DER THEOLOGE
Nr. 24


Den Kirchen wird der Spiegel vorgehalten

Die Hölle im Pfarrhaus
und bei den Gläubigen


Vorwort:
Die grausame Lehre von einer ewigen Hölle zählt zu den wesentlichen Glaubenssätzen der römisch-katholischen und der vielen evangelischen Kirchen (siehe Der Theologe Nr. 19 - Es gibt keine ewige Hölle). Ihren eigenen Anhängern, die sich an die dafür nötigen Bedingungen der jeweiligen Konfession halten, verspricht die Kirche demgegenüber einen "ewigen Himmel". Dass die Kirche aber - unabhängig von nicht beweisbaren Überlegungen über das Jenseits - schon vielfach die "Hölle auf Erden" bereitete, ist unbestritten.

Aktuell: Über später [ab 2010] aufgedeckte Kinderschänder-Verbrechen in der Kirche berichten wir in Der Theologe Nr. 24 a - Sexuelle Verbrechen und Vergehen in der Kirche

und in Der Theologe Nr. 43 - Schwarzbuch Katholische Kirche

bzw. in Der Theologe Nr. 44 - Schwarzbuch Evangelische Kirche.

Umstritten ist hierbei nur, ob nur einzelne "Söhne und Töchter der Kirche" (wie es die katholische Kirche immer sagt) in "schwere Sünde" verfielen (Papst Benedikt XVI. spricht von "guten und schlechten Fischen" im "Netz der Kirche" bzw. von "Sündern in der Kirche") oder ob die Kirche auch als Ganzes das Gegenteil von dem repräsentiert, was sie vorgibt - so, wie es der Großinquisitor im Roman Die Brüder Karamasov von Fjodor M. Dostojewski dem wieder gekommen Jesus ins Gesicht sagt: "Wir sind schon seit langer Zeit nicht mehr mit dir im Bunde, sondern mit ihm" (vgl. auch den kirchliche Götter-Kult in Der Theologe Nr. 25). Demnach gäbe es zwar viele Menschen guten Willens in der Kirche, die sich auch um eine Jesusnachfolge bemühen. Doch gerade sie würden den eigentlichen geistigen Hintergrund der Kirche und den Kern ihres Wesens verschleiern und verbergen. Und an sie wäre deshalb auch das Wort des Sehers Johannes gerichtet: "Geht hinaus [wörtlich auch übersetzbar mit: "Tretet aus ..."] aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen." (Offenbarung 18, 4)

"Tretet aus von ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!" (Bibel, Offenbarung des Johannes 18, 4)

Jesus von Nazareth selbst sprach von den "Früchten", an denen man einen guten oder schlechten Baum erkennen könne. Und im Hinblick auf die Kirche erklärte der Historiker Karlheinz Deschner einmal: "Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die christliche Kirche [PS: das Wort "christlich" ist dann ein Etikettenschwindel bzw. Betrug], ganz besonders die römisch-katholische Kirche" (in: Die beleidigte Kirche, Freiburg 1986, S. 42 f.).
Die Anzahl und die Grässlichkeit dieser Verbrechen werfen dabei die Frage auf: Handelt es sich hier wirklich "nur" um Verirrungen von einer ursprünglich vielleicht "guten Idee"? Oder zeigen hier eine Institution und ein Glaube einen Teil ihres Gesichts? 

Aus der Mord-Bilanz der Kirche (Auswahl)

Mord an Andersgläubigen im eigenen Land; Inquisition: Jahrhunderte lang; ca. eine Million Tote
Mord an Andersgläubigen im eigenen Land und außerhalb; Judenmord; viele Millionen Tote
Mord an Andersgläubigen in anderen Ländern, v. a. Moslems; Kreuzzüge: viele Millionen Tote
Mord an Ureinwohnern eroberter Länder, z. B. Indianer: ca. 100 Millionen Tote, der größte Völkermord aller Zeiten
Mord an Kriegsgegnern und deren Familien; zahllose von der Kirche inspirierte und gesegnete Kriege; viele Millionen Tote
Mord an Behinderten; gefordert, beteiligt oder geduldet, z. B. im Dritten Reich; Tausende von Toten
Mord an Regimegegnern von Diktaturen unter direkter kirchlicher Beteiligung, z. B. in Argentinien (mehr dazu hier; oder unsere Meldung hier)
Mord an Volksgruppen innerhalb eines Staates unter direkter kirchlicher Beteiligung; z. B. Serben in den 40er- Jahren in Kroatien oder Tutsi in den 90-er Jahren in Ruanda
Mord an Indianerkindern, meist auf indirekte Art, in Kanada und den USA im 20. Jahrhundert. Über 60 % der Kinder, die ihren Eltern weggenommen wurden, überlebten die kirchlichen Umerziehungsschulen nicht
Mord an Tieren; Abwertung als "seelenlose" Wesen und Freigabe zur Schlachtung; Milliarden und Billionen von Toten
Seelenmord an Hunderttausenden von Kindern im 20. und 21. Jahrhundert durch Kinderschänder-Verbrecher im Talar

Legendär ist in diesem Zusammenhang auch das Wort des Indianer-Häuptlings Hatuay auf dem Scheiterhaufen, dessen Seele die katholischen Peiniger noch in letzter Minute "retten" wollen: Der Häuptling fragt, ob er in dem "Himmel", der ihm bei Annahme des katholischen Glaubens in Aussicht gestellt wird, auch die katholischen Eroberer wiedersehen würde. Als seine Frage bejaht wird, entscheidet er sich ohne weiteres Zögern für die "Hölle".

Der Anlass für diese Ausgabe des
Theologen ergibt sich jedoch aus der Gegenwart. Wenn es Zeiten und Orte in der Geschichte gab, wo die Kirche ihre Gegner nicht ermorden konnte, so pflegte sie doch in solchen Zeiten Rufmord und Verleumdung. Daraus wurde dann unter veränderten Umständen oft wieder der Mord.
Und heute ist eine Zeit, in der die Kirche die Meinungsfreiheit in den westlichen Demokratien wiederum für Verleumdungen Andersgläubiger nützt
(siehe Der Theologe Nr. 12 - Der Sektenbeauftragte, der neue Inquisitor). Es sind vor allem die so genannten "Sekten- und Weltanschauungsbeauftragten" der beiden Konfessionskirchen, die sich anmaßen, gesellschaftliche Richter darüber zu sein, welche Religion "unbedenklich" und welche "bedenklich" oder gar "gefährlich" sei. Dabei werden regelmäßig die eigenen Abgründe und Gefährlichkeiten auf andere Gemeinschaften projiziert (klassisch z. B. in der Warnung vor irgendwelchen "Gurus", während man den eigenen "unfehlbaren" und im Vatikan mit absoluter Vollmacht in allen Bereichen regierenden Papst als "Standard" und "normal" betrachtet). In zahllosen Fällen geschieht hier schweres Unrecht, das Anhängern kleinerer religiöser Gemeinschaften schon manche berufliche Existenz gekostet hat. Dabei wurde durch die scheinheilige kirchliche "Sorge" über einen angeblichen oder tatsächlichen Missstand schon oftmals eine Hexenjagd der Medien in Gang gesetzt, bei denen die kirchlichen "Sektenbeauftragten" dann als angeblich "besorgte" "Experten" in Szene gesetzt wurden. Dass hier in Wirklichkeit der Wolf Kreide gefressen hat, sollte man nicht merken. Und auch nicht, dass die kirchlichen Rundfunkräte und "Medienbeauftragten" bei solchen Anlässen den eigenen "Weltanschauungsbeauftragten" in die Hände spielen, um gemeinsam religiöse Minderheiten öffentlich "hinrichten" zu können - die einen hinter den Kulissen, die anderen davor.
Noch bietet die Gesetzgebung in den westlichen Ländern religiösen Minderheiten einen gewissen Schutz, auch wenn dieser ausgehöhlt, unterwandert oder durch kirchlich indoktrinierte bzw. kirchengebundene Richter faktisch außer Kraft gesetzt wird. Wer dabei die Geschichte der Kirche kennt und zu verstehen versucht, der wird jedoch dem bekannten deutschen Philosophen Karl Jaspers zustimmen, der in seinem Buch Der philosophische Glaube schrieb: Der "biblisch fundierte Ausschließlichkeitsanspruch" der Kirchen stehe nach wie vor "ständig auf dem Sprung, von neuem die Scheiterhaufen für Ketzer zu entflammen". (9. Auflage, 1988, Seite 73)
Damit jedoch zu gegebener Zeit  die Stimmung in der Gesellschaft auch gegen die "Ketzer" aufbereitet ist, wird in unserer Zeit immer wieder gegen sie "geschürt", um das Feindbild am Leben zu erhalten. Dabei ist das Negative oder vermeintlich Negative, was die Kirchen gegen einzelne "Sekten" und "Ketzer"
vorbringen, meist nur ein Bruchteil von dem, was in ihren eigenen Reihen passiert.

“Ihr seid es selbst”

Aus diesem Grund wird den Kirchen in dieser Zusammenstellung einmal der Spiegel vorgehalten, verbunden mit dem Hinweis: "Nicht die anderen sind es, ihr selbst seid es, vor denen ihr warnen solltet! In euren Reihen geschahen und geschehen diese Verbrechen und Verfehlungen."
Dabei ist zu berücksichtigen: Keiner von uns ist vollkommen, und jeder von uns macht Fehler, auch schwere. Und wir sind nicht die Richter über diese Dinge und über betroffene Personen, denn jeder wird eines Tages sein eigener Richter sein durch das Gesetz von Saat und Ernte
(vgl. Der Theologe Nr. 2). Doch wir zeigen Zusammenhänge auf und klären darüber auf. So sind die "Söhne und Töchter der Kirche" einerseits "nur" fehlerhafte Menschen wie die anderen auch. Doch sie repräsentieren auch eine Institution, durch die bis heute unermesslich viel Unrecht (Kriege, Morde usw.) in diese Welt gekommen ist und die wie keine andere Organisation der Welt "zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist" (Der Historiker Karlheinz Deschner, Die beleidigte Kirche, Freiburg 1986, S. 43, siehe oben).
Oft waren es dabei ausgerechnet die vordergründigen "Saubermänner", die sich persönlich nichts Gravierendes zuschulden kommen ließen, welche großes Unrecht gegenüber Andersdenkenden verübten
(vgl. z. B. den anscheinend "guten" persönlichen Ruf des Inquisitors Konrad von Marburg). Doch ist der Zusammenhang wichtig. Würden sich die Meinungsführer der Kirche und ihre "Sekten-, und Weltanschauungsbeauftragten" mehr mit dem eigenen mörderischen Sumpf und seinen Ursachen beschäftigen anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen, könnte viel Rufmord eingedämmt bzw. verhindert werden. Und der Nährboden, wo aus Rufmord eines Tages wieder Schlimmeres herauswachsen kann, würde allmählich ausgetrocknet.
Deshalb wird nicht mehr hin genommen, wenn die Kirchen Stimmung gegen Andersgläubige machen, während man schlimmeres Verhalten in den eigenen Reihen deckt oder verharmlost. Und
es wird nicht mehr geduldet, wenn man bei Vergehen in den eigenen Reihen beschwichtigend sagt "Wir sind eben alle Sünder", während man kleinere Fehler oder falsche Anschuldigungen gegenüber anderen dafür instrumentalisiert, vor Andersdenkenden bzw. der "gefährlichen Sekte" zu warnen
.

Diese Ausgabe des Theologen ist nicht systematisch geordnet, sondern erfolgt chronologisch aufgrund von Tagesereignissen. Sie unterscheidet lediglich zwischen der "Hölle im Pfarrhaus" im ersten Teil und zwischen Ereignissen, die Kirchenmitglieder betreffen, im zweiten Teil (unter der Überschrift Taufe, Glaube und das Grauen). Diese Zusammenstellung könnte unbegrenzt fortlaufend ergänzt werden, solange die moderne kirchliche Inquisition weiterhin zündelt und ihr gegen ihren Nächsten gerichtetes Geschäft betreibt. Einige Beispiele sind auch in anderen Ausgaben von theologe.de veröffentlicht, weswegen in dieser Ausgabe die Berichte nach und nach durch einen Link dorthin ersetzt werden. Ungefähr ab dem Jahr 2010 wird diese Zusammenstellung übergeführt in die beiden Ausgaben:
Schwarzbuch Katholische Kirche

Schwarzbuch Evangelische Kirche

AKTUELL - Keine Staatsleistungen mehr von unserem Geld an die Kirche - Staatliche Kirchenfinanzierung ersatzlos streichen
https://stop-kirchensubventionen.de/petition/

CDU und CSU, nennt euch nicht christlich!
https://freie-christen.com/cdu-und-csu-nennt-euch-nicht-christlich/


 

Vorwort

"Ihr seid es selbst!"

