch die vielen Kriege oder durch
die Gewaltherrschaft einzelner Statthalter. Das Urbi-et-Orbi ist also die Herrschaftsformel
der Römer, die Jesus von Nazareth am Marterkreuz foltern und hinrichten ließen.
Und ist es nicht eine weitere Selbstentlarvung, dass die Romkirche ausgerechnet diese Formel übernahm,
nämlich
die Formel der Mörder von Jesus von Nazareth?
Selbst in papstfreundlichen Veröffentlichungen wird diese gegenseitige
Abhängigkeit zugegeben, zum Beispiel:
"Das
imperiale Bewusstsein im Römischen Reich setzte die Stadt Rom (urbs) mit dem
Erdkreis (orbis) gleich. Die Kirche fügte sie [die
lateinische Formel] erstmals im 13.
Jahrhundert in das offizielle Ritual ein, auch um den
weltumfassenden Anspruch der Kirche zu dokumentieren."
(welt.de, 25.12.2017)
Nachdenkenswert sind auch eine manchmal anscheinend gehäuft vorkommende
Anzahl von
Naturkatastrophen nach dem Urbi et Orbi. Sie könnten auch ein
Symbol dafür sein: Wenn ein Papst oder Priester segnet, segnet nicht
Gott. Sonst müsste es auf dieser Erde und in dieser Welt
insgesamt anders
aussehen.
Und Ähnliches gab es auch im Baalskult. So bat der König von Ugarit in Kanaan,
im heutigen Syrien, immer zum gleichen Zeitpunkt Jahr für Jahr bei Baal um den
"Seegen für die Stadt".
Und hierzu könnte man bedenken: Nicht lange danach ist Ugarit untergegangen.
Links zum
Thema:
Der Kreuzestod von Jesus war der Wille
Seiner Gegner. Was bedeutet "Erlösung" durch Christus?
Hat Jesus von Nazareth
ein Passahlamm gegessen?
Eine Alternative zum kirchlichen Oster-Brauchtum:
Urchristen begrüßen den Frühling
Löscht den Geist aus! Kirche contra
Pfingsten
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