1.) Die Hölle im Pfarrhaus (mit Einführung)

Gleich nach dem Urbi et Orbi: Priester erwürgt schwangere Geliebte und schneidet sie in Stücke

Priester soll Nonne ausgezogen und in Form eines umgedrehtem Kreuzes auf sie eingestochen haben

Protest gegen Islam: Evangelischer Pfarrer verbrennt sich bei lebendigen Leib

Ehemaliger Ministrant wollte offenbar mit ihm Schluss machen: Dekan wirft sich vor Güterzug

"Perverser Pfarrer" belästigte Kinder

Deutschland: Dekan schlägt Kirchenbesucher wegen "Hostienschändung" - Haftstrafen in Indonesien

Streit um Streicheln? Strichjunge ersticht Priesterausbilder

Katholischer Priester der Beteiligung an sieben Morden und 31 Folterungen angeklagt

Sexualverbrechen von Priestern: 660 Millionen Dollar Entschädigung für 500 Opfer

Bayern: Priester verhaftet / Ministranten sollten mindestens 18 Jahre alt sein

Schweigegelder der Kirche decken pädophilen Priester. Dieser nutzt Deckung für weitere Verbrechen

Verhöhnung: Bischof Müller vergleicht verfehlte Personalpolitik mit Jesus von Nazareth

Der Schmutz hinter festlichen Gewändern - 5.000 pädophile Priester in den USA missbrauchten Kinder

Katholischer Priester vergewaltigte 12-Jährigen mindestens zehn Mal - Opfer bricht später zusammen

Serienverbrecher im Talar: Priester nach 101 Straftaten wegen Betrugs und Körperverletzung verurteilt

Kinder nach Beichten von Pfarrern vergewaltigt

Kinderschänder-Verbrechen durch Priester: Neue Informationen aus Alaska und Irland

Pädophile Priester vor Strafe geschützt und innerkirchlich befördert

Irland: Vergewaltigung von Kindern durch Priester an der Tagesordnung

Kinderschändung: Argentinischer Erzbischof zu acht Jahren Haft verurteilt

Unzählige Seelenmorde - Zig-Tausende Sex-Verbrechen von Priestern an Kindern


2.) Die Taufe, der Glaube und das Grauen

Tod durch Erfrieren: Engagierte Lutheranerin brachte sich um und nahm ihre drei Kinder mit

Evangelische Kirchenchristin brachte neun Säuglinge um - evangelischer Innenminister lenkt ab

Private Hinrichtungen - Evangelischer Aushilfskantor brachte drei Menschen um

Katholische Pfarrgemeinderätin zu lebenslänglicher Haft verurteilt: Neun hilflose Menschen getötet

Deutschland: Der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in den kirchlichen Heimen

Nach intensivem Bibelstudium fünfjährige Tochter zu Tode geschüttelt? Vater verhaftet

Kirche beschließt Ächtung und "ewige Hölle" für vergewaltigtes 11-jähriges Mädchen -
wegen Abtreibung aufgrund "gesundheitlicher Gefahren"

Ausschreitungen von Katholiken in Indonesien

Evangelische und katholische Heime in der Bundesrepublik: ein Ort von Leiden und Qualen

Evangelischer Mesner hängte sich auf - Ehemann der Pfarrerin als Drogenhändler beschuldigt

Engagiertes evangelisches Gemeindeglied brachte vier, fünf, sechs oder mehr Menschen um

Über 1.000 Kinderporno-Bilder und zwei Videos bei hohem katholischen Kirchenjuristen gefunden

Streit um Sex: Evangelischer Bibelfanatiker ersticht seinen Sohn

Vergewaltigungen von Kindern und mafiaähnliche Vorfälle in "evangelischem Dorf" Eschenau

Streng gläubige Katholikin warf Neugeborenes aus dem 10. Stock

Ex-Priesteramtskandidat vergewaltigte wahrscheinlich über 200 Jungen

Katholik als "einer der kaltblütigsten Täter der deutschen Justizgeschichte"

"Inzest-Drama" in katholischer Familie: Verhinderte kirchliche "Anti-Sekten-Stimmung" frühere Aufklärung?

Er hatte sie gebeten, sich nicht umzudrehen: Lutherischer Landeskirchenmusikdirektor ersticht seine Frau

Misshandlung von Kindern in kirchlichen Heimen

Streng gläubige Katholikin erschlägt Mutter mit Kruzifix

Evangelisch gläubiger junger Mann brachte seine ganze Familie um

Mord: "Gute Seele" der katholischen Gemeinde überschüttet Kinder und sich mit Benzin und zündet alle an

Folter und Gewaltherrschaft in kirchlichen Kinderheimen

Kongo: Katholische Hilfsorganisationen unterstützten massakrierende Rebellen

Anklage wegen 81-fachen Mordversuchs an Zeugen Jehovas

 

... doch sie warnen vor friedfertigen Menschen
mit anderem Glauben.

Lesen Sie auch:
Ausgabe Nr. 24 a: enthält noch mehr sexuelle Verbrechen und Vergehen in der Kirche


Ausgabe Nr. 24 b: enthält noch mehr andere Verbrechen und Vergehen in der Kirche

Ausgabe Nr. 21:    Pfarrer Geyer und die evangelisch-lutherische Lehre vom grausamen Gott


1.) "Die Hölle im Pfarrhaus"

Jesus von Nazareth wollte weder Priester noch Pfarrer, geschweige denn eine Hierarchie von kirchlichen Amtsträgern. Die evangelischen und katholischen Pfarrhäuser standen deshalb nie unter seinem Segen. Und in mehreren Fällen eskaliert dort auch die Gewalt. So untersucht  Der Theologe Nr. 21 z. B. den Totschlag an der Theologin und Pfarrfrau Veronika Geyer-Iwand im Jahr 1997. Ihr Mann, Pfarrer Klaus Geyer, wird aufgrund eines Indizienprozesses als Täter verurteilt. Er bestreitet die Tat und gibt nebenbei Einblicke in seine Theologie (siehe Der Theologe Nr. 21 - Pfarrer Geyer und die evangelisch-lutherische Lehre vom grausamen Gott).

Neben dem Mord bzw. dem Totschlag an Veronika Geyer-Iwand (siehe oben) gibt es auch weitere Fälle von Mord, Totschlag oder Mordversuch, manchmal mit nachfolgendem Selbstmord. Brutal z. B. die Tat von Pfarrfrau K. aus Schwarzenbach an der Saale im Landkreis Hof: Mordversuch an ihren Kindern durch Autoabgase und Selbstmord durch Werfen vor fahrendes Auto - aus Verzweiflung über ihren Mann, Pfarrer Günter K. Oder die Taten von Pfarrer Pandy aus Belgien, der gleich mehrere nahe Familienangehörige der Reihe nach ermordet. Und in Österreich wird z. B. der deutsche Priester Volker S. wegen Mordversuchs an einem Strichjungen zu 12 Jahren Haft verurteilt. Nach vorzeitiger Haftentlassung biss er einem anderen Strichjungen massiv in den Penis (siehe hier).

Auch Selbstmorde in der Kirche häuften sich in den letzten Jahren (was die Kirche dazu lehrt, siehe z. B. hier): Vizepräses Dr. K. (Selbstmord durch Autoabgase), Pfarrer Rudolf B. (Selbstmord durch Erhängen), Theologe Lothar R. (lässt sich von einem Zug überrollen) sind nur wenige aus einer langen Reihe, alle evangelisch. In Deutschland geriet auch das Theologenehepaar Moosdorf und seine vier gemeinsamen Kinder ins Rampenlicht. 1997 hält der Pfarrer das Zusammenleben mit seiner Frau nicht mehr aus und zieht 1998 mit einer anderen Frau zusammen (MDR, 25.3.2003). Im Sorgerechtsstreit um die Kinder siegt der Pfarrer gegen die Pfarrerin und erhält die Kinder zugesprochen. Die Pfarrerin bringt sich darauf hin im Jahr 2001 um. Erinnert sei auch an Pfarrer Rolf Günther aus Falkenstein, der sich bereits 1978 während des evangelischen Gottesdienstes mit Benzin übergoss und verbrannte. Er sah sich "in seinem Ringen gegen ´Sektierer`" "von der Amtskirche alleingelassen". (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.9.2008)
Und erst
Ende 2006 warf sich der katholische Dekan Dr. Klaus Peter K. vor einen fahrenden Güterzug. Hintergrund ist hier offenbar eine homosexuelle Beziehungskrise zu einem ehemaligen Ministranten (siehe unten).

"Protestantische Konfession und Druck der Verhältnisse
erhöhen die Bereitschaft zum Selbstmord
."

(Focus 19/2006; nach einer Studie des Suizid-Forschers Udo Grashoff)

Hinzu kommen zahlreiche Verbrechen und Vergehen von Pfarrern in den letzten Jahren, in sehr vielen Fällen Vergewaltigungen oder Missbrauch von Kindern oder Jugendlichen: z. B. durch Pfarrer Rainer S., der nach Kindsmissbrauch in die Psychiatrie eingewiesen wird. Oder durch Pfarrer Harry R. aus Schkeuditz, der wegen Missbrauchs von Jugendlichen in 42 Fällen angeklagt wird. Er filmte auch den Sex mit seinem Hund und zeigte das Video offenbar in der Jugendarbeit. Oder Pfarrer X. aus dem Oberbergischen Kreis, der im pfarrerlichen Ehebett immer wieder seine Tochter vergewaltigt - zwischen deren 10. und 17. Lebensjahr.

Bei den Sexualverbrechen von Pfarrern an Kindern, sowohl Jungen als auch Mädchen, wurden in den USA bis zum Jahr 2002 schon über 1000 Verfahren gegenüber 1600 römisch-katholischen Priestern durchgeführt, und die römisch-katholische Kirche hatte dort schon über eine Milliarde Dollar an Schmerzens- und Schweigegeldern gezahlt. Untersuchungen, inwieweit es sich dabei um "berufsbedingte" Verbrechen handelt, dauern noch an. Genauere Zahlen sind noch erschreckender. Einer Information des italienischen Informationsdienstes axteismo.press2@yahoo.it vom 19.4.2007 waren von 1950-2002 4392 Priester in den USA angeklagt, sich an Kindern sexuell vergangen zu haben, wobei die Zahl der tatsächlichen Täter deutlich höher angenommen wird. Die Zahl stammt nämlich aus dem von den Bischöfen selbst in Auftrag gegebenen John-Jay-Report und wird von Opfer-Vertretern als weit untertrieben betrachtet (
siehe z. B. http://app.bishop-accountability.org/member/index.jsp). Und seither wurden ja bis heute [2020] weit mehr Sexualverbrechen von Pfarrern und Priestern an Kindern aufgedeckt, zigtausende weitere. Und in Irland haben in den 50er-Jahren kirchliche Amtsträger Kinder in römisch-katholischen Heimen nicht nur sexuell missbraucht, sondern es kam hinterher auch zu mindestens einem Mord.

"Ich bin froh, dass mein Sohn nie Ministrant war."
(Eine Katholikin lt. Tagesspiegel, 25.2.2002)

Lt. Spiegel (Nr. 13/2001) bzw. Tagesspiegel vom 21.3.2001 liegen zudem aus 23 Ländern Verbrechensberichte vor, wonach katholische Bischöfe und Priester Nonnen oder andere Frauen vergewaltigten oder unter Androhungen zum Sex gezwungen haben. Dies erinnert an den "heiligen" Kirchenvater Johannes Chrysostomos [bzw. Chrysostomus] (354-407), der schrieb: "Die Weiber sind hauptsächlich dazu bestimmt, die Geilheit der Männer zu befriedigen." Im "Heiligenkalender” ist ihm der 13. September gewidmet.

Auf vielen Gebieten verbreiteten Priester und Theologen regelrecht die "Hölle" auf Erden. In Ruanda sind katholische Amtsträger im Jahr 1994 z. B. maßgeblich an den Massakern an 800.000 Angehörigen des Tutsi-Stammes beteiligt. Im Unterschied zu den hauptsächlich römisch-katholischen Hutus sind die Tutsi v. a. Anhänger von Naturreligionen. Ein römisch-katholischer Priester lockt die Opfer 1994 z. B. in seine Kirche und lässt sie dort mit einem einfahrenden Bulldozer gegen die Wand drücken und zermalmen. Der "Hochwürden" kann später in einem italienischen Kloster untertauchen. Zwei römisch-katholische Nonnen werden jedoch in Belgien zu Haftstrafen verurteilt, weil sie Flüchtlinge mit Benzin übergossen und angezündet haben, so dass diese qualvoll verbrannten (z. B. Spiegel Nr. 1/2000, Main-Post 19.4.2001).

In der Münchner Abendzeitung wird schon 1998 eine Serie veröffentlicht, die den Titel trägt
: "Die Hölle im Pfarrhaus". Es ist angesichts dieser menschlichen Tragödien eine besondere Infamie, wenn der evangelisch-lutherische Kirchenrat Dr. Wolfgang Behnk (mit Billigung seines damaligen Landesbischofs Dr. Johannes Hanselmann) z. B. völlig unbescholtenen religiösen Minderheiten unterstellt, bei ihnen könnte sich in Zukunft unter bestimmten Voraussetzungen vielleicht ein "Massenselbstmord" ereignen (Näheres dazu siehe Der Theologe Nr. 12). Dies ist umso gravierender, da diese Menschen weder in ihrem Denken noch in ihrem Tun auch nur den geringsten Anhaltspunkt für eine solche Anschuldigung liefern. Demgegenüber ignorierte der damals offizielle  "Weltanschauungsbeauftragte" der Kirche in diesem Zusammenhang die tatsächlichen und massiert auftretenden Selbstmorde von Kirchenmitgliedern und von Pfarrern sowie die zahllosen Verbrechen in diesen Kreisen, darunter sehr viele Morde. Das Magazin Focus schreibt z. B. unter Berufung auf den Historiker und Buchautor Udo Grashoff: "Protestantische Konfession und Druck der Verhältnisse erhöhen die Bereitschaft zum Selbstmord" (Nr. 19/2006). Er erklärt dies am Beispiel der früheren DDR und schreibt: "Die Freitodneigung ging in der DDR in dem Maß zurück, wie auch die strenge evangelisch-lutherische Prägung zerfiel, die gerade in Sachsen und Thüringen tief wurzelte." Faktisch werden von der Kirche die eigenen Verzweiflungen und Grausamkeiten auf andere projiziert, was die übliche Methode der Inquisition über viele Jahrhunderte war und leider immer noch ist.

Da sowohl die evangelisch-lutherische als auch die römisch-katholische Kirche durch ihre "Sektenbeauftragten", die man als "neue Inquisitoren" bezeichnen kann, religiöse Minderheiten wegen ihrer angeblichen Gefährlichkeit bekämpfen, soll ihnen hier nachfolgend unter dem Titel Die Kirche und die Hölle auf Erden der Spiegel vorgehalten werden. Denn wir wiederholen es an dieser Stelle noch einmal: Das, was sie anderen meist zu Unrecht unterstellen, sind vielfach Projektionen ihrer eigenen Gefährlichkeit bzw. Niedertracht ...

 


Ereignisse im und um das Pfarrhaus ab 2006, chronologisch geordnet



20.4.2006 -
Gleich nach dem Urbi et Orbi: Priester erwürgt schwangere Geliebte und schneidet sie in Stücke - doch Kirche warnt weiter vor Andersgläubigen - Mord an Geliebter
 



11.5.2006 / 8.7.2018 - Katholischer Priester soll Nonne ausgezogen und in Form eines umgedrehten Kreuzes auf sie eingestochen haben - Priester zieht Nonne aus und sticht auf sie ein

 



1.11. / 16.11.2006 - Protest gegen Islam: Evangelisch-lutherischer Pfarrer verbrennt sich bei lebendigem Leibe - Pfarrer Roland Weißelberg (73) aus Windischholzhausen bei Erfurt gingen die Warnungen der Kirche vor dem Islam nicht weit genug. Deshalb fährt er am Reformationstag, den 31.10.2006, in das legendäre Augustinerkloster nach Erfurt (Martin Luther lebte dort sechs Jahre als Mönch und wurde dort 1507 zum Priester geweiht), wo an diesem Morgen der Kantaten-Gottesdienst stattfindet. Als in der Kirche gerade das Abendmahl vorbereitet wird, übergießt sich der Pfarrer in der Baugrube unmittelbar neben der Kirche mit Benzin und zündet sich an. Der Tagesspiegel schreibt dazu: "Da der Mann zuvor im Kreuzgang des Klosters gesehen worden war, habe er möglicherweise eine Selbstverbrennung während des Gottesdienstes geplant. Er sei vielleicht nur deshalb auf die Baustelle ausgewichen, weil das Westportal der Augustinerkirche ausnahmsweise verschlossen war" (1.11.2006). Dort steht nämlich um 10.43 Uhr gerade der Kirchenchor und singt "Ave verum corpus" (= "Gegrüßt seiest du, wahrer Leib") von Wolfgang Amadeus Mozart, als den Sängern beißender Geruch brennenden Fleisches in die Nase steigt. Erste Kirchenbesucher laufen nach draußen und sehen mit Entsetzen die Katastrophe.
Mit seinem Selbstmord habe er "seine große Sorge über die Ausbreitung des Islams zum Ausdruck bringen wollen", so die Pröpstin Elfriede Begrich (Spiegel online, 1.11.2006) über Pfarrer Roland Weißelberg, den sie "als sehr belesenen und aktiven Christen" beschrieb, der noch vor 14 Tagen selbst einen evangelisch-lutherischen Gottesdienst zelebriert hat. Immer wieder warnte der evangelische Pfarrer vor den "Nachfolgern Mohammeds". Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt dazu: "Wie kann ein so eloquenter, gottesfürchtiger, vernünftiger und bis zuletzt agiler und vitaler Mann ein Fanal setzen gegen eine Bedrohung, die zumindest in Erfurt bis heute weitgehend abstrakt geblieben ist?" (FAZ, 3.11.2006) Verhältnismäßig wenige Moslems leben in Thüringen in Frieden mit ihren Nachbarn und ihrer Umgebung. Ironie des Schicksals: In der Spezialklinik in Halle/Saale rang ein muslimischer Arzt vergeblich um das Leben des evangelischen Theologen (idea-spektrum Nr. 45/2006). Die Frau des Pfarrers, Ingelore Weißelberg, hat sich bei ihm inzwischen entschuldigt.

PS: Bereits in der DDR war Pfarrer Weißelberg öffentlich bekannt. So hatte er z. B. am 21.4.1988 eine Veranstaltung unter dem Titel Christlicher Glaube und marxistische Weltanschauung im Gespräch moderiert (Utopie kreativ, H. 129/139 (Juli/August 2001), S. 709-721).

Welches sind mögliche Hintergründe des Selbstmords? Pfarrer Uwe Edom, sein Nachfolger im Pfarramt in Windischholzhausen erinnert sich an ein Gespräch, in dem Pfarrer Roland Weißelberg "bedauert habe, dass der Islam zu stark werde, dass das Christentum zu wenig Profil habe und deshalb untergehe" (FAZ, 3.11.2006*). Bei Martin Luther, dessen geistige Nähe Pfarrer Weißelberg im Erfurter Augustinerkloster vor seinem Tod suchte, war das noch anders. Martin Luther wollte die Ausbreitung des Islam in Europa mit aller Gewalt verhindern, und er ging deshalb rigoros vor. Um einen moslemischen Einfluss in Europa zu unterbinden, rief er zum gnadenlosen Krieg gegen die Türken, deren Heer vor Wien stand. In dieser Situation predigte Martin Luther: Die "Christen" sollen "mit Freuden die Faust regen und getrost dreinschlagen, morden, rauben und Schaden tun so viel sie immer mögen ... werden sie darüber erschlagen, wohlan ... selig und heilig sind sie ewiglich" (Eine Heerpredigt wider den Türken, Anno 1529; Tomos 4, S. 494b-496). Wer also im Krieg gegen den Islam ums Leben kommt, wurde von Luther selig bzw. heilig gesprochen, was vielleicht auch die Hemmschwelle des Thüringer Pfarrers zum Selbstmord senkte. "Der 73-Jährige habe bereits seit Jahren die Haltung der Kirche kritisiert und bei Treffen und Versammlungen mehr Aufmerksamkeit für die Auseinandersetzung mit dem Islam gefordert, sagte die Erfurter Pröpstin Elfriede Begrich unter Verweis auf die Ehefrau des Mannes" (Tagesspiegel). Pfarrer Weißelberg beschwor immer wieder die Bedrohung des kirchlichen Christentum durch den Islam und wollte mit seiner geistig toten Kirche nicht kampflos untergehen, sondern forderte, "dass die Christen ihr Europa verteidigen müssten" (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 5.11.2006). "Der Islam ist dran", so Weißelberg in den letzten zwei, drei Jahren im Pfarrer-Ruheständler-Konvent, der ihm als Plattform diente.

Der lutherische Pfarrer muss extrem verzweifelt über seine Kirche gewesen sein. Eine erste Reaktion in der von ihm gewünschten Richtung kam vom Magdeburger Bischof Axel Noack, der sich im Zusammenhang des Selbstmords neben dem Entsetzen über die Tat auch für "ein klares Bekenntnis der Moslems zur Gewaltfreiheit" aussprach (Tagesspiegel). Auch brachte der Bischof die Haltung Martin Luthers gegenüber den "Türken vor Wien" von sich aus ins Gespräch und erklärte im Interview: "Er [Luther] meinte, dass wir von den Türken neu lernen könnten, was Glaube ist." (Spiegel online, 3.11.2006)
Die evangelische Kirche stellt Martin Luther bis heute immer wieder als beispielhaft hin und untergräbt damit eine Orientierung an ethisch wertvollen, christlichen und demokratischen Werten. Denn was Martin Luther u. a. gemeint hat, als er der Christenheit die kriegerischen Osmanen aus dem 16. Jahrhundert als Glaubensvorbild hinstellt, wird ja aus seiner Heerpredigt deutlich (siehe oben).

Ruth Meili, Pfarrerin, Mitglied der Kirchenleitung der Kirchenprovinz Sachsen und Leiterin der evangelischen Communität Casteller Ring (CCR), die das Augustinerkloster betreuen, hat übrigens mit Pfarrer Weißelberg am Tatort noch gebetet. Sie hat dabei gesagt, "dass er sich mit dieser Tat nicht von Gott getrennt habe" (FAZ, 3.11.2006) bzw. "dass Gott mit ihm sei" (idea-spektrum Nr. 45/2006). Auch wenn nicht klar wird, wie die Theologin ihre Worte genau gemeint hat, so ist für die Protestanten Gott auf jeden Fall Gott auch ein "grausamer Gott" (siehe z. B. Der Theologe Nr. 1). Das Verhalten der Theologin Meili kommentierte der Kurator Lothar Schmelz von der Klosterleitung mit den Worten: "Es hat sich gezeigt, dass wir hier im Kloster eine Art Familie sind" (Tagesspiegel). Pfarrer Uwe Edom, Nachfolger Weißelbergs im Pfarramt in Windischholzhausen "glaubt, dass Weißelberg sich bewusst am Reformationstag verbrannt habe. Das sei schließlich der Tag der kirchlichen Erneuerung." (idea-spektrum Nr. 46/2006)

Doch wehe, Ähnliches wäre im Umfeld einer religiösen Minderheit passiert! Oder man hätte einer Minderheit etwas Ähnliches zu Unrecht anhängen können! Dann hätte niemand von einer "Familie“ gesprochen. Stattdessen hätten wie Berichte wohl gelautet: "Sektenführerin verspricht Horror-Jünger das Paradies“ / "Kirche warnt: Reißt der nächste Sekten-Selbstmörder auch andere mit den Tod?“ / "Angst um die Sekten-Kinder" / "Kirche fordert: Der Staat darf nicht zuschauen“ / "Todessekte: Gründer erklärt Terror-Soldaten zu Märtyrern“ / "Sektenbeauftragter warnt vor falsch verstandener Toleranz" usw. 

* Solche und ähnliche Vorahnungen zur Zukunft der Kirche häufen sich. Die Kirche wird überwiegend noch von staatlichen Milliarden-Subventionen am Leben gehalten (vgl. https://www.stop-kirchensubventionen.de).
 



13.11.2006 - Vom katholischen Dekan "immer wieder zum Oralverkehr gezwungen", Bischof riet Jungen zum Schweigen. Dann wirft sich der Täter vor einen Güterzug - den Gläubigen gilt er als "Lichtgestalt" - Der Dekan und sein jugendlicher Geliebter - tragisches Ende

 



5.1.2007 - "Perverser Pfarrer belästigte Kinder", schreibt Focus online (5.1.2007) - Perverse Pfarrer
 



13.1. / 25.1.2007 - Weil er die Hostie nicht korrekt in den Mund steckte: Mann von Dekan körperlich angegriffen. "Hostienschändung" schlimmer als Kinderschändung? - Schlägerei in Kirche wg. Hostie
 



12.4.2007 - Streit um Streicheln? - Strichjunge ersticht Priester-Ausbilder -
https://www.theologe.de/sexuelle_vergehen.htm#Brasilien

 



7.7.2007 - Im Namen der Kirche: Katholischer Priester wegen Beteiligung an sieben Morden, 31 Folterungen und 42 Entführungen angeklagt - Priester folterte, mordete und entführte
 



15.7. / 24.8.2007 - Sexualverbrechen von Priestern in der Diözese Los Angeles: 660 Millionen Dollar Entschädigung für 500 Opfer / Haftpflichtversicherungen müssen 227 Millionen zahlen -
Opfer von Priestern: Wer zahlt Entschädigungen?

 



31.8. / 7.9.2007 - Wegen Ministrantenmissbrauchs vorbestrafter Priester von Kirche wieder in Gemeinde eingesetzt / "Grausames Experiment mit der Seele unserer Kinder" / Priester nach erneutem Sexualverbrechen verhaftet / Vertuschungspolitik der Kirche von Staatsanwaltschaft gedeckt? / "Der Bischof muss hart bestraft werden" / Ministranten sollten mindestens 18 Jahre alt sein - Priester als Wiederholungstäter
 



17.9. / 18.9.2007 - Schweigegelder der Kirche, um pädophilen Priester zu schützen. Dieser nutzt die Deckung für neue Verbrechen - Schweigegelder zum Schutz für pädophilen Priester
 



21.9.2007 - Verhöhnung: Bischof Gerhard Ludwig Müller vergleicht verfehlte Personalpolitik mit Jesus von Nazareth - Personalpolitik der Kirche
 



17.4.2008 - Der Schmutz hinter den festlichen Gewändern - Papst "schämt sich" für ca. 5000 pädophile Verbrecher im Priestertalar in den USA. Doch keine Vergebungsbitte - Schmutz hinter festlichen Gewändern
 



6.10.2008 - Mehrfache Vergewaltigung eines 12-Jährigen - Katholischer Priester und Ex-Jugendpfarrer zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt - Opfer brach 14 Jahre später zusammen
Jugendpfarrer vergewaltigt 12jährigen Jungen
 



29.9. / 17.10.2008 / 25.11.2009 - Serienverbrecher im Talar: Katholischer Priester aus Freiburg wegen 101 Straftaten verurteilt / In der Rechtsgeschichte beispiellos mildes Urteil wegen Geständnisses, das der Priester ein Jahr später aber widerruft / Priester bringt nun seinerseits Opfer auf die Anklagebank / Innerkirchliches Verfahren wird verschleppt / "Bischof, wo bist du?" / Opfer des Priesters fordern Wiedergutmachung von Erzdiözese -
Serienverbrecher imTalar
 



7.1.2009 - HIV-positiver römisch-katholischer Jugendpfarrer missbraucht 15-Jährigen / Priester vergewaltigte auch Tiere - Priester ging auch auf Tiere
 



12.11.2009 - Kinder nach harmlosen Beichten von Pfarrern vergewaltigt -
Kinder nach Beichten vergewaltigt

 



25.11. / 5.12.2009 - Massenhafte Vergewaltigungen und sexuelle Missbräuche von Kindern durch katholische Priester weltweit - Eine weitere Spitze des Eisbergs: Diözese Fairbanks/USA zahlt jetzt 10 Millionen Dollar Entschädigung an ca. 300 Opfer.
http://www.focus.de/politik/ausland/missbrauchsopfer-us-bistum-zahlt-millionen-entschaedigung_aid_457258.html

Entschädigungszahlungen der Diözese

Die eher niedrige Summe steht damit in Verbindung, dass die Diözese sich als "insolvent" betrachtet. Der römisch-katholische Orden Christian Brothers aus Irland hat jetzt 161 Millionen Euro für Opfer von jahrzehntelange Kinderschänder-Verbrechen angeboten,

Vertuschung: Der Herr (Kirche) ist nicht besser als sein Knecht (Politiker) - Während in Deutschland gerade der Vertuschungsskandal der Bundeswehr in Afghanistan für Aufsehen sorgt, wurde in Irland ein neuer Untersuchungsbericht veröffentlicht - Vertuschung in Irland

 



28.11.2009 - Es ist mehr als genug: Pädophile Priester vor Strafe geschützt und stattdessen innerkirchlich befördert - Pädophiler Priester befördert
 



28.12.2009 - Irland: Vergewaltigung von Kindern durch Priester "an der Tagesordnung" - "Tausende" Kinder als Opfer / Vier Bischöfe zum Rücktritt gezwungen / Auch Rücktrittsforderungen gegen den Papst -
Tausende Kinder von Priestern vergewaltigt

 



6.1.2010 - Kindsmissbrauch - Argentinischer Erzbischof und drittmächtigster Katholik des Landes zu acht Jahren Haft verurteilt - Erzbischof wg. sexuellen Missbrauch inhaftiert

 



4.2. / 5.2.2010 - Unzählige Seelenmorde - Zigtausende von Sex-Verbrechen von Priestern an Kindern -
Unzählige Seelenmorde

 

Anmerkung: Diese Meldung markierte erst den Anfang einer Welle von Kinderschänder-Verbrechen, welche vor allem in Deutschland im Winter und Frühjahr 2010 aufgedeckt wurden. Wegen der unfassbaren Fülle von Verbrechen, wurden einzelne Meldungen dazu nur in Der Theologe Nr. 24 a - Sexuelle Verbrechen und Vergehen in der Kirche dokumentiert.   

 


2.) Taufe, Glaube und das Grauen


Ereignisse ab 2005 chronologisch geordnet



8.3.2005
- Tod durch Erfrieren: Engagierte Lutheranerin brachte sich um und nahm ihre drei Kinder mit - Lutheranerin brachte sich und Kinder um
 



5.8. / 15.8.2005 / 16.5.2006 - Evangelische Kirchenchristin brachte neun Säuglinge um - Evangelischer Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) lenkt ab und beschuldigt die DDR -
Säuglingstötungen durch evangelisches Kirchenmitglied
 



7.12.2005 / 13.10.2006 - Private Hinrichtungen: Evangelischer Aushilfskantor brachte drei Menschen um - Aushfilfskantor als dreifacher Mörder
 



19.1. / 22.2.2006 - Katholische Pfarrgemeinderätin zu lebenslänglicher Haft verurteilt - Neun hilflose Menschen getötet -
Pfarrgemeinderätin ermordet neun hilflose Menschen
 



20.2. / 22.2.2006 - Bundesrepublik Deutschland - Der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in den kirchlichen Heimen - Erst allmählich fällt Licht auf ein bislang dunkles Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. "In den fünfziger und sechziger Jahren wurden Hunderttausende Kinder und Jugendliche in den Heimen einem oft gnadenlosen Erziehungssystem von Zucht und Ordnung ausgeliefert", schreibt Spiegel online (20.2.2006) über die kirchlichen oder staatlichen Heime. Und: "Ihr Schicksal teilten in der jungen Bundesrepublik bis in die siebziger Jahre hinein mehr als eine halbe Million Menschen in über 3.000 Erziehungsheimen". Sie sagen: "Wir wurden gedemütigt, entrechtet, seelisch wie körperlich misshandelt und manche von uns als jugendliche Zwangsarbeiter benutzt." Beispielhaft berichten eine Frau, die früher in einem katholischen Heim und ein Mann, der in einem evangelischen Heim leben mussten. Schläge im Namen des Herrn heißt das neu erschienene Buch zu diesem Thema, das der Katholik Peter Wensierski geschrieben hat. Den vollständigen Artikel lesen Sie bei: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,401598,00.html

PS: In vergleichbaren römisch-katholischen Kinderheimen in Irland wurden unzählige Kinder zudem von Priestern sexuell missbraucht und in einem Fall sogar anschließend getötet.

Lesen Sie dazu auch unsere Meldung vom 4.10.2006.
 



5.6. / 14.6.2006 - Nach intensivem Bibelstudium fünfjährige Tochter zu Tode geschüttelt? Vater verhaftet - Seit einem schweren Verkehrsunfall hat der Mann aus Wila im Schweizer Kanton Zürich "intensiv die Bibel studiert", schreibt das Oltner Tagblatt (27.5.2006). "Ich will meine Kinder nach alttestamentarischen Vorstellungen erziehen", so der 40-Jährige im Bekanntenkreis. Nach dem Motto "Frauen seien den Männern untertan" [Anmerkung: steht auch im Neuen Testament; Epheser 5, 22 und drei weitere Stellen] "habe der Vater seine Kinder [die Töchter Salomé (8) und Gabriela (5)] mit Brutalität erzogen und immer wieder hart bestraft", z. B. durch Schläge, Schleifen durch die Wohnung, stundenlanges Stehen und Essensentzug ... "Zudem hätten beide Töchter kaum das Haus verlassen dürfen und fast kein Spielzeug besessen." Am 9.5.2006 starb nun die Tochter Gabriela an einer Gehirnblutung, aller Wahrscheinlichkeit nach unmittelbar nach einer schweren "Züchtigung" durch den Vater. Im Alten Testament, das dieser in seiner Erziehung verwirklichen wollte, heißt es z. B.: "Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben" (2. Mose 21, 17). Oder: "Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn [oder eine Tochter] hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen ... So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe, und du sollst so das Böse aus deiner Mitte wegtun ..." (5. Mose 21, 18-21). Oder: "Lass nicht ab, den Knaben [das Mädchen] zu züchtigen; denn wenn du ihn mit der Rute schlägst, so wird er sein Leben behalten; du schlägst ihn mit der Rute, aber du errettest ihn vom Tode" (Sprüche 23, 13). Für das Kind gilt demgegenüber schlicht und einfach: "Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat" (Sprüche 23, 22). Nach der Lehre der beiden Großkirchen ist sowohl das Neue als auch das Alte Testament "reines" "Wort Gottes" (siehe dazu die Einleitung in Der Theologe Nr. 8). Trotz wiederholter Kritik und vieler Anfragen weigern sich die beiden Großkirchen bis jetzt massiv, Stellen wie die hier genannten davon auszunehmen, "reines Gotteswort" zu sein. Damit leisten sie mutmaßlichen Verbrechen wie dem in Wila/Schweiz Vorschub.
Der Bibelanhänger aus dem Kanton Zürich soll sich zuletzt sogar mit Jesus identifiziert haben. Dass Jesus keine Kinder schlug und auch solche Anweisungen weder gab noch bestätigte, hinderte den Vater aber nicht daran, die "alttestamentliche" Erziehung beizubehalten. Der Polizei gegenüber sagte er aus, seine Tochter sei die Treppe hinunter gefallen, was aber nicht mit der Art ihrer tödlichen Verletzungen übereinstimmt (vgl. dazu auch unten die Meldung Streit um Sex: Evangelischer Bibelfanatiker ersticht seinen Sohn).

 



31.8.2006 - Kirche beschließt öffentliche Ächtung eines vergewaltigten 11-jährigen Kindes und Verbannung in die ewige Hölle - weil wegen gesundheitlicher Gefahren eine Abtreibung vorgenommen wurde - Kardinal Alfonso Lopez Trujillo aus Kolumbien ist einer der bekanntesten Führungspersönlichkeiten der römisch-katholischen Kirche weltweit. Er ist der Präsident des Päpstlichen Familienrates und als Kurienkardinal einer der einflussreichsten Männer im Umfeld von Papst Benedikt XVI. Jetzt demonstriert der Kurienkardinal an einem 11-jährigen Mädchen  exemplarisch seine angebliche Macht über Himmel und Hölle. T-online schreibt dazu wörtlich:

"Die katholische Kirche in Kolumbien will hart durchgreifen: Nachdem ein vergewaltigtes Mädchen abgetrieben hat, soll es exkommuniziert werden. Kardinal Alfonso Trujillo will zudem alle an dem Schwangerschaftsabbruch Beteiligten ausschließen [was nach katholischer Lehre die ewige Verbannung in die Hölle nach sich zieht]. Das betrifft die Eltern, die Ärzte und Krankenschwestern, aber auch Politiker und Gesetzgeber. In Kolumbien ist die Abtreibung bis auf wenige Ausnahmen verboten. Der oberste Gerichtshof des Landes hatte in diesem Fall den Abbruch genehmigt und die Entscheidung mit den Gefahren für die Elfjährige gerechtfertigt ... Die Abtreibung ist eine der wenigen Taten, für die das katholische Kirchengesetzbuch seit 1983 die automatische Exkommunikation aller Beteiligten vorsieht [von Papst Johannes Paul II. in diesem Sinne verschärft]. Wird eine so genannte Tatstrafe durch eine Spruch wie jetzt in Kolumbien noch ausdrücklich untermauert, handelt es sich um eine besonders schwere Form der Ausschlusses und der öffentlichen Ächtung." (T-online, 31.8.2006)

Dies bedeutet nach römisch-katholischer Lehre auch: Das vergewaltigte Kind muss nach seinem Tod grausame niemals endende Qualen erleiden. Demgegenüber sollen die zahllosen römisch-katholischen Priester, die Kinder vergewaltigten, später den Himmel betreten, wenn sie zuvor die Beichte in der kirchlich korrekten Form abgelegt hätten. Weiterhin dürfen sie auch ohne kirchenrechtliche Beichte "heilsnotwendige" Sakramente spenden und z. B. den Menschen aus dem Volk die Sünden vergeben. Auch sollen sich die zahllosen römisch-katholischen Menschenschlächter der Inquisition mittlerweile im Himmel tummeln.

PS: Unabhängig von den hier geschilderten Umständen befürworten wir nicht eine Abtreibung. Im Gegensatz zur Kirche sind wir aber keine Richter über das Verhalten von Menschen im Umgang mit schlimmen Notsituationen. Vielleicht könnten das Mädchen und seine Familie damit getröstet werden, dass man in der kirchlichen Hölle schneller zur Liebe Gottes finden kann als im kirchlichen Himmel.
 



22.9.2006 - Ausschreitungen von Katholiken in Indonesien - In Indonesien liefern sich Katholiken (ca. 4 % der Bevölkerung) und Protestanten (ca. 8 %) einerseits und Moslems andererseits (ca. 87 %) seit Jahren furchtbare Gemetzel mit zahllosen Toten. Jetzt wurden auf der Insel Sulawasi drei Katholiken hingerichtet, die dafür verurteilt wurden, im Jahr 2000 Übergriffen auf Moslems angezettelt zu haben, die zu Ausschreitungen zwischen Muslimen und Kirchenchristen führten (ca. 1.000 Tote). Nun kam es erneut zu Gewaltexzessen aufgebrachter Kirchenanhänger mit Brandstiftungen, Plünderungen sowie Attacken gegen staatliche Gebäude (dpa, 22.9.2006). Papst Benedikt XVI. hatte vergeblich versucht, die Hinrichtungen der drei zu verhindern, die erklärt hatten, sie seien unschuldig. Die Gewalt von katholischer Seite verurteilte er anscheinend nicht bzw. es gibt derzeit keine Berichte darüber.
Wird hier ein endzeitliches Szenario vorweg genommen, das bald auch auf andere Länder übergreift?
Jede Seite rechtfertigt neue Massaker und gewalttätige Übergriffe dabei auch mit den Massakern und gewalttätigen Übergriffen der anderen Seite. Die darin verwickelten Mitglieder der römisch-katholischen Kirche und der evangelischen Kirche sollten sich als erstes ausdrücklich von Jesus von Nazareth distanzieren, und sich dazu bekennen: "Wir stehen in der Tradition der Päpste, die Krieg und Gewalt als mögliches Mittel der Auseinandersetzung befürworteten, und von Martin Luther, der im Konfliktfall auch Massaker befürwortete, und wir bekennen uns zur Lehre vom ´gerechten Krieg`, so wie er im Katholizismus und Protestantismus bis heute geglaubt wird. Doch mit Jesus, dem Christus, haben wir nichts zu tun." Dies wäre auch ein deutliches Signal an die islamische Welt, dass einerseits Kirche, Vatikan und Luthertum und andererseits christlicher Glaube in der Nachfolge des Jesus von Nazareth im Kern Gegensätze sind.

PS: Welche Macht die Kirche in Indonesien - trotz der zahlenmäßigen Übermacht der Moslems - teilweise hat, zeigt auch folgendes Beispiel aus dem Jahr 2005: Ein Mann, der eine römisch-katholische Hostie nicht während der Veranstaltung zerkaute und schluckte, sondern mit nach außen nahm, wurde beobachtet, denunziert, festgenommen und zu acht Jahren Haft verurteilt.
 



4.10. / 7.10.2006 - Evangelische und katholische Heime in der Bundesrepublik - ein Ort von Leiden und Qualen - Seitdem das Buch des Katholiken Peter Wensierski, Schläge im Namen des Herrn, auf dem Markt ist, melden sich immer mehr ehemalige Heimkinder mit ihren teilweise traumatischen Erfahrungen durch die kirchliche Erziehung. Manche Kinder wurden offenbar auch durch Denunziation von Nachbarn ihren Eltern entrissen und in die kirchlichen Heime zwangseingewiesen. Das Evangelische Sonntagsblatt schreibt, "dass es damals [in den 50-er und 60-er Jahren] viel leichter war, ein Kind in ein Heim einweisen zu lassen. Manchmal genügten Hinweise aus der Nachbarschaft, dass die Fürsorge kam und die angeblich verwahrlosten Kindern ins Heim steckte. ´Die Damen und Herren von der Fürsorge waren gefürchtet`, erinnert sich ein Insider." (Evangelisches Sonntagsblatt Nr. 40/2006)
Die evangelisch-lutherische Innere Mission in München trat jetzt die Flucht nach vorne an und bat die ehemaligen Heimkinder aus Feldkirchen bei München um Berichte über ihre Erfahrungen. Dabei zeigte es sich, dass manche ehemalige Bewohner die Zeit verklärten, etwa unter dem Motto: "Sie war hart, aber damals war es eben so." Oder: "Ich hab viel fürs Leben gelernt." Oder: "Eins auf die Rübe, ... das hat eben dazugehört." Das Evangelische Sonntagsblatt in Bayern bemühte sich um eine Gegenüberstellung von positiven ("die schönste Zeit") und negativen Aussagen und schrieb u. a. wörtlich:

- Regelrecht ins Gehirn eingebrannt haben sich die Schläge, die "die Frau Direktorin", wie sie alle Kinder nannten, austeilte.
- Die Frau schlug zu, "bis mein kleiner Popo ganz grün und blau war." "Wir waren immer in Angst."
- "Dinge, die so einfach nicht in Ordnung waren". Etwa, dass Kindern unterstellt wurde, sie hätten gestohlen. Oder dass sie tagsüber kein Wasser trinken und nicht vor Mitternacht auf die Toilette gehen durften.
- Dass Kinder geschlagen wurden, war normal.
- Im November 1958 besuchte Oberstlandesgerichtsrat Friedrich Meinzolt, der damalige Vorsitzende der Inneren Mission, das Haus. Obwohl viel gerichtet worden war, sei der Mann "innerlich sehr betrübt gewesen, als er die Aufenthaltsräume und Schlafräume sah", heißt es in dem Bericht. Sein Urteil nach dem Besuch: "Hier könnte ich nie ein Kind hereingeben." Eine Psychologin sagte nach einem Besuch: "Hier erleiden die Kinder einen Milieuschaden."
- Die "tüchtigste Erzieherin", [deren] Boshaftigkeiten keine Grenzen mehr kannte.
- "Der [Heimleiter] hat mich den ganzen Flur entlang gehauen, mit einem Stock, mit der Hand und mit dem Fuß, bis ich am Boden lag" [wegen eines Apfels, den das Kind unterwegs von einem Baum nahm]. Während der Diakon [dennoch] als "ganz in Ordnung" bezeichnet wird, ist seine Frau eher als "sadistischer Hausdrache" in Erinnerung.

- ... Strafaktion, als jemand Quarkbrote fand, die die Heimkinder weggeschmissen hatten. "Wir konnten die matschigen Dinger nicht mehr sehen - vor allem auch, weil die Dorfkinder meistens dicke Butterbrote hatten." "Wir mussten dann im Hof in Reih und Glied antreten und die - mittlerweile verschimmelten - Brote essen."

Aus anderen Heimen gibt es auch Berichte von Sexualverbrechen. Besonders die römisch-katholischen Heime in Irland gelten bisher als dafür berüchtigt. Hier wurde ein sexuell missbrauchtes Kind z. B. auch nach der Tat ermordet. Doch in Deutschland und in manchen anderen Ländern sind die Tragödien noch gar nicht alle aufgearbeitet. Besonders schlimm ist dabei auch, dass die Untaten und teilweise Verbrechen im Namen von Jesus, dem Christus, verübt wurden und die Kinder zum Glauben an ihn gezwungen wurden. Jesus und Kirche sind jedoch Gegensätze und die Kirchen haben nichts mit ihm zu tun. (vgl. dazu Der Theologe Nr. 25 - Die Kirche - ein totalitärer Götzenkult) - Lesen Sie dazu auch unsere Meldung vom 20.2.2006.
 



7.10.2006 / 18.4. / 29.6.2007 / 12.4.2010 - Von schwer kranken Patienten genervt? Engagiertes evangelisches Gemeindemitglied bringt vier, fünf, sechs oder mehr Menschen um / Sie möchte 5. Gebot ("Du sollst nicht töten") ändern - Die Krankenschwester Irene Becker (54) aus Berlin-Reinickendorf arbeitete auf der kardiologischen Intensivstadion des Berliner Klinikums Charité. Zwei schwerkranken Patienten soll sie vor kurzem die 1000-fache Überdosis des Blutdruck senkenden Medikaments Nitroprussid-Natrium verabreicht haben. Auch ein dritter Mord (eine 48 Jahre alte Frau, die sie am 19.9.2006 zu Tode spritzte, während deren Mann arglos an ihrem Krankenbett saß), vierter Mord (eine Woche später ein 52 Jahre alter Mann) und fünfter Mord wird ihr vorgeworfen sowie zwei weitere Mordversuche. Geständig ist sie jedoch "nur" bei vier Morden. Für fünf Morde wurde sie schließlich zu lebenslanger Haft verurteilt.
Irene Becker ist überzeugte evangelische Kirchenchristin, "ging regelmäßig zum Gottesdienst", lächelte meist milde und summte kirchliche Lieder. "An Weihnachten legte sie Nachbarn kleine Präsente vor die Tür" (Bild, 7.10.2006). Und "zum Kirchentag habe sie sogar Besucher in ihrer kleinen Wohnung einquartiert" (Die Welt, 7.10.2006). Doch keiner kannte bisher ihr grausames Geheimnis, wenn sie ihre Spritze zog. Bei ihrem ersten Mord soll sie wütend über die Unruhe des Mannes gewesen sein und sich geärgert haben, dass sie kurz vor Schichtende einen solchen Fall betreuen sollte" (Bild, 18.4.2007). Das war möglicherweise das Todesurteil für den Mann.
Weil Irene Bauer so kirchlich war, wurde "Mitleid" mit den Kranken als Mordmotiv vermutet. Doch Isabelle Heuser, Direktorin der Charité-Klinik für Psychiatrie, glaubt nicht daran: "Bei der Tötung von Patienten schwingen sich Krankenschwestern meist in einer Art größenwahnsinnigen Fantasie zu Herren über Leben und Tod auf. Mitleid und Mitgefühl sind aller Erfahrung nach nur vorgeschoben" (Bild, 7.10.2006; vgl. auch http://www.netzeitung.de/vermischtes/445519.html). Auch die ermittelnde Polizisten habe "den Eindruck gehabt, dass die Angeklagte von den schwer kranken Patienten genervt gewesen sei" (Netzeitung, 9.5.2007).
Sie selbst erklärte dazu gegenüber dem Berliner Psychiater Alexander Böhle: "Die ´von Menschen gemachten zehn Gebote gehören dringend überarbeitet` ... Das Gebot ´Du sollst nicht töten` sollte man umformulieren in ´Du sollst nicht Schaden zufügen`. Doch was ist Schaden?" Der Psychiater fragte sie, "ob sie sich denn als eine Agentin des göttlichen Willens verstehe. Das lehnte sie ab. Sie sei nur eine am göttlichen Willen Mitwirkende." (Spiegel online, 22.6.2007)


In den evangelischen Sonntagsgottesdiensten verheimlichen die Pfarrer derweil die dunklen Abgründe der evangelischen bzw. lutherischen Lehre. Oder sie jonglieren damit. So lehrt z. B. Martin Luther: "Wenn Gott lebendig macht, tut er es also, indem er tötet, wenn er rechtfertigt, tut er es also, indem er schuldig macht, wenn er in den Himmel führt, tut er es, indem er in die Hölle führt, wie die Schrift sagt: ´Der Herr tötet und macht lebendig, führt in die Hölle und wieder heraus`, 1 Sam 2" (Weimarer Ausgabe der Lutherschriften 18, S. 633, vgl. Der Theologe Nr. 1). Nach dem Glauben Luthers tötet Gott durch die menschliche Obrigkeit. Und "die Hand, die ... tötet, ist dann auch nicht mehr eines Menschen, sondern Gottes Hand" (Weimarer Ausgabe 19, S. 623-662). Von Martin Luther sind viele vergleichbare Glaubenssätze überliefert (vgl. auch Der Theologe Nr. 3), und es ist nahe liegend, dass er dadurch auch zum Anstifter von manchen religiösen Tötungsphantasien wurde und wird. So haben z. B. einige seiner Nachfolger in der evangelischen Diakonie entschieden, behinderte Menschen "dem Schöpfer zurückzugeben" (Beleg dafür in Der Theologe Nr. 3). Und auch das 5. Gebot haben beiden Großkirchen ohnehin schon geändert und interpretiert es als "Du sollst nicht morden" (so wird es z. B. bereits in der Einheitsübersetzung zitiert), um das "Töten" im Krieg rechtfertigen zu können.

Anstatt hier einmal die Zusammenhänge zu untersuchen, verleumdet der Weltanschauungsbeauftragte der evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg, Thomas Gandow, jedoch friedfertige Kirchenaussteiger, die sich in kleineren Gemeinschaften versammeln, und warnt vor ihnen - obwohl er die Aufgabe hätte, in seiner eigenen Kirche z. B. die Verbrecher zu finden (vgl. dazu Der Theologe Nr. 12 über die Aufgabe von Pfarrer und Gemeinde und den Beruf des "Sektenbeauftragten"). "Ich glaubte die Patienten bei ihr in guter Obhut", so der Kardiologie-Direktor über die evangelische Krankenschwester.

Innerhalb der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg (mit Bischof Wolfgang Huber an der Spitze) wurde innerhalb eines guten Jahres damit zum zweiten Mal eine Serientäterin entlarvt. Erst im Mai dieses Jahres wurde das ausgeprägt evangelisch aufgewachsene Kirchenmitglied Sabine H. wegen der Tötung von neun ihrer neugeborenen Kinder verurteilt.

Und Anfang des Jahres wurde eine engagierte römisch-katholische Krankenschwester wegen neunfachen Mordes im Dienst verurteilt.
Bei Irene Becker sind viele ihrer ehemaligen Patienten schon eingeäschert oder verwest. Die genaue Zahl der Opfer wird sich deshalb vielleicht nicht ermitteln lassen. Zu Beginn des Prozesses am 18.4.2007 bittet Irene B. die Angehörigen ihrer Opfer zwar formal um "Vergebung". Doch sie zeigt dabei nur "Bedauern", "aber keine Reue" (Bild, 18.4.2007). Sie rechtfertigt die Morde weiter damit, die Opfer "in deren Willen und zu deren Wohl" getötet zu haben. Doch warum hat sie dann z. B. eine schwerkranke Frau in Gegenwart ihres Mannes umgebracht, die sich gewünscht hatte, nach Hause verlegt zu werden, um dort in Ruhe sterben zu können?
Auch drei Jahre später ist sie weiter uneinsichtig: "Ich bereue nichts" (spiegel.de, 12.4.2010). Das braucht sie gemäß der Lehre ihrer Kirche für ihr Seelenheil auch nicht. Hauptsache, sie glaube.

 



12.11.2006 / 17.6.2007 - Evangelische Kirche kommt nicht zur Ruhe: Drogen, Diebstahl, Selbstmorde - Die evangelische Kirche kommt nicht zur Ruhe. Zeitgleich zur Selbstverbrennung von Pfarrer Weißelberg in Erfurt rumorte es in der Gemeindeversammlung von St. Nikolai in Eckernförde. Dort wurde die Pfarrerin auf eine andere Stelle versetzt, da "ihrem Mann Drogenhandel vorgeworfen wird" (Eckernförder Zeitung, 8.11.2006). Das evangelische Pfarrhaus stand damit im Verdacht, Umschlagsplatz für Rauschgift gewesen zu sein. Und der Küster wurde erhängt aufgefunden, nachdem ihm Diebstahl von Spendengeldern bei der "Kollekte" nachgewiesen und er deshalb entlassen wurde.

Aktualisierung:
Im Juni 2007 fliegt der evangelische
Dom in Halberstadt als Drogendepot bzw. Drogenumschlagsplatz auf. Der verantwortliche Küster war gleichzeitig Dealer für Heroin, Kokain und Marihuana. Er wurde jetzt nach 18 Dienstjahren entlassen.
 



11.1. / 5.9.2007 - 1.010 Kinderporno-Bilder und zwei Videos bei hohem katholischen Kirchenjuristen gefunden / Pädophilie in der Kirche weit verbreitet - Auf einer ihrer Internetseiten wirbt ein deutsches Bistum für das Elisabethjahr 2007 (vgl. dazu https://www.theologe.de/elisabeth_von_thueringen.htm), und gleich daneben wird u. a. der Vorsitzende Richter des Kirchlichen Arbeitsgerichts vorgestellt  (Anmerkung: Der Link auf die Seite des Bistums, wo der Richter mit vollem Namen genannt wird, wurde von uns entfernt, nachdem dessen Anwalt uns am 4.9.2007 mit Hinweis auf das "allgemeine Persönlichkeitsrecht" erklärte, dass eine "identifizierende Berichterstattung" in diesem Fall nicht mehr zulässig sei). Auf dessen Computer wurden Ende vergangenen Jahres 1.010 kinderpornografische Fotos und zwei Videos gefunden. Der oberste Jurist des kirchlichen Gerichts ist z. B. auch bei Arbeitsgerichtsprozessen pädophiler Priester zuständig. Im Hauptberuf ist er der Präsident eines hohen Gerichts in einem deutschen Bundesland, und zuvor war er u. a. Richter an einem Gerichtshof dieses Landes und Jurist im Justizministerium. Die katholische Sexualmoral hat allerdings nicht nur bei ihm eine zweite geheime Seite. Bei ihm wurde sie nur entdeckt. Mehr dazu stand z.B. in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen (Der dort  mittlerweile entfernte Artikel war unter
"http://www.hna.de/kasselstart/LINKTHIRD00_20061215224109_Kein_Prozess_fuer_X..." einsehbar
).

Am 10.1.2007 wurde der Gerichtspräsident nun zu neun Monaten Haft auf Bewährung und 4.800 Euro Geldstrafe verurteilt.

Die Pädophilie ist in der Kirche offenbar noch viel weiter verbreitet als bekannt. So ist das renommierte Priesterseminar in St. Pölten z. B. so mit Pädophilie und anderen sexuellen Praktiken hinter der Maske des Zölibats durchsetzt, dass es im Jahr 2004 vorüber gehend geschlossen wird. Und erst im November 2006 warf sich in Bayern ein hoher Amtsträger und Mitglied der Bistumsleitung offenbar aus Liebeskummer vor einen Zug, weil ein ehemaliger Ministrant mit ihm Schluss machen wollte. Und vor wenigen Tagen erst gestand wieder ein Priester sexuelle "Grenzüberschreitungen" an Kindern (Meldung vom 5.1.2007).
Und: Einer Information des italienischen Informationsdienstes axteismo.press2@yahoo.it vom 19.4.2007 zufolge waren von 1950-2002 4.392 Priester in den USA angeklagt, sich an Kindern sexuell vergangen zu haben, wobei die Zahl der tatsächlichen Täter deutlich höher angenommen wird. Die Zahl stammt nämlich aus dem von den Bischöfen selbst in Auftrag gegebenen John-Jay-Report und wird von Opfer-Vertretern als weit untertrieben betrachtet (siehe z. B. http://app.bishop-accountability.org/member/index.jsp).

Anmerkung: Hier wird nicht über die sexuellen Verbrechen und Praktiken innerhalb der Kirche gerichtet. Doch die Kirche sollte nicht mehr behaupten, ihr Kult und das Treiben ihrer angeblichen "Mittler" zu Gott hätten etwas mit Christus zu tun. Außerdem sollte sie damit aufhören, vor anderen unbescholtenen Gemeinschaften zu warnen. Stattdessen könnte sie ihr gut bezahlten "Beauftragten" dafür einsetzen, die Täter in den eigenen Reihen zu finden und so die schlimmen Schäden zumindest einzudämmen.
 



26.2.2007 - Streit um Sex: Evangelischer Bibelfanatiker ersticht seinen Sohn - Seit vielen Jahren versucht der 12-fache Familienvater Karl K. aus Ratzeburg, andere Menschen zu einem Leben nach der Bibel zu bekehren. Eine Zeitlang ist der Bundesgrenzschutzbeamte im Vorruhestand Mitglied der evangelisch-lutherischen St.-Ansverus-Gemeinde, spendet dort 10 % seines Einkommens. Doch die Gemeinde ist ihm nicht bibeltreu genug, und so tritt er dort wieder aus und wandert reihum in andere evangelische Gemeinden, eckt überall mit seiner Bibeltreue an. Seiner Frau erklärt er, dass er nach den Anweisungen von Paulus im Brief an die Kolosser leben möchte, wo es heißt: "Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn geziemt" (3, 18). Die Kinder werden ebenfalls bibelgläubig erzogen und müssen ihm gehorsam sein. Sie "müssen gezüchtigt werden", auch "das steht schon in der Bibel", so Karl K. (Spiegel Nr. 9/2007). Und was die Bibel betrifft, hat der Mann auch Recht. Die Züchtigung der Kinder durch die Eltern wird dort sogar mehrfach als angebliches Gotteswort weiter gegeben. Z. B. im Hebräerbrief, wo es heißt: "Denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Seid ihr aber ohne Züchtigung, ... so seid ihr Ausgestoßene und nicht Kinder" (12, 7-8). Oder im besagten Kolosserbrief in Vers 20: "Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen; denn das ist wohlgefällig dem Herrn." Wohlgemerkt: In allen Dingen. Hierzu gehört natürlich auch der Sex. "Ein Christ darf sich nur mit einem unberührten Mädchen einlassen", so Karl K. zu seinen ältesten Söhnen.
Der zweitälteste Sohn hält diese Erziehung bald nicht mehr aus und nimmt Drogen. Und: "In Geesthacht zieht er sich vor einer evangelischen Kirche aus, legt die Kleider in Kreuzform vor das Portal, rennt nackt durch die Stadt und springt von einer Brücke in die Elbe." Er kommt die Psychiatrie. Der älteste Sohn Thomas (22) wehrt sich immer häufiger, zieht zuhause aus und streitet mit dem Vater, so auch kurz vor der Familientragödie, an deren Ende er getötet wird.

Der Sohn zum Vater: "Moderne Mädchen sind keine Jungfrauen mehr." Der Vater zum Sohn: "Du lügst." Der Sohn: "Dann besorg mir doch bis morgen eine Jungfrau." Der Vater: "Das ist unmöglich. Das kann ich nicht." Der Sohn mutmaßlich: "Dann gehe ich jetzt los und vergewaltige eine 13-Jährige." (Der Spiegel)
Es gibt allerdings "nicht den geringsten Anhaltspunkt, dass Thomas K. wirklich eine solche Tat vorhatte", so später der Lübecker Oberstaatsanwalt. "Wenn er sich tatsächlich so geäußert habe, dann höchstens, um den Vater zu provozieren." Sein Vater sieht das jedoch anders und rammt dem Sohn an dieser Stelle der Auseinandersetzung ein Messer in den Rücken. Der Sohn verblutet.

"Ich musste es tun", so der Vater. Mit seiner Tat habe er eine Todsünde verhindert. Gott sei sein Zeuge. Und auch mit dieser letzten tödlichen Züchtigung hat der Vater die Bibel auf seiner Seite. So heißt es im 5. Buch Mose: "Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes ... So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe, und du sollst so das Böse aus deiner Mitte wegtun ..." (18-21)
Nach dem Glauben der beiden großen Kirchen ist die ganze Bibel, Altes und Neues Testament, reines Wort Gottes (siehe dazu die kirchlichen Bekenntnisse in "Der Theologe Nr. 8"). Und Karl K. kann zu seiner Verteidigung zudem noch vorbringen, dass er mit seiner Tat die Gemeinschaft entlastet hätte, die gemäß der Bibel den Sohn hätte töten müssen.
Er allein habe es auf sich genommen, den Willen des Gottes der Bibel zu erfüllen.

Wenn Karl K. also demnächst wegen Mord oder Totschlag angeklagt wird, dann sollten auch Vertreter der Organisationen mit auf der Anklagebank sitzen, die bis heute behaupten, die Bibel wäre reines Gotteswort
(vgl. dazu auch oben die Meldung Nach intensivem Bibelstudium Tochter zu Tode geschüttelt?).
 



17.6. / 28.10.2007 / 21.8.2008 - Vergewaltigungen von Kindern und mafiaähnliche Vorfälle in "evangelischem" Dorf / Bedenkliche Rolle der Kirche - Vergewaltigungen im evangelischen Eschenau
 



18.9. / 20.9.2007 - Streng gläubige Katholikin warf ihr Neugeborenes aus dem 10. Stock - Die Mutter (Monika K. aus Hamburg, 27 Jahre alt, "streng gläubige Katholikin"), die ihr Neugeborenes 30 Minuten nach der Geburt in eine Plastiktüte steckte und von einem Hochhausbalkon warf, kommt mit einer milden Strafe davon: drei Jahre und neun Monate Haft für Totschlag wegen verminderter Zurechnungsfähigkeit (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/09/18/urteil-mutter-hamburg/baby-10-stock,geo=2514186.html). Bevor sie das Verbrechen gestand, hatte sie noch ihren islamischen Freund der Tat bezichtigt:
Er habe "das Baby in eine Tüte gestopft und vom Balkon geworfen" (Bild, 5.9.2007). Die Polizei glaubte ihr und verfolgte zunächst den Freund. Die Frau machte ihm zudem Vorwürfe, sie nicht heiraten zu wollen. Außerdem hätte er sie mit anderen Frauen betrogen und viele Nächte in Spielsalons verbracht. Der Mann erklärte hingegen: "Sie hatte Angst vor ihren katholischen Eltern. Sie wollten keinen Moslem als Schwiegersohn. Aber das ist keine Entschuldigung. Ich wäre für das Kind da gewesen." Und: "Sie ist so eiskalt." Der erste Polizist am Tatort sagte vor Gericht aus: "´Es war schrecklich, das Kind in der Folie. Ich fasste einen Knöchel an, sah das Blut.` Kurz nach seiner Aussage brach der erfahrene Polizist zusammen, schlug sich die Hände vors Gericht – und weinte." (Bild, 5.9.2007)

Zum Hintergrund: Ein Katholik muss nach der Lehre seiner Kirche bei einer Eheschließung auch katholisch heiraten. Von dieser "Formpflicht" einer katholischen Trauung kann der einzelne Katholik jedoch unter bestimmten Bedingungen befreit werden, z. B. wenn ein islamischer oder evangelischer Partner keine katholische Trauung möchte. In diesem Fall ist diese "Befreiung von der Formpflicht" (= Dispens) nur möglich, wenn die Frau der Kirche versprochen hätte, das von ihrem islamischen Freund gezeugte Kind katholisch zu taufen und zu erziehen. Dies ist die Bedingung der Kirche. Andernfalls macht sich die Frau nach dem katholischen Kirchenrecht strafbar (siehe hier). Die Folge: Ihr droht der Ausschluss von den katholischen Sakramenten, und sie gefährdet damit nach katholischer Lehre ihr Seelenheil und das Seelenheil des Kindes - ein furchtbares Droh- und Druckmittel gegenüber gläubigen Katholiken. Deshalb die Frage: Hat der Glaube der sogar "streng" katholischen Frau sie deshalb möglicherweise zu dieser Verzweiflungstat getrieben? Hat sie das Kind vielleicht unbewusst lieber getötet als zuzulassen, dass es vielleicht zu einem kleinen Moslem wird?

Denn die römisch-katholische Lehre sieht vor:
Bei einem ungetauft gestorbenen oder ermordeten Säugling: Die "Internationale Theologische Kommission" des Vatikan kam im April 2007 nach dreijähriger Beratung zu der Schlussfolgerung, "dass es theologische Grundlagen und ernst zu nehmende Liturgien gibt, die hoffen lassen, dass ungetaufte Säuglinge erlöst werden, wenn sie sterben" (zit. nach Spiegel online, 20.4.2007). Die bisherige Vorstellung einer Art leidensfreien ewigen "Vorhölle" als endgültiger Bestimmungsort dieser Kinder sei "zu streng" gewesen.
Bei einem Moslem: Hier gilt weiterhin folgender "unfehlbare" Lehrsatz: [Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] "glaubt fest, bekennt und verkündet, dass ´niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide` noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt." (Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Lehrsatz Nr. 381, siehe hier)


Konkret: Hätte der moslemische Vater also einer katholischen Taufe des Säuglings nicht zugestimmt und seinen Sohn stattdessen islamisch erzogen, wäre das Kind nach römisch-katholischem Dogma von der ewigen Verdammnis bedroht gewesen. Denn es hätte durch seine Mutter diesen Glauben zunächst kennen gelernt. Und es hätte sich nach "unfehlbarer" katholischer Lehre später von seiner islamischen Erziehung distanzieren und in die Kirche eintreten müssen, um dem angeblichen Schicksal grässlicher ewiger Höllenqualen zu entgehen (PS: Auch wenn diese Lehrentscheidung heute in der katholischen Kirche nicht besonders hervorgehoben wird, so wurde es eben doch als "unfehlbare" "irrtumslose" Entscheidung des päpstlichen Lehramtes so festgelegt, und die Gläubigen werden bewusst oder unbewusst damit und geängstigt und innerlich gebunden).
Von daher sollte geprüft werden, ob im Zusammenhang des Säuglingsmords bzw. -totschlags auch ein Verfahren gegen den Papst bzw. gegen seinen Stellvertreter vor Ort, dem Bischof von Hamburg, als Garanten und als Verantwortlichen für die römisch-katholische Verdammnis-Lehre, eröffnet werden muss.

 



22.10.2007 - Ex-Priesteramtskandidat vergewaltigte wahrscheinlich über 200 Jungen - Der gläubige Katholik Christopher Paul Neil (32) aus Maple Rich/Kanada soll "Hunderte Kinder" vergewaltigt haben - offenbar allesamt Jungen, die jüngsten sechs Jahre alt (Bild, 20.10./22.10.2007). Neil wollte ursprünglich katholischer Priester werden und ließ sich von 1995-1999 im Priesterseminar zum katholischen Würdenträger ausbilden. Kurz vor Ende der Ausbildung brach er diese jedoch ab und arbeitete dafür als Englischlehrer und Jugendbetreuer in Südkorea, Vietnam und Thailand. Dort wurde er jetzt verhaftet.
Lesen Sie dazu auch
Der Theologe Nr. 24 a - Sex-Verbrechen - und Vergehen in der Kirche


PS: Bevor jemand als Pädophiler tätig wird, hat er sich oft jahrelang damit beschäftigt. In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 2004 das Priesterseminar in St. Pölten/Österreich geschlossen, nachdem dort u. a. Kinderpornographie auf Computer herunter geladen wurde: insgesamt 40.000 Fotos und zahlreiche Filme. Der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner forderte zuvor den zuständigen Bischof Kurt Krenn auf, er solle sich eingestehen: "Ich bin krank, mir setzt der Alkohol sehr zu" und er sei nicht mehr in der Lage, "solche Zustände zu verhindern." (
zit. nach http://www.faz.net)



29.10.2007 - Katholik als "einer der kaltblütigsten Täter der deutschen Justizgeschichte" - Ronny Rieken brachte in den 90er-Jahren zwei Mädchen um, vergewaltigte mindestens 14 weitere. Er war Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Die ARD bringt um 21 Uhr eine Dokumentation. Welche Bedeutung hat die Konfessionszugehörigkeit? Um die konfessionellen Weltanschauungsbeauftragten zu fragen: Wie hätten sie reagiert, wenn Rieken keiner der "Söhne und Töchter der Kirche" gewesen wäre, sondern einer religiösen Minderheit angehört hätte?
Siehe http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,513506,00.html.

 



28.4. / 5.5.2008 - "Inzest-Drama" in katholischer Familie in Österreich - Verhinderte kirchliche "Anti-Sekten-Stimmung" frühere Aufklärung? - https://www.theologe.de/sexuelle_vergehen.htm#Inzest
 



26.5.2008 / 22.1.2009 - Er hat sie gebeten, sich nicht umzudrehen, und sie glaubte an eine Überraschung: Lutherischer Landeskirchenmusikdirektor ersticht seine Frau / Kurz darauf "besuchte er seine Lieblingskirchen" und musizierte bei evangelischer Trauung / Täter "schiebt die Schuld indirekt auf Gott" / Lebenslängliche Haft - Landeskirchenmusikdirektor ersticht Ehefrau

 



25.3.2009 - Streng gläubige Katholikin erschlägt Mutter mit Kruzifix - Im weltberühmten katholischen Wallfahrtsort Lourdes in Frankreich erschlug eine 34-jährige streng gläubige Katholikin ihre 81 Jahre alte ebenfalls streng gläubige Mutter im Schlaf. Die Tatwaffe: Ein Kruzifix. Die Täterin hatte sich eigenen Angaben zufolge zuvor in einer "Vision" "als Teufel gesehen" (Abendzeitung, 25.3.3009). Nach dem Mord hatte sie selbst die Polizei alarmiert.
Warum wir solche Meldungen dokumentieren, siehe hier.

 



12.4. / 7.5. / 31.7.2009 -
18-Jähriger in Haft und sein Freund hat bereits gestanden: Gläubiger junger Mann hat in der Nacht zum Karfreitag seine ganze Familie erschossen / Anklage: Er wollte an das Geld seiner Familie
 



25.9. / 28.9. / 8.10.2009 - Dreifach-Mord an Kindern: "Streng katholisch" aufgewachsene Pfarramtssekretärin überschüttet ihre drei Kinder und sich mit Benzin und zündet alle an - Sie war die "gute Seele der Gemeinde" und sei jetzt beim "Herrn" - Bestialischer Feuermord bei Berlin - Vor einigen Jahren legte sich eine Vize-Vorsitzende eines lutherischen Kirchenvorstands mit ihren drei Kindern bei eisigen Temperaturen zum Erfrieren auf ein Feld (siehe hier). Wie sie eine mögliche Gegenwehr der Kinder ausschaltete, ist bis heute nicht bekannt.
Ursula W., die römisch-katholische Pfarrbüro-Sekretärin aus Berlin-Altenglienicke, die "gute Seele der Gemeinde", gab ihren Kindern, elf, zehn und sechs Jahre alt, vorher Tabletten, wahrscheinlich als Betäubungsmittel. Doch man fand Benzindämpfe in den Lungen der verkohlten Leichen. Das heißt: Sie verbrannten bei lebendigem Leibe im Auto der Familie - ein bestialischer Dreifach-Mord. Denn selbst dann, wenn man einen Menschen vor dem Mord betäubt, die Seele ist voll schmerzempfindlich - ganz abgesehen davon, dass man wohl aufwacht, wenn man am ganzen Leib zu brennen beginnt. Der Ehemann wusste nichts und wurde von den Abschiedsnotizen der Frau entlastet (u. a. Bild, 25.9.2009). Die Nachbarin, "die in einem nahen Seniorenheim lebt, hatte das Ehepaar immer sonntags beim Kirchgang gesehen." (Berliner Morgenpost, 25.9.2009)
"´Sie kam gestern noch zur Arbeit, alles war ganz normal. Sie war die gute Seele der Gemeinde`, sagte der Pfarrer" der römisch-katholischen Kirchengemeinde Christus König in Adlershof ... (Berliner Zeitung, 25.9.2009; Tagesspiegel, 25.9.2009). Christa W. war nicht nur seit 15 Jahren Sekretärin der Gemeinde, sie war auch "überaus engagiert im Frauenverein der Kirchgemeinde aktiv", so eine Nachbarin. (Berliner Morgenpost, 25.9.2009)
"Vermutlich litt die streng katholisch aufgewachsene Frau unter schweren Depressionen" schreibt die Berliner BZ (25.9.2009). Doch die veräußerlichte Kult- und Dogmenreligion des Katholizismus mit seinen Drohbotschaften gegen Abweichler und Aussteiger gibt immer weniger Menschen Halt. Viele Anhänger werden stattdessen in unsägliche seelische Not gestürzt, mit der sie nicht mehr klar kommen. Nur eines soll nach kirchlicher Lehre angeblich noch schlimmer sein als die Hölle, die die streng katholische Ursula W. ihren Kinder und sich selbst zubereitete: die ewige Hölle für Kirchenaussteiger und Ungläubige, die sich der katholischen Kirche nicht anschließen, obwohl sie diese kennen. Doch das trifft auf Christa W. nicht zu, denn sie blieb immer treu katholisch, weswegen ihre Morde gar keine so schlimmen Konsequenzen haben als wenn sie z. B. aus der Kirche ausgetreten wäre.
"Der Herr nimmt die Schuldigen und Unschuldigen auf ...", so deshalb auch der Weihbischof bei ihrer römisch-katholischen Beerdigung (Bild, 8.10.2009). Fragt sich nur, welcher "Herr" sie im Jenseits in Empfang genommen hat.
Mit Christus, der die Menschen zur Selbsterkenntnis und zur Heilung von seelischem Leid führt und der das Halten der Gebote und das Gesetz von Saat und Ernte lehrte, hat das alles nichts zu tun. Katholisch und christlich sind zweierlei. Auch lehrte Christus keine ewige Hölle, sondern ein Ende jedes Leids - allerdings erst, wenn alles Negative wieder gut gemacht ist (z. B. Matthäus 5, 25-26). Der katholische Betrug und das christliche Leben sind letztlich nicht vereinbar.
 



17.11./ 2.12.2009 - Großbritannien: Waisenkinder über kirchliche Einrichtungen als Zwangsarbeiter und Sex-Objekte nach Australien deportiert - bis in die 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts.
http://www.fr-online.de/top_news/2084424_Waisentransport-nach-Australien-Vom-Empire-verstossen.html
Betroffen sind ca. eine halbe Million Kinder seit Ende des 2.Weltkriegs. Die Regierung Australiens hat sich jetzt entschuldigt, die Kirchen noch nicht. Doch auch aus Deutschland werden immer mehr Grausamkeiten enthüllt. 75 % aller Heime waren dort in kirchlicher Hand. Siehe die nachfolgenden Zeilen:

Unvorstellbares Leid in der Bundesrepublik Deutschland: Folter und Gewaltherrschaft in den kirchlichen Kinderheimen
http://www.welt.de/politik/deutschland/article5239904/Die-Gewaltherrschaft-in-deutschen-Kinderheimen.html
Die Auszüge erinnern teilweise an die Zeit der früheren Inquisition bzw. teilweise auch an eine Fortsetzung der Konzentrationslager nach 1945: "Ich habe es gekriegt im Namen von Gottvater, Sohn und Heiligem Geist". Ordensschwester schlagen mit ihren Gürteln unbarmherzig zu, die mit den "drei Knoten der Dreieinigkeit" verknotet wurden. Andere Nonnen liefen ständig mit der Peitsche umher, um Kinder zu schlagen / Kinder wurden zusammengeschlagen und die ganze Nacht im Nachthemd auf kalten zugigen Flur gestellt, andere in den Schweinestall gesperrt und dort mit Schweinefutter gefüttert, andere mussten ihr Erbrochenes essen / Pfarrer hat Kinder im Beichtstuhl zur Strafe dafür vergewaltigt, dass das Kind sein Geschlechtsteil berührt hat. Nach ihm wurde 2005 ein kirchliches Haus benannt. / Ein Mädchen bekam eine neue Identität: "Du bist die Geburt des Teufels. Deinen Namen kannst du hier vergessen. Ab heute bist du Nummer 22." Usw. usf. Auch ein neues Buch ist erschienen über ein evangelisches Kinderheim. Es heißt Endstation Freistatt. Betroffen sind in Deutschland ca. 700.000 Kinder.

2.12.2009 - Die Süddeutsche Zeitung vom 13.11.2009 beschreibt den "Rückmarsch der Kirche in den Fundamentalismus" und schreibt u. a.:
"Der Rückmarsch in den Fundamentalismus ist auch ein Politikum. Die evangelische wie die katholische Kirche haben in Deutschland bis in die 1970er Jahre Straflager für Jugendliche ab 14 Jahren betrieben ... Die Opfer verlangen nun mit Recht, aber bisher vergebens, auch eine theologische Aufarbeitung dieser Verbrechen. Die Affinität christlicher Opferkult- und Moralvorstellungen zur Gewalt ist ein Kennzeichen des christlichen Fundamentalismus ..."
Aus diesem und vielen weiteren Gründen fordern die Freien Christen: Die evangelische und die katholische Kirche dürfen sich nicht mehr christlich nennen.
 



30.11.2009 - Katholische Hilfsorganisationen unterstützten Rebellen, die im Kongo Massaker verübten - Siehe
http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=au&dig=2009%2F11%2F27%2Fa0164&cHash=615b7b776b -
Aufgrund von Massakern ist unseres Wissens bisher noch kein Katholik exkommuniziert worden.
 



1.8.2009 / 26.1.2010 - Religionsbekämpfung in Deutschland - Nur Ladehemmung eines Maschinengewehrs verhinderte Massaker an Zeugen Jehovas / Anklage wegen 81-fachen Mordversuchs - In Deutschland besteht durch den Rufmord und die Verleumdungen der evangelischen und katholischen Sektenbeauftragten gegenüber religiösen Minderheiten die Religionsfreiheit leider nur auf dem Papier (siehe dazu Der Theologe Nr. 12). Wem die Kirche das Etikett "Sekte" anheftet, der wird immer wieder ausgegrenzt, diskriminiert, vor Gericht benachteiligt, und ihm werden vielfach normale bürgerliche Rechte nicht gewährt (siehe dazu auch in Der Theologe Nr. 4). Zudem wird schon den Schülern im staatsfinanzierten konfessionellen Religionsunterricht das Feindbild "Sekte" eingeimpft. Zu den beliebten Anschuldigungen der Kirche gehört, dass "Sekten" angeblich die Familien zerstören würden.
Weil seine 61jährige Stieftochter schon vor über 40 Jahren Mitglied bei den Zeugen Jehovas wurde, wollte sich der 82-jährige Horst A. aus Halle in Westfalen im Jahr 2009 an dieser Glaubensgemeinschaft rächen. Nach kirchlicher Lehre würde die Tochter durch den Abfall von der kirchlichen Lehre später ewig verdammt (siehe dazu      Der Theologe Nr. 19      und      Der Theologe Nr. 18). Und nur die plötzliche Ladehemmung seines Maschinengewehrs verhinderte offenbar ein Massaker mit vielen Toten im Königreichsaal der Zeugen Jehovas in Bielefeld. Seit dem 25.1.2010 muss sich Horst A. nun wegen 81-fachen versuchten Mordes vor dem Landgericht in Bielefeld verantworten.
Während manche deutschen Medien das geplante Blutbad zum Anlass nahmen, um kirchliche Vorwürfe gegen die Zeugen Jehovas zu wiederholen, verschweigt man die Konfession des verhinderten Massenmörders. Die Süddeutsche Zeitung schreibt allerdings über ihn: "Zudem missbillige er ihre Bibelauslegung zutiefst" (26.1.2010), wozu z. B. gehört, dass die Zeugen Jehovas unter Berufung auf den Friedenslehrer Jesus von Nazareth Wehrdienst und Kriege ablehnen. Horst A. kämpfte demgegenüber im 2. Weltkrieg in der deutschen Wehrmacht als Soldat an der Ostfront - mit dem ausdrücklichen Segen aller katholischen und evangelischen Bischöfe in Deutschland. Die Zeugen Jehovas wurden in dieser Zeit zu Hunderten in den Konzentrationslagern ermordet. Weitere sachdienliche Hinweise, auch im Hinblick auf eine eventuelle geistige Mittäterschaft, nehmen wir entgegen.

Zum Sachverhalt:
http://www.haller-kreisblatt.de/hk-templates/nachrichtendetails/datum/2009/08/01/zum-toeten-fest-entschlossen/
 


 

Wegen der unübersehbaren Fülle der Verbrechen und Vergehen in der Kirche werden die Ausgaben Der Theologe Nr. 24, 24a und 24b an dieser Stelle im Jahr 2009 abgeschlossen. Die Fortsetzung lesen Sie in
Der Theologe Nr. 43 (Schwarzbuch "Katholische Kirche") und

Der Theologe Nr. 44 (Schwarzbuch "Evangelische Kirche").

 

Weitere Literatur:
Ausgabe Nr. 24: Die Kirche und die Hölle auf Erden

Ausgabe Nr. 24 b: Nichtsexuelle Verbrechen und Vergehen in der Kirche


Ausgabe Nr. 21: Pfarrer Klaus Geyer und die evangelisch-lutherische Lehre vom grausamen Gott

Sowie im Internet die Aufklärungsschrift: Das Priesterjahr - Lasset die Kinder zu mir kommen, denn sie sind ohne Arg

Und:
Der Bestseller von Geoffrey Robertson, dem britischen Kronanwalt, The Case the Pope, für nur 12,95 € nun auch in
deutscher Übersetzung


 

Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 24: Den Kirchen wird der Spiegel vorgehalten - Kirchlicher Glaube und die Hölle auf Erden", Wertheim 2006, zit. nach https://www.theologe.de/kirche_hoelle.htm, Fassung vom 9.11.2020,  
Copyright © und Impressum siehe hier.

 
 

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